[0001] Die Erfindung betrifft einen gattungsgemässen Beutel nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs,
also einen solchen mit einem Bodenbereich, mit einer von diesem abgewandten Oberseite,
mit einer Vorder- sowie einer Rückseite, mit zwei diese beiden verbindende Seitenbereiche,
von denen zumindest der eine zumindest im Bereich der Oberseite mit einer im geschlossenen
Zustand des Beutels in einer ersten Lage beutelinnenwärts und auf den anderen Seitenbereich
zu gerichteten, sich von dem Bodenbereich von unten nach oben zu der Oberseite erstreckenden
Seitenfalte versehen ist, mit einer im Bereich der einen Seitenfalte, quer zu deren
Erstreckung vorgesehenen oder zu bildenden Öffnung zum Inneren des Beutels, wobei
der der Oberseite abgewandte untere Bereich der einen Seitenfalte unterhalb der Öffnung
von der ersten Lage über eine ebene Ausrichtung als Zwischenlage hinweg in eine zweite
Lage beutelauswärts und von dem anderen Seitenbereich weg unter Bildung einer Schütte
stülpbar ist, und mit einem das Verschliessen der offenen Öffnung ermöglichenden,
an der Innenwandung der die Öffnung aufweisenden einen Seitenfalte angeordneten Wiederverschluss.
[0002] Solche Beutel sind an sich bekannt (
EP 1 368 249 B1). Der Wiederverschluss ist dabei als zipper ausgebildet, dessen beide in ihrer Form
komlementär zueinander ausgebildete Verschlussteile an der die Öffnung aufweisenden
einen Seitenfalte beiderseits dieser Öffnung angeordnet sind. Zum Verschliessen ist
es dabei notwendig, in die Öffnung hinein die beiden zueinander komlementär ausgebildeten
Verschlussteile zu ergreifen und ineinanderzustecken, was aufwändig und mühsam ist.
Auch kann es hierbei vorkommen, dass der Wiederverschluss nicht vollständig geschlossen
ist und sich der Beutel beim Hantiern oder Transport ungewollt öffnet, was unerwünscht
ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemässen Beutel nach dem
Oberbegriff des Hauptanspruchs so weiterzubilden, dass er zum Wiederverschliessen
einfacher handhabbar ist.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einen gattungsgemässen Beutel nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs
erfindungs-gemäss dadurch gelöst, dass der Wiederverschluss eine die Öffnung sowie
deren an diese angrenzende Randbereiche überdeckende Verschliesslasche aufweist, dass
diese längs ihres Randes unter Aussparung eines zusammenhängenden Bereiches an der
Innenwandung der einen Seitenfalte festgelegt ist und dass in dem zusammenhängenden
Bereich sowohl ein an der Innenwandung der einen Seitenfalte festgelegtes erstes Klettband
als auch ein damit zusammenwirkendes, an der Verschliesslasche festgelegtes zweites
Klettband angeordnet sind.
[0005] Der erfindungsgemässe Wiederverschluss kann an Beuteln vorgesehen werden, deren Bodenbereich
beliebig ausgebildet sein kann. Es ist lediglich notwendig, dass zumindest der eine
der beiden Seitenbereiche zumindest im Bereich der Oberseite die einwärts zum Beutelinnern
gefaltete Seitenfalte in deren ersten Lage aufweist, damit diese nach dem Öffnen des
Wiederverschlusses beutelauswärts in die zweite Lage unter Bildung einer Schütte stülpbar
ist, die zum Ausschütten des Inhalts des Beutels dienlich ist. Zum Öffnen greift man
in die Öffnung und zieht bzw. stülpt die Seitenfalte unter Bildung der Schütte von
der ersten in die zweite Lage nach aussen. Im Gegensatz zum gattungsgemässen Stand
der Technik wird zum Wiederverschliessen lediglich die eine Seitenfalte beiderseits
der darin befindlichen Öffnung ergriffen und dann in die ebene Ausrichtung als Zwischenlage
durch Auseinanderziehen gebracht, wobei sich die das erste und das zweite Klettband,
nachfolgen kurz die beiden Klettbänder genannt, aufeinanderzubewegen, weil sie in
derselben Ebene der Innenwandung der einen Seitenfalte liegen. Sobald die beiden Klettbänder
sich berühren, erfolgt der Wiederverschluss selbst dann, wenn sie nicht genau zueinander
ausgerichtet sind. Danach kann die eine Seitenfalte wieder in die erste Lage zurückgestülpt
werden. Der Wiederverschluss nach Lehre der Erfindung ist einfachst zu handhaben.
[0006] In weiterbildung der Erfindung sind das erste und das zweite Klettband nicht komlementär
(wie Moos- und Hakenband), sondern identisch, z.B. als sogenannte Pilzbänder ausgebildet,
was den Vorteil bietet, dass kein Granulat als Befüllung des Beutels -mangels Haken
eines Hakenbandes- in den beiden Klettbändern hängen bleibt.
[0007] Wenn die Öffnung in Draufsicht einen stumpfen Winkel bildet, dessen Scheitel näher
als die beiden Enden der Öffnung an der Oberseite angeordnet ist, so erhält man in
der zweiten Lage der Verschliesslasche eine durch die eine Seitenfalte stabilisierte
verlängerte Schütte, was das Entleeren des Beutels erleichtert.
[0008] Mit Vorteil verläuft der an der Innenwandung der einen Seitenfalte festgelegte Rand
der Verschliesslasche umgekehrt U-förmig, wobei der U-Steg im Bereich der Oberseite
angeordnet ist und die beiden sich an den U-Steg anschliessenden U-Schenkel sich nach
unten in Richtung des Bodenbereiches erstrecken, weil hierdurch beim Ausschütten des
Beutels dessen Inhalt durch die Verschliesslasche in Richtung der Öffnung kanalisiert
wird.
[0009] Zweckmässige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den weiteren
Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung
erläutert. In dieser zeigt:
- Figur 1
- eine erste Ausführungsform eines Beutels, in schematischer, perspektivischer Darstellung;
- Figur 2
- den Schnitt II-II gemäss Figur 1;
- Figur 3
- die Ansicht III-III gemäss Figur 2;
- Figur 4
- den Schnitt IV-IV gemäss Figur 3 und
- Figur 5
- eine zweite Ausführungsform eines Beutels, in Draufsicht.
[0011] Der zumindest teilweise aus einem siegelbaren Kunststoff bestehende Beutel 10 in
Figur 1 weist einen Bodenbereich 11, und eine von diesem abgewandte Oberseite 12 auf,
die mit einer Siegelnaht 13 versehen ist. Ferner ist der Beutel 10 mit einer Vorderseite
sowie eine dazu im wesentlichen parallel angeordneten Rückseite 15 (Figur 2) versehen,
die über zwei Seitenbereiche 16,17 miteinander verbunden sind.
[0012] Der eine Seitenbereich 16 ist mit einer im geschlossenen Zustand des Beutels in einer
ersten Lage (Figur 1) beutelinnenwärts und auf den anderen Seitenbereich 17 zu gerichteten,
sich von dem Bodenbereich 11 von unten nach oben zu der Oberseite 12 erstreckenden
einen Seitenfalte 18 ausgebildet.
[0013] Im Bereich dieser einen Seitenfalte 16 ist quer zu deren Erstreckung von unten nach
oben eine durch eine Perforationslinie 21 zu bildende oder vorgesehene Öffnung 19
zum Inneren 20 des Beutels 10 vorhanden.
[0014] Der der Oberseite 12 abgewandte untere Bereich der einen Seitenfalte 16 ist dabei
von deren in Figur 1 gezeigten ersten Lage unterhalb der Öffnung 19 über eine ebene
Ausrichtung als Zwischenlage hinweg in eine -in Figur 4 gestrichelt dargestellte-
zweite Lage beutelauswärts und von dem anderen Seitenbereich 17 weg unter Bildung
einer Schütte 22 (Figuren 2 und 4) ausstülpbar.
[0015] Ausserdem ist der Beutel 10 mit einem das Verschliessen der offenen Öffnung 19 ermöglichenden
und an der Innenwandung 23 der die Öffnung 19 aufweisenden einen Seitenfalte 16 angeordneten,
insgesamt mit 24 bezeichnete erste Ausführungsform eines Wiederverschlusses versehen,
die nachfolgend unter Bezugnahme auf Figur 3 näher erläutert wird.
[0016] Der Wiederverschluss 24 weist eine die Öffnung 19 sowie deren an diese angrenzende
Randbereiche 25 überdeckende Verschliesslasche 26 aus einem zumindest teilweise aus
einem siegelbaren Kunststoff auf, die längs ihres umgekehrt U-förmig verlaufenden
Randes 27 unter Aussparung eines zusammenhängenden Bereiches 28 an der Innenwandung
23 der einen Seitenfalte 16 durch eine Siegelnaht 29-30 festgelegt ist, wobei der
U-Steg 29 im Bereich der Oberseite 12 des Beutels 10 angeordnet ist und die beiden
sich an den U-Steg29 anschliessenden U-Schenkel 30 sich nach unten in Richtung des
Bodenbereiches 11 erstrecken.
[0017] In dem zusammenhängenden Bereich 28 sind sowohl ein an der Innenwandung 23 der einen
Seitenfalte 16 festgelegtes, sich unter der Öffnung 19 über deren gesamte Länge erstreckendes
erstes Klettband 31 als auch ein damit zusammenwirkendes, an der dem ersten Klettband
31 zugewandten Seite 37 der Verschliesslasche 26 auch durch Kleben festgelegtes identisches
zweites Klettband 32 angeordnet, die beide beim wiedergegebenen Ausführungsbeispiel
als sogenannte Pilzbänder ausgebildet und zwischen den beiden U-Schenkeln 30 des Randes
27 der Verschliesslasche 26 angeordnet sind.
[0018] Eine zweite Ausführungsform 33 eines Wiederverschlusses wird nachfolgend unter Bezugnahme
auf Figur 5 näher erläutert. Sie unterscheidet sich durch die Ausbildung der Öffnung
34, die in Draufsicht einen stumpfen Winkel bildet, dessen Scheitel 35 näher als die
beiden Enden 36 der Öffnung 34 an der Oberseite angeordnet ist. Auch weicht die Verschliesslasche
37 von der Rechteckform der ersten Ausführungsform ab.
1. Beutel (10,33) mit einem Bodenbereich (11), mit einer von diesem abgewandten Oberseite
(12), mit einer Vorder- sowie einer Rückseite (14 bzw. 15), mit zwei diese beiden
Seiten verbindende Seitenbereiche (16,17), von denen zumindest der eine zumindest
im Bereich der Oberseite (21) mit einer im geschlossenen Zustand des Beutels (10,33)
in einer ersten Lage beutelinnenwärts und auf den anderen Seitenbereich (17) zu gerichteten,
sich von dem Bodenbereich (11) von unten nach oben zu der Oberseite (12) erstreckenden
Seitenfalte (18) versehen ist, mit einer im Bereich der einen Seitenfalte (16), quer
zu deren Erstreckung vorgesehenen oder zu bildenden Öffnung (19,34) zum Inneren (20)
des Beutels (10,33), wobei der der Oberseite (12) abgewandte untere Bereich der einen
Seitenfalte (18) unterhalb der Öffnung (19,34) von der ersten Lage über eine ebene
Ausrichtung als Zwischenlage hinweg in eine zweite Lage beutelauswärts und von dem
anderen Seitenbereich (17) weg unter Bildung einer Schütte (22) ausstülpbar ist, und
mit einem das Verschliessen der offenen Öffnung (19,34) ermöglichenden, an der Innenwandung
(23) der die Öffnung aufweisenden einen Seitenfalte (18) angeordneten Wiederverschluss
(24), dadurch gekennzeichnet, dass der Wiederverschluss (24) eine die Öffnung (19,34) sowie deren an diese angrenzende
Randbereiche (25) überdeckende Verschliesslasche (26) aufweist, dass diese längs ihres
Randes (27) unter Aussparung eines zusammenhängenden Bereiches (28) an der Innenwandung
(23) der einen Seitenfalte (16) festgelegt ist und dass in dem zusammenhängenden Bereich
(28) sowohl ein an der Innenwandung (23) der einen Seitenfalte (18) festgelegtes erstes
Klettband (31) als auch ein damit zusammenwirkendes, an der Verschliesslasche (26)
festgelegtes zweites Klettband (32) angeordnet sind.
2. Beutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Klettband (31,32) identisch ausgebildet sind.
3. Beutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (34) in Draufsicht einen stumpfen Winkel bildet, dessen Scheitel (35)
näher als die beiden Enden (36) der Öffnung an der Oberseite (12) angeordnet ist.
4. Beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das erste Klettband (31) unter der Öffnung (19,34) über deren gesamte Länge
erstreckt.
5. Beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Klettband (32) auf der dem ersten Klettband (31) zugewandten Seite der
Verschliesslasche (26) festgelegt ist.
6. Beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der an der Innenwandung (23) der einen Seitenfalte (18) festgelegte Rand (27) der
Verschliesslasche (26) umgekehrt U-förmig verläuft, wobei der U-Steg (29) im Bereich
der Oberseite (12) angeordnet ist und die beiden sich an den U-Steg anschliessenden
U-Schenkel (30) sich nach unten in Richtung des Bodenbereiches (11) erstrecken.
7. Beutel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Klettband (31,32) zwischen den beiden U-Schenkeln (30) des
Randes (27) der Verschliesslasche (26) angeordnet sind.
8. Beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff des Beutels (10,33) und der Werkstoff der Verschliesslasche (26) zumindest
teilweise aus einem siegelbaren Kunststoff bestehen und diese längs ihres Randes (27)
unter Aussparung des zusammenhängenden Bereiches (28) an der Innenwandung (23) der
einen Seitenfalte (18) durch eine Siegelnaht (29-30) festgelegt ist.
9. Beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Klettband (31,32) an der Innenwandung (23) der einen Seitenfalte
(18) bzw. an der dem ersten Klettband (31) zugewandten Seite (37) der Verschliesslasche
(26) durch Kleben festgelegt ist.
10. Beutel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Klettband (31,32) als identische Pilzbänder ausgebildet
sind.