[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufnehmen und Fördern von
flächigen Produkten gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Eine gattungsgemässe Vorrichtung in Form eines Aufnahme- und Übergaberads ist aus
der
EP-A 1 055 620 bekannt. Sie umfasst eine Mehrzahl von Greifern und eine Mehrzahl von Separierelementen
in Form von Saugorganen, die an einem gemeinsamen Transportrad angeordnet sind. Dabei
ist jedem Greifer ein Separierelement zugeordnet. Die Separierelemente dienen dazu,
ein Produkt, das sich in einem Aufnahmebereich unterhalb des Transportrads befindet,
durch Ansaugen wenigstens teilweise derart anzuheben, dass es von einem Greifer erfasst
werden kann. Das aufzunehmende Produkt befindet sich dabei in einem stationären Stapel
oder in einer sich bewegenden Schuppenformation und liegt direkt auf einer Auflage
oder wenigstens teilweise auf weiteren Produkten auf. Durch Drehung des Transportrads
wird das Produkt ganz abgehoben, nach etwa einer halben Umdrehung des Transportrads
vom entsprechenden Greifer wieder freigegeben und in einer Schuppenformation auf einem
Bandförderer abgelegt.
[0003] Saugorgane als Separierelemente haben verschiedene Nachteile: Zum einen verkompliziert
die notwendige Saugluftzuführung und -steuerung die Konstruktion und den Betrieb des
Aufnahme- und Übergaberads. Des weiteren ist ein Saugorgan zum Abheben dickerer, steiferer
oder mit losen Einlagen versehener Produkte, z.B. Zeitungen, Zeitschriften oder Kataloge,
sowie zum gleichzeitigen Abheben mehrerer Produkte, insbesondere zur Bildung von Mini-Stapeln,
nur bedingt bzw. gar nicht geeignet.
[0004] Die
EP-A 1 364 900 offenbart eine Übernahmevorrichtung, die ganz ohne Separierelemente auskommt, die
zusätzlich zu Greifern vorhanden sind. Die Greifer selbst sind relativ zu den aufzunehmenden
Produkten so bewegbar, dass eine Greiferbacke ein oder mehrere Produkte untergreift
und anhebt. Das Produkt bzw. die Produkte werden daraufhin durch Schliessen des Greifers
von demselben Greifer ergriffen und abtransportiert. In der Praxis hat sich gezeigt,
dass das Untergreifen mittels einer der Greiferbacken die Flexibilität der Vorrichtung
stark einschränken kann.
[0005] Da insbesondere Druckereiprodukte häufig in einer Schuppenformation gefördert werden,
tritt das Problem auf, dass Unregelmässigkeiten im Produkteabstand ausgeglichen werden
müssen.
DE 196 01 693 offenbart hierzu, die Schuppenformation als Ganzes um ein Umlenkrad zu führen, das
relativ zu einer Zu- und einer Wegfördereinrichtung verschiebbar ist. Eine Vereinzelung
der Produkte oder Änderung der Produktlage innerhalb der Schuppenformation ist hierbei
nicht möglich.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art so weiterzuentwickeln, dass hinsichtlich der mechanischen Eigenschaften der aufzunehmenden
Produkte grössere Flexibilität besteht.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0008] Erfindungsgemäss umfassen die Separierelemente jeweils wenigstens ein Schaufelelement,
das eine Kante eines wenigstens teilweise auf einem weiteren Produkt oder auf einer
Auflage aufliegenden Produkts zu untergreifen und anzuheben imstande ist. Es kommt
kein Saugorgan zum Einsatz; das Anheben des Produkts wird allein durch das Schaufelelement
bewerkstelligt, während das Produkt noch auf einem weiteren Produkt, z.B. in einer
Schuppenformation oder in einem Stapel, oder auf einer Auflage liegt. Unter Untergreifen
wird ein Einschieben des Schaufelelements zwischen das anzuhebende Produkt und das
darunter liegende, nicht anzuhebende Produkt, bzw. der Auflage verstanden. Das Separierelement
ist vom Greifer unabhängig in dem Sinne, dass es entweder mechanisch von diesem getrennt
ist oder am Greifer gelagert, aber relativ zu den Greiferbacken beweglich ist.
[0009] Das Schaufelelement bzw. seine freie vordere Kante wird in Bewegungsrichtung zunächst
hinter die anzuhebende Kante des Produkts abgesenkt und sodann relativ zum Produkt
mit erhöhter Geschwindigkeit bewegt. Dabei untergreift es die nachlaufende Kante des
anzuhebenden Produkts und trennt es so von den übrigen Produkten bzw. von der Auflage.
Durch eine Relativbewegung des Schaufelelements nach oben wird die Nachlaufkante des
Produkts angehoben und in eine Lage gebracht, in der es von einem Greifer ergriffen
wird. Das heisst, eine Produktkante wird durch das Schaufelelement in das offene Greifermaul
eingeführt.
[0010] Die Funktion des Schaufelelements wird vorzugsweise von einem stationär zur Bewegungsbahn
der Schaufelelemente angeordneten Anschlag unterstützt. Der Anschlag bildet einen
Widerstand für die vorlaufende Produktkante. Die nachlaufende Kante wird bei der Bewegung
der Schaufelelemente entlang ihrer Bewegungsbahn somit weiter entlang des Schaufelelements
bzw. tiefer in das Greifermaul hineingeschoben.
[0011] Separierelement und Greifer sowie die entsprechenden Bewegungsbahnen sind im Prinzip
unabhängig voneinander. Zumindest im Aufnahmebereich ist jedoch jedem Greifer ein
Separierelement funktionell zugeordnet. Die Bewegungsbahnen sind dazu wenigstens im
Aufnahmebereich parallel zueinander und die Geschwindigkeiten aufeinander abgestimmt.
[0012] Die Schaufelelemente umfassen oder begrenzen bevorzugt eine Stützfläche, die beim
Aufnahmeprozess die aufzunehmende Produktkante bzw. -fläche zumindest teilweise stützt.
Das Schaufelelement wird so bewegt, dass die Stützfläche zumindest im Aufnahmebereich
aus dem Raumbereich, der von den Greifern bei ihrer Bewegung überstrichen wird, in
Richtung auf die aufzunehmenden Produkte hervor ragt. Vor und nach dem Aufnahmebereich
befindet sich die Stützfläche vorzugsweise innerhalb dieses Raumbereichs. Die Schaufelelemente
werden so relativ zu den Greifern bewegt, dass die Stützfläche im Aufnahmebereich
- in Seitenansicht gesehen - in ein Greifermaul mündet bzw. sich zumindest teilweise
darin befindet. Die Stützfläche ist vorzugsweise mit Bezug auf die Bewegungsrichtung
der Separierelemente konvex gewölbt. Dies unterstützt den Vorgang des Untergreifens
und Abhebens und sichert eine schonende Behandlung der Produkte.
[0013] Die geschilderten Bewegungen lassen sich durch geeignete Wahl der Form der Bewegungsbahnen
der Greifer, der Separierelemente sowie gegebenenfalls der aufzunehmenden Produkte
und durch Wahl der Geschwindigkeiten in Abhängigkeit voneinander realisieren. Bevorzugt
ist das Schaufelelement auch relativ zu seiner Bewegungsbahn beweglich, insbesondere
verschwenkbar, um das oben geschilderte Annähern an und Untergreifen des aufzunehmenden
Produkts auf einfache Weise zu realisieren. Die Separierelemente und Greifer können
dann auch entlang derselben Bewegungsbahn und mit derselben Geschwindigkeit gefördert
werden.
[0014] Die erfindungsgemässe Vorrichtung wird mit Vorteil eingesetzt, um in einer Schuppenformation
ankommende Druckereiprodukte umzulagern. Beispielsweise durch das Abwickeln von einem
zur Zwischenspeicherung verwendeten Wickel entsteht oft eine Schuppenformation, die
für die Weiterverarbeitung ungünstig ist, z.B. Falzkante nachlaufend. Diese muss daher
in eine andere Formation, z.B. Falzkante vorlaufend, überführt werden. Um dies zu
realisieren, werden die Produkte mittels einer Zufördereinrichtung insbesondere in
einer Schuppenformation zum Aufnahmebereich gefördert, von den Greifern z.B. an der
nachlaufenden Kante übernommen und in einem Abgabebereich unter Änderung der Formation,
z.B. mit der ergriffenen Kante voraus, an eine Wegfördereinrichtung, insbesondere
einen Bandförderer, übergeben. Die in einer ankommenden Schuppenformation vorlaufenden
und untenliegenden Kanten der Produkte werden so zu nachlaufenden und obenliegenden
Kanten einer auslaufenden Schuppenformation. In einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung sind die Zufördereinrichtung und die Wegfördereinrichtung Bestandteile
der erfindungsgemässen Vorrichtung.
[0015] Statt in einer Schuppenformation können die Produkte auch einzeln zugefördert werden.
[0016] Im Zusammenhang mit der Umlagerung der Produkte ist es vorteilhaft, wenn die erfindungsgemässe
Vorrichtung Mittel aufweist, um Unregelmässigkeiten oder Lücken in der einlaufenden
Formation auszugleichen, damit bei der Übergabe an die Wegfördereinrichtung eine regelmässige,
getaktete auslaufende Formation entsteht. Gleichermassen kann es erwünscht sein, gezielt
Lücken in die auslaufende Formation einzufügen bzw. den Produktabstand in der auslaufenden
Formation zu ändern.
[0017] Um dies zu realisieren, können die gesamten Bewegungsbahnen der Greifer und der Separierelemente
in einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung daher in und entgegen
der Förderrichtung der Zufördereinrichtung verschoben werden. Ein vorzugsweise vorhandener
Anschlag wird ebenfalls mitbewegt. Dazu sind Greifer und Separierelemente an einem
vorzugsweise gemeinsamen Transportorgan angeordnet, insbesondere einem Transportrad,
das an einem beweglichen Schlitten gelagert ist. Bei einem zu grossen Produktabstand
- beispielsweise bei einem fehlenden Produkt - fährt das Transportorgan dem aufzunehmenden
Produkt entgegen und verringert so den effektiven Produktabstand. Bei einem zu vergrössernden
Produktabstand erfolgt eine Bewegung in umgekehrter Richtung.
[0018] Die Separierelemente sind bevorzugt unabhängig von den Greifern ansteuerbar, was
insbesondere im Zusammenhang mit einem verschiebbaren Transportorgan Vorteile hat.
Ihre Ansteuerung kann dann vorzugsweise angepasst werden, um die Bewegung des Untergreifens
und Abhebens auch bei einer Verschiebung des Transportorgans an der richtigen Stelle
relativ zum sich bewegenden Produkt durchzuführen.
[0019] Der oben geschilderte Verschiebemechanismus sowie die verstellbare Steuerkulisse
kann mit Vorteil auch bei Vorrichtungen gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1 eingesetzt
werden, die statt mit Schaufelelementen mit herkömmlichen Separierelementen arbeiten.
[0020] Beispiele für die Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und nachfolgend beschrieben.
Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemässe Vorrichtung mit einem drehbaren Transportorgan für Greifer
und Separierelemente sowie einer Zufördereinrichtung und einer Wegfördereinrichtung;
- Fig. 2+3
- die Vorrichtung gemäss Fig. 1 zu zwei weiteren Zeitpunkten bei der Aufnahme und Abgabe
von einzelnen Produkten;
- Fig. 4
- ein Separierelement mit einem Schaufelelement in zwei verschiedenen Stellungen;
- Fig. 5
- die Vorrichtung gemäss Fig. 1 bei der Aufnahme jeweils zweier Produkte;
- Fig. 6
- eine Überblicksdarstellung der Vorrichtung gemäss Fig. 1 einschliesslich ihres Antriebssystems
mit einem verschiebbaren Transportorgan in zwei Stellungen;
- Fig. 7+8
- eine Detailansicht der Vorrichtung gemäss Fig. 1 zu verschiedenen Zeitpunkten beim
Schliessen einer Lücke in einer einlaufenden Formation von Produkten.
[0021] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung 1 mit einem
um eine hier horizontal verlaufende Achse 11 drehbaren Transportorgan in Form eines
Transportrads 10, an dem jeweils eine Mehrzahl von Greifern 12 und Separierelementen
14 angeordnet sind. Diese werden durch Drehung des Transportrads 10 in Pfeilrichtung
entgegen des Uhrzeigersinns entlang einer im Wesentlichen kreisförmigen Greifer- bzw.
Separierelemente-Bewegungsbahn U bewegt. Der Aufbau des Transportrades 10 und der
Greifer entspricht im Wesentlichen der in der
EP-A 1 055 620 beschriebenen Vorrichtung, auf die ergänzend verwiesen wird. Die Separierelemente
14 sind im Detail in Fig. 4 dargestellt.
[0022] Das Transportrad 10 ist entlang seines Umfangs in äquidistanten Abständen mit Greifern
12 und Separierelementen 14 gekoppelt. Die Anzahl der Greifer 12 ist gleich der Anzahl
der Separierelemente 14. Die Separierelemente 14 umfassen jeweils eine Trägereinheit
16, die vom Transportrad 10 radial nach aussen absteht und starr mit dem Transportrad
10 gekoppelt ist. Die Trägereinheit 16 überragt die Greifer 12 geringfügig in radialer
Richtung. Am radial äusseren Ende der Trägereinheit 16 ist ein Schaufelelement 18
um eine parallel zur Drehachse 11 verlaufende Achse 26 schwenkbar angeordnet. Das
Schaufelelement 18 umfasst zwei in der Seitenansicht V-förmig zueinander angeordnete
Schenkel 18a, 18b. Ein erster Schenkel 18a ist an einem Ende um die Achse 26 mit der
Trägereinheit 16 schwenkbar verbunden. An seinem anderen Ende ist er mit einem zweiten
Schenkel 18b verbunden und schliesst mit einer Tangente an diesen einen Winkel von
ca. 90° ein. Der zweite Schenkel 18b ist gewölbt, untergreift mit seiner vorderen
Kante 18c im Anwendungsfall Produkte 28 und dient als Teil der Stützfläche für die
Produkte. Das Schaufelelement 18 ist wenigstens so verschwenkbar, dass seine vordere
Kante 18c in einer ersten Stellung radial innerhalb des von den Greifern 12 überstrichenen
Raumbereichs und in einer zweiten Stellung radial ausserhalb dieses Bereichs liegt.
Damit kann die vordere Kante 18c an die Produkte 28 angenähert werden.
[0023] Vorliegend sind die Schaufelelemente 18 um einen Winkel von 360° um die Achse 26
schwenkbar. Sie befinden sich in der gezeigten Seitenansicht in Ebenen vor oder hinter
dem Greifer 12. Vorzugweise befinden sich pro Greifer 12 zwei Schaufelelemente 18
jeweils seitlich vom Greifer 12 (in dieser Ansicht nicht sichtbar). Die genaue Konstruktion
der Separierelemente 14 und des Verschwenkmechanismus wird weiter unten mit Bezug
auf Fig. 4 beschrieben.
[0024] Wie die Separierelemente 14 besitzen auch die Greifer 12 eine Basis- bzw. Trägereinheit
20, mittels derer sie am Transportrad 10 gelagert sind. Sie umfassen des weiteren
zwei Greiferbacken 22, 24, die relativ zueinander und zum Transportrad 10 verschiedene
Stellungen einnehmen können. Die Greiferbacken 22, 24 lassen sich beispielsweise zwischen
einer offenen und einer geschlossenen Stellung verschwenken. Durch synchrone Bewegung
der Greiferbacken 22, 24 lässt sich der Greifer 12 als Gesamtheit relativ zur Bewegungsbahn
U bzw. zu seiner Trägereinheit 20 um die Greiferachse verschwenken. Die geschilderten
Bewegungen werden mit zwei Führungskulissen 62, 64 bewerkstelligt. Die zwei Führungskulissen
62, 64 wirken mit jeweils einer Führungsrolle 58, 60 (siehe Fig. 5) zusammen, die
jeweils einer Greiferbacke 24, 22 zugeordnet sind.
[0025] Unter der Bewegungsbahn U wird im Folgenden die Bewegungsbahn der jeweiligen Trägereinheiten
16, 20 der Separierelemente 14 bzw. Greifer 12 verstanden. Sie ist unabhängig von
den Bewegungen der Schaufelelemente 18 bzw. der Greiferbacken 22, 24. Unter der Bewegungsrichtung
wird die Richtung der Bewegung der Greifer 12 und Separierelemente 14 entlang der
Bewegungsbahn verstanden.
[0026] Alternativ zum Anordnen an einem gemeinsamen Transportrad 10 können auch zwei verschiedene
Transporträder vorhanden sein. Des weiteren können Greifer 12 und Separierelemente
14 auch auf andere Art und Weise bewegt werden, z.B. durch Kopplung an ein - auch
gemeinsames - Förderorgan oder einzeln entlang von geeignet geformten Führungsschienen.
Es ist nicht zwingend, dass die Greifer-Bewegungsbahn deckungsgleich mit der Separierelemente-Bewegungsbahn
verläuft, ebenso kann auch eine andere als eine Kreisbahn gewählt werden. Beispielsweise
kann die Bewegungsbahn im Abgabebereich U-förmig sein wie bei der Vorrichtung gemäss
EP-A 1 364 900. Statt einer rein mechanischen Ansteuerung der Greifer bzw. der Separierelemente
kommt auch eine elektronische Steuerung in Betracht, um die erwähnten Bewegungen entlang
und relativ zur Bewegungsbahn zu erreichen.
[0027] Unterhalb des Transportrades 10 sind aufzunehmende Produkte 28 auf einer Auflagefläche
34 angeordnet. Die Auflagefläche 34 ist vorliegend durch ein Förderband 37 einer Zufördereinrichtung
36 in Form eines Bandförderers gebildet. Der Bereich zwischen dem Transportrad 10
und der Auflagefläche 34, in dem die Produktaufnahme stattfindet, wird als Aufnahmebereich
66 bezeichnet. Ein Stützförderband 102, dessen oberes Trum in der Ebene des Förderbandes
37 des Bandförderers 36 liegt, dient - insbesondere bei einem verschiebbaren Transportrad
10 - dazu, das Durchhängen des Förderbands 37 zu verhindern und einen definierten
Abstand zwischen der Umlaufbahn U und der Auflagefläche 34 herzustellen.
[0028] Die Produkte 28 befinden sich vorliegend in einer Schuppenformation S auf dem Förderband
37, das sie in eine hier horizontale Zuförderrichtung F bewegt. Die Zuförderrichtung
F verläuft im Übergabebereich parallel bzw. tangential zur Bewegungsbahn U. Die Schaufelelemente
18 bzw. Greifer 12 werden über eine möglichst grosse Strecke annähernd parallel zu
den aufzunehmenden Produkten 28 bewegt, um eine sichere und schonende Übernahme zu
erreichen.
[0029] Auf der Seite des Transportrads 10, die dem Aufnahmebereich 66 gegenüberliegt, befindet
sich eine Wegfördereinrichtung 38, an die die Produkte 28 übergeben werden. Der Bereich
zwischen dem Transportrad 10 und der Wegfördereinrichtung 38 wird als Abgabereich
68 bezeichnet. Die Wegfördereinrichtung 38 ist vorliegend ebenfalls ein Bandförderer,
auf dessen Förderband die Produkte in einer Schuppenformation S' abgelegt und in einer
entgegen der ursprünglichen Zuförderrichtung F laufenden Wegförderrichtung F' weggefördert
werden. Vorliegend liegen die Falzkanten der Produkte 28 in der auslaufenden Schuppenformation
S' unterhalb eines vorlaufenden Produkts und in Wegförderrichtung F' vorne, während
sie in der einlaufenden Schuppenformation S in Zuförderrichtung F nach hinten orientiert
sind und auf einem nachlaufenden Produkt aufliegen.
[0030] In Zuförderrichtung F hinter dem Transportrad 10 befindet sich ein Anschlag 40, an
dem die vorlaufenden Kanten 32 der Produkte 28 während des Aufnahmeprozesses anstossen.
Der Anschlag 40 kann zur Anpassung an unterschiedliche Produktlängen mittels eines
hier nicht dargestellten Antriebs zwischen zwei Endpositionen 42, 44 verschoben werden.
Ziel ist es, dass sich die in Zuförderrichtung F nachlaufende Kante 30 eines Produkts
stets an einer definierten Position in Bezug zur Bewegungsbahn U befindet, damit sie
von einem Schaufelelement 18 untergriffen werden kann.
[0031] In Zuförderrichtung F kurz vor dem Anschlag 40 ist die Auflagefläche 34 zusätzlich
zum Förderband 37 durch ein Stützförderband 102 gebildet. Dieses ist beispielsweise
mehrteilig und seitlich vom Förderband 37 angeordnet.
[0032] Um die von den Greifern 12 gehaltenen Produkte 28 während der Umdrehung des Transportrades
10 zu stabilisieren, befindet sich ein Stützförderer 56 in unmittelbarer Nähe des
Transportrades 10. Dieser weist vorliegend ein als Andrückband wirkendes Förderband
57 auf, das über etwa eine Viertelumdrehung des Transportrades 10 parallel zur Bewegungsbahn
U verläuft, mit gleicher Bahngeschwindigkeit wie die Produkte 28 bewegt wird und diese
daher bis zur Abgabe an die Wegfördereinrichtung 38 stabilisiert. Die Produkte 28
sind zwischen dem freien Ende der Trägereinheiten 16 und dem Förderband 57 gehalten.
[0033] Die Funktionsweise der Vorrichtung beim Aufnehmen eines Produkts wird im Folgenden
mit Bezug auf die Figuren 1 - 3 erläutert:
Das Transportrad 10 und die Zufördereinrichtung 36 werden so aufeinander abgestimmt
angetrieben, dass jeweils ein Produkt 28 im Aufnahmebereich 66 auf ein Separierelement
14 bzw. einen Greifer 12 trifft. Die Anpassung der Umdrehungsgeschwindigkeit des Transportrads
10 und/oder der Fördergeschwindigkeit der Zufördereinrichtung 36 an den Produktabstand
D in der Schuppenformation S erfolgt mit einer hier nicht gezeigten Steuereinrichtung
104 (vgl. Fig. 6). Ein Beispiel für das Antriebssystem ist in Fig. 6 dargestellt und
wird weiter unten beschrieben.
[0034] In Fig. 1 wird dasjenige Separierelement 14 betrachtet, das am tiefsten Punkt seiner
Bewegungsbahn U angekommen ist (fett dargestelltes Schaufelelement 18). Es steht kurz
vor dem Untergreifen eines Produkts 28 (geschwärzt gezeichnet). Das Schaufelelement
18 befindet sich in einer Position, in der sein erster Schenkel 18a in eine zu seiner
momentanen Bewegungsrichtung entgegengesetzte Richtung weist, d.h. der erste Schenkel
18a ist von der Trägereinheit 16 entgegen der Zuförderrichtung weggeschwenkt und im
Wesentlichen horizontal ausgerichtet. Der vom ersten Schenkel 18a abknickende zweite
Schenkel 18b weist nach unten zur Auflagefläche 34. Aufgrund seiner in Bewegungsrichtung
konvex, hier kreisbogenförmig gewölbten Form ist seine vordere Kante 18c in einem
Winkel von etwa 45° zur im Wesentlichen horizontalen Oberfläche der Produkte 28 orientiert.
Die vordere Kante 18c befindet sich etwa auf demselben Niveau 100 wie die höchsten
Punkte der Schuppenformation S, die durch die nachlaufenden Kanten 30 gebildet sind.
In Fig. 1 ist die vordere Kante 18c des Schaufelelements 18 in Zuförderrichtung F
noch von der zu untergreifenden Kante 30 entfernt. Die vorlaufende Kante 32 desselben
Produkts 28 ist noch nicht am Anschlag 40 angekommen.
[0035] Derjenige Greifer 12, der dem Separierelement 14 im Aufnahmebereich 66 funktionell
zugeordnet ist, befindet sich in Bewegungsrichtung hinter dem Separierelement 14.
Der Abstand der Trägereinheiten 16, 20, die Position der nachlaufenden Greiferbacke
24 und die Länge des ersten Schenkels 18a sind jedoch so gewählt, dass der zweite
Schenkel 18b in der hier gezeigten Seitenansicht, d.h. quer zur Förderrichtung F und
zur Bewegungsrichtung der Greifer 12 bzw. Separierelemente 14, wenigstens in Teilen
miteinander fluchten bzw. sich der zweite Schenkel 18b in Zuförderrichtung F kurz
vor der nachlaufenden Greiferbacke 24, jedoch hinter der vorlaufenden Greiferbacke
22 befindet. Die vom zweiten Schenkel 18b aufgespannte Stützfläche befindet sich -in
Seitenansicht gesehen - also teilweise im Greifermaul. Diese relative Lage wird aufrecht
erhalten, bis der Greifer 12 geschlossen wird.
[0036] Die Fig. 2 und 3 deuten den weiteren Verlauf der Aufnahme eines Produktes an. In
Fig. 2 hat sich das Transportrad 10 um ca. 10 - 20° weiter gedreht. Gleichzeitig wurde
das Schaufelelement 18 entgegen dem Uhrzeigersinn relativ zu seiner Trägereinheit
16 um ca. 10 - 30° verschwenkt. Dadurch bewegt sich die vordere Kante 18c des Schaufelelements
relativ zum aufzunehmenden Produkt 28 nach unten und in Zuförderrichtung F nach vorne.
Durch diese Bewegung sticht sie unter der nachlaufenden Kante 30 des aufzunehmenden
Produkts 28 ein. Da auch die Zufördereinrichtung 36 weitergelaufen ist, ist das Produkt
28 unterdessen mit seiner Vorderkante 32 am Anschlag 40 angekommen. Das Förderband
37 und damit die Auflagefläche 34 ist im Bereich des Anschlags 40 mittels geeigneter
Umlenkrollen leicht nach unten gebogen, so dass die Produkte 28 auch schwerkraftunterstützt
sicher gegen den Anschlag 40 laufen. Der Anschlag 40 verhindert ein Wegrutschen der
vorlaufenden Kante 32, wenn das Produkt beim Weiterdrehen des Transportrads 10 vom
Schaufelelement 18 angehoben wird und richtet zugleich das betreffende Produkt aus.
[0037] Diese Situation ist in Fig. 3 gezeigt. Hier hat sich das Transportrad gegenüber Fig.
2 um weitere 10 - 20° gedreht. Die Lage des Schaufelelements 18 relativ zu seiner
Trägereinheit 16 wurde ebenfalls durch Drehung - nun nach einer Umkehr der Drehrichtung
im Uhrzeigersinn - um weitere 10 - 20° verändert. Damit ist die Ausrichtung des Schaufelelements
18 im Raum abgesehen von einer Verschiebung in Zuförderrichtung F und nach oben gegenüber
Fig. 2 im Wesentlichen unverändert. Da die vorlaufende Kante 32 am Anschlag 40 fixiert
ist, rutscht das aufzunehmende Produkt 28 in das V-förmige Schaufelelement 18 hinein.
Da der zweite Schenkel 18b und die nachlaufende Greiferbacke 24 noch immer miteinander
fluchten, gerät die nachlaufende Kante 30 des Produkts 28 auf diese Weise in eine
Position, in der sie durch Schliessen der Greiferbacken 24, 22 vom Greifer 12 erfasst
werden kann. Die Situation kurz vor dem Schliessen des Greifers ist Fig. 1 zu entnehmen,
wenn derjenige Greifer betrachtet wird, der dem zuvor beschriebenen Greifer vorausläuft.
[0038] Sobald das Produkt von einem Greifer 12 erfasst ist, wird das Schaufelelement 18
im Uhrzeigersinn verschwenkt und der zweite Schenkel 18b vom Produkt 28 entfernt,
hier durch Bewegen in Richtung zur Drehachse 11 unter dem ergriffenen Produkt 28 hervorgezogen
(siehe Fig. 1, Separiereelemente 14 bei "2 Uhr" und "3 Uhr"). Der erste Schenkel 18a
verläuft zunächst parallel zur Trägereinheit 16 (Fig. 2 Separierelement bei "4 Uhr").
Im weiteren Verlauf wird er in Bewegungsrichtung vor die Trägereinheit 16 verschwenkt
und schliesst im Abgabebereich 68 mit dieser sogar einen Winkel von bis zu 90° ein
(Fig. 1 Separierelement bei "12 Uhr"). Auf diese Weise gelangt der erste Schenkel
18a in den Bereich eines vorlaufenden Greifers 12. Dies ist Fig. 1-3 zu entnehmen,
wenn die beiden am höchsten Punkt der Bewegungsbahn U angekommenen Separierelemente
14 betrachtet werden. Vor und bei der Übergabe an die Wegfördereinrichtung 38 ist
das Schaufelelement 18 daher dem vorauslaufenden Greifer 12 zugeordnet. Der erste
Schenkel 18a dient dabei als Führungselement, welches die zunächst ergriffene, dann
freigelassene Kante 30 eines Produkts aus dem Greifer 12 und in Richtung auf das Förderband
der Wegfördereinrichtung 38 ablenkt. Des weiteren sind zwei seitlich vom Förderband
37 der Wegfördereinrichtung 38 und vom Transportrad 10 angeordnete Stützbügel 39 vorhanden,
die dieselbe Funktion erfüllen. Zusammen mit dem oben beschriebenen Stützförderer
56 und den radial aussen liegenden Flächen 16a der Trägereinheiten 16 werden die Produkte
28 nach Öffnen der Greifer 12 daher geführt und geordnet übergeben. Die bereits abgelegten
Produkte 28 werden durch die freien Enden der Greiferbacken 22, 24 gestützt und vom
Wegförderer 38 beabstandet gehalten, so dass ein neu abzulegendes Produkt 28 unter
ein bereits abgelegtes eingeführt werden kann.
[0039] Insgesamt werden die Produkte im Aufnahmebereich 66 aufgenommen, während etwa einer
halben Umdrehung des Transportrads 10 von den Greifern 12 gehalten und im Abgabebereich
68 unter Öffnung der Greifer 12 an die Wegfördereinrichtung 38 übergeben. Da die vom
Greifer 12 ergriffene Kante 30, d.h. die ursprünglich nachlaufende Kante des Produkts
28, im Abgabebereich 68 unter ein bereits losgelassenes vorlaufendes Produkt gebacht
wird, entsteht eine Schuppenformation S', bei der gegenüber der ursprünglichen Formation
S die vor- und nachlaufenden Kanten 30, 32 und die Positionen oben/unten vertauscht
sind.
[0040] Fig. 4 zeigt eine Detailansicht eines Separierelements 14. Der Mechanismus zum Verschwenken
des Schaufelelements 18 umfasst zwei Umlenkrollen 50, 52, von denen eine transportradseitig
an der Trägereinheit 16 angeordnet und drehfest mit einer Führungsrolle 46 verbunden
ist. Die andere Umlenkrolle 52 befindet sich am radial aussen liegenden Ende der Trägereinheit
16 und ist um die Achse 26 drehbar und drehfest mit dem Schaufelelement 18 verbunden.
Die beiden Umlenkrollen 50, 52 sind durch einen Riemen 48 miteinander gekoppelt. Eine
nicht mitdrehende Führungskulisse 54 mit zwei parallelen Führungsflächen 54a, 54b
begrenzt die Bewegung der Führungsrolle 46 in radialer Richtung und zwingt diese somit
je nach Stellung des Transportrads 10 in eine bestimmte Stellung relativ zur Trägereinheit
16. Beispielhaft sind hier eine erste Position der Führungsrolle 46 und der Führungskulisse
54 mit durchgezogenen Linien und eine zweite Position strichpunktiert angedeutet.
Diesen beiden Positionen entsprechen die Stellungen des Schaufelelements 18 in durchgezogenen
bzw. strich-punktierten Linien. Beim Drehen des Transportrads 10 wird die Führungsrolle
46 relativ zur Trägereinheit 16 verschwenkt und die Umlenkrolle 50 gedreht, was in
eine Drehbewegung der Umlenkrolle 52 und damit des Schaufelelements 18 übersetzt wird.
[0041] Das Schaufelelement 18 besteht im Profil aus einem geraden ersten Schenkel 18a und
einem kreisbogenförmigen zweiten Schenkel 18b. In Bewegungsrichtung kann das Schaufelelement
18 eine durchgehende oder auch durchbrochene Fläche mit dem in Fig. 4 gezeigten Profil
haben. Des weiteren können mehrere Schaufelelemente 18 quer zur Bewegungsrichtung
nebeneinander angeordnet und synchron bewegt sein, beispielsweise rechts- und linksseitig
vom Greifer.
[0042] Fig. 5 zeigt eine vergrösserte Darstellung des Aufnahmebereichs 66 einer erfindungsgemässen
Vorrichtung bei der gleichzeitigen Aufnahme von jeweils zwei Produkten 28a, 28b. Der
Aufbau des Transportrads 10 und der Greifer 12 bzw. Separierelemente 14 wurde bereits
mit Bezug auf Fig. 1-4 geschildert. Fig. 5 deutet zusätzlich zur bereits in Fig. 1-3
erkennbaren ersten Führungsrolle 58 zur Steuerung der Stellung der Greifer 12 relativ
zur Bewegungsbahn U auch die entsprechende erste Führungskulisse 62 in durchgezogenen
Linien an. Des weiteren sind gestrichelt die jeweiligen zweiten Führungsrollen 60
der Greifer 12 und ihre entsprechende Führungskulisse 64 angedeutet. Die ersten Führungsrollen
58 zusammen mit der ersten Führungskulisse 62 beeinflussen die Stellung der nachlaufenden
Greiferbacke 24 relativ zur Bewegungsbahn U. Die zweiten Führungsrollen 60 in Verbindung
mit der zweiten Führungskulisse 64 beeinflusst die Stellung der vorlaufenden Greiferbacke
22 (siehe auch
EP-A 1 055 620). Die Greiferbacken 22, 24 sind in Schliessstellung vorgespannt, d.h. ohne Einfluss
der zweiten Führungskulisse 64 ist der Greifer 12 geschlossen, und die erste Führungskulisse
62 beeinflusst die Stellung des gesamten Greifers 12 relativ zur Umlaufbahn U. Die
Führungskulisse 54 für die Separierelemente 14 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit
nicht dargestellt.
[0043] Die Produkte 28 werden in einer Doppelschuppenformation S" jeweils paarweise aufeinanderliegend
zugeführt. Vorliegend sind zwei Produkte 28 eines Paares leicht versetzt gezeigt,
um darzustellen, dass auch Fehler in der zugeführten Formation innerhalb gewisser
Grenzen korrigiert werden können.
[0044] Zur paarweisen Aufnahme von Produkten 28 werden die Separierelemente 14 so bewegt,
dass die vordere Kante 18c der Schaufelelemente 18 jeweils unter das untenliegende
zweite Produkt 28 eines Produktepaars greift und dieses zusammen mit dem darauf liegenden
Produkt 28 aus der Schuppenformation S" anhebt. Dabei können Unregelmässigkeiten ausgeglichen
werden.
[0045] Alternativ kann die Paarbildung auch erst im Aufnahmebereich 66 durch Zusammenwirken
mit dem Anschlag 40 erfolgen. Dabei wird das Transportrad 10 etwa mit der halben Zufördergeschwindigkeit
bewegt, so dass jeweils zwei einzeln herbeigeförderte Produkte 28 auf einen Greifer
12 kommen.
[0046] Fig. 6 zeigt das Antriebssystem einer erfindungsgemässen Vorrichtung. Des weiteren
zeigt Fig. 6 eine vorteilhafte Variante der Erfindung, bei der das Transportrad in
und entgegen der Zuförderrichtung F verschiebbar ist, um Unregelmässigkeiten, z.B.
eine Lücke 84, in einer zugeförderten Schuppenformation S auszugleichen oder eine
Lücke in der auslaufenden Schuppenformation S' zu bilden. Unter Lückenbildung wird
dabei das Überführen von Produkten 28 in die Greifer 12 derart verstanden, dass zumindest
ein Greifer 12 gezielt leer bleibt. Unter Ausgleich von Unregelmässigkeiten wird der
Vorgang verstanden, mit dem verhindert wird, dass trotz einer Unregelmässigkeit ein
oder mehrere Greifer 12 leer bleiben.
[0047] Im Folgenden wird zunächst das Antriebssystem in der Grundversion der Erfindung beschrieben.
Dieses umfasst einen ersten Antrieb 74, z.B. einen Motor, für das Transportrad 10.
Die Antriebskraft wird mittels eines ersten Zahnriemens 72 und eines Zahnrads 70,
das zum Transportrad 10 konzentrisch und damit starr verbunden ist, auf das Transportrad
10 übertragen. Der Zahnriemen 72 läuft dabei über eine Mehrzahl von Umlenkrollen 73,
73'. Vom Zahnriemen 72 werden auch der Stützförderer 56 sowie die Wegfördereinrichtung
38 angetrieben (letzteres nicht dargestellt). Über eine mechanische oder elektronische
Verbindung 76 treibt der Antrieb 74 auch die Zufördereinrichtung 36 an bzw. steuert
diese. Beispielsweise befindet sich zwischen dem Antrieb 74 und der Zufördereinrichtung
36 ein Getriebe, das für ein definiertes, gegebenenfalls verstellbares Übersetzungsverhältnis
sorgt.
[0048] Gemäss einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung ist das Transportrad 10
in und entgegen der Zuförderrichtung F verschiebbar. Es ist vorliegend dazu an einem
Schlitten 78 angeordnet, der entlang einer hier horizontal verlaufenden Schiene 86
zwischen zwei durch Anschläge 88, 90 definierten Endpositionen verschiebbar ist. Folgende
Elemente sind am Schlitten 78 gelagert: Transportrad 10 mit den Trägereinheiten 16,
20 für die Separierelemente 14 bzw. die Greifer 12; Anschlag 40, wobei seine Position
innerhalb des durch die Endpositionen 42, 44 definierten Bereichs relativ zum Schlitten
verstellbar ist; Stützförderer 56; Rolle 39 am Anfang der Wegfördereinrichtung 38;
Umlenkrollen 73' für den Zahnriemen 72; Stützförderband 102.
[0049] Zum Verschieben des Schlittens 78 ist ein weiterer Antrieb 80 vorhanden. Die Antriebskraft
wird mittels eines zweiten Zahnriemens 81 übertragen. Dieser Zahnriemen 81 ist durch
ein Kopplungselement 82 starr mit dem Schlitten 78 verbunden und verläuft im Bereich
des Schlittens 78 in Zuförderrichtung F. Der Antrieb 80 ist imstande, den gesamten
Schlitten 78 und die damit gekoppelten Bauelemente sehr schnell in bzw. entgegen der
Zuförderrichtung F zu bewegen. Die Geschwindigkeit ist dabei vorzugsweise um ein Vielfaches
höher als die Zufördergeschwindigkeit, so dass von einer nahezu instantanen Positionsänderung
des Schlittens 78 ausgegangen werden kann. Da das Zahnrad 70 beim Verschieben des
Schlittens 78 am Zahnriemen 72 abrollt, wird das Transportrad beim Verschieben in
Zuförderrichtung F mit erhöhter und beim Verschieben in entgegengesetzter Richtung
mit verminderter (sogar stillstehend) Geschwindigkeit angetrieben.
[0050] Fig. 6 zeigt den Schlitten und die damit verbundenen Bauelemente in zwei verschiedenen
Positionen. Die in Zuförderrichtung F hintere Position ist in durchgezogenen Linien
dargestellt. Eine in Zuförderrichtung F davor liegende Position ist strichpunktiert
gezeigt.
[0051] Eine Erfassungseinrichtung 92 ist imstande, Unregelmässigkeiten in der einlaufenden
Formation S zu detektieren und an eine Steuereinrichtung 104 zu melden, welche wiederum
die Antriebe 74, 80 steuert. Die Erfassungseinrichtung 92 umfasst beispielsweise eine
Lichtschranke in Verbindung mit einem weiteren optischen Sensor. Die Lichtschranke
dient dazu, nach einer echten Lücke im Produktestrom die Vorderkante 32 eines Produkts
28 zu identifizieren. Der weitere Sensor dient dazu, die nachlaufenden Kanten 30 der
Produkte 28 zu identifizieren. Diese Signale werden verarbeitet und geben Aufschluss
über die Regelmässigkeit der einlaufenden Formation S und insbesondere über den Abstand
D der nachlaufenden Kanten 30 voneinander. Liegt dieser Abstand ausserhalb eines vorgebbaren
Toleranzbereichs, wird über die Steuereinrichtung 104 die Verschiebung des Schlittens
78 in bzw. entgegen der Zuförderrichtung F veranlasst. Bei einem festgestellten zu
grossen Abstand, z.B. einer Lücke 84, wird der Schlitten 78 zum Ausgleich entgegen
der Zuförderrichtung F verschoben. Bei einem zu kleinen Abstand oder zur Herstellung
einer Lücke wird der Schlitten 78 in Zuförderrichtung F verschoben.
[0052] Die Fig. 7 und 8 zeigen eine vorteilhafte Weiterbildung der Vorrichtung gemäss Fig.
6 in zwei verschiedenen Stellungen beim Schliessen einer Lücke 84 in der einlaufenden
Schuppenformation S. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nur drei Separierelemente
14 und zwei Greifer 12 im Aufnahmebereich 66 dargestellt. Des weiteren ist nur die
Führungskulisse 54 für die Separierelemente 14 gezeigt und das Transportrad 10 nur
angedeutet. Wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 6 beschrieben, ist das Transportrad
10 zusammen mit dem Anschlag 40 in bzw. entgegen der Zuförderrichtung F verschiebbar.
Mit ihm wird das Stützförderband 102 verschoben, um einen definierten Abstand der
Auflage 34 zur Umlaufbahn U zu wahren. Das Förderband 37 der Zufördereinrichtung 36
ist dabei ortsfest (siehe auch Fig. 6).
[0053] Die Führungskulisse 54 für die Führungsrollen 46 der Separierelemente 14 ist vorliegend
um die Drehachse 11 des Transportrads 10 schwenkbar. Zum Ausführen der Schwenkbewegung
ist eine z.B. hydraulisch oder pneumatisch arbeitende Antriebseinrichtung 94 vorgesehen.
Sie bewegt eine Kolbenstange 96, die an der Führungskulisse 54 selbst bzw. an einem
damit starr verbundenen Hebelarm 98 schwenkbar gelagert ist. Durch Herausfahren der
Kolbenstange 96 um einen bestimmten Betrag wird die Führungskulisse 54 um einen Winkel
α gedreht. Ohne Betätigen der Antriebseinrichtung 94 ändert sich die Orientierung
der Führungskulisse 54 im Raum nicht.
[0054] Eine Lücke 84 in der einlaufenden Schuppenformation S wird wie folgt ausgeglichen:
Die in Fig. 6 gezeigte optische Erfassungseinrichtung 92 meldet der Steuereinrichtung
104, dass der Abstand zweier nachlaufender Kanten 30 vom gewünschten Abstand D in
der einlaufenden Schuppenformation S abweicht. Vorliegend beträgt der gemessene Abstand
etwa das Doppelte des gewünschten Abstands D. Fig. 7 zeigt den Zustand, in dem das
der Lücke 84 vorlaufende Produkt 28 bereits von einem Schaufelelement 18 untergriffen
und vom darunter liegenden Produkt abgehoben ist. Die Stellung der Schaufelelemente
18 im Übergabebereich 66 entspricht einer Situation, die zeitlich kurz vor der in
Fig. 3 gezeigten Situation liegt.
[0055] Aufgrund der Lücke 84 befindet sich das Schaufelelement 18 des nächsten Separierelements
14 in Zuförderrichtung F vor der zu ergreifenden Kante 30 des nächsten Produkts 28
(Fig. 7). Um zu verhindern, dass das Schaufelelement 18 ins Leere greift und somit
der zugeordnete Greifer 12 leer bleibt, werden das Transportrad 10 und der Anschlag
40 zusammen mit dem Stützförderband 102 durch den Schlitten 78 (Fig. 6) um einen Betrag
d entgegen der Zuförderrichtung F verschoben. Diese Situation ist in Fig. 8 gezeigt.
Der Betrag d ist dabei etwas kleiner als der gewünschte Schuppenabstand D und wurde
so gewählt, dass der Abstand der nachlaufenden Kanten 30 des bereits ergriffenen Produkts
und des nachfolgenden Produkts im wesentlichen dem Schuppenabstand D entspricht. Da
der Anschlag 40 relativ zum stationären Förderband 37 der Zufördereinrichtung 36 bewegt
wird, werden die bereits daran anstossenden Produkte, insbesondere das bereits vom
Schaufelelement 18 untergriffene Produkt relativ zu den noch nicht anstossenden Produkten
verschoben, so dass die Lücke 84 geschlossen wird. Unter Berücksichtigung der Zufördergeschwindigkeit
beträgt die Verschiebung d etwas weniger als der Schuppenabstand D.
[0056] Im Folgenden wird die Funktion der schwenkbaren Führungskulisse 54 erläutert: Wie
in Fig. 7 dargestellt, befindet sich die vordere Kante 18c des Separierelements 14,
das demjenigen Separierelement nachfolgt, welches bereits ein Produkt 28 untergriffen
hat, nur wenig oberhalb des Niveaus 100 der höchsten Punkte der einlaufenden Schuppenformation
S. Damit hat die vorlaufende Kante 18c fast dieselbe Höhe wie die nachlaufenden Kanten
30 der Produkte 28. Wie in Fig. 1-3 dargestellt, ist die Führungskulisse 54 so geformt,
dass die vordere Kante 18c aufgrund der Schwenkbewegung des Schaufelelements um die
Achse 28 beim Weiterdrehen des Transportrads 10 weiter bis unterhalb des Niveaus 100
abgesenkt wird. Beim Verschieben des Transportrads 10 entgegen der Zuförderrichtung
F tritt daher das Problem auf, dass die vordere Kante 18c des Schaufelelements 18
mit dem zu ergreifenden Produkt 28 an seiner freiliegenden Produktoberfläche in Berührung
kommen würde. Dadurch kann das Produkt beim Verschieben des Transportrads 10 beschädigt,
die Verschiebebewegung blockiert oder der Schwenkmechanismus für die Schaufelelemente
18 beschädigt werden.
[0057] Durch ein Verschwenken der Führungskulisse 54 um einen Winkel α von ca. 10 - 20°
in der Bewegungsrichtung der Greifer 12 bzw. Separierelemente 14, d.h. hier entgegen
des Uhrzeigersinns, wird dieses Problem gelöst. Denn in diesem Fall wird die Bewegung
des nach unten Schwenkens der Schaufelelemente 18 an einer in Bewegungsrichtung weiter
hinten liegenden Position durchgeführt. Dies bewirkt, dass die vordere Kante 18c oberhalb
des Niveaus 100 bleibt, bis sich das Produkt 28 in Zuförderrichtung F vor der vorderen
Kante 18c befindet. Aufgrund der Kulissenverschiebung erfolgt auch die Schwenkbewegung
des Schaufelelements 18, das bereits ein Produkt untergriffen hat, verzögert. Dies
ist jedoch ohne Einfluss auf den Übergabeprozess an den Greifer 12, da sich das Produkt
bereits so weit auf der durch den zweiten Schenkel 18b definierten Auflagefläche des
Schaufelelements 18 befindet, dass es in den Greifer 12 überführt werden kann.
[0058] Wenn die in Fig. 8 gezeigte Position erreicht ist, wird die Führungskulisse 54 durch
Ansteuerung der Antriebseinrichtung 94 wieder um den Winkel α in die ursprüngliche
Position gemäss Fig. 7 zurückgedreht. Das noch leere Schaufelelement 18 wird deswegen
geringfügig schneller als im Normalbetrieb relativ zu seiner Trägereinheit 16 verschwenkt.
Gleiches gilt während des Verschwenkens der Führungskulisse 54 auch für alle anderen
Schaufelelemente, ist jedoch ohne Einfluss auf ihre Funktion.
[0059] Das in Fig. 7 und 8 dargestellte Verschwenken der Führungskulisse 54 dient in erster
Linie dazu, die vordere Kante des Schaufelelements 18 auch bei Unregelmässigkeiten
84 in der einlaufenden Schuppenformation S gezielt hinter die zu untergreifende Produktkante
30 abzusenken und eine Berührung mit der Produktoberfläche zu vermeiden. Wenn die
zweiten Schenkel 18b der Schaufelelemente 18 zumindest in einer vom Produkt wegweisenden
Richtung elastisch sind und daher das Produkt auch bei Berührung nicht verletzen können,
kann auf die verschwenkbare Führungskulisse 54 auch verzichtet werden. Eine solche
Elastizität, die gleichzeitig eine genügende Stabilität beim Untergreifen eines Produkts
ermöglicht, kann durch ein quer zur Zuförderrichtung F aus Lamellen aufgebauten Schaufelelement
18 erreicht werden, das in Richtung zur Schwenkachse 26 flexibel und in der entgegengesetzten
Richtung starr ist.
[0060] Zum Bilden einer Lücke wird der Schlitten 78 in Zuförderrichtung F verschoben. Damit
greift ein Greifer 12 im Aufnahmebereich 66 ins Leere, was zu der zu bildenden Lücke
in der auslaufenden Formation S' führt. Der Schlitten 78 wird sodann wieder zurück
in die Ausgangsposition geschoben. Ein Verstellen der Steuerkulisse 54 ist in diesem
Fall nicht notwendig.
[0061] Der in Fig. 6 gezeigte Verschiebemechanismus und die in Fig. 7 und 8 gezeigte verstellbare
Steuerkulisse können auch bei Vorrichtungen eingesetzt werden, die mit herkömmlichen
Separierelementen arbeiten, insbesondere bei einer Vorrichtung gemäss
EP-A 1 055 620.
1. Vorrichtung zum Aufnehmen und Fördern von flächigen Produkten (28), insbesondere Druckereiprodukten,
mit einer Mehrzahl von Greifern (12), die entlang einer Greifer-Bewegungsbahn in einer
Greifer-Bewegungsrichtung bewegbar sind, und einer Mehrzahl von davon unabhängigen
Separierelementen (14), die entlang einer Separierelemente-Bewegungsbahn in einer
Separierelemente-Bewegungsrichtung bewegbar sind, wobei die Greifer-Bewegungsbahn
und die Separierelemente-Bewegungsbahn wenigstens in einem Aufnahmebereich (66) aneinander
annähern und wobei die Separierelemente (14) imstande sind, ein sich im Aufnahmebereich
(66) unterhalb der Greifer- bzw. Separierelemente-Bewegungsbahn befindendes Produkt
(28) wenigstens teilweise derart anzuheben, dass es von einem Greifer (14) erfasst
werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Separierelemente (14) jeweils wenigstens ein Schaufelelement (18) umfassen, das
eine Kante (30) eines wenigstens teilweise auf einem weiteren Produkt oder auf einer
Auflage (34) aufliegenden Produkts (28) zu untergreifen und anzuheben imstande ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Separierelemente-Bewegungsbahn derart geformt und/oder die Separierelemente (14)
relativ zur Separierelemente-Bewegungsbahn derart bewegbar sind, dass eine in der
Separierelemente-Bewegungsrichtung vordere Kante (18c) des Schaufelelements (18) im
Aufnahmebereich (66) hinter einer zu ergreifenden Kante (30) eines Produkts (28) abgesenkt
und anschliessend schneller als das Produkt (28) bewegt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Anschlag (40), der im Aufnahmebereich (66) einen Widerstand für die vorlaufende
Produktkante zu bilden imstande ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Separierelemente (14) eine Trägereinheit (16) umfassen, die mit Bezug auf die
Separierelemente-Bewegungsbahn ortsfest ist, und dass das Schaufelelement (18) an
der Trägereinheit (16) schwenkbar gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaufelelement (18) einen mit der Trägereinheit (16) drehbar verbundenen ersten
Schenkel (18a) und einen damit starr verbundenen zweiten Schenkel (18b) umfassen,
wobei der erste Schenkel (18a) vorzugsweise im Profil gerade und der zweite Schenkel
(18b) vorzugsweise im Profil mit Bezug auf die Separierelemente-Bewegungsrichtung
konvex gewölbt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (12) zwei Greiferbacken (22, 24) aufweisen und dass die Schaufelelemente
(18) eine Stützfläche definieren, die beim Aufnahmeprozess ein Produkt (28) zu stützen
imstande ist, wobei die Stützfläche im Aufnahmebereich (66) wenigstens teilweise zwischen
den Greiferbacken (22, 24) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufelelemente (18) mittels einer Separierelemente-Steuereinrichtung wenigstens
im Aufnahmebereich (66) relativ zur Separierelemente-Bewegungsbahn schwenkbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Separierelemente (14) wenigstens ein Führungselement (46) umfassen und dass die
Separierelemente-Steuereinrichtung eine mit den Führungselementen zusammenwirkende
Separierelemente-Steuerkulisse (54) umfasst.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der Separierelemente-Steuerkulisse (54) relativ zur Separierelemente-Bewegungsbahn
veränderbar ist, so dass die Position, in der die Separierelemente (14) die zum Abheben
eines Produkts (28) notwendige Bewegung durchführen, innerhalb der Separierelemente-Bewegungsbahn
variabel ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Zufördereinrichtung (36) für die aufzunehmenden Produkte (28), deren Zuförderrichtung
(F) im Aufnahmebereich (66) wenigstens annähernd gleich gerichtet ist wie die Greifer-Bewegungsrichtung
und die Separierelemente-Bewegungsrichtung.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (12) und die Separierelemente (14) an einem gemeinsamen Transportorgan,
insbesondere einem Transportrad (10), angeordnet sind, das in und entgegen der Zuförderrichtung
(F) der Zufördereinrichtung (36) verschiebbar ist, um Unregelmässigkeiten in einer
mittels der Zufördereinrichtung (36) zum Aufnahmebereich (66) transportierten Formation
von Produkten (28) ausgleichen zu können.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch einen im Aufnahmebereich (66) angeordneten Anschlag (40) für die mit der Zufördereinrichtung
(36) transportierten Produkte, wobei der Anschlag (40) zusammen mit dem gemeinsamen
Transportorgan verschiebbar ist, vorzugsweise indem der Anschlag (40) und das Transportorgan
auf einem gemeinsamen Schlitten (78) angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie imstande ist, ein in einer einlaufende Schuppenformation (S) zugefördertes Produkt
(28) aufzunehmen und derart abzugeben, dass im Abgabebereich eine auslaufende Schuppenformation
(S') entsteht, bei der die nachlaufenden und vorlaufenden Produktkanten (30, 32) vertauscht
sind, vorzugsweise derart, dass eine zuerst nachlaufend obenliegende Produktkante
zu einer vorlaufend untenliegenden Produktkante wird.