[0001] Die Erfindung betrifft Copolymerisate von ethylenisch ungesättigten Monomeren und
von ethylenisch funktionalisierten Nanopartikeln in Form deren wässrigen Dispersionen
oder in Wasser redispergierbaren Pulver, deren Herstellung und Verwendung.
[0002] Polymerdispersionen, welche Partikel mit Abmessungen im Nanometerbereich, das heißt
Partikel mit Abmessungen kleiner 100 nm in wenigstens einer Dimension, enthalten,
weisen gegenüber Compositen mit weniger feinteiligen Partikeln (etwa im Mikrometerbereich)
eine Fülle überlegener und neuartiger Eigenschaften auf. Diese umfassen beispielsweise
die Lichtstreuung, das Adsorptions- und Absorptionsverhalten, die antibakteriellen
Eigenschaften oder überlegene Kratz- und Reissfestigkeiten. Diese "nano-Effekte" hängen
unmittelbar mit der Größe der Partikel zusammen und gehen verloren, wenn die Partikel
bestimmte Abmessungen überschreiten.
[0003] Weiterhin sind die erwünschten Effekte nur dann besonders ausgeprägt, wenn es gelingt
die Teilchen in der Polymermatrix möglichst homogen zu verteilen und wenn möglich
chemisch anzubinden, um ein Austragen oder Agglomerationsphänomene und damit einen
Verlust dieser speziellen Eigenschaften zu vermeiden.
[0004] Eine Möglichkeit der chemischen Anbindung von nano-skaligen-Metalloxiden an polymere
Matrizen ist beispielsweise in der
DE 10212121 A1 für nano-Zinkoxid-Polymerdispersionen beschrieben. Dabei werden die Zinkoxidpartikel
in einem halogenhaltigen Medium dispergiert, die Dispersion in eine wässrige Lösung
hydroxylgruppenhaltiger anorganischer Polymere, beispielsweise von hydrolysierten
Polyalkyl(alkoxy)siloxanen, gegeben und anschließend die halogenhaltigen Bestandteile
durch Destillation entfernt. Die chemische Anbindung an das Polymer erfolgt somit
über die Ausbildung einer Zn-O-Si-O-C-Brücke und ist damit sehr labil gegenüber saurer
oder alkalischer Spaltung.
[0005] Handelt es sich bei den Partikeln um Siliconharze, so ist bekannt, dass diese zur
chemischen Modifizierung von organischen Polymeren oder als Bindemittel von Beschichtungen
eingesetzt werden können, um die Beständigkeit der Beschichtungen zum Beispiel gegen
Witterungseinflüsse, chemischen Angriff und thermische Belastung zu erhöhen. Kommerziell
erhältliche Produkte sind zum Beispiel Siliconpolyester, hybride Systeme aus Siliconharzen
und organischen Polymeren, wie sie zur Herstellung von Metallbandbeschichtungen Einsatz
finden. Diese Produkte werden vorzugsweise durch chemische Umsetzung und Bindungsbildung
zwischen dem Siliconharz und dem organischen Polymer hergestellt. Eine chemische Anbindung
der Siliconharze an das organische Polymer erfolgt dabei in der Regel unter Ausbildung
einer Si-O-C-Brücke zwischen beiden, üblicherweise in einem Lösemittelprozess. Für
wässrige Medien kennt die Literatur verschiedene Produkte aus Kombinationen von organischen
Polymeren mit Siliconharzen oder harzartigen oligomeren Siliconstrukturen und Verfahren
zu deren Herstellung:
[0006] Die
EP 1256611 A2 beschreibt eine wässrige Dispersion, erhalten aus einer Mischung und Emulsion von
nicht radikalisch polymerisierbaren Alkoxysilanen oder deren Hydrolyse- und Kondensationprodukten
mit radikalisch polymerisierbaren Monomeren. Die Silane oder die daraus abgeleiteten
Produkte werden hydrolysiert und kondensiert, während die organischen Monomere radikalisch
polymerisiert werden. Die eingesetzten Silane sind dabei Alkyl- oder Arylalkoxysilane,
wobei bis zu drei an Silicium gebundene Alkoxygruppen vorliegen können. Daraus sind
durch Hydrolyse und Kondensation auch Harze oder harzartige Oligomere zugänglich.
[0007] Die
EP 1197502 A2 lehrt die Herstellung einer wässrigen Harzemulsion durch radikalische Polymerisation
ethylenisch ungesättigter Monomere in Gegenwart von hydrolysierbaren und kondensationsfähigen
Mono-, Di- oder Trialkoxyalkyl- oder -aryl-Silanen, die nicht radikalisch polymerisierbar
sind.
[0008] In der
EP 943634 A1 werden wässrige Latices zur Verwendung als Beschichtungsmittel beschrieben, welche
durch Copolymerisation von ethylenisch ungesättigten Monomeren in Gegenwart eines
Silanolgruppen enthaltenden Siliconharzes hergestellt werden. Es bilden sich dabei
interpenetrating networks (IPN) zwischen den Polymerketten und der Polysiloxanketten.
[0009] Die mit den genannten Verfahren erhältlichen Siliconharz-Emulsionspolymerisate sowie
die ansonsten hinreichend bekannten physikalischen Mischungen von Siliconharzemulsionen
und organischen Polymerdispersionen zum Einsatz beispielsweise im Bereich der Siliconharzfassadenfarben,
zeichnen sich dadurch aus, dass das Siliconharz und das organische Polymer ausschließlich
oder überwiegend in Form physikalischer Abmischungen vorliegen. Chemische Bindungen
zwischen dem Siliconanteil und dem organischen Anteil bauen sich eher zufällig auf,
wobei es sich dabei um hydrolyseanfällige Si-O-C-Bindungen handelt. Die Si-O-C-Bindung
steht dabei stets in Konkurrenz zur Si-O-Si-Brückenbildung durch Kondensation der
Silanolgruppen miteinander.
[0010] Die Kondensationsreaktionen der Silanbausteine oder ihrer hydrolysierten und teilweise
kondensierten Oligomeren unter den hydrolytischen Bedingungen einer Emulsionspolymerisation
sind nur unzureichend kontrollierbar. Es ist bekannt, dass vor allem Alkoxysilane
mit kurzen sauerstoffgebundenen Alkylresten unter hydrolytischen Bedingungen eine
ausgeprägte Neigung haben, bis hin zu festen Partikeln aufzukondensieren. Diese neigen
zur Niederschlags- und Domänenbildung und damit Separation. Diese Neigung ist umso
ausgeprägter, je mehr Alkoxygruppen am Silicium gebunden sind. In der Anwendung als
Beschichtungsstoff kann sich dies in Form von Stippenbildung negativ auswirken. Die
Produkte können durch Separation ihre Lagerstabilität und Gebrauchsfähigkeit einbüßen.
[0011] Eine definiertere Anbindung des Siliconbausteins mit dem organischen Polymer über
die Ausbildung von C-C-Bindungen kann durch Copolymerisation von doppelbindungsfunktionalisierten
Siliconen mit organischen Monomeren erfolgen. So werden beispielsweise in der
EP 1308468 A1 hydrophob modifizierte Copolymerisate beschrieben, die dadurch erhalten werden, dass
lineare Silicone mit bis zu zwei polymerisierbaren Gruppen in Emulsion mit organischen
Monomeren copolymerisiert werden. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt
EP 352339 A1, in der vinylterminierte, lineare Polydimethylsiloxane mit (Meth)acrylat-Monomeren
copolymerisiert werden. Die
EP 771826 A2 beschreibt die Emulsionspolymerisation von (Meth)acrylsäureestern und Vinylaromaten,
wobei zur Vernetzung difunktionelle acrylgruppen- oder vinylgruppenhaltige Silicone
zugegeben werden. Die
EP 635 526 A1 beschreibt funktionelle Pfropfpolymerisate auf Basis von Organopolysiloxanen, welche
durch Aufpropfen von ethylenisch ungesättigten Monomeren auf Polyorganosiloxane erhalten
werden, welche Wasserstoff oder funktionelle Gruppen, sowie ethylenisch ungesättigte
Gruppen, enthalten.
[0012] Die Herstellung von partikelhaltigen Organocopolymerdispersionen ist Gegenstand von
EP 1216262 B1 und
EP 1235869 B1, wobei zur Herstellung einer wässrigen Dispersion aus anorganischen Feststoffteilchen
und Organopolymer anorganische Feststoffteilchen eingesetzt werden, welche durch einen
definierten Dispergiergrad und eine definierte elektrophoretische Mobilität gekennzeichnet
sind, und in deren Gegenwart ethylenisch ungesättigte Monomere polymerisiert werden.
In der
EP 505230 A1 wird die Verkapselung von Siliciumoxidteilchen mit Organopolymer beschrieben, wobei
zunächst die Siliciumdioxid-Partikel mit ethylenisch ungesättigten Alkoxysilanverbindungen
funktionalisiert werden und anschließend in deren Anwesenheit in wässriger Dispersion
ethylenisch ungesättigte Monomere polymerisiert werden.
[0013] Die Anbindung von Polymer an Nanopartikel war bisher unbefriedigend, weil keine stabile
C-C-Bindung erhalten wurde. Es bestand daher die Aufgabe, partikelhaltige Dispersionen
zur Verfügung zu stellen, bei denen in einfacher Weise eine stabile Anbindung des
Polymerteils an das Nanopartikel erfolgt.
[0014] Die kovalente chemische Fixierung der Partikel an die organische Matrix über C-C-Bindungen
im wässrigen Medium, wurde nun dadurch gelöst, dass die zu fixierenden Partikel mit
einer speziellen Klasse ethylenisch ungesättigter Silane, die lediglich durch ein
C-Atom zwischen Silan- und Organofunktion ("α-Silane") gekennzeichnet sind, funktionalisiert
wurden. Die Silane weisen anders als bisher eingestzte Reagenzien eine hohe Reaktivität
bezüglich Funktionalisierung auf und sind überraschenderweise gleichzeitig unter den
Polymerisationsbedingungen stabil. Weiterhin wurde gefunden, dass die Polymerisationsbedingungen
im Gegensatz zum Stand der Technik so gewählt werden, dass eine effektive Copolymerisation
der hydrophoben Partikel mit organischen Monomeren im wässrigen Medium durchgeführt
wird bei gleichzeitiger weitestgehender Beibehaltung der Partikelidentität.
[0015] Gegenstand der Erfindung sind Copolymerisate von ethylenisch ungesättigten Monomeren
und von ethylenisch funktionalisierten Nanopartikeln in Form deren wässrigen Polymerdispersionen
oder in Wasser redispergierbaren Polymerpulver, erhältlich mittels radikalisch initiierter
Polymerisation in wässrigem Medium, und gegebenenfalls anschließender Trocknung der
dabei erhaltenen Polymerdispersion, von
- A) einem oder mehreren Monomeren aus der Gruppe umfassend Vinylester, (Meth)acrylsäureester,
Vinylaromaten, Olefine, 1,3-Diene, Vinylether und Vinylhalogenide und gegebenenfalls
weiteren damit copolymerisierbaren Monomeren, in Gegenwart von
- B) mindestens einem Partikel P mit einem mittleren Durchmesser von ≤ 1000 nm, welches
mit ethylenisch ungesättigten, radikalisch polymerisierbaren Gruppen funktionalisiert
ist, dadurch gekennzeichnet, dass
B1) als Partikel P ein oder mehrere aus der Gruppe der Metalloxide und Halbmetalloxide
eingesetzt werden, und/oder
B2) als Partikel P Siliconharze eingesetzt werden, welche aus Wiederholungseinheiten
der allgemeinen Formel [R4(p+z)SiO(4-p-z)/2] (II) aufgebaut sind, wobei R4 gleich oder verschieden ist, und Wasserstoff-, Hydroxy-, sowie Alkyl-, Cycloalkyl-,
Aryl-, Alkoxy- oder Aryloxyreste bedeutet, mit jeweils bis zu 18 C-Atomen, welche
gegebenenfalls substituiert sein können, wobei für mindestens 20 Mol-% des jeweiligen
Siliconharzes p + z = 0, 1 oder 3 beträgt,
und wobei B1) und B2) jeweils mit einem oder mehreren α-Organosilanen der allgemeinen
Formel (R1O)3-n(R2)nSi-(CR32)-X (I) funktionalisiert werden, wobei R1 für Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einen Arylrest
steht, R2 und R3 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen
oder einen Arylrest stehen, n die Werte 0, 1 oder 2 bedeuten kann, und X ein Rest
mit 2 bis 20 Kohlenwasserstoffatomen mit einer ethylenisch ungesättigten Gruppe ist.
[0016] Geeignete Vinylester sind solche von Carbonsäuren mit 1 bis 15 C-Atomen. Bevorzugt
werden Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinylbutyrat, Vinyl-2-ethylhexanoat, Vinyllaurat,
1-Methylvinylacetat, Vinylpivalat und Vinylester von α-verzweigten Monocarbonsäuren
mit 9 bis 11 C-Atomen, beispielsweise VeoVa9
R oder VeoVa10
R (Handelsnamen der Firma Resolution). Besonders bevorzugt ist Vinylacetat.
[0017] Geeignete Monomeren aus der Gruppe Acrylsäureester oder Methacrylsäureester sind
Ester von unverzweigten oder verzweigten Alkoholen mit 1 bis 15 C-Atomen. Bevorzugte
Methacrylsäureester oder Acrylsäureester sind Methylacrylat, Methylmethacrylat, Ethylacrylat,
Ethylmethacrylat, Propylacrylat, Propylmethacrylat, n-Butylacrylat, n-Butylmethacrylat,
iso-Butylacrylat, isoButylmethacrylat, t-Butylacrylat, t-Butylmethacrylat, 2-Ethylhexylacrylat
und Norbornylacrylat. Besonders bevorzugt sind Methylacrylat, Methylmethacrylat, n-Butylacrylat,
iso-Butylacrylat, t-Butylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, und Norbornylacrylat.
[0018] Als Vinylaromaten bevorzugt sind Styrol, alpha-Methylstyrol, die isomeren Vinyltoluole
und Vinylxylole sowie Divinylbenzole. Besonders bevorzugt ist Styrol.
[0019] Unter den Vinylhalogenverbindungen sind Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, ferner Tetrafluorethylen,
Difluorethylen, Hexylperfluorethylen, 3,3,3-Trifluorpropen, Perfluorpropylvinylether,
Hexafluorpropylen, Chlortrifluorethylen und Vinylfluorid zu nennen. Besonders bevorzugt
ist Vinylchlorid.
Ein bevorzugter Vinylether ist beispielsweise Methylvinylether.
[0020] Die bevorzugten Olefine sind Ethen, Propen, 1-Alkylethene sowie mehrfach ungesättigte
Alkene, und die bevorzugten Diene sind 1,3-Butadien und Isopren. Besonders bevorzugt
sind Ethen und 1, 3-Butadien.
[0021] Gegebenenfalls können noch 0.1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Monomere
A), Hilfsmonomere copolymerisiert werden. Bevorzugt werden 0.5 bis 2.5 Gew.-% Hilfsmonomere
eingesetzt. Beispiele für Hilfsmonomere sind ethylenisch ungesättigte Mono- und Dicarbonsäuren,
vorzugsweise Acrylsäure, Methacrylsäure, Fumarsäure und Maleinsäure; ethylenisch ungesättigte
Carbonsäureamide und -nitrile, vorzugsweise Acrylamid und Acrylnitril; Mono- und Diester
der Fumarsäure und Maleinsäure wie die Diethyl-, und Diisopropylester sowie Maleinsäureanhydrid,
ethylenisch ungesättigte Sulfonsäuren bzw. deren Salze, vorzugsweise Vinylsulfonsäure,
2-Acrylamido-2-methyl-propan-sulfonsäure. Weitere Beispiele sind vorvernetzende Comonomere
wie mehrfach ethylenisch ungesättigte Comonomere, beispielsweise Divinyladipat, Diallylmaleat,
Allylmethacrylat oder Triallylcyanurat, oder nachvernetzende Comonomere, beispielsweise
Acrylamidoglykolsäure (AGA), Methylacrylamidoglykolsäuremethylester (MAGME), N-Methylolacrylamid
(NMA), N-Methylolmethacrylamid, N-Methylolallylcarbamat, Alkylether wie der Isobutoxyether
oder Ester des N-Methylolacrylamids, des N-Methylolmethacrylamids und des N-Methylolallylcarbamats.
Geeignet sind auch epoxidfunktionelle Comonomere wie Glycidylmethacrylat und Glycidylacrylat.
Genannt seien auch Monomere mit Hydroxy- oder CO-Gruppen, beispielsweise Methacrylsäure-
und Acrylsäurehydroxyalkylester wie Hydroxyethyl-, Hydroxypropyl- oder Hydroxybutylacrylat
oder -methacrylat sowie Verbindungen wie Diacetonacrylamid und Acetylacetoxyethylacrylat
oder -methacrylat.
[0022] Besonders bevorzugt werden als Comonomere A) ein oder mehrere Monomere aus der Gruppe
Vinylacetat, Vinylester von αverzweigten Monocarbonsäuren mit 9 bis 11 C-Atomen, Vinylchlorid,
Ethylen, Methylacrylat, Methylmethacrylat, Ethylacrylat, Ethylmethacrylat, Propylacrylat,
Propylmethacrylat, n-Butylacrylat, n-Butylmethacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Styrol,
1,3-Butadien. Besonders bevorzugt werden als Comonomere A) auch Gemische von Vinylacetat
und Ethylen; Gemische von Vinylacetat, Ethylen und einem Vinylester von α-verzweigten
Monocarbonsäuren mit 9 bis 11 C-Atomen; Gemische von n-Butylacrylat und 2-Ethylhexylacrylat
und/oder Methylmethacrylat; Gemische von Styrol und einem oder mehreren Monomeren
aus der Gruppe Methylacrylat, Ethylacrylat, Propylacrylat, n-Butylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat;
Gemische von Vinylacetat und einem oder mehreren Monomeren aus der Gruppe Methylacrylat,
Ethylacrylat, Propylacrylat, n-Butylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat und gegebenenfalls
Ethylen; Gemische von 1,3-Butadien und Styrol und/oder Methylmethacrylat; wobei die
genannten Gemische gegebenenfalls noch ein oder mehrere der obengenannten Hilfsmonomere
enthalten können.
[0023] Die Monomerauswahl bzw. die Auswahl der Gewichtsanteile der Comonomere erfolgt dabei
so, daß im allgemeinen eine Glasübergangstemperatur Tg von ≤ 60°C, vorzugsweise -50°C
bis +60°C resultiert. Die Glasübergangstemperatur Tg der Polymerisate kann in bekannter
Weise mittels Differential Scanning Calorimetry (DSC) ermittelt werden. Die Tg kann
auch mittels der Fox-Gleichung näherungsweise vorausberechnet werden.
Nach Fox T. G., Bull. Am. Physics Soc. 1, 3, page 123 (1956) gilt: 1/Tg = x1/Tg1 + x2/Tg2 + ... + xn/Tgn, wobei xn für den Massebruch (Gew.-%/100)
des Monomeren n steht, und Tgn die Glasübergangstemperatur in Kelvin des Homopolymeren
des Monomeren n ist. Tg-Werte für Homopolymerisate sind in
Polymer Handbook 2nd Edition, J. Wiley & Sons, New York (1975) aufgeführt.
[0024] Der Anteil der Comonomere A beträgt vorzugsweise ≥ 50 Gew.-%, besonders bevorzugt
70 bis 90 Gew.-%., jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht aus A) und funktionalisiertem
B).
[0025] Geeignete Partikel P sind aus der Gruppe B1) Siliciumoxide und Metalloxide. Bei den
Metalloxiden sind die Oxide der Metalle Aluminium, Titan, Zirkonium, Tantal, Wolfram,
Hafnium, Zink und Zinn bevorzugt. Bei den Siliciumoxiden werden kolloidale Kieselsäure,
pyrogene Kieselsäure, gefällte Kieselsäure, Kieselsole besonders bevorzugt. Bei den
Metalloxiden sind Aluminiumoxide wie Korund, Aluminiummischoxide mit anderen Metallen
und/oder Silicium, Titanoxide, Zirkonoxide, Eisenoxide besonders bevorzugt.
[0026] Bevorzugte Partikel P aus der Gruppe der Siliconharze sind solche, die sich zu mindestens
30 Mol-% aus Q-Einheiten aufbauen, das heißt für die p+z in der allgemeinen Wiederholungsformel
[R
4(p+z)SiO
(4-p-z)/2] (II) die Bedeutung 0 hat. Besonders bevorzugte Siliconharze sind solche, die nur
aus M- und Q-Einheiten aufgebaut sind, das heißt für die p+z in der allgemeinen Formel
[R
4(p+z)SiO
(4-p-z)/2] (II) nur die Bedeutung 0 und 3 hat. Falls die Reste R
4 substituiert sind, so können diese zusätzlich eines oder mehrere gleiche oder verschiedene
Heteroatome ausgewählt aus O-, S-, Si-, Cl-, F-, Br-, P- oder N-Atomen enthalten.
Darüber hinaus sind auch solche Siliconharze geeignet, die aus einer beliebigen Kombination
von M-Einheiten (R
3SiO-), D-Einheiten (-OSiR
2O-), T-Einheiten (RSiO
33-) und Q-Einheiten (SiO
44-) bestehen, mit der Maßgabe, dass stets T- und/oder Q-Einheiten enthalten sind und
ihr Anteil an den Einheiten, die das Siliconharz aufbauen, in Summe mindestens 20
Mol-% beträgt und bei Vorlage jeweils nur einer dieser Einheiten ihr Anteil jeweils
mindestens 20 Mol-% ist.
[0027] Am meisten bevorzugte Siliconharze B2) sind solche, die sich im Wesentlichen nur
aus M und Q Einheiten aufbauen, wobei das MolVerhältnis von M/Q-Einheiten von 30/70
bis 60/40 reicht, insbesondere bevorzugt sind Harze mit einem M/Q-Verhältnis von 35/65
bis 45/55. Weiterhin am meisten bevorzugte Harze sind solche, die zum überwiegenden
Teil aus T-Einheiten bestehen, insbesondere solche die zu > 80 Mol-% aus T-Einheiten
bestehen, ganz besonders solche die zu praktisch 100 Mol-% aus T-Einheiten bestehen.
[0028] Die Partikel P besitzen bevorzugt einen mittleren Durchmesser von 1 bis 1000 nm,
besonders bevorzugt 1 bis 100 nm, wobei die Teilchengröße durch Transmissionselektronenmikroskopie
der erhaltenen Dispersionen oder der aus den Dispersionen erhältlichen Filme bestimmt
wird.
[0029] Unter α-Organosilane sind solche Silane zu verstehen, bei denen das Alkoxy-, Aryloxy-
oder OH-substituierte Siliciumatom, direkt über eine Methylenbrücke mit einem ungesättigten
Kohlenwasserstoffrest verbunden ist, welcher ein oder mehrere ethylenisch ungesättigte
Kohlenstoffbindungen aufweist, wobei die Wasserstoffreste der Methylenbrücke auch
durch Alkyl- und/oder Arylreste ersetzt sein können, und eine C=C-Doppelbindung in
α-Stellung zum Si-Atom steht.
[0030] Geeignete α-Organosilane der Formel (R
1O)
3-n(R
2)
nSi-(CR
32)-X (I) sind auch solche in denen die Kohlenstoffkette der Reste R
1, R
2 und R
3 durch nicht benachbarte Sauerstoff-, Schwefel-, oder NR
4-Gruppen unterbrochen sind. Bevorzugt sind als Reste R
1 und R
2 unsubstituierte Alkylgruppen mit 1 bis 6 C-Atomen und als Rest R
3 Wasserstoff. Der Rest X kann linear, verzweigt oder cyclisch sein. Neben der Doppelbindung
können auch weitere funktionelle Gruppen vorhanden sein, die in der Regel gegenüber
einer olefinischen Polymerisation inert sind, beispielsweise Halogen-, Carboxy-, Sulfinato-,
Sulfonato-, Amino-, Azido-, Nitro-, Epoxy-, Alkohol-, Ether-, Ester-, Thioether- und
Thioester-Gruppen sowie aromatische iso- und heterocyclische Gruppen. Bevorzugte Beispiele
für X sind einfach ungesättigte C
2- bis C
10-Reste, am meisten bevorzugt sind als Rest X der Acryl- und Methacrylrest.
[0031] Der Anteil der funktionalisierten Partikel P beträgt 0.5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise
1 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 10 bis 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht
der Komponente A) und der funktionalisierten Komponente B).
[0032] Zusätzlich können in den erfindungsgemäßen Polymerdispersionen und Polymerpulvern
noch bis zu 30 Gew-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Komponenten A) und B), mindestens
eines Silans der allgemeinen Formel (R
5)
4-m-Si-(OR
6)
m (III) enthalten sein, wobei m eine Zahl im Wert von 1, 2, 3 oder 4 bedeutet, R
5 ein organofunktioneller Rest ist, ausgewählt aus der Gruppe Alkoxyrest und Aryloxyrest
mit jeweils 1 bis 12 C-Atomen, Phosphonsäuremonoesterrest, Phosphonsäurediesterrest,
Phosphonsäurerest, Methacryloyloxyrest, Acryloyloxyrest, Vinylrest, Mercaptorest,
Isocyanatorest, wobei der Isocyanatorest gegebenenfalls zum Schutze vor chemischen
Reaktionen reaktionsblockiert sein kann, Hydroxyrest, Hydroxyalkylrest, Vinylrest,
Epoxyrest, Glycidyloxyrest, Morpholinorest, Piperazinorest, einen primären, sekundären
oder tertiären Aminorest mit einem oder mehreren Stickstoffatomen, wobei die Stickstoffatome
durch Wasserstoff oder einwertige aromatische, aliphatische oder cycloaliphatische
Kohlenwasserstoffreste substituiert sein können, Carbonsäurerest, Carbonsäureanhydridrest,
Aldehydrest, Urethanrest, Harnstoffrest, wobei der Rest R
5 unmittelbar am Siliciumatom gebunden sein kann oder durch eine Kohlenstoffkette von
1 bis 6 C-Atomen davon getrennt sein kann und R
6 einen einwertigen lineraren oder verzweigten aliphatischen oder cycloaliphatischen
Kohlenwasserstoffrest oder einen einwertigen aromatischen Kohlenwasserstoffrest mit
jeweils 1 bis 12 C-Atomen, oder einen Rest -C(=O)-R
7 bedeutet, wobei R
7 einen einwertigen linearen oder verzweigten aliphatischen oder einen cycloaliphatischen
Kohlenwasserstoffrest mit jeweils 1 bis 12 C-Atomen oder einen einwertigen aromatischen
Kohlenwasserstoffrest bedeutet. Das ausgewählte Silan oder gegebenenfalls die ausgewählten
Silane können in nicht hydrolysierter Form, in hydrolysierter Form oder in hydrolysierter
und teilkondensierter oder hydrolysierter und kondensierter Form oder in einem Gemisch
dieser Formen vorliegen.
[0033] Weiterhin können im Fall der Miniemulsionspolymerisation gegebenenfalls noch hydrophobe
Zusätze in Mengen von bis 3 Gew.-% vorhanden sein (sogenannte "Co-Tenside", "Hydrophobe")
bezogen auf das Gesamtgewicht der Komponente A) und der funktionalisierten Komponente
B). Im vorliegenden Fall können Siliconpartikel oftmals die Funktion des "Co-Tensids"
übernehmen. Weitere Beispiele für Co-Tenside sind Hexadekan, Cetylalkohol, oligomere
Cyclosiloxane, wie z.B. Octamethylcyclotetrasiloxan, aber auch pflanzliche Öle wie
Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Olivenöl. Weiterhin geeignet sind organische oder anorganische
Polymere mit einem zahlenmittleren Molekulargewicht von < 10000. Erfindungsgemäß bevorzugte
Hydrophobe sind die zu polymerisierenden Silikonpartikel selbst, sowie D3-, D4- und
D5-Zyklen und Hexadekan. Besonders bevorzugt sind die zu polymerisierenden Silikonpartikel
und Hexadekan.
[0034] Die Herstellung der Copolymerisate erfolgt in einem Heterophasenprozess nach den
bekannten Techniken der Suspensions-, Emulsions- oder Miniemulsionspolymerisation
(vgl. z.B.
Peter A. Lovell, M.S. El-Aasser, "Emulsion Polymerization and Emulsion Polymers" 1997,
John Wiley and Sons, Chichester). In einer besonders bevorzugten Form wird die Reaktion nach der Methodik der Miniemulsionspolymerisation
durchgeführt. Miniemulsionspolymerisationen unterscheiden sich in einigen wesentlichen
Punkten, die sie für die Copolymerisation wasserunlöslicher Comonomere besonders geeignet
machen von anderen Heterophasenpolymerisationen (vgl. z.B.
K. Landfester, "Polyreactions in Miniemulsions", Macromol. Rapid. Commun. 2001, 22,
896-936 und
M.S. El-Aasser, E.D. Sudol, "Miniemulsions: Overview of Research and Applications"
2004, JCT Research, 1, 20-31).
[0035] Die Reaktionstemperaturen liegen von 0°C bis 100°C, bevorzugt von 5°C bis 80°C, besonders
bevorzugt von 30°C bis 70°C. Der pH-Wert des Dispergiermediums liegt zwischen 2 und
9, bevorzugt zwischen 4 und 8. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform zwischen
6.5 und 7.5. Die Einstellung des pH-Wertes vor Beginn der Reaktion kann durch Salzsäure
oder Natronlauge erfolgen. Die Polymerisation kann diskontinuierlich oder kontinuierlich,
unter Vorlage aller oder einzelner Bestandteile des Reaktionsgemisches, unter teilweiser
Vorlage und Nachdosierung einzelner Bestandteile des Reaktionsgemisches oder nach
dem Dosierverfahren ohne Vorlage durchgeführt werden. Alle Dosierungen erfolgen vorzugsweise
im Maße des Verbrauchs der jeweiligen Komponente.
[0036] Die Initiierung der Polymerisation erfolgt mittels der üblichen wasserlöslichen Initiatoren
oder Redox-Initiator-Kombinationen. Beispiele für Initiatoren sind die Natrium-, Kalium-
und Ammoniumsalze der Peroxodischwefelsäure, Wasserstoffperoxid, t-Butylperoxid, t-Butylhydroperoxid,
Kaliumperoxodiphosphat, t-Butylperoxopivalat, Cumolhydroperoxid, Isopropylbenzolmonohydroperoxid
und Azobisisobutyronitril. Die genannten Initiatoren werden vorzugsweise in Mengen
von 0.01 bis 4.0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Monomeren, eingesetzt.
Als Redox-Initiator-Kombinationen verwendet man oben genannte Initiatoren in Verbindung
mit einem Reduktionsmittel. Geeignete Reduktionsmittel sind Sulfite und Bisulfite
einwertiger Kationen, beispielsweise Natriumsulfit, die Derivate der Sulfoxylsäure
wie Zink- oder Alkaliformaldehydsulfoxylate, beispielsweise Natriumhydroxymethansulfinat
und Ascorbinsäure. Die Reduktionsmittelmenge beträgt vorzugsweise 0.15 bis 3 Gew.-%
der eingesetzten Monomermenge. Zusätzlich können geringe Mengen einer im Polymerisationsmedium
löslichen Metallverbindung eingebracht werden, deren Metallkomponente unter den Polymerisationsbedingungen
redoxaktiv ist, beispielsweise auf Eisen- oder Vanadiumbasis. Ein besonders bevorzugtes
Initiator-System aus den vorangenannten Komponenten ist das System t-Butylhydroperoxid/-Natriumhydroxymethansulfint/Fe(EDTA)
2+/3+.
[0037] Im Falle der Reaktionsführung nach der Miniemulsionspolymerisationsmethodik können
auch überwiegend öllösliche Initiatoren verwendet werden, etwa Cumolhydroperoxid,
Isopropylbenzolmonohydroperoxid, Dibenzoylperoxid oder Azobisisobutyronitril. Bevorzugte
Starter für Miniemulsionspolymerisationen sind Kaliumpersulfat, Ammoniumpersulfat,
Azobisisobutyronitril sowie Dibenzoylperoxid.
[0038] Die Ausmaße der Partikeldomänen innerhalb des Copolymers liegen nach erfolgter Copolymerisation
vorzugsweise im Bereich von 1 nm bis 1000 nm, insbesondere von 1 nm bis 500 nm und
ganz besonders bevorzugt von 1 nm bis 200 nm. Die Ausmaße lassen sich beispielsweise
durch Rasterelektronenmikroskopie oder Transmissionselektronenmikroskopie der Polymerdispersionen
oder der aus ihnen erhaltenen Polymerfilme bestimmen.
[0039] Zur Herstellung von in Wasser redispergierbaren Polymerpulvern werden die wässrigen
Dispersionen der erfindungsgemäßen Copolymerisate in dem Fachmann bekannter Weise
getrocknet, vorzugsweise nach dem Sprühtrocknungsverfahren.
[0040] Die erfindungsgemäßen Copolymerisate in Form deren Dispersionen und Redispersionspulver
werden vorzugsweise als Bindemittel zur Herstellung von Beschichtungen verwendet.
Sie verfügen über hohe Lagerstabilitäten. Sie verleihen Beschichtungen, in denen sie
als Bindemittel eingesetzt werden ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit zum Beispiel
gegen Bewitterungseinflüsse, Angriff durch chemische Einflüsse und UV Strahlung. Ebenso
lassen sich mit diesen Beschichtungen sehr gute Wasserfestigkeit und geringe Verschmutzungsneigung
realisieren. Mit hydrophob eingestellten Copolymeren lassen sich zudem poröse Beschichtungen
realisieren, mit einer Pigmentvolumenkonzentration über der kritischen Pigmentvolumenkozentration,
die sich durch exzellente Gas- und Wasserdampfdurchlässigkeit bei gleichzeitig hoher
Wasserabweisung auszeichnen. Durch das Einpolymerisieren von Silanen, die hydrolysierbare
und kondensierbare Gruppen enthalten, in das Copolymer, lassen sich Bindemittel herstellen,
die nach dem Auftrag feuchtigkeitshärtend sind, so dass sich die Filmhärten, Thermoplastizität
und die Verschmutzungsneigung einstellen lassen.
[0041] Außer zu diesem Zwecke können die erfindungsgemäßen Copolymerisate in Form deren
Dispersionen und Redispersionspulver auch als Zusätze zur Zubereitungen für Beschichtungen
oder andere Einsatzzwecke verwendet werden, sowie ohne weitere Zusatzstoffe als reines
über Substraten filmbildendes oder zu Blöcken oder anderen beliebigen Formen aushärtendes
Material.
[0042] Beispiele für Anwendungsfelder, in denen die erfindungsgemäßen. Copolymerisate in
Form deren Dispersionen und Redispersionspulver die oben bezeichneten Eigenschaften
zu manipulieren gestatten, sind die Herstellung von Beschichtungsstoffen und Imprägnierungen
und daraus zu erhaltenden Beschichtungen und Überzügen auf Substraten, wie Metall,
Glas, Holz, mineralisches Substrat, Kunst- und Naturfasern zur Herstellung von Textilien,
Teppichen, Bodenbelägen, oder sonstigen aus Fasern herstellbaren Gütern, Leder, Kunststoffe
wie Folien, Formteilen. Die erfindungsgemäßen Copolymerisate können in flüssiger oder
in ausgehärteter fester Form in Elastomermassen eingearbeitet werden. Hierbei können
sie zum Zwecke der Verstärkung oder zur Verbesserung anderer Gebrauchseigenschaften
verwendet werden, wie der Steuerung der Transparenz, der Hitzebeständigkeit, der Vergilbungsneigung,
der Bewitterungsbeständigkeit.
[0043] Je nach Anwendung können gegebenenfalls noch ein oder mehrere Zusatzstoffe den Copolymerisaten
zugegeben werden. Beispiele hierfür sind Lösemittel oder Filmbildehilfsmittel; Gemische
aus mindestens zwei organischen Lösemitteln; Pigmentnetz- und Dispergiermittel; oberflächeneffektgebende
Additive, wie zum Beipiel solche, die zur Erzielung von Texturen wie der Hammerschlagtextur
oder der Orangenhaut verwendet werden; Antischaummittel; Substratnetzmittel; Oberflächenverlaufsmittel;
Haftvermittler; Trennmittel; weiteres organisches Polymer, das nicht identisch ist
mit dem organischen Polymer (A); Tensid; hydrophober Hilfsstoff; ein nicht radikalisch
polymerisierbares Siliconharz.
[0044] Durch Funktionalisierung von Partikeln mit olefinischen Gruppen lassen sich supervernetzende
Bausteine erzeugen, welche als multifunktionelle Monomere bei der Copolymerisation
mit ethylenisch ungesättigten Verbindungen fungieren können. Die Polymerisation kann
im wässrigen Medium mit einer Emulsionspolymerisation durchgeführt werden und führt
zu stabilen, hydrophob modifizierten Copolymerdispersionen. Es resultieren auf diese
Weise je nach Funktionalisierungsgrad der Partikel schwach bis stark vernetzte Hybridpolymere.
Diese zeichnen sich dadurch aus, dass die funktionalisierten Partikel an das organische
Polymer über jeweils wenigstens eine C-C-Bindung gebunden sind und im Vergleich zu
Systemen, die nur lineare, schwach vernetzende Einheiten aufweisen, zusätzlich einen
erhöhten mechanischen Widerstand zeigen.
[0045] Im Vergleich zu Systemen, die nur durch Bildung von M-O-M (M = Metall), Si-O-Si,
oder M-O-Si-Bindungen vernetzen, weisen die erfindungsgemäßen partikelhaltigen Dispersionen
und Redispersionspulver aufgrund der C-C-Knüpfung außerdem eine erhöhte Umwelt- und
Chemikalienresistenz auf, beispielsweise gegenüber stark saurem oder alkalischem Milieu.
[0046] Diese Resistenz kann noch gesteigert werden, wenn durch zusätzliche Anwesenheit von
Silanol- und/oder Alkoxygruppen auf der Partikeloberfläche neben der Anknüpfung des
Partikels an die organische Matrix über C-C-Bindungsbildung eine zusätzliche Vernetzung
zwischen den Partikeln durch M-O-Si-O-Si-M erfolgen kann. Werden durch Zusatz von
radikalisch polymerisierbaren Silanen zusätzlich Alkoxysilyl- und/oder Silanolfunktionen
in die Polymerseitenketten eingebaut, so kann eine zusätzliche Nachvernetzung auch
durch Si-O-Si-Bindungsbildung zwischen Partikel und Seitenkette oder zwischen Seitenkette
und Seitenkette erfolgen.
[0047] Am meisten bevorzugt wird die Verwendung der nanopartikelhaltigen Organocopolymere
in Baustoffbeschichtungsmitteln. Unter dem Begriff Baustoffbeschichtungsmittel werden
dabei Farben verstanden, die sowohl für die Anwendung unmittelbar am Gebäude sowohl
innen als auch außen gedacht sind, als auch solche, die auf den Anlagen zu Gebäuden
wie etwa Außenanlagen gegebenenfalls im weiteren Sinne aufgebracht werden, das heißt
bei Außenanlagen etwa auf Verandas, Terassen, Außengeländern und auf Grundstückseingrenzungen
oder Umzäunungen, auch auf Weidezäunen aufgebracht werden. Auch die Beschichtung von
unverbauten Baustoffen, wie Ziegeln, Kalksandsteinen oder Betonsteinen ist eingeschlossen.
Solche Beschichtungen können porös oder filmbildend sein. Die meistverbreiteten Substrate
sind mineralischer Natur und Holz. Daneben sind beispielsweise. Metall und Kunststoffe
als Substrate einsetzbar.
[0048] Das nanopartikelhaltige Organocopolymer wirkt in dem Baustoffbeschichtungsmittel
als Bindemittel. Dabei beobachtet man eine synergistische Verstärkung der Eigenschaften
des organischen Polymers und des siliciumbasierenden Anteils. Das heißt man findet
typischerweise neben hohem Bindevermögen und der hochwertiger mechanischer Eigenschaften
des Polymers, die Beständigkeitseigenschaften des Siliciumteils. Insbesondere zeichnen
sich diese Baustoffbeschichtungsmittel dadurch aus, dass sie Beschichtungen mit signifikant
verbessertem Antiblockverhalten und damit verringerter Verschmutzungsneigung ergeben.
Die bei nur physikalisch gemischten nanopartikelhaltigen Baustoffbeschichtungen möglichen
Unverträglichkeiten, inhomogenen Verteilungen oder nachträgliche Phasentrennung und
Domänenbildung treten dabei bei Verwendung der erfindungsgemäßen nanopartikelhaltigen
Organocopolymerdispersionsbindemittel nicht auf. Des weiteren werden die zu erwartenden
Eigenschaften, wie hohe Lagerungs- und Bewitterungsstabilität und sehr guter Wasserfestigkeit
gefunden. Mit hydrophob eingestellten Copolymeren können poröse Beschichtungen realisiert
werden, mit einer Pigmentvolumenkonzentration über der kritischen Pigmentvolumenkozentration,
die sich durch hohe Gas- und Wasserdampfdurchlässigkeit bei gleichzeitig hoher Wasserabweisung
auszeichnen. Durch das Einpolymerisieren von Silanen, die hydrolysierbare und kondensierbare
Gruppen enthalten, in das Copolymer, lassen sich Bindemittel herstellen, die nach
dem Auftrag feuchtigkeitshärtend sind, so dass sich die Filmhärten, Thermoplastizität
und die Verschmutzungsneigung einstellen lassen. Die Baubeschichtungsstoffe werden
vorzugsweise auf Substraten aus mineralischen Stoffen und auf Holz eingesetzt.
[0049] Die Baustoffbeschichtungsmittel können noch Hilfsstoffe enthalten:
[0050] Beispiele für Hilfsstoffe sind Tenside (C), wobei sowohl anionische Tenside, als
auch nichtionische Tenside, oder kationische Tenside, oder ampholytische Tenside geeignet
sind.
[0051] Weitere Hilfsstoffe sind Pigmente (D), beispielsweise Erdpigmente, wie Kreide, Ocker,
Umbra, Grünerde, Mineralpigmente, wie Titandioxid, Chromgelb, Mennige, Zinkgelb, Zinkgrün,
Cadmiumrot, Kobaltblau, organische Pigmente, wie Sepia, Kasseler Braun, Indigo, Azo-Pigmente,
Antrachinoide-, Indigoide-, Dioxazin-, Chinacridon-, Phthalocyanin-, Isoindolinon-
und Alkaliblau-Pigmente.
[0052] Die Baustoffbeschichtungsmittel können noch Zusatzstoffe (E) enthalten. Zusatzstoffe
(E) sind beispielsweise Biozide, Verdicker, Alkylorthotitanate, Alkylborsäureester,
Pigmentnetz-und Dispergiermittel, Antischaummittel, Korrosionsschutzpigmente, weitere
Metalloxide, die nicht identisch ist mit dem Pigment (D) sind und keine Korrosionsschutzpigmente
sind, Metallcarbonate und organische Harze.
[0053] Die erfindungsgemäßen nanopartikelhaltigen Organocopolymerdispersionen können während
dem Vorgang der Herstellung der Baustoffbeschichtungsmittel im Verlaufe unterschiedlicher
Prozessschritte zugesetzt werden. Sie können zum Beispiel dem Mahlgut zugegeben werden,
wie es typisch für Siliconharzbindemittel ist, oder sie werden während des Auflackvorganges
zugesetzt, wie es eher typisch ist für Dispersionen organischer Polymerer.
[0054] Die Baustoffbeschichtungsmittel enthalten vorzugsweise 1 bis 90 Gew.-%, besonders
bevorzugt 4 bis 70 Gew.-% der nanopartikelhaltigen Organocopolymerdispersionen.
Die Baustoffbeschichtungsmittel enthalten vorzugsweise 0,1 bis 10 Gew.-%, besonders
bevorzugt 0,5 bis 5 Gew.-% Tensid (C).
Die Baustoffbeschichtungsmittel enthalten vorzugsweise 0,5 bis 40 Gew.-%, besonders
bevorzugt 2 bis 35 Gew.-%, insbesondere 5 bis 30 Gew.-% Pigment (D).
Die Baustoffbeschichtungsmittel enthalten vorzugsweise 10 bis 70. Gew.-%, besonders
bevorzugt 15 bis 65 Gew.-%, insbesondere 20 bis 60 Gew.-% Wasser.
Die Baustoffbeschichtungsmittel enthalten vorzugsweise 0,1 bis 60 Gew.-%, besonders
bevorzugt 1 bis 50 Gew.-%, insbesondere 10 bis 40 Gew.-% Zusatzstoffe (E).
Die Anteile in Gew.-% sind dabei jeweils auf das Gesamtgewicht des Baustoffbeschichtungsmittels
bezogen.
Beispiele:
Beispiele zur Herstellung methacrylfunktioneller Partikel:
Siliconharze: Methode 1 - Equilibrierung
[0055] Nach gängigem Verfahren wurde die toluolische Lösung eines Organopolysiloxanharzes
und eines α-Methacrylatomethylsilans (z.B. Methacrylatomethyl-dimethylmethoxysilan,
Methacrylatomethyl-methyldimethoxysilan, Methacrylatomethyl-trimethoxysilan) in Gegenwart
eines sauren Katalysators wie z.B. p-Toluolsulfonäure oder eines sauren Schichtsilikats,
wie es z.B. unter dem Markennamen Tonsil® Optimum FF von der Firma Süd-Chemie erhältlich
ist, umgesetzt. Nach Filtration bzw. Neutralisation des Katalysators wurde das Lösungsmittel
abgedampft.
Siliconharze: Methode 2 - Cohydrolyse
[0056] Nach gängigem Verfahren wurde ein Gemisch aus Hexamethyldisiloxan, einem α-Methacrylatomethylsilan
(z.B. Methacrylatomethyl-dimethylmethoxysilan, Methacrylatomethyl-methyldimethoxysilan,
Methacrylatomethyl-trimethoxysilan) und Tetraethoxysilan in Gegenwart von wässriger
HCl hydrolysiert. Nach Zugabe von Toluol, Neutralisation mit NaOH und Abfiltrieren
des ausgefallenen NaCl wurde das Lösungsmittel abgedampft.
SiO2-Partikel - Variante 1:
[0057] Zu 20 g eines SiO
2-Organosols (IPA-ST® der Firma Nissan Chemicals, 30 Gew.-% SiO
2, 12 nm) wurden innerhalb von 1 min 2 g Methacrylatomethyl-dimethylmethoxysilan getropft
und das Gemisch für 16 h auf 60°C erwärmt. Nach Abkühlen des Gemischs auf Raumtemperatur
wurden 15 g Butylacrylat zugegeben und anschliessend das Isopropanol unter vermindertem
Druck abdestilliert. Die transparente Dispersion enthielt 29 Gew.-% SiO
2.
SiO2-Partikel - Variante 2:
[0058] Zu 20 g eines wässrigen SiO
2-Sols (LUDOX® AS 40 der Firma Grace Davison, 40 Gew.-% SiO
2, pH = 9,1, 22 nm) wurden innerhalb von 60 min 20 ml Ethanol und binnen 5 min 2 g
Methacrylatomethyl-trimethoxysilan getropft und das Gemisch für 16 h auf 60 °C erwärmt.
Nach Abkühlen des Gemischs auf Raumtemperatur wurden 15 g Styrol zugegeben und anschliessend
Ethanol und Wasser als A-zeotrop abdestilliert. Die transparente Dispersion enthielt
35 Gew.-% SiO
2.
[0059] Im Folgenden wird die Herstellung der erfindungsgemäßen Dispersionen beschrieben.
Alle Reaktionen erfolgten unter Stickstoffatmosphäre bei Normaldruck.
Folgende Partikel kamen zum Einsatz:
| Name |
Silan (α-Si) |
Partikel (B) |
(α-Si/B) |
| Partikel 1 |
α-Methacryloxymethyldimethylmonomethoxysilan |
Methylsiliconharz (D/T =3/97); Rest-OR: 4.8 % |
1/10 |
| Partikel 2 |
α-Methacryloxymethyldimethylmonomethoxysilan |
Methylsiliconharz (M/Q=39/61); Rest-OR: 3.4 % |
1/10 |
| Partikel 3 |
α-Methacryloxymethyldimethylmonomethoxysilan |
nano-SiO2 Partikelgröße 5-20 nm |
1/10 |
| Partikel 4 |
α-Methacryloxymethyldimethylmonomethoxysilan |
fumed silica WACKER HDK T30 |
1/10 |
| Partikel 5 |
α-Methacryloxymethyl-dimethylmonomethoxysilan |
Phenylsiliconharz (D/T=37/63) |
1/10 |
| Partikel 6 |
α-Methacryloxymethyldimethyltrimethoxysilan |
Methylsiliconharz (M/Q=39/61); Rest-OR: 3.4 % |
1/10 |
| Partikel 7 |
Vinyldimethylmethoxysilan |
SILRES® H62A |
1/10 |
| Partikel 8 |
α-Methacryloxydimethyltrimethoxysilan |
Methylsiliconharz (M/Q=39/61); Rest-OR: 3.4 % |
1/20 |
Beispiele zur Herstellung der Copolymerisate mittels Emulsionspolymerisation:
Beispiel 1 (20 Gew.-% Partikel 1; Styrol/n-Butylacrylat 1/2):
[0060] In einem 1000 ml-Polymerisationsgefäß mit Ankerrührer wurden
7.2 g n-Butylacrylat
3.8 g Styrol
93.7 g Wasser
1.2 g Acrylsäure
0.4 g Natriumdodecylsulfat
0.1 g Natriumvinylsulfonat
je 10 mg Eisen(II)-sulfät und EDTA-Dinatriumsalz auf einen pH-Wert von 6.5 eingestellt
und unter Rühren (200 rpm) auf 40°C erhitzt (Vorlage).
In einem ersten Gefäß (Zulauf 1a) wurde eine 10 Gew.-%-ige Lösung von tert.-Butylhydroperoxid
in Wasser hergestellt.
In einem zweiten Gefäß (Zulauf 1b) wurde eine 5 Gew.-%-ige Lösung von Natriumhydroxymethansulfinat
in Wasser hergestellt.
In einem dritten Gefäß (Zulauf 2) wurde eine Emulsion aus
190.3 g Wasser
3.6 g Acrylsäure
24.0 g Partikel 1
13.3 g Natriumdodecylsulfat
65.5 g n-Butylacrylat
34.3 g Styrol
hergestellt.
Dabei wurde zunächst Partikel 1 im organischen Monomer vollständig gelöst und anschließend
emulgiert.
Zulauf 1a und 1b wurden mit einer Dosiergeschwindigkeit von 105 µl/min gestartet und
die Vorlage 20 Minuten bei 40°C polymerisiert. Anschließend wurde Zulauf 2 mit einer
Dosiergeschwindigkeit von 4 ml/min gestartet und die Monomeremulsion innerhalb 165
min kontinuierlich zudosiert. Nach dem Ende der Dosierung (Zulauf 2) wurde die TBHP-
und Brüggolitdosierung noch 1 Stunde fortgesetzt. Dann wurde auf Raumtemperatur abgekühlt.
Dispersionsanalyse:
Feststoffgehalt: 32 %, pH-Wert: 6.5; Brookfield-Viskosität 20 (Spindel 4): 1740 mPas;
Glasübergangstemperatur Tg: 54°C; (Nanosizer) Coulter: mittlere Teilchengröße: 135/77
nm; PDI: 1.45; Oberfläche 58.7 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: schmier-
und klebfreier Film, kein Ausschwitzen von Silicon; Dispersionsfilm hat elastische
Eigenschaften. TEM-Aufnahmen (Ultramikrotom-Schnitt) des Films zeigen eine homogene
Veteilung des Silicons in der Matrix mit Silicondomänen in den Größenordnungen 50
- 400 nm.
[0061] In analoger Weise wurden aus den folgenden Rezepturen folgende Copolymerdispersionen
hergestellt, welche folgende analytischen Daten aufwiesen:
Beispiel 2 (10 Gew.-% Partikel 1; Styrol/n-Butylacrylat 1/2):
[0062]
| Vorlage |
|
| 7.2 g n-Butylacrylat |
3.8 g Styrol |
| 93.7 g Wasser |
1.2 g Acrylsäure |
| 0.4 g Natriumdodecylsulfat |
0.1 g Natriumvinylsulfonat |
| je 10 mg Eisen(II)-sulfat und |
|
| EDTA |
|
| Zulauf 1a |
Zulauf 1b |
| 10 % Lsg. tert-Butyl- |
5 % Lsg. Natriumhydroxymethan- |
| Hydroperoxid in H2O |
sulfinat in H2O |
| Zulauf 2 |
|
| 190.3 g Wasser |
3.6 g Acrylsäure |
| 22.3 g Partikel 1 |
13.3 g Natriumdodecylsulfat |
| 65.5 g n-Butylacrylat |
34.3 g Styrol |
[0063] Feststoffgehalt: 29 %, pH-Wert: 7.1; Brookfield-Viskosität 26: 0.0038 Pas; (Nanosizer)
Coulter: mittlere Teilchengröße: 270 nm; PDI: 3.2; Oberfläche 55.29 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: schmier-
und klebfreier Film, kein Ausschwitzen von Silicon
Beispiel 3 (10 Gew.-% Partikel 1; MMA/n-Butylacrylat 1/1):
[0064]
| Vorlage |
|
| 16.6 g n-Butylacrylat |
16.6 g Methylmethacrylat |
| 102.3 g Wasser |
1.8 g Acrylsäure |
| 0.4 g Natriumdodecylsulfat |
0.16 g Natriumvinylsulfonat |
| je 10 mg Fe(II)-sulfat u. EDTA |
|
| Zulauf 1a |
Zulauf 1b |
| 10 % Lsg. tert-Butyl- |
5 % Lsg. Natriumhydroxymethan- |
| Hydroperoxid in H2O |
sulfinat in H2O |
| Zulauf 2 |
|
| 207.7 g Wasser |
5.5 g Acrylsäure |
| 38.0 g Partikel 1 |
13.6 g Natriumdodecylsulfat |
| 149.9 g n-Butylacrylat |
149.9 g Methylmethacrylat |
[0065] Feststoffgehalt: 45 %, pH-Wert: 7.5; Brookfield-Viskosität 41: 0.0037 Pas; Glasübergangstemperatur
Tg: 52°C; (Nanosizer) Coulter: mittlere Teilchengröße: 270/80 nm (bimod.); Oberfläche
49.74 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: schmier-
und klebfreier Film, kein Ausschwitzen von Silicon.
Beispiel 4 (10 Gew.-% Partikel 2, MMA/n-Butylacrylat 1/1):
[0066]
| Vorlage |
|
| 16.6 g MMA |
16.6 g n-Butylacrylat |
| 92.4 g Wasser |
1.8 g Acrylsäure |
| 0.4 g Natriumdodecylsulfat |
0.16 g Natriumvinylsulfonat |
| je 10 mg Fe(II)-sulfat u. EDTA |
|
| Zulauf 1a |
Zulauf 1b |
| 10 % Lsg. tert-Butyl- |
5 % Lsg. Natriumhydroxymethan- |
| Hydroperoxid in H2O |
sulfinat in H2O |
| Zulauf 2 |
|
| 187.6 g Wasser |
5.5 g Acrylsäure |
| 13.3 g Natriumdodecylsulfat |
38.0 g Partikel 2 |
| 149.9 g n-Butylacrylat |
149.9 g MMA |
[0067] Feststoffgehalt: 50.8 %, pH-Wert: 8.1; Brookfield-Viskosität 48: 0,103 Pas; Glasübergangstemperatur
T
g: 54°C; (Nanosizer) Coulter: mittlere Teilchengröße: 285 nm; PDI: 1,2; Oberfläche
22.43 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: schmier-
und klebfreier Film, kein Ausschwitzen von Silicon.TEM-Aufnahmen: Si-Partikel Domänen
im Bereich 50 - 700 nm.
Beispiel 5 (20 Gew.-% Partikel 2; MMA/n-Butylacrylat 1/1):
[0068]
| Vorlage |
|
| 16.6 g MMA |
16.6 g n-Butylacrylat |
| 92.4 g Wasser |
1.8 g Acrylsäure |
| 0.4 g Natriumdodecylsulfat |
0.16 g Natriumvinylsulfonat |
| je 10 mg Fe(II)-sulfat u. EDTA |
|
| Zulauf 1a |
Zulauf 1b |
| 10 % Lsg. tert-Butyl- |
5 % Lsg. Natriumhydroxymethan- |
| Hydroperoxid in H2O |
sulfinat in H2O |
| Zulauf 2 |
|
| 187.6 g Wasser |
5.5 g Acrylsäure |
| 13.3 g Natriumdodecylsulfat |
76.0 g Partikel 2 |
| 149.9 g n-Butylacrylat |
149.9 g MMA |
[0069] Feststoffgehalt: 49 %, pH-Wert: 7.9; Brookfield-Viskosität 45: 0.049 Pas; Glasübergangstemperatur
T
g: 53°C; (Nanosizer) Coulter: mittlere Teilchengröße: 262 nm; PDI: 1.1; Oberfläche
26.07 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: schmier-
und klebfreier Film, kein Ausschwitzen von Silicon. TEM-Aufnahmen: Si-Partikel Domänen
im Bereich 50-700 nm.
Beispiel 6 (30 Gew.-% Partikel 2, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0070]
| Vorlage |
|
| 10 g MMA |
10 g n-Butylacrylat |
| 82.4 g Wasser |
1.4 g Acrylsäure |
| 0.2 g Natriumdodecylsulfat |
0.12 g Natriumvinylsulfonat |
| je 10 mg Fe(II)-sulfat u. EDTA |
|
| Zulauf 1a |
Zulauf 1b |
| 10 % Lsg. tert-Butyl- |
5 % Lsg. Natriumhydroxymethan- |
| Hydroperoxid in H2O |
sulfinat in H2O |
| Zulauf 2 |
|
| 167.5 g Wasser |
4.1 g Acrylsäure |
| 8.2 g Natriumdodecylsulfat |
85.0 g Partikel 2 |
| 89.6 g n-Butylacrylat |
89.6 g MMA |
[0071] Feststoffgehalt: 48 %, pH-Wert: 7.7; Brookfield-Viskosität 48: 0.103 Pas; Glasübergangstemperatur
Tg: 54°C; (Nanosizer) Coulter: mittlere Teilchengröße: 346 nm; Oberfläche 30.13 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: schmier-
und klebfreier Film, kein Ausschwitzen von Silicon. TEM-Aufnahmen: Si-Partikel Domänen
im Bereich 50 - 700 nm.
Beispiel 7 (10 Gew.-% Partikel 3, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0072]
| Vorlage |
|
| 16.6 g MMA |
16.6 g n-Butylacrylat |
| 102.3 g Wasser |
2.0 g Acrylsäure |
| 0.4 g Natriumdodecylsulfat |
0.16 g Natriumvinylsulfonat |
| je 10 mg Fe(II)-sulfat u. EDTA |
|
| Zulauf 1a |
Zulauf 1b |
| 10 % Lsg. tert-Butyl- |
5 % Lsg. Natriumhydroxymethan- |
| Hydroperoxid in H2O |
sulfinat in H2O |
| Zulauf 2 |
|
| 207.7 g Wasser |
5.9 g Acrylsäure |
| 13.6 g Natriumdodecylsulfat |
38.0 g Partikel 3 |
| 149.4 g n-Butylacrylat |
149.4 g MMA |
[0073] Feststoffgehalt: 46 %, pH-Wert: 8.1; Brookfield-Viskosität 46: 0.116 Pas; Glasübergangstemperatur
T
g: 54°C; (Nanosizer) Coulter: mittlere Teilchengröße: 150 nm; Oberfläche 42.49 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: schmier-
und klebfreier Film, kein Ausschwitzen von Silicon. TEM-Aufnahmen: nano-SiO
2 bleibt in seiner Identität erhalten.
Beispiel 8 (5 Ges.-% Partikel 4, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0074] Hier wurde das gesamte Material vorgelegt und nur die Inititatorlösungen zudosiert.
| Vorlage |
|
| 109.2 g MMA |
109.2 g n-Butylacrylat |
| 580 g Wasser |
8,0 g Acrylsäure |
| 16 g Natriumdodecylsulfat |
0.12 g Natriumvinylsulfonat |
| je 10 mg Fe(II)-sulfat u. EDTA |
11.3 g Partikel 4 |
| Zulauf 1a |
Zulauf 1b |
| 10 % Lsg. tert-Butyl- |
5 % Lsg. Natriumhydroxymethan- |
| Hydroperoxid in H2O |
sulfinat in H2O |
[0075] Feststoffgehalt: 26 %, pH-Wert: 8.1; Brookfield-Viskosität 44: 0.0075 Pas; (Nanosizer)
Coulter: mittlere Teilchengröße: 106 nm, 1 µm (bimod.); Oberfläche 374 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: klebfreier
Film, stippiges Bereiche zu erkennen.
Beispiel 9 (10 Gew.-% Partikel 5, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0076]
| Vorlage |
|
| 13.3 g MMA |
13.3 g n-Butylacrylat |
| 85.8 g Wasser |
1.5 g Acrylsäure |
| 0.3 g Natriumdodecylsulfat |
0.12 g Natriumvinylsulfonat |
| je 10 mg Fe(II)-sulfat u. EDTA |
|
| Zulauf 1a |
Zulauf 1b |
| 10 % Lsg. tert-Butyl- |
5 % Lsg. Natriumhydroxymethan- |
| Hydroperoxid in H2O |
sulfinat in H2O |
| Zulauf 2 |
|
| 174.2 g Wasser |
4.5 g Acrylsäure |
| 10.7 g Natriumdodecylsulfat |
29.6 g Partikel 5 |
| 119.7 g n-Butylacrylat |
119.7 g MMA |
[0077] Feststoffgehalt: 47 %, pH-Wert: 7.5; Brookfield-Viskosität 18: 0.056 Pas; Glasübergangstemperatur
T
g: 49°C; (Nanosizer) Coulter: mittlere Teilchengröße: 108 nm, 400 nm, 4 µm (trimod.);
Oberfläche 27.23 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: klebfreier
Film.
Beispiel 10 (20 Gew.-% Partikel 5, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0078]
| Vorlage |
|
| 8.0 g MMA |
8.0 g n-Butylacrylat |
| 57.4 g Wasser |
0.9 g Acrylsäure |
| 0.2 g Natriumdodecylsulfat |
0.07 g Natriumvinylsulfonat |
| je 10 mg Fe(II)-sulfat u. EDTA |
|
| Zulauf 1a |
Zulauf 1b |
| 10 % Lsg. tert-Butyl- |
5 % Lsg. Natriumhydroxymethan- |
| Hydroperoxid in H2O |
sulfinat in H2O |
| Zulauf 2 |
|
| 116.6 g Wasser |
2.7 g Acrylsäure |
| 10.7 g Natriumdodecylsulfat |
39.9 g Partikel 5 |
| 72 g n-Butylacrylat |
72 g MMA |
[0079] Feststoffgehalt: 46 %, pH-Wert: 7.8; Brookfield-Viskosität 38: 0.0105 Pas; Glasübergangstemperatur
T
g: 4.8°C; (Nanosizer) Coulter: mittlere Teilchengröße: 240 nm, 6 µm (bimod.); Oberfläche
27.23 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: klebfreier
Film.
Beispiel 11 (10 Gew.-% Partikel 6, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0080]
| Vorlage |
|
| 11.6 g MMA |
11.6 g n-Butylacrylat |
| 67.7 g Wasser |
1.3 g Acrylsäure |
| 0.3 g Natriumdodecylsulfat |
0.10 g Natriumvinylsulfonat |
| je 10 mg Fe(II)-sulfat u. EDTA |
|
| Zulauf 1a |
Zulauf 1b |
| 10 % Lsg. tert-Butyl- |
5 % Lsg. Natriumhydroxymethan- |
| Hydroperoxid in H2O |
sulfinat in H2O |
| Zulauf 2 |
|
| 137.4 g Wasser |
3.8 g Acrylsäure |
| 9.5 g Natriumdodecylsulfat |
12.7 g Partikel 6 |
| 104.6 g n-Butylacrylat |
104.6 g MMA |
[0081] Feststoffgehalt: 45 %, pH-Wert: 8.0; Brookfield-Viskosität 18: 0.0326 Pas; (Nanosizer)
Coulter: mittlere Teilchengröße: 360 nm, Oberfläche 17.41 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: klebfreier
Film.
[0082] Beispiele zur Herstellung der Copolymerisate mittels Miniemulsionspolymerisation:
Beispiel 12 (9 % Partikel 1, n-Butylacrylat/Styrol 1/1):
[0083] In zwei getrennten Gefäßen werden
10.0 g n-Butylacrylat,
10 g Styrol,
600 mg Hexadecan,
und 1 g Partikel 1
sowie
160 g entionisiertes Wasser
1000 mg SDS
400 mg Kaliumperoxodisulfat
gelöst und anschließend vereinigt. Unter Rühren und Eiskühlung wird die Emulsion 20
Minuten mit Ultraschall behandelt. Anschließend wird die entstandene Miniemulsion
bei 80°C in einem 500 ml-Polymerisationsreaktor für 4 h polymerisiert.
[0084] Feststoffgehalt: 12 %, pH-Wert: 7.2; Coulter: mittlere Teilchengröße: 62 nm, Oberfläche
98.67 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: klebfreier
Film.
[0085] In analoger Weise wurden folgende Dispersionen hergestellt:
Beispiel 13 (10 % Partikel 2, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0086]
| Rezept |
|
| 10 g MMA |
10 g n-Butylacrylat |
| 160 g Wasser |
2 g Partikel 2 |
| 1000 mg Natriumdodecylsulfat |
1000 mg Hexadecan |
| 400 mg Kaliumperoxodisulfat |
|
[0087] Feststoffgehalt: 12 %, pH-Wert: 7.2; Coulter: mittlere Teilchengröße: 64 nm, Oberfläche
86.65 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: klebfreier
Film.
Beispiel 14 (20 % Partikel 2, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0088]
| Rezept |
|
| 10 g MMA |
10 g n-Butylacrylat |
| 160 g Wasser |
5 g Partikel 2 |
| 1000 mg Natriumdodecylsulfat |
1000 mg Hexadecan |
| 400 mg Kaliumperoxodisulfat |
|
[0089] Feststoffgehalt: 14 %, pH-Wert: 7.4; Coulter: mittlere Teilchengröße: 71 nm, Oberfläche
87.61 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: klebfreier
Film.
Beispiel 15 (30 % Partikel 2, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0090]
| Rezept |
|
| 10 g MMA |
10 g n-Butylacrylat |
| 160 g Wasser |
8 g Partikel 2 |
| 1000 mg Natriumdodecylsulfat |
1000 mg Hexadecan |
| 400 mg Kaliumperoxodisulfat |
|
[0091] Feststoffgehalt: 15 %, pH-Wert: 7.2; Coulter: mittlere Teilchengröße: 80 nm / 1 µm
(bimodal), Oberfläche 60.13 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: klebfreier
Film.
Beispiel 16 (10 % Partikel 3, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0092]
| Rezept |
|
| 10 g MMA |
10 g n-Butylacrylat |
| 160 g Wasser |
2 g Partikel 3 |
| 1000 mg Natriumdodecylsulfat |
1000 mg Hexadecan |
| 400 mg Kaliumperoxodisulfat |
|
[0093] Feststoffgehalt: 12 %, pH-Wert: 7.1; Coulter: mittlere Teilchengröße: 67 nm, Oberfläche
92.58 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: klebfreier
Film.
Beispiel 17 (10 % Partikel 1, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0094]
| Rezept |
|
| 10 g MMA |
10 g n-Butylacrylat |
| 160 g Wasser |
2 g Partikel 1 |
| 3000 mg 20 % PVOH-Lsg. |
1000 mg Hexadecan |
| Hydrolysegrad 88-Mol-%, |
|
| Höppler-Viskosität 4 mPas |
|
| 400 mg Kaliumperoxodisulfat |
|
[0095] Feststoffgehalt: 12 %, pH-Wert: 7.1; Coulter: mittlere Teilchengröße: 86 nm / > 1
µm (multimodal), Oberfläche 13.24 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: klebfreier
Film.
Beispiel 18 (20 % Partikel 1, MMA/n-Butylacrylat 1/1)
[0096]
| Rezept |
|
| 10 g MMA |
10 g n-Butylacrylat |
| 160 g Wasser |
5 g Partikel 1 |
| 1000 mg Natriumdodecylsulfat |
1000 mg Hexadecan |
| 400 mg Kaliumperoxodisulfat |
|
[0097] Feststoffgehalt: 14 %, pH-Wert: 7.2; Coulter: mittlere Teilchengröße: 70 nm, Oberfläche
88.69 m
2/g; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des Wassers: klebfreier
Film. TEM-Aufnahmen des Films (Ultramikrotom-Schnitt): Si-Domänen in der Größenordnung
10 - 50 nm.
Beispiel 19 (10 % Partikel 2, 1 % Partikel 4, MMA/n-Butylacrylat/Styrol 1/1/0.1)
[0098]
| Komponente |
Masse [g] |
| Wasser |
303.00 |
| SDS |
15.00 |
| NaVinylsulfonat |
1.00 |
| Acrylsäure |
1.00 |
| Butylacrylat |
40.00 |
| MMA |
40.00 |
| Styrol |
4.00 |
| Partikel 4 |
2.00 |
| Partikel 2 |
10.00 |
| Hexadekan |
1.00 |
| Kaliumpersulfat |
1.25 |
| (Wasser) |
|
[0099] Feststoffgehalt: 29 %, pH-Wert: 2.6; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch
Verdunsten des Wassers: klebfreier Film.
Beispiel 20 (10 % Partikel 6, MMA/n-Butylacrylat/Styrol 2/3/0.22)
[0100]
| Komponente |
Masse [g] |
| Wasser |
165.90 |
| SDS |
5.00 |
| NaVinylsulfonat |
0.30 |
| Acrylsäure |
0.20 |
| Butylacrylat |
90.00 |
| MMA |
62.00 |
| Styrol |
10.00 |
| Partikel 6 |
18.00 |
| Hexadekan |
3.25 |
| Kaliumpersulfat |
0.80 |
| NaHCO3 (Wasser) |
0.25 |
[0101] Feststoffgehalt: 49 %, pH-Wert: 4.5; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch
Verdunsten des Wassers: klebfreier Film.
Beispiel 21 (10 % Partikel 3, MMA/n-Butylacrylat/Styrol 2/3/0.22)
[0102]
| Komponente |
Masse [g] |
| Wasser |
165.90 |
| SDS |
5.00 |
| NaVinylsulfonat |
0.30 |
| Acrylsäure |
0.20 |
| Butylacrylat |
90.00 (44 g |
| |
aus Sol) |
| MMA |
62.00 |
| Styrol |
10.00 |
| Partikel 3 (29 |
18.00 |
| % in BA) |
(62 g Sol) |
| Hexadekan |
3.25 |
| Kaliumpersulfat |
0.80 |
| NaHCO3 (Wasser) |
0.25 |
[0103] Feststoffgehalt: 49 %, pH-Wert: 4.5; Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch
Verdunsten des Wassers: transparenter, klebfreier Film.
[0104] Beispiele zur Herstellung der Copolymerisate mittels Suspensionspolymerisation:
Vergleichsbeispiel 22 (40 % Partikel 7, Vinylacetat)
[0105] In einem 20 Liter Druckautoklaven wurden 1.17 kg Wasser, 2.78 kg Polyviol W 25/140
(Polyvinylalkohol, 10 Gew.-%-ige Lösung), 47.25 g Genapol X 050 (100 Gew.-%-ig), 120.28
g Texapon K12 (10 Gew.-%-ige wässrige Lösung), 4.36 g Natriumacetat, 555.83 g Vinylacetat,
2220 g Partikel 7 und 58.51 g Trigonox 23 (Tertiärbutylperoxyneodecanoat, TBPND, 95
Gew.-%-ig in Aliphaten - öllöslicher Initiator) vorgelegt. Mit 10 Gew.-%-iger Ameisensäure
wurde auf pH = 5 eingestellt. Ferner wurden 10 ml Trilon B (ED-TA; 2 Gew.-%-ige wässrige
Lösung) und 31 ml Eisenammonsulfat (1 Gew.-%-ige Lösung) zugegeben. Der Kessel wurde
auf 70°C aufgeheizt und es wurden 8 bar Stickstoff aufgedrückt. Die Vorlage wurde
30 min anpolymerisiert. Nach diesen 30 min wurde eine 11.2 Gew.-%-ige tert.Butylhydroperoxid
(TBHP-Lösung) mit 116 g pro Stunde und eine 2.0 Gew.-%-ige Brüggolitlösung mit 326
g pro Stunde eingefahren. Gleichzeitig wurde begonnen, 2.78 kg Vinylacetat mit einer
Rate von 1390 g pro Stunde zu dosieren (Monomerdosierung).
Direkt anschließend wurden die zwei Emulgatordosierungen eingefahren. Die Texapondosierung
enthieIt 111,17 g Wasser, und 481.12 g Texapon K12 (10 Gew.-%-ige wässrige Lösung)
und wurde mit einer Rate von 297 g/h dosiert. Die Genapoldosierung enthielt 188.98
g Genapol X050 (100 Gew.-%-ig) und wurde mit einer Rate von 95 g/h dosiert. Die Gesamtdosierzeit
für die Monomerdosierung und die Emulgatordosierungen belief sich auf 2 Stunden.
Nach dem Ende der Monomerdosierung bzw. Emulgatordosierung wurde die TBHP- und Brüggolitdosierung
noch 1 Stunde fortgesetzt. Nach dem Entspannen wurde die Dispersion zur Restmonomerminimierung
mit Wasserdampf behandelt ("gestrippt") und anschließend mit Hydorol W konserviert.
Dispersionsanalysen:
Feststoffgehalt: 48.87 %, pH-Wert: 5.47; Brookfield-Viskosität 20 (Spindel 4): 1740
mPas; Glasübergangstemperatur Tg: 26.2 °C; mittlere Teilchengröße: 5022.2 nm (Nanosizer)
Coulter: Dn 0.107; Dv 8.422; Oberfläche 7.80 m
2; schmier- und klebfreier Film, kein Ausschwitzen von Silikon; Dispersionsfilm hat
elastische Eigenschaften.
Vergleichsbeispiel 23 (15 % Partikel 7, Vinylacetat)
[0106] In einem 20 Liter Druckautoklaven wurden 1.19 kg Wasser, 2.83 kg Polyviol W 25/140
(Polyvinylalkohol, 10 Gew.-%-ige Lösung), 48.14 g Genapol X 050 (100 Gew.-%-ig), 122.55
g Texapon K12 (10 Gew.-%-ige wässrige Lösung), 4.44 g Natriumacetat, 566,32 g Vinylacetat,
849.47 g Partikel 7 und 59.61 g Trigonox 23 (Tertiärbutylperoxyneodecanoat, TBPND,
95 Gew.-%-ig in Aliphaten - öllöslicher Initiator) vorgelegt. Mit 10 Gew.-%-iger Ameisensäure
wurde auf pH = 5 eingestellt. Ferner wurden 10 ml Trilon B (EDTA; 2 Gew.-%-ige wässrige
Lösung) und 31 ml Eisenammonsulfat (1 Gew.-%-ige Lösung) zugegeben. Der Kessel wurde
auf 70°C aufgeheizt und es wurden 8 bar Stickstoff aufgedrückt. Die Vorlage wurde
30 min anpolymerisiert. Nach diesen 30 min wurde eine 11.2 Gew.-%-ige tert.Butylhydroperoxid
(TBHP-Lösung) mit 118 g pro Stunde und eine 2,0 Gew.-%-ige Brüggolitlösung mit 332
g pro Stunde eingefahren. Gleichzeitig wurde begonnen, 4.25 kg Vinylacetat mit einer
Rate von 2125 g pro Stunde zu dosieren (Monomerdosierung)
Direkt anschließend wurden die zwei Emulgatordosierungen eingefahren. Die Texapondosierung
enthielt 113.26 g Wasser, und 490.2 g Texapon K12 (10 Gew.-%-ige wässrige Lösung)
und wurde mit einer Rate von 302 g/h dosiert. Die Genapoldosierung enthielt 192.55
g Genapol X050 (100 Gew.-%-ig) und wurde mit einer Rate von 96 g/h dosiert. Die Gesamtdosierzeit
für die Monomerdosierung und die Emulgatordosierungen belief sich auf 2 Stunden.
[0107] Nach dem Ende der Monomerdosierung bzw. Emulgatordosierung wurde die TBHP- und Brüggolitdosierung
noch 1 Stunde fortgesetzt. Nach dem Entspannen wurde die Dispersion zur Restmonomerminimierung
mit Wasserdampf behandelt ("gestrippt") und anschließend mit Hydorol W konserviert.
Dispersionsanalysen: Feststoffgehalt: 49.81 %, pH-Wert: 5.37; Brookfield-Viskosität
20 (Spindel 4): 1875 mPas; Glasübergangstemperatur Tg: 22.9 °C; mittlere Teilchengröße:
716.6 nm (Nanosizer) Coulter: Dn 0.273; Dv 4.063; Oberfläche 6.22 m
2; schmier- und klebfreier Film, kein Ausschwitzen von Silikon; Dispersionsfilm hat
elastische Eigenschaften.
Beispiele 24 bis 28:
[0108] In zwei 1000 ml-Gefäßen wurden gemäß den Daten in Tabelle 1 jeweils separat die Anteile
der Öl(Ö)- und Wasserphase(W) durch Rühren homogenisiert. Anschließend wurden Öl-
und Wasserphase vereinigt und mittels eines Ultrahochdruckhomogenisators der Firma
Avestin bei Drücken zwischen 400 und 800 bar in einem Durchlauf homogenisiert. Die
entstandene Miniemulsion wurde in einen doppelwandigen, thermostatisierbaren 1000
ml-Polymerisationsreaktor mit Ankerrührer gefüllt und unter Rühren auf 40°C erhitzt.
Durch Zugabe der Reduktionsmitteldosierung (5 %-ige Lösung von Natriumformaldehysulfoxylat
in entionisiertem Wasser, Dosiergeschwindigkeit 105 µl/min) wurde die Reaktion gestartet.
Der Verlauf der Polymerisation wurde mittels Gravimetrie verfolgt. Die Polymerisation
war im Regelfall nach 5 Stunden beendet.
[0109] Die Mengenangaben für die Reaktionskomponenten der Beispiele 24 bis 28 sind jeweils
als Massenprozente zu verstehen.
(O): Ölphase; (W): Wasserphase.
[0110] Beim Partikel P handelt es sich um ein Methylsiliconharz aus 61 % M-Einheiten und
39 % Q-Einheiten, dessen Oberfläche mit Methacryloylmethylgruppen belegt ist und gemäß
obiger Methode 1 hergestellt wurde.
Tabelle 1:
| Komponente |
24 |
25 |
26 |
27 |
28 |
| Wasser (W) |
70.08 |
68.19 |
50.02 |
49.97 |
50.45 |
| Na-laurylsulfat(W) |
2.77 |
2.70 |
1.03 |
1.03 |
1.01 |
| Na-vinylsulfonat(W) |
0.28 |
0.27 |
-- |
-- |
-- |
| Acrylsäure (W) |
0.28 |
0.27 |
-- |
-- |
-- |
| Ammoniumpersulfat (W) |
0.28 |
0.27 |
0.30 |
0.39 |
0.62 |
| Na-hydrogencarbonat (W) |
-- |
-- |
0.08 |
0.08 |
0.10 |
| Butylacrylat (O) |
11.08 |
10.78 |
20.61 |
20.59 |
17.15 |
| Methylmethacrylat (O) |
11.08 |
10.78 |
18.19 |
18.17 |
15.74 |
| Butylmethacrylat (O) |
-- |
-- |
-- |
3.03 |
4.04 |
| Styrol (O) |
1.11 |
1.08 |
3.03 |
-- |
2.42 |
| Partikel P (O) |
2.77 |
5.39 |
5.15 |
5.15 |
5.05 |
| Methacrylatomethyltriethoxysilan(O) |
-- |
-- |
0.61 |
0.61 |
0.92 |
| Cetylalkohol (O) |
0.28 |
0.27 |
0.99 |
0.98 |
0.92 |
[0111] Die entstandenen Dispersionen wiesen folgende analytische Eigenschaften auf (Tabelle
2):
Tabelle 2:
| Eigenschaften |
24 |
25 |
26 |
27 |
28 |
| Festgehalt [%] |
29 |
29 |
46 |
45 |
48 |
| Partikelgröße [nm] |
120 |
120 |
160 |
135 |
117 |
| PDI [Dw/Dn] |
1.43 |
1.55 |
1.11 |
1.13 |
1.60 |
| Viskosität [mPas 50s-1] |
3.8 |
4.0 |
7.7 |
19 |
13 |
| Tg [°C] |
27 |
30 |
33 |
32 |
33 |
Anwendungsbeispiele Bautenschutzbeschichtungsmittel:
[0112] In den folgenden Anwendungsbeispielen beziehen sich alle Angaben von Teilen und Prozentsätzen
auf das Gewicht, falls nicht anders angegeben.
Beispiel 29: Bautenschutzbeschichtungsmittel:
[0113] Als nanopartikelhaltige Organocopolymerdispersion wurde in diesem Beispiel die aus
Beispiel 4 (Methylsiliconharz mit einem M:Q Verhältnis von 39:61, α-methacrylatosilanfunktionell,
copolymerisiert mit Butylacrylat und Methylmethacrylat zu einem Copolymer, Gehalt
an Nanopartikel 10 Gew.-% auf Bindemittel) verwendet.
[0114] Vermischt wurden in einem handelsüblichen, schnelllaufenden Rührwerk zur Herstellung
von wässrigen Bautenschutzbeschichtungen in dieser Reihenfolge:
184 Gewichtsteile Wasser
10 Gewichtsteile Acrylatverdicker
5 Gewichtsteile Pigmentverteiler
255 Gewichtsteile Titandioxid Pigment
520 Gewichtsteile nanopartikelhaltige Organocopolymerdispersion
2 Gewichtsteile antimikrobielles Konservierungsmittel
20 Gewichtsteile Filmbildehilfsmittel
2 Gewichtsteile 30 Gew.-%-ige wässrige Ammoniaklösung
2 Gewichtsteile Antischaummittelzubereitung aus Mineralöl, Paraffin und Siliconöl
Ergibt: 1000 Gewichtsteile Bautenschutzbeschichtung.
Beispiel 30: Bautenschutzbeschichtungsmittel:
[0115] Als nanopartikelhaltige Organocopolymerdispersion wurde in diesem Beispiel die aus
Beispiel 5 verwendet (Nanopartikel: Methylsiliconharz mit einem M:Q Verhältnis von
39:61, α-methacrylatosilanfunktionell, copolymerisiert mit Butylacrylat und Methylmethacrylat
zu einem Copolymer. Gehalt an Nanopartikel 20 Gew.-% auf Bindemittel).
[0116] Vermischt wurden in einem handelsüblichen, schnelllaufenden Rührwerk zur Herstellung
von wässrigen Bautenschutzbeschichtungen in dieser Reihenfolge:
184 Gewichtsteile Wasser
10 Gewichtsteile Acrylatverdicker
5 Gewichtsteile Pigmentverteiler
255 Gewichtsteile Titandioxid Pigment
520 Gewichtsteile nanopartikelhaltige Organocopolymerdispersion
2 Gewichtsteile Antimikrobielles Konservierungsmittel
20 Gewichtsteile Filmbildehilfsmittel
2 Gewichtsteile 30 Gew.-%-ige wässrige Ammoniaklösung
2 Gewichtsteile Antischaummittelzubereitung aus Mineralöl, Paraffin und Siliconöl
Ergibt: 1000 Gewichtsteile Bautenschutzbeschichtung.
Beispiel 31: Bautenschutzbeschichtungsmittel
[0117] Als nanopartikelhaltige Organocopolymerdispersion wurde in diesem Beispiel die aus
Beispiel 7 verwendet (Nanopartikel: nano-SiO
2; (Partikelgröße 5 - 20 nm), α-methacrylatosilanfunktionell copolymerisiert mit Butylacrylat
und Methylmethacrylat zu einem Copolymer; Gehalt an Nanopartikel 10 Gew.-% auf Bindemittel).
[0118] Vermischt wurden in einem handelsüblichen, schnelllaufenden Rührwerk zur Herstellung
von wässrigen Bautenschutzbeschichtungen in dieser Reihenfolge:
184 Gewichtsteile Wasser
10 Gewichtsteile Acrylatverdicker
5 Gewichtsteile Pigmentverteiler
255 Gewichtsteile Titandioxid Pigment
520 Gewichtsteile nanopartikelhaltige Organocopolymerdispersion
2 Gewichtsteile Antimikrobielles Konservierungsmittel
20 Gewichtsteile Filmbildehilfsmittel
2 Gewichtsteile 30 Gew.-%-ige wässrige Ammoniaklösung
2 Gewichtsteile Antischaummittelzubereitung aus Mineralöl, Paraffin und Siliconöl
Ergibt: 1000 Gewichtsteile Bautenschutzbeschichtung.
Beispiel 32: Bautenschutzbeschichtungsmittel
[0119] Als nanopartikelhaltige Organocopolymerdispersion wurde in diesem Beispiel die aus
Beispiel 4 (Nanopartikel: Methylsiliconharz mit einem M:Q Verhältnis von 39:61, α-methacrylatosilanfunktionell
copolymerisiert mit Butylacrylat und Methylmethacrylat zu einem Copolymer, Gehalt
an Nanopartikel 10 Gew.-% auf Bindemittel) verwendet.
[0120] Vermischt wurden in einem handelsüblichen, schnelllaufenden Rührwerk zur Herstellung
von wässrigen Bautenschutzbeschichtungen in dieser Reihenfolge:
336 Gewichtsteile Wasser
1 Gewichtsteil Pigmentverteiler
2 Gewichtsteile Fungizid
5 Gewichtsteile Verdicker auf Basis Celluloseether
120 Gewichtsteile Titandioxid Pigment
275 Gewichtsteile Kreide
60 Gewichtsteile Talkum
180 Gewichtsteile nanopartikelhaltige Organocopolymerdispersion
10 Gewichtsteile eines Frühhydrophobieradditives*,
1 Gewichtsteil 30%-ige Ammoniaklösung
Ergibt: 990 Gewichtsteile Baubeschichtungsmittel.
* Zusammensetzung des Frühhydrophobieradditivs:
[0121] 55 Gew.-%-ige wässrige Emulsion eines Kondensationsproduktes aus einem in den endständigen
Einheiten je eine Si-gebundene Hydroxylgruppe aufweisenden α,ω-Dihydroxymethylpolysiloxan
und N(2-Aminoethyl)3-Aminopropyltrimethoxysilan in Gegenwart von KOH mit einer Aminzahl
von etwa 0,3 einer Viskosität von etwa 1500 mm
2/s bei 25°C und einem Restmethoxygehalt von weniger als 5 mol-% bezogen auf die Anfangs
im N(2-aminoethyl)3-amino-propyltrimethoxysilanvorhandenen Methoxygruppen.
[0122] Ein Kalksandstein wurde mit einem Pinsel mit 200 g/m
2 dieser Siliconharzfarbe beschichtet.
Anschließend wurde die Wasseraufnahme geprüft, wobei das Verfahren angewendet wurde,
das in DIN EN 1062-3 vom Februar 1999 beschrieben ist. Der verwendete Kalksandstein
wies unbeschichtet einen Wasseraufnahmekoeffizienten nach 24 h Wasserlagerung von
w
24 = 6,19 kg/(m
2h
0,5) auf.
Der Prüfkörper wurde nach dem Beschichten 1 Woche bei Raumtemperatur getrocknet und
danach 24 h im Normklima (23°C ± 2°C, 50 % ± 5 % relative Luftfeuchte) gelagert. Die
Konditionierung wurde abweichend von der Norm DIN EN 1062-3 so ausgeführt, dass der
Prüfkörper nicht 3 mal je 24 h in frischem Leitungswasser gelagert und danach jeweils
getrocknet wurde, sondern der Prüfkörper wurde 72 h durchgehend der Wasserlagerung
unterzogen und danach der Wasseraufnahmekoefizient gemäß Norm DIN EN 1062-3 bestimmt.
Er betrug w
72 = 0,24 kg/(m
2h
0,5). Danach wurde der Prüfkörper 24 h lang bei 50°C ± 5°C getrocknet und danach einer
weiteren Wasseraufnahmeprüfung gemäß Norm Din EN 1062-3 unterzogen, wobei der Wasseraufnahmewert
nach 24 h w
24 = 0,10 kg/ (m
2h
0,5) betrug.
[0123] Ein weiterer Kalksandstein wurde mit einem Pinsel mit 200 g/m
2 der Baubeschichtung nach Beispiel 32 beschichtet. Nach 2 h Trocknen bei Raumtemperatur
wurde der Kalksandstein um 45° gegen die Waagerechte geneigt und Wasser aus einer
Pipette lotrecht auf die Oberfläche getropft. Die Wassertropfen perlen spontan ab.
Vergleichsbeispiel 33:
[0124] Bautenschutzbeschichtungsmittel hergestellt mit einer Siliconacrylatdispersion gemäß
Stand der Technik nach
EP 635 526 B1
[0125] Die Siliconacrylatdispersion gemäß
EP 635 526 B1 wurde durch radikalische Emulsionspolymerisation hergestellt.
Als Siliconkomponente wurden dabei 20 Gew.-% eines Polyorganosiloxans eingesetzt,
das alpha-omega-funktionell war, wobei es zwei unterschiedliche Substituenten in der
alpha- und der omega-Position hatte. Einer der Substituenten war eine Butoxygruppe,
die Komponente X aus Formel (I) in
EP 635 526 B1 entspricht und der zweite Substituent war eine Propylmethacrylatfunktion, die dem
Substituenten Y in Formel (I) in
EP 635 526 B1 entspricht. Das Polysiloxan zwischen diesen Substituenten war ein Polydimethylsiloxan
mit einer mittleren Kettenlänge von 20 (Me)
2Si-O-Einheiten.
Die organischen Monomeren für die radikalische Polymerisation waren n-Butylacrylat
und Methylmethacrylat im Verhältnis 1 : 1.
[0126] In einem 1000 ml-Polymerisationsgefäß mit Ankerrührer wurden
7.2 g n-Butylacrylat
3.8 g Styrol
93.7 g Wasser
1.2 g Acrylsäure
0.4 g Natriumdodecylsulfat
0.1 g Natriumvinylsulfonat
je 10 mg Eisen(II)-sulfat und EDTA-Dinatriumsalz auf einen pH-Wert von 6.5 eingestellt
und unter Rühren (200 rpm) auf 40°C erhitzt (Vorlage).
In einem ersten Gefäß (Zulauf 1a) wurde eine 10 Gew.-%-ige Lösung von tert.-Butylhydroperoxid
in Wasser hergestellt.
[0127] In einem zweiten Gefäß (Zulauf 1b) wurde eine 5 Gew.-%-ige Lösung von Natriumhydroxymethansulfinat
in Wasser hergestellt.
In einem dritten Gefäß (Zulauf 2) wurde eine Emulsion aus
190.3 g Wasser
3.6 g Acrylsäure
24.0 g des oben beschriebenen Monomethacrylatosiloxans
13.3 g Natriumdodecylsulfat
65.5 g n-Butylacrylat
34.3 g Styrol
hergestellt.
Dabei wurde zunächst das oben beschriebene Monomethacrylatosiloxan im organischen
Monomer vollständig gelöst und anschließend emulgiert.
Zulauf 1a und 1b wurden mit einer Dosiergeschwindigkeit von 105 µl/min gestartet und
die Vorlage 20 Minuten bei 40°C polymerisiert. Anschließend wurde Zulauf 2 mit einer
Dosiergeschwindigkeit von 4 ml/min gestartet und die Monomeremulsion innerhalb 165
min kontinuierlich zudosiert. Nach dem Ende der Dosierung (Zulauf 2) wurde die TBHP-
und Brüggolitdosierung noch 1 Stunde fortgesetzt. Dann wurde auf Raumtemperatur abgekühlt.
Dispersionsanalyse:
Feststoffgehalt: 32 %, Verfilmung des Polymers: nach Abtrocknen durch Verdunsten des
Wassers: schmier- und klebfreier Film, kein Ausschwitzen von Silicon.
[0128] Die so erhaltene Dispersion wurde in folgender Rezeptur zu einem Bautenschutzbeschichtungsmittel
formuliert:
[0129] Vermischt wurden in einem handelsüblichen, schnelllaufenden Rührwerk zur Herstellung
von wässrigen Bautenschutzbeschichtungen in dieser Reihenfolge:
184 Gewichtsteile Wasser
10 Gewichtsteile Acrylatverdicker
5 Gewichtsteile Pigmentverteiler
255 Gewichtsteile Titandioxid Pigment
520 Gewichtsteile Dispersion aus diesem Vergleichsbeispiel
2 Gewichtsteile Antimikrobielles Konservierungsmittel
20 Gewichtsteile Filmbildehilfsmittel
2 Gewichtsteile 30 Gew.-%-ige wässrige Ammoniaklösung
2 Gewichtsteile Antischaummittelzubereitung aus Mineralöl, Paraffin und Siliconöl
Ergibt: 1000 Gewichtsteile Bautenschutzbeschichtung.
Prüfung auf Blockfestigkeit:
[0130] Die Bautenschutzbeschichtungsmittel gemäß den Beispielen 29 bis 33 wurden jeweils
in einer Menge von 200 g/m
2 auf jeweils zwei Fichtenholzpanel von 7,5 x 15 cm Fläche und 2 cm Dicke, die auf
eine Holzfeuchte von < 10% getrocknet worden waren und auf 2 Kontrastkarten aufgetragen,
wie sie z.B. von der Firma BYK Gardener unter der Bestellnummer D 2801 im Katalog
2003/2004 angeboten werden. Die beschichteten Holzpanels wurden nach dem Farbauftrag
7 Tage bei 23°C und 50 % ± 5 % relativer Luftfeuchte gelagert. Die Kontrastkarten
wurden nach dem Farbauftrag jeweils 4 h bei 60°C gelagert. Danach wurden die Holzpanels
respektive die Kontratskarten jeweils so aufeinander gelegt, dass die beschichteten
Seiten zweier Holzpanels bzw. die beschichteten Seiten zweier Kontrastkarten aufeinander
zu liegen kamen. Solche Stapel wurden nur von Kontrastkarten bzw. Holzpanels hergestellt,
die beide jeweils mit der gleichen Farbe beschichtet waren. Der Kartenstapel respektive
der Stapel der Holzpanels wurde mit zwei Gewichten von jeweils 1 kg so beschwert,
dass das Gewicht möglichst gleichmäßig über die gesamte Fläche wirkte.
Die Stapel der Holzpanels wurden jeweils 4 h mit einem Gewicht belastet. Danach wurden
die Holzpanels wieder voneinander getrennt. Die Trennbarkeit wurde bewertet. Das Bewertungsystem
ist dabei ein Benotungsystem von 0 bis 3:
0 bedeutet, dass sich die beiden Holzpanels leicht und ohne Kraftaufwand voneinander
trennen lassen und keine Beschädigung der Beschichtungen auf den beiden Holzpanels
festzustellen ist.
1 bedeutet, dass sich die Panels nur mit erhöhtem Kraftaufwand trennen lassen, aber
ohne Beschädingungen an der Beschichtung zu verursachen.
2 bedeutet, dass sich die Panels nur mit erhöhtem Kraftaufwand trennen lassen und
zusätzlich geringfügige, mit bloßem Auge sichtbare Beschädigungen der Beschichtung
auftretetn.
3 bedeutet, dass die Panels nicht mehr trennbar sind, oder nur mit sehr großem Aufwand,
wobei erhebliche Beschädigungen der Beschichtung auftreten.
[0131] Diese Prüfung wurde mit den Holzpanels nach Lagerung bei unterschiedlichen Temperaturen
ausgeführt, wobei die Temperaturen 23°C, 30°C, 40°C und 50°C betrugen. Die Stapel
wurden bei der jeweiligen Temperatur für jeweils 4 h mit 2 kg Gewicht belastet und
danach die Trennbarkeit beurteilt, wobei die Holzpanels im noch warmen Zustand voneinander
getrennt wurden. Die Kontrastkartenstapel wurden ebenfalls mit 2 kg Gewicht belastet,
wobei die Belastungszeit 24 h betrug und nur bei 23°C stattfand. Auch hier wurde die
Trennbarkeit beurteilt, wobei das gleiche Bewertungsystem verwendet wurde, wie für
die Holzpanels zuvor beschrieben.
[0132] Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die erzielten Blockwerte auf den Holzpanels
und mit den Kontrastkarten
| Beispiel |
Kontrastkarten |
Holzpanel 23°C |
Holzpanel 30°C |
Holzpanel 40°C |
Holzpanel 50°C |
| Bsp. 29 |
0 |
0 |
0 |
1 |
1 |
| Bsp. 30 |
0 |
0 |
0 |
1 |
1 |
| Bsp. 31 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Bsp. 32 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| V.bsp. 33 |
2 |
1 |
1 |
2 |
2 |
Beispiel 34:
Bautenschutzbeschichtungen mit über- und mit unterkritischer PVK
[0133] Folgende zwei Rezepturen wurden durch Vermischen der Bestandteile mit einem schnell
drehenden handelsüblichen Rotor Stator Mischgerät zu einer Bautenschutzbeschichtung
vermengt. Die eingesetzten Mengen sind in diesem Beispiel in Gramm angegeben.
| |
Rezeptur 1 |
Rezeptur 2 |
| Wasser |
8,75 |
9,48 |
| Topfkonservierer |
0,06 |
0,07 |
| Filmkonservierer |
0,06 |
0,07 |
| PU Verdicker |
0,15 |
0,16 |
| Calgon N |
0,06 |
0,07 |
| Siliconantischaummittel |
0,29 |
0,31 |
| Titandioxid-Pigment |
49,08 |
53,19 |
| Talkum |
4,90 |
5,31 |
| Calciumcarbonat |
14,71 |
15,94 |
| Kaliummethylsiliconatlösung |
|
|
| 50% in Wasser |
0,06 |
0,07 |
| Filmbildehilfsmittel |
0,87 |
0,94 |
| Dispersion aus Beispiel 4 |
21,03 |
64,40 |
| Total: |
100,0 |
150,0 |
| |
PVK 65 % |
PVK 40 % |
[0134] Die Rezeptur 1 ergab eine poröse Beschichtung, da ihre Pigmentvolumenkonzentration
(PVK) über der kritischen PVK lag. Rezeptur 2 ergab einen geschlossenen Film.
[0135] Jeweils ein Kalksandstein wurde mit einem Pinsel mit 200 g/m
2 mit jeweils einer dieser Bautenschutzfarben beschichtet. Anschließend wurde die Wasseraufnahme
geprüft, wobei das Verfahren angewendet wurde, das in DIN EN 1062-3 vom Februar 1999
beschrieben ist. Der verwendete Kalksandstein wies unbeschichtet einen Wasseraufnahmekoeffizienten
nach 24 h Wasserlagerung von w
24 = 1,26 kg/(m
2h
0,5) auf.
Der Prüfkörper wurde nach dem Beschichten 1 Woche bei Raumtemperatur getrocknet und
danach 24 h im Normklima (23°C ± 2°C, 50 % ± 5 % relative Luftfeuchte) gelagert. Die
Konditionierung wurde abweichend von der Norm DIN EN 1062-3 so ausgeführt, dass der
Prüfkörper nicht 3 mal je 24 h in frischem Leitungswasser gelagert und danach jeweils
getrocknet wurde, sondern der Prüfkörper wurde 72 h durchgehend der Wasserlagerung
unterzogen. Danach wurde der Prüfkörper 24 h lang bei 50°C ± 5°C getrocknet und danach
einer weiteren Wasseraufnahmeprüfung gemäß Norm DIN EN 1062-3 unterzogen, wobei der
Wasseraufnahmewert für die Beschichtung gemäß Rezeptur 1 nach 24 h w
24 = 0,05 kg/(m
2h
0,5) betrug, für die Beschichtung nach Rezeptur 2 w
24 = 0,03 kg/(m
2h
0,5).
[0136] Jeweils ein weiterer Kalksandstein wurde mit einem Pinsel mit jeweils 200 g/m
2 einer der Baubeschichtungen nach Rezeptur 1 oder Rezeptur 2 beschichtet. Nach 2 h
Trocknen bei Raumtemperatur wurde der Kalksandstein um 45° gegen die Waagerechte geneigt
und Wasser aus einer Pipette lotrecht auf die Oberfläche getropft. Die Wassertropfen
liefen ab, perlten aber nicht ab. In einem Kontrollexperiment wurde gezeigt, dass
man den Abperleffekt erreicht, wenn man zu den Rezepturen 1 und 2 jeweils 1 g eines
Frühhydrophobieradditives (analog Beispiel 32) gibt.
[0137] Die beiden Bautenschutzbeschichtungsmittel gemäß Rezeptur 1 und Rezeptur 2 wurden
dem Blocktest wie oben beschrieben unterzogen, wobei in beiden Fällen bei keiner Temperatur
eine Verblockung und Schädigung der Beschichtungen auftrat. Die Beschichtung aus Rezeptur
1 mit der höheren PVK ließ sich graduell besser trennen, als die Beschichtung aus
Rezeptur 2 mit der niedrigeren PVK.
1. Copolymerisate von ethylenisch ungesättigten Monomeren und von ethylenisch funktionalisierten
Nanopartikeln in Form deren wässrigen Polymerdispersionen oder in Wasser redispergierbaren
Polymerpulver, erhältlich mittels radikalisch initiierter Polymerisation in wässrigem
Medium, und gegebenenfalls anschließender Trocknung der dabei erhaltenen Polymerdispersion,
von
A) einem oder mehreren Monomeren aus der Gruppe umfassend Vinylester, (Meth)acrylsäureester,
Vinylaromaten, Olefine, 1,3-Diene, Vinylether und Vinylhalogenide und gegebenenfalls
weiteren damit copolymerisierbaren Monomeren, in Gegenwart von
B) mindestens einem Partikel P mit einem mittleren Durchmesser von ≤ 1000 nm, welches
mit ethylenisch ungesättigten, radikalisch polymerisierbaren Gruppen funktionalisiert
ist, dadurch gekennzeichnet, dass
B1) als Partikel P ein oder mehrere aus der Gruppe der Metalloxide und Halbmetalloxide
eingesetzt werden, und/oder
B2) als Partikel P Siliconharze eingesetzt werden, welche aus Wiederholungseinheiten
der allgemeinen Formel
[R
4(p+z)SiO
(4-p-z)/2] (II) aufgebaut sind, wobei R4 gleich oder verschieden ist, und Wasserstoff-, Hydroxy-,
sowie Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Alkoxy- oder Aryloxyreste bedeutet, mit jeweils
bis zu 18 C-Atomen, welche gegebenenfalls substituiert sein können, wobei für mindestens
20 Mol-% des jeweiligen Siliconharzes p + z = 0, 1 oder 3 beträgt, und wobei B1) und
B2) jeweils mit einem oder mehreren α-Organosilanen der allgemeinen Formel (R
1O)
3-n(R
2)
nSi-(CR
32)-X (I) funktionalisiert werden, wobei R
1 für Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einen Arylrest
steht, R
2 und R
3 jeweils jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis
12 Kohlenstoffatomen oder einen Arylrest stehen, n die Werte 0, 1 oder 2 bedeuten
kann, und X ein Rest mit 2 bis 20 Kohlenwasserstoffatomen mit einer ethylenisch ungesättigten
Gruppe ist.
2. Copolymerisate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Polymerdispersion oder im Polymerpulver noch bis zu 30 Gew-%, bezogen auf
das Gesamtgewicht der Komponenten A) und B), mindestens eines Silans der allgemeinen
Formel (R5)4-m-Si-(OR6)m (III) enthalten ist, wobei m eine Zahl im Wert von 1, 2, 3 oder 4 bedeutet, R5 ein organofunktioneller Rest ist, ausgewählt aus der Gruppe Alkoxyrest, Aryloxyrest,
Phosphonsäuremonoesterrest, Phosphonsäurediesterrest, Phosphonsäurerest, Methacryloyloxyrest,
Acryloyloxyrest, Vinylrest, Mercaptorest, Isocyanatorest, wobei der Isocyanatorest
gegebenenfalls zum Schutze vor chemischen Reaktionen reaktionsblockiert sein kann,
Hydroxyrest, Hydroxyalkyrest, Epoxyrest, Glycidyloxyrest, Morpholinorest, Piperazinorest,
einen primären, sekundären oder tertiären Aminorest mit einem oder mehreren Stickstoffatomen,
wobei die Stickstoffatome durch Wasserstoff oder einwertige aromatische, aliphatische
oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffreste substituiert sein können, Carbonsäurerest,
Carbonsäureanhydridrest, Aldehydrest, Urethanrest, Harnstoffrest, wobei der Rest R5 unmittelbar am Siliciumatom gebunden sein kann oder durch eine Kohlenstoffkette von
1 bis 6 C-Atomen davon getrennt sein kann und R6 einen einwertigen linearen oder verzweigten aliphatischen oder cycloaliphatischen
Kohlenwasserstoffrest oder einen einwertigen aromatischen Kohlenwasserstoffrest oder
einen Rest -C(=O)-R7 bedeutet, wobei R7 einen einwertigen linearen oder verzweigten aliphatischen oder einen cycloaliphatischen
Kohlenwasserstoffrest oder einen einwertigen aromatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet.
3. Copolymerisate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Comonomere A) ein oder mehrere Monomere aus der Gruppe Vinylacetat, Vinylester
von α-verzweigten Monocarbonsäuren mit 9 bis 11 C-Atomen, Vinylchlorid, Ethylen, Methylacrylat,
Methylmethacrylat, Ethylacrylat, Ethylmethacrylat, Propylacrylat, Propylmethacrylat,
n-Butylacrylat, n-Butylmethacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Styrol, 1,3-Butadien eingesetzt
werden.
4. Copolymerisate nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das α-Organosilan der Formel (R1O)3-n(R2)nSi-(CR32)-X (I) als Reste R1 und R2 unsubstituierte Alkylgruppen mit 1 bis 6 C-Atomen und als Rest R3 Wasserstoff, und als Rest X einfach ungesättigte C2- bis C10-Reste enthält.
5. Copolymerisate nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Partikel P aus der Gruppe B1) Siliciumoxide und Oxide der Metalle Aluminium,
Titan, Zirkonium, Tantal, Wolfram, Hafnium, Zink und Zinn eingesetzt werden.
6. Copolymerisate nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Siliciumoxide kolloidale Kieselsäure, pyrogene Kieselsäure, gefällte Kieselsäure,
Kieselsole eingesetzt werden.
7. Copolymerisate nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Partikel P aus der Gruppe B2) Siliconharze der allgemeinen Formel [R4(p+z)SiO(4-p-z)/2] eingesetzt werden, die sich zu mindestens 30 Mol-% aus Q-Einheiten aufbauen, und
für die p+z die Bedeutung 0 hat.
8. Copolymerisate nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Partikel P aus der Gruppe B2) Siliconharze der allgemeinen Formel [R4(p+z)SiO(4-p-z)/2] eingesetzt werden, die nur aus M- und Q-Einheiten aufgebaut sind, und für die p+z
die Bedeutung 0 und 3 hat.
9. Copolymerisate nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Partikel P aus der Gruppe B2) Siliconharze der allgemeinen Formel [R4(p+z)SiO(4-p-z)/2] eingesetzt werden, die aus einer beliebigen Kombination von M-Einheiten (R3SiO-), D-Einheiten (-OSiR2O-), T-Einheiten (RSiO33-) und Q-Einheiten (SiO44-) bestehen, mit der Maßgabe, dass stets T- und/oder Q-Einheiten enthalten sind und
ihr Anteil an den Einheiten, die das Siliconharz aufbauen, in Summe mindestens 20
Mol-% beträgt und bei Vorlage jeweils nur einer dieser Einheiten ihr Anteil jeweils
mindestens 20 Mol-% ist.
10. Copolymerisate nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Durchmesser der Partikel P 1 bis 100 nm beträgt.
11. Verfahren zur Herstellung der Copolymerisate von ethylenisch ungesättigten Monomeren
und von ethylenisch funktionalisierten Nanopartikeln in Form deren wässrigen Polymerdispersionen
oder in Wasser redispergierbaren Polymerpulver nach Anspruch 1 bis 10, mittels Suspensions-,
Emulsions- oder Miniemulsionspolymerisation.
12. Verfahren zur Herstellung der Copolymerisate nach Anspruch 1 bis 10, mittels Suspensions-,
Emulsions- oder Miniemulsionspolymerisation und Trocknung der damit erhaltenen Dispersionen
mittels Sprühtrocknung.
13. Verwendung der Copolymerisate von ethylenisch ungesättigten Monomeren und von ethylenisch
funktionalisierten Nanopartikeln in Form deren wässrigen Polymerdispersionen oder
in Wasser redispergierbaren Polymerpulver nach Anspruch 1 bis 10, zur Herstellung
von Beschichtungsstoffen und Imprägnierungen und zur Herstellung von Textilien, Teppichen,
Bodenbelägen, oder sonstigen aus Fasern herstellbaren Gütern, Leder, Kunststoffe wie
Folien, Formteilen.
14. Verwendung der Copolymerisate von ethylenisch ungesättigten Monomeren und von ethylenisch
funktionalisierten Nanopartikeln in Form deren wässrigen Polymerdispersionen oder
in Wasser redispergierbaren Polymerpulver nach Anspruch 1 bis 10, zur Einarbeitung
in Elastomermassen.
15. Verwendung der Copolymerisate von ethylenisch ungesättigten Monomeren und von ethylenisch
funktionalisierten Nanopartikeln in Form deren wässrigen Polymerdispersionen oder
in Wasser redispergierbaren Polymerpulver nach Anspruch 1 bis 10, in Baustoffbeschichtungsmitteln.
1. Copolymers of ethylenically unsaturated monomers and of ethylenically functionalized
nanoparticles in the form of their aqueous polymer dispersions or water-redispersible
polymer powders, obtainable by means of free-radically initiated polymerization in
an aqueous medium and, if desired, subsequent drying of the resultant polymer dispersion,
of
A) one or more monomers from the group consisting of vinyl esters, (meth)acrylic esters,
vinylaromatics, olefins, 1,3-dienes, vinyl ethers and vinyl halides and, if desired,
further monomers copolymerizable therewith, in the presence of
B) at least one particle P having an average diameter of ≤ 1000 nm, which is functionalized
with ethylenically unsaturated, free-radically polymerizable groups,
characterized in that
B1) particles P used are one or more from the group of metal oxides and semimetal
oxides, and/or
B2) particles P used are silicone resins composed of repeating units of the general
formula
[R
4(
p+z)SiO
(4-p-z)/2] (II), each R
4 being identical or different and denoting hydrogen, hydroxyl, or alkyl, cycloalkyl,
aryl, alkoxy or aryloxy radicals each having up to 18 carbon atoms and being able
to be optionally substituted, where for at least 20 mol% of the respective silicone
resin p + z = 0, 1 or 3,
and where B1) and B2) are each functionalized with one or more α-organosilanes of
the general formula (R
1O)
3-n(R
2)
nSi-(CR
32)-X (I), where R
1 is hydrogen, an alkyl radical having 1 to 6 carbon atoms or an aryl radical, R
2 and R
3 each independently of one another are hydrogen, an alkyl radical having 1 to 12 carbon
atoms or an aryl radical, n can be 0, 1 or 2 and X is a radical having 2 to 20 hydrocarbon
atoms and containing an ethylenically unsaturated group.
2. Copolymers according to Claim 1, characterized in that in the polymer dispersion or in the polymer powder there is additionally up to 30%
by weight, based on the total weight of components A) and B), of at least one silane
of the general formula (R5)4-m-Si-(OR6)m (III), where m is a number of value 1, 2, 3 or 4, R5 is an organofunctional radical selected from the group of alkoxy radical, aryloxy
radical, phosphonic monoester radical, phosphonic diester radical, phosphonic acid
radical, methacryloyloxy radical, acryloyloxy radical, vinyl radical, mercapto radical,
isocyanato radical, the isocyanato radical being able optionally to be reaction-blocked
for protection against chemical reactions, hydroxyl radical, hydroxyalkyl radical,
epoxy radical, glycidyloxy radical, morpholino radical, piperazino radical, a primary,
secondary or tertiary amino radical having one or more nitrogen atoms, it being possible
for the nitrogen atoms to be substituted by hydrogen or by monovalent aromatic, aliphatic
or cycloaliphatic hydrocarbon radicals, carboxylic acid radical, carboxylic anhydride
radical, aldehyde radical, urethane radical, urea radical, it being possible for the
radical R5 to be attached directly to the silicon atom or to be separated therefrom by a carbon
chain of 1 to 6 carbon atoms, and R6 being a monovalent linear or branched aliphatic or cycloaliphatic hydrocarbon radical
or a monovalent aromatic hydrocarbon radical or a radical -C(=O)-R7, R7 being a monovalent linear or branched aliphatic or a cycloaliphatic hydrocarbon radical
or a monovalent aromatic hydrocarbon radical.
3. Copolymers according to Claim 1 or 2, characterized in that comonomers A) used are one or more monomers from the group of vinyl acetate, vinyl
esters of α-branched monocarboxylic acids having 9 to 11 carbon atoms, vinyl chloride,
ethylene, methyl acrylate, methyl methacrylate, ethyl acrylate, ethyl methacrylate,
propyl acrylate, propyl methacrylate, n-butyl acrylate, n-butyl methacrylate, 2-ethylhexyl
acrylate, styrene and 1,3-butadiene.
4. Copolymers according to Claims 1 to 3, characterized in that the α-organosilane of the formula (R1O)3-n(R2)nSi-(CR32)-X (I) contains as radicals R1 and R2 unsubstituted alkyl groups having 1 to 6 carbon atoms and as radical R3 hydrogen, and as radical X monounsaturated C2 to C10 radicals.
5. Copolymers according to Claims 1 to 4, characterized in that particles P used are particles from the group B1) of silicas and oxides of the metals
aluminium, titanium, zirconium, tantallum, tungsten, hafnium, zinc and tin.
6. Copolymers according to Claim 5, characterized in that silicas used are colloidal silica, pyrogenic or fumed silica, precipitated silica,
or silica sols.
7. Copolymers according to Claims 1 to 4, characterized in that particles P used are particles from the group B2) of silicone resins of the general
formula [R4(p+z)SiO(4-p-z)/2] composed of at least 30 mol% of Q units and for which p+z has the definition 0.
8. Copolymers according to Claims 1 to 4, characterized in that particles P used are particles from the group B2) of silicone resins of the general
formula [R4(p+z)SiO(4-p-z)/2] composed of only M units and Q units and for which p+z has the definition 0 and
3.
9. Copolymers according to Claims 1 to 4, characterized in that particles P used are particles from the group B2) of silicone resins of the general
formula [R4(p+z)SiO(4-p-z)/2] which are composed of an arbitrary combination of M units (R3SiO-), D units (-OSiR2O-), T units (RSiO33-) and Q units (SiO44-), with the proviso that T units and/or Q units are always present and that their
fraction as a proportion of the units of which the silicone resin is composed totals
at least 20 mol% and, where only one of these units is present, its fraction is at
least 20 mol% in each case.
10. Copolymers according to Claims 1 to 9, characterized in that the average diameter of the particles P is 1 to 100 nm.
11. Process for preparing the copolymers of ethylenically unsaturated monomers and of
ethylenically functionalized nanoparticles in the form of their aqueous polymer dispersions
or water-redispersible polymer powders according to Claims 1 to 10, by means of suspension
polymerization, emulsion polymerization or miniemulsion polymerization.
12. Process for preparing the copolymers according to Claims 1 to 10, by means of suspension
polymerization, emulsion polymerization or miniemulsion polymerization, and drying
of the resultant dispersions by means of spray drying.
13. Use of the copolymers of ethylenically unsaturated monomers and of ethylenically functionalized
nanoparticles in the form of their aqueous polymer dispersions or water-redispersible
polymer powders according to Claims 1 to 10 for preparing coating materials and impregnating
systems and for producing textiles, carpets, floor coverings, or other goods which
can be produced from fibres, leather, or plastics such as films and mouldings.
14. Use of the copolymers of ethylenically unsaturated monomers and of ethylenically functionalized
nanoparticles in the form of their aqueous polymer dispersions or water-redispersible
polymer powders according to Claims 1 to 10 for incorporation into elastomer compounds.
15. Use of the copolymers of ethylenically unsaturated monomers and of ethylenically functionalized
nanoparticles in the form of their aqueous polymer dispersions or water-redispersible
polymer powders according to Claims 1 to 10 in architectural coating compositions.
1. Produits de copolymérisation de monomères à insaturation éthylénique et de nanoparticules
à fonctionnalisation éthylénique, sous forme de leurs dispersions de polymères ou
de poudres de polymères redispersables dans l'eau, pouvant être obtenus par polymérisation
à amorçage radicalaire en milieu aqueux, et éventuellement séchage subséquent de la
dispersion de polymère ainsi obtenue, de
A) un ou plusieurs monomères choisis dans le groupe comprenant des esters vinyliques,
des esters d'acide (méth)acrylique, des composés vinylaromatiques, des oléfines, des
1,3-diènes, des éthers vinyliques et des halogénures de vinyle et éventuellement d'autres
monomères copolymérisables avec ceux-ci, en présence de
B) au moins une particule P ayant un diamètre moyen de ≤ 1 000 nm, qui est fonctionnalisée
avec des groupes à insaturation éthylénique, aptes à la polymérisation radicalaire,
caractérisés en ce que
B1) on utilise en tant que particule P un ou plusieurs des oxydes choisis dans le
groupe des oxydes métalliques et des oxydes semi-métalliques, et/ou
B2) on utilise en tant que particules P des résines silicone qui sont constituées
de motifs répétitifs de formule générale
[R
4(p+z)SiO
(4-p-z)/2] (II) , R
4 étant identique ou différent et représentant un atome d'hydrogène, des radicaux hydroxy
ainsi qu'alkyle, cycloalkyle, aryle, alcoxy ou aryloxy, ayant chacun jusqu'à 18 atomes
de carbone, qui peuvent éventuellement être substitués, dans au moins 20 % en moles
de la résine silicone respective la somme p+z étant égale à 0, 1 ou 3, et B1) et B2)
étant fonctionnalisés chacun avec un ou plusieurs α-organosilanes de formule générale
(R
1O)
3-n(R
2)
nSi-(CR
32)-X (I), dans laquelle R
1 représente un atome d'hydrogène, un radical alkyle ayant de 1 à 6 atomes de carbone
ou un radical aryle, R
2 et R
3 représentent chacun, indépendamment l'un de l'autre, un atome d'hydrogène, un radical
alkyle ayant de 1 à 12 atomes de carbone ou un radical aryle, n peut représenter les
valeurs 0, 1 ou 2, et X est un radical ayant de 2 à 20 atomes de carbone, comportant
un groupe à insaturation éthylénique.
2. Produits de copolymérisation selon la revendication 1, caractérisés en ce que dans la dispersion de polymère ou dans la poudre de polymère sont encore contenus
jusqu'à 30 % en poids, par rapport au poids total des composants A) et B), d'au moins
un silane de formule générale (R5)4-m-Si-(OR6)m (III), dans laquelle m représente un nombre ayant la valeur de 1, 2, 3 ou 4, R5 est un radical organofonctionnel choisi dans l'ensemble constitué par un radical
alcoxy, un radical aryloxy, un radical monoester d'acide phosphorique, un radical
diester d'acide phosphorique, un reste d'acide phosphorique, un radical méthacryloyloxy,
un radical acryloyloxy, un radical vinylique, un radical mercapto, un radical isocyanato,
le radical isocyanato pouvant éventuellement être bloqué pendant la réaction pour
la protection contre des réactions chimiques, un radical hydroxy, un radical hydroxyalkyle,
un radical époxy, un radical glycidyloxy, un radical morpholino, un radical pipérazino,
un radical amino primaire, secondaire ou tertiaire comportant un ou plusieurs atomes
d'azote, les atomes d'azote pouvant être substitués par l'atome d'hydrogène ou par
des radicaux hydrocarbonés aromatiques, aliphatiques ou cycloaliphatiques monovalents,
un reste d'acide carboxylique, un reste d'anhydride d'acide carboxylique, un reste
d'aldéhyde, un reste d'uréthanne, un reste d'urée, le radical R5 pouvant être lié directement à l'atome de silicium ou en être séparé par une chaîne
carbonée de 1 à 6 atomes de carbone, et R6 représentant un radical hydrocarboné aliphatique linéaire ou ramifié ou cycloaliphatique,
monovalent, ou un radical hydrocarboné aromatique monovalent ou un radical -C(=O)-R7, R7 représentant un radical hydrocarboné aliphatique linéaire ou ramifié, monovalent,
ou un radical hydrocarboné cycloaliphatique ou un radical hydrocarboné aromatique
monovalent.
3. Produits de copolymérisation selon la revendication 1 ou 2, caractérisés en ce qu'on utilise en tant que comonomères A) un ou plusieurs monomères choisis dans le groupe
constitué par l'acétate de vinyle, des esters vinyliques d'acides monocarboxyliques
α-ramifiés ayant de 9 à 11 atomes de carbone, le chlorure de vinyle, l'éthylène, l'acrylate
de méthyle, le méthacrylate de méthyle, l'acrylate d'éthyle, le méthacrylate d'éthyle,
l'acrylate de propyle, le méthacrylate de propyle, l'acrylate de n-butyle, le méthacrylate
de n-butyle, l'acrylate de 2-éthylhexyle, le styrène, le 1,3-butadiène.
4. Produits de copolymérisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisés en ce que l'α-organosilane de formule (R1O)3-n(R2)nSi-(CR32)-X (I) contient en tant que radicaux R1 et R2 des groupes alkyle non substitués ayant de 1 à 6 atomes de carbone et en tant que
radical R3 un atome d'hydrogène, et en tant que radical X des radicaux en C2-C10 mono-insaturés.
5. Produits de copolymérisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisés en ce qu'on utilise en tant que particule P choisie dans le groupe B1) des oxydes de silicium
et des oxydes des métaux aluminium, titane, zirconium, tantale, tungstène, hafnium,
zinc et étain.
6. Produits de copolymérisation selon la revendication 5, caractérisés en ce qu'on utilise en tant qu'oxydes de silicium de l'acide silicique colloïdal, de l'acide
silicique pyrogéné, de l'acide silicique précipité, des sols de silice.
7. Produits de copolymérisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisés en ce qu'on utilise en tant que particule P choisie dans le groupe B2) des résines silicone
de formule générale [R4(p+z)SiO(4-p-z)/2], qui sont constituées à raison d'au moins 30 % en moles de motifs Q et pour lesquelles
la somme p+z a la valeur 0.
8. Produits de copolymérisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisés en ce qu'on utilise en tant que particule P choisie dans le groupe B2) des résines silicone
de formule générale [R4(p+z)SiO(4-p-z)/2], qui ne sont constituées que de motifs M et Q et pour lesquelles la somme p+z a
la valeur 0 et 3.
9. Produits de copolymérisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisés en ce qu'on utilise en tant que particule P choisie dans le groupe B2) des résines silicone
de formule générale [R4(p+z)SiO(4-p-z)/2] qui sont constituées d'une association quelconque de motifs M (R3SiO-), de motifs D (-OSiR2O-), de motifs T (RSiO33-) et de motifs Q (SiO44-), étant entendu que des motifs T et/ou des motifs Q sont toujours contenus et que
sa teneur en les motifs qui constituent la résine silicone est au total d'au moins
20 % en moles et que lors de la disposition au préalable de chaque fois seulement
l'un de ce motifs sa concentration est chaque fois d'au moins 20 % en moles.
10. Produits de copolymérisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisés en ce que le diamètre moyen des particules P va de 1 à 100 nm.
11. Procédé pour la préparation de produits de copolymérisation de monomères à insaturation
éthylénique et de nanoparticules à fonctionnalité éthylénique, sous forme de leurs
dispersions aqueuses ou de poudres de polymère redispersables dans l'eau, selon l'une
quelconque des revendications 1 à 10, par polymérisation en suspension, en émulsion
ou en mini-émulsion.
12. Procédé pour la préparation de produits de copolymérisation selon l'une quelconque
des revendications 1 à 10, par polymérisation en suspension, en émulsion ou en mini-émulsion
et séchage par séchage par atomisation des dispersions ainsi obtenues.
13. Utilisation des produits de copolymérisation de monomères à insaturation éthylénique
et de nanoparticules à fonctionnalisation éthylénique, sous forme de leurs dispersions
de polymères ou de poudres de polymères redispersables dans l'eau, selon l'une quelconque
des revendications 1 à 10, pour la production de matières de revêtement et d'imprégnations
et pour la fabrication de textiles, de tapis, de revêtements de sol ou d'autres articles
pouvant être fabriqués à partir de fibres, pour la production du cuir, de matières
plastiques telles que des films, des pièces moulées.
14. Utilisation des produits de copolymérisation de monomères à insaturation éthylénique
et de nanoparticules à fonctionnalisation éthylénique, sous forme de leurs dispersions
de polymères ou de poudres de polymères redispersables dans l'eau, selon l'une quelconque
des revendications 1 à 10, pour l'incorporation dans des masses d'élastomères.
15. Utilisation des produits de copolymérisation de monomères à insaturation éthylénique
et de nanoparticules à fonctionnalisation éthylénique, sous forme de leurs dispersions
de polymères ou de poudres de polymères redispersables dans l'eau, selon l'une quelconque
des revendications 1 à 10, dans des produits pour le revêtement de matériaux de construction.