[0001] Die Erfindung betrifft einen Beschlag, insbesondere ein Ecklager oder eine Ausstellschere,
zur Kopplung eines Flügels eines Fensters oder einer Tür mit einem Blendrahmen, wobei
der Beschlag derart ausgestaltet ist, dass er den Öffnungsweg, insbesondere den Öffnungswinkel,
des Fensters oder der Tür begrenzt.
[0002] Ein gattungsgemäßer Beschlag ist aus der
DE 39 12 387 bekannt. Das in dieser Schrift offenbarte Ecklager wird verdeckt liegend zwischen
dem Blend- und dem Flügelrahmen eines Fensters oder einer Tür angeordnet und ist insbesondere
für Dreh-/Kipp- bzw. Kipp-Schwenk-Flügel geeignet. Der Beschlag besteht aus mehreren
gelenkig angeordneten Hebeln, welche die Schwenkbewegung ausführen, das Gewicht des
Fensterflügels tragen und eine Öffnungsbegrenzung vorgeben. Der Beschlag wird sowohl
im starren Blendrahmen als auch im beweglichen Flügel befestigt.
[0003] Die bekannten Lösungen haben sich an sich bewährt, problematisch ist aber, dass trotz
an sich robuster Konstruktion gelegentlich am Beschlag oder an den Rahmenteilen Beschädigungen
auftreten.
[0004] Die Behebung dieses Problems ist die Aufgabe der Erfindung.
[0005] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Danach weist der Beschlag eine Bremse zur Reduzierung der Geschwindigkeit der Öffnungsbewegung
des Flügels, insbesondere von der Endlge zumindest über ein Teilstück - vorzugsweise
ein letztes Teilstück - des Öffnungsweges, auf.
[0007] Die Erfindung verhindert, dass die Öffnungsbewegung des Flügels ungebremst in der
maximalen Öffnungsstellung gestoppt wird, so dass nicht mehr wie nach dem Stand der
Technik die gesamte Bewegungsenergie auf einmal in das Beschlagteil und in die Rahmen
des Fensters oder der Tür eingeleitet wird, was aufgrund der durch das abrupte Abbremsen
der Flügelbewegung auftretenden erheblichen Kräfte zur Beschädigung und zur Zerstörung
sowohl des Beschlagteiles als auch der Rahmenkonstruktion führen konnte. All diesen
Effekten wirkt die Erfindung auf einfache Weise entgegen.
[0008] Durch die Bremse wird die Geschwindigkeit der Öffnungsbewegung des Flügels im Bereich
bereits vor Erreichen der maximalen Öffnungsstellung bzw. Endstellung gebremst. Hierdurch
wird die verbleibende Bewegungsenergie direkt vor dem Erreichen des Endstellung minimiert,
so dass Beschädigungen an Beschlag und Rahmenkonstruktion vermieden werden.
[0009] Die Bremse ist vorzugsweise zur Realisierung einer sicheren Funktion als Reibungsbremse
ausgebildet.
[0010] Besonders bevorzugt ist die Bremse in einer kompakt und günstig zu realisierenden
Variante mit guter Bremswirkung als Bremsspange ausgebildet, welche derart ausgestaltet
ist, dass sie beim Öffnen des Flügels über einen vorgegebenen Öffnungswinkel hinweg
bremsend auf einen Bremskörper einwirkt.
[0011] Vorzugsweise ist die Bremse derart ausgestaltet, dass die Bremskraft auf den Bremskörper
mit zunehmendem Öffnungswinkel des Flügels zunimmt, so dass der Flügel zunehmend stark
abgebremst wird, was eine besonders sichere Funktion der Bremse garantiert.
[0012] Dabei bietet es sich zur Umsetzung einer kompakten Bauform weiter an, wenn der Bremskörper
als Bolzen ausgebildet ist. Andere Bauformen des Bremskörpers sind denkbar.
[0013] Besonders bevorzugt sind ferner sowohl die Reibungsbremse, insbesondere die Bremsspange,
als auch der Bremskörper direkt in den Beschlag integriert, so dass am Flügel und
am Blendrahmen keine zusätzlichen Elemente angebracht werden müssen.
[0014] Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Bremsspange einen Grundkörper aufweist, der zumindest
abschnittsweise mit einem Reibbelag versehen ist, wobei der Grundkörper aus einem
ersten Material und der Reibbelag aus einem zweiten Material mit einem relativ zum
ersten Material höheren Reibwert bestehen. Die Bremse soll einerseits einen guten
Reibwert für das Abbremsen des Flügels und andererseits eine genügende Federkraft
aufweisen, um den Flügel in seiner Offen-Stellung zu halten.
[0015] Die an dem Beschlag angeordnete Bremse lässt sich in kompakter, kleiner Baugröße
realisieren, so dass der Beschlag weiterhin im Falzbereich zwischen Flügel und Blendrahmen
angeordnet werden kann.
[0016] Ergänzend wird durch die Bremse vorzugsweise direkt auch der Öffnungswinkel des Flügels
vorgegeben bzw. begrenzt.
[0017] Nach einer vorteilhafte Variante wird die Bremse dergestalt ausgestaltet, dass sie
den Flügel - vorzugsweise rastend - auch in der geöffneten Position hält, so dass
eine wirksame Zuschlagsicherung bereitgestellt wird. Derart wird verhindert, dass
sich der Flügel selbständig ungewollt - z.B. durch Luftzug - schließt.
[0018] Das erfindungsgemäße Beschlagteil ist vorzugsweise als Lager für ein Dreh-KippFenster,
also für ein Schwenken eines Flügels um zwei verschiedene Drehachsen bzw. in zwei
Richtungen ausgelegt.
[0019] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
[0020] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezug auf
die Fig. näher erläutert, wobei auch weitere Vorteile der Erfindung deutlich werden.
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Ecklagers in einer geschlossenen
Stellung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Ecklagers in einer geöffneten
Stellung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der Bremse des Ecklagers aus Fig. 1; und
- Fig. 4
- ein Element der Bremse aus Fig. 3.
[0021] Figur 1 zeigt einen als Ecklager 1 für ein Fenster ausgebildeten Beschlag, der dazu
ausgelegt ist, einen Flügel mit einem Blendrahmen zu koppeln. Die erfindungsgemäßen
Beschläge dienen zumindest dazu, die Öffnungsbewegung des Flügels relativ zum Blendrahmen
zu begrenzen. Optional realisieren sie selbst auch eine oder beide der Funktionen
Schwenk- und/oder Kipplager zwischen dem Flügel und dem Blendrahmen.
[0022] Das in Fig. 1 dargestellte Ecklager dient insofern einerseits dazu, einen (hier nicht
dargestellten) Flügel mit einem Blendrahmen drehbeweglich zu koppeln. Darüber hinaus
dient es auch zur schwenkbeweglichen Lagering der Flügel im Blendrahmen.
[0023] Fig. 1 zeigt das Ecklager 1 in der Einbaulage eines geschlossenen Flügels.
[0024] Zum Flügelrahmen hin weist das Ecklager eine Flügelschiene 2 auf, die unter Zuhilfenahme
von Nutensteinen 3 und 4 in einer Nut des Flügelrahmens befestigt werden kann. An
einem Ende der Flügelschiene 2 ist ein zur Flügelschiene 2 winklig ausgerichteter
Anschlag 5 angeordnet, der ebenfalls am Flügelrahmen befestigt werden kann. Bei der
dargestellten Ausführungsform wird der Anschlag 5 in Nuten des Flügelrahmens eingeschoben
(hier nicht dargestellt).
[0025] Die winklige Anordnung der Flügelschiene 2 und des Anschlages 5 ermöglicht eine Anordnung
des Ecklagers an einer Ecke des Flügelrahmens. Denkbar ist aber auch, z.B. bei einem
Schwingflügel, einen solchen Beschlag zwischen zwei gerade verlaufenden Profilen (Flügel
und Blendrahmen) anzuordnen (hier nicht dargestellt).
[0026] Gegenüberliegend der Flügelschiene 2 ist - teilweise in der Darstellung verdeckt
- eine Blendrahmenschiene 6 angeordnet.
[0027] Die Blendrahmenschiene 6 weist zur Positionierung und Lagerausrichtung einen endseitig
winklig angeordneten Anschlag 7 auf.
[0028] Die Blendrahmenschiene 6 und der Anschlag 7 werden ebenfalls in der Ecke eines Fensterrahmens
(Blendrahmen) angeordnet. Damit ist die Lage des Flügels selbstlehrend definiert.
[0029] Der Raum zwischen der Flügelschiene 2 und der Blendrahmenschiene 6 wird als Falzraum
oder Beschlagkammer bezeichnet.
[0030] Da das erfindungsgemäße Beschlagteil komplett im Beschlagraum angeordnet ist, handelt
es sich um einen verdeckt liegenden Beschlag bzw. ein verdeckt liegendes Ecklager.
[0031] Zwischen der Flügelschiene 2 und der Blendrahmenschiene 6 sind Hebel 8 und 9 angeordnet.
Diese Hebel 8 und 9 sind über Bolzen gelenkig mit der Flügelschiene 2, der Blendrahmenschiene
6 und ggf. untereinander verbunden.
[0032] An dem Ecklager ist erfindungsgemäß eine Bremse ausgebildet, welche den Flügel auf
seinem letzten Wegstück vor dem Erreichen der maximalen Öffnungsstellung abbremst.
[0033] Diese Bremse ist als Reibungsbremse ausgebildet. Sie weist hier in besonders vorteilhafter
Ausgestaltung die Form einer Bremsspange 11 auf, die dazu ausgelegt ist, die Bewegung
eines Bremselementes, hier die Bewegung eines Bolzens 10 am Flügel nach art einer
Bremszange abzubremsen.
[0034] Der Bolzen 10 ist relativ zur Bremsspange 11 beweglich und läuft beim Öffnen des
Flügels im letzten Abschnitt der Öffnungsbewegung in die Bremsspange 11 ein, welche
eine im wesentlichen normal zur Bewegung des Bolzens 10 gerichtete Kraft auf diesen
ausübt.
[0035] Der Bolzen 10 ist hier in vorteilhafter Weise direkt auf der Flügelschiene 2 angeordnet
und an dieser fixiert.
[0036] Der Bolzen 10 dient als Bremskörper. Dieses Element könnte auch in anderer Form ausgebildet
sein, so z.B. als länglicher Steg.
[0037] Die Bremsspange 11 ist korrespondierend zu dem Bolzen 10 ausgebildet und kann ebenfalls
unterschiedliche Formen und Ausgestaltungen annehmen.
[0038] Die Bremsspange 11 ist zudem relativ zur Flügelschiene 2 und quer beweglich geführt.
Dabei ist sie über einen Bolzen 12 fest mit dem Hebel 8 verbunden, welcher eine Bohrung
der Flügelschiene 2 durchsetzt.
[0039] Beim Öffnen des Flügels wird die Bremsspange 11, die mit dem Hebel 8 gekoppelt ist
und auf der Führungsschiene 2 beweglich aufliegt, relativ zur Führungsschiene 2 auf
derselben verfahren.
[0040] Der konstruktive Aufbau der Bremsspange 11 ist so gewählt, dass sie platzsparend
innerhalb der Nut für die Nutensteine 3 und 4 des Flügelrahmenprofils verfahren werden
kann.
[0041] Die Bremse ist derart ausgestaltet, dass sie über einen Teil der Öffnungsbewegung
des Flügels nicht wirkt, bis der Bolzen 10 in die Bremsspange 10 einläuft.
[0042] Auf dem letzten Teilstück bzw. Winkelbereich der Öffnungsbewegung wird dann die Bewegung
des Bolzens 10 und damit des Flügels abgebremst, bis der Bolzen 10 im Grund der Bremsspange
11 zum Stehen kommt, so dass die Bremsspange auch eine Einrichtung zur Öffnungswegbegrenzung
realisiert.
[0043] Figur 2 zeigt den erfindungsgemäßen Beschlag 1 in einer ausgestellten Position, die
dem geöffneten Flügel des Fensters oder der Tür entspricht. Hierbei ist bereits eine
Anschlagstellung auf ungefähr 90° Öffnungswinkel zu erkennen. Dieser Winkel kann selbstverständlich
auch in anderen Größen gewählt werden.
[0044] In der geöffneten Stellung des Beschlages bzw. des Flügels ist gut zu erkennen, dass
der Bolzen 12 längs beweglich in der Nut 13 der Flügelschiene 2 verfahren ist und
dabei die Bremsspange 11 in Richtung des Bolzens 10 bewegt hat. Die Bremsspange 11
wird dabei mit dem Langloch 14 auf den Bolzen 10 bis zu einem Endanschlag bewegt.
[0045] Das Langloch 14 der Bremsspange 11 ist dabei dergestalt dimensioniert, dass die Langlochbreite
geringer ist als der Durchmesser des Bolzens 10. Hierdurch kommt es zu folgenden (aufeinanderfolgenden)
Effekten:
- Die Bremsspange 11 und der Bolzen 10 erzeugen energieverzehrende Reibkräfte;
- Die Schenkel 17, 18 der Bremsspange 11 werden zur Seite gedrückt, wodurch es zu Verformungskräften
kommt;
- Die seitlich abstehenden Schenkel 17, 18 der Bremsspange 11 werden innerhalb der Nut
des Flügelrahmens (hier nicht dargestellt) in ihrer Breite begrenzt, wodurch es zu
energieverzehrende Reibkräfte zwischen Flügelprofil und Bremse kommt.
- Es kommt zu einer Materialverformung (Kompression) der Schenkel 17, 18, da diese mit
zunehmendem Einfahren der Bremse auf den Bolzen 10 nicht weiter zur Seite gedrückt
werden können.
- Schließlich kommt es zu einem Verrasten am Ende des Langloches in der Bremsspange
11, wodurch der Öffnungsweg begrenzt wird. Hieraus ergibt sich eine progressive Bremswirkung.
[0046] Durch Auswahl unterschiedlicher Dimensionierung und durch Auswahl unterschiedlicher
Materialien kann die Bremswirkung eingestellt werden.
[0047] In der Endstellung des geöffneten Flügels befindet sich der Bolzen 10 in einem Endbereich
des Langlochs, bei dem der Durchmesser vergrößert ist. Hierdurch wird eine rastende
Wirkung erzielt, die den Flügel davon abhält, sich selbständig (z.B. durch Windzug)
wieder in die "Geschlossen"-Position zu bewegen. Dieser erfindungsgemäße Beschlag
1 realisiert also auch eine Zuschlagsicherung, d.h., beim Schließen des Flügels muss
zuerst eine gewisse Mindestkraft aufgebracht werden, um den Bolzen 10 relativ zum
Langloch 14 bewegen zu können, um den Flügel zu schließen.
[0048] Figur 3 zeigt separat in einer isometrischen Darstellung die Bremsspange 11, die
aus einem Grundkörper 15 besteht, an dem der eigentliche Reibbelag 16 angeordnet ist.
[0049] Der Grundkörper 15 weist zur Befestigung am Hebel 8 vorzugsweise ein Langloch 19
auf, um eine leichte Schwenkbewegung in Kippstellung des Flügels durchführen zu können.
Die Bremse 11 ist mit einem Bolzen dergestalt im Langloch befestigt, dass die Bremse
11 mit einem Sockel 20, der durch das Langloch 13 der Flügelschiene 2 greift, auf
einem Hebel 8 befestigt ist.
[0050] Der eigentliche Reibbelag 16 weist wie der Grundkörper 15 zwei Schenkel 17 und 18
auf, zwischen denen eine Art Schlitz bzw. ein Langloch 14 ausgebildet ist.
[0051] Dieses nach außen hin V-förmig geöffnete Langloch 14 wird seitlich an den Schenkeln
von Reib- bzw. Bremsflächen begrenzt, die je nach Dimensionierung und Materialwahl
unterschiedlich große Brems- bzw. Reibwerte aufweisen.
[0052] Entgegengesetzt zur V-förmigen Öffnung des Langloches befindet sich eine Anschlagsöffnung
21, die annähernd den Durchmesser des Bolzens 10 aufweist.
[0053] In seiner Endstellung ("Offen"-Stellung) rastet der Bolzen ein, so dass die während
der Bremsbewegung aufgespreizten Schenkel 17, 18 zurückfedern und den Bolzen sichernd
umschließen, so dass dieser nur nach einem Überschreiten einer Grenzkraft wieder aus
der Offenstellung gelöst werden kann.
[0054] Die Schenkel 17 und 18 der Bremsspange weisen nach außen hin Flächen 22, die als
Begrenzungsflächen der Spreizbewegung beim Einlaufen des Bolzens 10 dienen, indem
sie an den Innenseiten der Flügelprofilnut zur Anlage kommen. Hierbei wirken sie auch
als weitere Reib- bzw. Bremsflächen, wenn sie innerhalb der Flügelprofilnut bewegt
werden.
[0055] Besonders bevorzugt wird die Bremsspange 11 aus zwei unterschiedlichen Elementen
- dem spangenartigen Grundkörper 15 und dem ebenfalls spangenartigen Reibbelag 16
- zusammengesetzt, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen.
[0056] So besteht der Grundkörper 15 vorzugsweise aus einem relativ festen Kunststoff, während
der Reibbelag 16 vorzugsweise aus einem weicheren, komprimierbaren Kunststoff besteht,
der einen relativ hohen Reibwert aufweist.
[0057] Figur 4 zeigt, daß der Grundkörper 15 und der Reibbelag 16 vorzugsweise nicht nur
kraftschlüssig sondern auch formschlüssig miteinander verbunden sind. So sind die
einstückig angeformten Schenkel 23 des Grundkörpers 15 mit seitlichen Ausnehmungen
24 versehen, in welche der Reibbelag 16 eingreift, was den Formschluss zwischen dem
Grundkörper 15 und dem Reibbelag 16 herstellt.
[0058] Dies ist vorteilhaft, da beim Schließen des Flügels, also beim Herausfahren des Bolzens
12 aus dem Langloch 14, Zugkräfte auf den Reibbelag 16 im Verhältnis zum Grundkörper
15 aufgebracht werden. Außerdem wird die Verformungskraft der Schenkel insgesamt erhöht.
[0059] Vorzugsweise wird der Grundkörper 15 mit dem Reibbelag 16 umspritzt.
[0060] Zusammenfassend sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel unter anderem folgende
Funktionen realisiert: Beschlag als verdeckt liegendes Ecklager mit Öffnungsbegrenzungsfunktion;
Beschlag mit Zuschlagsicherung (Flügel wird in "Offen"-Stellung gehalten); Beschlagteil
mit Bremse für die Öffnungsbewegung; Stufenweise Bremswirkung -progressiv-; Bremse,
bestehend aus zwei unterschiedlichen Materialien (Reibwert, Federkraft) und Beschlagteil,
ausgebildet für Dreh-Kipp-Elemente (2-Achsen-Drehpunkt).
Bezugszeichen
[0061]
- Ecklager
- 1
- Flügelschiene
- 2
- Nutstein
- 3
- Nutstein
- 4
- Anschlag
- 5
- Blendrahmenschiene
- 6
- Anschlag
- 7
- Hebel
- 8
- Hebel
- 9
- Bolzen
- 10
- Bremsspange
- 11
- Bolzen
- 12
- Nut
- 13
- Langloch
- 14
- Grundkörper
- 15
- Reibbelag
- 16
- Schenkel
- 17
- Schenkel
- 18
- Langloch
- 19
- Sockel
- 20
- Anschlagöffnung
- 21
- Fläche
- 22
- Schenkel
- 23
- Ausnehmung
- 24
1. Beschlag, insbesondere Ecklager (1) oder Ausstellschere, zur Kopplung eines Flügels
eines Fensters oder einer Tür mit einem Blendrahmen, wobei der Beschlag derart ausgestaltet
ist, dass er den Öffnungsweg, insbesondere den Öffnungswinkel, des Fensters oder der
Tür begrenzt, gekennzeichnet durch eine Bremse (11) zur Reduzierung der Geschwindigkeit der Öffnungsbewegung des Flügels
über ein Teilstück - vorzugsweise ein letztes Teilstück - des Öffnungsweges.
2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse (11) als Reibungsbremse ausgebildet ist.
3. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibungsbremse als Bremsspange (11) ausgebildet ist, welche derart ausgestaltet
ist, dass sie beim Öffnen des Flügels über einen vorgegebenen Öffnungswinkel hinweg
bremsend auf einen Bremskörper (10) einwirkt.
4. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse derart ausgestaltet ist, dass die Bremskraft auf den Bremskörper (10)
mit zunehmendem Öffnungswinkel des Flügels zunimmt.
5. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse derart ausgestaltet ist, dass sie direkt auch den Öffnungswinkel des Flügels
begrenzt.
6. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bremskörper als Bolzen (10) ausgebildet ist.
7. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Reibungsbremse, insbesondere die Bremsspange (11) als auch der Bolzen
(10) direkt in den Beschlag integriert sind.
8. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsspange (11) einen Grundkörper (15) aufweist, der zumindest abschnittsweise
mit einem Reibbelag (16) versehen ist, wobei der Grundkörper (15) aus einem ersten
Material und der Reibbelag aus einem zweiten Material mit einem relativ zum ersten
Material höheren Reibwert bestehen.
9. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (15) und der Reibbelag (16) aus verschiedenen Kunststoffen bestehen.
10. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (15) ein Langloch (19) aufweist, welches der Bolzen (12) zur Kopplung
mit einem Hebel (8) des Beschlages beweglich durchsetzt.
11. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse, insbesondere die Bremsspange (11) eine Rasteinrichtung zum Verrasten
des Bremskörpers in der Öffnungsstellung aufweist.
12. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der als Ecklager (1) ausgestaltete Beschlag dazu ausgelegt ist, den Flügel mit dem
Blendrahmen dreh- und kippbeweglich zu koppeln.
13. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der als Ecklager ausgestaltete Beschlag dazu ausgelegt ist, den Flügel am Blendrahmen
zu lagern.
14. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsspange (11) und der Bolzen (10) jeweils mit einem beweglichen Hebel (8,
10) des Ecklagers gekoppelt sind.
15. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der als Ecklager ausgestaltete Beschlag eine Flügelschiene (2) aufweist, welche mit
Nutensteinen (3 und 4) in einer Nut eines Flügelrahmens des Flügels befestigbar ist.
16. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (10) direkt auf der Flügelschiene (2) des Ecklagers angeordnet und fixiert
ist.
17. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsspange (11) über einen weiteren Bolzen (12) mit dem Hebel (8) verbunden
ist, welcher eine Bohrung der Flügelschiene (2) durchsetzt, wobei sie auf der Flügelschiene
(2) verschieblich aufliegt.
18. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (15) ein Langloch (19) aufweist, welches der Bolzen (12) zur Kopplung
mit dem Hebel (8) beweglich durchsetzt.
19. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsspange (11) derart bemessen ist, dass sie innerhalb der Nut für die Nutensteine
(3 und 4) des Flügelrahmenprofils verfahrbar ist.
20. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibbelag (16) zwei Schenkel (17 und 18) aufweist, zwischen welchen ein Schlitz
bzw. ein einseitig offenes Langloch (14) ausgebildet ist.
21. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Langloch (14) nach außen hin V-förmig ausgestaltet ist.
22. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (17 und 18) der Bremsspange (11) nach außen hin Flächen (22) aufweisen,
die als Begrenzungsflächen der Spreizbewegung beim Einlaufen des Bolzens (10) dienen,
indem sie an den Innenseiten der Flügelprofilnut zur Anlage kommen.