| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 832 536 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
23.04.2014 Patentblatt 2014/17 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.03.2006 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Einrichtung zur Verarbeitung und/oder zum Transport von flachen Versandstücken
Device for processing and/or transporting flat mail items
Dispositif pour le traitement et/ou le transport d'articles postaux plats
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
12.09.2007 Patentblatt 2007/37 |
| (73) |
Patentinhaber: FRAMA AG |
|
3438 Lauperswil (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Haug Thomas Peter
3550 Langnau im Emmental (CH)
|
| (74) |
Vertreter: Fenner, Werner |
|
Patentanwalt
Hofacher 1 5425 Schneisingen 5425 Schneisingen (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 856 484 DE-C- 99 920 GB-A- 1 071 521 GB-A- 2 132 737 US-A- 3 771 783 US-A1- 2004 080 094
|
DE-A1- 3 030 489 FR-A- 2 210 181 GB-A- 2 016 424 GB-A- 2 290 074 US-A- 4 573 673
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 2003, Nr. 12, 5. Dezember 2003 (2003-12-05) & JP 2006
027793 A (FUJI XEROX CO LTD), 2. Februar 2006 (2006-02-02)
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verarbeitung und/oder zum Transport von
flachen Versandstücken, wie in Umschläge eingesteckte Dokumente und/oder Briefe, Muster,
Karten oder dgl., auf einem von einer Förderrollen aufweisenden Fördervorrichtung
gebildeten Förderweg, der einenends zur Beschickung eines Vereinzelungsorgans mit
Versandstücken zur Einzelverarbeitung ausgebildet ist, indem das Vereinzelungsorgan
eine auf die Unterseite eines Versandstückes reibungsschlüssig einwirkende und mit
einer darüber angeordneten, überzählige Versandstücke zurückhaltenden Anstellvorrichtung
zusammenwirkende, quer zur Förderrichtung sich erstreckende und um eine horizontale
Achse drehbar gelagerte Antriebsrolle aufweist, wobei die
als Führungsrolle ausgebildete Anstellvorrichtung und die Antriebsrolle eine schlitzförmige Durchtrittsöffnung.
[0002] Solche Einrichtungen können u.a. einer Frankiermaschine oder einer anderen Weiterverarbeitungseinrichtung
vorgeschaltet sein.
[0003] Die vorveröffentlichte
US 4 573 673 betrifft eine Zuführeinrichtung für flache Artikel, die in einem Stapelraum auf einer
Förderbahn aufeinanderliegen und an der Unterseite des Stapels einzeln abgezogen und
einer Weiterverarbeitung zugeführt werden, wobei es sich dabei insbesondere um die
Zuführung von Briefumschlägen an eine Frankiermaschine handelt. Vor dem auf einer
Fördervorrichtung liegenden Stapel und in Förderrichtung nach der Austrittsseite des
Stapelraumes befindet sich eine Rückhaltevorrichtung für den Durchlass von jeweils
einem einzelnen Briefumschlag.
[0004] Die bekannte
DE 99920 C offenbart einen Apparat zum Entwerten von Marken, der dazu bestimmt ist, automatisch
von einem Stapel Briefe oder dgl. einzeln wegzunehmen und sie unter einem durch Abschaben
oder Wegkratzen wirkenden Organ wegzuführen und in einen Sammelbehälter abzugeben.
Der Apparat besteht aus einer Anzahl nacheinander wirkender Organe, die in einem Gestell
gelagert sind. Aus einem Behälter werden einzelne Poststücke durch einen Wegnehmer
auf einem Boden fortgeführt.
[0005] Die frühere
US-A-3 771 783 vermittelt einen Bogenanleger mit einer in einem Gehäuse befestigten Vereinzelungs-
oder Zuführvorrichtung. Die Bogen werden von der Unterseite eines schräggestellten
Stapels abgezogen und in einer schiefen Ebene nach unten gefördert. Dazu sind zwei
Förderrollen übereinander angeordnet, von denen die obere in einem Gestell gelagert,
mit der unteren einen Förderspalt bildend angeordnet ist.
[0006] Die vorveröffentlichte
GB-A-2 016 424 betrifft eine Papierzuführvorrichtung für einen Papierblattzähler, mit einer sich
kontinuierlich in einer Richtung sich drehenden Zuführwalze und einer mit letzterer
einen Förderspalt bildenden Andrückwalze. Die Andrückwalze ist mit einem seitlichen
Bremsring ausgebildet, so dass sie mittels einem auf den Umfang des Bremsring wirkenden,
federbelasteten Bremselement hinsichtlich Umfangsgeschwindigkeit gegenüber der Zuführwalze
verzögert werden kann.
[0007] Durch die
GB-A-2 290 074 ist eine Zuführvorrichtung für Zuschnitte bekannt, mit welcher die in einem Magazin
gestapelten Zuschnitte von der Unterseite des Stapels abgezogen werden. Hierzu ist
eine aus zwei übereinander angeordneten und zusammenwirkenden Förderwalzen gebildete
Abzugsvorrichtung vorgesehen, bei der die obere Förderwalze mit einer gegenüber der
unteren Förderwalze geringeren Umfangsgeschwindigkeit umläuft.
[0008] Die
EP 0'856'483 B1 offenbart eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art, die vor einer Frankiermaschine
angeordnet ist und entlang eines Transportweges der Poststücke drei aneinandergereihte
Abschnitte aufweist, einen Zuführabschnitt für die in einem Magazin gestapelten Versandstücke,
einen zweiten folgenden Abschnitt zur Vereinzelung und zum Weitertransport der Versandstücke
sowie einen dritten Abschnitt, auf dem die Versandstücke, insbesondere Briefumschläge
geschlossen und weitertransportiert werden. Auf dem zweiten Abschnitt für das Selektieren
und Transportieren der Versandstücke sind Selektierungsrollen und Fördermittel vorgesehen,
die mit über ein Gelenk miteinander verbundenen Transportrollen zusammenwirken, wozu
die Selektierungsrollen und die Transportrollen durch ein dazwischen angeordnetes
Gelenk miteinander verbunden sind.
[0009] Diese Anordnungsweise ergibt undefinierte Bewegungszustände, die die Zuverlässigkeit
der Vorrichtung einschränken.
[0010] Bei der vorveröffentlichten DE 30 30 489 A1 handelt es sich um eine Vorrichtung zur Aufgabe von Papierblättern, die zuvor von
einem Stapel vereinzelt werden. Diese Vorrichtung weist eine Ausgaberolle auf, der
an der Förderbahn der Papierblätter senkrecht gegenüberliegend eine Spaltbegrenzungsrolle
förderwirksam zugeordnet ist.
[0011] Dieser Umstand stellt an die vorliegende Erfindung die Aufgabe, eine gattungsgleiche
Vorrichtung zu schaffen, die sich unter Einhaltung der Qualität durch Einfachheit
und Zuverlässigkeit auszeichnet.
[0012] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Führungsrolle bezüglich
Drehachse gegenüber der Drehachse der Antriebsrolle stromabwärts der Versandstücke
versetzt und auf der Antriebsrolle im Leerlauf aufliegend angeordnet ist und gegenüber
des Antriebsrolle anhebbar ausgebildet ist und mit einer gegen die gleichsinnig zur
Förderrichtung wirkenden Drehrichtung beaufschlagbaren Kraft drehbar gelagert ist
und die auf die Drehbewegung der Führungsrolle hemmend wirkende Kraft durch eine Reibungskupplung
gebildet ist,
wobei die als Führungsrolle ausgebildete Anstellvorrichtung und die Antriebsrolle
eine schlitzförmige Durchtrittsöffnung bilden, die von den Versandstücken flachliegend
passiert wird, und wobei die Führungsrolle auf der Antriebsrolle von einer nachgiebigen
Kraft belastet ist, um bedarfsfalls von den durchlaufenden Versandstücke angehoben
werden zu können. Werden die Versandstücke jedoch einzeln hintereinander dem Vereinzelungsorgan zugeführt,
dreht die Führungsrolle unter Ueberwindung der Bremswirkung über die Versandstücke
angetrieben mit.
[0013] Die Führungsrolle ist dabei mit einer gegen die gleichsinnig zur Förderrichtung wirkenden
Drehrichtung beaufschlagbaren Kraft, die eine Bremswirkung auf die die Führungsrolle
ausübt, drehbar gelagert.
[0014] Die Vereinzelung der Versandstücke wird unterstützt, wenn die Führungsrolle frei
drehbar und von einer gegen die in Förderrichtung der Versandstücke Drehbewegung,
diese hemmende beaufschlagte Kraft ausgebildet ist.
[0015] Die die Drehbewegung der Führungsrolle hemmende Kraft kann auf einfache Weise durch
eine Reibungskupplung erzielt werden, die vorteilhaft einstellbar ist,
[0016] Die vorgeschlagene Einrichtung lässt sich zweckmässig mit einer Briefschliessvorrichtung
als Geräteeinheit förderwirksam vereinigen, wobei die Briefschliessvorrichtung an
das Vereinzelungsorgan anschliesst.
[0017] Die mit der Briefschliessvorrichtung zusammenwirkende Einrichtung eignet sich besonders
in Förderrichtung der Versandstücke hinter einer Frankiermaschine.
[0018] Anschliessend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die bezüglich
aller in der Beschreibung nicht näher erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand
eines Ausführungsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine räumliche Darstellung einer erfindungsgemässen Einrichtung, vorzugsweise einer
in Fig. 2 veranschaulichten Geräteeinheit,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch eine Geräteeinheit aus Vereinzelungsorgan und nachgeschalteter
Briefschliessvorrichtung,
- Fig. 3
- eine auszugsweise räumliche Darstellung der Führungsrolle in einem Schnittbild und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung des Querschnitts der Durchtrittsöffnung.
[0019] In den Fig. 1 bis 3 ist eine Einrichtung 1 zur Verarbeitung und/oder zum Transport
von flachen Versanstücken 2 veranschaulicht oder Teile davon. Als flache Versandstücke
gelten in Umschläge eingesteckte Dokumente und/oder Briefe, Mustersendungen, Karten
oder dgl., gleicher oder unterschiedlicher Dicke. Die Einrichtung 1 weist eine Fördervorrichtung
3, bestehend aus mehreren eine Förderebene für Versandstücke 2 bildenden Förderrollen
4 bis 8 auf, die einen Förderweg der Versandstücke 2 bestimmen. Der Förderweg ist
einenends zur Beschikkung eines Vereinzelungsorgans 9 ausgebildet, welches die gestapelt
oder einzeln zugeführten Versandstücke 2 zur Weiterverarbeitung hintereinander weiter
fördert. Das Vereinzelungsorgan 9 besteht aus einer Antriebsrolle 6, die der Fördervorrichtung
3 zugeordnet ist und auf die Unterseite der Versandstücke 2 kraft- resp. reibungsschlüssig
einwirkt. Eine darüber stromabwärts versetzt angeordnete Anstellvorrichtung 11, die
gemäss den Fig. 1 bis 3 als Führungsrolle ausgebildet ist, hält zur Meidung von Doppelabzügen
überzählige Versandstücke 2 auf, die an der Führungsrolle 11 eintreffen. Die Führungsrolle
11 liegt im Leerlauf auf der Antriebsrolle 6 auf und wirkt mit dieser beim Transport
der Versandstücke 2 zusammen, wobei beide Rollen 6, 11 um eine quer zur Förderrichtung
verlaufende horizontale Achse gelagert sind. Die Anstellvorrichtung 11, die auch als
Segmentteil einer Rolle ausgebildet sein könnte, bildet mit der Antriebsrolle 6 eine
schlitzförmige Durchtrittsöffnung 12, die von den Versandstücken 2 flachliegend passiert
wird. Die Führungsrolle 11 ist zusätzlich, jedoch nicht notwendigerweise von einer
nachgiebigen Kraft, beispielsweise einer Federkraft belastet, um bedarfsfalls von
den durchlaufenden Versandstücken 2, insbesondere dicken Versandstücken 2 angehoben
werden zu können. Das Aufhalten überzähliger Versandstücke 2 erfolgt dadurch, dass
die Anstellvorrichtung bzw. Führungsrolle 11 mit einer gegen die gleichsinnig zur
Förderrichtung wirkenden Drehrichtung beaufschlagten Kraft gebremst wird. Dadurch
soll verhindert werden, dass überzählige Versandstücke 2 zwischen die Antriebsrolle
6 und die Anstellvorrichtung 11 gelangen bzw. Mehrfachabzüge nicht entstehen. Die
Anstellvorrichtung oder Führungsrolle 11 weist eine auf die Breite verteilte Vertiefung
13 auf (siehe auch Fig. 4), sodass sich ein Versandstück 2 beim Passieren entsprechend
leicht verformen resp. an die wechselnden Konturen anpassen kann. Sowohl bei dünnen
als auch bei dicken Versandstücken 2, 2', 2" unterstützen die über den Förderweg wechselnden
Konturen an der Anstellvorrichtung resp. der Führungsrolle 11 den Trennvorgang des
jeweils untersten Versandstückes 2 von den nachfolgenden Versandstücken 2', 2". Die
Vertiefung 13 ist breiter ausgebildet als ein mit ihr zusammenwirkender Teil der Antriebsrolle
6. Diese wiederum übersteht die Führungsrolle 11 beidseits, sodass eine verteilte
und schonende Förderwirkung auf die Versandstücke 2 entstehen kann.
Die Fig. 4 veranschaulicht in einer Ansicht in Förderrichtung der Versandstücke, ein
Versandstück 2, das teilweise auf der Antriebsrolle 6 liegend die Durchtrittsöffnung
12 passiert, während die darüberliegenden Versandstücke 2', 2" an der Anstellvorrichtung
resp. der Führungsrolle 11 mit der Vorderkante anstehen. Sobald die hintere Kante
des untersten Versandstücks 2 die Durchtrittsöffnung 12 erreicht hat, kommt das zuvor
darüberliegende Versandstück 2' in den Wirkbereich der Antriebsrolle 6, die erneut
dieses Versandstück 2' durch den Schlitz hinter der Durchtrittsöffnung 12 transportiert.
Die gemäss Zeichnung als Führungsrolle ausgebildete Anstellvorrichtung 11 weist eine
Reibungskupplung 14 auf, die an einer in einem Gestell 15 ortsfesten Achse 16 der
Führungsrolle 11 angeordnet und einerseits mit der Achse 16 und andererseits mittels
nebeneinander angeordneten Lamellen 17 mit der Führungsrolle 11 friktionsverbunden
ist.
Die Fig. 3 verdeutlicht eine mögliche Ausführungsform der Anstellvorrichtung resp.
der Führungsrolle 11, die an einer in dem Gestell 15 befestigten Achse 16 gelagert
ist. Die quer zur Förderrichtung der Versandstücke 2 verlaufende und die Führungsrolle
11 durchsetzende Achse 16 ist an den Enden durch Schrauben 17 an dem Gestell 15 befestigt.
Die Führungsrolle 11 weist einen Hohlraum 18 auf, in welchem eine die Achse 16 umgebende
Druckfeder 19 einer Reibungskupplung 25 einseitig an einem Stellring 20 anliegend
zugeordnet ist. Das gegenüberliegende Ende der Druckfeder 19 drückt auf mehrere an
der Achse 16 nebeneindander stehende Reibscheiben oder Lamellen 21, welche wiederum
an einer mit der inneren Stirnwand 22 der Führungsrolle 11 verbundenen Scheibe 27
abgestützt sind. Alternativ könnte die Führungsrolle 11 achsial verschiebbar auf der
Achse 16 befestigt sein und durch den von der Druckfeder 19 auf die innere Stirnwand
22 erzeugten Druck gegen eine ausserhalb des Gehäuses 26 der Reibungskupplung 25 auf
der Achse 16 befestigte Bremsscheibe 24 gepresst werden. Um den Reibungsschluss zu
verändern ist das den Hohlraum 18 bildende Gehäuse 26 mit einer abnehmbaren, als seitlicher
Lagerflansch 27 der Führungsrolle 11 dienenden Scheibe 27 versehen.
Die Führungsrolle 11 ist am Umfang mit einem den Vereinzelungsvorgang begünstigenden
Belag 28 ausgestattet, der mit der Vertiefung 13 versehen ist.
Auch die Förderrollen 4 bis 7 oder 8 der Fördervorrichtung 3 weisen sinngemäss Beläge
am Umfang auf.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine dem Vereinzelungsorgan 9 vorgeschaltete, angetriebene
Beschickungsrolle 5, die aus zwei Rollenkörpern 30, 31 mit achsial getrenntem Umfang
besteht, die einen friktionsaktiven Belag aufweisen. Wie die übrigen eine Förderebene
bildenden Förderrollen 4, 6, 7 der Fördervorrichtung 3 übersteht auch die Beschickungsrolle
5 mit ihrer Oberfläche eine mit Ausnehmungen 54 für die Förderrollen 4 bis 7 ausgebildete
flache Abdeckung 32 um einige Millimeter. Die Beschickungsrolle 5 sorgt für den Kontakt
des jeweils untersten Versandstükkes 2 eines Stapels mit der Antriebsrolle 6 und einer
in Förderrichtung vor dem Vereinzelungsorgan 9 und gegen die Förderrichtung der Versandstücke
2 geneigten Anschlagvorrichtung 33, die einer Vor-Fächerung der in einem Stapel anstehenden
Versandstücke 2 an der Vorderkante dient. Die Unterkante der eine Anschlagfläche 34
aufweisenden Anschlagvorrichtung 33 ist gegenüber der Förderebene der Versandstücke
2 soweit distanziert, dass jeweils wenigstens ein Versandstück 2 oder einige wenige
Versandstücke 2 eines Stapels - wie oben beschrieben - an der Anstellvorrichtung resp.
der Führungsrolle 11 anstehen. Die gegenüber der Förderebene eine Lücke 35 bildende
Anschlagvorrichtung 33 ist höhenverstellbar angeordnet, sodass der Durchlass zwischen
Unterkante und Förderebne einstellbar ist. Die Beschickungsrolle 5 weist am Umfang
die geringere Geschwindigkeit auf als die Antriebsrolle 6. Damit bei der Uebernahme
eines Versandstückes 2 durch die Antriebsrolle 6 resp. das Vereinzelungsorgan 9 aufgrund
einer höheren Umfangsgeschwindigkeit letzterer keine unerwünschte Gleitreibung zwischen
Versandstück 2 und der Beschickungsrolle 5 entsteht, ist diese mit einem in Förderrichtung
der Versandstücke 2 wirkender Freilauf ausgebildet.
Der Weitertransport der Versandstücke 2 hinter dem Vereinzelungsorgan 9 erfolgt durch
zwei übereinander gelagerte, für die durchlaufenden Versandstücke 2 einen Förderspalt
bildenden Förderrollen 7, 8, von denen die untere als angetriebene Förderrolle 7 die
grössere Umfangsgeschwindigkeit als die in der gleichen Richtung drehende Antriebsrolle
6 aufweist, sodass die Versandstücke hinter dem Vereinzelungsorgan 9 beschleunigt
fortbewegt werden. Die über der Förderrolle 7 angeordnete Förderrolle 8 ist frei drehbar
an dem in Förderrichtung hinteren Ende einer zu einer Briefschliessvorrichtung 36
gehörenden Wippe 37 gelagert, über welche die Förderrolle 8 mittels einer Zugfeder
38 auf die durchlaufenden Versandstücke 2 gedrückt wird.
Die Fig. 1 zeigt weiterhin die Anordnungsweise der Anstellvorrichtung resp. der Führungsrolle
11 innerhalb der Einrichtung 1. Hierzu weist das zwei durch Abstandhalter 39, 40 distanzierte
Schilde 41, 42 aufweisende Gestell 15 eine quer zur Förderrichtung der Versandstücke
2 verlaufende, an den Schildern 39, 40 befestigte Schwenkachse 43 auf, an der beidseits
der Führungsrolle 11 zwei etwa dreieckförmige Lagerplatten 44, 45 schwenkbar gelagert
und durch eine quer zur Förderrichtung der Versandstücke 2 verlaufende Verbindungsstange
46 verbunden sind.
[0020] Die Lagerplatten 44,45 bilden einen um die Schwenkachse 43 schwenkbaren Lagerbock
47 für die Führungsrolle 11, die durch jeweils an den Lagerplatten 44,45 des Lagerbocks
47 und einem an den Schildern 41,42 nach innen vorstehenden Bolzen 48 befestigten
Schraubenfedern 49 -wie oben schon bemerktzusätzlich, jedoch nicht zwingend gegen
die Antriebsrolle 6 gezogen wird, so dass die Versandstücke 2 schonend vereinzelt
werden und das Vereinzelungsorgan 9 störungsfrei passieren können. Wesentlich ist
dabei, dass die Führungsrolle 11 auf unterschiedlich dicke und steife Versandstücke
2 selbständig reagieren kann. Die mittelbar/unmittelbar an die Förderrollen 7,8 anschliessende,
zur Briefschliessvorrichtung 36 gehörende Wippe 37 ist an dem in Förderrichtung der
Versandstücke 2 rückwärtigen Ende beidseits mit einem stehend oval geformten Schlitz
50 versehen, die von der Schwenkachse 43 des Lagerbocks 47 durchsetzt werden und die
senkrechten Bewegungen der Wippe 37 begrenzen. Die am hinteren Ende der Wippe 37 gelagerte
Förderrolle 8 wird durch die Zugfedern 38 gegen die angetriebene Förderrolle 7 gezogen,
von der sie sich bei durchlaufenden Versandstücken 2 abheben kann. Die frei drehbar
gelagerte Förderrolle 8 wird von der Förderrolle 7 direkt oder über ein durchlaufendes
Versandstück reibungsschlüssig angetrieben.
An dem in Förderrichtung vorderen Ende der Briefschliessvorrichtung 36 weist die Wippe
37 eine weitere, mit einer darunter gelagerten angetriebenen Förderrolle 51 zusammenwirkende
Förderrolle 52 auf. Diese Förderrolle 52 wird mittels Zugfedern 53 gegen die Förderolle
51 gepresst und kann sich bei durchlaufenden Versandstücken 2 von der Förderrolle
51 entsprechend der Versandstückdicke abheben. Das Förderrollenpaar 51,52 weist etwa
die gleiche Fördergeschwindigkeit wie das Förderrollenpaar 7,8 auf. Beide Förderrollenpaare
51,52; 7,8 transportieren die Versandstücke 2 durch die Briefschliessvorrichtung 36,
die Teil einer in Fig 1 und 2 dargestellten Geräteeinheit ist.
Die Geräteeinheit kann einer Frankiermaschine förderwirksam vorgeschaltet sein.
1. Einrichtung (1) zur Verarbeitung und/oder zum Transport von flachen Versandstucken
(2), wie in Umschlage eingesteckte Dokumente und/oder Briefe, Muster, Karten oder
dgl., auf einem von einer Förderrollen (5, 6, 7) aufweisenden Fordervorrichtung (3)
gebildeten Förderweg, der einenends durch ein Vereinzelungsorgan (9) zur Beschickung
mit Versandstucken (2) zu deren Einzelverarbeitung ausgebildet ist, indem das Vereinzelungsorgan
(9) eine auf die Unterseite eines Versandstuckes (2) reibungsschlüssig einwirkende
und mit einer darüber angeordneten, überzählige Versandstücke zurückhaltenden Anstellvorrichtung
(11) zusammenwirkende, quer zur Förderrichtung sich erstreckende und um eine horizontale
Achse drehbar gelagerte Antriebsrolle (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Anstellvorrichtung (11) als Führungsrolle ausgebildet ist, wobei die Führungsrolle
(11) bezüglich Drehachse gegenüber der Drehachse der Antriebsrolle (6) stromabwärts
der Versandstücke (2) versetzt und auf der Antriebsrolle (6) im Leerlauf aufliegend
angeordnet ist und gegenüber der Anstriebsrolle (6) anhebbar ausgebildet ist und mit
einer gegen die gleichsinnig zur Förderrichtung wirkenden Drehrichtung beaufschlagbaren
Kraft drehbar gelagert ist und die auf die Drehbewegung der Führungsrolle (11) hemmend
wirkende Kraft durch eine Reibungskupplung (25) gebildet ist, wobei die Führungsrolle
(11) und die Antriebsrolle (6) eine schlitzförmige Durchtrittsöffnung (12) bilden,
die von den Versandstücken (2) flachliegend passiert wird, und wobei die Führungsrolle
(11) auf der Antriebsrolle von einer nachgiebigen Kraft belastet ist, um bedarfsfalls
von den durchlaufenden Vorsandstücken (2) angehoben werden zu können.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrolle (11) an einem um eine horizontale Achse (43) schwenkbaren Lagerbock
(47) auf die Antriebsrolle (6) zugestellt ist
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsrolle (6) die Führungsrolle (11) beidseits übersteht.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibungskupplung (25) in einem Hohlraum (18) der Führungsrolle (11) angeordnet
ist
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (18) durch ein zweiteiliges Gehäuse (26) gebildet ist, dessen eine Gehäuseteil
als abnehmbarer Lagerflansch (27) der Führungsrolle (11) ausgebildet ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibungskupplung (25) eine an der Achse abgestützte Druckfeder (19) aufweist,
welche wenigstens eine an einer inneren Stirnwand der Führungsrolle (11) anliegende,
beim Drehen Reibung erzeugende Lamelle (21) beaufschlagt.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck der Druckfeder (19) einstellbar ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrolle (11) an der Achse dreh- und achsial verschiebbar gelagert ist und
durch den Druck einer im Hohlraum (18) an der Achse abgestützten Druckfeder (19) stirnseitig
beaufschlage und gegen eine an der Achse befestigte Reibscheibe (24) pressbar ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsrolle (6) wenigstens annähernd den gleichen förderwirksame Durchmesser
wie die Führungsrolle (11) aufweist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit einer der Antriebsrolle (6) vorgeschalteten
Beschickungsrolle (5), dadurch gekennzeichnet, dass die Beschickungsrolle (5) eine geringere Umfangsgeschwindigkeit als die Anhiebsrolle
(6) aufweist
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Förderweg der Versandstücke (2) und vor der Führungsrolle (11) eine gegen
die Förderrichtung von unten nach oben schräg verlaufende Anschlagvorrichtung (33)
angeordnet ist
12. Einrichtung nach einem der Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass diese einer Frankiermaschine förderwirksam vorgeschaltet ist.
1. Device (1) for processing and/or transporting flat postal items (2), such as documents
and/or letters inserted into envelopes, samples, cards or the like, on a conveying
path formed by a conveyor (3) having conveying rollers (5, 6, 7), one end of the conveying
path being formed by a separating means (9) to which postal items (2) are fed for
individual processing, wherein the separating means (9) has a drive roller (6) extending
transversely to the conveying direction and mounted to rotate about a horizontal axis,
acting frictionally on the underside of a postal item (2) and cooperating with a queuing
device (11) arranged thereabove to hold back surplus postal items, characterised in that the queuing device (11) is designed as a guide roller, wherein the axis of rotation
of the guide roller (11) is offset relative to the axis of rotation of the drive roller
(6) downstream of the postal items (2), wherein the guide roller is arranged to rest
on the drive roller (6) in the idle state, is designed in such a manner that it can
be raised relative to the drive roller (6) and is rotatably mounted with a force that
can act against the direction of rotation acting in the same direction as the conveying
direction, wherein the force inhibiting the rotational movement of the guide roller
(11) is formed by a friction clutch (25), wherein the guide roller (11) and the drive
roller (6) form a slot-shaped opening (12) through which the postal items (2) pass
lying flat and wherein the guide roller (11) on the drive roller is subjected to a
resilient force so that it can be raised from the postal items (2) passing through
if necessary,
2. Device according to claim 1, characterised in that the guide roller (11) is fed to the drive roller (6) on a bearing block (47) pivotable
about a horizontal axis (43).
3. Device according to claim 1 or claim 2, characterised in that the drive roller (6) extends beyond the guide roller (11) at both ends.
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the friction clutch (25) is arranged in a hollow space (18) in the guide roller (11).
5. Device according to claim 4, characterised in that the hollow space (18) is formed by a two-part housing (26), one part of which is
designed as a removable bearing flange (27) of the guide roller (11).
6. Device according to claim 5, characterised in that the friction clutch (25) has a compression spring (19) supported on the axle and
acting on at least one plate (21) that bears against an inner end wall of the guide
roller (11) and generates friction during rotation.
7. Device according to claim 6, characterised in that the pressure of the compression spring (19) is adjustable.
8. Device according to claim 7, characterised in that the guide roller (11) is mounted on the axle in such a manner that it can be displaced
rotationally and axially and its end face is subjected to the pressure of a compression
spring (19) supported on the axle in the hollow space (18) so that it can be pressed
against a friction disc (24) mounted on the axle.
9. Device according to one of claims 1 to 8, characterised in that the drive roller (6) has at least approximately the same effective conveying diameter
as the guide roller (11).
10. Device according to one of claims 1 to 9, comprising a feed roller (5) disposed upstream
of the drive roller (6), characterised in that the feed roller (5) has a lower circumferential speed than the drive roller (6).
11. Device according to one of claims 1 to 10, characterised in that a stop device (33) extending at an incline from bottom to top against the conveying
direction is arranged above the conveying path of the postal items (2) and upstream
of the guide roller (11).
12. Device according to one of claims 1 to 11, characterised in that it is disposed upstream of a franking machine for positive conveying.
1. Dispositif (1) pour traiter et/ou transporter des articles postaux plats (2), comme
des documents insérés dans des enveloppes et/ou des lettres, des échantillons, des
cartes postales ou analogues, sur un parcours de transport qui est formé par un dispositif
de transport (3) présentant des rouleaux de transport (5, 6, 7) et qui est conçu à
une extrémité par un organe d'individualisation (9) pour le chargement d'articles
postaux (2) afin de traiter individuellement ces derniers, par le fait que l'organe
d'individualisation (9) présente un rouleau d'entraînement (6) monté à rotation autour
d'un axe horizontal et s'étendant transversalement à la direction de transport, rouleau
qui agit par friction sur le dessous d'un article postal (2) et qui coopère avec un
dispositif d'attaque (11) disposé au-dessus et retenant les articles postaux en trop,
caractérisé en ce que le dispositif d'attaque (11) est réalisé sous forme de rouleau de guidage, sachant
que le rouleau de guidage (11) a son axe de rotation décalé en aval des articles postaux
(2) par rapport à l'axe de rotation du rouleau d'entraînement (6), repose en marche
à vide sur le rouleau d'entraînement (6), est conçu de manière à pouvoir être soulevé
par rapport au rouleau d'entraînement (6) et est monté à rotation avec une force pouvant
être sollicitée à l'encontre de la direction de rotation agissant dans le même sens
que la direction de transport, et la force agissant avec un effet de blocage sur le
mouvement de rotation du rouleau de guidage (11) est formée par un accouplement à
friction (25), sachant que le rouleau de guidage (11) et le rouleau d'entraînement
(6) forment une ouverture de passage (12) en forme de fente à travers laquelle passent
les articles postaux (2) reposant à plat, et sachant que le rouleau de guidage (11)
est sollicité sur le rouleau d'entraînement par une force flexible afin de pouvoir
être soulevé en cas de besoin par les articles postaux (2) qui passent.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rouleau de guidage (11) est approché du rouleau d'entraînement (6) en étant monté
sur un palier support (47) pouvant pivoter autour d'un axe horizontal (43).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le rouleau d'entraînement (6) dépasse du rouleau de guidage (11) des deux côtés.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'accouplement à friction (25) est disposé dans un espace creux (18) du rouleau de
guidage (11).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'espace creux (18) est formé par un boîtier (26) en deux parties, dont une partie
de boîtier est conçue comme bride de palier amovible (27) du rouleau de guidage (11).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'accouplement à friction (25) présente un ressort de pression (19) qui s'appuie
sur l'axe et qui sollicite au moins une lamelle (21) appliquée contre une paroi frontale
intérieure du rouleau de guidage (11) et produisant de la friction lors de la rotation.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que la pression du ressort de pression (19) est réglable.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le rouleau de guidage (11) est monté à rotation et à translation axiale sur l'axe
et est sollicité du côté frontal par la pression d'un ressort de pression (19) s'appuyant
sur l'axe dans l'espace creux (18), et il peut être pressé contre un disque de friction
(24) fixé sur l'axe.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le rouleau d'entraînement (6) présente au moins approximativement le même diamètre
actif pour le transport que le rouleau de guidage (11).
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, avec un rouleau de chargement (5)
monté en amont du rouleau d'entraînement (6), caractérisé en ce que le rouleau de chargement (5) présente une plus faible vitesse périphérique que le
rouleau d'entraînement (6).
11. Dispositif selon l'une des revendication 1 à 10, caractérisé en ce qu'un dispositif de butée (33), s'étendant en oblique de bas en haut à l'encontre de
la direction de transport, est disposé au-dessus du parcours de transport des articles
postaux (2) et devant le rouleau de guidage (11).
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que ce dispositif est monté en amont d'une machine d'affranchissement pour l'action de
transport.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente