[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, zum
elektrographischen Drucken oder Kopieren unter Verwendung flüssiger Farbmittel, mit
einem Latentbildträger und wenigstens einem als schlitzförmige Zuführdüse ausgebildeten
Zuführelement, mittels dem das flüssige Farbmittel auf den Latentbildträger aufbringbar
ist, sowie einem als Absaugvorrichtung ausgebildeten Abnahmeelement, mittels dem überschüssige
Teile des flüssigen Farbmittels von dem Latentbildträger entfernbar sind.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der
GB 2 243 227 A bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung wird Flüssigtoner auf einen als Bildwalze
ausgebildeten Latentbildträger aufgebracht. Hierzu weist die Vorrichtung einen schlitzförmigen
Auslaß auf, durch den Flüssigtoner mittels einer Pumpe auf die Bildwalze aufgebracht
wird. In Bewegungsrichtung der Bildwalze hinter dem schlitzförmigen Auslaß ist ein
schlitzförmiger Einlaß angeordnet, welcher mit einem Unterdruck beaufschlagt ist.
Hierdurch wird Toner, welcher nicht an der Bildwalze haftet, von der Bildwalze abgesaugt.
Zwischen dem Auslaß und dem Einlaß ist eine Elektrode angeordnet, welche einen geringen
Abstand zur Oberfläche der Bildwalze aufweist.
[0003] Da sich der Einlaß in Bewegungsrichtung der Bildwalze hinter der Elektrode befindet,
kann von ihm Toner, welcher durch die Elektrode gestaut wird, nicht aufgenommen werden.
Zwar ist in Bewegungsrichtung der Bildwalze vor dem Auslaß ein Überfluss-Durchgang
angeordnet, jedoch gelangt in diesen nur Toner, welcher sich auf der der Elektrode
abgewandten Seite des Auslasses befindet. Toner, welcher an der Bildwalze haftet,
kann von dem Durchgang nicht aufgenommen werden.
[0004] Aus der
DE 32 30 862 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der zur Entwicklung eines Ladungsbildes, das auf
einem elektrisch beschichteten Bildträger aufgebracht ist, der Bildträger mit einem
Flüssigentwickler beziehungsweise Farbmittel aus einem Dispersant beziehungsweise
einer Trägerflüssigkeit und Tonerteilchen benetzt wird. Durch das Ladungsbild wird
ein Teil des Toners auf der Oberfläche des Bildträgers bildmäßig gebunden. Der übrige
Toner wird entfernt, damit keine Hintergrundtönung entsteht. Des weiteren wird soviel
Dispersant von dem Bildträger entfernt, daß auf dem Bildträger nur noch soviel Dispersant
verbleibt, daß die Weiterbehandlung des entwickelten Ladungsbildes einwandfrei und
schnell erfolgt. Hierzu ist ein Abscheideorgan vorgesehen, das relativ zum Bildträger
bewegt wird und dessen Oberfläche gerade noch in den auf den Bildträger aufgetragenen
Flüssigentwickler eintaucht, so daß ein Teil des im Flüssigentwickler enthaltenen
Dispersants beispielsweise durch Adhäsion abgezogen wird. Außerdem ist zwischen dem
Abscheideorgan und dem Bildträger ein elektrisches Feld angelegt, dessen Feldrichtung
von der Ladung des im Flüssigentwickler enthaltenen Toners abhängt. Durch dieses elektrische
Feld wird der nicht bildmäßig gebundene Toner vom Abscheideorgan angezogen.
[0005] Bei der bekannten Vorrichtung wird der Flüssigentwickler mittels eines von dem Ab-scheideorgan
räumlich getrennten separaten Elements auf den Bildträger aufgebracht. Da auch das
Element in einem genauen Abstand von dem Bildträger ange-ordnet sein muß, ist es somit
erforderlich, den Abstand des Elements von dem Bildträger wie auch den Abstand des
Abscheideorgans von dem Bildträger getrennt voneinander einzustellen, wobei insbesondere
der Abstand des Abscheideorgans von dem Bildträger sehr genau eingestellt werden muß.
Denn von diesem Abstand hängt es ab, ob nicht benötigter Toner beziehungsweise überschüssiger
Dispersant mit der erforderlichen Gründlichkeit vom Bildträger entfernt wird.
[0006] Des weiteren ist aus der
DE 100 27 173 A1 eine Einrichtung und ein Verfahren zum elektrographischen Drucken oder Kopieren unter
Verwendung flüssiger Farbmittel, welche regelmäßig aus einer Trägerflüssigkeit und
Tonerpartikel bestehen, bekannt, bei welchem ein Applikatorelement vorhanden ist,
das eine Schicht eines Farbmittels trägt. Zwischen der Flüssigkeitsschicht und der
ihr gegenüberstehenden Oberfläche des Latentbildträgers ist ein Luftspalt vorhanden.
Zum Einfärben des latenten Bildes auf dem Latentbildträger werden Tröpfchen von der
Flüssigkeitsschicht auf die Oberfläche des Latentbildträgers unter Überwindung des
Luftspalts übertragen. Hierdurch wird das Latentbild zu einem Farbmittelbild eingefärbt.
Dieses Farbmittelbild kann direkt auf einen beispielsweise aus Papier bestehenden
Endbildträger übertragen werden.
[0007] Die Einrichtung weist auch eine Reinigungsstation auf, die dazu dient, den Latentbildträger
nach dem Umdrucken des Farbmittelbildes von den restlichen Farbmitteln zu reinigen
und einen definierten Anfangszustand wieder herzustellen. Die Reinigungsstation kann
eine Absaugeinrichtung enthalten, die den flüssigen Farbmittelrest von der Oberfläche
des Bildträgers absaugt. Die abgesaugte Abluft kann gefiltert und das flüssige Farbmittel
abgeschieden werden, welches vorzugsweise beim weiteren Druckprozeß wieder verwendet
wird.
[0008] Darüber hinaus ist aus der
US 6,385,421 B1 eine Druckvorrichtung bekannt, welche einen als Bildwalze ausgebildeten Latentbildträger
aufweist. An der Bildwalze sind vier Entwicklereinheiten angeordnet, mittels welcher
jeweils Flüssigtoner in unterschiedlichen Farben auf die Bildwalze aufgebracht wird.
Der Toner wird mittels Transferwalzen, welche einerseits in ein Reservoir, in dem
sich Flüssigtoner befindet, eintauchen, und andererseits auf der Oberfläche des Latentbildträgers
aufliegen, aufgebracht.
[0009] In Bewegungsrichtung der Bildwalze ist hinter den Transferwalzen jeweils eine Vakuumdüse
angeordnet, mittels welcher überflüssiger Flüssigtoner von dem Latentbildträger entfernt
wird. Durch die Verwendung von Walzen zur Übertragung des Flüssigtoners auf den Latentbildträger
lassen sich keine hohen Druckgeschwindigkeiten erreichen.
[0010] Weiterhin ist aus der
EP 0 223 693 A2 eine Plotter-Toner-Station für einen elektrostatischen Drucker bekannt, welche einen
Schreibkopf und eine an den Schreibkopf befestigbare Entwicklereinheit aufweist. Mittels
des Schreibkopfes wird eine Ladung auf einen typischerweise aus Papier bestehenden
Endbildträger, der der den Schreibkopf passiert, aufgebracht. Im Anschluss an den
Schreibkopf passiert der Endbildträger die Entwicklereinheit. Die Entwicklereinheit
weist eine Walze auf, mittels welcher Toner auf den Endbildträger aufgebracht wird.
Hierzu wird die Walze zuvor mittels einer Sprüheinheit mit flüssigem Toner besprüht.
[0011] Nachdem Toner auf den Endbildträger aufgebracht wurde, passiert der Endbildträger
eine Vakuumkammer, mittels welcher überflüssiger Toner von dem Endbildträger entfernt
wird. Hierzu weist die Vakuumkammer Öffnungen auf, durch welcher Toner, welcher sich
an nicht mit Ladung versehenen Stellen des Endbildträgers befindet, vom Endbildträger
abgesaugt wird.
[0012] Durch die Übertragung des Toners mittels einer Walze auf den Bildträger ist eine
hohe Druckgeschwindigkeit nicht möglich.
[0013] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine eingangs genannte Vorrichtung derart auszubilden,
daß sie bei Erreichung einer hohen Druckgeschwindigkeit eine geringe Bauhöhe hat.
[0014] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des kennzeichnenden Teils
des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0015] Gemäß der Erfindung ist eine Vorrichtung zum elektrographischen Drucken oder Kopieren
unter Verwendung flüssiger Farbmittel, welche regelmäßig aus einer Trägerflüssigkeit
und Tonerteilchen bestehen, mit einem Latentbildträger und wenigstens einem als schlitzförmige
Zuführdüse ausgebildeten Zuführelement, mittels dem das flüssige Farbmittel auf den
Latentbildträger aufbringbar ist, sowie einem als Absaugelement ausgebildeten Abnahmeelement,
mittels dem überschüssige Teile des flüssigen Farbmittels von dem Latentbildträger
entfernbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Abnahmeelement und dem
Zuführelement ein Entkopplungskanal angeordnet ist.
[0016] Dadurch, dass das Zuführelement als schlitzförmige Zuführdüse ausgebildet ist, sowie
daß unterhalb des Zuführelements ein Rückflußkanal angeordnet ist, ist es möglich,
das flüssige Farbmittel mittels eines Schwalls auf den Latentbildträger aufzubringen.
[0017] Dadurch, dass das Abnahmeelement als Absaugvorrichtung ausgebildet ist, lassen sich
überschüssige Teile insbesondere des Dispersanten auf einfache Weise und sehr zuverlässig
von dem Latentbildträger entfernen. Da die Entfernung des flüssigen Farbmittels von
dem Latentbildträger von dem Unterdruck der Absaugvorrichtung abhängt, läßt sich über
eine Steuerung des Unterdrucks auf sehr einfache Weise erreichen, daß nahezu alle
überschüssigen Teile des flüssigen Farbmittels von dem Latentbildträger entfernt werden,
ohne daß die das Farbmittelbild bildenden Teile vom Latentbildträger entfernt werden.
Dies wirkt sich sehr vorteilhaft auf die Qualität der mittels der Vorrichtung erzeugten
Drucke oder Kopien aus.
[0018] Sehr vorteilhaft ist es, daß zwischen dem Abnahmeelement und dem Zuführelement ein
Entkopplungskanal angeordnet ist. Hierdurch wird sichergestellt, daß die Absaugvorrichtung
keine Auswirkungen auf das Zuführelement hat. Die von der Absaugvorrichtung gegebenenfalls
aus Richtung des Zuführelements angesaugte Luft wird vollständig durch den Entkopplungskanal
zur Verfügung gestellt, so daß auf das Zuführelement kein Sog ausgeübt wird.
[0019] Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist in Bewegungsrichtung des Latentbildträgers
hinter der Zuführdüse ein Abstreifer angeordnet, welcher in einem ersten vorbestimmten
Abstand von dem Latentbildträger angeordnet ist. Hierdurch läßt sich die Menge der
an dem Latentbildträger haftenden überschüssigen Teile des flüssigen Farbmittels begrenzen.
Da der Abstreifer jedoch nicht zum vollständigen Entfernen der überschüssigen Teile
des Farbmittels von dem Latentbildträger dient, kann er in einem relativ großen Abstand
von etwa ein bis zwei Zehntel Millimeter von dem Latentbildträger entfernt angeordnet
sein. Hierdurch wird vermieden, daß im flüssigen Farbmittel vorhandene Verunreinigungen
wie beispielsweise kornförmige Partikel in dem Spalt zwischen dem Abstreifer und dem
Latentbildträger stecken bleiben, wodurch der Latentbildträger beschädigt werden könnte.
Des weiteren wirken sich Unrundheiten beziehungsweise ein unrunder Lauf der Bildwalze
wegen des relativ großen Abstands der Oberfläche der Bildwalze von dem Abstreifer
nicht aus. Es kann daher auf Sicherheitsmaßnahmen, durch die vermieden wird, daß der
Abstreifer auch bei einer unrunden Bildwalze beziehungsweise bei einem unrunden Lauf
der Bildwalze nicht mit der Oberfläche der Bildwalze in Berührung kommt, verzichtet
werden.
[0020] Sehr vorteilhaft ist auch eine Ausführungsform der Erfindung, bei der in Bewegungsrichtung
des Latentbildträgers vor dem Abstreifer ein Rückflusskanal angeordnet ist, derart,
dass vom Abstreifer zurückgehaltenes flüssiges Farbmittel in den Rückflusskanal gelangt.
Somit kann der Teil des Schwalls, der nicht an dem Latentbildträger haften bleibt,
in den Rückflußkanal, welcher in vorteilhafter Weise mit dem Reservoir des flüssigen
Farbmittels verbunden ist, gelangen.
[0021] Der Rückflußkanal lässt sich so ausbilden beziehungsweise anordnen, daß die Entwicklereinheit
seitlich von einem als Bildwalze ausgebildeten Latentbildträger angeordnet werden
kann. Dies wirkt sich sehr vorteilhaft auf die Bauhöhe der Vorrichtung aus, was sich
insbesondere bei Farbdruckern oder Farbkopierern sehr deutlich bemerkbar macht.
[0022] Sehr vorteilhaft ist weiterhin eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die Absaugvorrichtung
eine Düsenöffnung aufweist, welche derart ausgebildet ist, daß mittels ihr wenigstens
doppelt, insbesondere wenigstens achtmal, vorzugsweise wenigstens zehnmal soviel Luft
aus der dem Zuführelement abgewandten Richtung ansaugbar ist, als aus der dem Zuführelement
zugewandten Richtung. Hierdurch wird erreicht, daß die die Absaugvorrichtung verlassenden
Partikel des Dispersanten wieder in die Absaugvorrichtung gesaugt werden. Durch den
Sog können die Partikel zerstäuben, wodurch das auf dem Latentbildträger haftende
Farbmittelbild etwas getrocknet wird. Durch Steuerung des Unterdrucks kann somit der
Grad der Trocknung des auf dem Latentbildträger haftenden Farbmittelbildes eingestellt
werden. Dies ist sehr vorteilhaft, da bei manchen Anwendungen gefordert wird, daß
das auf dem Latentbildträger haftende Farbmittelbild nicht vollständig trocken ist.
[0023] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei der ein Begrenzungselement
vorhanden ist, mittels welchem die Farbmittel-Zuführmenge des Zuführelements einstellbar
ist. Hierdurch läßt sich erreichen, daß der Latentbildträger exakt mit einer solchen
Farbmittelmenge beaufschlagt wird, welche zur Erzeugung eines gesättigten Farbmittelbildes
erforderlich ist. Dies ist sehr vorteilhaft im Hinblick auf die Entfernung überschüssiger
Teile des flüssigen Farbmittels von dem Latentbildträger, da die Menge der überschüssigen
Teile des flüssigen Farbmittels hierdurch so gering wie möglich ist.
[0024] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß das
Zuführelement sowie das Abnahmeelement in einem zweiten vorbestimmten Abstand von
dem Latentbildträger in einer lösbar mit der Vorrichtung verbundenen Entwicklereinheit
angeordnet sind. Hierdurch vereinfacht sich die Anordnung des Zuführelements sowie
des Abnahmeelements an dem Latentbildträger erheblich. Da das Zuführelement und das
Abnahmeelement in der Entwicklereinheit fixiert sind, ist es bei dieser Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung nur noch erforderlich, die Entwicklereinheit exakt
an dem Latentbildträger anzuordnen. Dies läßt sich in vorteilhafter Weise mittels
eines Anschlags vornehmen, mittels dem die Position der Entwicklereinheit exakt und
reproduzierbar vorgegeben werden kann.
[0025] Durch die feste, in der Regel unveränderbare Anordnung des Zuführelements und des
Abnahmeelements in der Entwicklereinheit ist der Abstand des Abnahmeelements von dem
Zuführelement ebenfalls fest vorgegeben. Hierdurch braucht der Abstand des Abnahmeelements
von dem Zuführelement insbesondere nach einer Entfernung der Entwicklereinheit von
dem Latentbildträger nicht erneut justiert werden, wodurch erreicht wird, daß die
mittels der Vorrichtung hergestellten Erzeugnisse von gleichbleibender Qualität sind.
[0026] Die Vorteile dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung treten insbesondere
bei Wartungsarbeiten zutage. Statt das Zuführelement beziehungsweise das Abnahmeelement
jeweils separat von der Vorrichtung zu entfernen beziehungsweise wieder an der Vorrichtung
anzuordnen, braucht bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung lediglich die gesamte Entwicklereinheit
entfernt beziehungsweise wieder angebracht zu werden. Aufwendige Justierarbeiten entfallen
nahezu vollständig.
[0027] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß zwischen
dem Zuführelement und dem Abnahmeelement aus einem leitfähigen Material bestehende
Elemente angeordnet sind, welche in einem vierten vorbestimmten Abstand von dem Latentbildträger
angeordnet sind. Durch die aus einem leitfähigen Material bestehenden Elemente kann
in vorteilhafter Weise erreicht werden, daß über eine längere Strecke ein zwischen
der Entwicklereinheit und dem Latentbildträger bestehendes elektrisches Feld vorhanden
ist. Hierdurch findet eine sehr gute Entwicklung des Farbmittelbildes auf dem Latentbildträger
statt. Sofern ein zweites Zuführelement vorhanden ist, können die betreffenden Elemente
aus einem leitfähigen Material ausgebildet werden. Zweckmäßigerweise besteht die Entwicklereinheit
vollständig aus einem leitfähigen Material.
[0028] Sehr vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es, daß sie so ausgebildet
sein kann, daß sie seitlich an einem als Bildwalze ausgebildeten Latentbildträger
angeordnet werden kann. Hierdurch lassen sich bei geringer Gesamtbauhöhe mehrere Entwicklereinheiten
übereinander anordnen, was insbesondere bei Farbdruckern oder Farbkopierern sehr vorteilhaft
ist. Des weiteren ist es insbesondere bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sehr vorteilhaft,
daß zur Beflutung der Bildwalze, Entwicklung des Latentbildes und Entfernung der überschüssigen
Teile des flüssigen Farbmittels von dem Latentbildträger keine beweglichen Teile vorhanden
sind. Durch die Absaugung der überschüssigen Teile des flüssigen Farbmittels von dem
Latentbildträger kann darauf verzichtet werden, eine sich mit der Bildwalze drehende
Abscheidewalze zu verwenden. Dies ist sehr vorteilhaft, da die Abscheidewalze regelmäßig
sehr aufwendig an der Bildwalze angeordnet sein muß, damit sie auch bei einer unrunden
Bildwalze beziehungsweise bei einem unrunden Lauf der Bildwalze nicht mit der Oberfläche
der Bildwalze in Berührung kommt.
[0029] Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines besonderen Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0030] Es zeigt die einzige Figur eine schematische Anordnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
von der Seite im Schnitt.
[0031] Wie der Figur entnommen werden kann, ist an einem als Bildwalze 1 ausgebildeten Latentbildträger
1 eine Entwicklereinheit 2 angeordnet. Die Bildwalze 1 dreht sich in Richtung des
Pfeils 1'. Die Entwicklereinheit 2 besteht aus Metall wie beispielsweise Aluminium
und ist mit einer in der Figur nicht dargestellten Spannungsquelle verbunden, so daß
sie gegenüber der Bildwalze 1 ein Potential von einigen hundert Volt (etwa vierhundert
bis siebenhundert Volt) aufweist.
[0032] An ihrem der Bildwalze 1 zugewandten Ende weist die Entwicklereinheit 2 ein als schlitzförmige
Zuführdüse ausgebildetes Zuführelement 3a auf. Die Zuführdüse 3a wird durch eine obere
Wandung 8 der Entwicklereinheit 2 sowie einer in Richtung der Bildwalze 1 verschiebbaren
Platte 5a gebildet. Durch die Platte 5a läßt sich die Menge des durch die Zuführdüse
3a auf die Oberfläche der Bildwalze 1 geleiteten Farbmittels, welches aus einer Trägerflüssigkeit
und Tonerteilchen besteht, einstellen. Je nach Abstand der Platte 5a von der Bildwalze
1 ist die Menge des Farbmittels größer oder kleiner. Der Abstand der Platte 5a von
der Bildwalze 1 wird so eingestellt, daß das auf der Bildwalze 1 vorhandene Latentbild
zu einem gesättigten Farbmittelbild eingefärbt wird.
[0033] Unterhalb der Platte 5a ist ein Rückflußkanal 6a angeordnet, welcher nicht an der
Bildwalze 1 haften bleibendes Farbmittel auffängt. Der Rückfllußkanal 6 ist mit dem
Reservoir des Farbmittels verbunden, so daß das vom Rückflußkanal 6 aufgefangene Farbmittel
wiederverwendet und erneut der Bildwalze 1 zugeführt werden kann.
[0034] Die der Bildwalze 1 zugewandte Wandung 7a des Rückflußkanals 6a ist so ausgebildet,
daß sie in Drehrichtung 1' der Bildwalze 1 über einen Bereich von wenigen Zentimetern
in einem Abstand von etwa 0,2 Millimeter von der Oberfläche der Bildwalze 1 verläuft.
Hierdurch bildet sie einen Abstreifer 7a, welcher die Dicke des auf der Bildwalze
1 haftenden Farbmittels auf etwa 0,2 Millimeter begrenzt. Der überschüssige Teil des
Farbmittels wird durch den Abstreifer 7a zurückgehalten und gelangt in den Rückflußkanal
6a.
[0035] Unterhalb des Rückflußkanals 6a ist eine zweite Zuführdüse 3b angeordnet, welche
durch die Wandung des Rückflußkanals 6a sowie einer zweiten Platte 5b gebildet wird.
Die zweite Platte 5b ist ebenfalls in Richtung der Bildwalze 1 verschiebbar. Des weiteren
ist unterhalb der zweiten Zuführdüse 3b ist ein zweiter Rückflußkanal 6b angeordnet,
dessen der Bildwalze 1 zugewandte Wandung einen zweiten Abstreifer 7b bildet, der
ebenfalls die Dicke des auf der Bildwalze 1 haftenden Farbmittels auf etwa 0,2 Millimeter
begrenzt.
[0036] Durch die Anordnung einer zweiten Zuführdüse 3b sowie eines zweiten Rückflußkanals
6b läßt sich erreichen, daß auf dem Latentbildträger in jedem Fall ein gesättigtes
Farbmittelbild aufgebracht werden kann. Sofern dies bereits mittels der ersten Zuführdüse
3a erreicht wird, kann selbstverständlich auf die zweite Zuführdüse 3b sowie den zweiten
Rückflußkanal 6b verzichtet werden.
[0037] An der unteren Seite der Entwicklereinheit 2 ist ein mit einem Unterdruck beaufschlagbarer
Kanal 4 angeordnet, welcher eine Ausgangsöffnung 4a hat, mittels welcher überschüssiges
Farbmittel von der Bildwalze 1 absaugbar ist. Der Unterdruck ist einstellbar, so daß
ein solcher Unterdruck eingestellt werden kann, daß nahezu alle überschüssigen Teile
des flüssigen Farbmittels von der Bildwalze 1 entfernt werden, jedoch die das Farbmittelbild
bildenden Teile auf der Bildwalze 1 haften bleiben. Die Ausgangsöffnung 4a des Kanals
4 ist so ausgebildet, daß die von dem Kanal 4 angesaugte Luft zum weitaus überwiegenden
Teil von der der Zuführdüse 3a abgewandten Seite in den Kanal 4 gelangt. Das heißt,
die in den Kanal 4 eingesaugte Luft gelangt durch einen Spalt, der von der unteren
Wandung der Entwicklereinheit 2 und der Oberfläche der Bildwalze 1 gebildet wird.
Hierdurch findet eine Zerstäubung von noch an der Bildwalze 1 haftender Trägerflüssigkeit
statt.
[0038] Zur Vermeidung, daß von dem Kanal 4 angesaugte Luft aus Richtung der Zuführdüsen
3a, 3b angesaugt wird, ist unterhalb des zweiten Rückflußkanals 6b ein Entkopplungskanal
9 angeordnet. Beide Enden des Entkopplungskanals 9 sind offen, so daß Umgebungsluft
ungehindert in den Entkopplungskanal 9 eindringen kann.
[0039] Die Entwicklereinheit 2 ist in einer in der Figur nicht dargestellten Führung angeordnet,
so daß sie auf einfache Weise von der Bildwalze 1 entfernt beziehungsweise an die
Bildwalze 1 angeordnet werden kann. Hierzu wird die Entwicklereinheit 2 in Richtung
des Pfeils 2' verschoben.
[0040] Zur Einstellung des Abstands der Entwicklereinheit 2 und damit insbesondere der Abstände
der Platte 5a und der zweiten Platte 5b sowie des Abstreifers 7a und des zweiten Abstreifers
7b ist ein Anschlag 2a vorhanden, gegen den ein vorstehendes Element 2b der Entwicklereinheit
2 anstößt. Durch die Führung sowie den Anschlag 2a läßt sich die Entwicklereinheit
2 problemlos mit höchster Genauigkeit an der Bildwalze 1 anordnen.
[0041] Durch die an die Krümmung der Bildwalze 1 angepaßte Stirnseite der Entwicklereinheit
2 läßt sich die Entwicklereinheit 2 seitlich an der Bildwalze 1 anordnen. Hierdurch
wird eine geringe Bauhöhe der Vorrichtung erreicht, wodurch mehrere Vorrichtungen
bei geringer Gesamtbauhöhe übereinander angeordnet werden können, wie dies beispielsweise
bei Farbdruckern oder Farbkopierern der Fall sein kann.
1. Vorrichtung zum elektrographischen Drucken oder Kopieren unter Verwendung flüssiger
Farbmittel, mit einem Latentbildträger (1) und wenigstens einem als schlitzförmige
Zuführdüse ausgebildeten Zuführelement (3a, 3b), mittels dem das flüssige Farbmittel
auf den Latentbildträger (1) aufbringbar ist, sowie einem als Absaugelement ausgebildeten
Abnahmeelement (4), mittels dem überschüssige Teile des flüssigen Farbmittels von
dem Latentbildträger (1) entfernbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Abnahmeelement (4) und dem Zuführelement (3a, 3b) ein Entkopplungskanal
(9) angeordnet ist,
welcher derart ausgebildet ist, daß die von der Absaugvorrichtung gegebenenfalls aus
Richtung des Zuführelements angesaugte Luft vollständig durch den Entkopplungskanal
zur Verfügung gestellt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Bewegungsrichtung (1') des Latentbildträgers (1) hinter der Zuführdüse (3a, 3b)
ein Abstreifer (7a, 7b) angeordnet ist, welcher in einem ersten vorbestimmten Abstand
von dem Latentbildträger (1) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Bewegungsrichtung (1') des Latentbildträgers (1) vor dem Abstreifer (7a, 7b) ein
Rückflußkanal (6a, 6b) angeordnet ist, derart, dass vom Abstreifer (7a, 7b) zurückgehaltenes
flüssiges Farbmittel in den Rückflußkanal (6a, 6b) gelangt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Begrenzungselement (5a, 5b) vorhanden ist, mittels welchem die Farbmittel-Zuführmenge
des Zuführelements (3) einstellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zuführelement (3a, 3b) sowie das Abnahmeelement (4) in einem zweiten vorbestimmten
Abstand zueinander in einer lösbar mit der Vorrichtung verbundenen Entwicklereinheit
(2) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Anschlag (2a) vorhanden ist, der den Abstand der Entwicklereinheit (2) von dem
Latentbildträger (1) auf einen dritten vorbestimmten Abstand begrenzt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abnahmeelement (4) eine Düsenöffnung (4a) aufweist, welche derart ausgebildet
ist, daß mittels ihr wenigstens doppelt, insbesondere wenigstens achtmal, vorzugsweise
wenigstens zehnmal soviel Luft aus der dem Zuführelement (3a, 3b) abgewandten Richtung
ansaugbar ist als aus der dem Zuführelement (3a, 3b) zugewandten Richtung.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Zuführelement (3a) und dem Abnahmeelement (4) aus einem leitfähigen
Material bestehende Elemente (5a, 7a, 5b, 7b) angeordnet sind, welche in einem vierten
vorbestimmten Abstand von dem Latentbildträger (1) angeordnet sind.
1. Device for electrographic printing or copying using liquid colouring agents, comprising
a latent image carrier (1) and at least one feed element (3a, 3b) which is in the
form of a slot-like feed nozzle and by means of which the liquid colouring agent can
be applied to the latent image carrier (1), and a take-off element (4) which is in
the form of a suction element and by means of which the excess parts of the liquid
colouring agent can be removed from the latent image carrier (1), characterized in that a decoupling channel (9) is arranged between the take-off element (4) and the feed
element (3a, 3b), which decoupling channel (9) is formed in such a way that the air
sucked in by the suction device, optionally from the direction of the feed element,
is made available completely through the decoupling channel.
2. Device according to Claim 1, characterized in that a scraper (7a, 7b), which is arranged at a first predetermined distance from the
latent image carrier (1), is arranged behind the feed nozzle (3a, 3b) in the direction
(1') of movement of the latent image carrier (1).
3. Device according to Claim 2, characterized in that a return-flow channel (6a, 6b) is arranged before the scraper (7a, 7b) in the direction
(1') of movement of the latent image carrier (1), in such a way that liquid colouring
agent retained by the scraper (7a, 7b) enters the return-flow channel (6a, 6b).
4. Device according to any of Claims 1 to 3,
characterized in that a limiting element (5a, 5b) by means of which the colouring agent feed quantity of
the feed element (3) can be adjusted is present.
5. Device according to any of Claims 1 to 4,
characterized in that the feed element (3a, 3b) and the take-off element (4) are arranged, at a second
predetermined distance from one another, in a developer unit (2) detachably connected
to the device.
6. Device according to Claim 5, characterized in that a stop (2a) which limits the distance of the developer unit (2) from the latent image
carrier (1) to a third predetermined distance is present.
7. Device according to any of Claims 1 to 6,
characterized in that the take-off element (4) has a nozzle opening (4a) which is formed in such a way
that by means of it at least twice, in particular at least eight times, preferably
at least ten times, as much air can be sucked in from the direction facing away from
the feed element (3a, 3b) as from the direction facing the feed element (3a, 3b).
8. Device according to any of Claims 1 to 7, characterized in that elements (5a, 7a, 5b, 7b) which consist of a conductive material and are arranged
at a fourth predetermined distance from the latent image carrier (1) are arranged
between the feed element (3a) and the take-off element (4).
1. Dispositif pour l'impression ou la copie électrographique à l'aide de colorants liquides,
comprenant un support d'image latente (1) et au moins un élément d'amenée (3a, 3b)
réalisé sous forme de buse d'amenée en forme de fente servant à appliquer le colorant
liquide sur le support d'image latente (1), ainsi qu'un élément d'enlèvement (4) réalisé
sous forme d'élément d'aspiration servant à enlever du support d'image latente (1)
les parties en excès du colorant liquide,
caractérisé en ce
qu'un conduit de découplage (9) est disposé entre l'élément d'enlèvement (4) et l'élément
d'amenée (3a, 3b), lequel est réalisé de façon que l'air éventuellement aspiré par
le dispositif d'aspiration en provenance de l'élément d'amenée soit entièrement mis
à disposition par le conduit de découplage.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'un racleur (7a, 7b) est disposé après la buse d'amenée (3a, 3b) dans le sens de déplacement
(1') du support d'image latente (1), lequel est disposé à une première distance prédéterminée
du support d'image latente (1).
3. Dispositif selon la revendication 2,
caractérisé en ce
qu'un conduit de retour (6a, 6b) est disposé avant le racleur (7a, 7b) dans le sens de
déplacement (1') du support d'image latente (1) de façon que le colorant liquide retenu
par le racleur (7a, 7b) parvienne dans le conduit de retour (6a, 6b).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
qu'un élément limiteur (5a, 5b) est présent, au moyen duquel la quantité de colorant
amenée par l'élément d'amenée (3) est réglable.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce
que l'élément d'amenée (3a, 3b) ainsi que l'élément d'enlèvement (4) sont disposés à
une deuxième distance prédéterminée l'un par rapport à l'autre dans une unité de développement
(2) reliée au dispositif de manière détachable.
6. Dispositif selon la revendication 5,
caractérisé en ce
qu'une butée (2a) est présente, qui limite la distance entre l'unité de développement
(2) et le support d'image latente (1) à une troisième distance prédéterminée.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
que l'élément d'enlèvement (4) présente une ouverture de buse (4a) qui est réalisée de
façon qu'au moyen de celle-ci il soit possible d'aspirer au moins deux fois plus,
en particulier au moins huit fois plus, de préférence au moins dix fois plus d'air
provenant de la direction opposée à l'élément d'amenée (3a, 3b) que provenant de la
direction tournée vers l'élément d'amenée (3a, 3b).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce
qu'entre l'élément d'amenée (3a) et l'élément d'enlèvement (4) sont disposés des éléments
(5a, 7a, 5b, 7b) en matériau conducteur qui sont disposés à une quatrième distance
prédéterminée du support d'image latente (1).