[0001] Die Erfindung betrifft eine Fräswalze nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, bzw.
eine Baumaschine nach Anspruch 24, sowie eine Getriebeeinheit für eine Fräswalze nach
Anspruch 25.
[0002] Häufig ist es nötig, aufgrund unterschiedlicher Baustellensituationen und Fräsarbeiten,
das Fräswerkzeug einer Straßenfräsmaschine den spezifischen Aufgaben anzupassen. Beispielsweise,
wenn eine bestimmte Oberflächenrauhigkeit erreicht werden soll, ist eine Fräswalze
mit einem bestimmten Linienabstand der Fräswerkzeuge, oder eine andere Werkzeugausrüstung
erforderlich. In einem anderen Anwendungsfall sollen nur bestimmte Fahrbahnbreiten
ausgebaut werden, so dass eine Fräswalze mit einer bestimmten Arbeitsbreite benötigt
wird.
[0003] In der Regel muss in solchen Situationen eine spezielle Fräsmaschine eingesetzt werden,
oder die Maschine muss mit einer der Aufgabe angepassten Fräswalze ausgerüstet werden.
Gegenwärtig ist der Austausch der Fräswalzen aber sehr aufwändig und erfordert spezielle
Hilfsmittel zur Montage bzw. Demontage der Fräswalze.
[0004] Aus der
EP 1194651 B und der
EP 1520076 B sind Fräswalzen für Straßenfräsen oder Recycler bekannt, bei denen die Fräswalze
ein auswechselbares Fräsrohr aufweist, wobei die Achse des Fräsrohrs, mit Hilfe eines
Stützrings, auf einer Stützringaufnahme eines drehbar gelagerten, mit einem Fräswalzenantrieb
gekoppelten Körpers abgestützt ist. Der Stützring sitzt mit einem vorbestimmten Spiel
auf der Stützringaufnahme, wobei in den Spalt zwischen Stützring und Stützringaufnahme
Schmutzwasser, Staub und feinkörnige Teile der Straßenoberfläche eindringen können,
insbesondere aufgrund von Relativbewegungen zwischen dem Stützring und der Stützringaufnahme,
die aus dem Fräsprozess herrühren. Die Kapillarwirkung der Spielpassung verstärkt
diesen Effekt, so dass verschmutztes Wasser und feinkörnige Partikel in die Passung
eindringen.
[0005] Wenn zu Demontagezwecken das Fräsrohr mit dem Stützring von der Stützringaufnahme
abgezogen werden soll, ist dies oft nur sehr schwer oder gar nicht möglich.
[0006] Bei den gegebenen Abmessungen, nämlich bei einem im Verhältnis zum Fräswalzendurchmesser
in Axialrichtung kurzen Stützring, ist die Demontage nicht einfach, wobei sich allerdings
auch die Montage im gereinigten Zustand durch Verkanten schwierig gestalten kann.
[0007] Auch konisch gestaltete Stützflächen haben sich nicht als praktikabel erwiesen, weil
sie sich einerseits zu stark festsetzen können und andererseits ein zu großes radiales
Spiel aufweisen, wenn die aufzuschiebende Fräswalze zu kurz ist. Bei einer konischen
Stützfläche wäre daher eine Genauigkeit der Positionierung des konischen Stützringes
und der Stützringaufnahme in einem Bereich von +/- 1 mm erforderlich, um eine Funktion
überhaupt zu ermöglichen, wobei das Problem, dass sich eine Konusverbindung festfressen
kann, bestehen bleibt.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei Fräswalzen mit auswechselbaren
Fräsrohren, bei Baumaschinen mit Fräswalzen und bei Getriebeeinheiten, die eine Fräswalze
antreiben, die Montage und Demontage des Fräsrohrs zu vereinfachen.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale der Ansprüche 1, 24 und 25.
[0010] Die Erfindung sieht in vorteilhafter Weise vor, dass der Stützring und die Stützringaufnahme
des drehbar gelagerten Körpers mehrere zur Fräswalzenachse konzentrisch verlaufende,
einander komplementäre Stützflächen mit unterschiedlichen Stützkreisdurchmessern aufweisen,
die axial hintereinander mit in Abzugsrichtung abnehmenden Durchmessern gestuft angeordnet
sind.
[0011] Durch die treppenförmige Gestaltung der Stützflächen des Stützrings und der Stützringaufnahme
kann ohne Reduzierung der Gesamtfläche der Stützfläche erreicht werden, dass das Fräsrohr
nur um den Betrag der Breite einer Stufe abgezogen werden muss, um den Stützring außer
Eingriff mit der Stützringaufnahme zu bringen. Beispielsweise kann bei einer fünffachen
Abstufung der Weg der erforderlich ist um die Stützflächen voneinander zu trennen,
auf ein Fünftel der gesamten axialen Länge der Stützfläche reduziert werden.
[0012] Besonders vorteilhaft ist dabei, dass die wirksame Stützfläche für das Fräsrohr nahezu
unverändert bleibt.
[0013] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind mindestens drei, vorzugsweise fünf
Stützflächen axial hintereinander angeordnet.
[0014] Die Länge der axial hintereinander angeordneten Stützflächen beträgt 5 bis 40 mm,
vorzugsweise 10 bis 20 mm. Auf diese Weise wird eine tragfähige Stützfläche für ein
Fräsrohr einer Fräswalze geschaffen.
[0015] Die Länge einer Stützfläche kann in Axialrichtung gleich sein. Dies hat den Vorteil,
dass beim Abziehen alle Stützflächen gleichzeitig außer Eingriff sind.
[0016] Alternativ kann auch die Länge der Stützflächen in Axialrichtung unterschiedlich
sein und zwar vorzugsweise derart, dass die Länge der Stützflächen mit abnehmenden
Stützkreisdurchmesser abnimmt. Dies hat den Vorteil, dass die Stützflächen, insbesondere
bei der Montage, nicht alle gleichzeitig im Eingriff sind, wodurch die Montage erleichtert
werden kann.
[0017] Nach einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Stützflächen
des Stützringes gegenüber der Stützflächen der Stützringaufnahme axial in Abzugsrichtung
des Fräsrohres versetzt sind, derart, dass an den Stufenübergängen Ringkammern gebildet
sind.
[0018] Die Ringkammern können in vorteilhafter Weise dazu benutzt werden, mit einem Korrosionsschutzmittel
oder einem Schmiermittel gefüllt zu werden.
[0019] Hierzu können die Ringkammern mit einem Einspritzkanal verbunden sein, über den ein
Korrosionsschutzmittel und/oder ein Schmiermittel einspritzbar ist. Beispielsweise
kann der Einspritzkanal einen Nippel zum Einspritzen von Fett aufweisen.
[0020] Die Stützflächen können mit einer Gleitschicht beschichtet sein, um die Montage und
Demontage zu erleichtern.
[0021] Die Stützringaufnahme kann aus einem einteiligen Ring bestehen oder auch einstückig
mit dem drehbar gelagerten Körper sein. Die einteilige Stützringaufnahme kann beispielsweise
auf den drehbar gelagerten Körper aufgeschoben werden und dort axial fixiert werden.
[0022] Alternativ kann die Stützringaufnahme einstückig mit dem drehbar gelagerten Körper
sein, wodurch die Anzahl der Bauteile reduziert werden kann.
[0023] Nach einer Alternative ist vorgesehen, dass die Stützringaufnahme aus einem mehrteiligen,
vorzugsweise zweiteiligen Ring besteht, der auf dem drehbar gelagerten Körper montierbar
ist. Eine derartige Stützringaufnahme ist vorteilhaft, wenn eine Stützringaufnahme
nicht auf den drehbar gelagerten Körper aufschiebbar ist.
[0024] Die Stützringaufnahme ist axial unbeweglich auf dem drehbar gelagerten Körper montiert
und bildet ein Los-Lager. Die Stützringaufnahme kann axial an unterschiedlichen Stellen
auf dem drehbar gelagerten Körper fixiert sein.
[0025] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der drehbar
gelagerte Körper ein Walzengrundkörper zum Abstützen des Fräsrohres und/oder ein Abtriebsgehäuse
einer Getriebeeinheit des Fräswalzenantriebs ist.
[0026] Die Achse des Fräsrohres kann bei einer zweiseitigen Lagerung einerseits in einer
entfernbaren Seitenwand gelagert sein und andererseits sich mit Hilfe des Stützrings
auf der Stützringaufnahme des drehbar gelagerten Körpers abstützen, wobei das Fräsrohr
nach dem Entfernen der Seitenwand von der Stützringaufnahme des drehbar gelagerten
Körpers in Abzugsrichtung abziehbar ist.
[0027] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Walzengrundkörper
mit dem Fräswalzenantrieb gekoppelt ist und das der Seitenwand zugewandte Ende des
Fräsrohres abstützt.
[0028] Bei einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
an dem Fräsrohr oder an dem drehbar gelagerten Körper eine Abdrückeinrichtung angreift,
mit der das Fräsrohr in Abzugsrichtung von der gelagerten Position zur Demontage abziehbar
ist. Dabei kann die Abdrückeinrichtung mechanisch oder hydraulisch vorgesehen sein.
[0029] Des Weiteren ist in besonders vorteilhafter Weise vorgesehen, dass die axialen hintereinander
angeordneten Stützflächen mit unterschiedlichem Stützkreisdurchmesser an den Stufenübergängen
eine beispielsweise unter 45° verlaufende Fase aufweisen. Diese Fase ermöglicht es,
bei der Montage das Fräsrohr leichter zu zentrieren, wodurch die Montage vereinfacht
wird. Vorzugsweise wird eine unter 45° verlaufende Fase verwendet.
[0030] Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Straßenbaumaschine,
- Fig. 2
- eine beidseitig gelagerte Fräswalze,
- Fig. 3
- die aufeinanderliegenden Stützflächen des Stützrings und der Stützringaufnahme gemäß
Ausschnitt III in Fig. 2,
- Fig. 4
- ein alternatives Ausführungsbeispiel für eine Stützringaufnahme mit Fettschmierung,
- Fig. 5
- eine zweiteilige Stützringaufnahme,
- Fig. 6
- einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 5,
- Fig. 7
- eine Abdrückeinrichtung gemäß vergrößertem Detail VII in Fig. 2,
- Fig. 8
- einen Halbschnitt des Stützrings in Richtung der Pfeile VIII in Fig. 5,
- Fig. 9
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für die Lagerung eines Fräsrohres und
- Fig. 10
- ein Ausführungsbeispiel für eine einseitige bzw. fliegende Lagerung des Fräsrohres.
[0031] In Fig. 1 ist eine Straßenbaumaschine 1 dargestellt, in der ein Fräsrohr-Schnellwechselsystem
eingesetzt werden kann.
[0032] Die Straßenbaumaschine ist eine Straßenfräse, die im allgemeinen einen Maschinenrahmen
aufweist, auf dem ein Verbrennungsmotor und ein Fahrstand montiert ist. Die selbstfahrende
Straßenbaumaschine weist höhenverstellbare, an dem Maschinenrahmen befestigte Hubsäulen
auf, an denen Stützräder oder Kettenlaufwerke montiert sind.
[0033] Die Fräswalze 2 befindet sich unter dem Maschinenrahmen in einem Walzenkasten 9,
der seitlich die Seitenwänden 13, 15 aufweist. Mit dem Bezugszeichen 7 ist die Schnittkontur
der auf der Fräswalze 2 befindlichen Werkzeuge angedeutet. Das von der Fräswalze 2
abgearbeitete Material wird in an sich bekannter Weise auf ein erstes Förderband abgeworfen
oder auf ein zweites, höhenverstellbares und schwenkbares Förderband weiterbefördert.
[0034] In Fig. 2 ist eine Fräswalze 2 drehbar zwischen orthogonal zur Achse 20 der Fräswalze
2 verlaufenden Seitenwänden 13, 15 des Walzenkastens 9 gelagert und wird über eine
an der antriebsseitigen Seitenwand 13 gelagerte Antriebseinrichtung 16 und eine Getriebeeinheit
17, angetrieben. Die in Fig. 2 dargestellte Fräswalze 2 besteht aus einem einstückigen
Fräsrohr 4, das auswechselbar an einem Walzengrundkörper 19 befestigt ist. Der Walzengrundkörper
19 ist seinerseits an dem Abtriebsgehäuse 21 der Getriebeeinheit 17 befestigt. Der
Walzengrundkörper 19 ist axial neben dem Antriebsgehäuse 21 angeordnet und überträgt
das Drehmoment der Getriebeeinheit 17 in der Art eines Untersetzungsgetriebes auf
das jeweils eingesetzte Fräsrohr 4.
[0035] Der Fräswalzenantrieb 16 besteht vorzugsweise aus einem Riementrieb.
[0036] Das Fräsrohr ist in Fig. 2 über einen Ringflansch 23 an den Walzengrundkörper 19
angeschraubt, der seinerseits drehbar in der entfernbaren Seitenwand 15 gelagert ist.
Auf der dem Fräswalzenantrieb 16 zugewandten Seite des Fräsrohrs 4 ist ein drehfest
mit dem Fräsrohr 4 verbundener Stützring 8 angeordnet, der mit einer auf dem Abtriebsgehäuse
21 sitzende Stützringaufnahme 12 kooperiert.
[0037] Der Stützring 8 und die Stützringaufnahme 12 weisen mehrere zur Fräswalzenachse 20
konzentrisch verlaufende einander komplementäre Stützflächen 22, 24 mit unterschiedlichen
Stützkreisdurchmessern auf, die axial hintereinander mit in Richtung der Seitenwand
15 abnehmenden Durchmesser gestuft angeordnet sind. In dem Ausführungsbeispielen sind
beispielsweise fünf Stützflächen axial hintereinander angeordnet. Die axiale Länge
der Stützflächen 22, 24 beträgt in den dargestellten Ausführungsbeispielen 15 mm,
kann allerdings je nach Durchmesser der Fräswalze 2 zwischen 5 und 40 mm, vorzugsweise
zwischen 10 und 20 mm variieren.
[0038] Die Ausführungsbeispiele zeigen, dass die axiale Länge aller Stützflächen 22, 24
gleich ist. Sie können allerdings auch eine unterschiedliche Länge aufweisen, und
zwar vorzugsweise derart, dass die Länge der Stützflächen 22, 24 mit abnehmendem Stützkreisdurchmesser
abnimmt.
[0039] Wie am besten aus den Fign. 3 und 4 ersichtlich wird, sind die Stützflächen 22 des
Stützringes 8 gegenüber den Stützflächen 24 der Stützringaufnahme 12 axial in Richtung
der Seitenwand 15 versetzt, derart, dass an den Stufenübergängen Ringkammern 25 gebildet
sind. Die Ringkammern 25 können mit einem Korrosionsschutzmittel und/oder einem Schmiermittel
gefüllt werden. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, kann ein Einspritzkanal 26 vorgesehen
sein, über den, wie aus Fig. 3 ersichtlich, mindestens drei Ringkammern 25 z.B. mit
Fett über einen Schmiernippel 28 versorgen werden können.
[0040] Die Stützflächen 22, 24 können mit einer Gleitschicht zur Erleichterung der Montage
und Demontage des Fräsrohrs 4 beschichtet sein.
[0041] Die Stützringaufnahme 12 kann aus einem einteiligen Ring, wie aus Fig. 2 ersichtlich
bestehen, oder kann auch einstückig mit dem Abtriebsgehäuse 21 der Getriebeeinheit
17 sein, wie aus den Ausführungsbeispielen der Fign. 9 und 10 hervorgeht.
[0042] Alternativ kann, wie aus den Fign. 5 und 6 ersichtlich ist, die Stützringaufnahme
12 aus einem mehrteiligen, in den Figuren 5 und 6 zweiteiligen Ring bestehen, der
auf einem drehbar gelagerten Körper, z.B. das Abtriebsgehäuse 21 der Getriebeeinheit
17 montierbar ist.
[0043] Dabei kann die Stützringaufnahme 12 auch axial beweglich auf einen drehbar gelagerten
Körper montiert sein, wie es in den Ausführungsbeispielen der Fign. 2 bis 4 möglich
ist, oder axial unbeweglich auf dem drehbar gelagerten Körper montiert sein, wie aus
den Ausführungsbeispielen der Fign. 9 und 10 hervorgeht.
[0044] In Fig. 5 sind Befestigungsschrauben 14 ersichtlich, mit denen die Stützringaufnahme
12 auf einen drehbar gelagerten Körper montierbar ist. Es versteht sich, dass der
drehbare Körper auch aus einem Ring- oder Anschlussflansch bestehen kann und nicht
zwingend ein Abtriebsgehäuse 21 oder ein Walzengrundkörper 19 sein muss.
[0045] Fig. 6 ist ein Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 5, wobei der Schnittverlauf
durch den Einspritzkanal 26 verläuft.
[0046] Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht der Stützringaufnahme 12, entlang der Linie VII-VII
in Fig. 5.
[0047] In Fig. 7 ist eine mechanische Abdrückeinrichtung 29 gezeigt, bei der mit Hilfe von
Schrauben 30 das Fräsrohr 4 von seiner Lagerung auf der Stützringaufnahme abgezogen
werden kann.
[0048] Hierzu werden die Schrauben 30 gegen den Befestigungsflansch 23 geschraubt, wodurch
das Fräsrohr 4 der Fräswalze 2 abgezogen werden kann.
[0049] Aus Fig. 8 ist auch ersichtlich, dass zwischen den Stützflächen 24 der Stützringaufnahme
12 an den Stufenübergängen jeweils eine unter 45° verlaufende Fase 32 vorgesehen ist,
die das Montieren und Zentrieren des Fräsrohres 4 erleichtert. Entsprechende Fasen
32 sind zwischen den Stützflächen 24 des Stützrings 8 ebenfalls vorgesehen.
[0050] Die Stützflächen 22, 24 verlaufen konzentrisch zu der Fräswalzenachse 20, vorzugsweise
koaxial. Die Höhe einer Stufe zwischen den Stützflächen 22, 24 beträgt beispielsweise
1 bis 4 mm, wobei ein Stufensprung von 2 mm sich als besonders vorteilhaft erwiesen
hat.
1. Fräswalze (2) für eine Baumaschine, insbesondere eine Straßenfräse (1) oder einen
Recycler, mit einem auswechselbaren zur Fräswalzenachse (20) koaxialen Fräsrohr (4),
wobei das Fräsrohr (4) mit Hilfe eines Stützrings (8) auf einer Stützringaufnahme
(12) eines drehbar gelagerten, mit einem Fräswalzenantrieb (16) gekoppelten Körpers
abgestützt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stützring (8) und die Stützringaufnahme (12) des drehbar gelagerten Körpers mehrere
zur Fräswalzenachse (20) konzentrisch verlaufende, einander komplementäre Stützflächen
(22, 24) mit unterschiedlichem Stützkreisdurchmessern aufweisen, die axial hintereinander
mit in Abzugsrichtung abnehmenden Durchmessern gestuft angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei, vorzugsweise fünf Stützflächen (22, 24) axial hintereinander angeordnet
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die die axiale Länge der Stützflächen (22, 24) 5 bis 40 mm, vorzugsweise 10 bis 20
mm, beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge aller Stützflächen (22, 24) in Axialrichtung gleich ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Stützflächen (22, 24) in Axialrichtung unterschiedlich ist, und zwar
derart, dass die Länge der Stützflächen mit abnehmendem Stützkreisdurchmesser abnimmt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützflächen (22) des Stützringes (8) gegenüber den Stützflächen (24) der Stützringaufnahme
(12) axial in Abzugsrichtung versetzt sind, derart dass an den Stufenübergängen Ringkammern
(25) gebildet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringkammern (25) mit einem Korrosionsschutzmittel und/oder ein Schmiermittel
füllbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringkammern (25) mit einem Einspritzkanal (26) zum Einspritzen von Korrosionsschutzmittel
und/oder einem Schmiermittel verbunden sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützflächen (22, 26) mit einer Gleitschicht beschichtet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringaufnahme (12) aus einem einteiligen Ring besteht oder einstückig mit
dem drehbar gelagerten Körper ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringaufnahme (12) aus einem mehrteiligen, vorzugsweise zweiteiligen Ring
besteht, der auf den drehbar gelagerten Körper montierbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringaufnahme (12) axial unbeweglich auf dem drehbar gelagerten Körper montiert
ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützringaufnahme (12) axial beweglich auf dem drehbar gelagerten Körper montiert
ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der drehbar gelagerte Körper ein Walzengrundkörper (19) zum Abstützen de Fräsrohres
(4) und/oder ein Abtriebsgehäuse (21) einer Getriebeeinheit (17) des Fräswalzenantriebs
(16) ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Fräswalze (2) einerseits in einer entfernbaren Seitenwand gelagert ist und andererseits
sich mit Hilfe des Stützrings (8) des Fräsrohres (4) auf der Stützringaufnahme (12)
des drehbar gelagerten Körpers abstützt, wobei die Fräswalze (2) nach dem Entfernen
der Seitenwand (15) von der Stützringaufnahme (12) des drehbar gelagerten Körpers
in Abzugsrichtung abziehbar ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzengrundkörper (19) mit dem Fräswalzenantrieb (16) gekoppelt ist und das der
Seitenwand (15) zugewandte Ende des Fräsrohres (4) abstützt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Fräsrohr (4) einen Befestigungsflansch (16) aufweist, der an dem Walzengrundkörper
(19) befestigbar ist und der sich auf dem Walzengrundkörper (19) abstützt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Fräsrohr (4) oder an dem drehbar gelagerten Körper eine Abdrückeinrichtung
(29) angreift, mit der das Fräsrohr (4) in Abzugsrichtung von der gelagerten Position
zur Demontage abziehbar ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdrückeinrichtung (29) aus Abdrückschrauben besteht, die in dem Befestigungsflansch
des Fräsrohres angeordnet sind.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdrückeinrichtung (29) aus einer hydraulischen Einrichtung besteht.
21. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulische Abdrückeinrichtung von der getriebeseitigen Seitenwand (13) auf
die Stirnseite des Fräsrohres (4) einwirkt.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulische Abdrückeinrichtung von dem Befestigungsflansch (22) des Fräsrohres
(4) auf den Walzengrundkörper (19) einwirkt.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die axial hintereinander angeordneten Stützflächen (22, 24) mit unterschiedlichem
Stützkreisdurchmesser an den Stufenübergängen eine beispielsweise unter 45 grad verlaufende
Fase (32) aufweisen.
24. Baumaschine, insbesondere Straßenfräse oder Recycler, in der eine Fräswalze (2) nach
einem der Ansprüche 1 bis 23 angeordnet oder gelagert ist.
25. Getriebeeinheit (17) für eine Straßenfräse (1) oder einen Recycler mit einem drehbar
gelagerten Abtriebsgehäuse (21), an dem ein auswechselbares Fräsrohr (4) einer Fräswalze
(2) mit Hilfe eines Stützrings (8) auf einer Stützringaufnahme (12) des drehbar gelagerten
Abtriebsgehäuses (21) abgestützt ist, insbesondere für eine Fräswalze (2) nach einem
der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützring (8) und die Stützringaufnahme (12) des drehbar gelagerten Abtriebsgehäuses
(21) mehrere zur Fräswalzenachse (20) konzentrisch verlaufende, einander komplementäre
Stützflächen (22, 24) mit unterschiedlichen Stützkreisdurchmessern aufweisen, die
axial hintereinander mit in Abzugsrichtung des Fräsrohrs (4) abnehmenden Durchmessern
gestuft angeordnet sind.