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EP 1 829 432 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.09.2010 Patentblatt 2010/38 |
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Anmeldetag: 16.12.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/013566 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/063845 (22.06.2006 Gazette 2006/25) |
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SCHALTANORDNUNG F]R EIN Z]NDGER[T EINER ENTLADUNGSLAMPE
CIRCUIT ARRANGEMENT FOR A STARTING UNIT OF A DISCHARGE LAMP
AGENCEMENT DE CIRCUIT POUR UNE UNITE DE DEMARRAGE D'UNE LAMPE A DECHARGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
16.12.2004 DE 102004060471 13.01.2005 DE 202005000542 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.09.2007 Patentblatt 2007/36 |
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Patentinhaber: Hep Tech Co. Ltd. |
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Taichung (TW) |
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Erfinder: |
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- Winkel, Michael
58791 Werdohl (DE)
- Schmidt, Karl
38312 Achim (DE)
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Vertreter: Isfort, Olaf |
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Schneiders & Behrendt,
Huestrasse 23 44787 Bochum 44787 Bochum (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-C- 319 155 DE-U1- 8 616 255
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DE-C- 850 012
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltanordnung für ein Zündgerät einer Entladungslampe,
mit einer aus drei oder mehr Elektroden gebildeten Funkenstrecke, die mit der Primärwicklung
eines Überlagerungstransformators und mit einem Stoßkondensator in Serie geschaltet
ist.
[0002] Zum Betrieb von Entladungslampen sind bekanntlich Vorschaltgeräte, beispielsweise
in Form von Eisendrosseln, erforderlich. Zusätzlich werden Zündgeräte benötigt, die
zum Einschalten der Lampen Hochspannungsimpulse erzeugen, durch welche die Ionisation
der in den Lampen befindlichen Gasmischung initiiert wird.
[0003] Zündgeräte von Entladungslampen arbeiten üblicherweise nach dem so genannten Überlagerungsprinzip
ähnlich einem Teslatransformator. Die bekannten Zündgeräte weisen einen Zündimpulsgenerator
zur Erzeugung der benötigten Spannungsimpulse auf. Dabei umfasst der Zündimpulsgenerator
einen Zündkreis, der aus einem Stoßkondensator, der Primärwicklung eines Überlagerungstransformators
und einem Schaltelement besteht. Der Stoßkondensator muss zur Erzielung der benötigten
Spannung der Zündimpulse mit Hochspannung aufgeladen werden. Dazu dient ein Hochspannungsgenerator
des Zündimpulsgenerators bei den bekannten Zündgeräten. Der Hochspannungsgenerator
funktioniert dabei üblicherweise mit Hilfe eines Transformators zur Erzeugung der
zum Aufladen benötigten Hochspannung aus der zur Verfügung stehenden Netzspannung.
Der aufgeladene Stoßkondensator wird beim Zündvorgang periodisch über die Primärwicklung
des Überlagerungstransformators entladen, indem das Schaltelement periodisch ein-
und ausgeschaltet wird. Im eingeschalteten Zustand bilden der Stoßkondensator und
die Primärwicklung des Überlagerungstransformators einen Hochfrequenzresonanzkreis
aus. Die hochfrequenten Schwingungen werden in der mit der Lampe verbundenen Sekundärwicklung
des Überlagerungstransformators hochtransformiert und stehen als Zündspannung für
die Lampe zur Verfügung.
[0004] Als Schaltelemente werden bei den bekannten Zündgeräten häufig Funkenstrecken eingesetzt.
Die Funkenstrecke zündet, wenn der Stoßkondensator auf eine bestimmte Einschaltspannung
aufgeladen ist. Die Funkenstrecke bleibt dann solange leitend, bis der Stoßkondensator
über die Primärwicklung des Überlagerungstransformators auf eine bestimmte Abschaltspannung
entladen ist.
[0005] Bedingt durch die hohen Ströme, die im Zündkreis bei der Entladung des Stoßkondensators
fließen, erhitzt sich das in der Funkenstrecke ionisierte Gas so stark, dass die Entionisierung
behindert ist. Aus diesem Grund vergeht eine unerwünscht lange Zeit, bevor die Funkenstrecke
abschaltet. Die relativ lange Entionisierungszeit bewirkt, dass Zündimpulse nur mit
vergleichsweise niedrigen Frequenzen erzeugt werden können. Gerade bei Zündgeräten,
die zum Heißzünden von Hochdruckentladungslampen geeignet seien sollen, besteht jedoch
das Erfordernis, Zündimpulse mit hoher Spannung (20 bis 60 kV) mit einer besonders
hohen Frequenz zu erzeugen, da in der Regel mehr als 1000 Zündimpulse pro Sekunde
während einer Zündzeit von mehreren Sekunden nötigt sind, um ein zuverlässiges Wiederzünden
von betriebswarmen Hochdruckentladungslampen sicherzustellen.
[0006] Aus der
DE 86 16 255 U1 ist eine Schaltanordnung für ein Zündgerät einer Entladungslampe vorbekannt. Bei
dieser Schaltanordnung kommt eine mehrstufige Funkenstrecke zum Einsatz, die aus zwei
oder mehr einzelnen Funkenstecken zusammengesetzt ist. Gegenüber einstufigen Funkenstrecken
hat die Aufteilung auf mehrere Funkenstecken den Vorteil, dass die Entionisierungszeit
deutlich verkürzt wird. Dies ist u. a. auf die verbesserte Kühlung bei der mehrstufigen
Anordnung zurückzuführen. Die vorbekannte Schaltanordnung ist besonders zum Einsatz
in einem Zündkreis einer Hochdruckentladungslampe geeignet. Die mehrstufige Funkenstrecke
ermöglicht die Erzeugung von bis zu 4000 Zündimpulsen pro Sekunde.
[0007] Die aus dem Stand der Technik vorbekannte Schaltanordnung hat aber den Nachteil,
dass die Funkenstrecke vergleichsweise aufwendig konstruiert ist. Die Elektroden der
Funkenstrecke sind bei der bekannten Anordnung massive Kupferkörper, die in einem
Isolierstoffrohr konzentrisch, in axialer Richtung hintereinander angeordnet sind.
Dabei sind die Gasentladungsspalte zwischen den einzelnen Elektroden mit einer speziellen
Gasmischung gefüllt, die zum Teil aus Wasserstoff besteht. Die Stirnflächen der Elektroden
sind mit einer Aktivierungsschicht aus Natriumsilikat und einer weiteren Metallkomponente
versehen. Aufgrund der speziellen Materialien der Elektroden und der Gasfüllung der
gesamten Anordnung ist die vorbekannte Funkenstrecke äußerst aufwendig in der Herstellung.
Die damit ausgestatteten Zündgeräte für Entladungslampen sind dementsprechend teuer.
[0008] Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schaltandordnung
für ein Zündgerät einer Entladungslampe bereitzustellen, die einfach aufgebaut und
kostengünstig herstellbar ist. Dabei soll die Schaltanordnung für Zündgeräte geeignet
sein, die ein Heißzünden von Hochdruckentladungslampen ermöglichen.
[0009] Diese Aufgabe löst die Erfindung ausgehend von einer Schaltanordnung der eingangs
genannten Art dadurch, dass die Elektroden zylinderförmig ausgebildet sind, wobei
die Zylinderachsen nebeneinander und parallel zueinander ausgerichtet sind, und zwar
derart, dass senkrecht zu den Zylinderachsen eine mehrstufige Luftfunkenstrecke gebildet
wird.
[0010] Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung ist die Verwendung von möglichst einfach herstellbaren
Elektroden für die Funkenstrecke. Die gemäß der Erfindung eingesetzten Elektroden
sind zylinderförmig und können als einfache Drehteile hergestellt werden. Als Material
für die Elektroden eignet sich V4A-Stahl, mithin ein Standardwerkstoff, der zu geringen
Kosten verfügbar ist. Zwischen den nebeneinander angeordneten zylinderförmigen Elektroden
werden gemäß der Erfindung linienförmige Gasentladungsspalte ausgebildet, diese Formgebung
der Gasentladungsspalte zusammenwirkend mit der Mehrstufigkeit der Funkenstrecke führt
zu einer besonders guten Kühlung, sodass die Entionisierungszeit der Funkenstrecke
besonders kurz ist. Somit können kurze Schaltzeiten bzw. hohe Impulsfrequenzen zum
Zünden der Entladungslampe erreicht werden. Begünstigt wird dies dadurch, dass die
Funkenstrecke gemäß der Erfindung eine Luftfunkenstrecke ist, die mithin nach außen
frei zugänglich ist. Eine Wärmeabfuhr durch Luftzirkulation bzw. Konvektion ist also
möglich. Die Luftfunkenstrecke hat außerdem den Vorteil, dass keine besonderen Gasmischungen
und entsprechend auch keinerlei gasdichte Ummantelung erforderlich sind. Entsprechend
einfach und kostengünstig ist die Herstellung der erfindungsgemäßen Schaltanordnung.
[0011] Die Elektroden der erfindungsgemäßen Schaltanordnung können zweckmäßigerweise eine
zur Zylinderachse konzentrische Bohrung für einen Befestigungsbolzen aufweisen. Damit
ist es besonders einfach möglich, die Elektroden in erfindungsgemäßer Art und Weise
nebeneinander anzuordnen und parallel zueinander auszurichten.
[0012] Besonders praktisch ist es, wenn die Elektroden mit ihrer Unterseite an einer Trägerplatte
aus elektrisch isolierendem Material befestigt werden. Hierzu können die zuvor angesprochenen
Befestigungsbolzen verwendet werden. Eine besonders stabile und robuste Anordnung
ergibt sich, wenn zusätzlich eine Abdeckplatte aus dem elektrisch isolierenden Material
vorgesehen wird, an der die Elektroden mit ihrer Oberseite befestigt sind. Als Material
für die Trägerplatte bzw. die Abdeckplatte eignen sich die bekannten und kostengünstigen
Kunststoffmaterialien (z. B. das faserverstärkte Platinenmaterial FR4), aus denen
Leiterplatten üblicherweise bestehen.
[0013] Die Zylinderachsen der Elektroden sind also senkrecht zur Trägerplatte bzw. zur Abdeckplatte
angeordnet. Durch die Befestigung der Elektroden an der Oberseite und an der Unterseite
ist sichergestellt, dass die Parallelität zwischen den Zylinderachsen der Elektroden
und damit die konstante Breite der hintereinander geschalteten Entladungsspalte eingehalten
wird, auch wenn von außen mechanische Kräfte auf die Anordnung einwirken. Derartige
Kräfte würden dazu führen, dass die Gesamtanordnung bestehend aus drei oder mehr Elektroden
nach Art eines Parallelogramms verschoben wird. Dabei bleibt die Parallelität zwischen
den Zylinderachsen erhalten und die Breite der Entladungsspalte ändert sich insgesamt
nur wenig. Die erfindungsgemäße Schaltanordnung ist aus diesen Gründen besonders zuverlässig,
selbst bei starker mechanischer Beanspruchung, wie sie bei Heißzündvorgängen von Hochdruckentladungslampen
häufig auftreten.
[0014] Weiterhin können die Trägerplatte und/oder die Abdeckplatte bei der erfindungsgemäßen
Schaltanordnung quer zur Funkenstrecke verlaufende Schlitze aufweisen. Durch diese
Schlitze wird vermieden, dass sich leitende Pfade (Kriechstrecken) auf der Trägerplatte
oder der Abdeckplatte ausbilden. Dies würde zwangsläufig zu einem Ausfall der mit
der erfindungsgemäßen Schaltanordnung arbeitenden Zündgeräte führen. Weiterhin bewirken
die Schlitze eine verbesserte Kühlung der Luftfunkenstrecke.
[0015] Gemäß einer sinnvollen Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schaltanordnung ist der
Stoßkondensator mit der Trägerplatte verbunden, wobei auf der Trägerplatte eine Leiterbahn
zur Verbindung einer Elektrode des Stoßkondensators mit einer Elektrode der Funkenstrecke
vorgesehen ist. Dadurch ergibt sich ein besonders einfacher mechanischer Aufbau, der
ohne zusätzliche Verkabelung zwischen dem Stoßkondensator und den Elektroden der Funkenstrecke
auskommt. Der Stoßkondensator bildet mit der Funkenstrecke der erfindungsgemäßen Schaltanordnung
in dieser Weise eine Baueinheit, was bei der Montage und bei der Wartung des Zündgerätes
praktisch ist.
[0016] Sinnvoll ist es, wenn die Elektroden der Funkenstrecke bei der erfindungsgemäßen
Schaltanordnung im Übergangsbereich zwischen dem Zylindermantel und den Stirnflächen
der Elektroden abgerundete Kanten haben. Hierdurch werden überhöhte elektrische Feldstärken
im Bereich der Kanten vermieden, was zu einem nur schwer kontrollierbaren Zündverhalten
der Funkenstrecke führen würde.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Figuren erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- Schaltskizze eines Zündgerätes mit erfindungsgemäßer Schaltanordnung;
- Fig. 2
- geschnittene Seitenansicht einer Funken- strecke gemäß der Erfindung;
- Fig. 3
- Trägerplatte und Abdeckplatte der Funkenstrecke gemäß Fig. 2 in Draufsicht.
[0018] Bei der in der Fig. 1 dargestellten Schaltung ist eine Entladungslampe 1 an Sekundärwicklungen
2 eines Überlagerungstransformators 3 angeschlossen. Über die Sekundärwicklungen 2
und eine zwischengeschaltete Eisendrossel 4 ist die Entladungslampe 1 mit Netzanschlussklemmen
5 verbunden. Zum Zünden der Entladungslampe 1 dient ein Zündgerät, das aus einem Zündkreis
6 und einem Hochspannungsgenerator 7 besteht. Der Zündkreis 6 umfasst die Primärwicklung
8 des Überlagerungstransformators 3, einen Stoßkondensator 9 sowie eine Funkenstrecke
10 als selbsttätig schaltendes Schaltelement. Der Stoßkondensator 9 wird mittels des
Hochspannungsgenerators 7 aufgeladen. Der Stoßkondensator 9 und die Primärwicklung
8 des Überlagerungstransformators 3 bilden einen im MHz-Bereich schwingenden Serienresonanzkreis.
Wenn der Stoßkondensator 9 auf einen bestimmten Hochspannungswert aufgeladen ist,
so zündet die Funkenstrecke 10. In diesem Augenblick ist der Zündkreis 6 geschlossen,
und es entsteht eine Hochfrequenzschwingung in der Primärwicklung 8 des Überlagerungstransformators
3. In den Sekundärwicklungen 2 wird diese Schwingung hochtransformiert, sodass an
den Anschlussklemmen der Entladungslampe 1 symmetrisch Zündimpulse entgegengesetzter
Polarität anliegen. Hierzu weisen die Sekundärwicklungen 2 des Überlagerungstransformators
3 gegensinnige Wicklungen auf. Mittels des Hochspannungsgenerators 7 wird der Stoßkondensator
9 kontinuierlich geladen. Mit Zeitabständen von weniger als einer Millisekunde schlägt
die Funkenstrecke 10 durch, sodass mit entsprechender Frequenz die Entladungslampe
1 mit Zündimpulsen beaufschlagt wird. Die Funkenstrecke 10 ist gemäß der Erfindung
als mehrstufige Luftfunkenstrecke ausgebildet.
[0019] Wie in Fig. 2 gezeigt, besteht bei dem Ausführungsbeispiel die Funkenstrecke 10 aus
vier zylinderförmigen Elektroden 11, wobei die Zylinderachsen 12 nebeneinander und
parallel zueinander ausgerichtet sind, und zwar derart, dass senkrecht zu den Zylinderachsen
12 eine mehrstufige Luftfunkenstrecke gebildet wird. Durch die Zwischenräume zwischen
den Elektroden 11 werden bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel drei linienförmige
Entladungsspalte 13 gebildet. Die Geometrie der Entladungsspalte 13 bestimmt entscheidend
das Zündverhalten der Funkenstrecke, vor allem die Einschaltspannung, die Ausschaltspannung
sowie die Entionisierungszeit. Zur exakten Positionierung der Elektroden 11 relativ
zueinander weisen diese konzentrische Bohrungen 14 für in der Figur nicht näher dargestellte
Befestigungsbolzen bzw. -zapfen auf. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind
die Elektroden 11 mit ihrer Unterseite an einer Trägerplatte 15 und mit ihrer Oberseite
an einer Abdeckplatte 16 befestigt. Die Trägerplatte 15 und die Abdeckplatte 16 bestehen
aus elektrisch isolierendem Leiterplattenmaterial.
[0020] Die Fig. 3 zeigt die Trägerplatte 15 und die Abdeckplatte 16 in Draufsicht. Mittels
präzise angeordneter Bohrungen 17 werden die Befestigungsbolzen für die Elektroden
11 an der Trägerplatte 15 bzw. an der Abdeckplatte 16 festgelegt. An der Trägerplatte
15 ist außerdem eine Bohrung 18 zur Befestigung einer Elektrode des Stoßkondensators
9 vorgesehen. Die Gesamtanordnung aus Funkenstrecke 10 und Stoßkondensator 9 zeigt
wiederum die Fig. 2. Auf der Oberseite der Trägerplatte 15 ist eine Leiterbahn 19
zur Verbindung einer Elektrode 20 des Stoßkondensators 9 mit einer Elektrode 11 der
Funkenstrecke 10 vorgesehen.
[0021] Wie die Fig. 2 weiterhin zeigt, haben die Elektroden im Übergangsbereich 21 zwischen
dem Zylindermantel und den Stirnflächen umlaufend abgerundete Kanten.
[0022] Die Fig. 2 und 3 zeigen außerdem, dass die Trägerplatte 15 und die Abdeckplatte 16
quer zur Funkenstrecke verlaufende Schlitze 22 aufweisen.
[0023] Diese Schlitze können durch simples Ausfräsen an der Trägerplatte 15 und an der Abdeckplatte
16 angebracht werden. Die Breite und Länge der Schlitze 22 ist so gewählt, dass mögliche
Kriechstrecken an der Oberfläche der Trägerplatte 15 bzw. der Abdeckplatte 16 ausreichend
vergrößert werden.
1. Schaltanordnung für ein Zündgerät einer Entladungslampe (1), mit einer aus drei oder
mehr Elektroden (11) gebildeten Funkenstrecke, die mit der Primärwicklung (8) eines
Überlagerungstransformators (3) und mit einem Stoßkondensator (9) in Serie geschaltet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden (11) zylinderförmig ausgebildet sind, wobei die Zylinderachsen (12)
nebeneinander und parallel zueinander ausgerichtet sind, und zwar derart, dass senkrecht
zu den Zylinderachsen (12) eine mehrstufige Luftfunkenstrecke gebildet wird.
2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden (11) jeweils eine zur Zylinderachse (12) konzentrische Bohrung (14)
für einen Befestigungsbolzen aufweisen.
3. Schaltanordnung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Trägerplatte (15) aus elektrisch isolierendem Material, an der die Elektroden
(11) mit ihrer Unterseite befestigt sind.
4. Schaltanordnung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Abdeckplatte (16) aus dem elektrisch isolierenden Material, an der die Elektroden
(11) mit ihrer Oberseite befestigt sind.
5. Schaltanordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (15) und/oder die Abdeckplatte (16) quer zur Funkenstrecke verlaufende
Schlitze (22) aufweisen.
6. Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoßkondensator (9) mit der Trägerplatte (15) verbunden ist, wobei auf der Trägerplatte
(15) eine Leiterbahn (19) zur Verbindung einer Elektrode (20) des Stoßkondensators
(9) mit einer Elektrode (11) der Funkenstrecke vorgesehen ist.
7. Schaltanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden (11) im Übergangsbereich zwischen dem Zylindermantel und den Stirnflächen
abgerundete Kanten haben.
1. A circuit arrangement for a starter device of a discharge lamp (1) comprising a spark
gap formed by three or more electrodes (11) and connected in series with the primary
winding (8) of a superimposition transformer (3) and a surge capacitor (9), characterised in that the electrodes (11) are of a cylindrical configuration, with the cylinder axes (12)
being arranged in mutually juxtaposed and parallel relationship, more specifically
in such a way that a multi-stage air spark gap is formed perpendicularly to the cylinder
axes (12).
2. A circuit arrangement according to claim 1 characterised in that the electrodes (11) each have a respective bore (14) concentric to the cylinder axis
(12) for a fixing bolt.
3. A circuit arrangement according to claim 1 or claim 2 characterised by a carrier plate (15) of electrically insulating material, to which the electrodes
(11) are fixed with their underside.
4. A circuit arrangement according to claim 3 characterised by a cover plate (16) of the electrically insulating material, to which the electrodes
(11) are fixed with their top side.
5. A circuit arrangement according to claim 3 or claim 4 characterised in that the carrier plate (15) and/or the cover plate (16) have slots (22) extending transversely
to the spark gap (22).
6. A circuit arrangement according to one of claims 3 to 5 characterised in that the surge capacitor (9) is connected to the carrier plate (15), wherein a conductor
track (19) is provided on the carrier plate (15) to connect an electrode (20) of the
surge capacitor (9) to an electrode (11) of the spark gap.
7. A circuit arrangement according to one of claims 3 to 6 characterised in that the electrodes (11) in the transitional region between the peripheral surface of
the cylinder and the end faces have rounded-off edges.
1. Agencement de circuit pour un dispositif d'allumage d'une lampe à décharge (1), comportant
une distance de décharge formée par trois ou plus d'électrodes (11), laquelle est
montée en série avec l'enroulement primaire (8) d'un transformateur de conversion
(3) et avec un condensateur de surtension (9), caractérisé en ce que les électrodes (11) sont réalisées avec une forme cylindrique, les axes (12) des
cylindres étant disposés les uns à côté des autres et étant orientés parallèlement
entre eux, à savoir de telle sorte qu'il se forme une distance de décharge à plusieurs
niveaux, perpendiculairement aux axes (12) des cylindres.
2. Agencement de circuit selon la revendication 1, caractérisé en ce que les électrodes (11) comportent chacune une forure (14), concentrique à l'axe (12)
du cylindre et destinée à recevoir un boulon de fixation.
3. Agencement de circuit selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par une plaque de support (15) en matériau électro-isolant, sur laquelle les électrodes
(11) sont fixées avec leur face inférieure.
4. Agencement de circuit selon la revendication 3, caractérisé par une plaque de recouvrement (16), réalisée dans le matériau électro-isolant, sur laquelle
les électrodes (11) sont fixées avec leur face supérieure.
5. Agencement de circuit selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la plaque de support (15) et/ou la plaque de recouvrement (16) comportent des fentes
(22) orientées transversalement à la distance de décharge.
6. Agencement de circuit selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le condensateur de surtension (9) est relié à la plaque de support (15), une piste
conductrice (19) étant prévue sur la plaque de support (15) pour relier une électrode
(20) du condensateur de surtension (9) à une électrode (11) de la distance de décharge.
7. Agencement de circuit selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les électrodes (11) ont des arêtes arrondies dans la zone de transition entre la
paroi latérale et les faces frontales.


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