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EP 1 838 396 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.09.2009 Patentblatt 2009/39 |
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Anmeldetag: 13.01.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/000267 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/074942 (20.07.2006 Gazette 2006/29) |
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INERTISIERUNGSVERFAHREN ZUR BRANDVERMEIDUNG
INERTING METHOD FOR PREVENTING FIRES
PROCEDE D'INERTISATION POUR PREVENIR UN INCENDIE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
17.01.2005 DE 102005002172
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.10.2007 Patentblatt 2007/40 |
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Patentinhaber: Amrona AG |
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6302 Zug (CH) |
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Erfinder: |
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- WAGNER, Ernst-Werner
29308 Winsen/Aller (DE)
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Vertreter: Rupprecht, Kay et al |
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Meissner, Bolte & Partner GbR
Widenmayerstrasse 48 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-00/52293 US-A1- 2003 094 288
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US-A- 4 846 410
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Inertisierungsverfahren zur Vermeidung eines
Brandes oder einer Explosion in einem umschlossenen Schutzbereich, bei dem der Sauerstoffgehalt
im Schutzbereich gegenüber der Umgebungsluft im Schutzbereich abgesenkt wird.
[0002] Inertisierungsverfahren zur Brandverhütung und- Löschung in geschlossenen Räumen
sind aus der Feuerlöschtechnik bekannt. Die bei diesen Verfahren resultierende Löschwirkung
beruht auf dem Prinzip der Sauerstoffverdrängung. Die normale Umgebungsluft besteht
bekanntlich zu 21 Vol.-% aus Sauerstoff, zu 78 Vol.-% aus Stickstoff und zu 1 Vol.-%
aus sonstigen Gasen. Zum Löschen bzw. zur Brandvermeidung wird durch Einleiten von
z.B. reinem oder 90% Stickstoff als Inertgas die Stickstoffkonzentration in dem betreffenden
Raum weiter erhöht und damit der Sauerstoffanteil verringert. Es ist bekannt, das
eine Löschwirkung einsetzt, wenn der Sauerstoffanteil unter etwa 15 Vol.-% absinkt.
Abhängig von den in dem betreffenden Raum vorhandenen brennbaren Materialien kann
ferner ein weiteres Absinken des Sauerstoffanteils auf beispielsweise 12 Vo1.-% erforderlich
sei. Bei dieser Sauerstoffkonzentration können die meisten brennbaren Materialien
nicht mehr brennen.
[0003] Die bei dieser "Inertgaslöschtechnik" verwendeten, sauerstoffverdrängenden Gase werden
in der Regel in speziellen Nebenräumen in Stahlflaschen komprimiert gelagert, oder
es wird ein Gerät zur Erzeugung eines sauerstoffverdrängenden Gases eingesetzt. Dabei
können auch Inertgas-Luftgemische mit einem Anteil von beispielsweise 90%, 95% oder
99% Stickstoff (oder eines anderen Inertgases) zur Anwendung kommen. Die Stahlflaschen
bzw. dieses Gerät zur Erzeugung des sauerstoffverdrängenden Gases begründen die sogenannte
Primärquelle der Inertgaslöschanlage. Im Bedarfsfall wird dann das Gas von dieser
Quelle über Rohrleitungssysteme und entsprechende Austrittsdüsen in den betreffenden
Raum geleitet. Um das Brandrisiko auch bei Ausfall der Quelle so niedrig wie möglich
zu halten, wird gelegentlich auch auf sekundäre Inertgasquellen zurückgegriffen.
[0004] Die Patentschrift
DE 102 35 718 B3 beschreibt ein Verfahren zur Inertisierung eines oder mehrerer geschlossener Räume
zur Herabsetzung der Brand- und Explosionsgefahr, bei dem der Sauerstoffgehalt in
dem geschlossenen Raum auf einen Sauerstoffsollwert gegenüber der Umgebungsluft abgesenkt
wird. Dabei wird auch ein Temperaturwert für eine Gastemperatur in dem geschlossenen
Raum erfasst und der Sauerstoffsollwert für den Sauerstoffgehalt abhängig von den
Temperaturwerten bestimmt, wobei mit fallendem Temperaturwert der Sauerstoffsollwert
angehoben wird. Diese Methode hat allerdings den Nachteil, dass die Nennwerte stark
mit der physikalischen Ausprägung, der Geometrie, der speziellen Zusammensetzung oder
Abdeckung durch andere Oberflächenmaterialien der im Schutzraum gelagerten Materialien,
schwanken können. Man müsste also für jede physische Ausprägung und Anordnung der
gelagerten Güter im Schutzraum eine eigene Kenngröße ermitteln, was in der praktischen
Durchführung unmöglich ist. Aus diesem Grunde wird man aus Sicherheitsgründen immer
höhere Inertgaskonzentration wählen, um auch bei ungünstigen physikalischen Gegebenheiten
einen optimalen Brandschutz zu gewährleisten. Damit nimmt man automatisch einen höheren
Inertgasverbrauch in Kauf, der zusätzliche Kosten verursacht und darüber hinaus das
Betreten durch Menschen erschweren kann.
[0005] Das Dokument
US 4 846 410 beschreibt ein Verfahren, bei dem ein Nettosauerstoffgehalt bestimmt wird, der Abhängig
vom Sauerstoffgehalt und vom Kohlenmonoxidäquivalent entzündungsfördernder Stoffe
in der Luft einer Kohlefeinmühle ist. Dieses Verfahren bestimmt ein Maß einer Brand-
oder Explosionsgefahr, welches eine Früherkennung von Schwelbränden ermöglicht. Dieses
Dokument offenbart jedoch keine Grundinertisierung.
[0006] Allerdings ist bekannt, dass Temperaturen im Bereich -40° bis +60°C keinen nennenswerten
Einfluss auf die Endzündungsgrenze von festen und flüssigen Stoffen haben. Demgegenüber
kann es bei modernen Materialien - sowohl bei Feststoffen, insbesondere bei Kleinladungsträgern
oder Verpackungsmaterial, als auch bei Flüssigkeiten - zu Ausgasungen kommen. Diese
Materialausgasungen können trotz reduziertem Sauerstoffgehalt eine erhöhte Brand-
oder Explosionsgefahr darstellen. Als Beispiel der genannten endzündungsfördernden
Substanzen, das die Brand- und/oder Explosionsgefahr erhöhen, seien Kohlenwasserstoffe
genannt.
[0007] Ausgehend von den zuvor geschilderten Problemen hinsichtlich der sicherheitstechnischen
Anforderungen an eine Inertgasfeuerlöschanlage bzw. an ein Inertisierungsverfahren
liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, das aus dem Stand der Technik
bekannte und vorstehend erläuterte Inertisierungsverfahren weiterzuentwickeln, dass
es unabhängig von der Art der im Schutzbereich gelagerten Stoffe beziehungsweise Waren
zuverlässig funktioniert.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Inertisierungsverfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 gelöst.
[0009] Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, dass ein einfach zu realisiexendes
und dabei sehr effektives Inertisierungsverfahren zur Minderung des Risikos eines
Brandes oder einer Explosion in einem umschlossenen Schutzbereich erzielbar ist, auch
wenn durch Ausgasungen erhöhte Konzentrationen von endzündungsfördernden Stoffen im
Schutzraum vorhanden sind. Dabei wird die Konzentration der endzündungsfördernden
Gase regelmäßig durch Messungen festgestellt. Die Nachteile der durch Kenngrößen kontrollierten
Inertgaskonzentration bzw. Sauerstoffkonzentration im Schutzraum werden vermieden
und Streuungen von Kennwerten von gelagerten Materialien werden durch eine zeitnahe
Messung und Reaktion auf erhöhte Konzentrationen von endzündungsfördernden Gasen aufgrund
von Ausgasungen ausgeglichen.
[0010] Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Die vorstehend genannte Aufgabe wird ferner dadurch gelöst, dass die Konzentration
von endzündungsfördernden Gasen im Schutzraum bzw. Schutzbereich an mindestens einer
Stelle mit jeweils einem oder mehreren Sensoren gemessen wird. Messungen an mehreren
Stellen sind zum Beispiel dann erforderlich, wenn die im umschlossenen Schutzraum
gelagerten Gegenstände bzw. Verpackungen ungleichmäßig angeordnet sind. Die Ausgasung
von endzündungsfördernden Gasen kann in diesem Fall oder auch bei ungünstiger Geometrie
der im Schutzraum gelagerten Waren stark variieren.
[0012] Ebenso kann die Sauerstoffkonzentration im Schutzraum an mehreren Stellen und mit
einem oder mehreren Sensoren gemessen werden. Die Messung an mehreren Stellen bietet
einen zusätzlichen Sicherheitsaspekt hinsichtlich ungleichmäßiger Gasverteilungen
im umschlossenen Schutzraum.
[0013] Weiterhin kann die Messung der Sauerstoffkonzentration mit jeweils einem oder mehreren
Sensoren durchgeführt werden. Durch die Messung mit mindestens zwei Sensoren kann
die Ausfallsicherheit erhöht werden.
[0014] Darüber hinaus werden die genannten Messwerte der Konzentration von endzündungsfördernden
Gasen im Schutzraum genauso wie die Konzentration von Sauerstoff im Schutzraum mindestens
einer Steuereinheit zugeleitet. Die der Steuereinheit zugeführten mehreren Messwerte
können innerhalb der Steuereinheit basierend auf einem wählbaren Algorithmus ausgewertet
werden. Es können eine oder mehrere Steuereinheiten vorgesehen werden. Der Vorteil
bei einer mehrfachen Auslegung der Steuereinheit liegt in der erhöhten Sicherheit
des Gesamtsystems. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass auch bei Ausfall
einer Steuereinheit das Gesamtsystem funktionsfähig bleibt.
Wird in der Steuereinheit über die Sensoren für endzündungsfördernde Gase eine steigende
Konzentration endzündungsfördernder Gase festgestellt, so wird der Sollwert der Sauerstoffkonzentration
weiter gesenkt, um so sicherzustellen, dass auch bei der Anwesenheit von endzündungsfördernden
Gasen (z.B. Kohlenwasserstoffe) Brände und Explosionen sicher verhindert werden.
[0015] Alternativ oder ergänzend kann in vorteilhafter Weise vorgesehen sein, dass der Sollwert
der Sauerstoffkonzentration mit fallender Konzentration von entzündungsfördernden
Gasen erhöht wird. Diese Weiterbildung der Erfindung kann beispielsweise eine Begehbarkeit
des Schutzbereichs durch Personen oder andere Lebewesen rasch ermöglichen.
[0016] In vorteilhafter Weise kann die Sauerstoffkonzentration anhand einer in der Steuereinheit
abgelegten Kennlinie, zum Beispiel Fn = f(Kx), geregelt werden.
[0017] Ferner kann eine Absenkung der Konzentration von endzündungsfördernden Gasen, die
durch Ausgasungen des im Lagerraum aufbewahrten Gutes entstehen, dadurch reduziert
werden, dass ein Gasaustausch beziehungsweise eine Frischluftzufuhr im Schutzraum
vorgesehen wird. Auf diese Weise lässt sich zuverlässig verhindern, dass die Konzentration
von endzündungsfördernden Gasen nicht durch Ausgasung kontinuierlich zunimmt und sich
so das Brand- beziehungsweise Explosionsrisiko erhöht.
[0018] Außerdem können im Bedarffall die Signale der Sensoren im Schutzraum drahtlos übertragen
werden. Man kann auf diese Weise sich verändernden Lagermaterial- und/oder Warengeometrien
im Schutzraum Rechnung tragen.
[0019] Im folgendem wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand
der Figuren näher erläutert.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine schematische Anordnung des Schutzraumes mit den dazugehörigen Inertgasquellen
sowie den Ventil, Mess- und Steuereinrichtungen.
- Fig.2
- Eine beispielhafte Veränderung der Sauerstoffkonzentration beeinflusst durch die Konzentration
von brandfördernden Substanzen im Schutzraum.
[0021] In Fig. 1 ist exemplarisch die grundsätzliche Funktion des Verfahrens inklusive der
dazugehörigen Kontroll- und Messinstrumente beschrieben. Das Inertgas kann aus der
Inertgasquelle 2 über ein Ventil 3 und eine oder mehrere Auslassdüsen 7 in den Schutzraum
1 gelassen werden. Dabei wird die Konzentration des Inertgases in dem Schutzraum 1
über die Steuereinheit 4, die wiederum Einfluss auf das Ventil 3 nimmt, geregelt.
Die Steuereinheit 4 wird so eingestellt, dass ein Grundinertisierungsniveau im Schutzraum
1 erreicht wird. Dieses Grundinertisierungsniveau verhindert zuverlässig Brände im
Schutzraum 1 unter normalen Bedingungen. Unter normalen Bedingungen wird verstanden,
dass sich keine erhöhten Konzentrationen von brandfördernden Substanzen Kx im Schutzraum
1 befinden. Die Steuereinheit 4 misst dazu über einen Sauerstoffsensor 5 die Sauerstoffkonzentration
im Schutzraum 1 und steuert den Zustrom von Inertgas entsprechend. Mittels mindestens
eines weiteren Sensors 6 wird die Anwesenheit und Konzentration von Gasen festgestellt,
die von Materialausgasungen herrühren. Erhöht sich nun die Konzentration von brand-
oder explosionsfördernden Gasen in der Umgebungsluft des Schutzraumes 1 (zum Beispiel
durch eine erhöhte Konzentration von Kohlenwasserstoffen) so wird diese über den Sensor
6 gemessen. Dieser Messwert wird der Steuereinheit 4 zugeführt. Über eine entsprechende
Kennfeldfunktion in der Steuereinheit 4 und das Ventil 3 wird die Inertgaskonzentration
im Schutzraum 1 daraufhin erhöht. Der Zustrom von Inertgas wird solange fortgesetzt,
bis die gewünschte niedrigere Sauerstoffkonzentration im Schutzraum, gemessen über
den Sauerstoffsensor 5, erreicht ist, und ein zuverlässiger Brandschutz auch unter
diesen erschwerten Bedingungen gegeben ist.
[0022] Die Fig. 2 zeigt exemplarisch einen möglichen Verlauf der Sauerstoffkonzentration
im Schutzraum 1 in Abhängigkeit von der Konzentration brandfördernder Gase Kx im Schutzraum
1. Dabei gibt das Grundinertisierungsniveau der Sauerstoffkonzentration den Level
an Inertgas vor, der erforderlich ist, um unter normalen Umständen das Brand- oder
Explosionsrisiko zu vermindern. Die Konzentration von Inertgas und die davon abhängige
Sauerstoffkonzentration wird gemäß einer Funktion Kn=f(Kx), die in der Steuereinheit
abgelegt sein kann, kontrolliert. In dieser Gleichung bedeutet
Kn = Konzentration des Inertgases
Kx = Konzentration brandfördernder Gase.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 1
- Schutzbereich
- 2
- Inertgasquelle
- 3
- Ventil
- 4
- Steuereinheit
- 5
- Sauerstoffsensor
- 6
- Kohlenwasserstoffsensor
- 7
- Inertgaseintritt
1. Inextisierungsverfahren zur Vermeidung eines Brandes oder einer Explosion in einem
umschlossenen Schutzbereich (1), bei dem der Sauerstoffgehalt im Schutzbereich (1)
auf ein Grundinertisierungsniveau abgesenkt wird, welches einem im Vergleich zur Umgebungsluft
reduzierten Sauerstoffgehalt entspricht,
dadurch gekennzeichnet, dass
der dem Grundinertisierungsniveau entsprechende, reduzierte Sauerstoffgehalt im Schutzbereich
(1) in Abhängigkeit von der Konzentration von entzündungsfördernden Gasen im Schutzbereich
(1) eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Konzentration von entzündungsfördernden Gasen im Schutzraum an einer oder mehreren
Stellen mit jeweils einem oder mehreren Sensoren (6) gemessen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet, dass
die Konzentration von Sauerstoff in dem Schutzraum an einer oder mehreren Stellen
mit jeweils einem oder mehreren Sensoren (5) gemessen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Messwerte der Konzentrationen von entzündungsfördernden Gasen und/oder Sauerstoff
an mindestens eine Steuereinheit (4) weitergeleitet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sollwert der Sauerstoffkonzentration mit steigender Konzentration von entzündungsfördernden
Gasen gesenkt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sollwert der Sauerstoffkonzentration mit fallender Konzentration von entzündungsfördernden
Gasen erhöht wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit (4) den Sollwert der Sauerstoffkonzentration entsprechend einer
in der Steuereinheit (4) abgelegten Kennlinie regelt.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Konzentration von entzündungsfördernden Gasen durch Gasaustausch und/oder Frischluftzufuhr
im Schutzraum (1) reduziert wird.
1. An inerting method for preventing fire or explosion in a closed protected room (1),
wherein the oxygen content in the protected room (1) is reduced to a base inerting
level which corresponds to a reduced oxygen content compared to the ambient air,
characterized in that
the reduced oxygen content in the protected room (1) corresponding to the base inerting
level is set as a function of the concentration of inflammatory gases in said protected
room (1).
2. The method according to claim 1,
characterized in that
the concentration of inflammatory gases in the protected room is measured at one or
a plurality of locations by means of one or a plurality of sensors (6) respectively.
3. The method according to claim 1 or 2,
characterized in that
the concentration of oxygen in the protected room is measured at one or a plurality
of locations by means of one or a plurality of sensors (5) respectively.
4. The method according to claim 3,
characterized in that
the measured values for the concentrations of inflammatory gases and/or oxygen are
relayed to at least one control unit (4).
5. The method according to claim 4,
characterized in that
the set value for the oxygen concentration decreases with increasing concentration
of inflammatory gases.
6. The method according to claim 4 or 5,
characterized in that
the set value for the oxygen concentration increases with decreasing concentration
of inflammatory gases.
7. The method according to any one of claims 3 to 6,
characterized in that
the control unit (4) regulates the set value for the oxygen concentration in accordance
with a characteristic stored in said control unit (4).
8. The method according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the concentration of inflammatory gases is reduced by a gaseous exchange and/or fresh
air supply into the protected room (1).
1. Procédé d'inertisation pour prévenir un incendie ou une explosion dans une zone de
protection close (1), dans lequel la teneur en oxygène dans la zone de protection
(1) est abaissée à un niveau d'inertisation de base qui correspond à une teneur en
oxygène réduite par comparaison à l'air environnant,
caractérisé en ce que
la teneur en oxygène réduite correspondant au niveau d'inertisation de base est établie
dans la zone de protection (1) en fonction de la concentration de gaz favorisant l'allumage
dans la zone de protection (1).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la concentration de gaz favorisant l'allumage dans la zone de protection est mesurée
à un ou plusieurs emplacements avec respectivement un ou plusieurs capteurs (6).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la concentration en oxygène dans la zone de protection est mesurée à un ou plusieurs
emplacements avec respectivement un ou plusieurs capteurs (5).
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que les valeurs de mesure des concentrations des gaz favorisant l'allumage et/ou de l'oxygène
sont transmises à au moins une unité de commande (4).
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que la valeur de consigne de la concentration en oxygène est abaissée lorsque la concentration
des gaz favorisant l'allumage augmente.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que la valeur de consigne de la concentration en oxygène est augmentée lorsque la concentration
des gaz favorisant l'allumage diminue.
7. Procédé selon l'une des revendications 3 à 6,
caractérisé en ce que l'unité de commande (4) régule la valeur de consigne de la concentration en oxygène
en correspondance d'une ligne caractéristique mémorisée dans l'unité de commande (4).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la concentration des gaz favorisant l'allumage est réduite par échange de gaz et/ou
par apport d'air frais dans la zone de protection (1).


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