[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Transportverpackung für ein Transportgut,
insbesondere eine Spüle, die eine Umverpackung und mindestens ein zwischen dem Transportgut
und einem Deckel oder einem Boden der Umverpackung angeordnetes Polsterelement umfasst.
[0002] Solche Transportverpackungen sind aus dem Stand der Technik bekannt und umfassen
insbesondere als Umverpackung eine Faltkiste aus einem Kartonmaterial, welche als
Deckel und/oder am Boden zwei äußere Schließlaschen und zwei die äußeren Schließlaschen
abstützende innere Schließlaschen aufweist, wobei die inneren Schließlaschen sich
von den kurzen Seitenwänden der Faltkiste nicht bis ganz zur Mitte der Faltkiste erstrecken,
so dass zwischen den im eingeklappten Zustand einander gegenüberstehenden freien Rändern
der beiden inneren Schließlaschen ein Zwischenraum verbleibt. Durch diesen Zwischenraum
weist die Transportverpackung im mittigen Bereich der Faltkiste ein relativ großes
Spiel auf, was zur Folge hat, dass das verpackte Transportgut in der Mitte der Faltkiste
entsprechend weit ausgelenkt werden kann, was bei bruchgefährdeten Transportgütern
zum Brechen führen kann.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transportverpackung der
eingangs genannten Art zu schaffen, welche die Bruchgefahr für bruchempfindliches
Transportgut verringert und dennoch mit möglichst geringem Materialaufwand herstellbar
ist.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einer Transportverpackung mit den Merkmalen des Oberbegriffs
von Anspruch 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Transportverpackung mindestens
ein Aussteifungselement umfasst, das aus einer Materiallage eines Verpackungselements
der Transportverpackung herausgetrennt und so aus dieser Materiallage herausgefaltet
ist, dass es sich zumindest teilweise in einen Zwischenraum zwischen dem Polsterelement
und dem Deckel bzw. dem Boden der Umverpackung hinein erstreckt.
[0005] Da sich bei der erfindungsgemäßen Lösung das Aussteifungselement in den Zwischenraum
zwischen dem Polsterelement und dem Deckel bzw. dem Boden der Umverpackung hinein
erstreckt, wird das Spiel zwischen dem Polsterelement und dem Deckel bzw. dem Boden
der Umverpackung deutlich, vorzugsweise auf im wesentlichen null, reduziert, was eine
entsprechende Verringerung der möglichen Auslenkung des verpackten Transportguts zur
Folge hat. Somit wird die Bruchgefahr für das Transportgut wesentlich reduziert.
[0006] Dadurch, dass das Aussteifungselement aus einer Materiallage eines Verpackungselements
der Transportverpackung herausgetrennt und aus dieser Materiallage herausgefaltet
ist, ist für das Aussteifungselement kein Materialmehrverbrauch erforderlich.
[0007] Das Polsterelement, an welchem das Aussteifungselement angeordnet ist, kann beispielsweise
ein Deckelpolster oder eine Bodenschiene der Transportverpackung sein.
[0008] Vorzugsweise wird das Aussteifungselement im Bereich einer besonders bruchgefährdeten
Stelle des Transportguts, insbesondere an einer Stelle der größtmöglichen Auslenkung
des Transportgutes innerhalb der Transportverpackung, angeordnet, um die größtmögliche
Auslenkung des Transportgutes und damit die Bruchgefahr wirksam zu reduzieren.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Aussteifungselement
im wesentlichen aus Wellpappe gebildet ist.
[0010] Das Polsterelement kann leistenförmig ausgebildet sein, und das Aussteifungselement
kann eine dem Deckel oder dem Boden der Umverpackung zugewandte Außenfläche des Polsterelements
zumindest teilweise überdecken.
[0011] Das Polsterelement kann ferner im wesentlichen rohrförmig, insbesondere als hohle
Deckelleiste oder Bodenleiste, ausgebildet sein.
[0012] Wenn die Umverpackung der Transportverpackung zwei Laschen aufweist, deren freie
Ränder bei geschlossener Umverpackung voneinander beabstandet sind, so ist das Aussteifungselement
vorzugsweise in einem Zwischenraum zwischen diesen freien Rändern der Laschen der
Umverpackung angeordnet. Auf diese Weise wird das durch den Abstand zwischen den freien
Rändern der Laschen der Umverpackung verursachte Spiel der Transportverpackung besonders
wirksam reduziert.
[0013] Um das Aussteifungselement in einfacher Weise an dem Polsterelement festzulegen,
kann vorgesehen sein, dass das Polsterelement eine Durchtrittsöffnung aufweist, durch
welche sich ein Halteabschnitt des Aussteifungselements hindurch erstreckt.
[0014] Eine solche Durchtrittsöffnung kann insbesondere schlitzförmig ausgebildet sein.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Durchtrittsöffnung
von einem Wandabschnitt des Polsterelements berandet wird, welcher im wesentlichen
senkrecht zu dem Deckel oder zu dem Boden der Umverpackung ausgerichtet ist. Durch
einen solchen im wesentlichen senkrecht zu dem Deckel oder zu dem Boden der Umverpackung
ausgerichteten Wandabschnitt können Kräfte besonders gut von der Umverpackung zu dem
Polsterelement bzw. in umgekehrter Richtung übertragen werden.
[0016] Wenn der Wandabschnitt des Polsterelements aus einem Wellpappenmaterial gebildet
ist, so wird eine besonders gute Kraftübertragung zwischen der Umverpackung einerseits
und dem Polsterelement andererseits erzielt, wenn die Wellenkämme des Wellpappenmaterials
so ausgerichtet sind, dass sie im wesentlichen senkrecht zu dem Deckel oder zu dem
Boden der Umverpackung verlaufen.
[0017] Um die Kraftübertragung zwischen der Umverpackung und dem Polsterelement zu verbessern,
kann ferner vorgesehen, dass die Durchtrittsöffnung von einem Wandabschnitt des Polsterelements
berandet wird, welcher über eine dem Deckel oder dem Boden der Umverpackung zugewandte
Außenfläche des Polsterelements zu dem Deckel bzw. zu dem Boden der Umverpackung hin
vorsteht.
[0018] Um eine möglichst hohe Steifigkeit der Anordnung aus dem Polsterelement und dem Aussteifungselement
zu erzielen, ist es günstig, wenn der Halteabschnitt des Aussteifungselements sich
an einer Abstützfläche des Polsterelements abstützt.
[0019] Wenn das Polsterelement eine mehrlagige Wicklung eines Verpackungsmaterials umfasst,
so kann vorgesehen sein, dass in einer innenliegenden Wicklungslage der Wicklung eine
Aussparung vorgesehen ist, an deren Rand sich der Halteabschnitt des Aussteifungselements
abstützt.
[0020] Grundsätzlich können das Verpackungselement, aus dem das Aussteifungselement herausgetrennt
ist, einerseits und das Polsterelement andererseits getrennt voneinander hergestellte,
separate Bestandteile der Transportverpackung sein.
[0021] Eine besonders leicht handhabbare Transportverpackung ergibt sich jedoch, wenn das
Verpackungselement, aus dem das Aussteifungselement herausgetrennt ist, einstückig
mit dem Polsterelement ausgebildet ist. In diesem Fall können das Verpackungselement
und das Polsterelement als Einheit gehandhabt werden.
[0022] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Verpackungselement, aus dem das Aussteifungselement
herausgetrennt ist, eine Deckelplatte eines Deckeleinsatzes und das Polsterelement
eine Deckelleiste des Deckeleinsatzes ist.
[0023] Das aus der Materiallage des Verpackungselements herausgefaltete Aussteifungselement
kann zum Verschluss einer Wicklung des Polsterelements verwendet werden, so dass durch
das Vorsehen des Aussteifungselements auch durch Konvektionieraufwendungen kein Mehraufwand
entsteht.
[0024] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
und der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.
In den Zeichnungen zeigen:
[0025]
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung einer Spülentransportverpackung mit
einer als Faltkiste ausgebildeten Umverpackung, wobei die Faltkiste geschlossen ist;
- Fig. 2
- eine schematische perspektivische Darstellung der Spülentransportverpackung, nachdem
die äußeren Schließlaschen und eine innere Schließlasche eines Deckels der Faltkiste
aufgeklappt worden sind;
- Fig. 3
- einen schematischen vertikalen Längsschnitt durch die Spülentransportverpackung aus
Fig. 2;
- Fig. 4
- eine der Fig. 3 entsprechende Schnittdarstellung, wobei die verpackte Spüle entfernt
worden ist;
- Fig. 5
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Deckeleinsatzes der Spülentransportverpackung;
- Fig. 6
- eine längs einer Quermittelebene des Deckeleinsatzes geschnittene Darstellung des
Deckeleinsatzes aus Fig. 5;
- Fig. 7
- einen Wellpappenzuschnitt zur Herstellung des Deckeleinsatzes aus den Fig. 5 und 6;
- Fig. 8
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Stirnseitenpolsters der Spülentransportverpackung,
mit Blick auf eine der Spüle zugewandte Seite des Stirnseitenpolsters;
- Fig. 9
- eine längs der Linie 9 in Fig. 8 geschnittene Darstellung des Stirnseitenpolsters
aus Fig. 8;
- Fig. 10
- eine schematische perspektivische Darstellung des Stirnseitenpolsters aus Fig. 8;
und
- Fig. 11
- einen Wellpappenzuschnitt zur Herstellung des Stirnseitenpolsters aus den Fig. 8 bis
10.
[0026] Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet.
[0027] Eine in den Fig. 1 bis 11 dargestellte, als Ganzes mit 100 bezeichnete Transportverpackung
für eine Spüle 102, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Becken 104 und
einen daneben angeordneten, flachen Abtropfbereich 106 aufweist, umfasst eine Umverpackung
108, die als eine Faltkiste 110, beispielsweise aus einem Kartonmaterial, ausgebildet
ist.
[0028] Die Faltkiste 110 umfasst einen Boden 111, vertikale Seitenwände 112, die mit Eingrifflöchern
114 versehen sein können, durch welche die Hand einer Bedienungsperson in die Faltkiste
110 eingreifen kann, und einen Deckel 116, der aus zwei an den langen Seitenwänden
112a der Faltkiste 110 klappbar angeordneten äußeren Schließlaschen 118 und zwei an
den kurzen Seitenwänden 112b der Faltkiste 110 klappbar angeordneten inneren Schließlaschen
120 gebildet ist.
[0029] Die inneren Schließlaschen 120 stützen im eingeklappten Zustand die auf die Oberseite
der inneren Schließlaschen 120 klappbaren äußeren Schließlaschen 118 der Faltkiste
110 ab, erstrecken sich aber von den kurzen Seitenwänden 112b der Faltkiste 110 nicht
bis ganz zur Mitte der Faltkiste 110, so dass zwischen den im eingeklappten Zustand
einander gegenüberstehenden freien Rändern 122 der beiden inneren Schließlaschen 120
des Deckels 116 ein Zwischenraum 124 verbleibt.
[0030] Wie am besten aus den Fig. 3 und 4 zu ersehen ist, umfasst die Transportverpackung
100 ferner verschiedene Verpackungseinsatzteile, die innerhalb der Umverpackung 108
angeordnet sind, um die Spüle 102 abzustützen und zu polstern.
[0031] Diese Verpackungseinsatzteile umfassen einen Bodeneinsatz 126 mit einer Bodenplatte
128 und zwei jeweils längs einer der langen Seitenwände 112a der Faltkiste 110 verlaufenden
Bodenleisten 130; einen Deckeleinsatz 132, der die primär verpackte Spüle 102 nach
oben hin abdeckt und eine Deckelplatte 134 sowie zwei jeweils längs einer der langen
Seitenwände 112a der Faltkiste 110 verlaufende Deckelleisten 136 umfasst; und zwei
Stirnseitenpolster 138, die jeweils zwischen einer Stirnseite der Spüle 102 und einer
kurzen Seitenwand 112b der Faltkiste 110 angeordnet sind.
[0032] Teile der Primärverpackung (Stapeltransportverpackung) der Spüle sind in Fig. 4 mit
140 bezeichnet.
[0033] Der Deckeleinsatz 132 wird durch Faltung aus dem in Fig. 7 dargestellten Wellpappenzuschnitt
hergestellt und ist im einzelnen in den Fig. 5 und 6 dargestellt.
[0034] Der Deckeleinsatz 132 umfasst die im wesentlichen horizontal auf der primär verpackten
Spüle 102 aufliegende Deckelplatte 134, welche an ihren beiden Langseiten jeweils
eine als Polsterelement wirkende Deckelleiste 136 trägt.
[0035] Jede der Deckelleisten 136 ist als eine Wicklung 142 aus Wellpappenmaterial ausgebildet
und umfasst einen ersten äußeren vertikalen Abschnitt 144, der längs einer ersten
Faltlinie 146 an eine Langseite der Deckelplatte 134 angrenzt, einen ersten oberen
horizontalen Abschnitt 148, der längs einer zweiten Faltlinie 150 an den ersten äußeren
vertikalen Abschnitt 144 angrenzt, einen ersten inneren vertikalen Abschnitt 152,
der längs einer dritten Faltlinie 154 an den ersten oberen horizontalen Abschnitt
148 angrenzt, einen von oben an der Deckelplatte 134 anliegenden ersten unteren horizontalen
Abschnitt 156, der längs einer vierten Faltlinie 158 an den ersten inneren vertikalen
Abschnitt 152 angrenzt, einen von innen an dem ersten äußeren vertikalen Abschnitt
144 anliegenden zweiten äußeren vertikalen Abschnitt 160, der längs einer fünften
Faltlinie 162 an den ersten unteren horizontalen Abschnitt 156 angrenzt, einen von
unten an dem ersten oberen horizontalen Abschnitt 148 anliegenden zweiten oberen horizontalen
Abschnitt 164, der über eine sechste Faltlinie 166 an den zweiten äußeren vertikalen
Abschnitt 160 angrenzt, einen von innen an dem ersten inneren vertikalen Abschnitt
152 anliegenden zweiten inneren vertikalen Abschnitt 168, der längs einer siebten
Faltlinie 170 an den zweiten oberen horizontalen Abschnitt 164 angrenzt, und einen
diagonalen Abschnitt 172, der längs einer achten Faltlinie 174 an den zweiten inneren
vertikalen Abschnitt 168 angrenzt und sich von dort diagonal durch den Innenraum 176
der Wicklung 142 bis zu der sechsten Faltlinie 166 zwischen dem zweiten äußeren vertikalen
Abschnitt 160 und dem zweiten oberen horizontalen Abschnitt 164 erstreckt, um die
Wicklung 142 mechanisch zu stabilisieren.
[0036] Zu diesem Zweck ist der diagonale Abschnitt 172 an seinem freien Rand 178 mit mehreren
vorstehenden Einstecklaschen 180 versehen (siehe Fig. 7), welche im gewickelten Zustand
in damit korrespondierende Einstecklöcher 182, die längs der sechsten Faltlinie 166
verlaufen, eingesteckt sind.
[0037] Ferner umfasst der Deckeleinsatz 132 zwei jeweils einstückig mit der Deckelplatte
134 ausgebildete Aussteifungselemente 184, die längs zweier quer zur Längsrichtung
186 des Deckeleinsatzes 132 verlaufender kurzer Ränder 188 sowie längs eines im wesentlichen
parallel zur Längsrichtung 186 des Deckeleinsatzes 132 verlaufenden langen Randes
190 aus dem Wellpappenmaterial der Deckelplatte 134 herausgetrennt und längs einer
parallel zur Längsrichtung 186 des Deckeleinsatzes 132 verlaufenden ersten Faltlinie
192 aus der Ebene der Deckelplatte 134 herausgefaltet sind.
[0038] Jedes der Aussteifungselemente 184 umfasst einen an die erste Faltlinie 192 angrenzenden
und von außen an dem ersten inneren vertikalen Abschnitt 152 einer Deckelleiste 136
anliegenden vertikalen Abschnitt 194, einen von oben an dem ersten oberen horizontalen
Abschnitt 148 der Deckelleiste 136 anliegenden horizontalen Abschnitt 196, der längs
einer zweiten Faltlinie 198 an den vertikalen Abschnitt 194 des Aussteifungselements
184 angrenzt, sowie einen längs einer dritten Faltlinie 200 an den horizontalen Abschnitt
196 angrenzenden Halteabschnitt 202, der sich durch eine an der Deckelleiste 136 im
Bereich der zweiten Faltlinie 150 vorgesehene Durchtrittsöffnung 204 hindurch in die
Deckelleiste 136 hinein erstreckt (siehe Fig. 6).
[0039] Wie aus Fig. 6 zu ersehen ist, erstreckt sich dieser Halteabschnitt 202 in eine an
dem zweiten äußeren vertikalen Abschnitt 160 der Deckelleiste 136 vorgesehene Aussparung
206 hinein und stützt sich mit seinem freien unteren Rand 208 an dem unteren Rand
210 der Aussparung 206 ab, so dass die untere Randfläche der Aussparung 206 als Abstützfläche
für den Halteabschnitt 202 dient.
[0040] Wie aus den Fig. 6 und 7 zu ersehen ist, ist die als Schlitz in dem Wellpappenmaterial
ausgebildete Durchtrittsöffnung 204 gegenüber der zweiten Faltlinie 150 der Deckelleiste
136 etwas zu der dritten Faltlinie 154 der Deckelleiste 136 hin verschoben, so dass
an dem ersten äußeren vertikalen Abschnitt 144 der Deckelleiste 136 in dem die Durchtrittsöffnung
204 berandenden Bereich ein Vorsprung 212 ausgebildet ist, welcher im fertig gewickelten
Zustand der Deckelleiste 136 und bei durch die Durchtrittsöffnung 204 gestecktem Halteabschnitt
202 des Aussteifungselements 184 über die Oberseite 214 des horizontalen Abschnitts
196 des Aussteifungselements 184 nach oben, das heißt zu dem Deckel 116 der Umverpackung
108 hin, vorsteht oder bündig mit der Oberseite 214 des horizontalen Abschnitts 196
des Aussteifungselements 184 abschließt.
[0041] Bei einer (nicht dargestellten) Variante der Transportverpackung 100 ist der obere
Rand des Vorsprungs 212 gegenüber der Oberseite 214 des horizontalen Abschnitts 196
des Aussteifungselements 184 leicht nach unten zurückgesetzt.
[0042] Die Ausrichtung der Wellenkämme des Wellpappenmaterials, aus dem der Deckeleinsatz
132 gebildet ist, ist vorzugsweise so gewählt, dass diese Wellenkämme im wesentlichen
senkrecht zur Längsrichtung 186 des Deckeleinsatzes 132 und somit in dem ersten äußeren
vertikalen Abschnitt 144 der Deckelleiste 136 in vertikaler Richtung verlaufen.
[0043] Der Vorsprung 212 an dem ersten äußeren vertikalen Abschnitt 144 jeder Deckelleiste
136, welcher die Durchtrittsöffnung 204 für den Halteabschnitt 202 des jeweils zugeordneten
Aussteifungselements 184 berandet, bildet somit eine mechanisch besonders belastbare
Abstützung für das verpackte Produkt am Deckel 116 der Umverpackung 108.
[0044] Durch diesen Vorsprung 212 können somit Kräfte besonders gut von dem Deckel 116 zu
der Deckelleiste 136 bzw. in umgekehrter Richtung übertragen werden.
[0045] Der horizontale Abschnitt 196 jedes Aussteifungselements 184 ist bei geschlossener
Umverpackung 108 in dem Zwischenraum 124 zwischen den freien Rändern 122 der inneren
Schließlaschen 120 und zwischen der Oberseite der Deckelleiste 136 und der Unterseite
einer der äußeren Schließlaschen 118 der Umverpackung 108 angeordnet, so dass dieser
Abschnitt des Aussteifungselements 184 das Spiel zwischen der Deckelleiste 136 und
dem Deckel 116 der Umverpackung 108, vorzugsweise auf im wesentlichen Null, reduziert.
Dadurch wird die mögliche Auslenkung der verpackten Spüle 102 gerade im besonders
bruchanfälligen Mittelbereich der Spüle wirksam verringert und somit die Gefahr eines
Bruchs der Spüle, insbesondere einer Spüle aus einem Verbundwerkstoff, in diesem Bereich
erheblich reduziert.
[0046] Außerdem wird durch das in die jeweils zugeordnete Deckelleiste 136 eingesteckte
Aussteifungselement 184 ein Verschluss der Wicklung 142 der betreffenden Deckelleiste
136 und eine zusätzliche Versteifung der Deckelleiste 136 erzielt.
[0047] Da das Material des Aussteifungselements 184 vollständig aus der Deckelplatte 134
des Deckeleinsatzes 132 entnommen wird, ist für die Aussteifung der Transportverpackung
100 mittels der Aussteifungselemente 184 keinerlei erhöhter Materialaufwand erforderlich.
[0048] Von den Stirnseitenpolstern 138 der Transportverpackung 100, die jeweils durch Faltung
aus einem Wellpappenzuschnitt gemäß Fig. 11 hergestellt werden, ist eines in den Fig.
8 bis 10 im Detail dargestellt.
[0049] Dieses Stirnseitenpolster 138 ist als eine Wicklung 216 aus dem Wellpappenmaterial
ausgebildet und umfasst, der Wicklung von innen nach außen folgend, einen ersten inneren
vertikalen Abschnitt 218, einen längs einer ersten Faltlinie 220 an den ersten inneren
vertikalen Abschnitt 218 angrenzenden ersten oberen horizontalen Abschnitt 222, einen
längs einer zweiten Faltlinie 224 an den ersten oberen horizontalen Abschnitt 222
angrenzenden zweiten inneren vertikalen Abschnitt 226, einen längs einer dritten Faltlinie
228 an den zweiten inneren vertikalen Abschnitt 226 angrenzenden ersten unteren horizontalen
Abschnitt 230, einen von außen an dem ersten inneren vertikalen Abschnitt 218 anliegenden
dritten inneren vertikalen Abschnitt 232, der längs einer vierten Faltlinie 234 an
den ersten unteren horizontalen Abschnitt 230 angrenzt, einen von oben an dem ersten
oberen horizontalen Abschnitt 222 anliegenden zweiten oberen horizontalen Abschnitt
236, der längs einer fünften Faltlinie 238 an den dritten inneren vertikalen Abschnitt
232 angrenzt, einen von außen an dem zweiten inneren vertikalen Abschnitt 226 anliegenden
ersten äußeren vertikalen Abschnitt 240, dessen der Spüle 102 zugewandte Seite eine
Abstützfläche 242 für die Spüle 102 bildet und der längs einer sechsten Faltlinie
244 an den zweiten oberen horizontalen Abschnitt 236 angrenzt, einen von unten an
dem ersten unteren horizontalen Abschnitt 230 anliegenden zweiten unteren horizontalen
Abschnitt 246, der längs einer siebten Faltlinie 248 an den ersten äußeren vertikalen
Abschnitt 240 angrenzt, sowie einen von außen an dem dritten inneren vertikalen Abschnitt
232 anliegenden zweiten äußeren vertikalen Abschnitt 250, der längs einer achten Faltlinie
252 an den zweiten unteren horizontalen Abschnitt 246 angrenzt.
[0050] An dem zweiten äußeren vertikalen Abschnitt 250 des Stirnseitenpolsters 138 sind
zwei in der Querrichtung 254 des Stirnseitenpolsters 138 voneinander beabstandete,
im wesentlichen trapezförmige Haltelaschen 256 vorgesehen, welche längs dreier Randabschnitte
258 aus dem Wellpappenmaterial des Stirnseitenpolsters 138 herausgetrennt und längs
jeweils einer Faltlinie 260 mit dem zweiten äußeren vertikalen Abschnitt 250 des Stirnseitenpolsters
138 verbunden sind (siehe Fig. 10 und 11).
[0051] Diese Haltelaschen 256 sind so um die Faltlinien 260 abgeklappt, dass sie sich durch
ebenfalls im wesentlichen trapezförmige, miteinander fluchtende Aussparungen 261 an
dem dritten inneren vertikalen Abschnitt 232 sowie durch ebensolche Aussparungen 263
an dem ersten inneren vertikalen Abschnitt 218 des Stirnseitenpolsters 138 hindurch
erstrecken, um die relative Lage der drei vertikalen Abschnitte 218, 232 und 250 des
Stirnseitenpolsters 138 zueinander zu fixieren und die Wicklung 216 abzuschließen.
[0052] Der erste äußere vertikale Abschnitt 240 des Stirnseitenpolsters 138 ist in einem
Abstützbereich 262, an welchem sich die verpackte Spüle 102 (indirekt über einen Teil
140 der Primärverpackung (Stapeltransportverpackung) der Spüle) an dem Stirnseitenpolster
138 abstützt, mit einer Reihe 264 von mehreren, beispielsweise drei, Ausnehmungen
266 zur lokalen Verringerung der Steifigkeit des Stirnseitenpolsters 138 in dem Abstützbereich
262 versehen.
[0053] Die Ausnehmungen 266 sind kongruent miteinander und im wesentlichen rechteckig, mit
abgerundeten Eckbereichen, ausgebildet.
[0054] Die Ausnehmungen 266 bilden Aussparungen in dem umgebenden Wellpappenmaterial. Die
Ausnehmungen 266 sind ringsum von Wellpappenmaterial umgeben.
[0055] Die zwischen jeweils zwei Ausnehmungen 266 verbleibenden Stege 268 weisen dabei ungefähr
dieselbe Breite, das heißt dieselbe Erstreckung in der Querrichtung 254 des Stirnseitenpolsters
138, auf wie die Ausnehmungen 266.
[0056] Der von innen an dem ersten äußeren vertikalen Abschnitt 240 anliegende dritte innere
vertikale Abschnitt 232 des Stirnseiten polsters 138 ist ebenfalls in dem Abstützbereich
262, auf im wesentlichen derselben Höhe wie der erste äußere vertikale Abschnitt 240,
mit einer Reihe 270 von mehreren, beispielsweise drei, Ausnehmungen 266 zur Verringerung
der Steifigkeit des Stirnseitenpolsters 138 in dem Abstützbereich 262 versehen.
[0057] Dabei können die Ausnehmungen 266 an dem dritten inneren vertikalen Abschnitt 232
des Stirnseitenpolsters 138 im wesentlichen fluchtend mit den Ausnehmungen 266 an
dem ersten äußeren vertikalen Abschnitt 240 des Stirnseitenpolsters 138 ausgebildet
und angeordnet sein.
[0058] Wie aus Fig. 11 zu ersehen ist, ist die Reihe 270 von Ausnehmungen 266 an dem dritten
inneren vertikalen Abschnitt 232 zwischen den Durchtrittsöffnungen 261 für den Durchtritt
der Haltelaschen 256 angeordnet.
[0059] Auch der zweite innere vertikale Abschnitt 226 des Stirnseitenpolsters 138 ist auf
im wesentlichen derselben Höhe wie der erste äußere vertikale Abschnitt 240 und der
dritte innere vertikale Abschnitt 232 mit einer Reihe 272 von Ausnehmungen 266 zur
Verringerung der Steifigkeit des Stirnseitenpolsters 138 zu versehen.
[0060] Die, beispielsweise zwei, Ausnehmungen 266 dieser Reihe 272 sind gegenüber den Ausnehmungen
266 an dem ersten äußeren vertikalen Abschnitt 240 und dem dritten inneren vertikalen
Abschnitt 232 so längs der Querrichtung 254 des Stirnseitenpolsters 238 versetzt,
dass sie jeweils zwischen zwei Ausnehmungen 266 der Reihen 264 bzw. 270 angeordnet
sind und von den Stegen 268 zwischen den Ausnehmungen 266 an dem ersten äußeren vertikalen
Abschnitt 240 überdeckt werden.
[0061] Schließlich ist auch der erste innere vertikale Abschnitt 218 des Stirnseitenpolsters
138 in im wesentlichen derselben Höhe wie der erste äußere vertikale Abschnitt 240,
der dritte innere vertikale Abschnitt 232 und der zweite innere vertikale Abschnitt
226 mit einer Reihe 274 von mehreren, beispielsweise drei, Ausnehmungen 266 zur Verringerung
der Steifigkeit des Stirnseitenpolsters 138 in dem Abstützbereich 262 versehen.
[0062] Diese Reihe 274 von Ausnehmungen 266 ist im wesentlichen fluchtend mit den Reihen
264 und 270 von Ausnehmungen 266 an dem ersten äußeren vertikalen Abschnitt 240 bzw.
an dem dritten inneren vertikalen Abschnitt 232 ausgebildet und somit um die Breite
einer Ausnehmung 266 in der Querrichtung 254 des Stirnseitenpolsters 138 gegenüber
der Reihe 272 von Ausnehmungen 266 an dem zweiten inneren vertikalen Abschnitt 226
des Stirnseitenpolsters 138 versetzt.
[0063] In der Umverpackung 108 sind die beiden Stirnseitenpolster 138 jeweils so zwischen
den Kurzseiten eines umlaufenden Spülenrandes 276 und einer Seitenwand 112 der Umverpackung
108 angeordnet, dass den Spülenrand 276 begrenzende Spülenrandflächen 278 jeweils
quer über die Ausnehmungen 266 in der Abstützfläche 242 der Stirnseitenpolster 138
verlaufen und sich im Bereich der zwischen jeweils zwei der Ausnehmungen 266 liegenden
Stege 268 (indirekt über jeweils einen Teil 140 der Primärverpackung (Stapeltransportverpackung)
der Spüle) an der Abstützfläche 242 der Stirnseitenpolster 138 abstützen.
[0064] Alternativ hierzu kann auch vorgesehen sein, dass eines oder beide der Stirnseitenpolster
138 in der Umverpackung 108 so angeordnet sind, dass die den Spülenrand 276 begrenzenden
Spülenrandflächen 278 jeweils quer über die Haltelaschen 256 verlaufen und sich (indirekt
über jeweils einen Teil 140 der Primärverpackung (Stapeltransportverpackung) der Spüle)
an einem die Haltelaschen 256 und den zwischen den Haltelaschen 256 liegenden Bereich
des zweiten äußeren vertikalen Abschnitts 250 des betreffenden Stirnseitenpolsters
138 umfassenden Abstützbereich 262' abstützen. In diesem Fall bildet die der Spüle
102 zugewandte Seite des zweiten äußeren vertikalen Abschnitts 250 des betreffenden
Stirnseitenpolsters 138 eine Abstützfläche 242' für die Spüle 102.
[0065] Durch die definierte Schwächung der Stirnseitenpolster 138 mittels der im Abstützbereich
262 der Stirnseitenpolster 138 vorgesehenen Ausnehmungen 266 wird ein gleichmäßigerer
Dämpfungsverlauf beim Aufprall der verpackten Spüle 102 auf die Stirnseitenpolster
138 erzielt. Durch diese Optimierung der Dämpfungskurve können die Stirnseitenpolster
138 in einer geringeren Dicke, das heißt mit einer geringeren Ausdehnung in der Längsrichtung
186, ausgeführt werden.
[0066] Die Stirnseitenpolster 138 können eine geringere oder höhere Anzahl von Wicklungslagen
umfassen und/oder durch Wicklungslagen aus einem dünneren oder dickeren Wellpappenmaterial
gebildet sein als dies vorstehend beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt ist.
[0067] Durch die Verwendung von schmaleren Stirnseitenpolstern 138 bei gleicher Dämpfungswirkung
können andere Elemente der Transportverpackung 100, insbesondere der Deckeleinsatz
132, der Bodeneinsatz 126 und die Faltkiste 110, kürzer ausgebildet werden, was zu
einer erheblichen Materialeinsparung führt.
[0068] Alle vorstehend genannten Faltlinien der Transportverpackung 100 können mit einer
Perforation, Rillung oder Ritzung versehen sein, um das Falten des Materials um die
Faltlinie zu erleichtern.
1. Transportverpackung für ein Transportgut, insbesondere eine Spüle (102), umfassend
eine Umverpackung (108) und mindestens ein zwischen dem Transportgut und einem Deckel
(116) oder einem Boden (111) der Umverpackung (108) angeordnetes Polsterelement (136),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transportverpackung (100) mindestens ein Aussteifungselement (184) umfasst, das
aus einer Materiallage eines Verpackungselements (134) der Transportverpackung (100)
herausgetrennt und so aus dieser Materiallage herausgefaltet ist, das es sich zumindest
teilweise in einen Zwischenraum zwischen dem Polsterelement (136) und dem Deckel (116)
bzw. dem Boden (111) der Umverpackung (108) hinein erstreckt.
2. Transportverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aussteifungselement (184) im wesentlichen aus Wellpappe gebildet ist.
3. Transportverpackung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Polsterelement (136) leistenförmig ausgebildet ist und das Aussteifungselement
(184) eine dem Deckel (116) oder dem Boden (111) der Umverpackung (108) zugewandte
Außenfläche des Polsterelements (136) zumindest teilweise überdeckt.
4. Transportverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Polsterelement (136) im wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist.
5. Transportverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umverpackung (108) der Transportverpackung (100) mindestens zwei Laschen (120)
aufweist, deren freie Ränder (122) bei geschlossener Umverpackung (108) voneinander
beabstandet sind, und dass das Aussteifungselement (184) in einem Zwischenraum (124)
zwischen diesen freien Rändern (122) der Laschen (120) der Umverpackung (108) angeordnet
ist.
6. Transportverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Polsterelement (136) eine Durchtrittsöffnung (204) aufweist, durch welche sich
ein Halteabschnitt (202) des Aussteifungselements (184) hindurch erstreckt, um das
Aussteifungselement (184) an dem Polsterelement (136) festzulegen.
7. Transportverpackung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung (204) schlitzförmig ausgebildet ist.
8. Transportverpackung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung (204) von einem Wandabschnitt (144) des Polsterelements (136)
berandet wird, welcher im wesentlichen senkrecht zu dem Deckel (116) oder zu dem Boden
(111) der Umverpackung (108) ausgerichtet ist.
9. Transportverpackung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung (204) von einem Wandabschnitt (144) des Polsterelements (136)
berandet wird, welcher über eine dem Deckel (116) oder dem Boden (111) der Umverpackung
(108) zugewandte Außenfläche des Polsterelements (136) zu dem Deckel (116) bzw. zu
dem Boden (111) der Umverpackung (108) hin vorsteht.
10. Transportverpackung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (202) des Aussteifungselements (184) sich an einer Abstützfläche
(210) des Polsterelements (136) abstützt.
11. Transportverpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Polsterelement (136) eine mehrlagige Wicklung (142) eines Verpackungsmaterials
umfasst und dass in einer innenliegenden Wicklungslage (160) der Wicklung (142) eine
Aussparung (206) vorgesehen ist, an deren Rand (210) sich der Halteabschnitt (202)
des Aussteifungselements (184) abstützt.
12. Transportverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Verpackungselement (134), aus dem das Aussteifungselement (184) herausgetrennt
ist, einstückig mit dem Polsterelement (136) ausgebildet ist.