| (19) |
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(11) |
EP 1 836 484 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
| (15) |
Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Beschreibung |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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14.08.2013 Patentblatt 2013/33 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.02.2013 Patentblatt 2013/07 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.12.2005 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2005/013830 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/069720 (06.07.2006 Gazette 2006/27) |
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| (54) |
MESSVORRICHTUNG UND -VERFAHREN ZUR ERKENNUNG VON FREMDKÖRPERN IN TABAK
MEASURING DEVICE AND METHOD FOR RECOGNIZING FOREIGN BODIES IN TOBACCO
DISPOSITIF ET PROCEDE DE MESURE DESTINES A IDENTIFIER DES CORPS ETRANGERS DANS DU
TABAC
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
22.12.2004 DE 102004063229
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.09.2007 Patentblatt 2007/39 |
| (73) |
Patentinhaber: Hauni Maschinenbau AG |
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21033 Hamburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHRÖDER, Dierk
22399 Hamburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Stork Bamberger |
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Patentanwälte
Postfach 73 04 66 22124 Hamburg 22124 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 924 513 DE-C1- 10 037 180 GB-A- 717 127 US-A- 3 996 942
|
DE-A1- 19 651 355 FR-A- 1 315 918 US-A- 3 979 581 US-A- 4 114 090
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Meßvorrichtung zur Erkennung von Fremdkörpern in Tabak,
nach dem Oberbegriff von Anspruch 1. Die Erfindung betrifft weiterhin ein entsprechendes
Meßverfahren.
[0002] Zur Erkennung von Fremdkörpern in Tabak ist beispeielsweise aus den Dokumenten
DE 100 37 180 C1,
DE 101 00 664 A1,
EP 1 327 876 B1,
EP 1 330 961 A1 die Verwendung von Mikrowellen-Meßvorrichtungen bekannt. Aufgrund der erforderlichen
hohen Meßgenauigkeit und der hohen verwendeten Frequenzen ist der schaltungstechnische
Aufwand hoch.
[0003] Aus dem Dokument
DE 10037180 ist ein weiteres Verfahren zum Detektieren und Selektieren von Fremdkörpern in Zigaretten
bekannt, bei dem der Tabak Mikrowellenstrahlung ausgesetzt wird, um sowohl die Dichte
als auch die Feuchte des Tabaks zu messen und aus der Kombination beider Informationen
auf das Vorhandensein von Fremdkörpern zu erkennen.
[0004] Ferner zeigt die Schrift
US 4114090 eine Einheit zur Bestimmung des Feuchtigkeitsgehaltes von Tabak, wobei das Material,
dessen Feuchtigkeitsgehalt bestimmt werden soll, hierbei durch eine Kapazität geführt
wird, die Teil eines RC-Netzwerkes ist.
[0005] Aus dem Dokument
DE19651355 geht ein Gasblasendetekor hervor, mittels dessen der Anteil ungelöster Luft in durch
Schläuchen oder Leitungen strömenden Flüssigkeiten der Medizintechnik erfasst werden
soll.
[0006] Dokument
EP 924 513 A1 zeigt eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Ermittlung von Anteilen fester Stoffe
in einem Prüfgut, indem das Prüfgut in einem Messkondensator einem elektrischen Wechselfeld
ausgesetzt wird, so dass die dielektrischen Eigenschaften des Prüfguts durch messbare
Werte wie Strom, Spannung und Phasenwinkel bestimmbar sind.
[0007] Die
US3996942 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bestimmung der Dichte entlang eines
Zigarettenstrangs, der durch einen Messkondensator geführt wird. Der Messkondensator
der Figur 2 besteht aus zwei röhrenformigen Elektroden, die beide geerdet sind, und
einer nicht geerdeten Ringelektrode zwischen den beiden geerdeten, röhrenförmigen
Elektroden.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine baulich einfache Meßvorrichtung
zur Fremdkörperbestimmung mit hoher Meßgenauigkeit bereitzustellen.
[0009] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und 20. Durch
die Verwendung eines Kondensators, insbesondere anstelle eines Mikrowellenresonators,
und eines Hochfrequenzfeldes unterhalb des Mikrowellenbereichs kann der schaltungstechnische
Aufwand signifikant reduziert werden. Zudem kann unter Umständen mittels eines Kondensators
ein homogeneres Feld in dem Produktraum erzeugt werden als mittels eines Mikrowellenresonators,
bei dem die elektrische Feldstärke an der Umfangswand verschwindet.
[0010] Der Begriff "Fremdkörper" bedeutet jedes andersartige Material, das in dem zu prüfenden
Zweistoffsystem unerwüschterweise zusätzlich vorhanden ist. Das zu prüfende Zweistoffsystem
wird insbesondere von Tabak und Feuchte (bzw. Soße), oder Filtermaterial und Triacetin.
Die Erfindung unterscheidet sich dann von bekannten kapazitiven Meßvorrichtungen im
Hochfrequenzbereich zur Erkennung von Masse oder Dichtefehlern beispielsweise in Tabak,
die nur das Zweikomponentensystem von Produkt und Feuchte betreffen. Ein Fremdkörper
beeinflußt aufgrund seiner abweichenden dielektrischen Eigenschaften in bestimmter
Weise das Hochfrequenzfeld und daher die ermittelten Meßgrößen. Durch geeignete Auswertung
in der Auswerteeinrichtung kann aus den ermittelten Meßgrößen ein Fremdkörper in dem
Produkt erkannt werden, insbesondere wenn der Verlauf einer Meßgröße eine von dem
Fremdkörper hervorgerufene Abweichung zeigt.
[0011] Der Begriff "Hochfrequenz" bedeutet grundsätzlich, in Abgrenzung vom Mikrowellenbereich,
Felder mit einer Frequenz unterhalb von 100 MHz, vorzugsweise unterhalb von 10 MHz.
In der Regel beträgt die Frequenz mehr als 100 kHz. In einer bevorzugten Variante
der Erfindung wird ein Hochfrequenzfeld mit einer Frequenz unterhalb von 5 MHz, vorzugsweise
unterhalb von 1 MHz verwendet. Dies ist überraschend, da es bezüglich der Messung
der Feuchte und/oder Dichte des Produkts bekannt ist, daß zu niedrigeren Frequenzen
hin eine hinreichend genaue Messung nur in einem zunehmend einschränkten Meßbereich
möglich ist, so daß für Tabak eine Meßfrequenz von mindestens 5 MHz als zweckmäßig
gilt. Für die Bestimmung von Fremdkörpern in Tabak ergibt sich jedoch gerade bei niedrigeren
Frequenzen eine größere Meßempfindlichkeit. Eine Erklärung hierfür besteht darin,
daß bei niedrigeren Frequenzen die makroskopische Leitung einen zunehmenden Einfluß
hat, wobei dies jedoch nicht für typische nicht-leitende Fremdkörper-Materialien (oder
allgemeiner solche mit abweichender makroskopischer Leitfähigkeit) zutrifft, so daß
der Unterschied in den Dielektrizitätskonstanten zwischen Produkt und Fremdkörper
im erfindungsgemäßen Meßbereich größer ist als im Mikrowellenbereich.
[0012] Infolge der bevorzugten Verwendung einer laufenden Hochfrequenzwelle und einer im
wesentlichen nicht-resonanten Schaltungseinrichtung, bei der also der Meßkondensator
nicht frequenzbestimmender Teil eines Meß-Schwingkreises ist, kann auf die Verwendung
einer gegenüber Temperatureinflüssen empfindlichen Schwingkreis-Spule verzichtet werden.
"Im wesentlichen" bedeutet, daß resonante Feldkomponenten nicht ausgeschlossen sind,
solange das Meßprinzip im wesentlichen auf einer fortschreitenden Welle beruht. Da
keine Resonanzbedingung für einen Meßschwingkreis eingehalten werden muß, kann der
Meßkondensator eine gegenüber dem Stand der Technik verringerte Kapazität von vorzugsweise
weniger als 10 pF aufweisen, was den Aufwand und die Baugröße reduziert. Die geschilderte
bevorzugte Ausführungsform unterscheidet sich daher von bekannten kapazitiven Meßvorrichtungen
im Hochfrequenzbereich zur Erkennung von Masse- oder Dichtefehlern in Tabak, bei denen
ein Meßkondensator und eine Spule als frequenzbestimmende Teile in einem Hochfrequenz-Schwingkreis
geschaltet sind, wobei als Meßgrößen beispielsweise die von dem Produkt beeinflußte
Resonanzfrequenz und Resonanzamplitude des Hochfrequenzfeldes bestimmt werden.
[0013] Vorzugsweise beruht die Fremdkörpererkennung darauf, daß zwei unabhängige Meßgrößen,
insbesondere eine von der Kapazität des Meßkondensators abhängige Meßgröße und eine
vom Verlustfaktor des Meßkondensators abhängige Meßgröße, in einem von dem erwarteten
Verlauf abweichenden Verhältnis stehen. Vorzugsweise ist daher die Messung zweier
unabhängiger Meßgrößen vorgesehen. Vorteilhafterweise werden dabei zwei von der Amplitude
und der Phase der Hochfrequenzwelle abhängige Meßgrößen bestimmt. Grundsätzlich ist
daher die Erzeugung einer Hochfrequenzwelle ausreichend, was den Aufwand gegenüber
solchen Vorrichtungen reduziert, die auf der Verwendung mehrerer Hochfrequenzwellen
unterschiedlicher Hochfrequenzen beruhen. Die Bestimmung zweier unabhängiger Meßgrößen
ist aber nicht zwingend; es ist auch denkbar, eine Fremdkörpererkennung aus dem Verlauf
lediglich einer Meßgröße vorzunehmen.
[0014] Der zur Bestimmung der Meßgrößen dienende Teil der Schaltungseinrichtung ist in der
Regel der eigentlichen Meßschaltung, die den Meßkondensator umfaßt, nachgeschaltet.
Während die Meßschaltung in der Regel einen Ausgang für das von dem Produkt beeinflußte
Hochfrequenzfeld aufweist, weist die Meßgrößenbestimmungseinrichtung in der Regel
eine der Zahl der zu bestimmenden Meßgrößen entsprechende Zahl von Ausgängen, vorzugsweise
daher zwei Ausgänge auf. Es ist auch möglich, daß die Meßschaltung und die Meßgrößenbestimmungseinhchtung
eine Einheit bilden. Die Meßgrößenbestimmungseinrichtung ist der eigentlichen Auswerteeinrichtung
zur Fremdkörpererkennung durch Auswerten des Meßsignals vorgeschaltet. Es ist auch
möglich, daß die Meßgrößenbestimmungseinrichtung und die Auswerteeinrichtung eine
Einheit bilden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der zur Bestimmung der Meßgröße
bzw. Meßgrößen dienende Teil der Schaltungseinrichtung digitalelektronisch ausgeführt.
Dies ermöglicht die Verwendung einfacher Verfahren zur Bestimmung der gewünschten
Meßgröße, beispielsweise des kapazitiven Anteils und/oder des Verlustanteils des Ausgangsspannungswertes
der Meßschaltung. Ein besonders einfaches und daher bevorzugtes Verfahren beruht auf
der Orthogonalität der Sinus- und Kosinusanteile und umfaßt die Messung einer diskreten
Anzahl von n Meßwerten, beispielsweise Spannungswerten, über jede Schwingungsperiode
des Hochfrequenzfeldes, separate Multiplikation der n Meßwerte mit entsprechenden
Sinus- und Kosinus-Werten und separate Aufsummierung dieser Sinus- und Kosinus-Produkte.
Die erhaltenen Summen stellen die Meßgrößen dar oder können zur Ermittlung der Meßgrößen
weiterverarbeitet werden.
[0015] Eine besonders einfache Form einer Meßschaltung, d.h. den Meßkondensator umfassenden
Teil der Schaltungseinrichtung, ist ein RC-Glied, vorzugsweise mit einem Operationsverstärker.
Dabei handelt es sich vorzugsweise um ein RC-Differenzierglied, es kann aber beispielsweise
auch ein RC-Integrierglied verwendet werden.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform bestehen Teile des Sensors aus einem Material
mit geringem Temperaturausdehnungskoeffizienten, um die Einflüsse von Temperaturschwankungen
auf die Meßgenauigkeit möglichst gering zu halten. Zu dem gleichen Zweck kann der
Sensor eine zusätzliche Einrichtung zur Konstanthaltung der Temperatur des Meßkondensators
aufweisen. Auch eine zusätzliche Einrichtung zur Messung der Temperatur des Meßkondensators,
beispielsweise ein Temperaturfühler, ist denkbar, um das Meßsignal entsprechend korrigieren
zu können.
[0017] Vorzugsweise ist der Kondensator im wesentlichen senkrecht zu der Transportrichtung
des Produkts angeordnet. Bei einem Plattenkondensator sind also die Kondensatorplatten
senkrecht zu der Transportrichtung angeordnet. Dies ermöglicht es, die Elektroden
in einem kurzen Abstand voneinander, beispielsweise unterhalb der Strangdicke des
Produkts, anzuordnen. Hierdurch kann eine verbesserte Auflösung bezüglich der Fremdkörpererkennung
in Längsrichtung, und damit eine Steigerung der Nachweisempfindlichkeit, erreicht
werden.
[0018] Der Sensor ist zur Durchführung des Produkts durch den zwischen den Elektroden des
Meßkondensators gebildeten Raum eingerichtet, um eine möglichst vollständige und gleichmäßige
Erfassung des Produkts zu ermöglichen.
[0019] Eine nicht von der Erfindung abgedeckte Ausführungsform betrifft die Messung eines
relativ breiten Produkts, beispielsweise einer Tabak- oder Tow-Bahn oder einem Baumwollvlies,
oder einer Mehrzahl nebeneinander liegender Produktstränge. Dabei umfaßt der Sensor
eine Mehrzahl von über die Breite des Produkts angeordneten Meßkondensatoren. Diese
Anordnung gestattet auf einfache Weise eine laterale Positionsbestimmung eines detektierten
Fremdkörpers. Die mit der Hochfrequenzfeld-Erzeugungseinrichtung verbundenen Elektroden
sind auf gleichem Potential gehalten, beispielsweise einfach kurzgeschlossen, um das
Übersprechen zwischen den Meßkondensatoren zu minimieren. Zum gleichen Zweck sind
vorzugsweise auch die anderen Elektroden jeweils mittels invertierender Operationsverstärker
virtuell auf dem gleichem Potential gehalten.
[0020] Weitere vorteilhafte Merkmale gehen aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung
vorteilhafter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
hervor. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Schaltung einer im wesentlichen analogen Meßvorrichtung;
- Fig. 2:
- eine Differenzier-Meßschaltung für eine Meßvorrichtung;
- Fig. 3:
- eine Integrier-Meßschaltung für eine Meßvorrichtung;
- Fig. 4:
- eine Längsschnittsansicht eines kapazitiven Sensors;
- Fig. 5:
- eine Querschnittsansicht eines kapazitiven Sensors in einer Ausführungsform, die nicht
von der vorliegenden Erfindung abgedeckt ist;
- Fig. 6:
- eine schematische Schaltung einer im wesentlichen digitalen Meßvorrichtung;
- Fig. 7:
- eine schematische Schaltung einer nicht von der Erfindung abgedeckten Meßvorrichtung
für die Messung an einem breiten Produkt; und
- Fig. 8:
- einen Operationsverstärker für eine Differenzier-Meßschaltung für die Meßvorrichtung
aus Fig. 7.
[0021] Die kapazitive Meßvorrichtung 10 gemäß den Fig. 1 bis 6 umfaßt eine Hochfrequenzerzeugungseinrichtung
13 zur Erzeugung einer Hochfrequenzwelle, die über eine Eingangsleitung 14 an eine
Schaltungseinrichtung 28 gespeist wird. Die Schaltungseinrichtung 28 umfaßt einen
Meßkondensator 11, durch den das zu messende, im vorliegenden Fall strangförmiger
Tabak 12 geführt wird. Die von der Hochfrequenzerzeugungseinrichtung 13 erzeugte Hochfrequenzwelle
wird an eine Elektrode 15 des Meßkondensators 11 geleitet, um darin ein Hochfrequenzfeld
zu erzeugen, das mit dem Tabak 12 in Wechselwirkung steht. Die von der anderen Elektrode
16 des Meßkondensators 11 auslaufende, von dem Tabak 12 beeinflußte Hochfrequenzwelle
wird mittels der Schaltungseinrichtung 28 verarbeitet, um mindestens eine, vorzugsweise
zwei voneinander unabhängige, von der Amplitude und/oder der Phase der von dem Tabak
12 beeinflußten Hochfrequenzwelle abhängige Meßgrößen zu bestimmen. Dabei handelt
es sich vorzugsweise um zwei von der Kapazität und dem Verlustfaktor des Meßkondensators
11 abhängige Meßgrößen. Den Meßgrößen entsprechende Meßsignale werden an die Auswerteeinrichtung
21, beispielsweise einen entsprechend programmierten Computer, geleitet.
[0022] In dem Tabak 12 kann ein unerwünschter Fremdkörper 90 auftreten, beispielsweise ein
Kunststoff- oder Metallpartikel. Aufgrund abweichender dielektrischer Eigenschaften
beeinflußt der Fremdkörper 90 in bestimmter Weise die Amplitude und Phase der Hochfrequenzwelle
und hierdurch auch die ermittelten Meßgrößen. Durch geeignete Auswertung in der Auswerteeinrichtung
21 kann aus den ermittelten Meßgrößen ein Fremdkörper 90 in dem Produkt 12 nachgewiesen
werden, insbesondere wenn der Verlauf einer Meßgröße eine von dem Fremdkörper 90 hervorgerufene
Abweichung zeigt. Beispielsweise können von einem Fremdkörper 90 Ausschläge (spikes)
in einer Meßkurve hervorgerufen werden; die Auswerteeinrichtung ist dann zweckmäßigerweise
zur Erkennung derartiger Ausschläge in der Meßkurve eingerichtet. Bewährt für die
Fremdkörpererkennung ist die Auswertung des Verhältnisses zweier voneinander unabhängiger
Meßgrößen. Die Auswerteeinrichtung 21 kann gegebenenfalls ein Entfernungsmittel 91,
beispielsweise eine Blasdüse, zur Entfernung eines Teils des Tabaks 12, in dem ein
Fremdkörper 90 detektiert wird, steuern.
[0023] Die Ausführungsform gemäß Fig. 1 betrifft eine im wesentlichen analoge Meßvorrichtung.
Die Hochfrequenzerzeugungseinrichtung 13 umfaßt einen harmonischen Oszillator 22 zur
Erzeugung einer Hochfrequenzelle. Die Spannungsamplitude U
c der erzeugten Hochfrequenzwelle wird vorzugsweise mittels einer Regeleinrichtung
23-26 konstant gehalten, um eine von Schwankungen der Eingangsamplitude unbeeinflußte
Messung zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wird die von dem harmonischen Oszillator 22
erzeugte Hochfrequenzwelle in einen steuerbaren Verstärker 23 gespeist. Das Ausgangssignal
des Verstärkers 23 wird in einen Gleichrichter 24 gespeist, dessen Ausgangssignal
über das Tiefpaßfilter 25 an einen Regler 26 weitergeleitet wird. Der Regler 26 steuert
den Verstärker 23 in der Weise, daß die Amplitude U
c der harmonischen Schwingung am Ausgang des Verstärkers 23 einen konstanten Wert aufweist.
[0024] Die Meßschaltung 27 ist der unmittelbar mit dem Meßkondensator 11 geschaltete Teil
der Schaltungseinrichtung 28. Geeignet ist hierbei jede Meßschaltung, die zur Erzeugung
einer hinreichenden Amplituden- und Phasenveränderung der Hochfrequenzwelle infolge
des durch den Meßkondensator 11 laufenden Produkts 12 eingerichtet ist. Zwei bevorzugte
Ausführungsformen der Meßschaltung 27 sind in den Fig. 2 und 3 gezeigt, wobei der
Meßkondensator 11, ein Widerstand 29 und ein invertierender Operationsverstärker 30
in einer Differenzieranordnung gemäß Fig. 2 bzw. einer Integrieranordnung gemäß Fig.
3 geschaltet sind. Der nichtinvertierende Eingang des Operationsverstärkers 30 ist
zweckmäßigerweise auf Masse gelegt. Bei der Integrieranordnung gemäß Fig. 3 ist ein
zusätzlicher Widerstand 31 vorgegehen, um gegebenenfalls zu verhindern, daß das Ausgangssignal
in die Begrenzung läuft. Das der auslaufenden Hochfrequenzwelle entsprechende Ausgangssignal
der Meßschaltung 27 erfährt aufgrund der Wechselwirkung mit dem Tabak 12 eine gegenüber
der Eingangsamplitude U
e geänderte Spannungsamplitude U
a sowie eine Phasenverschiebung von δ gegenüber dem Eingangssignal.
[0025] Die durch den Meßkondensator 11 laufende Hochfrequenzwelle wird über die Ausgangsleitung
17 der Meßschaltung 27 an die Meßgrößenbestimmungseinrichtung 18 geleitet. Die Meßgrößenbestimmungseinrichtung
18 bestimmt aus dem Hochfrequenzsignal geeignete Meßgrößen. Hierzu wird in der Ausfühnungsform
gemäß Fig. 1 das Ausgangssignal der Meßschaltung 27 einem Gleichrichter 32 zugeführt
und in einem Tiefpaßfilter 33 geglättet. Das somit erhaltene Signal ist proportional
zur Ausgangsamplitude U
a. Der Meßgrößenbestimmungseinrichtung 18 wird weiterhin das von der Hochfrequenzerzugungseinrichtung
13 erzeugte Eingangssignal über die Leitung 34 zugeführt. Im allgemeinen wird zweckmäßigerweise
ein von der erzeugten Hochfrequenzwelle abhängiges Signal über eine zusätzlich zu
der Meßleitung über den Meßkondensator 11 vorgesehene Leitung 34, 234 an die Schaltungseinrichtung
28 geleitet, um die Phaseninformation des Eingangssignals für die Bestimmung der Phasenverschiebung
des Ausgangssignals nutzen zu können. Im vorliegenden Fall wird das Eingangssignal
des Meßkondensators 11 über die Leitung 34 und das Ausgangssignal des Meßkondensators
11 bzw. der Meßschaltung 27 über eine Leitung 35 an den Multiplikationsverstärker
36 geleitet, darin miteinander multipliziert und mittels eines Tiefpaßfilters 37 geglättet.
Das somit erhaltene Signal ist proportional zur Ausgangsamplitude U
a mal dem Sinus (oder Kosinus) der Phasenverschiebung δ. Aus dem Verlauf der mittels
der Meßgrößenbestimmungseinrichtung 18 bestimmten Meßgrößen, insbesondere aus einem
entsprechend gebildeten Verhältnis, und Vergleich mit einem zu erwartenden Verlauf,
lassen sich bei Feststellung einer Abweichung etwaige in dem Produkt 12 enthaltene
Fremdkörper 90 nachweisen. Zur entsprechenden Auswertung werden die Meßsignale über
die Ausgangsleitungen 19, 20 an die Auswerteeinrichtung 21 geleitet, in der die Auswertung
beispielsweise mittels eines darin gespeicherten Computerprogramms durchgeführt wird.
[0026] Eine bevorzugte Ausführungsform eines Hochfrequenzsensors 38 ist in Fig. 4 gezeigt.
Der Sensor 38 ist im wesentlichen rotationssymmetrisch um die Längsachse L aufgebaut.
Durch eine mittige Längsbohrung 39 des Sensors 38 wird in Transportrichtung T, die
mit der Längsrichtung L zusammenfällt, der Tabakstrang geführt. Der Sensor umfaßt
zwei rotationssymmetrische, scheibenförmige, senkrecht zur Längsrichtung L orientierte
Grundkörper 40, 41, die mittels eines äußeren, ringförmigen, nichtleitenden Begrenzungskörpers
44 voneinander beabstandet sind und die jeweils eine zentrale Durchgangsbohrung 39
für den Tabakstrang aufweisen. An den senkrecht zur Längsrichtung L orientierten Innenflächen
der Grundkörper 40, 41 ist jeweils eine Elektrode 15, 16 des Meßkondensators 11 in
Form einer metallischen Oberfläche, etwa einer metallischen Beschichtung, beispielsweise
durch Goldbedampfung, aufgebracht. Der Meßkondensator 11 ist daher als Plattenkondensator
mit plattenförmigen Elektroden 15, 16 ausgeführt, die kreisscheibenförmig und senkrecht
zur Längsrichtung L orientiert sind und eine zentrale Durchgangsöffnung für den Tabakstrang
12 aufweisen. In dieser Anordnung verlaufen die Feldlinien im wesentlichen parallel
zur Transportrichtung. Zwischen den Grundkörpern 40, 41 ist ein felderfüllter Raum
45 gebildet, der von dem Begrenzungskörper 44 radial nach außen abgeschlossen wird.
Das Hochfrequenzfeld erstreckt sich in den zentralen Produktraum 46 hinein und befindet
sich dort mit dem Tabak 12 in Wechselwirkung. Die Platten 15, 16 weisen einen geringeren
Radius auf als die Grundkörper 40, 41, um eine Austritt des Hochfrequenzfeldes in
die Umgebung des Sensors zu verhindern. Die Platten 15, 16 des Plattenkondensators
11 können in einem geringen Abstand d voneinander angeordnet sein, um die Meßauflösung
in Längsrichtung L zu verbessern. Der Abstand d kann insbesondere geringer sein als
der Durchmesser des Tabakstrangs 12 und beispielsweise weniger als 8 mm, vorzugsweise
weniger als 4 mm betragen. Es sind weiterhin leitende Verbindungen 42, 43 der Elektroden
15, 16 mit externen elektrischen Anschlüssen vorgesehen. Die Grundkörper 40, 41 weisen
jeweils einen röhrenförmigen, sich axial nach außen erstreckenden, den Tabakstrang
umfassenden Fortsatz 47, 48 auf. Die Fortsätze 47, 48 weisen eine innenwandige metallische
Oberfläche bzw. Beschichtung 49 auf, die zweckmäßigerweise mit den Elektroden 15,
16 verbunden ist. Die metallische Beschichtung 49 bildet einen metallischen Kamin,
um ein Herauslecken des Feldes aus den Produktdurchführungsöffnungen des Kondensators
11 zu verhindern. Weiterhin ist eine den Tabakstrang 12 unmittelbar umgebende und
diesen führende, sich über die gesamte Länge des Sensors erstreckende Röhre 50 aus
nichtleitendem Material vorgesehen, die eine Verunreinigung des Sensorinneren durch
Produktreste verhindert. In einer weiteren Ausführungsform kann der zwischen den Elektroden
15, 16 gebildete felderfüllte Raum 45 zur positiven Beeinflussung des Feldverlaufs
teilweise oder vollständig, abgesehen von dem Produktraum, mit einem dielektrischen
Material gefüllt sein.
[0027] Die Körper 40, 41, 44 des Sensors 38 bestehen vorzugsweise aus einem nichtleitenden
Material mit sehr geringem Temperaturausdehnungskoeffizienten, beispielsweise Zerodur,
um eine erhöhte Formstabilität des Sensors 38 gegen Temperatureinflüsse zu erreichen.
Aufgrund der verringerten Abhängigkeit der Kapazitätseigenschaften des Meßkondensators
11 von der Umgebungstemperatur kann eine verbesserte Meßgenauigkeit erreicht werden.
Zu dem selben Zweck ist vorzugsweise eine nicht gezeigte Regeleinrichtung zur Konstanthaltung
der Sensortemperatur vorgesehen. Es ist auch denkbar, daß die Grundkörper 40, 41 des
Sensors 38 vollständig oder teilweise aus Metall bestehen.
[0028] Eine nicht von der Erfindung abgedeckte Ausführungsform eines Sensors 38 ist in Fig.
5 gezeigt, wobei einander entsprechende Teile durch entsprechende 100er-Bezugsziffern
bezeichnet sind. Die Elektroden 15, 16 werden von Platten gebildet, die parallel zu
der senkrecht zur Papierebene orientierten Transportrichtung angeordnet sind. Die
Feldlinien verlaufen in diesem Beispiel im wesentlichen senkrecht zu der Transportrichtung.
Die Platten 15, 16 sind vorzugsweise um den Produktstrang 12 herum angeordnet und
zu diesem Zweck vorzugsweise gewölbt geformt.
[0029] Eine bevorzugte Ausführungsform einer Meßvorrichtung 10 ist in Fig. 6 gezeigt, wobei
einander entsprechende Teile durch entsprechende 200er-Bezugsziffern bezeichnet sind.
Im Gegensatz zu der Ausführungsform gemäß Fig. 1. ist insbesondere die Meßgrößenbestimmungseinrichtung
18 digitalelektronisch ausgeführt. Zu diesem Zweck weist die Meßgrößenbestimmungseinrichtung
18 einen A/D-Wandler 66 auf, zu dem das von der Meßschaltung 27 ausgegebene Meßsignal
geleitet wird. Der A/D-Wandler 66 ist mit einer Abtastfrequenz getaktet, die um einen
Faktor n höher ist als die Frequenz der Hochfrequenzwelle, wobei n eine natürliche
Zahl größer 1 ist. Das Taktsignal für den A/D-Wandler 66 wird mittels des Quarzoszillators
222 in Form eines Rechteckschwingungssignals mit einer Frequenz von beispielsweise
50 MH
2 erzeugt, so daß im vorliegenden Beispiel n = 10 ist. Im allgemeinen besitzt daher
die Meßvorrichtung 10 eine Einrichtung 222 zur Erzeugung eines Abtastsignals mit einer
Abtastfrequenz, die um einen Faktor n höher ist als die Frequenz der Hochfrequenzwelle.
Das Abtastsignal wird über die Leitung 70 an den A/D-Wandler 66 geleitet.
[0030] Die mittels des A/D-Wandlers 66 abgetasteten Meßwerte werden an die digitale Verarbeitungseinrichtung
67 geleitet, die zur Ermittlung geeigneter, voneinander unabhängiger Meßgrößen programmiert
ist. Bei einem bevorzugten Meßgrößenermittlungsverfahren wird jeder abgetastete Meßwert
einerseits mit dem entsprechenden Wert der Sinusfunktion und andererseits mit dem
entsprechenden Wert der Kosinusfunktion multipliziert. Zu diesem Zweck wird das Abtastsignal
über die Leitung 70 an die Verarbeitungseinrichtung 67 geleitet. Die Sinus- und Kosinuswerte
können beispielsweise aus entsprechenden tabellarischen Speichern 68, 69 entnommen
werden. Die auf diese Weise erhaltenen n Sinuswerte und n Kosinuswerte werden dann
getrennt über eine Periode des Hochfrequenzfeldes aufsummiert, so daß zwei Summen
erhalten werden. Zu diesem Zweck wird das Hochfrequenzeingangssignal über die Leitung
234 an die Verarbeitungseinrichtung 67 geleitet, so daß diese phasengleich mit der
Hochfrequenzerzeugungseinrichtung 13 arbeitet. Aus den erhaltenen Summen lassen sich
aufgrund bestimmter Orthogonalitätsbeziehungen die zwei gewünschten, von der Amplitude
und der Phase des von dem Produkt 12 beeinflußten Meßsignals abhängige Meßgrößen eindeutig
ermitteln. Zur entsprechenden Auswertung werden die Meßsignale über die Ausgangsleitungen
19, 20 an die Auswerteeinrichtung 21 geleitet, in der die Auswertung beispielsweise
mittels eines darin gespeicherten Computerprogramms durchgeführt wird.
[0031] Zweckmäßigerweise kann das von der Hochfrequenzquelle 222 erzeugte Signal ebenfalls
zur Erzeugung der für die Messung verwendeten Hochfrequenzwelle verwendet werden.
Zu diesem Zweck wird das von der Hochfrequenzquelle 222 erzeugte Signal mittels der
Teilerstufe 60 um den Faktor n auf eine phasensynchrone Rechteckschwingung mit der
Meßfrequenz von im vorliegenden Fall 5 MHz heruntergeteilt und anschließend mittels
der PLL-Schaltung 61 in ein phasensynchrones sinusförmiges Signal mit der gleichen
Frequenz umgewandelt.
[0032] Auch die Regeleinrichtung 223, 62-64, 226 zur Konstanthaltung der Spannungsamplitude
U
e der von dem Verstärker 223 ausgegebenen Hochfrequenzwelle kann digitalelektronisch
ausgeführt sein. In diesem Fall wird das Ausgangssignal des Verstärkers 223 in einen
A/D-Wandler 62 gespeist, der über eine Leitung 65 mit dem Abtastsignal von 50 MHz
angesteuert wird, wodurch pro Periode n Abtastwerte des von dem Verstärker 223 ausgegebenen
Signals erzeugt werden. Die mittels des A/D-Wandlers 62 abgetasteten Meßwerte werden
an die digitale Verarbeitungseinrichtung 63 geleitet. Bei einem bevorzugten Verfahren
wird jeder abgetastete Spannungswert mit dem entsprechenden Wert der Kosinusfunktion
multipliziert. Zu diesem Zweck wird das Abtastsignal über die Leitung 65 an die Verarbeitungseinrichtung
63 geleitet. Die Kosinuswerte können beispielsweise aus einem entsprechenden tabellarischen
Speicher 64 entnommen werden. Die auf diese Weise erhaltenen n Kosinuswerte werden
dann über eine Periode des Hochfrequenzfeldes aufsummiert. Zu diesem Zweck wird das
Hochfrequenzeingangssignal über eine Leitung 71 an die Verarbeitungseinrichtung 63
geleitet, so daß diese phasengleich mit der Hochfrequenzerzeugungseinrichtung 13 arbeitet.
Das Ausgangssignal der Verarbeitungseinrichtung 63 wird an den Regler 226 weitergeleitet,
der den Verstärker 223 in der Weise steuert, daß das Ausgangssignal der Verarbeitungseinrichtung
63 und damit die Amplitude U
e der Schwingung am Ausgang des Verstärkers 223 einen konstanten Wert aufweist.
[0033] Die von der Erfindung nicht abgedeckte Ausführungsform gemäß Fig. 7 dient insbesondere
zur Messung an einem breiten, bahnförmigen Produkt 312, beispielsweise einer Tabakbahn,
einer Tow-Bahn oder einem Baumwollvlies, dessen Breite B wesentlich größer ist, beispielsweise
mindestens um einen Faktor 3, als seine Höhe H. Eine andere Anwendung betrifft die
Messung an einer Mehrzahl nebeneinander liegender Produktstränge, beispielsweise Tabakstränge.
In Fig. 7 verläuft die Transportrichtung senkrecht zur Papierebene. Einander entsprechende
Teile sind durch entsprechende 300er-Bezugsziffem bezeichnet. Bei dieser Ausführungsform
wird eine Mehrzahl von Meßkondensatoren 311A, 311B, ... verwendet, hier beispielsweise
sechs, die über die Breite des Produkts angeordnet sind. Diese Anordnung ermöglicht
eine Bestimmung der lateralen Position eines Fremdkörpers, oder, bei einer Mehrzahl
nebeneinander liegender Produktstränge, den den Fremdkörper enthaltenden Produktstrang.
Die Meßkondensatoren 311A, 311B, ... werden zweckmäßigerweise von derselben Hochfrequenzerzeugungseinrichtung
13 gespeist. Vorzugsweise sind sämtliche Eingangselektroden 315 der Meßkondensatoren
311A, 311B, ... auf gleiches Potential gelegt, am einfachsten durch Kurzschließen
der Elektroden, wie in Fig. 7 gezeigt. Hierdurch wird das Übersprechen zwischen den
Meßkondensatoren 311A, 311B, ... minimiert. Die Ausgangselektrode 316A, 316B, ...
jedes Meßkondensators 311A, 311B, ... ist jeweils mit einer Meßschaltung 80A, 80B,
... verbunden. Die Meßschaltung 80A, 80B, ... ist vorzugsweise wie in Fig. 8 gezeigt
ausgeführt und, bildet dann gemeinsam mit dem jeweiligen Meßkondensator 311A, 311B,
... eine Differenzier-Meßschaltung 27 wie in Fig. 2 gezeigt. Die Verwendung jeweils
eines dem Meßkondensator 311A, 311B, ... nachgeschalteten invertierenden Operationsverstärkers
330 ist in diesem Ausführungsbeispiel besonders vorteilhaft, da hierdurch die Ausgangselektroden
316A, 316B, ... sämtlicher Meßkondensatoren 311A, 311B, ... virtuell auf das gleiche
Potential, insbesondere Masse gelegt werden. Hierdurch wird das Übersprechen zwischen
den Meßkondensatoren 311A, 311B, ... minimiert. Der Ausgang jeder Meßschaltung 80A,
80B, ... ist zweckmäßigerweise jeweils mit einer Meßgrößenbestimmungseinrichtung 18A,
18B, ... verbunden, die insbesondere digitalelektronisch, beispielsweise wie in Fig.
6 gezeigt, ausgeführt sein können. Die Meßgrößenbestimmungseinrichtungen 18A, 18B,
... sind zweckmäßigerweise mit der Auswerteeinrichtung 21 zur Fremdkörpererkennung
verbunden. Die entsprechenden Verfahren zur Bestimmung der Meßgrößen und zur Fremdkörpererkennung
werden vorzugsweise wie zuvor beschrieben durchgeführt.
1. Meßvorrichtung (10) zur Erkennung von Fremdkörpern (90) in Tabak (12) mit einer Meßeinrichtung
(11), einer Einrichtung (13) zur Erzeugung eines elektromagnetischen Wechselfeldes
in der Meßeinrichtung (11), das durch den Tabak (12), der in einem Meßvolumen (46)
der Meßvorrichtung (10) angeordnet ist, beeinflußt wird, einer die Meßeinrichtung
(11) umfassenden Schaltungseinrichtung (28), die zur Bestimmung mindestens einer geeigneten
Meßgröße des von dem Tabak (12) beeinflußten Wechselfeldes eingerichtet ist, und einer
Auswerteeinrichtung (21), die zur Erkennung des Fremdkörpers (90) durch geeignete
Auswertung der mittels der Schaltungseinrichtung (28) bestimmten Meßgröße eingerichtet
ist, wobei die Meßeinrichtung (11) ein Meßkondensator ist der als Plattenkondensator
mit plattenförmigen Elektroden (15, 16) ausgeführt ist, wobei die Frequenz des Wechselfeldes
im Hochfrequenzbereich mehr als 100 kHz beträgt und unterhalb von 100 MHz liegt,
dadurch gekennzeichnet, dass
der den Meßkondensator (11) umfassende Sensor (38) zur Durchführung des Tabaks (12)
durch den zwischen den plattenförmigen Elektroden (15, 16) des Meßkondensators (11)
gebildeten Raum eingerichtet ist, wobei
die plattenförmigen Elektroden (15,16) des Meßkondensators (11) im wesentlichen senkrecht
zu einer axialen Transportrichtung des Tabaks (12) angeordnet sind und wobei
die Elektroden (15, 16) des Meßkondensators (11) jeweils eine zentrale Tabakdurchführungsöffnung
aufweisen sowie
an jeder plattenförmigen Elektrode (15, 16) eine röhrenförmige, sich vom zwischen
den plattenförmigen Elektroden gebildeten Raum axial nach außen erstreckende, den
Tabak (12) umfassende leitende Oberfläche (49) vorgesehen ist, wobei die leitende
Oberfläche (49) einen metallischen Kamin bildet.
2. Messvorrichung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (38) zwei rotationssymmetrische, scheibenförmige senkrecht zur Transportrichtung
orientierte Grundkörper (40, 41) umfasst, die mittels eines äußeren, ringförmigen,
nichtleitenden Begrenzungskörpers (44) voneinander beabstandet sind, derart, dass
der zwischen den Grundkörpern (40, 41) gebildete felderfüllte Raum (45) von dem Begrenzungskörper
(44) radial nach außen abgeschlossen wird.
3. Meßvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungseinrichtung (28) bei der verwendeten Meßfrequenz des Wechselfeldes
im wesentlichen nicht-resonant ausgebildet ist und die Messung auf der Ausbreitung
einer laufenden Hochfrequenzwelle in dem Meßkondensator (11 ) beruht.
4. Meßvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungseinrichtung (28) zur Bestimmung mindestens einer, vorzugsweise zweier
voneinander unabhängiger, von der Amplitude und/oder der Phasenverschiebung der von
dem Produkt (12) beeinflußten Hochfrequenzwelle abhängigen Meßgröße eingerichtet ist.
5. Meßvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochfrequenzfeld-Erzeugungseinrichtung (13) eine Regeleinrichtung (23-26; 223,
62-64, 226) zur Konstanthaltung der Amplitude der erzeugten Hochfrequenzwelle aufweist.
6. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein zur Bestimmung der mindestens einen Meßgröße dienender Teil (18) der Schaltungseinrichtung
(28) digitalelektronisch ausgeführt ist.
7. Meßvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßgrößenbestimmungseinrichtung (18) zum Abtasten des Meßsignals mit einer Ablastfrequenz,
die um einen Faktor n höher ist als die Frequenz des Hochfrequenzfeldes, eingerichtet
ist.
8. Meßvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßgrößenbestimmungseinrichtung (18) eine digitale Verarbeitungseinrichtung (67)
zum separaten Multiplizieren von n abgetasteten Meßwerten mit entsprechenden Sinus-
und Kosinus-Werten und zum separaten Aufsummieren dieser Sinus- und Kosinus-Produkte
aufweist.
9. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der den Meßkondensator (11) umfassende Sensor (38) mindestens teilweise aus einem
Material mit geringem Temperaturausdehnungskoeffizienten besteht.
10. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der den Meßkondensator (11) umfassende Sensor (38) eine Einrichtung zur Konstanthaltung
der Temperatur des Meßkondensators (11) aufweist.
11. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (15, 16) des Meßkondensators (11) von einer metallischen Beschichtung
gebildet werden.
12. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der den Meßkondensator (11) umfassende Sensor (38) ein nicht-leitendes Teil (44;
144) zur Begrenzung des felderfüllten Raums (45) des Meßkondensator (11) aufweist.
13. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Meßkondensator (11) umfassender Sensor (38) eine den Tabak (12) unmittelbar
umgebende nicht-leitende Röhre (50, 150) aufweist.
14. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den Elektroden (15, 16) des Meßkondensators (11) gebildete felderfüllte
Raum (45) teilweise oder vollständig mit einem dielektrischen Material gefüllt ist.
15. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungseinrichtung (28) zur Bestimmung einer von der Kapazität des Meßkondensators
(11) abhängigen Meßgröße eingerichtet ist.
16. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungseinrichtung (28) zur Bestimmung einer vom Verlustfaktor des Meßkondensators
(11) abhängigen Meßgröße eingerichtet ist.
17. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßkondensator (11) Teil eines RC-Gliedes (11, 29), vorzugsweise eines RC-Differenziergliedes
ist.
18. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungseinrichtung (28) einen Operationsverstärker (30), vorzugsweise einen
invertierenden Operationsverstärker umfaßt.
19. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapazität des Meßkondensators (11) weniger als 10 pF beträgt.
20. Meßverfahren zur Erkennung von Fremdkörpern in Tabak mit einer Meßeinrichtung, in
der ein elektromagnetisches Wechselfeld erzeugt wird, das durch einen in dem Tabak
enthaltenen Fremdkörper beeinflußt wird, wobei mindestens eine geeignete Meßgröße
des von dem Fremdkörper beeinflußten Wechselfeldes bestimmt wird und die bestimmte
Meßgröße zur Erkennung des Fremdkörpers ausgewertet wird, wobei als Meßeinrichtung
ein Meßkondensator verwendet wird, der als Plattenkondensator mit plattenförmigen
Elektroden (15, 16) ausgeführt ist, und wobei ein Wechselfeld
mit einer Frequenz größer als 100 kHz und unterhalb von 100 MHz verwendet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
der den Meßkondensator (11) umfassende Sensor (38) zur Durchführung des Tabaks (12)
durch den zwischen den plattenförmigen Elektroden (15, 16 des Meßkondensators (11)
gebildeten Raum eingerichtet ist, wobei
die plattenförmigen Elektroden (15,16) des Meßkondensators (11) im wesentlichen senkrecht
zu einer axialen Transportrichtung des Tabaks (12) angeordnet sind und wobei
die Elektroden (15, 16) des Meßkondensators (11) jeweils eine zentrale Tabakdurchführungsöffnung
aufweisen sowie
an jeder plattenförmigen Elektrode (15, 16) eine röhrenförmige, sich vom zwischen
den plattenförmigen Elektroden gebildeten Raum axial nach außen erstreckende, den
Tabak (12) umfassende leitende (49) Oberfläche vorgesehen ist, wobei die leitende
Oberfläche (49) einen metallischen Kamin bildet.
21. Meßverfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Messung nichtresonant mittels einer laufenden Hochfrequenzwelle durchgeführt
wird.
22. Meßverfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine von der Amplitude und/oder der Phasenverschiebung der von dem Fremdkörper
beeinflußten Hochfrequenzwelle abhängige Meßgröße bestimmt wird.
23. Meßverfahren nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsignal mit einer Abtastfrequenz, die um einen Faktor n höher ist als die Frequenz
der Hochfrequenzwelle, abgetastet wird.
24. Meßverfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils n abgetastete Meßwerte mit entsprechenden Sinus- und Kosinus-Werten separat
multipliziert werden und diese Sinus- und Kosinus-Produkte separat aufsummiert werden.
1. Measuring apparatus (10) for the detection of foreign bodies (90) in tobacco (12),
having a measuring device (11), a device (13) for generating an alternating electromagnetic
field in the measuring device (11), which is influenced by the tobacco (12) which
is arranged in a measuring volume (46) of the measuring apparatus (10), a circuit
device (28) which comprises the measuring device (11) and which is designed to determine
at least one suitable measurable variable of the alternating field influenced by the
tobacco (12), and an evaluating device (21) which is designed for detection of the
foreign body (90) by suitable evaluation of the measurable variable determined with
the circuit device (28), wherein the measuring device (11) is a measuring capacitor
designed as a plate capacitor with plate-like electrodes (15, 16), and wherein the
frequency of the alternating field in the high-frequency range is more than 100 MHz
and below 100 MHz,
characterized in that
a sensor (38) encompassing the measuring capacitor (11) is designed to feed the tobacco
(12) through the space formed between the plate-like electrodes (15, 16) of the measuring
capacitor (11), wherein
the plate-like electrodes (15, 16) of the measuring capacitor (11) are arranged substantially
perpendicularly to an axial direction of transport of the tobacco (12) and wherein
the electrodes (15, 16) of the measuring capacitor (11) each have a central tobacco
feedthrough opening as well as
on each plate-like electrode (15, 16) is provided a tubular, axially outwardly extending
conducting surface (49) formed from the space formed between the plate-like electrodes
and which encompasses the tobacco (12), wherein the conducting surface (49) forms
a metallic chimney.
2. Measuring apparatus according to claim 1, characterised in that the sensor (38) includes two rotationally symmetrical, discoidal base bodies (40,
41) which are oriented perpendicularly to the transport direction and which are spaced
apart from each other by means of an outer, annular, non-conductive boundary body
(44) in such a way that the field-filled space (45) formed between the base bodies
(40, 41) is radially closed off from the outside by the boundary body (44).
3. Measuring apparatus according to claim 1 or 2, characterised in that the circuit device (28) is substantially non-resonant at the measuring frequency
of the alternating field which is used, and measurement is based on the propagation
of a travelling high-frequency wave in the measuring capacitor (11).
4. Measuring apparatus according to claim 3, characterised in that the circuit device (28) is designed to determine at least one, preferably two measurable
variables independent of each other and dependent on the amplitude and/or the phase
shift of the high-frequency wave influenced by the tobacco (12).
5. Measuring apparatus according to claim 3 or 4, characterised in that the high-frequency field-generating device (13) has a control device (23-26; 223,
62-64, 226) for keeping constant the amplitude of the high-frequency wave generated.
6. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 5, characterised in that a part (18) of the circuit device (28) which serves to determine the at least one
measurable variable is constructed with digital electronics.
7. Measuring apparatus according to claim 6, characterised in that the device (18) for determining the measurable variables is designed to sample the
measuring signal with a sampling frequency which is higher by a factor of n than the
frequency of the high-frequency field.
8. Measuring apparatus according to claim 7, characterised in that the device (18) for determining the measurable variables comprises a digital processing
device (67) for separately multiplying n sampled measurements by corresponding sine
and cosine values, and for separately adding up these sine and cosine products.
9. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 8, characterised in that a sensor (38) encompassing the measuring capacitor (11) is at least partially made
of a material with a low temperature expansion coefficient.
10. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 9, characterised in that a sensor (38) encompassing the measuring capacitor (11) has a device for keeping
the temperature of the measuring capacitor (11) constant.
11. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 10, characterised in that the electrodes (15, 16) of the measuring capacitor (11) are formed by a metal coating.
12. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 11, characterised in that a sensor (38) encompassing the measuring capacitor (11) comprises a non-conducting
portion (44; 144) for defining the field-filled space (45) of the measuring capacitor
(11).
13. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 12, characterised in that a sensor (38) encompassing the measuring capacitor (11) has a non-conducting tube
(50; 150) directly surrounding the tobacco (12).
14. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 13, characterised in that the field-filled space (45) formed between the electrodes (15, 16) of the measuring
capacitor (11) is partially or completely filled with a dielectric material.
15. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 14, characterised in that the circuit device (28) is designed to determine a measurable variable dependent
on the capacitance of the measuring capacitor (11).
16. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 15, characterised in that the circuit device (28) is designed to determine a measurable variable dependent
on the loss factor of the measuring capacitor (11).
17. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 16, characterised in that the measuring capacitor (11) forms part of an RC network (11, 29), preferably an
RC differentiating network.
18. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 17, characterised in that the circuit device (28) encompasses an operational amplifier (30), preferably an
inverting operational amplifier.
19. Measuring apparatus according to any of claims 1 to 18, characterised in that the capacitance of the measuring capacitor (11) is less than 10 pF.
20. Measuring method for the detection of foreign bodies in tobacco, having a measuring
device in which an alternating electromagnetic field is generated, which is influenced
by a foreign body contained in the tobacco, wherein at least one suitable measurable
variable of the alternating field influenced by the foreign body is determined, and
the measurable variable determined is evaluated for detection of the foreign body,
wherein a measuring capacitor is used as the measuring device, which is designed as
a plate capacitor with plate-like electrodes (15, 16), and wherein an alternating
field
with a frequency greater than 100 kHz and below 100 MHz is used,
characterized in that
the sensor (38) encompassing the measuring capacitor (11) is designed to feed the
tobacco (12) through the space formed between the plate-like electrodes (15, 16) of
the measuring capacitor (11), wherein
the plate-like electrodes (15, 16) of the measuring capacitor (11) are arranged substantially
perpendicularly to an axial direction of transport of the tobacco (12) and wherein
the electrodes (15, 16) of the measuring capacitor (11) each have a central tobacco
feedthrough opening as well as
on each plate-like electrode (15, 16) is provided a tubular, axially outwardly extending
conducting surface (49) formed from the space formed between the plate-like electrodes
and which encompasses the tobacco (12), wherein the conducting surface (49) forms
a metallic chimney.
21. Measuring method according to claim 20, characterised in that measurement is carried out in non-resonant fashion by means of a travelling high-frequency
wave.
22. Measuring method according to claim 21, characterised in that at least one measurable variable dependent on the amplitude and/or the phase shift
of the high-frequency wave influenced by the foreign body is determined.
23. Measuring method according to claim 21 or 22, characterised in that the measuring signal is sampled with a sampling frequency which is higher by a factor
of n than the frequency of the high-frequency wave.
24. Measuring method according to claim 23, characterised in that in each case n sampled measurements are multiplied separately by corresponding sine
and cosine values, and these sine and cosine products are added up separately.
1. Dispositif de mesure (10) pour identifier des corps étrangers (90) dans du tabac (12),
comprenant un système de mesure (11), un dispositif (13) pour générer un champ alternatif
électromagnétique dans le système de mesure (11), lequel champ est influencé par le
tabac (12) disposé dans un volume de mesure (46) du dispositif de mesure (10), un
circuit (28) comprenant le système de mesure (11), qui est conçu pour déterminer au
moins une grandeur de mesure appropriée du champ alternatif influencé par le tabac
(12), et un dispositif d'évaluation (21) conçu pour identifier le corps étranger (90)
par une évaluation appropriée de la grandeur de mesure déterminée au moyen du circuit
(28), le système de mesure (11) étant un condensateur de mesure réalisé en tant que
condensateur à plaques pourvu d'électrodes (15, 16) sous forme de plaques, la fréquence
du champ alternatif dans la plage à haute fréquence étant supérieure à 100 kHz et
inférieure à 100 MHz,
caractérisé en ce que le capteur (38) comprenant le condensateur de mesure (11) est conçu pour le passage
du tabac (12) à travers l'espace formé entre les électrodes en forme de plaques (15,
16) du condensateur de mesure (11), les électrodes en forme de plaques (15, 16) du
condensateur de mesure (11) étant disposées de manière sensiblement perpendiculaire
à une direction de transport axiale du tabac (12) et les électrodes (15, 16) du condensateur
de mesure (11) présentant respectivement une ouverture centrale de passage du tabac,
et en ce qu'est prévue, sur chaque électrode en forme de plaque (15, 16), une surface conductrice
(49) tubulaire renfermant le tabac (12) et s'étendant axialement vers l'extérieur
à partir de l'espace formé entre les électrodes en forme de plaques, les électrodes
en forme de plaques s'étendant en direction radiale au-delà de la surface tubulaire.
2. Dispositif de mesure selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur (38) comprend deux corps de base (40, 41) en forme de disques, symétriques
en rotation et orientés perpendiculairement à la direction de transport, qui sont
espacés l'un de l'autre au moyen d'un corps de limitation (44) extérieur annulaire,
non conducteur, de telle sorte que l'espace (45) formé entre les corps de base (40,
41) et où règne un champ est obturé radialement vers l'extérieur par le corps de limitation
(44).
3. Dispositif de mesure selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le circuit (28), à la fréquence de mesure utilisée du champ alternatif, est sensiblement
non-résonant et en ce que la mesure repose sur la propagation d'une onde haute fréquence en cours dans le condensateur
de mesure (11).
4. Dispositif de mesure selon la revendication 3, caractérisé en ce que le circuit (28) est conçu pour déterminer au moins une, de préférence deux grandeur(s)
de mesure indépendantes l'une de l'autre et dépendantes de l'amplitude et/ou du décalage
de phases de l'onde haute fréquence influencée par le produit (12).
5. Dispositif de mesure selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le dispositif de génération d'un champ haute fréquence (13) présente un dispositif
de régulation (23-26 ; 223, 62-64, 226) pour maintenir à une valeur constante l'amplitude
de l'onde haute fréquence générée.
6. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un élément (18) du circuit (28) servant à déterminer la (les) grandeur(s) de mesure,
au moins au nombre de une, est un élément électronique numérique.
7. Dispositif de mesure selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de détermination de grandeur de mesure (18) est conçu pour lire le
signal de mesure à une fréquence d'échantillonnage qui est supérieure d'un facteur
n à la fréquence du champ haute fréquence.
8. Dispositif de mesure selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de détermination de grandeur de mesure (18) présente un dispositif
de traitement numérique (67) pour la multiplication séparée de n valeurs de mesure
lues par des valeurs de sinus et cosinus correspondantes et pour la totalisation séparée
de ces produits de sinus et de cosinus.
9. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le capteur (38) comprenant le condensateur de mesure (11) est constitué au moins
en partie d'un matériau à faible coefficient de dilatation thermique.
10. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le capteur (38) comprenant le condensateur de mesure (11) présente un dispositif
pour maintenir à une valeur constante la température du condensateur de mesure (11).
11. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les électrodes (15, 16) du condensateur de mesure (11) sont formées d'un revêtement
métallique.
12. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le capteur (38) comprenant le condensateur de mesure (11) présente un élément non
conducteur (44; 144) destiné à limiter l'espace (45) du condensateur de mesure (11)
où règne un champ.
13. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'un capteur (38) comprenant le condensateur de mesure (11) présente un tube (50, 150)
non conducteur entourant directement le tabac (12).
14. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'espace (45) formé entre les électrodes (15, 16) du condensateur de mesure (11)
et où règne un champ est rempli partiellement ou en totalité par un matériau diélectrique.
15. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le circuit (28) est conçu pour déterminer une grandeur de mesure dépendante de la
capacité du condensateur de mesure (11).
16. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que le circuit (28) est conçu pour déterminer une grandeur de mesure dépendante du facteur
de dissipation du condensateur de mesure (11).
17. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que le condensateur de mesure (11) fait partie d'un circuit RC, de préférence d'un comparateur
RC.
18. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que le circuit (28) comprend un amplificateur opérationnel (30), de préférence un amplificateur
opérationnel inverseur.
19. Dispositif de mesure selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que la capacité du condensateur de mesure (11) est inférieure à 10 pF.
20. Procédé de mesure pour identifier des corps étrangers dans du tabac au moyen d'un
système de mesure dans lequel est généré un champ alternatif électromagnétique qui
est influencé par un corps étranger présent dans le tabac, dans lequel au moins une
grandeur de mesure appropriée du champ alternatif influencé par le corps étranger
est déterminée et la grandeur de mesure déterminée est évaluée pour identifier le
corps étranger, un condensateur de mesure conçu en tant que condensateur à plaques
pourvu d'électrodes sous forme de plaques (15, 16) étant utilisé comme système de
mesure, et un champ alternatif ayant une fréquence supérieure à 100 kHz et inférieure
à 100 MHz étant utilisé,
caractérisé en ce que le capteur (38) comprenant le condensateur de mesure (11) est conçu pour le passage
du tabac (12) à travers l'espace formé entre les électrodes en forme de plaques (15,
16) du condensateur de mesure (11), les électrodes en forme de plaques (15, 16) du
condensateur de mesure (11) étant disposées de manière sensiblement perpendiculaire
à une direction de transport axiale du tabac (12), et les électrodes (15, 16) du condensateur
de mesure (11) présentant respectivement une ouverture centrale de passage du tabac,
et en ce qu'est prévue, sur chaque électrode en forme de plaques (15, 16), une surface conductrice
(49) tubulaire renfermant le tabac (12) et s'étendant axialement vers l'extérieur
à partir de l'espace formé entre les électrodes en forme de plaques, les électrodes
en forme de plaques s'étendant en direction radiale au-delà de la surface tubulaire.
21. Procédé de mesure selon la revendication 20, caractérisé en ce que la mesure est exécutée de manière non-résonante au moyen d'une onde haute fréquence
en cours.
22. Procédé de mesure selon la revendication 21, caractérisé en ce qu'est déterminée au moins une grandeur de mesure dépendante de l'amplitude et/ou du
décalage de phases de l'onde haute fréquence influencée par le corps étranger.
23. Procédé de mesure selon la revendication 21 ou 22, caractérisé en ce que le signal de mesure est lu selon une fréquence d'échantillonnage qui est supérieure
d'un facteur n à la fréquence de l'onde haute fréquence.
24. Procédé de mesure selon la revendication 23, caractérisé en ce que respectivement n valeurs de mesure lues sont multipliés séparément par des valeurs
de sinus et de cosinus correspondantes et en ce que ces produits de sinus et cosinus sont totalisés séparément.
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