Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes
von Materialbahnen, welche eine Trägerstruktur zum Halten einer Walze und eine Einrichtung
zum Abheben der Materialbahn von der Walze aufweist. Die vorliegende Erfindung betrifft
außerdem eine Anlage bzw. ein Verfahren zum Fördern von einer oder mehrerer Materialbahnen,
die bzw. das eine derartige Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von
Materialbahnen umfasst.
Stand der Technik
[0002] Im Stand der Technik ist eine Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von
Materialbahnen bekannt, die nach
Fig. 1 eine Walze zum Führen einer Materialbahn umfasst, die mittels Kugellagern auf einer
mit einem feststehenden Träger verbundenen durchgehenden Welle drehbar sowie seitlich
verstellbar gelagert ist. Durch einen Detektor wird die seitlich Lage der Materialbahn
gemessen. Sofern eine Korrektur der Lage der Materialbahn notwendig ist, kann die
Walze während des Vorschubes der Materialbahn auf der feststehenden Welle durch einen
Stellmotor seitlich versetzt werden. Hierzu ist eine Steuerungseinheit vorgesehen,
welche die Signale des Detektors verarbeitet und den Stellantrieb entsprechend ansteuert.
Da der Stellweg begrenzt ist, muss vor Erreichen des maximalen Stellwegs eine Abhebeeinrichtung
die Materialbahn anheben, damit die Walze ohne Berührung der Materialbahn wieder in
eine Neutralstellung gefahren werden kann. Die Abhebeeinrichtung besteht nach dem
Stand der Technik aus einer einzigen Rolle, die pneumatisch verstellbar ist. Nach
dem Stand der Technik wird die Vorrichtung aus oben genanntem Grund meist im intermittierenden
Betrieb genutzt, der die folgenden Betriebsphasen aufweist: Vorschub der Materialbahn
mit simultaner Regelung des seitlichen Versatzes der Materialbahn, und Anhalten der
Materialbahn mit Anheben durch die Abhebeeinheit und Zurückführen der Walze in Neutralstellung.
[0003] JP 07097111 A offenbart eine Verarbeitungslinie in der eine Bahn kontinuierlich verarbeitet wird,
wobei eine horizontal gerichtete Förderpassage für eine Bahn durch Anordnen von Förderwalzen
geformt wird, deren Schaftzentren sich horizontal und in einem rechten Winkel zur
Förderrichtung befinden, und mindestens ein Paar von weiteren Förderwalzen, unter
einem gegebenen Steuerungswinkel ±α nach vorne bzw. nach hinten horizontal zur Bahn,
nahe bei den Förderwalzen in einem rechten Winkel zur Förderrichtung der Bahn mit
freiem Hub angeordnet sind.
[0004] GB 826,251 offenbart eine Vorrichtung zur Regulierung der Spannung einer Gewebebahn im Rahmen
der Verarbeitung. Eine solche Vorrichtung beinhaltet eine Spannungswalze um die eine
Gewebebahn gelegt wird, ein Unterstützungselement, beweglich in verschiedenen Winkeln
um die Achse der Spannungswalze, und ein Paar Führungselemente, angebracht auf dem
Unterstützungselement, sodass das Gewebe zwischen den Führungselementen geleitet wird
und wenn das Unterstützungselement im Winkel in eine Richtung bewegt wird, ein Führungselement
das Gewebe kontaktiert und das Gewebe so bewegt, dass der Druck auf die Spannungswalze
erhöht wird, und wenn das Unterstützungselement im Winkel in die entgegen gesetzte
Richtung bewegt wird, das andere Führungselement das Gewebe kontaktiert und das Gewebe
so bewegt, dass der Druck auf die Spannungswalze verringert wird.
Zusammenfassung der Erfindung
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Regelung des
seitlichen Versatzes von Materialbahnen derart weiterzuentwickeln, dass die Vorrichtung
eine verbesserte Dynamik insbesondere im intermittierenden Betrieb aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Die abhängigen
Patentansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0007] Die Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen weist nach
vorliegender Erfindung Führungseinrichtung und eine Abhebeeinrichtung zum Abheben
der Materialbahn von der Führungseinrichtung auf.
[0008] Eine derartige erfindungsgemäße Vorrichtung wird in einer Anlage zum Fördern einer
oder mehrerer Materialbahnen bzw. zum Fördern von Materialstücken eingesetzt, die
zudem mindestens ein Transportband aufweist. Das Transportband kann dabei in Materiallaufrichtung
vor der Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes angeordnet sein, und ein
weiteres Transportband in Materiallaufrichtung nach der Vorrichtung zur Regelung des
seitlichen Versatzes. Außerdem kann eine Einrichtung zur Aufnahme einer Materialbahnrolle
vorgesehen sein, wobei diese Einrichtung eine Antriebseinheit aufweist zum Abwickeln
der Materialbahnrolle. Um die Materialbahn in Materialstücke zu schneiden, ist in
Materiallaufrichtung nach der Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes eine
Schneidevorrichtung vorgesehen.
[0009] Um den seitlichen Versatz der Materialbahn durch Verstellen eines beweglichen Teils
der Trägerstruktur zu regeln, ist eine Steuerungseinheit eingebaut. Diese Steuerungseinheit
verarbeitet die Signale einer Einheit zur Detektierung der Lage der Materialbahn und
ermöglicht somit, dass das erste bewegliche Teil der Trägerstruktur und/oder (sofern
vorhanden) das zweite bewegliche Teil der Trägerstruktur durch ein oder mehrere Stellantriebe
verstellt werden können.
[0010] Die Abhebeeinrichtung ist verschwenkbar und/oder translatorisch bewegbar befestigt
und ist zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position verstellbar. In
der ersten Position berührt die Abhebeeinrichtung die Materialbahn nicht. In der zweiten
Position hebt die Abhebeeinrichtung beim Betrieb die Materialbahn von der Führungseinrichtung
ab. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen
kann dabei intermittierend mit den folgenden Schritten betrieben werden, wobei diese
Schritte durch eine Steuerungseinheit kontrolliert werden:
- Regelung des seitlichen Versatzes der Materialbahn durch seitliches Verstellen der
Führungseinrichtung während des Vorschubes der Materialbahn, wobei die Abhebeeinrichtung
sich in der ersten Position befindet,
- Abbremsen der Materialbahn,
- Anheben der Materialbahn von der Führungseinrichtung durch Verstellen der Abhebeeinrichtung
in ihre zweite Position, und
- Zurückfahren der Führungseinrichtung in eine Neutralstellung.
[0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen
kann dabei intermittierend mit den folgenden Schritten betrieben werden, wobei diese
Schritte durch eine Steuerungseinheit kontrolliert werden:
- Regelung des seitlichen Versatzes der Materialbahn durch seitliches Verstellen der
Abhebeeinrichtung während des Vorschubes der Materialbahn,
- Abbremsen der Materialbahn,
- Absenken der Abhebeeinrichtung, so dass die Materialbahn in Kontakt mit der Walze
kommt, und
- Zurückfahren der Abhebeeinrichtung in eine Neutralstellung.
[0012] Das erste bewegliche Teil der Trägerstruktur ist vorzugsweise auf einem Schienensystem
gelagert, um das erste bewegliche Teil gegenüber dem feststehenden Teil der Trägerstruktur
parallel zur axialen Richtung der Rollen der Führungseinrichtung verschieben zu können.
[0013] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst die Abhebeeinrichtung mehrere Einzelrollen,
die an zwei seitlichen Trägern drehbar gelagert sind. Die Einzelrollen sind vorzugsweise
entlang einer Kreisbogensegmentfläche oder entlang einer gebogenen Fläche angeordnet.
Die Kreisbogensegmentfläche bzw. die gebogene Fläche weist einen Krümmungsradius auf,
damit in der zweiten Position der Abhebeeinheit die Materialbahn knickfrei auf der
Abhebeeinheit aufliegt. Mit anderen Worten soll die Materialbahn mit einem möglichst
großen Radius umgelenkt werden. Auf diese Weise wird ein unerwünschtes Zurückschwingen
des durchhängenden Abschnittes der Materialbahn, das durch den intermittierenden Betrieb
erzeugt wird, reduziert. Die Endabschnitte der Kreisbogensegmentfläche bzw. der gebogenen
Fläche sollten zudem tangential zur vorgesehenen Materialbahnlaufrichtung verlaufen,
so dass eine knickfreie Umlenkung der Materialbahn bewirkt wird, insbesondere eine
knickfreie Umlenkung um 90°.
[0014] Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Brems- und/oder Klemmeinrichtung
zur Fixierung der Materialbahn nach bzw. während des Abbremsens der Materialbahn vorgesehen,
so dass bei Anhalten der Materialbahn die Massenträgheit der Materialbahn abgebremst
wird. Die Brems- und/oder Klemmeinrichtung weist vorzugsweise einen unteren Teil und
einen oberen Teil auf.
[0015] Alternativ kann die Brems- und/oder Klemmeinrichtung so angepasst sein, dass bei
Betätigung eine Kraft in Richtung des feststehenden Teils der Trägerstruktur ausgeübt
wird. In diesem Fall kann der untere Teil an dem feststehenden Teil der Trägerstruktur
befestigt sein bzw. direkt durch den feststehenden Teil der Trägerstruktur gebildet
werden.
[0016] Die Brems- und/oder Klemmeinrichtung kann weiter alternativ zwei Querbalken aufweisen,
wobei die Brems- und/oder Klemmeinrichtung konstruiert ist, um bei Betätigung die
zwei Querbalken gegen die Materialbahn zu pressen. Außerdem kann die Brems- und/oder
Klemmeinrichtung zwei Bremswalzen aufweisen, wobei die Materialbahn zwischen den Walzen
verläuft. Die Bremswalzen können zum Abbremsen bzw. zum Einklemmen der Materialbahn
eine Bremseinrichtung aufweisen. Optional kann mindestens eine Achse der Bremswalzen
als verstellbar vorgesehen werden.
[0017] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Vorrichtung zur Regelung
des seitlichen Versatzes von Materialbahnen derart weiterzuentwickeln, dass die Vorrichtung
eine verbesserte Aufnahme der Materialbahn ermöglicht.
[0018] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Die abhängigen
Patentansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0019] Die Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen weist nach
vorliegender Erfindung eine Führungseinrichtung zum Führen der Materialbahn während
des Vorschubes der Materialbahn und eine Abhebeeinrichtung zum Abheben der Materialbahn
von der Führungseinrichtung auf. Erfindungsgemäß umfasst die Führungseinrichtung mehrere
miteinander verbundene Führungseinheiten, die jeweils mindestens eine Rolle aufweisen.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Abhebeeinrichtung
mindestens zwei Abhebeeinheiten auf.
[0020] Die Führungseinrichtung ist auf einem Träger bzw. einem beweglichen Teil einer Trägerstruktur
beweglich gelagert, um die Führungseinrichtung gegenüber dem Träger bzw. der Trägerstruktur
entlang der axialen Richtung der Rollen der Führungseinheiten verschieben zu können.
Dabei ist die Führungseinrichtung vorzugsweise mittels eines Schienensystems auf dem
Träger bzw. dem beweglichen Teil der Trägerstruktur beweglich gelagert.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Abhebeeinheiten gegenüber
den Führungseinheiten hintereinander bzw. alternierend angeordnet.
[0022] Die Rollen der Führungseinheiten sind vorzugsweise derart hintereinander angeordnet,
dass die durch die Achsen der Rollen aufgespannte Fläche eine Kreisbogensegmentfläche
bzw. eine gebogene Fläche darstellt. Dabei sollte der Krümmungsradius der Kreisbogensegmentfläche
bzw. eine gebogene Fläche möglichst groß sein, um auf diese Weise ein unerwünschtes
Rückschwingen des durchhängenden Abschnittes der Materialbahn, das durch den intermittierenden
Betrieb erzeugt wird, reduziert wird. Der Krümmungsradius der Kreisbogensegmentfläche
bzw. der gebogenen Fläche fällt bereits durch die alternierende Anordnung von Führungs-
und Abhebeeinheiten konstruktionsbedingt meist relativ groß aus. Die Endabschnitte
der Kreisbogensegmentfläche bzw. der gebogenen Fläche sollten zudem tangential zur
vorgesehenen Materialbahnlaufrichtung verlaufen, so dass eine knickfreie Umlenkung
der Materialbahn bewirkt wird, insbesondere eine knickfreie Umlenkung um 90°.
[0023] Die Abhebeeinheiten sollten gegenüber den Führungseinheiten derart hintereinander
bzw. alternierend angeordnet sein, dass sie die gleiche Kreisbogensegmentfläche bzw.
gebogene Fläche darstellen wie die durch die Achsen der Rollen der Führungseinheiten
aufgespannte Fläche. Dies ergibt sich ebenfalls meist konstruktionsbedingt durch die
alternierende Anordnung von Führungs- und Abhebeeinheiten.
[0024] Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst eine Abhebeeinheit jeweils einen
oder mehrere längliche Körper mit gerader oder gekrümmter Oberfläche.
[0025] Die Abhebeeinrichtung ist zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position
verstellbar. In der ersten Position berührt die Abhebeeinrichtung beim Betrieb die
Materialbahn nicht. In der zweiten Position hebt die Abhebeeinrichtung beim Betrieb
die Materialbahn von der Führungseinrichtung ab. Um die Abhebeeinrichtung zwischen
der ersten und der zweiten Position zu verstellen, sind einer oder mehrere Stellantriebe
vorgesehen.
[0026] Eine erste Variante ist es, die Abhebeeinheiten gegenüber den Führungseinheiten in
der vorgesehenen Materiallaufrichtung hintereinander bzw. alternierend anzuordnen.
Die länglichen Körper der Abhebeeinheiten werden vorzugsweise in einer Zwangsführung,
insbesondere einer Kulissenführung, zwischen der ersten und zweiten Position bewegt.
Hierzu sind die Abhebeeinheiten durch zwei erste Halterungen miteinander verbunden,
die derart verschwenkbar gelagert sind, dass die Abhebeeinheiten in der ersten Position
zurückgezogen sind. Mit "zurückgezogen" ist hier gemeint, dass ihre Oberflächen sich
radial gesehen unterhalb gedachter Punkte, die sich durch die Auflagepunkte der Materialbahn
auf den Rollen bei Vorschub der Materialbahn ergeben, befinden. Somit berühren die
Abhebeeinheiten die Materialbahn nicht. In der zweiten Position sind die Abhebeeinheiten
"ausgeschoben", d.h. ihre Oberflächen befinden sich radial gesehen überhalb der gedachten
Punkte, und sie heben die Materialbahn von der Führungseinrichtung ab. Die Abhebeeinheiten
sind vorzugsweise leicht gekrümmt, so dass sie die Materialbahn mit genau dem gleichen
Krümmungsradius abheben, den auch die Führungseinrichtung aufweist. Eine Knickung
der Materialbahn bei Anheben durch die Abhebeeinrichtung wird somit vermieden.
[0027] In einer zweiten Variante sind die Abhebeeinheiten gegenüber den Führungseinheiten
senkrecht zu der vorgesehenen Materiallaufrichtung hintereinander bzw. alternierend
angeordnet. Eine Führungseinheit umfasst dabei eine oder mehrere einzelne Rollen,
die derart hintereinander angeordnet sind, dass ihre Achsen parallel zueinander verlaufen
und dass sie durch zwei zweite Halterungen an jeweils einer Seite einer Rolle miteinander
verbunden sind. Der längliche Körper einer Abhebeeinheit ist vorzugsweise entlang
seiner Längsrichtung so gebogen, dass er genau oder in etwa den gleichen Krümmungsradius
aufweist wie die durch die Achsen der Rollen der Führungseinheiten aufgespannte Kreisbogensegmentfläche
bzw. gebogene Fläche. Dies ermöglicht das Aufnehmen der Materialbahn durch die Abhebeeinrichtung
mit genau dem gleichen Krümmungsradius den auch die Führungseinrichtung aufweist.
Eine Knickung der Materialbahn beim Anheben durch die Abhebeeinrichtung wird somit
vermieden. Die Abhebeeinrichtung ist durch zwei seitliche Halterungen derart befestigt,
dass sie translatorisch zwischen der ersten und zweiten Position bewegbar ist.
[0028] Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Brems- und/oder Klemmeinrichtung
zur Fixierung der Materialbahn nach bzw. während des Abbremsens der Materialbahn vorgesehen,
so dass bei Anhalten der Materialbahn die Massenträgheit der Materialbahn abgebremst
wird. Die Brems- und/oder Klemmeinrichtung weist vorzugsweise einen unteren und einen
oberen Teil auf.
[0029] Die Brems- und/oder Klemmeinrichtung kann so konstruiert sein, dass bei Betätigung
eine Kraft in Richtung der Abhebeeinrichtung ausgeübt wird. Die Brems- und/oder Klemmeinrichtung
weist dabei vorzugsweise einen unteren Teil auf, der direkt durch die Abhebeeinrichtung
gebildet wird, und einen oberen Teil, der eine gebogene Gegenplatte umfasst, die passgenau
zur Abhebeeinrichtung in Richtung der Abhebeeinrichtung gedrückt werden kann. Bei
Anhalten der Materialbahn kann die Gegenplatte zuerst mit wenig Kraft gegen die Materialbahn
gedrückt werden, um diese abzubremsen, um danach mit größerer Kraft die Materialbahn
fixieren. Durch diese Konstruktion kann eine sehr schnelle Abbremsung der Materialbahn
erwirkt werden.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0030] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsformen unter
Bezug auf die beigefügten Zeichnungen erläutert.
- Fig.
- 1 zeigt eine Anlage zum Fördern von Materialbahnen nach Stand der Technik, wobei Fig.
1a den Querschnitt und Fig. 1b die Draufsicht von oben darstellt;
- Fig. 2
- zeigt einen Querschnitt einer Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von
Materialbahnen;
- Fig. 3
- zeigt einen Querschnitt der Trägerstruktur mit feststehendem und beweglichem Teil;
- Fig. 4
- zeigt eine Draufsicht in Blickrichtung des Pfeils A gemäß Fig. 2 auf eine Vorrichtung
zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen;
- Fig. 5
- zeigt einen horizontalen Querschnitt in Blickrichtung des Pfeils B gemäß Fig. 2 einer
Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen;
- Fig. 6
- zeigt einen horizontalen Querschnitt in Blickrichtung des Pfeils B gemäß Fig. 2 einer
Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen;
- Fig. 7
- zeigt eine Anlage zum Fördern und Schneiden von einer oder mehrer Materialbahnen,
die eine Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen umfasst;
- Fig. 8
- zeigt einen Querschnitt einer Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von
Materialbahnen nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei sich in
Fig. 8a die Abhebeeinrichtung in der ersten Position I und in Fig. 8b in der zweiten
Position II befindet.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0031] Fig. 1 zeigt eine Anlage zum Fördern von Materialbahnen nach Stand der Technik, wobei
Fig. 1a einen Querschnitt und
Fig. 1b eine Draufsicht von oben darstellt. Die Anlage umfasst ein erstes Transportband,
das die Materialbahn fördert, und eine Walze, die die hängende Materialbahnschlaufe
wieder aufnimmt. Anschließend folgt eine erneute Förderung der Materialbahn durch
ein zweites Transportband. Der Durchmesser der Walze sowie der beiden Transportbänder
ist hierbei ungefähr gleich bemessen. Nach dem Stand der Technik wird die Vorrichtung
meist im intermittierenden Betrieb genutzt, der die folgenden Betriebsphasen aufweist:
Vorschub der Materialbahn mit simultaner Regelung des seitlichen Versatzes der Materialbahn,
und Anhalten der Materialbahn mit Anheben durch die Abhebeeinheit und Zurückführen
der Walze in Neutralstellung. Um bei Stillstand der Materialbahn im intermittierenden
Betrieb die Materialbahn von der Walze abzuheben, besteht die Abhebeeinrichtung nach
dem Stand der Technik aus einer einzigen Rolle, die pneumatisch verstellbar ist. Die
Walze ist mittels Kugellagern auf einer mit einem feststehenden Träger verbundenen
durchgehenden Welle drehbar sowie seitlich verstellbar gelagert, um den seitlichen
Versatz der Materialbahn zu regeln. Die seitliche Lage der Materialbahn wird durch
einen Detektor gemessen und von einer Steuerungseinheit verarbeitet, die - falls erforderlich
- über einen Stellantrieb die seitliche Position der Walze auf der Welle verändert.
[0032] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt einer Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von
Materialbahnen. Die Vorrichtung weist eine Trägerstruktur
1 zum Halten einer Walze
2 und eine Einrichtung
3 zum Abheben der Materialbahn von der Walze 2 auf. Es umfasst die Trägerstruktur
1 ein feststehendes Teil
4 und mindestens ein bewegliches Teil
5.
[0033] Eine derartige Vorrichtung wird in einer Anlage zum Fördern einer oder mehrerer Materialbahnen
bzw. zum Fördern von Materialstücken eingesetzt, wie in
Fig. 7 dargestellt ist. Diese Anlage weist zwei Transportbänder
14, 14' auf. Das Transportband
14 ist in Materiallaufrichtung vor der Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes
angeordnet, und das Transportband
14' in Materiallaufrichtung nach der Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes.
Außerdem ist eine Einrichtung zur Aufnahme einer Materialbahnrolle
15 vorgesehen, wobei diese Einrichtung eine Antriebseinheit aufweist zum Abwickeln der
Materialbahnrolle. Um die Materialbahn in Materialstücke zu schneiden, ist in Materiallaufrichtung
nach der Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes eine Schneidevorrichtung
16 vorgesehen.
[0034] Um bei der in
Fig. 2 dargestellten Vorrichtung den seitlichen Versatz der Materialbahn durch Verstellen
eines beweglichen Teils
5 der Trägerstruktur
1 zu regeln, ist eine Steuerungseinheit eingebaut. Diese Steuerungseinheit verarbeitet
die Signale einer Einheit
17 zur Detektierung der Lage der Materialbahn und ermöglicht somit, dass das bewegliche
Teil
5 der Trägerstruktur
1 durch einen Stellantrieb
13 verstellt werden kann.
[0035] Die Abhebeeinrichtung
3 ist verschwenkbar bewegbar befestigt und ist zwischen einer ersten Position
I und einer zweiten Position
II verstellbar. In der ersten Position
I berührt die Abhebeeinrichtung
3 die Materialbahn nicht. In der zweiten Position
II hebt die Abhebeeinrichtung
3 beim Betrieb die Materialbahn von der Walze
2 ab.
[0036] Im Allgemeinen umfasst die Trägerstruktur
1 ein feststehendes Teil
4 und ein bewegliches Teil
5. In
Fig. 4 ist eine Draufsicht in Blickrichtung des Pfeils
A gemäß
Fig. 2 auf eine Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen dargestellt.
Fig. 5 zeigt entsprechend einen horizontalen Schnitt einer Vorrichtung zur Regelung des
seitlichen Versatzes von Materialbahnen in Blickrichtung des in
Fig. 2 dargestellten Pfeils
B. Hier ist die Walze
2 vorzugsweise an ersten Halterungen
6 (siehe
Fig. 4) gelagert, die an einem ersten beweglichen Teil 5 der Trägerstruktur 1 befestigt
sind, so dass die Walze
2 gemeinsam mit den ersten Halterungen
6 um einen maximalen Stellweg
L (siehe
Fig. 5) verfahren werden kann. Die Abhebeeinheit
3 ist an zweiten Halterungen 7 befestigt, die an dem feststehenden Teil
4 der Trägerstruktur
1 befestigt sind.
[0037] In
Fig. 6 ist die Walze
2 ist an ersten Halterungen
6 gelagert, die an dem ersten beweglichen Teil
5 der Trägerstruktur
1 befestigt sind, und die Abhebeeinrichtung
3 ist an zweiten Halterungen
7 gelagert, die an einem zweiten beweglichen Teil
5' der Trägerstruktur befestigt sind, so dass sowohl die Walze
2 gemeinsam mit den ersten Halterungen
6 als auch die Abhebeeinrichtung
3 gemeinsam mit den Halterungen
7 der Abhebeeinrichtung verfahren werden können. Das erste bewegliche Teil
5 der Trägerstruktur
1 kann mit der Walze
2 und das zweite bewegliche Teil
5' der Trägerstruktur
1 mit der Abhebeeinrichtung
3 gemeinsam oder unabhängig voneinander verfahren werden.
[0038] In einem Beispiel ist die Walze
2 an ersten Halterungen
6 gelagert, die an dem feststehendem Teil
4 der Trägerstruktur 1 befestigt sind, und die Abhebeeinrichtung
3 ist an zweiten Halterungen
7 gelagert, die an dem ersten beweglichen Teil
5 der Trägerstruktur
1 befestigt sind, so dass die Abhebeeinrichtung
3 gemeinsam mit den Halterungen
7 der Abhebeeinrichtung verfahren werden kann. Hier regelt die Abhebeeinrichtung
3 den seitlichen Versatz der Materialbahn während des Vorschubes der Materialbahn.
Die Walze
2 hat während des Vorschubes keinen Kontakt mit der Materialbahn, sondern trägt die
Materialbahn nur während des Stillstandes. Die Vorrichtung zur Regelung des seitlichen
Versatzes von Materialbahnen kann dabei intermittierend mit den folgenden Schritten
betrieben werden,
wobei diese Schritte durch eine Steuerungseinheit kontrolliert werden:
- Regelung des seitlichen Versatzes der Materialbahn durch seitliches Verstellen der
Abhebeeinrichtung 3 während des Vorschubes der Materialbahn,
- Abbremsen der Materialbahn,
- Absenken der Abhebeeinrichtung 3, so dass die Materialbahn in Kontakt mit der Walze 2 kommt, und
- Zurückfahren der Abhebeeinrichtung 3 in eine Neutralstellung.
[0039] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt der Trägerstruktur
1 gemäß
Fig. 2, Fig. 4 und
Fig. 5, wobei das erste bewegliche Teil
5 der Trägerstruktur
1 auf einem Schienensystem
8 gelagert ist, um das erste bewegliche Teil
5 gegenüber dem feststehenden Teil 4 der Trägerstruktur
1 parallel zur Walzenachse verschieben zu können. Das Schienensystem
8 besteht in dieser Ausführungsform aus zwei Laufschienen, die mit dem feststehenden
Teil
4 der Trägerstruktur
1 verbunden sind, und darauf aufliegenden Laufrollen, die mit dem beweglichen Teil
5 der Trägerstruktur
1 verbunden sind.
[0040] Die in
Fig. 4 dargestellte Walze
2 weist einen Durchmesser
D auf, der in etwa 1/2 der Länge
W der Walze
2 beträgt. Es kann aber auch eine Walze
2 vorgesehen sein, dessen Durchmesser
D größer ist als 1/4 der Länge
W der Walze
2, insbesondere größer als 1/3 der Länge
W der Walze
2.
[0041] Der Walzenkörper
10 weist ein Komposit- bzw. Verbundwerkstoff auf, insbesondere ein Faserverbundstoff,
so dass der Walzenkörper
10 eine geringe Masse besitzt und somit die Massenträgheit der gesamten Walze
2 reduziert wird. Um die Masse des Walzenkörpers
10 weiterhin zu reduzieren, kann der Walzenkörper
2 auch einen oder mehrere Hohlräume aufweisen und/oder eine zylindrische Wabenstruktur
besitzen.
[0042] In
Fig. 2 umfasst die Abhebeeinrichtung
3 mindestens zwei Einzelrollen
11, die an zwei seitlichen Trägern
18 drehbar gelagert sind. Die Einzelrollen
11 sind entlang einer Kreisbogensegmentfläche angeordnet, die einen Krümmungsradius
von 1/2 des Radius der Walze
2 aufweist. Es kann die Kreisbogensegmentfläche bzw. die gebogene Fläche aber auch
einen Krümmungsradius aufweisen, der größer als 1/2 des Radius der Walze
2 ist, insbesondere größer als 4/5 des Radius der Walze
2 ist, damit in der zweiten Position
II der Abhebeeinheit
3 die Materialbahn knickfrei auf der Abhebeeinheit
3 aufliegt. Die Endabschnitte der Kreisbogensegmentfläche bzw. der gebogenen Fläche
sollten tangential zur vorgesehenen Materialbahnlaufrichtung verlaufen, so dass eine
knickfreie Umlenkung der Materialbahn bewirkt wird; insbesondere eine knickfreie Umlenkung
um 90°.
[0043] In
Fig. 2 ist eine Brems- und/oder Klemmeinrichtung
12 zur Fixierung der Materialbahn nach bzw. während des Abbremsens der Materialbahn
vorgesehen, so dass bei Anhalten der Materialbahn die Massenträgheit der Materialbahn
abgebremst wird. Die Brems- und/oder Klemmeinrichtung
12 weist einen unteren Teil und einen oberen Teil auf.
[0044] Alternativ kann die Brems- und/oder Klemmeinrichtung
12 so angepasst sein, dass bei Betätigung eine Kraft in Richtung des feststehenden Teils
4 der Trägerstruktur
1 ausgeübt wird. In diesem Fall kann der untere Teil an dem feststehenden Teil
4 der Trägerstruktur
1 befestigt sein bzw. direkt durch den feststehenden Teil
4 der Trägerstruktur
1 gebildet werden.
[0045] Die Brems- und/oder Klemmeinrichtung
12 gemäß
Fig. 2 weist zwei Querbalken auf, wobei die Brems- und/oder Klemmeinrichtung 12 konstruiert
ist, um bei Betätigung die zwei Querbalken gegen die Materialbahn zu pressen. Alternativ
kann die Brems- und/oder Klemmeinrichtung
12 zwei Bremswalzen aufweisen, wobei die Materialbahn zwischen den Walzen verläuft.
Die Bremswalzen können zum Abbremsen bzw. zum Einklemmen der Materialbahn eine Bremseinrichtung
aufweisen. Optional kann mindestens eine Achse der Bremswalzen als verstellbar vorgesehen
werden.
[0046] Der in
Fig. 8a und
Fig. 8b dargestellte Querschnitt zeigt eine Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes
von Materialbahnen, die nach vorliegender Erfindung eine Führungseinrichtung
19 zum Führen der Materialbahn während des Vorschubes der Materialbahn und eine Abhebeeinrichtung
3 zum Abheben der Materialbahn von der Führungseinrichtung
19 aufweist. Erfindungsgemäß umfasst die Führungseinrichtung
19 mindestens zwei miteinander verbundene Führungseinheiten
20, die jeweils eine Rolle
21 aufweisen, und die Abhebeeinrichtung
3 weist mindestens zwei Abhebeeinheiten
22 auf. Die Abhebeeinheiten
22 sind gegenüber den Führungseinheiten
20 hintereinander bzw. alternierend angeordnet.
[0047] Die Rollen
21 der Führungseinheiten
20 sind derart hintereinander angeordnet, dass die durch die Achsen der Rollen
21 aufgespannte Fläche eine Kreisbogensegmentfläche bzw. eine gebogene Fläche darstellt.
Wie in
Fig. 8a und
Fig. 8b zu erkennen ist, fällt der Krümmungsradius der Kreisbogensegmentfläche bzw. der gebogenen
Fläche durch die alternierende Anordnung von Führungs- 20 und Abhebeeinheiten
22 konstruktionsbedingt relativ groß aus. Die Endabschnitte der Kreisbogensegmentfläche
bzw. der gebogenen Fläche verlaufen tangential zur vorgesehenen Materialbahnlaufrichtung,
so dass eine knickfreie Umlenkung der Materialbahn bewirkt wird, insbesondere eine
knickfreie Umlenkung um 90°.
[0048] Die Abhebeeinheiten
22 sind gegenüber den Führungseinheiten
20 derart hintereinander bzw. alternierend angeordnet, dass sie die gleiche Kreisbogensegmentfläche
bzw. gebogene Fläche darstellen wie die durch die Achsen der Rollen
21 der Führungseinheiten
20 aufgespannte Fläche. Dies ergibt sich meist ebenfalls konstruktionsbedingt durch
die alternierende Anordnung von Führungs-
20 und Abhebeeinheiten
22. Die Abhebeeinheiten
22 bestehen jeweils aus einem länglichen Körper
23 mit gerader bzw. leicht gekrümmter Oberfläche.
[0049] Die Abhebeeinrichtung
3 ist zwischen einer ersten Position
I und einer zweiten Position
II verstellbar. In
Fig. 8a befindet sich die Abhebeeinrichtung
3 in der ersten Position
I und berührt beim Betrieb die Materialbahn nicht. In
Fig. 8b ist die Abhebeeinrichtung
3 in der zweiten Position
II und hebt beim Betrieb die Materialbahn von der Führungseinrichtung
19 ab. Um die Abhebeeinrichtung
3 zwischen der ersten Position
I und der zweiten Position
II zu verstellen, sind einer oder mehrere Stellantriebe vorgesehen.
[0050] In der in
Fig. 8a und
Fig. 8b dargestellten Ausführungsform der Erfindung sind die Abhebeeinheiten 22 gegenüber
den Führungseinheiten
20 in der vorgesehenen Materiallaufrichtung hintereinander bzw. alternierend angeordnet.
Die länglichen Körper
23 der Abhebeeinheiten
22 werden vorzugsweise in einer Zwangsführung, insbesondere einer Kulissenführung, zwischen
der ersten Position
I und zweiten Position
II bewegt. Hierzu sind die Abhebeeinheiten
22 durch zwei erste Halterungen
24 miteinander verbunden, die derart verschwenkbar gelagert sind, dass die Abhebeeinheiten
22 in der ersten Position
I zurückgezogen sind. Vergleicht man
Fig. 8a und
Fig. 8b, so ist ersichtlich, dass mit "zurückgezogen" hier gemeint ist, dass sich die Oberflächen
der Abhebeeinheiten
22 radial gesehen unterhalb gedachter Punkte (exemplarisch mit
P gekennzeichnet) befinden. Die Punkte
P ergeben sich durch die Auflagepunkte der Materialbahn auf den Rollen
21 bei Vorschub der Materialbahn. Somit berühren die Abhebeeinheiten
22 die Materialbahn in der ersten Position
I nicht. In der zweiten Position
II sind die Abhebeeinheiten
22 "ausgeschoben", d.h. ihre Oberflächen befinden sich radial gesehen überhalb der gedachten
Punkte
P, und sie heben die Materialbahn von der Führungseinrichtung
19 ab. Die Abhebeeinheiten
22 sind vorzugsweise leicht gekrümmt, so dass sie die Materialbahn mit genau dem gleichen
Krümmungsradius abheben, den auch die Führungseinrichtung
19 aufweist. Eine Knickung der Materialbahn bei Anheben durch die Abhebeeinrichtung
3 wird somit vermieden.
[0051] Die Führungseinrichtung
19 ist auf einem Träger bzw. einem beweglichen Teil einer Trägerstruktur
26 beweglich gelagert, um die Führungseinrichtung
19 gegenüber dem Träger bzw. der Trägerstruktur
26 entlang der axialen Richtung der Rollen
21 der Führungseinheiten
20 verschieben zu können. Dabei ist die Führungseinrichtung
19 vorzugsweise mittels eines Schienensystems auf dem Träger bzw. dem beweglichen Teil
der Trägerstruktur
26 beweglich gelagert.
[0052] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist eine Brems- und/oder Klemmeinrichtung
25 zur Fixierung der Materialbahn nach bzw. während des Abbremsens der Materialbahn
(siehe
Fig. 8b) vorgesehen, so dass bei Anhalten der Materialbahn die Massenträgheit der Materialbahn
abgebremst wird. Die Brems- und/oder Klemmeinrichtung 25 weist vorzugsweise einen
unteren und einen oberen Teil auf. In der in
Fig. 8a und
Fig. 8b dargestellten Ausführungsform wird der untere Teil der Brems- und/oder Klemmeinrichtung
25 direkt durch eine Abhebeeinheit
22 gebildet. Durch diese Konstruktion kann eine sehr schnelle Abbremsung der Materialbahn
erwirkt werden.
[0053] Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Brems- und/oder Klemmeinrichtung
auch so konstruiert sein kann, dass bei Betätigung eine Kraft in Richtung der Abhebeeinrichtung,
insbesondere der gesamten Abehebeeinrichtung, ausgeübt wird. Die Brems- und/oder Klemmeinrichtung
weist dabei vorzugsweise einen unteren Teil auf, der direkt durch die Abhebeeinrichtung
gebildet wird, und einen oberen Teil, der eine gebogene Gegenplatte umfasst, die passgenau
zur Abhebeeinrichtung in Richtung der Abhebeeinrichtung gedrückt werden kann. Bei
Anhalten der Materialbahn kann die Gegenplatte zuerst mit wenig Kraft gegen die Materialbahn
gedrückt werden, um diese abzubremsen, und danach mit größerer Kraft, um die Materialbahn
zu fixieren. Auch durch diese Konstruktion kann eine sehr schnelle Abbremsung der
Materialbahn erwirkt werden.
[0054] Es wird außerdem ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Abhebeeinheiten gegenüber
den Führungseinheiten natürlich auch senkrecht zu der vorgesehenen Materiallaufrichtung
hintereinander bzw. alternierend angeordnet sein können. Eine Führungseinheit umfasst
dabei eine oder mehrere einzelne Rollen, die derart hintereinander angeordnet sind,
dass ihre Achsen parallel zueinander verlaufen und dass sie durch zwei zweite Halterungen
an jeweils einer Seite einer Rolle miteinander verbunden sind. Der längliche Körper
einer Abhebeeinheit ist vorzugsweise entlang seiner Längsrichtung so gebogen, dass
er genau oder in etwa den gleichen Krümmungsradius aufweist wie die durch die Achsen
der Rollen der Führungseinheiten aufgespannte Kreisbogensegmentfläche bzw. gebogene
Fläche. Dies ermöglicht das Aufnehmen der Materialbahn durch die Abhebeinrichtung
mit genau dem gleichen Krümmungsradius den auch die Führungseinrichtung aufweist.
Eine Knickung der Materialbahn beim Anheben durch die Abhebeeinrichtung wird somit
vermieden. Die Abhebeeinrichtung ist durch zwei seitliche Halterungen derart befestigt,
dass sie translatorisch zwischen der ersten und zweiten Position bewegbar ist.
1. Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes einer Materialbahn, welche eine
seitlich bewegliche Führungseinrichtung (19) zum Führen und zum Regeln des seitlichen
Versatzes der Materialbahn während des Vorschubes und
eine Abhebeeinrichtung (3) zum Abheben der Materialbahn von der Führungseinrichtung
(19) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung (19) mehrere miteinander verbundene Führungseinheiten (20)
aufweist, die jeweils mindestens eine Rolle (21) aufweisen, wobei die Rollen (21)
der Führungseinheiten (20) derart hintereinander angeordnet sind, dass die durch die
Achsen der Rollen (21) aufgespannte Fläche eine Kreisbogensegmentfläche bzw. eine
gebogene Fläche darstellt.
2. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abhebeeinrichtung (3) mindestens zwei Abhebeeinheiten (22) aufweist.
3. Vorrichtung gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abhebeeinheiten (22) gegenüber den Führungseinheiten (20) hintereinander bzw.
alternierend angeordnet sind.
4. Vorrichtung gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abhebeeinheiten (22) gegenüber den Führungseinheiten (20) in der vorgesehenen
Materiallaufrichtung hintereinander bzw. alternierend angeordnet sind.
5. Vorrichtung gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abhebeeinheiten gegenüber den Führungseinheiten senkrecht zu der vorgesehenen
Materiallaufrichtung hintereinander bzw. alternierend angeordnet sind.
6. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Endabschnitte der Kreisbogensegmentfläche bzw. der gebogenen Fläche tangential
zur vorgesehenen Materialbahnlaufrichtung verlaufen, so dass eine knickfreie Umlenkung
der Materialbahn bewirkt wird, insbesondere eine knickfreie Umlenkung um 90°.
7. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abhebeeinheiten (22) gegenüber den Führungseinheiten (20) derart hintereinander
bzw. alternierend angeordnet sind, dass sie die gleiche Kreisbogensegmentfläche bzw.
gebogene Fläche darstellen wie die durch die Achsen der Rollen (21) der Führungseinheiten
(20) aufgespannte Fläche.
8. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abhebeeinrichtung (3) zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position
verstellbar ist, wobei die Abhebeeinrichtung (3) in der ersten Position beim Betrieb
die Materialbahn nicht berührt, und wobei die Abhebeeinrichtung (3) in der zweiten
Position beim Betrieb die Materialbahn von der Führungseinrichtung (19) abhebt.
9. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abhebeeinheit (22) jeweils einen oder mehrere längliche Körper (23) mit gerader
oder gekrümmter Oberfläche umfasst.
10. Vorrichtung gemäss Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die länglichen Körper (23) der Abhebeeinheiten (22) in einer Zwangsführung, insbesondere
einer Kulissenführung, zwischen der ersten und zweiten Position bewegbar sind.
11. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Rollen einer Führungseinheit, derart hintereinander angeordnet sind,
dass ihre Achsen parallel zueinander verlaufen und dass sie durch zwei Halterungen
an jeweils einer Seite einer Rolle miteinander verbunden sind.
12. Vorrichtung gemäss Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der längliche Körper einer Abhebeeinheit entlang seiner Längsrichtung so gebogen
ist, dass er genau oder in etwa den gleichen Krümmungsradius aufweist wie die durch
die Achsen der Rollen der Führungseinheiten aufgespannte Kreisbogensegmentfläche bzw.
gebogene Fläche.
13. Vorrichtung gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abhebeeinrichtung translatorisch zwischen der ersten und zweiten Position bewegbar
ist.
14. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Brems- und/oder Klemmeinrichtung (25) zur Fixierung der Materialbahn vorgesehen
ist.
15. Vorrichtung gemäss Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Brems- und/oder Klemmeinrichtung (25) angepasst ist, um bei Betätigung eine Kraft
in Richtung der Abhebeeinrichtung (3) auszuüben.
16. Vorrichtung gemäss Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Brems- und/oder Klemmeinrichtung einen unteren Teil, der direkt durch die Abhebeeinrichtung
gebildet wird, und einen oberen Teil, der durch eine gebogene Gegenplatte, die passgenau
zur Abhebeeinrichtung in Richtung der Abhebeeinrichtung gedrückt werden kann, aufweist.
17. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (19) auf einem Träger bzw. einem beweglichen Teil einer Trägerstruktur
(26) beweglich gelagert ist, um die Führungseinrichtung (19) gegenüber dem Träger
bzw. der Trägerstruktur (26) entlang der axialen Richtung der Rollen (21) der Führungseinheiten
(20) verschieben zu können.
18. Vorrichtung gemäss Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung mittels eines Schienensystems auf einem Träger bzw. einem
beweglichen Teil einer Trägerstruktur beweglich gelagert ist, um die Führungseinrichtung
gegenüber dem Träger bzw. der Trägerstruktur entlang der axialen Richtung der Rollen
der Führungseinheiten verschieben zu können.
19. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Stellantriebe vorgesehen sind, um die Abhebeeinrichtung (3) zu verstellen.
20. Anlage zum Fördern einer oder mehrerer Materialbahnen bzw. zum Fördern von Materialstücken,
wobei die Anlage mindestens ein Transportband (14) aufweist,
gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen gemäss
einem der vorhergehenden Ansprüche.
21. Anlage gemäss Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass ein Transportband in Materiallaufrichtung vor der Vorrichtung zur Regelung des seitlichen
Versatzes angeordnet ist, und dass ein Transportband in Materiallaufrichtung nach
der Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes angeordnet ist.
22. Anlage gemäss Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (15) zur Aufnahme einer Materialbahnrolle vorgesehen ist, wobei
diese Einrichtung eine Antriebseinheit aufweist zum Abwickeln der Materialbahnrolle.
23. Anlage gemäss einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass in Materiallaufrichtung nach der Vorrichtung zur Regelung des seitlichen Versatzes
eine Schneidevorrichtung (16) vorgesehen ist, um die Materialbahn in Materialstücke
zu schneiden.
24. Anlage gemäss einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einheit zur Detektierung (17) der Lage der Materialbahn vorgesehen ist.
25. Anlage gemäss Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerungseinheit (18) vorgesehen ist, welche die Signale der Einheit zur Detektierung
(17) der Lage der Materialbahn verarbeitet, um den seitlichen Versatz der Materialbahn
durch Verstellen eines beweglichen Teils der Trägerstruktur zu regeln.
26. Verfahren zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 19 verwendet wird und dass die
Vorrichtung intermittierend mit den folgenden Schritten betrieben wird:
- Regelung des seitlichen Versatzes der Materialbahn durch seitliches Verstellen der
Führungseinrichtung (19) während des Vorschubes der Materialbahn,
- Abbremsen der Materialbahn,
- Anheben der Materialbahn von der Führungseinrichtung (19) durch die Abhebeeinrichtung
(3), und
- Zurückfahren der Führungseinrichtung (19) in eine Neutralstellung.
27. Verfahren zur Regelung des seitlichen Versatzes von Materialbahnen,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung gemäss Anspruch 7 verwendet wird und dass die Vorrichtung intermittierend
mit den folgenden Schritten betrieben wird:
- Regelung des seitlichen Versatzes der Materialbahn durch seitliches Verstellen der
Abhebeeinrichtung (3) während des Vorschubes der Materialbahn,
- Abbremsen der Materialbahn,
- Absenken der Abhebeeinrichtung, so dass die Materialbahn in Kontakt mit der Führungseinrichtung
(19) kommt, und
- Zurückfahren der Abhebeeinrichtung (3) in eine Neutralstellung.
1. An apparatus for controlling the lateral offset of a material web, comprising a laterally
movable guiding arrangement (19) for guiding and controlling the lateral offset of
the material web during the feed and a lifting arrangement (3) for lifting the material
web off the guiding arrangement (19),
characterized in
that the guiding arrangement (19) has multiple interconnected guiding units (20), each
having at least one roller (21), wherein the rollers (21) of the guiding arrangements
(20) are arranged in succession such that the plane spanned by the axes of the rollers
(21) represents a circular arc plane or an arcuate plane.
2. The apparatus according to claim 1, characterized in that the lifting arrangement (3) has at least two lifting units (22).
3. The apparatus according to claim 2, characterized in that the lifting units (22) are arranged in succession or alternation with respect to
the guiding units (20).
4. The apparatus according to claim 3, characterized in that the lifting units (22) are arranged in succession or alternation with respect to
the guiding units (20) in the designated direction of travel of the material.
5. The apparatus according to claim 3, characterized in that the lifting units are arranged in succession or alternation with respect to the guiding
units perpendicularly to the designated direction of travel of the material.
6. The apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the end portions of the circular arc plane or the arcuate plane run tangentially
to the designated direction of travel of the material such that crease-free deflection
of the material web is caused, in particular crease-free deflection by 90°.
7. The apparatus according to one of claims 3 to 5, characterized in that the lifting units (22) are arranged in succession or alternation with respect to
the guiding units (20) such that they represent the same circular arc plane or arcuate
plane as the plane spanned by the axes of the rollers (21) of the guiding units (20).
8. The apparatus according to one of claims 1 to 7, characterized in that the lifting arrangement (3) can be shifted between the first position and the second
position, wherein the lifting arrangement (3) is not in contact with the material
web in the first position during operation, and wherein the lifting arrangement (3)
lifts the material web off the guiding arrangement (19) in the second position during
operation.
9. The apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a lifting unit (22) each comprises one or more elongate bodies (23) having a straight
or curved surface.
10. The apparatus according to claim 9, characterized in that the elongate bodies (23) of the lifting units (22) are movable in a restrictive guide,
in particular a link guide, between the first and the second position.
11. The apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the individual rollers of a guiding unit are arranged in succession such that their
axes run parallel to one another and such that they are connected to one another via
two mountings, one on each side of a roller.
12. The apparatus according to claim 9 and 10, characterized in that the elongate body of a lifting unit is bent along its longitudinal direction such
that it has exactly or approximately the same radius of curvature as the circular
arc plane or arcuate plane spanned by the axes of the rollers of the guiding units.
13. The apparatus according to claim 8, characterized in that the lifting arrangement is movable in translation between the first and the second
position.
14. The apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a breaking and/or clamping arrangement (25) for fixation of the material web is provided.
15. The apparatus according to claim 14, characterized in that the breaking and/or clamping arrangement (25) is adapted to exert, on actuation,
a force in the direction of the lifting arrangement (3).
16. The apparatus according to claim 15, characterized in that the breaking and/or clamping arrangement has a lower part formed directly by the
lifting arrangement and an upper part by an arcuate counter plate which can be pressed
accurately fitting to the lifting arrangement in the direction of the lifting arrangement.
17. The apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the guiding arrangement (19) is movable mounted on a support or a movable part of
a support structure (26) to be able to displace the guiding arrangement (19) with
respect to the support or the support structure (26) along the axial direction of
the rollers (21) of the guiding units (20).
18. The apparatus according to claim 17, characterized in that the guiding arrangement is movable mounted on a support or a movable part of a support
structure via a rail system to be able to displace the guiding arrangement with respect
to the support or the support structure along the axial direction of the rollers of
the guiding units.
19. The apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that one or more actuators are provided to shift the lifting arrangement (3).
20. A system for advancing one or more material webs or for advancing material pieces,
wherein the system has at least one conveyor belt (14),
characterized by an apparatus for controlling the lateral offset of material webs according to one
of the preceding claims.
21. The system according to claim 20, characterized in that the conveyor belt is arranged, in the direction of travel of the material, before
the apparatus for controlling the lateral offset, and in that the conveyor belt is arranged, in the direction of travel of the material, after
the apparatus for controlling the lateral offset.
22. The system according to claim 20 or 21, characterized in that an arrangement (15) for receiving a roll of material web is provided, wherein the
arrangement has a driver unit for unwinding the roll of material web.
23. The system according to one of claims 20 to 22, characterized in that, in the direction of travel of the material, after the apparatus for controlling
the lateral offset a cutting apparatus (16) is provided to cut the material web into
material pieces.
24. The system according to one of claims 20 to 23, characterized in that a unit for detecting (17) the position of the material web is provided.
25. The system according to claim 24, characterized in that a control unit (18) is provided which processes the signals of the unit for detecting
(17) the position of the material web to control the lateral offset of the material
web by shifting a movable part of the support structure.
26. A method for controlling the lateral offset of material webs,
characterized in that an apparatus according to one of claims 1 to 19 is used and
in that the apparatus is operated intermittently with the following steps:
- controlling the lateral offset of the material web by laterally shifting the guiding
arrangement (19) during the feed of the material web,
- breaking the material web,
- lifting the material web off the guiding arrangement (19) via the lifting arrangement
(3), and
- returning the guiding arrangement (19) to a neutral position.
27. A method for controlling the lateral offset of material webs,
characterized in that an apparatus according to claim 7 is used and
in that the apparatus is intermittently operated with the following steps:
- controlling the lateral offset of the material web by laterally shifting the lifting
arrangement (3) during the feed of the material web,
- breaking the material web,
- lowering the lifting arrangement so that the material web comes into contact with
the guiding arrangement (19), and
- returning the lifting arrangement (3) to a neutral position.
1. Dispositif de réglage du décalage latéral d'une bande de matière, qui comprend un
équipement de guidage (19) latéralement mobile servant à guider et à régler le décalage
latéral de la bande de matière pendant l'avance et
un équipement de soulèvement (3) servant à soulever la bande de matière de l'équipement
de guidage (19),
caractérisé en ce que
l'équipement de guidage (19) présente plusieurs unités de guidage (20) reliées les
unes aux autres, qui présentent chacune au moins un rouleau (21), les rouleaux (21)
des unités de guidage (20) étant agencés les uns derrière les autres de telle sorte
que la surface formée par les axes des rouleaux (21) représente une surface de segment
d'arc de cercle respectivement une surface courbe.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'équipement de soulèvement (3) présente au moins deux unités de soulèvement (22).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que les unités de soulèvement (22) sont agencées par rapport aux unités de guidage (20)
les unes derrière les autres respectivement en alternance.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les unités de soulèvement (22) sont agencées par rapport aux unités de guidage (20)
dans le sens d'avance prévu de la matière les unes derrière les autres respectivement
en alternance.
5. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les unités de soulèvement sont agencées par rapport aux unités de guidage perpendiculairement
au sens d'avance prévu de la matière les unes derrière les autres ou en alternance.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les sections d'extrémité de la surface de segment d'arc de cercle respectivement
de la surface courbe s'étendent tangentiellement au sens d'avance prévu de la bande
de matière de sorte à induire un renvoi sans pli de la bande de matière, en particulier
un renvoi sans pli de 90°.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que les unités de soulèvement (22) sont agencées par rapport aux unités de guidage (20)
les unes derrière les autres respectivement en alternance de telle sorte qu'elles
représentent la même surface de segment d'arc de cercle respectivement la même surface
courbe que la surface formée par les axes des rouleaux (21) des unités de guidage
(20).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'équipement de soulèvement (3) peut être déplacé entre une première position et
une deuxième position, l'équipement de soulèvement (3) en fonctionnement dans la première
position ne touchant pas la bande de matière et l'équipement de soulèvement (3) en
fonctionnement dans la deuxième position soulevant la bande de matière de l'équipement
de guidage (19).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une unité de soulèvement (22) comprend respectivement un ou plusieurs corps allongés
(23) à surface droite ou incurvée.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que les corps allongés (23) des unités de soulèvement (22) peuvent être déplacés entre
la première et la deuxième position dans un guidage forcé, en particulier un guidage
par coulisse.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les différents rouleaux d'une unité de guidage sont agencés les uns derrière les
autres de telle sorte que leurs axes s'étendent parallèlement l'un à l'autre et qu'ils
sont reliés l'un à l'autre respectivement au niveau d'un côté d'un rouleau par deux
éléments de maintien.
12. Dispositif selon les revendications 9 et 10, caractérisé en ce que le corps allongé d'une unité de soulèvement est incurvé suivant son sens longitudinal
de telle sorte qu'il présente exactement ou à peu près le même rayon de courbure que
la surface de segment d'arc de cercle respectivement la surface courbe formée par
les axes des rouleaux des unités de guidage.
13. Dispositif de guidage selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'équipement de soulèvement est mobile par translation entre la première et la deuxième
position.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un équipement de freinage et/ou de serrage (25) est prévu pour fixer la bande de matière.
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'équipement de freinage et/ou de serrage (25) est adapté pour exercer, en cas d'actionnement,
une force en direction de l'équipement de soulèvement (3).
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que l'équipement de freinage et/ou de serrage présente une partie inférieure, qui est
formée directement par l'équipement de soulèvement, et une partie supérieure qui est
formée par une contre-plaque courbe, qui peut être poussée de manière exactement adaptée
à l'équipement de soulèvement en direction de l'équipement de soulèvement.
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'équipement de guidage (19) est logé de manière mobile sur un support respectivement
sur une partie mobile d'une structure support (26) pour pouvoir décaler l'équipement
de guidage (19) par rapport au support respectivement à la structure support (26)
suivant le sens axial des rouleaux (21) des unités de guidage (20).
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce que l'équipement de guidage est logé de manière mobile sur un support respectivement
une partie mobile d'une structure support à l'aide d'un système de rails, pour pouvoir
décaler l'équipement de guidage par rapport au support respectivement à la structure
support suivant le sens axial des rouleaux des unités de guidage.
19. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un ou plusieurs servomoteurs sont prévus pour déplacer l'équipement de soulèvement
(3).
20. Installation de transport d'une ou de plusieurs bandes de matière respectivement de
transport de morceaux de matière, l'installation présentant au moins une bande transporteuse
(14),
caractérisée par un dispositif de réglage du décalage latéral de bandes de matière selon l'une quelconque
des revendications précédentes.
21. Installation selon la revendication 20, caractérisée en ce qu'une bande transporteuse est agencée en amont, dans le sens d'avance de la matière,
du dispositif de réglage du décalage latéral et en ce qu'une bande transporteuse est agencée en aval, dans le sens d'avance de la matière,
du dispositif de réglage du décalage latéral.
22. Installation selon la revendication 20 ou 21, caractérisée en ce qu'un équipement (15) de réception d'un rouleau de bande de matière est prévu, cet équipement
présentant une unité d'entraînement servant à dérouler le rouleau de bande de matière.
23. Installation selon l'une quelconque des revendications 20 à 22,
caractérisée en ce qu'un dispositif de coupe (16) est prévu en aval, dans le sens d'avance de la matière,
du dispositif de réglage du décalage latéral pour couper la bande de matière en morceaux
de matière.
24. Installation selon l'une quelconque des revendications 20 à 23,
caractérisée en ce qu'une unité de détection (17) de la position de la bande de matière est prévue.
25. Installation selon la revendication 24, caractérisée en ce qu'il est prévu une unité de commande (18) qui traite les signaux de l'unité de détection
(17) de la position de la bande de matière pour régler le décalage latéral de la bande
de matière en déplaçant une partie mobile de la structure support.
26. Procédé de réglage du décalage latéral de bandes de matière,
caractérisé en ce qu'un dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 19 est utilisé et
en ce que le dispositif est exploité de manière intermittente avec les étapes suivantes consistant
à:
- régler le décalage latéral de la bande de matière par déplacement latéral de l'équipement
de guidage (19) pendant l'avance de la bande de matière,
- freiner la bande de matière,
- soulever la bande de matière de l'équipement de guidage (19) par l'équipement de
soulèvement (3) et
- replacer l'équipement de guidage (19) dans une position neutre.
27. Procédé de réglage du décalage latéral de bandes de matière,
caractérisé en ce qu'un dispositif selon la revendication 7 est utilisé et
en ce que le dispositif est exploité de manière intermittente avec les étapes suivantes consistant
à:
- régler le décalage latéral de la bande de matière par déplacement latéral de l'équipement
de soulèvement (3) pendant l'avance de la bande de matière,
- freiner la bande de matière,
- abaisser l'équipement de soulèvement de sorte que la bande de matière entre en contact
avec l'équipement de guidage (19) et
- replacer l'équipement de soulèvement (3) dans une position neutre.