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EP 1 837 602 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.05.2014 Patentblatt 2014/19 |
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Anmeldetag: 26.01.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung mit einer Gargerätetür, einer Aktoreinheit und einem Verriegelungselement
Device with a cooking appliance door, an actuator unit and a locking element
Dispositif doté d'une porte d'appareil de cuisson, d'une unité d'actionnement et d'un
élément de verrouillage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
23.03.2006 DE 102006013519
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.09.2007 Patentblatt 2007/39 |
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Patentinhaber: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Knoll, Helmut
83365 Nussdorf (DE)
- Lebacher, Rainer
83349 Palling (DE)
- Rosenbauer, Jörg
83365 Nussdorf (DE)
- Wagner, Michael
83355 Grabenstaett (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 528 612 DE-A1- 10 309 594 GB-A- 1 481 401 US-A- 4 374 320
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DE-A1- 2 949 773 GB-A- 1 241 558 US-A- 3 893 554
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einer Gargerätetür, einer Aktoreinheit
und einem Verriegelungselement nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 40 40 343 C2 ist eine Vorrichtung, und zwar ein Gargerät, mit einer Gargerätetür, einer Aktoreinheit
und mit einem Verriegelungselement zum Verriegeln der Gargerätetür bekannt. Das Verriegelungselement
kommt insbesondere beim Durchführen einer Pyrolysefunktion zum Einsatz. Die Aktoreinheit
ist dazu vorgesehen, zum Verriegeln der Gargerätetür bei geschlossener Gargerätetür
das Verriegelungselement mit einem korrespondierenden Verriegelungselement bzw. mit
einer Verriegelungsmuschel der Gargerätetür in Eingriff zu bringen.
[0003] Sowohl aus der
US 3 893 554, sowie aus der
DE 29 49 773 A1 ist eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt, nämlich eine
Vorrichtung mit einer Gargerätetür, einer Aktoreinheit und einem Verriegelungselement
zum Verriegeln der Gargerätetür, insbesondere beim Durchführen einer Pyrolysefunktion,
wobei die Aktoreinheit dazu vorgesehen ist, zum Verriegeln der Gargerätetür bei geschlossener
Gargerätetür das Verriegelungselement mit einem korrespondierenden Verriegelungselement
der Gargerätetür in Eingriff zu bringen, wobei das Verriegelungselement um eine bei
geschlossener Gargerätetür zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Türebene der
Gargerätetür verlaufende Drehachse drehbar ist und einen zumindest im Wesentlichen
senkrecht zur Drehachse verlaufenden Verriegelungshaken aufweist, wobei das Verriegelungselement
eine Stange umfasst, die einen Abstand zwischen der Aktoreinheit und dem Verriegelungshaken
überbrückt.
[0004] Der Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung
besonders raumsparend und kostengünstig auszugestalten. Die Aufgabe wird gelöst durch
eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0005] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung mit einer Gargerätetür, einer Aktoreinheit
und mit einem Verriegelungselement zum Verriegeln der Gargerätetür, insbesondere beim
Durchführen einer Pyrolysefunktion, wobei die Aktoreinheit dazu vorgesehen ist, zum
Verriegeln der Gargerätetür bei geschlossener Gargerätetür das Verriegelungselement
mit einem korrespondierenden Verriegelungselement der Gargerätetür in Eingriff zu
bringen, wobei das Verriegelungselement um eine bei geschlossener Gargerätetür zumindest
im Wesentlichen senkrecht zu einer Türebene der Gargerätetür verlaufende - Drehachse
drehbar ist und einen zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Drehachse verlaufenden
Verriegelungshaken aufweist, wobei das Verriegelungselement eine Stange umfasst, die
einen Abstand zwischen der Aktoreinheit und dem Verriegelungshaken überbrückt.
[0006] Die Aktoreinheit kann in einer dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Weise, beispielsweise
als Wachselement, Elektromotor oder Solenoid ausgebildet sein, dessen Bewegung in
eine Drehbewegung umgesetzt wird.
[0007] Es wird vorgeschlagen, dass das Verriegelungselement um eine bei geschlossener Gargerätetür
zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Türebene der Gargerätetür verlaufende
Drehachse drehbar ist. Dazu kann der zur Realisierung eines axial verschiebbaren Verriegelungselements
notwendige Bauraum eingespart werden und insbesondere ein in einem Frontbereich des
Gargeräts benötigter Bauraum des Verriegelungselements kann besonders gut ausgenutzt
werden. Insbesondere eine Tiefe des für die Bewegungsfreiheit des Verriegelungselements
aufzuwendenden Bauraums kann zumindest im Wesentlichen auf die Materialstärke des
Verriegelungselements beschränkt werden. Ferner kann in einfacher Weise eine Entkopplung
der Aktoreinheit von den auf das Verriegelungselement wirkenden Kräften realisiert
werden. Insgesamt können dadurch sowohl die Aktoreinheit als auch das Verriegelungselement
im Vergleich zu bekannten Vorrichtungen der gattungsgemäßen Art kostengünstiger ausgestaltet
werden.
[0008] Als "zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Türebene der Gargerätetür verlaufend"
soll in diesem Zusammenhang eine Drehachse gelten, deren Winkel zur Türebene in einem
Bereich zwischen 70° und 110° liegt, vorzugsweise in einem Bereich zwischen 80° und
100°, so dass eine Komponente einer Bewegung des Verriegelungselements in der Türebene
jedenfalls größer ist als eine Komponente senkrecht dazu.
[0009] In der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Verriegelungselement einen zumindest
im Wesentlichen senkrecht zur Drehachse verlaufenden Verriegelungshaken aufweist.
Dadurch kann konstruktiv einfach ein Formschluss zwischen dem Verriegelungselement
in seiner Verriegelungskonfiguration und der Gargerätetür erreicht werden.
[0010] Die Aktoreinheit kann an einer beinahe beliebigen Stelle des Gargeräts angeordnet
werden, wenn das Verriegelungselement eine Stange umfasst, die einen Abstand zwischen
der Aktoreinheit und dem Verriegelungshaken überbrückt. Dadurch kann ein Bauraum innerhalb
des Gargeräts besonders gut genutzt werden.
[0011] Die Aktoreinheit kann vor auf einen vorderen Bereich des Verriegelungselements wirkenden
Verriegelungskräften wirkungsvoll abgeschirmt werden, wenn die Stange drehbar und
axial fest in einem Führungslager an einem Gargerätekörper gelagert ist. Die Lagerung
kann beispielsweise über eine Nut in der Stange oder über einen in eine solche Nut
eingreifenden Lagerungsring erfolgen.
[0012] Die Aktoreinheit kann in konstruktiv einfacher Weise entfernt von einer Bedienblende
und einer Steuereinheit des Gargeräts angeordnet werden, wenn der Abstand zwischen
der Aktoreinheit und dem Verriegelungshaken wenigstens 20 cm beträgt. Die erfindungsgemäße
Verriegelungsvorrichtung kann dadurch insbesondere ohne wesentliche bauliche Änderungen
im Zusammenhang mit bekannten Bedienblenden bzw. einer Steuerelektronik verwendet
werden, da nur eine schmale Öffnung zum Durchgriff der Stange notwendig ist.
[0013] Eine kostengünstige und konstruktiv einfache Verriegelungsvorrichtung kann dadurch
realisiert werden, dass das korrespondierende Verriegelungselement der Gargerätetür
als Ausnehmung in einer seitlichen Randfläche der Gargerätetür ausgebildet ist.
[0014] Ist die Gargerätetür um eine entlang einem ersten Rand verlaufende Schwenkachse schwenkbar
und ist das korrespondierende Verriegelungselement an einem dem ersten Rand gegenüberliegenden
seitlichen Rand der Gargerätetür angeordnet, kann erreicht werden, dass das Verriegelungselement
eine optimale Hebelwirkung ausnutzt. Dadurch können das Verriegelungselement und das
korrespondierende Verriegelungselement kostengünstig auf eine im Vergleich zu einer
Anordnung im Bereich der Schwenkachse geringere Verriegelungskraft ausgelegt werden.
[0015] Weist das korrespondierende Verriegelungselement eine Anschlagfläche zum Begrenzen
einer Drehbewegung des Verriegelungselements auf, kann auf eine Begrenzung der Drehbewegung
in der Lagerung des Verriegelungselements verzichtet werden. Ferner kann eine definierte,
reproduzierbare Verriegelungsposition gewährleistet werden, die das Verriegelungselement
immer dann erreicht, wenn das korrespondierende Verriegelungselement nicht verschmutzt
ist.
[0016] Ein an die Schwenkbewegung des Verriegelungshakens angepasstes korrespondierendes
Verriegelungselement kann dadurch erreicht werden, dass das korrespondierende Verriegelungselement
der Gargerätetür zumindest eine Begrenzungsfläche aufweist, die bei geschlossener
Gargerätetür einen Ausschnitt einer bezüglich der Drehachse des Verriegelungselements
achssymmetrischen Mantelfläche bildet. Besonders vorteilhaft sind Ausgestaltungen
der Erfindung, in denen das korrespondierende Verriegelungselement die Form eines
Kreissegments hat, insbesondere die Form eines Viertelkreises. Dann kann nämlich eine
radiale Begrenzungsfläche des korrespondierenden Verriegelungselements als Anschlagfläche
genutzt werden.
[0017] Eine Überlastung des Aktors bei einer Blockade des Verriegelungselements wird vermieden,
wenn das Verriegelungselement über ein Torsionsfederelement mit der Aktoreinheit verbunden
ist.
[0018] Da das Torsionsfederelement von der Stange zwischen der Aktoreinheit und dem Verriegelungshaken
gebildet wird, werden Kosten eingespart und eine Bauteilvielfalt reduziert.
[0019] Umfasst die Vorrichtung zumindest ein Sensorelement zum Erfassen einer Stellung des
Verriegelungselements, kann die Verriegelung sicher gewährleistet werden und eine
Verbrennungsgefahr für einen Bediener kann reduziert werden. Ferner kann aus der Tatsache,
dass das Verriegelungselement seine Verriegelungsposition trotz der entsprechenden
Aktivität der Aktoreinheit nicht erreicht, auf eine Verschmutzung des korrespondierenden
Verriegelungselements in der Gargerätetür geschlossen werden. Ist dies der Fall, kann
eine Steuereinheit des Gargeräts zur Vermeidung von Gefahren die Pyrolysefunktion
blockieren und gegebenenfalls den Bediener zur Reinigung des korrespondierenden Verriegelungselements
auffordern.
[0020] Eine unvollständige Verriegelung kann ausgeschlossen werden, wenn die Vorrichtung
neben dem Sensorelement zum Erfassen der Stellung des Verriegelungselements zumindest
ein weiteres Sensorelement zum Erfassen einer Stellung der Gargerätetür umfasst. Das
weitere Sensorelement kann beispielsweise kostengünstig und robust als Reed-Schalter
ausgebildet sein.
[0021] Eine universell einsetzbare Verriegelungsvorrichtung ist erreichbar, wenn das Verriegelungselement
und das Sensorelement bezüglich ihrer Einbauposition austauschbar sind. Es kann insbesondere
eine Haltevorrichtung für ein solches Sensorelement zum Halten des Verriegelungselements
genutzt werden, wodurch ein konstruktiver Aufwand reduziert werden kann. Insbesondere
bei um eine vertikale Schwenkachse schwenkbaren Gargerätetüren kann durch die Austauschbarkeit
der Verriegelungsvorrichtung und des Sensorelements sichergestellt werden, dass das
Verriegelungselement stets an einer hinsichtlich der Hebelwirkung vorteilhaften Seite
eines oberen oder unteren Rands der Gargerätetür angeordnet ist.
[0022] Ist die Aktoreinheit dazu vorgesehen, in einer bezüglich einer von der Gargerätetür
verschließbaren Garraumöffnung hinteren Hälfte eines die Gargerätetür umfassenden
Gargeräts angeordnet zu sein, kann der im Allgemeinen nur sehr beschränkt verfügbare
Bauraum in der vorderen Hälfte des Gargeräts vorteilhaft für andere Zwecke genutzt
werden. Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. Die Figuren
zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Figuren, die Beschreibung und die
Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination, die der Fachmann auch einzeln
betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen wird.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Gargerät mit einer Gargerätetür, einem Verriegelungselement und einem Aktor in
einem Teilschnitt,
- Fig. 2
- das Gargerät aus Figur 1 mit geöffneter Gargerätetür in einer Ansicht von schräg unten,
- Fig. 3
- eine Detailansicht eines Verriegelungshakens des Verriegelungselements aus den Figuren
1 und 2,
- Fig. 4
- eine Detailansicht der Gargerätetür aus den Figuren 1 und 2 mit einem korrespondierenden
Verriegelungselement und
- Fig.5
- eine Schnittdarstellung des korrespondierenden Verriegelungselements aus Figur 5.
[0024] Figur 1 zeigt ein als Haushaltsbackofen mit Pyrolysefunktion ausgebildetes Gargerät
mit einer Gargerätetür 10, einer Aktoreinheit 12 und mit einem Verriegelungselement
14 zum Verriegeln der Gargerätetür 10. Das Verriegelungselement 14 dient dazu, die
Gargerätetür 10, insbesondere beim Durchführen der Pyrolysefunktion, zu verriegeln,
wobei die Aktoreinheit 12 dazu vorgesehen ist, zum Verriegeln der Gargerätetür 10
bei geschlossener Gargerätetür 10 das Verriegelungselement 14 mit einem korrespondierenden
Verriegelungselement 15 bzw. mit einer Verriegelungsmuschel der Gargerätetür 10 in
Eingriff zu bringen.
[0025] Das Verriegelungselement 14 ist mit Hilfe der Aktoreinheit 12 um eine Drehachse 16
drehbar, die bei geschlossener Gargerätetür 10 senkrecht zu einer Türebene und bei
aufgestelltem Gargerät horizontal oberhalb eines Garraums verläuft.
[0026] Das Verriegelungselement 14 umfasst eine Stange 18 und einen senkrecht zur Drehachse
16 verlaufenden Verriegelungshaken 20. Die Stange 18 überbrückt einen Abstand von
wenigstens 20 cm zwischen der Aktoreinheit 12 und dem Verriegelungshaken 20. Der Verriegelungshaken
20 steht rechtwinklig von der Stange 18 ab. Die Stange 18 ist drehbar und axial fest
in einem Führungslager 22 an einem Gargerätekörper des Gargeräts gelagert. Das Führungslager
22 schirmt alle im Bereich des Verriegelungshakens 20 auf das Verrieglungselement
14 wirkenden Kräfte von der Aktoreinheit 12 ab, so dass diese auch durch ein Zerren
an der Gargerätetür 10 nicht beschädigt werden kann.
[0027] Das korrespondierende Verriegelungselement 15 der Gargerätetür 10 ist als muschelförmige
Ausnehmung bzw. als Verriegelungsmuschel in einer seitlichen Randfläche 24 der Gargerätetür
10 ausgebildet, die in einer Ansicht senkrecht zur Gargerätetür 10 die Form eines
Viertelkreises hat (Figur 5).
[0028] Die Gargerätetür 10 ist über zwei hier nicht explizit dargestellte Scharniere um
eine entlang einem ersten, unteren Rand verlaufende Schwenkachse 26 schwenkbar. Das
korrespondierende Verriegelungselement 15 ist an einem dem ersten Rand gegenüberliegenden
oberen seitlichen Rand der Gargerätetür 10 angeordnet (Figur 4).
[0029] Eine radiale, senkrecht zur Schwenkachse 26 der Gargerätetür 10 ausgerichtete Begrenzungsfläche
30 des korrespondierenden Verriegelungselements 15 bildet eine Anschlagfläche 28 zum
Begrenzen einer Drehbewegung des Verriegelungselements 14.
[0030] Eine weitere Begrenzungsfläche 30 des korrespondierenden Verriegelungselements 15
bildet bei geschlossener Gargerätetür 10 einen Ausschnitt einer bezüglich der Drehachse
16 des Verriegelungselements 14 achssymmetrischen Mantelfläche, und zwar einen Ausschnitt
einer Zylindermantelfläche.
[0031] Die Stange 18, über die das Verriegelungselement 14 bzw. der Verriegelungshaken 20
mit der Aktoreinheit 12 verbunden ist, bildet ein Torsionsfederelement 32. Ist die
Gargerätetür 10 beispielsweise nicht vollständig geschlossen oder ist das korrespondierende
Verriegelungselement 15 der Gargerätetür 10 verschmutzt, kann der Verriegelungshaken
20 die Anschlagfläche 28 nicht erreichen. Durch die Torsion der Stange 18 bzw. des
Torsionsfederelements 32 bleibt die Belastung der Aktoreinheit 12 dennoch in einem
zulässigen Rahmen und eine Beschädigung der Aktoreinheit 12 durch Heißlaufen oder
Ähnliches kann vermieden werden.
[0032] Dreht das Verriegelungselement 14 mit dem Verriegelungshaken beim Aktivieren der
Verriegelung über die durch die Anschlagfläche 28 definierte Verriegelungsposition
hinaus, so ist das korrespondierende Verriegelungselement 15 nicht in der Verriegelungsposition
vorhanden, weil z.B. die Gargerätetür 10 nicht vollständig geschlossen ist.
[0033] Das Gargerät umfasst ein Sensorelement 34 zum Erfassen einer Stellung des Verriegelungselements
14, durch welches eine zentrale Steuereinheit erkennen kann, ob sich das Verriegelungselement
14 in der Verriegelungsposition befindet. Letzteres ist eine notwendige Bedingung
für die Verriegelung der Gargerätetür 10.
[0034] Zudem hat das Gargerät ein weiteres als Reed-Schalter ausgebildetes Sensorelement
36 zum Erfassen einer Stellung der Gargerätetür 10. Dadurch kann die Steuereinheit
zudem eine hinreichende Bedingung für die Verriegelung der Gargerätetür 10 erfassen.
Nur wenn das Verriegelungselement 14 sich in der Verriegelungsposition befindet und
gleichzeitig die Gargerätetür 10 vollständig geschlossen ist, besteht ein sicherer
Formschluss und die Gargerätetür 10 kann nicht mehr geöffnet werden. Erst wenn diese
Bedingungen erfüllt sind, startet die Steuereinheit einen Pyrolysevorgang.
[0035] Das Verriegelungselement 14 und das weitere Sensorelement 36 zum Erfassen einer Stellung
der Gargerätetür 10 durchgreifen jeweils gleichartige Ausnehmungen 38, 40 in einem
Frontblech einer Muffel 42 des Gargeräts. Beide Einheiten sind daher bezüglich ihrer
Einbauposition austauschbar.
[0036] Die Aktoreinheit 12 selbst ist oberhalb der Muffel 42 in einer bezüglich einer von
der Gargerätetür 10 verschließbaren Garraumöffnung hinteren Hälfte des Gargeräts angeordnet.
[0037] Der Bauraum in der vorderen Hälfte des Gargeräts bleibt dadurch frei für andere Baugruppen,
die unmittelbar über eine Bedienblende 44 des Gargeräts betätigbar sind und daher
in unmittelbarer Nähe der letzteren angeordnet werden sollten, um eine kompakte Baugruppe
zu bilden.
Bezugszeichen
[0038]
- 10
- Gargerätetür
- 12
- Aktoreinheit
- 14
- Verriegelungselement
- 15
- Verriegelungselement
- 16
- Drehachse
- 18
- Stange
- 20
- Verriegelungshaken
- 22
- Führungslager
- 24
- Randfläche
- 26
- Schwenkachse
- 28
- Anschlagfläche
- 30
- Begrenzungsfläche
- 32
- Torsionsfederelement
- 34
- Sensorelement
- 36
- Sensorelement
- 38
- Ausnehmung
- 40
- Ausnehmung
- 42
- Muffel
- 44
- Bedienblende
1. Vorrichtung mit einer Gargerätetür (10), einer Aktoreinheit (12) und einem Verriegelungselement
(14) zum Verriegeln der Gargerätetür (10), insbesondere beim Durchführen einer Pyrolysefunktion,
wobei die Aktoreinheit (12) dazu vorgesehen ist, zum Verriegeln der Gargerätetür (10)
bei geschlossener Gargerätetür (10) das Verriegelungselement (14) mit einem korrespondierenden
Verriegelungselement (15) der Gargerätetür (10) in Eingriff zu bringen, wobei das
Verriegelungselement (14) um eine bei geschlossener Gargerätetür (10) zumindest im
Wesentlichen senkrecht zu einer Türebene der Gargerätetür (10) verlaufende Drehachse
(16) drehbar ist und einen zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Drehachse (16)
verlaufenden Verriegelungshaken (20) aufweist, wobei das Verriegelungselement (14)
eine Stange (18) umfasst, die einen Abstand zwischen der Aktoreinheit (12) und dem
Verriegelungshaken (20) überbrückt, dadurch gekennzeichnet, dass zu einer Vermeidung einer Überlastung der Aktoreinheit (12) bei einer Blockade des
Verriegelungselements (14) das Verriegelungselement (14) über ein Torsionsfederelement
(32) mit der Aktoreinheit (12) verbunden ist, wobei das Torsionsfederelement (32)
von der Stange (18) zwischen der Aktoreinheit (12) und dem Verriegelungshaken (20)
gebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (18) drehbar und axial fest in einem Führungslager (22) an einem Gargerätekörper
gelagert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand wenigstens 20 cm beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das korrespondierende Verriegelungselement (15) der Gargerätetür (10) als muschelförmige
Ausnehmung in einer seitlichen Randfläche (24) der Gargerätetür (10) ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gargerätetür (10) um eine entlang einem ersten Rand verlaufende Schwenkachse
(26) schwenkbar ist und dass das korrespondierende Verriegelungselement (15) an einem
dem ersten Rand gegenüberliegenden seitlichen Rand der Gargerätetür (10) angeordnet
ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das korrespondierende Verriegelungselement (15) eine Anschlagfläche (28) zum Begrenzen
einer Drehbewegung des Verriegelungselements (14) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das korrespondierende Verriegelungselement (15) der Gargerätetür (10) zumindest eine
Begrenzungsfläche (30) aufweist; die bei geschlossener Gargerätetür (10) einen Ausschnitt
einer bezüglich der Drehachse (16) des Verriegelungselements (14) achssymmetrischen
Mantelfläche bildet.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest ein Sensorelement (34) zum Erfassen einer Stellung des Verriegelungselements
(14).
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest ein weiteres Sensorelement (36) zum Erfassen einer Stellung der Gargerätetür
(10).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (14) und das weitere Sensorelement (36) bezüglich ihrer
Einbauposition austauschbar sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktoreinheit (12) dazu vorgesehen ist, in einer bezüglich einer von der Gargerätetür
(10) verschließbaren Garraumöffnung hinteren Hälfte eines die Gargerätetür (10) umfassenden
Gargeräts angeordnet zu sein.
1. Device with a cooking appliance door (10), an actuator unit (12) and a locking element
(14) for locking the cooking appliance door (10), especially when a pyrolysis function
is being carried out, wherein the actuator unit (12) is designed, for locking the
cooking appliance door (10), to bring the locking element (14) into engagement with
a corresponding locking element (15) of the cooking appliance door (10) when the cooking
appliance door (10) is closed, wherein the locking element (14) is able to be rotated
around an axis of rotation (16) at least essentially at right angles to a door plane
of the cooking appliance door (10) when the cooking appliance door (10) is closed
and has a locking hook (20) running at least essentially at right angles to the axis
of rotation (16), wherein the locking element (14) includes a rod (18) which bridges
a distance between the actuator unit (12) and the locking hook (20), characterised in that, to avoid an overload of the actuator unit (12) if the locking element (14) becomes
stuck, the locking element (14) is connected via a torsion spring element (32) to
the actuator unit (12), wherein the torsion spring element (32) is formed by the rod
(18) between the actuator unit (12) and the locking hook (20).
2. Device according to claim 1, characterised in that the rod (18) is supported rotatably and axially fixed in a guide bearing (22) on
a cooking appliance body.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the distance amounts to at least 20 cm.
4. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the corresponding locking element (15) of the cooking appliance door (10) is embodied
as a scalloped recess in a lateral edge surface (24) of the cooking appliance door
(10).
5. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the cooking appliance door (10) is able to be pivoted around a pivot axis (26) running
along a first edge and that the corresponding locking element (15) is disposed on
a lateral edge of the cooking appliance door (10) disposed opposite the first edge.
6. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the corresponding locking element (15) has a stop surface (28) to restrict a rotational
movement of the locking element (14).
7. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the corresponding locking element (15) of the cooking appliance door (10) has at
least one restriction surface (30) which, when the cooking appliance door (10) is
closed, forms a section of an axis-symmetrical outer surface in relation to the axis
of symmetry of the locking element (14).
8. Device according to one of the preceding claims, characterised by at least one sensor element (34) to detect a setting of the locking element (14).
9. Device according to one of the preceding claims, characterised by at least one further sensor element (36) for detecting a setting of the cooking appliance
door (10).
10. Device according to claim 9, characterised in that the locking element (14) and the further sensor element (36) are interchangeable
as regards their mounting position.
11. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the actuator unit (12) is designed to be disposed in a rear half of a cooking appliance
including the cooking appliance door (10) in relation to a cooking area opening able
to be closed off by the cooking appliance door (10).
1. Dispositif doté d'une porte (10) d'appareil de cuisson, d'une unité d'actionnement
(12) et d'un élément de verrouillage (14) destiné à verrouiller la porte (10) d'appareil
de cuisson, notamment lors de la réalisation d'une fonction de pyrolyse, l'unité d'actionnement
(12) étant ménagée pour mettre l'élément de verrouillage (14) en prise avec un élément
de verrouillage correspondant (15) de la porte (10) d'appareil de cuisson dans le
but de verrouiller la porte (10) d'appareil de cuisson lorsque la porte (10) d'appareil
de cuisson est fermée, l'élément de verrouillage (14) étant rotatif autour d'un axe
de rotation (16) s'étendant au moins essentiellement perpendiculairement à un plan
de porte de la porte (10) d'appareil de cuisson lorsque la porte (10) d'appareil de
cuisson est fermée et présentant un crochet de verrouillage (20) s'étendant au moins
essentiellement perpendiculairement à l'axe de rotation (16), l'élément de verrouillage
(14) comprenant une tige (18) qui surmonte un écart entre l'unité d'actionnement (12)
et le crochet de verrouillage (20), caractérisé en ce que pour éviter une surcharge de l'unité d'actionnement (12) lors d'un blocage de l'élément
de verrouillage (14), l'élément de verrouillage (14) est relié à l'unité d'actionnement
(12) par l'intermédiaire d'un élément à ressort de torsion (32), l'élément à ressort
de torsion (32) étant formé par la tige (18) entre l'unité d'actionnement (12) et
le crochet de verrouillage (20).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tige (18) est logée sur un corps d'appareil de manière rotative et axialement
fixe dans un palier de guidage (22).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'écart est au moins de 20 cm.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage (15) correspondant de la porte (10) d'appareil de cuisson
est réalisé comme évidement en forme de coquillage dans une surface de bord latérale
(24) de la porte (10) d'appareil de cuisson.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la porte (10) d'appareil de cuisson est pivotante autour d'un axe de pivotement (26)
s'étendant le long d'un premier bord et en ce que l'élément de verrouillage (15) correspondant est disposé sur un bord latéral, opposé
au premier bord, de la porte (10) d'appareil de cuisson.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage (15) correspondant présente une surface de butée (28) destinée
à limiter un mouvement de rotation de l'élément de verrouillage (14).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage (15) correspondant de la porte (10) d'appareil de cuisson
présente au moins une surface de limitation (30), qui, lorsque la porte (10) d'appareil
de cuisson est fermée, forme une découpe d'une surface d'enveloppe à symétrie d'axe
par rapport à l'axe de rotation (16) de l'élément de verrouillage (14).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par au moins un élément capteur (34) destiné à détecter une position de l'élément de
verrouillage (14).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par au moins un élément capteur supplémentaire (36) destiné à détecter une position de
la porte (10) d'appareil de cuisson.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage (14) et l'élément capteur supplémentaire (36) sont interchangeables
quant à leur position de montage.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'actionnement (12) est ménagée pour être disposée dans une moitié arrière,
par rapport à une ouverture d'espace de cuisson fermable par la porte (10) d'appareil
de cuisson, d'un appareil de cuisson comprenant la porte (10) d'appareil de cuisson.
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