[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter zur Lagerung von Flüssigkeiten, insbesondere
von Bieren, Wässern oder dgl., mit einer festen Außenwand.
[0002] Ein solcher Behälter ist beispielsweise aus der
DE 1 175 567 bekannt geworden, In dem eine gashaltige Flüssigkeit mittels eines Zapfhahnes aus
dem aufblähbaren, also elastisch verformbaren Beutel ausgetrieben wird. Der Beutel
ist dabei derart bemessen, dass er sich in dem gesamten von dem festen Behälter gebildeten
Raum ausdehnen kann. In den Beutel werden Druck- oder Treibgase permanent eingepresst,
die auf die Oberfläche des im Beutel vorhandenen Bieres einwirken. Der Behälter kann
an eine Zapfanlage über Rohrleitungen angeschlossen werden.
[0003] Bei einem handelsüblichen Keg-Fass ist dieses vor jedem neuen Befüllvorgang zu reinigen
und zu desinfizieren, um die Hygienebestimmungen zu erfüllen. Hierzu sind aufwendige
Reinigungsanlagen und kostenintensive Arbeitsschritte notwendig.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Behälter zur Lagerung von Flüssigkeiten
bereitzustellen, mittels dem eine einfache und kostengünstige Handhabung gewährleistet
ist, ohne dass dabei die Qualität des Flüssigkeits-Leberismittels beeinträchtigt wird.
Darüber hinaus sollen die kostenintensiven Reinigungsarbeiten zur Erfüllung der Hygienebestimmung
bei der Wiederverwendung von herkömmlichen Keg-Fässern vermieden werden.
[0005] Ferner soll die Handhabung des erfindungsgemäßen Behälters einfach sein und der in
dem Behälter eingesetzte Beutel soll im Bereich der Ausgußöffnung gegen Beschädigungen
geschützt sein.
[0006] Diese Aufgaben werden durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles von Patentanspruch
1 gelöst.
[0007] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Da es sich bei den Behältern um sogenannte Einweg-Produkte handelt, brauchen diese
nicht mehr zeitaufwendig und kostenintensiv gereinigt zu werden. Vielmehr können in
herkömmliche Keg-Fässer die Beutel hineingesteckt werden, um anschließend mit Flüssigkeit
befüllt zu werden. Dieser Füllungsvorgang kann auch unmittelbar an dem Ort erfolgen,
an dem die Flüssigkeit ausgeschenkt werden soll. Das Eigengewicht der Behälter ist
zudem im Vergleich mit den herkömmlichen Keg-Fässern äußerst gering bemessen, denn
diese sind im Wesentlichen aus Papier oder Pappe gefertigt.
[0009] Die Stabilität der Behälter, um den im Inneren des Beutels vorhandenen Druck aufzunehmen,
wird dadurch erreicht, dass mehrere Lagen über eine Stützschicht miteinander verbunden
sind, die mäanderförmig verläuft. Auch die aus Pappe oder Papier hergestellten Behälter
können demnach den Beutel in ausreichendem Maße abstützen, wenn dieser mit einer Flüssigkeit
befüllt ist, durch die aufgrund von Druckerhöhungen eine erhebliche Ausdehnung des
Volumens des Beutels bewirkt wird, wenn beispielsweise die Außentemperatur ansteigt.
[0010] In den Zeichnungen ist ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel dargestellt, das
nachfolgend näher erläutert wird. Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- einen Behälter, der in einem Keg-Fass eingesetzt ist und dessen Inhalt mittels einer
Pumpe aus diesem förderbar ist,
- Figur 2
- den Behälter gemäß Figur 1, der einen elastisch verformbaren Beutel aufweist, dessen
Inhalt aufgrund der herrschenden Schwerkraft ausbringbar ist,
- Figur 3a
- den Behälter gemäß Figur 1 in perspektivischer Ansicht und
- Figur 3b
- einen Schnitt durch die Außenwand des Behälters gemäß Figur 3a entlang der Schnittlinie
IIIb-IIIb.
[0011] Aus Figur 1 ist eine Vorrichtung 1 zum dosierten Ausschenken von Flüssigkeiten 2,
die in einem Behälter 3 gelagert sind, zu entnehmen. Die Flüssigkeiten 2 können dabei
Bier, Wasser oder sonstige Fruchtsaftgetränke sein; die Flüssigkeiten 2 haben keinen
oder lediglich einen geringen Anteil von CO
2-Gas. Der Behälter 3 besteht dabei aus einer festen Außenwand 41, in die ein elastisch
verformbarer Beutel 42 eingesetzt ist, in dem die Flüssigkeit 2 gelagert ist.
[0012] Um die Flüssigkeit 2 aus dem Beutel 42 zu fördern, weist die Vorrichtung 1 eine Rohrleitung
4 mit einer Querschnittsfläche A1 auf, die In das Innere des Beutels 42 einmündet.
Die Flüssigkeit 2 wird durch ein Ventilglied 6, das als Zapfhahn ausgebildet ist,
in Gläser oder sonstige Behältnisse gefüllt. Das Ventilglied 6 ist daher üblicherweise,
beispielsweise auf einer Theke, in Gaststätten angeordnet. Der Behälter 3 wird üblicherweise
in einem gekühlten Kellerraum gelagert und die Rohrleitung 4 ist in der Gaststätte
fest installiert.
[0013] Der Beutel 42 weist eine Ausgussöffnung 43 auf, in die ein Adapter 44 fest eingesetzt
ist, so dass der Adapter 44 an dem Beutel 42 fixiert ist. Die Außenkontur des Adapters
44 dient dazu, dass ein Anschlussstück 9, das mit der Rohrleitung 4 verbunden ist,
schnell und einfach auf dieser aufgeschraubt, aufgerastet oder aufgeclipst werden
kann. Somit ist die Rohrleitung 4 flüssigkeitsdicht mit dem Adapter 44 verbunden.
[0014] Durch eine in die Rohrleitung 4 eingesetzte Pumpe 5 wird ein Unterdruck im Inneren
des Beutels 42 erzeugt, wodurch die Flüssigkeit 2 aus diesem in die Rohrleitung 4
gesaugt wird. Durch das Betätigen des Ventilgliedes 6 wird demnach die Pumpe 5 aktiviert
und die Flüssigkeit 2 tritt aus dem Ventilglied 6 aus. Aufgrund der Elastizität des
Beutels 42 verringert sich dessen Oberfläche und die Flüssigkeit 2 kann ungehindert
aus diesem ausströmen, ohne dabei in unmittelbarem Kontakt mit Luft zu gelangen. Dies
verhindert das Eindringen von Bakterien in die Flüssigkeit 2.
[0015] In diesem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass in der Flüssigkeit 2 keinerlei
Kohlendioxyd vorhanden ist. Bekanntlich wird der Geschmack, insbesondere von Bier,
aber auch von Wässern, durch CO
2 verbessert, denn dadurch entsteht im Mund- und im Gaumenbereich des die Flüssigkeit
2 konsumierenden Menschen ein angenehmes, prickelndes Gefühl und die Flüssigkeit 2
schmeckt nicht fahl und abgestanden. Um daher die Flüssigkeit 2, die aus dem Beutel
42 durch die Pumpe 5 herausgesogen wird, mit Kohlendioxyd anzureichern, ist in der
Rohrleitung 4 ein nicht dargestelltes Mischaggregat, und zwar derPumpe 5 nachfolgend,
angeordnet.
[0016] Der Behälter 3 befindet sich im gezeigten Ausführungsbeispiel auf einer Niveauhöhe
7, die der Erdoberfläche näherliegend angeordnet ist, als eine Niveauhöhe 8, in deren
Bereich sich der Ausschankbereich, also das Ventilglied 6, befindet.
[0017] Figur 2 ist ferner zu entnehmen, dass der Behälter 3 als Keg-Fass ausgebildet ist,
in das der Beutel 42 durch eine Öffnung 45 eingesetzt werden kann. Der Behälter 3
weist eine feste Außenwand 41 auf, die beispielsweise aus Metall oder Holz gebildet
ist. Der elastisch verformbare Beutel 42 wird demnach zunächst in den Behälter 3 eingesetzt
und anschließend mit Flüssigkeit 2 befüllt. Um ein Ausbeulen des Beutels 42 aus der
Öffnung 45 zu vermeiden, wenn beispielsweise aufgrund von Temperaturschwankungen oder
Erschütterungen, das in der Flüssigkeit 2 vorhandene Kohlendioxyd eine Volumenvergrößerung
des Beutels 42 bewirkt, ist eine Stützmanschette 46 vorgesehen, die fest mit der Außenkontur
des Adapters 44 verbunden ist und durch die demnach die Öffnung 45 des Behälters 3'
von innen abgedeckt wird. Entsteht im Inneren des Beutels 42 ein Überdruck P1 gegenüber
dem Umgebungsdruck P0, so wird die Außenseite des Beutels 42 durch die Außenwand 41
des Behälters 3 abgestützt und im Bereich der Öffnung 45 liegt die Stützmanschette
46 an der Innenseite des Behälters 3' an, wodurch der Beutel 42 exakt die von der
Innenkontur des Behälters 3' vorgegebene Volumengröße einnimmt.
[0018] Durch Betätigen der in der Rohrleitung 4 eingesetzten Pumpe 5 wird demnach die mit
Kohlendioxyd angereicherte Flüssigkeit 2 aus dem Beutel 42 hinausgesogen, wodurch
dieser sich in seiner Volumenausdehnung verkleinert. Da in der Flüssigkeit 2 bereits
Kohlendioxyd oder andere aromatische Stoffe vorhanden sind, benötigt die Vorrichtung
1' kein Mischaggregat, um dieses zusätzlich anzureichern. Sobald der Beutel 42 vollständig
entleert ist, kann dieser als Elnwegverpackung entsprechend entsorgt werden, ohne
dass Reinigungsarbeiten zur Einhaltung der Hygienebestimmungen anfallen.
[0019] In Figur 2 ist gezeigt, dass der Inhalt des Behälters 42 auch mittels der herrschenden
Schwerkraft aus diesem abgelassen werden kann, denn das Ventilglied 6 befindet sich
auf der Niveauhöhe 7, also bezogen auf die Erdoberfläche näher an dieser als der Behälter
3', der auf der Niveauhöhe 8 aufgestellt ist. Somit kann die Flüssigkeit 2 mittels
der herrschenden Schwerkraft aus dem Behälter 3' abgefüllt werden.
[0020] In den Figuren 3a und 3b ist gezeigt, wie der Behälter 3 im Einzelnen aufgebaut ist.
Der Behälter 3 besteht aus einer fünfteiligen Außenwand 41, die senkrecht zueinander
gefaltet wird. Die freien vier freien Enden der fünfteiligen Außenwand 41 werden durch
einen Deckel 45, nachdem der Beutel 42 in das Innere des Behälters 3 eingesetzt wurde,
abgedeckt. Der Adapter 44 durchgreift demnach den Deckel 55. Auf der Außenseite der
Außenwand 41 des Behälters 3 sind drei Riemen 53 angebracht, durch die die Außenwand
41 gegeneinander abgestützt und festgehalten wird. An den Riemen 43 sind drei Tragegriffe
54 angebracht, durch die der Behälter 3 auf einfache Weise gehandhabt werden kann.
[0021] Um die Formstabilität der Außenwand 41 zu gewährleisten, weist diese vier Lagen 51
auf, die aus Papier oder Pappe hergestellt sind. Zwischen zwei benachbarten Lagen
51 ist jeweils eine mäanderförmig verlaufende Stützschicht 52 eingesetzt, durch die
die Formstabilität des Behälters 3 hergestellt wird.
1. Behälter (3) zur Lagerung von Flüssigkeiten (2), insbesondere von Bieren, Wässern
oder dgl., mit einer festen Außenwand (41),
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Behälter (3) ein elastisch verformbarer Beutel (42) eingesetzt ist, in dem
die Flüssigkeit (2) elnfüllbar ist, dass mit dem Beutel (42) ein eine Ausgussöffnung
(43) bildender Adapter (44) verbunden ist, durch den die Flüssigkeit (2) in und/oder
aus dem Beutel (42) ein- bzw. ausbringbar ist, dass der Adapter (44) eine in die Außenwand
(41) des Behälters (3) eingearbeitete Öffnung (45) durchgreift und dass an dem Adapter
(44) eine Stützmanschette (46) befestigt ist, die zwischen dem Beutel (42) und der
Außenwand (41) des Behälters (3) angeordnet ist und durch die die Öffnung (45) von
innen abdeckbar ist.
2. Behälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Adapter (44) an eine Rohrleitung (4) zum Ausschenken der Flüssigkeit (2) anschließbar
ist und dass die in den Behälter (41) eingelagerte Flüssigkeit (2) mittels der Schwerkraft
und/oder mittels einer Pumpe (5) in die Rohrleitung (4) austreibbar ist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außenwand (41) aus mindestens zwei parallel zueinander verlaufenden Lagen (51)
aus Papier, Pappe oder dgl. besteht und dass zwischen zwei benachbarten Lagen (51)
jeweils eine mäanderförmig verlaufende Stützschicht (52) aus Papier, Pappe oder dgl.
angeordnet ist.
4. Behälter nach einem oder mehreren der
vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außenwand (41) des Behälters (3) von einem oder mehreren Riemen (53) umschlossen
ist, durch die die Außenwand (41) des Behälters (3) gegeneinander abgestützt ist.
5. Behälter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Riemen (53) oder zwischen zwei benachbarten Riemen (53) ein Tragegriff (54)
angebracht ist.
6. Behälter nach einem oder mehreren
der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außenwand (41) des Behälters (3) aus fünf Teilstücken gebildet ist und dass ein
Deckel (55) derart mit vier der fünf Teilstücke der Außenwand (41) verschweißt, verklebt
oder dgl. ist, dass der Behälter (3) rechteckförmig ist.
7. Behälter nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Adapter (44) den Deckel (55) durchgreift.