(19)
(11) EP 1 835 969 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.12.2015  Patentblatt  2015/50

(21) Anmeldenummer: 06701793.9

(22) Anmeldetag:  09.01.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A62C 2/10(2006.01)
A62C 3/00(2006.01)
B66B 5/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2006/000091
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2006/074885 (20.07.2006 Gazette  2006/29)

(54)

MOBILE RAUCH- UND BRANDSCHUTZVORRICHTUNG

MOBILE SMOKE CONTROL AND FIRE PROTECTION DEVICE

DISPOSITIF MOBILE DE PROTECTION CONTRE LA FUMEE ET LES INCENDIES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 11.01.2005 DE 102005001211
02.05.2005 DE 202005007137 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.09.2007  Patentblatt  2007/39

(73) Patentinhaber: Reick, Michael
73054 Eislingen/Fils (DE)

(72) Erfinder:
  • Reick, Michael
    73054 Eislingen/Fils (DE)

(74) Vertreter: Lorenz, Werner 
Lorenz & Kollegen Patentanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB Alte Ulmer Strasse 2
89522 Heidenheim
89522 Heidenheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
CH-A- 178 693
US-A- 3 434 252
DE-U1- 29 805 216
US-A- 5 188 186
   
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 2003, Nr. 08, 6. August 2003 (2003-08-06) -& JP 2003 111860 A (SUZUKI KAZUNARI), 15. April 2003 (2003-04-15)
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung in Gebäuden und ein Verfahren zur Verhinderung einer Rauch- und Brandausbreitung in baulichen Anlagen.

[0002] In einem Brandfall nutzt die Feuerwehr im allgemeinen das Treppenhaus als Angriffsweg. Die Tür, insbesondere eine Wohnungstür, hinter der sich der Brand befindet, wird von der Feuerwehr geöffnet. Nach dem Betreten des brennenden Raumes muss die Eingangstür zumindest aufgrund des Schlauches der Feuerwehr einen Spalt offen bleiben. Gleiches gilt wenn weitere Personen eintreten oder die Brandstelle verlassen. In diesem Fall muss die Türe sogar noch weiter geöffnet werden. Das Öffnen einer Türe, hinter der sich der Brand befindet und auch das zumindest teilweise gezwungenermaßen Offenhalten der Türe führt in den meisten Fällen zu einer Rauchausbreitung und damit zu einer Gefährdung für Menschen durch den Brandrauch und zu einer Steigerung des Brandschadens. Auch in den Fällen, in denen der Brand nicht direkt hinter der Eingangs- bzw. Wohnungstüre liegt, sondern in einem anderen Raum der Wohnung, wird durch die zu öffnende Türe, hinter der sich der Brand befindet, durch deren Offenstehen beim Löschvorgang eine Schadensvergrößerung durch eine Rauchausbreitung auf die gesamte Wohnung und von dort aus auch weiter in das Treppenhaus verursacht. Die Schadensvergrößerung wird sogar noch größer, wenn eine Türe gewaltsam geöffnet werden musste, da diese sich dann überhaupt nicht mehr sicher schließen lässt. Gleiches gilt selbstverständlich auch für Büros, Praxen und andere Nutzungseinheiten in einem Gebäude.

[0003] Alternative Angriffswege, zum Beispiel über ein Fenster in den Brandraum, sind zum einen aufwendiger, zum Teil problematischer bzw. gefährlicher für die Einsatzkräfte und außerdem auch nicht generell realisierbar.

[0004] Man versucht zwar bereits, das Rauchproblem durch sogenannte Überdruckventilation mittels leistungsstarker Ventilatoren zu minimieren. Diese sollen einen relativen Überdruck erzeugen und einen Luftstrom erzwingen, der einen weiteren Raucheintrag in einen Treppenraum reduziert. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Überdruckventilation nicht immer erfolgreich durchgeführt werden kann. Bei größeren Bauten und auch bei öffentlich genutzten Gebäuden sind zwar häufig bauliche Auflagen zur Verhinderung einer Rauch- und Brandausbreitung baurechtlich vorgeschrieben, wie zum Beispiel Brandschutztüren, aber wenn durch die Brandschutztüren gegangen werden muss und zum Beispiel Gerätschaften und Löschschläuche durchgeführt werden müssen, ist deren Funktionsweise hinfällig geworden, da auch in diesem Falle die Brandschutz- bzw. Rauchschutztür häufig nicht mehr geschlossen werden kann.

[0005] Um eine Rauchausbreitung zu vermeiden, wenn eine Türe nicht mehr geschlossen werden kann, ist es aus der DE 296 08 290 U1 bereits bekannt, einen Luftschleier zur Absicherung eines Durchgangs zu erzeugen, wobei Luft im Bereich des Durchgangs von oben nach unten in einer ausreichenden Stärke strömen soll, um den Durchtritt von Rauch oder Feuer zu verhindern. Eine derartige Einrichtung hat jedoch nur begrenzte Wirkung und muss stationär an allen relevanten Türen montiert sein. Darüber hinaus kann sich die Luftzuführung nachteilig für die Ausbreitung des Brandes auswirken und aufgrund der erzeugten Luftströmung kann es aufgrund von Verwirbelungen zu einer Vergrößerung des Rauchgasvolumens kommen.

[0006] Aus der DE 298 05 216 U1 ist eine fest in einem Gebäude installierte Rauchschutztüre bekannt, wobei das Türblatt oder/und der Türrahmen im unteren Bereich mit einem Bedarfsdurchlass für einen Feuerwehrschlauch oder dergleichen versehen ist.

[0007] Nachteilig bei dieser Brandschutztüre ist jedoch, dass diese in einer entsprechend hohen Anzahl in einem Gebäude vorhanden sein muss. Neben einer optisch unschönen Ausgestaltung ist der Bedarfsdurchlass nach Art einer Zugangsöffnung für Kleintiere, wie zum Beispiel Katzen, eine Schwachstelle im Falle eines Einbruchs und schwächt die mechanische Stabiltät eines Türblattes.

[0008] Aus der US 5,188,186 ist eine mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung für Mineneingänge oder ähnliche Öffnungen bekannt. Die Schutzvorrichtung weist vertikale Stützen und auf der Oberseite ein herausziehbares Querteil zur Anpassung an die zu verschließende Öffnung auf. Die vorbekannte Schutzvorrichtung ist als vorbeugende Maßnahme für Gefahrenstellen vorgesehen und relativ schwer im Gewicht und umständlich zu montieren.

[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung zu schaffen, mit der die Feuerwehr in einem Brandfall Öffnungen in einem Gebäude wirksam, sicher und schnell verschließen kann, wobei die Öffnungen jedoch im Bedarfsfall einen Zutritt für Personen, die den Brand bekämpfen, und/oder eine Durchführung von Gerätschaften zur Brandbekämpfung ohne nennenswerten Rauchdurchtritt ermöglichen sollen.

[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Vorrichtungsmerkmale gelöst.

[0011] Mit der erfindungsgemäßen Rauch- und Brandschutzvorrichtung kann insbesondere eine unkontrollierte Rauchausweitung verhindert werden. Türen, insbesondere Wohnungstüren, die zu einem Treppenraum bzw. Treppenhaus hin angeordnet sind, öffnen im allgemeinen nach innen. Dies bedeutet, die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung kann vor der zu öffnenden Türe in die Öffnung, zum Beispiel in die Türzarge, eingepasst werden, womit ein "Rauchverschluss" mindestens im oberen Bereich der Öffnung gegeben ist. Erst anschließend wird die Wohnungstür geöffnet, wobei sich durch die Durchgangsöffnung und/oder die Durchführungsöffnung in der Abdichteinheit, die in Form und Größe an die Öffnung im Gebäude angepasst ist, dem Brand genähert werden kann bzw. Gerätschaften, Brandbekämpfungsausrüstung, wie zum Beispiel ein Löschschlauch, zur Brandstelle gebracht werden kann. Anschließend kann die Durchgangsöffnung und/oder die Durchführungsöffnung wieder weitgehend geschlossen werden.

[0012] Soweit eine Türe ausnahmsweise entgegen der Angriffsrichtung der Einsatzkräfte aufschlägt, kann die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung unmittelbar nach Öffnen der Türe eingesetzt werden. In diesem Fall, der nur selten vorkommen wird, kann die Rauchausbreitung bereits kurz nach dem Einbau wieder kontrolliert werden.

[0013] Da sich Rauch nach oben zu ausbreitet, wird man die Durchgangsöffnung und/oder die Durchführungsöffnung im unteren Bereich der Abdichteinheit vorsehen. Auf diese Weise können die umliegenden Räume, insbesondere ein Treppenhaus oder Treppenraum rauchfrei bleiben oder falls bereits Rauch eingedrungen ist, schneller entraucht werden.

[0014] Von Vorteil ist weiterhin, dass der Rettungstrupp für den eingesetzten Angriffstrupp unmittelbar vor dem brennenden Raum hinter der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung zur Verfügung stehen kann. Auf diese Weise werden längere Wege vermieden und eine schnellere Brandbekämpfung ist möglich.

[0015] Von Vorteil ist auch, dass ein Angriffstrupp sich bereits nach dem Verlassen des Brandherdes hinter der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung in einem weitgehend sicheren Bereich befindet.

[0016] Als flexibles Material wird man in einer vorteilhaften Ausgestaltung ein Gewebe oder eine Folie verwenden, die hochtemperaturbeständig und gegenüber Flammeneinwirkung widerstandsfähig ist.

[0017] Zur Anpassung an unterschiedliche Öffnungen ist die Abdichteinheit in ihren Ausmaßen wenigstens teilweise veränderbar.

[0018] Hierzu ist die Abdichteinheit mit einem Spann- oder Klemmrahmen versehen, der mit verstellbaren Rahmengliedern versehen ist. Als verstellbare Rahmenglieder können zum Beispiel teleskopartige Rahmenglieder vorgesehen sein, die sowohl in der Höhe als auch in der Breite die Abdichteinheit an die zu verschließende Öffnung anpassen.

[0019] In einer sehr vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Abdichteinheit aus zwei- oder mehrteiligen Abdichtelementen gebildet ist. Auf diese Weise kann die Abdichteinheit noch optimaler angepasst werden. So kann man zum Beispiel im oberen Bereich die Abdichteinheit mit einem Spannrahmen versehen und hier eine sichere Abdichtung erreichen, während im unteren Bereich ein Abdichtelement vorgesehen ist, das flexibel ausgebildet ist und für eine Durchgangsöffnung und/oder Durchführungsöffnung vorgesehen ist bzw. entsprechend ausgebildet ist. Hierzu kann zum Beispiel das untere Abdichtelement als eine Art Vorhang ausgebildet sein.

[0020] Wenn man den Spannrahmen in Richtung auf den unteren Bereich ausziehbar ausbildet, wird eine noch bessere Abdichtung erreicht. So kann zum Beispiel auf diese Weise die Durchgangsöffnung oder die Durchführungsöffnung entsprechend bei Nichtbenutzung verkleinert oder sogar vollständig geschlossen werden.

[0021] Ein weiterer sehr großer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Schutzvorrichtung nach Beendigung des Einsatzes, d.h. nach Löschung des Brandes, in der Öffnung verbleiben kann, wobei sie mit Abdichtelementen versehen wird, wie zum Beispiel Klebemittel oder Klebestreifen. In diesem Fall lässt sich ein wenigstens weitgehend rauchdichter Verschluss erreichen. Wenn dann eine Möglichkeit gegeben ist, dass Rauch und Geruch abziehen kann, zum Beispiel durch ein Fenster, dann kann die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung mehrere Tage verbleiben und es wird vermieden, dass sich Brandgeruch im ganzen Haus ausbreitet bzw. nicht beseitigbar ist.

[0022] Mit der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung lassen sich neben erheblichen Gesundheitsschäden auch sehr große Sachschäden verhindern. Nicht nur im Geschosswohnungsbau, auch bei modernen Gebäuden mit einem immer größeren zusammenhängenden Luftraum, ist auf diese Weise eine einfache Möglichkeit der Rauchbegrenzung durch die Feuerwehr in einem Brandfall gegeben. Gerade bei modernen Gebäuden mit mehrgeschossigen Foyers oder Atrien funktioniert die Überdruckventilation aufgrund der meist hohen Leckrate des großen Luftraumes sehr schlecht und andererseits treten hier durch Rauchausbreitung in einen großen Bereich enorme Schäden durch Brandrauch auf.

[0023] Wenn eine oder mehrere Abluftöffnungen in dem von einem Brand betroffenen Raum geschaffen werden, wird eine Rauchausbreitung in nicht vom Brand betroffene Räume verhindert.

[0024] Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung nutzt physikalisch die sich bei einem Brand einstellende Thermik in einem Raum, den sogenannten "Kamineffekt". Bei einer Abluftöffnung im oberen Raumbereich, welche in der Regel durch Fenster gebildet werden, kann die Zuluftöffnung im unteren Bereich durch die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung kontrolliert eingestellt werden. Hierdurch ergibt sich ein Luftstrom aus dem Bereich, der rauchfrei gehalten werden soll (in der Regel der Treppenraum) in den vom Brand betroffenen Bereich und ein Abströmen von Brandrauch aus der Abluftöffnung im oberen Bereich des Brandraumes. Die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung kann daher auch ohne Überdruckventilatoren eine Rauchausbreitung aufgrund dieses physikalischen Prinzips verhindern. Wird die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung durch den Einsatz von Überdruckventilatoren ergänzt, lässt sich die Wirkungsweise der erzwungenen Luftströmung steigern, indem die Luftströmung im Gebäude besser kontrolliert werden kann.

[0025] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen und aus den nachfolgend anhand der Zeichnung prinzipmäßig beschriebenen Ausführungsbeispielen.

[0026] Es zeigt:
Fig. 1
einen schematisch einfachen Grundriss einer Gebäudeöffnung mit der erfindungsgemäßen Rauch- und Brandschutzvorrichtung bei Montage in eine Wandebene;
Fig. 2
eine schematisch vereinfachte Ansicht einer Gebäudeöffnung mit der erfindungsgemäßen Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 3
einen schematisch vereinfachten Grundriss einer Gebäudeöffnung mit einer erfindungsgemäßen Rauch- und Brandschutzvorrichtung bei Montage vor einer Wandebene;
Fig. 4
eine schematisch vereinfachte Ansicht einer Gebäudeöffnung mit der erfindungsgemäßen Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach Fig. 3;
Fig. 5
eine schematisch vereinfachte Ansicht einer Gebäudeöffnung mit einer erfindungsgemäßen Rauch- und Brandschutzvorrichtung in einer Ausführungsvariante mit einem seitlich geschlossenen Vorhang (perspektivische Darstellung des Vorhangs);
Fig. 6
einen schematisch vereinfachten Schnitt durch eine Gebäudeöffnung mit der erfindungsgemäßen Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach Fig. 5;
Fig. 7
eine schematisch vereinfachte Ansicht einer Gebäudeöffnung mit einer erfindungsgemäßen Rauch- und Brandschutzvorrichtung in einer Ausführungsvariante mit einem Reißverschluss;
Fig. 8
einen schematisch vereinfachten Schnitt durch eine Gebäudeöffnung mit der erfindungsgemäßen Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach Fig. 7;
Fig. 9
eine schematisch vereinfachte Ansicht einer Gebäudeöffnung mit einer erfindungsgemäßen Rauch- und Brandschutzvorrichtung in einer Ausführungsvariante mit einem Spannrahmen im oberen Bereich, der optional nach unten ausziehbar ist;
Fig. 10
eine schematisch vereinfachte Ansicht der Ausführungsvariante nach Fig. 9 mit einem nach unten ausgezogenen Spannrahmen;
Fig. 11
eine weitere Ausführungsvariante mit Spannstangen, und
Fig. 12
eine Einsatzmöglichkeit mit zwei übereinander in eine Türöffnung eingesetzten Rauch- und Brandschutzvorrichtungen jeweils in einer Ausführungsvariante nach Fig. 11.


[0027] Fig. 1 zeigt einen schematisch vereinfachten Grundriss einer Gebäudeöffnung 11 mit einer erfindungsgemäßen Rauch- und Brandschutzvorrichtung 13, welche nachfolgend zur Vereinfachung nur kurz als "Schutzvorrichtung" bezeichnet wird, bei Montage in einer Wandebene 10. Die Schutzvorrichtung 13 ist mit einer nachfolgend noch näher erläuterten Abdichteinheit versehen. Sofern ein Türblatt 12 in Angriffsrichtung der vorgehenden Einsatzkräfte aufschlägt, lässt sich die Schutzvorrichtung 13 in der Wandebene 10 (vornehmlich innerhalb der Türzarge) bereits vor dem Öffnen der Türe montieren. Häufig ist dieser zugängliche Bereich in etwa so breit wie die Wanddicke, in die die Tür eingebaut ist. In diesem Fall lässt sich der Rauchverschluss leicht in den zugänglichen Bereich des Türrahmens verspannen.

[0028] Fig. 2 zeigt eine schematisch vereinfachte Ansicht nach dem Einbau der Schutzvorrichtung 13 gemäß Fig. 1 in der Wandebene 10. Zur besseren Orientierung ist beispielhaft eine untere und obere Decke 14 dargestellt.

[0029] Fig. 3 zeigt einen schematisch vereinfachten Grundriss einer Gebäudeöffnung 11 einer Schutzvorrichtung 13 bei Montage vor der Wandebene 10. Diese Einbauvariante kann bei einer sehr schmalen Wand vorteilhaft sein. Weiterhin ist diese Einbauart regelmäßig dann anzuwenden, wenn eine Tür 12 entgegen der Richtung der vorgehenden Einsatzkräfte aufschlägt. In diesem Fall ist es lediglich erforderlich, die Schutzvorrichtung 13 auf beliebige Weise an der Wand 10 in weitgehend dichter Weise zu befestigen. Dies kann zum Beispiel durch Schussapparate zur Schnellbefestigung mittels Latten erfolgen.

[0030] Die Schutzvorrichtung 13 lässt sich selbstverständlich nicht nur in Türöffnungen einbringen, sondern auch in Decken oder Böden, die entsprechende Öffnungen besitzen.

[0031] Fig. 4 zeigt eine schematisch vereinfachte Ansicht nach dem Einbau der Schutzvorrichtung 13 gemäß Fig. 3 vor der Wandebene 10.

[0032] In den Figuren 5 bis 12 sind verschiedene Ausgestaltungen der Schutzvorrichtung 13 dargestellt, wobei diese durch verstellbare Abdichteinheiten an unterschiedliche Öffnungsformen und -großen angepasst werden kann. Hierzu wird die Schutzvorrichtung 13 entsprechend in die Öffnung verspannt oder eingeklemmt.

[0033] Die Figuren 5 bis 8 zeigen Abdichteinheiten 16 aus flexiblem Material, welche umlaufend mit einem Schwellkörper 15 versehen sind. Der Schwellkörper 15, der nicht mehr Teil dieser Erfindung ist, kann nach Art eines Schlaubootes ausgeführt sein, aus mehreren Luftkammern mit Ventilen bestehen und über eine Pressluftflasche gefüllt werden. Auf diese Weise ergibt sich eine vollständig dichte Anpassung an die vorhandene Öffnung. Die Abdichteinheit 16 kann seitlich mit ebenfalls flexiblen Seitenteilen 17, zum Beispiel in Dreiecksform, versehen werden. Der untere Rand der Abdichteinheit 16 kann zum Beispiel über einen Klettverschluss 19 an den unteren Schwellkörper 15 fixiert werden.

[0034] Beim Lösen des Klettverschlusses 19 kann die Abdichteinheit 16 nach vorne herausgeklappt werden, wodurch sich eine Durchgangsöffnung 18 im unteren Bereich für Personen oder eine Durchführungsöffnung für Gerätschaften zur Brandbekämpfung ergibt. Bei Nichtbenutzung kann die Abdichteinheit 16 mit den beiden Seitenteilen 17 wieder dicht verschlossen werden. Die Abdichteinheit 16 kann optional auch über die flexiblen Seitenteile 17 fest mit den seitlichen Schwellkörpern 15 verbunden sein.

[0035] Die Montage der Schutzvorrichtung 13 in oder vor einer Gebäudeöffnung 11 kann auch mechanisch, zum Beispiel durch eine Befestigung mit Nägeln, Schrauben oder dergleichen erfolgen. Ebenso ist eine magnetische Befestigung, zum Beispiel mit einem Streifenmagneten, der an der Abdichteinheit 16 angeordnet ist, möglich, wenn eine metallische Türzarge vorhanden ist.

[0036] Alternativ ist es auch möglich, eine Klebeverbindung zu der die Öffnung umgebenden Wände oder zu einer Türzarge vorzusehen.

[0037] Wenn die erfindungsgemäße Schutzvorrichtung Eingang bei der Brandbekämpfung gefunden hat und zum Beispiel jede oder nahezu jede Feuerwehr damit ausgerüstet ist, lässt sich eine weitere Erleichterung dahingehend erreichen, wenn bei der Planung und Errichtung eines Gebäudes bei Türen, insbesondere bei Brandschutztüren, eine umlaufende Nut oder Aussparungen, Bohrungen, Befestigungsglieder und ähnliches in dem Türrahmen bzw. der Türzarge oder in einem Wandteil neben der Türe vorgesehen sind. Im Brandfall kann dann diese Nut zur Aufnahme von Führungsteilen der Abdichteinheit 16 zu deren Verankerung an der Türzarge dienen.

[0038] Möglich ist ebenfalls, dass bei einem Gebäude alle Türen entsprechend vorgerüstet werden und dann im Brandfall eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung vor Ort vorgehalten wird. Bei entsprechender Vorbereitung an den Türen kann die Schutzvorrichtung im Brandfall schnell montiert werden und damit der Widerstand jeder Tür gegenüber einer Brand- oder Rauchausbreitung erhöht werden. Vorteilhaft ist diese Vorgehensweise insbesondere bei großen Gebäuden, wie z.B. Verwaltungsgebäuden, Krankenhäusern, usw. und auch immer dann, wenn in einem Betrieb mit einer eigenen Feuerwehr (sogenannte Betriebsfeuerwehr), die bei der Feuerwehr vorhandene erfindungsgemäße Schutzvorrichtung mit den Vorbereitungen an den einzelnen Türen zusammenpasst.

[0039] In den Figuren 7 und 8 ist eine Ausführungsvariante dargestellt, wobei die Abdichteinheit 16 mit einem Reißverschluss 20 verschlossen werden kann. Um eine Durchgangsöffnung bzw. Durchführungsöffnung zu ergeben, ist es in diesem Fall lediglich erforderlich, den Reißverschluss, den man im allgemeinen dann zweiteilig ausführen wird, entsprechend teilweise, vorzugsweise im unteren Bereich, zu öffnen. Bei dieser Ausführungsvariante wird sich die Schutzvorrichtung 13 im allgemeinen innerhalb der Wandebene 10 befinden, wie dies aus der Fig. 8 ersichtlich ist.

[0040] Anstelle eines umlaufenden Schwellkörpers 15, der mit Luft oder Reaktionsschaum gefüllt wird, kann selbstverständlich auch eine Anpassung über pneumatische oder hydraulische Mittel (insbesondere Zylinder) erfolgen. Gleiches gilt für mechanische Anpassungsglieder, wie dies nachfolgend anhand der Figuren 9 bis 12 beschrieben wird. Bei dieser Ausführungsvariante ist die Abdichteinheit 16 mit einem Spann- und Klemmrahmen 21 versehen, der verstellbare Rahmenglieder 22 aufweist. Die verstellbaren Rahmenglieder 22 können zum Beispiel Vierkantprofile aus Aluminium sein, die als Hohlkörper ausgebildet sind.

[0041] Auf diese Weise können die Rahmenglieder 22 unverdrehbar ineinander schiebbar ausgeführt werden und bei Bedarf teleskopartig auseinandergezogen werden, wodurch eine Anpassung an die zu verschließende Öffnung auf einfache Weise erreicht wird. Hierzu können zwei seitlich in vertikaler Richtung verlaufende Rahmenglieder und wenigstens zwei in horizontaler Richtung verlaufende Rahmenglieder vorgesehen sein, die entsprechend einen Rahmen bilden. Bei biegesteifer Ausführung der Eckverbindungen können die beiden vertikalen Rahmenglieder gegebenenfalls auch nur durch ein horizontales Rahmenglied verbunden sein.

[0042] Wenn ein drittes horizontales Rahmenglied vorhanden ist, wie dies in den Figuren 9 und 10 dargestellt ist, lässt sich der durch den Rahmen 21 sehr stabil ausgebildete obere Bereich nach unten verlängern, wenn die beiden seitlichen vertikalen Rahmenglieder 22 entsprechend teleskopartig nach unten ausgefahren werden.

[0043] In der Fig. 9 ist eine eingeschobene Position des verstellbaren Spann- und Klemmrahmens 21 und in Fig. 10 eine nach unten ausgefahrene Position dargestellt. Wie ersichtlich wird auf diese Weise eine hohe Stabilität für die Schutzvorrichtung 13 geschaffen.

[0044] Wie weiterhin aus den Figuren 9 und 10 ersichtlich ist, ist die Abdichteinheit 16 zweiteilig ausgebildet. Während im oberen Bereich ein flexibles Material zwischen die verstellbaren Rahmenglieder 22 gespannt ist, hängt das flexible Material unterhalb des Spann- und Klemmrahmens 21 als eine Art Vorhang 16a nach unten und verschließt damit den unteren Bereich der Öffnung. Mit seitlichen Dichtstreifen, zum Beispiel Klebebändern, können seitlich überstehende Teile des Vorhangs 16a an einer Türzarge 23 zur Abdichtung befestigt werden.

[0045] Falls das flexible Material, zum Beispiel ein Gewebe oder eine Folie, im Bereich des Spann- und Klemmrahmens 21 nicht genügend elastisch ist, um Anpassungen an große Öffnungen zu ermöglichen, kann das Gewebe oder die Folie -ebenso wie im unteren Bereich- entsprechend seitlich und nach oben bzw. unten größer ausgebildet werden und entsprechend über den Spann- und Klemmrahmen 21 überstehen. Durch nicht näher dargestellte Klemmglieder kann dann nach einem Ausfahren und Einstellen der Rahmenglieder 22 an die zu schließende Öffnung das Gewebe oder die Folie entsprechend an den Rahmengliedern 22 so eingespannt werden, dass sich zwischen den Rahmengliedern 22 ein gespanntes Gewebe ergibt. Das Fixieren des flexiblen Materials kann auch auf sehr einfache Art durch die Einspannung zwischen dem Spann- und Klemmrahmen 16 und der Türzarge 23 erfolgen. Alternativ kann das Gewebe oder die Folie auch an den beiden vertikalen Längsseiten mit den verstellbaren Rahmengliedern 22 fest verbunden werden. Bei verschiedenen Türbreiten in der Praxis muss das Gewebe oder die Folie dann entsprechend überlappend bzw. gefaltet eingebaut werden. Zum Zwecke einer besseren Reinigung wird das Gewebe im Sinne von fester Verbindung sicherlich nicht unlösbar, sondern z.B. mittels einer Klettverbindung an die Rahmenglieder 22 befestigt.

[0046] Die verstellbaren Rahmenglieder 22 können durch Klemmschrauben und Längsschlitze nach ihrer Einstellung in ihren Lagen zueinander fixiert werden.

[0047] Zum Ausgleich von Toleranzen können die Rahmenglieder 22 außenseitig zur besseren Abdichtung zu dem Türrahmen 23 noch mit Dichtgliedern, wie zum Beispiel elastischen Dichtlippen, versehen sein.

[0048] Für einen Durchgang für Personen wird man die Schutzvorrichtung 13 in der in der Fig. 9 dargestellten Position mit eingeschobenem Spann- und Klemmrahmen 21 verwenden. Wenn nur noch Löschschläuche durchgeschoben werden müssen oder durchgeschoben sind, reicht als Durchführungsöffnung das untere Drittel oder sogar noch weniger aus, wie dies in der Fig. 10 mit einem ausgefahrenen Spann- und Klemmrahmen 21 dargestellt ist. Wenn dabei nur circa 2/3 der Öffnung auf diese Weise mit dem Vorhang 16a abgeschlossen wird, können im Notfall auch noch Feuerwehrleute durch diese damit gebildete Durchführungsöffnung den Brandherd verlassen oder betreten.

[0049] Alternativ ist es auch möglich, den Spann- und Klemmrahmen 21 so auszubilden, dass er mit den Rahmengliedern 22 die gesamte Öffnung überdeckt und sich damit über die gesamte Höhe erstreckt. In diesem Fall lässt sich eine vollständige Abdichtung erreichen, wenn zum Beispiel vorgesehen ist, dass im unteren Bereich eine Schlauchdurchführung vorgesehen wird oder sogar ein Anschlusselement 24 (in der Fig. 10 gestrichelt dargestellt) für eine Schlauchverbindung vorgesehen ist. Bei dieser Ausgestaltung kann man auch als Abdichteinheit zwischen den Rahmenteilen 21 stabile Materialien vorsehen.

[0050] Bei einer genügend stabilen Ausbildung der Rahmenglieder 22 und des Materials für die Abdichteinheit 16, kann auch ein Ventilator 25 (siehe gestrichelte Darstellung in der Fig. 9) in die Schutzvorrichtung 13 integriert werden.

[0051] Die Schutzvorrichtung 13 kann im Bedarfsfall auch noch mit einem Kühlmittel versehen sein oder an einen Kühlkreislauf angeschlossen werden (nicht dargestellt). In diesem Fall können zum Beispiel die Rahmenglieder 22 entsprechend mit Kühlmittel gefüllt werden. Gleiches gilt auch für die Schwellkörper 15. Auch die Abdichteinheit 16 kann zum Beispiel aus einem zweiseitigen Gewebe mit einem Hohlraum dazwischen ausgebildet sein, in dem Kühlmittel angeordnet ist oder durch das Kühlmittel fließt. Bei einer Ausbildung mit einem Kühlkreislauf sind entsprechende Anschlüsse für eine Zuführung von gekühltem Kühlmittel und eine Ableitung hierfür vorzusehen. Alternativ ist auch eine Kühlung durch von oben über die Schutzvorrichtung herabfließendes Wasser möglich.

[0052] Von Vorteil ist es auch, wenn man als Abdichteinheit 16 ein lichtdurchlässiges Material verwendet, das nach Möglichkeit auch noch einfach zu reinigen ist.

[0053] Wie ersichtlich, lässt sich die Schutzvorrichtung 13 schnell und ohne Beschädigung eines Türrahmens einsetzen, so dass Nachfolgeschäden vermieden werden.

[0054] Erfindungsgemäß besteht auch die Möglichkeit, dass ein Verschlusselement bzw. eine Abdichteinheit die zu verschließende Öffnung nur teilweise abdeckt, sodass erst durch den Einsatz mehrerer Vorrichtungen die ganze Türöffnung verschlossen wird. Eine Möglichkeit hierfür wird nachfolgend anhand der Fig. 12 prinzipmäßig beschrieben.

[0055] Die erfindungsgemäße Abdichteinheit 16 kann -wie erwähntein- oder mehrteilig ausgebildet sein. Sie kann z.B. aus zwei oder drei Einheiten bestehen. Dies bedeutet, man kann in einem ersten Schritt eine teilweise Verschließung einer Öffnung im oberen Bereich vornehmen und anschließend mit der zweiten oder gegebenenfalls auch einer dritten Einheit die Öffnung ganz abdichten. Ebenso ist es möglich mit z.B. mit zwei oder drei derartigen Abdichteinheiten hintereinander liegende Türen ganz oder wenigstens jeweils in deren oberen Bereichen abzudichten, um auf diese Weise eine noch bessere Rauchabdichtung einer Wohnung, z. B. zu den allgemein zugänglichen Flur- oder Treppenhausbereichen, zu erreichen.

[0056] In der Figur 11 ist eine einfache Ausführungsvariante dargestellt mit zwei seitlichen Rahmengliedern 22 und einem oberen Rahmenglied 22c, welches aus zwei Elementen besteht, die - im Querschnitt gesehen - eine Rechteckform aufweisen und durch entsprechende Größenunterschiede ineinander derart verschiebbar sind, dass sie in ihrer Breite verstellbar sind. Zur Anpassung an die jeweilige Öffnungsbreite, z. B. einer Tür, dient ein in horizontaler Richtung verstellbares Rahmenglied 22, das aus zwei Spannstangen 22a und 22b besteht. Dabei kann eine Spannstange mit Rasten versehen sein, wobei nach Art eines Ratschensystems eine grobe Anpassung an die Öffnung erreicht wird. Über einen Spannverschluss 27 zwischen den beiden Spannstangen 22a und 22b, der z. B. mit einem Gewinde versehen ist, erfolgt anschließend eine Feineinstellung. Alternativ kann auch der gesamte Spannverschluss 27 nach der ersten Anpassung an die vorhandene Öffnungsbreite durch das Ratschensystem durch Drehen der Stange 27 gespreizt werden. Wenn dabei der Spannverschluss nach Art eines Spannschlosses ausgebildet ist, mit zwei gegenläufigen Gewinden, wird mit wenigen Drehbewegungen eine festsitzende Verspannung erreicht.

[0057] Selbstverständlich sind zum Verspannen bzw. Einspannen der beiden Spannstangen 22a und 22b in die Öffnung auch noch andere Spannverschlüsse möglich. Von Vorteil ist es jedoch, wenn man hierfür auf jeden Fall einen Schnellspannverschluss vorsieht. Gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen können auch noch Sicherungsglieder, wie z. B. Sicherungsstifte, in ein oder in beiden Spannstangen und/oder im Ratschensystem vorgesehen werden.

[0058] Zum Ausgleich von Toleranzen oder Schiefstellungen können die beiden seitlichen Enden der Spannspangen 22a und 22b auch mit gelenkigen Verbindungsgliedern 28 versehen sein, durch die die beiden Spannstangen 22a und 22b an die seitlichen Rahmenglieder 22 angedrückt werden und damit eine Verspannung des Spann- und Klemmrahmens 21 an der Türzarge erreicht wird.

[0059] Die Abdichteinheit 16 kann im unteren Bereich, z. B. am unteren Ende mit Beschwerungselementen, z. B. einem Eisen- oder Bleiband 29 (siehe gestrichelte Darstellung in der Figur 11) versehen sein. Diese Ausgestaltung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man für die Abdichteinheit 16 ein leichtgewichtiges, flexibles, hochtemperaturbeständiges Gewebe verwendet. Durch die Beschwerungselemente 29 wird ein gutes Aushängen der Abdichteinheit und damit eine sichere Abdichtung erreicht.

[0060] Die Figur 12 zeigt prinzipmäßig eine Einsatzmöglichkeit mit zwei übereinander in einer Türöffnung eingesetzten Rauchund Brandschutzvorrichtungen 13 jeweils in einer Ausführungsvariante, wie in der Figur 11 dargestellt. Selbstverständlich sind jedoch auch andere Ausführungsvarianten für einen gemeinsamen Einsatz in einer Türöffnung möglich.

[0061] Der Vorteil eines Einsatzes von zwei Vorrichtungen in einer Türöffnung besteht u. a. darin, dass auf diese Weise eine noch größere Sicherheit und Stabilität erreicht wird. So kann z. B. in einem ersten Schritt eine Verschließung der Türöffnung mit nur einer Vorrichtung gemäß Figur 11 erfolgen, wobei die textile Abdichteinheit 16 relativ lose die Türöffnung unterhalb der Rahmenglieder abdichtet und damit ein leichter Zugang zum Brandherd möglich ist. Während bzw. nach Abschluss der Löscharbeiten kann die Türöffnung dann noch besser durch eine zweite Schutzvorrichtung 13, die unter der im oberen Bereich angeordneten ersten Schutzvorrichtung angeordnet wird, abgedichtet werden. Sofern der Feuerwehr ein alternativer Angriffsweg (z. B. über ein Fenster) zur Verfügung steht, kann sie durch Einbau einer zweiten oder gar dritten Schutzvorrichtung die Türöffnung ganz verschliessen, so dass naehzu eine vollkommene Abdichtung erreicht wird.

[0062] Als flexible Abdichteinheiten sind die verschiedensten Materialien denkbar. Als eine für den vorgesehen Einsatzzweck sehr gut geeignete Abdichteinheit hat sich ein Gewebe mit Glas- oder Metallfasern herausgestellt, das gegenüber Temperaturen bis zu 600°C beständig ist.

[0063] Das Verfahren bzw. der Einbau der mobilen Rauch- und Brandschutzvorrichtung 13, wie sie z. B. in der Figur 11 dargestellt ist, wird nachfolgend prinzipmäßig beschrieben:
  1. 1. In einem ersten Schritt wird die Vorrichtung, welche eine flexible Abdichteinheit aufweist, ausgefaltet.
  2. 2. Der Rahmen 21 mit seinen verstellbaren Rahmengliedern wird im oberen Bereich an die Türzarge angelegt, z. B. an der rechten oberen Ecke.
  3. 3.Durch ein Auseinanderziehen der beiden teleskopierbaren Spannstangen 22a und 22b der horizontal verlaufenden Rahmengliedes 22 wird die Vorrichtung auf die gewünschte Türseite gebracht, wobei gleichzeitig auch das obere Rahmenglied 22c entsprechend auseinandergefahren wird.
  4. 4. Eine Grobeinstellung erfolgt durch das ratschenartige Auseinanderziehen der beiden Spannstangen 22a und 22b in Verbindung mit den Rasten. Von Vorteil ist es hierbei, wenn das Ratschensystem derart ausgebildet ist, dass es beim Auseinanderzeiten automatisch einrastet und für das Zusammenschieben z. B. das aktive Lösen eines Ratschenhebels erforderlich ist.
  5. 5. Während mit einer Hand die Vorrichtung festgehalten wird, wird mit der anderen Hand der Verspannverschluss 27 entsprechend in Richtung Spannen gedreht, womit eine Feineinstellung und damit ein sicheres Klemmen erreicht wird.
  6. 6. Durch Drücken einer nicht dargestellten Sicherungseinrichtung, z. B. eines Sicherungsstifts, können die beiden Spannstangen 22a und 22b im Bedarfsfalle noch zusätzlich gesichert werden.


[0064] Aufgrund der Flexibilität der Abdichteinheit 16 ist ein Durchgang für Personen im Einsatzfall, z. B. in nur leicht gebückter Körperhaltung, möglich. Aufgrund der Steifigkeit des Spezialgewebes und der eingearbeiteten Beschwerungselemente, z. B. des Bleibandes 29, wird einerseits eine diffuse Rauchausbreitung verhindert und andererseits ist ggf. noch eine maschinelle Ventilation mit Lüftern möglich.

[0065] Zum Ausbau der Vorrichtung ist es lediglich erforderlich den Spannverschluss in Richtung "lösen" zu drehen und - ggf. nach Öffnen eines Sicherungsstifts oder eines Arretierhebels - können die beiden Spannstangen 22a und 22b nebst Rahmenglied 22c wieder zusammengeschoben werden. Nach einer möglichen platzsparenden Zusammenlegung der Vorrichtung, z. B. durch ein Aufwickeln der Abdichteinheit 16 ist die Vorrichtung dann für einen nächsten Einsatzfall bereit.

[0066] Da die Schutzvorrichtung planmäßig mit Brandrauch in Berührung kommt, ist eine gute und einfache Reinigung wichtig. Das flexible Gewebe sollte daher vom Metallrahmen getrennt und separat gereinigt werden können.


Ansprüche

1. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung in Gebäuden zum Aufbau im Brandfall mit einer in oder an eine Öffnung einer Wand, einer Decke oder einem Boden anbringbaren Abdichteinheit (16), die in Form und Größe an die Öffnung angepasst und wenigstens teilweise mit einem flexiblen Material versehen ist und die wenigstens eine Durchgangsöffnung (16a,18) für Personen und/oder mit wenigstens einer Durchführungsöffnung (16a,18) für Gerätschaften, Brandbekämpfungsausrüstung und dergleichen aufweist, wobei die Durchgangsöffnung und/oder die Durchführungsöffnung wenigstens teilweise abdeckbar ist, und wobei die Abdichteinheit (16) mit einem Spann- oder Klemmrahmen (21) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Spann- oder Klemmrahmen (21) zwei seitlich in vertikaler Richtung verlaufende Rahmenglieder und wenigstens zwei in horizontaler Richtung verlaufende verstellbare Rahmenglieder (22), welche den Spann- oder Klemmrahmen (21) bilden, und wobei das flexible Material unterhalb des Spann- und Klemmrahmens (22) als eine Art Vorhang (16a) nach unten hängt und damit den unteren Bereich der Öffnung abdeckt.
 
2. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flexible Material ein Gewebe oder eine Folie aufweist, die hochtemperaturbeständig und gegenüber Flammeneinwirkung widerstandsfähig ist.
 
3. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gewebe wenigstens teilweise mit Glas- oder Metallfasern versehen ist.
 
4. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gewebe im unteren Bereich mit Beschwerungselementen (29), insbesondere Eisen- oder Bleielementen, versehen ist.
 
5. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit in ihren Außenmaßen (16) wenigstens teilweise veränderbar ist.
 
6. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die verstellbaren Rahmenglieder (22) teleskopartig ausgebildet sind.
 
7. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die teleskopartigen Rahmenglieder (22) mit Spannstangen (22a,22b) versehen sind, die gegeneinander verspannbar sind.
 
8. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit (16) aus zwei- oder mehrteiligen Abdichtelementen gebildet ist.
 
9. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Spannrahmen (21) in Richtung auf den unteren Bereich ausziehbar, ausfaltbar oder ausklappbar ausgebildet ist.
 
10. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit (16) über Abdichtelemente (19), wie Klebemittel oder Klebestreifen, wenigstens weitgehend rauchdicht mit der Wand, Decke oder dem Boden verbindbar ist.
 
11. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit (16) mit Befestigungselementen versehen ist, über die sie an der Wand, Decke oder dem Boden neben der Öffnung befestigbar ist.
 
12. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit (16) mit umfangsseitig angebrachten Befestigungsmittel oder Führungen versehen ist, die in punkt- oder linienförmige Gegengliedern, wie Aussparungen, Bohrungen, Nuten oder dergleichen eines Türrahmens oder eines Wandteiles neben der Türe einsetzbar sind.
 
13. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit (16) mit magnetischen Rahmenteilen versehen ist.
 
14. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit (16) zur Bildung wenigstens einer Durchgangsöffnung und/oder Durchführungsöffnung mit einem Verschlusselement, wie Reiß- oder Klettverschluss (20) versehen ist.
 
15. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit (16) im unteren Bereich mit einer Durchführungsöffnung für eine Schlauchdurchführung versehen ist.
 
16. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit (16) im unteren Bereich ein Anschlusselement (24) für einen Schlauch aufweist.
 
17. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit (16) wenigstens teilweise mit Kühlmitteln oder mit einem Kühlmittelkreislauf versehen ist.
 
18. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit (16) mit einem Ventilator (25) versehen ist.
 
19. Mobile Rauch- und Brandschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdichteinheit (16) im unteren Bereich mit seitlichen Abdichtelementen (17) versehen ist und zur Bildung einer Durchgangsöffnung und/oder Durchführungsöffnung aufklappbar ausgebildet ist.
 


Claims

1. A mobile smoke control and fire protection device in buildings for erection in a case of fire with a sealing unit (16) which can be attached in or at an opening of a wall, a ceiling or a floor, which is adapted in terms of shape and size to the opening and which is provided at least partially with a flexible material and which comprises at least one passage opening (16a, 18) for people and/or at least one leadthrough opening (16a, 18) for equipment, fire fighting equipment and the like, wherein the passage opening and/or the leadthrough opening can be covered up at least partially, and wherein the sealing unit (16) is provided with a tensioning or clamping frame (21), characterised in that the tensioning or clamping frame (21) comprises two frame members running in the vertical direction and at least two adjustable frame members (22) running in the horizontal direction, which from the tensioning or clamping frame (21), and wherein the flexible material hangs downwords beneath the tension or clamping frame (22) as a type of curtain (16a) and thereby closes the lower region of the opening.
 
2. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in claim 1,
characterized in that
the flexible material has a fabric or a foil which is resistant to high temperatures and is resistant against the effect of flames.
 
3. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in claim 2,
characterized in that
the fabric is provided at least partially with glass or metal fibers.
 
4. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in claim 2 or 3,
characterized in that
the fabric is provided in the lower region with weight elements (29), in particular iron or lead elements.
 
5. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in claims 1 to 4,
characterized in that
the sealing unit can be altered at least partially in terms of its outer dimensions (16).
 
6. The mobile smoke and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 5,
characterized in that
the adjustable frame members (22) are of telescopic design.
 
7. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in claim 6,
characterized in that
the telescopic frame members (22) are provided with tension rods (22a, 22b) which can be braced against each other.
 
8. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 7,
characterized in that
the sealing unit (16) is formed from two-part or multi-part sealing elements.
 
9. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 8,
characterized in that
the tensioning frame (21) is designed such that it can be pulled out, unfolded or folded out in the direction of the lower region.
 
10. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 9,
characterized in that
the sealing unit (16) can be connected in an at least largely smoke-proof manner to the wall, ceiling or the floor by means of sealing elements (19) such as adhesives or adhesive tape.
 
11. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 10,
characterized in that
the sealing unit (16) is provided with fastening elements with which it can be fastened to the wall, ceiling or the floor next to the opening.
 
12. The mobile smoke and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 11,
characterized in that
the sealing unit (16) is provided with peripherally-attached fastening means or guides which can be inserted into punctiform or linear-shaped mating members such as recesses, bores, grooves or the like of a door frame or of a wall part next to the door.
 
13. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 12,
characterized in that
the sealing unit (16) is provided with magnetic frame parts.
 
14. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 13,
characterized in that
the opening sealing unit (16) is provided with a closure element, such as a zipper or a hook-and-loop fastener (20), for the formation of at least one passage and/or leadthrough opening.
 
15. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 14,
characterized in that
the sealing unit (16) is provided in the lower region with a passage opening for the leadthrough of a hose.
 
16. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 15,
characterized in that
the sealing unit (16) has, in the lower region, an attachment element (24) for a hose.
 
17. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 16
characterized in that
the sealing unit (16) is provided at least partially with coolants or with a coolant circuit.
 
18. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 17,
characterized in that
the sealing unit (16) is provided with a ventilator (25).
 
19. The mobile smoke control and fire protection device as claimed in one of claims 1 to 18,
characterized in that
the sealing unit (16) is provided in the lower region with lateral sealing elements (17) and is designed to fold open to form a passage opening and/or a leadthrough opening.
 


Revendications

1. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies dans des bâtiments en vue d'une utilisation en cas d'incendie, disposé dans ou à une ouverture, une unité d'étanchéité (16) pouvant être fixée à un plafond ou un sol, ayant une forme et des dimensions pour être adaptée à l'ouverture et étant au moins partiellement pourvue d'un matériau flexible et ayant au moins une ouverture (16a, 18) de passage pour des personnes et/ou au moins une ouverture (16a, 18) de traversée pour des équipements, des appareils de lutte contre les incendies ou similaires, dans lequel l'ouverture de passage et/ou l'ouverture de traversée peut être au moins partiellement recouverte et dans lequel l'unité d'étanchéité (16) est équipé d'un cadre (21) de tension ou de serrage,
caractérisé en ce que,
le cadre (21) de tension ou de serrage, comporte deux éléments de cadre latéraux, disposés selon une direction verticale et au moins deux éléments de cadre réglables, disposés selon une direction horizontale (22), qui constituent le cadre (21) de tension ou de serrage, et dans lequel le matériau flexible est disposé sous le cadre de tension ou de serrage (22) comme une sorte de rideau (16a) suspendu vers le bas et couvrant la partie inférieure de l'ouverture.
 
2. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
le matériau flexible comporte un tissu ou un film résistant aux hautes températures et résistant aux flammes.
 
3. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon la revendication 2,
caractérisé en ce que,
le tissu est au moins partiellement pourvu de fibres de verre ou de fibres métalliques.
 
4. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 2 ou 3,
caractérisé en ce que,
le tissu comporte dans sa partie inférieure des éléments alourdissants (29) en particulier des éléments en fer ou des éléments en plomb.
 
5. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité a des dimensions extérieures au moins partiellement variables.
 
6. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que,
les éléments de cadre réglables (22) sont du genre télescopique.
 
7. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon la revendication 6,
caractérisé en ce que,
les éléments de cadre réglables (22) sont pourvus de barres de tension (22a, 22b) qui peuvent être pré-tendues l'une contre l'autre.
 
8. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité (16) est constituée de deux ou plusieurs éléments d'étanchéité.
 
9. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que,
le cadre de tension (21) est agencé pour être extensible, déployé ou étendu en direction de sa partie inférieure.
 
10. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité (16) peut être rendue étanche à la fumée au moins en prolongement de la paroi, du plafond ou du sol, au moyen de colle ou de bande collante.
 
11. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité (16) est équipée d'éléments de fixation, pour pouvoir être fixée à la paroi, au plafond ou au sol à côté de l'ouverture.
 
12. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité (16) est équipée sur sa périphérie de moyens de fixation ou de moyens de guidage, comme des évidements, des alésages, des rainures ou similaires, ménagés dans un cadre de porte d'une partie de paroi adjacente à la porte.
 
13. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité (16) est pourvue d'éléments de cadre magnétiques.
 
14. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité (16) est équipée, pour assurer la réalisation d'une ouverture de passage et/ou d'une ouverture de traversée d'éléments de fermeture comme une fermeture éclair ou une fermeture Velcro (20).
 
15. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 14,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité (16) comporte dans sa partie inférieure une ouverture pour le passage d'un tuyau.
 
16. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 15,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité (16) comporte dans sa partie inférieure un élément de raccord (24) pour un tuyau.
 
17. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 16,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité (16) peut au moins en partie être alimentée avec un moyen de refroidissement ou avec un circuit de refroidissement.
 
18. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 17,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité (16) est équipée d'un ventilateur (25).
 
19. Dispositif mobile de protection contre les fumées et les incendies, selon les revendications 1 à 18,
caractérisé en ce que,
l'unité d'étanchéité (16) est équipée, dans sa partie inférieure, d'éléments d'étanchéité latéraux (17) agencés pour former des ouvertures de passage et/ou de guidage pouvant être rabattues.
 




Zeichnung

















Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente