[0001] Die vorliegende Patentanmeldung betrifft ein biologisch abbaubares Garn aus einem
Kernmaterial aus biologisch abbaubaren Naturfasern und/oder Chemiefasem und einer
Hülle aus einem biologisch abbaubaren Kunststoff.
[0002] Game werden beispielsweise in Form von Bindeschnüren im Hopfenanbau verwendet; ihr
Einsatz ist aber auch in anderen Gebieten z. B. im Weinbau, der Bauindustrie oder
Verpackungsindustrie möglich.
[0003] Gegenwärtig werden im Hopfenanbau überwiegend Drähte aus Elsen als Kletterhilfe für
Hopfenpflanzen eingesetzt. An den Drähten kann die Pflanze nach oben wachsen und damit
die gewünschten Höhen, beim Hopfen bis zu ungefähr 8 Metern, erreichen.
[0004] Die Drähte werden in der Hopfengartenanlage oben an einem Querdraht verknotet und
unten in unmittelbarer Nähe der Hopfenpflanze knapp in den Boden gesteckt. Bei der
Ernte des Hopfens wird der Draht von Hand oder maschinell unten mit der Hopfenpflanze
knapp über der Erde abgeschnitten und oben ebenfalls mit der Hopfenpflanze abgerissen.
[0005] In der Hopfenpflückmaschine wird der Draht zusammen mit den Pflanzenresten der Hopfenpflanze
klein gehäckselt und zum Verrotten bzw. Verrosten auf die Felder verbracht. Bevor
dann im nächsten Frühjahr die Hopfenpflanze erneut auszutreiben beginnt, wird für
jede Hopfenpflanze wieder ein neuer Hopfendraht wie oben beschrieben angebracht.
[0006] Die Hopfendrähte sind derzeit aus Eisen, und zwar in der Regel aus ST 37 und haben
einen runden Querschnitt mit einem Durchmesser von 1,1 und 1,5 mm. Die Hopfenpflanze
benötigt, um sich gut an den Draht festhalten zu können, eine bestimmte Oberflächenrauhigkeit
auf der Drahtoberfläche. Bei dem herkömmlichen Eisendrahtergibt sich diese Oberflächenrauhigkeit
durch den Herstellprozess und dadurch entstehenden Flugrost.
[0007] Der üblicherweise verwendete Eisendraht besitzt jedoch wesentliche Nachteile.
[0008] Ein erster Nachteil ist sein sehr hohes spezifisches Gewicht. Ein größerer Hopfenbauer
besitzt ca. 100.000 Hopfenpflanzen, d.h. er muss jedes Jahr 100.000 Drähte neu anbringen.
Hier hat er ungeheuere Gewichte zu transportieren und auch zu tragen.
[0009] Ein weiterer Nachteil ist der relativ hohe Preis.
[0010] Ebenfalls nachteilig ist, dass beim Häckseln des Drahts ein sehr hoher Verschleiß
an den Häckselmessern auftritt.
[0011] Ein besonderer Nachteil sind die sogenannten "Hopfen-Spikes". Wenn der Hopfenbauer
mit dem Traktor und Wagen das Häckselgut mit den ca. 2 bis 5 Zentimeter langen Eisendrahtstücken
von seinem Bauernhof auf die Felder fährt, kommt es regelmäßig vor, dass solche "Hopfen-Spikes"
auf die Strasse fallen. Beim Überfahren dieser "Hopfen-Spikes" mit dem PKW bohren
sich diese dann in die Reifen und führen zu hohen Schäden.
[0012] Ein weiterer großer Nachteil ist die Anreicherung von umweltschädigenden Stoffen
im Erdreich.
[0013] Für die anderen oben angegebenen Anwendungsgebiete gilt bei Verwendung von Metalldrähten
im Wesentlichen das gleiche.
[0014] Zur Abhilfe der beschriebenen Probleme sind schon vielfach Kunststofffäden aus Monofilen
oder multifile Fäden beschrieben worden. Keine der beschriebenen Fäden hat sich in
der Praxis jedoch durchsetzen können. Dies liegt daran, dass bei allen Fäden aus Kunststoff
jeweils nur eines der beschriebenen Vielzahl an Problemen mehr oder weniger gut gelöst
wurde, die anderen jedoch geblieben sind.
[0015] So ist in der
DE 34 17 543 A1 ein Monofilament zur Heraufführung von Hopfen beschrieben. Hier aller dings wird
eine höchst urnweftschädigende Mischung aus Kunststoffen eingesetzt, nämlich eine
Mischung aus Polyolefinen und Styrolpolymer. Von Styrol ist bekannt, dass es in Verdacht
steht, Krebs zu erzeugen.
[0016] Die
DE-OS 23 44 221 beschreibt Stützschnüre für Pflanzen aus z. B. Polyolefin. Eine Querschnittsveränderung
soll durch einen bei der Extrusion herbeigeführten Schmelzbruch erreicht werden. Dies
allerdings führt zu Festigkeitsschwankungen über die Länge der Schnur. Darüber hinaus
ist die durch Schmelzbruch erreichbare Oberfläche zwar deformiert, aber dennoch nach
wie vor glatt, so dass Pflanzen nur ungenügend Halt finden.
[0017] Die
DE 198 00 842 C2 beschreibt einen Kunststofffaden, der als Monofilament ausgebildet ist, wobei das
Monofilament aus einem Polypropylen besteht und an der Oberfläche zur Verringerung
der Oberflächenglätte behandelt ist, wobei der Kunststofffaden aus biologisch abbaubarem
modifiziertem Polypropylen besteht und zur Festigkeitserhöhung verstreckt ist, und
wobei die Oberfläche des Kunststofffadens durch Profilierung und/oder chemische und
physikalische Prozesse verringert ist. Die am 1. Oktober 2007 offengelegte
ES 2 282 021 offenbart eine recyclingfähige Stütze für vertikale Kulturen, die auf die Befestigung
von Pflanzen in aufrechter Position mittels Klammern oder ähnlichen Vorrichtungen
anwendbar ist und aus einer geflochtenen oder gedrehten Schnur aus Papier oder Cellulose
besteht, welche zusätzlich Wachse und Harze einschließt. Bei den Wachsen kann es sich
um Polyethylenwachse oder paraffinische Wachse handeln, und bei den Harzen kann es
sich um Acrylharze handeln.
[0018] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Garn
mit steuerbarer biologischer Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit sowie ausgezeichneter
Reißfestigkeit und Reißdehnung bereitzustellen.
[0019] Außerdem soll ein Verfahren zur Herstellung derartiger Garne beschrieben werden.
[0020] Überaschenderweise wurde erfindungsgemäß festgestellt, dass durch Kombination eines
Kernmaterials aus biologisch abbaubaren und kompostierbaren Naturfasern und/oder Chemiefasern
mit einem Hüllmaterial aus biologisch abbaubaren und kompostierbaren Biopolymeren
ein Garn mit steuerbarer biologischer Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit sowie ausgezeichneter
Reißfestigkeit und Reißdehnung erhalten werden kann.
[0021] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein biologisch abbaubares und kompostierbares
Garn, das ein Kernmaterial aus Naturfasern und/oder Chemiefasern enthält und ein Hüllmaterial
aus biologisch abbaubaren und kompostierbaren Biopolymeren umfasst.
[0022] Erfindungsgemäß handelt es sich bei den den Kern des erfindungsgemäßen Garns bildenden
Werkstoffen um solche aus Naturfasern wie beispielsweise Baumwolle, Flachs (Leinen),
Hanf, Sisal, Jute, Kokos, Bast, Ramie und/oder Chemiefasern beispielsweise aus natürlichen
Polymeren wie z.B. Viskose, Cellulose, Lyocell und/oder Tencel, sowie Fasern von biologisch
abbaubaren und kompostierbaren aliphatischen und/oder teilaromatischen Polyesteramiden
und/oder aliphatischen und/oder teilaromatischen Polyestern.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die Kernfasem
aus Naturfasern, die aus Baumwolle, Flachs(Leinen), Hanf, Sisal, Cellulose und/oder
Jute bestehen, ausgewählt. Besonders bevorzugt handelt es sich erfindungsgemäß bei
den den Kern bildenden Materialien um Naturfasern aus Sisal, da Sisal eine natürliche
wasserabweisende Wirkung hat.
[0024] Unter dem Begriff "biologisch abbaubar und kompostierbar" werden erfindungsgemäße
biologisch abbaubare und kompostierbare Garne verstanden, die vollständig gemäß DIN
EN 13 432 biologisch abbaubar und kompostierbar sind.
[0025] Das erfindungsgemäße Garn zerfällt nach einer bestimmten, vorgebbaren Zeit und wird
unter Kompostierbedingungen durch die Bakterien und Mikroben im Erdreich in natürliche
Ausscheidungsprodukte umgewandelt, so dass hierbei sogar noch eine natürliche Düngung
erreicht wird.
[0026] Die Zeit, die das erfindungsgemäße Garn bis zum vollständigen Abbau benötigt, ist
in Grenzen (beispielsweise durch den Gewichtsanteil an Hüllmaterial, bezogen auf das
Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen Garns) einstellbar, d.h. das erfindungsgemäße
Garn kann definiert in seiner Abbauzeit auf jeden einzelnen Anwendungsfall eingestellt
werden.
[0027] Durch Variation beispielsweise des Kernmaterials kann ferner die Reißfestigkeit des
erfindungsgemäßen Garns ebenfalls auf jeden speziellen Anwendungsfall eingestellt
werden.
[0028] Werden als Kernmaterial biologisch abbaubare und kompostierbare Fasern aus aliphatischen
und/oder teilaromatischen Polyesteramiden und/oder aliphatischen und/oder teilaromatischen
Polyestern verwendet, kann es sich bei diesen um die folgenden Polymere handeln:
Aliphatische und/oder teilaromatische Polyester:
- A) aus aliphatischen bifunktionellen Alkoholen, bevorzugt linearen C2 bis C10-Dialkoholen wie beispielsweise Ethandiol, Butandiol, Hexandiol oder besonders bevorzugt
Butandiol und/oder gegebenenfalls cycloaliphatischen bifunktionellen Alkoholen, bevorzugt
mit 5 oder 6 C-Atomen im cycloaliphatischen Ring, wie beispielsweise Cyclohexandimethanol,
und/oder teilweise oder vollständig statt der Diole monomeren oder oligomeren Polyolen
auf der Basis von Ethylenglykol, Propylenglykol, Tetrahydrofuran oder Copolymeren
daraus mit Molekulargewichten bis 4000, bevorzugt bis 1000, und/oder gegebenenfalls
geringen Mengen verzweigten bifunktionellen Alkoholen, bevorzugt C3-C12-Alkyldiolen, wie beispielsweise Neopentylglykol, und zusätzlich gegebenenfalls geringen
Mengen höherfunktionellen Alkoholen wie beispielsweise 1,2,3-Propantriol oder Trimethylolpropan
sowie aus aliphatischen bifunktionellen Säuren, vorzugsweise C2-C12-Alkyldicarbonsäuren, wie beispielsweise und bevorzugt Bernsteinsäure, Adipinsäure
und/oder gegebenenfalls aromatischen bifunktionellen Säuren wie beispielsweise Terephthalsäure,
Phthalsäure, Naphthalindicarbonsäure und zusätzlich gegebenenfalls geringen Mengen
höherfunktionellen Säuren wie beispielsweise Trimellitsäure oder
- B) aus säure- und alkoholfunktionalisierten Bausteinen, vorzugsweise mit 2 bis 12
C-Atomen in der Alkylkette beispielsweise Hydroxybuttersäure, Hydroxyvaleriansäure,
Milchsäure, oder deren Derivaten, beispielsweise ε-Caprolacton oder Dilactid,
oder einer Mischung und/oder einem Copolymer enthaltend A und B,
wobei die aromatischen Säuren nicht mehr als 50 Gew.-% Anteil, bezogen auf alle Säuren,
ausmachen.
Aliphatische und/oder teilaromatische Polyesteramide:
C) aus aliphatischen bifunktionellen Alkoholen, bevorzugt linearen C2 bis C10-Dialkoholen wie beispielsweise Ethandiol, Butandiol, Hexandiol oder besonders bevorzugt
Butandiol und/oder gegebenenfalls cycloaliphatischen bifunktionellen Alkoholen, vorzugsweise
mit 5 bis 8 C-Atomen im cycloaliphatischen Ring, wie beispielsweise Cyclohexandimethanol,
und/oder teilweise oder vollständig statt der Diole monomeren oder oligomeren Polyolen
auf der Basis von Ethylenglykol, Propylenglykol, Tetrahydrofuran oder Copolymere daraus
mit Molekulargewichten bis 4000, bevorzugt bis 1000, und/oder gegebenenfalls geringen
Mengen verzweigten bifunktionellen Alkoholen, vorzugsweise mit C2-C12-Alkyldicarbonsäuren, wie beispielsweise Neopentylglykol und zusätzlich gegebenenfalls
geringen Mengen höherfunktionellen Alkoholen wie beispielsweise 1,2,3-Propantriol,
Trimethylolpropan sowie aus aliphatischen bifunktionellen Säuren wie beispielsweise
und bevorzugt Bernteinsäure, Adipinsäure und/oder gegebenenfalls aromatischen bifunktionellen
Säuren wie beispielsweise Terephthalsäure, Isophthalsäure, Naphthalindicarbonsäure
und zusätzlich gegebenenfalls geringen Mengen höherfunktionellen Säuren wie beispielsweise
Trimellitsäure oder
D) aus säure- und alkoholfunktionalisierten Bausteinen, vorzugsweise mit 2 bis 12
C-Atomen in der Kohlenstoffkette, beispielsweise Hydroxybuttersäure, Hydroxyvaleriansäure,
Milchsäure oder deren Derivaten, beispielsweise ε-Caprolacton oder Dilactid,
oder einer Mischung und/oder einem Copolymer enthaltend C) und D),
wobei die aromatischen Säuren nicht mehr als 50 Gew.-% Anteil. bezogen auf alle Säuren,
ausmachen,
E) einem Amidanteil aus aliphatischen und/oder cycloaliphatischen bifunktionellen
und/oder gegebenenfalls geringen Mengen verzweigten bifunktionellen Aminen, bevorzugt
sind lineare aliphatische C2 bis C10-Diamine, und zusätzlich gegebenenfalls geringen Mengen höherfunktionellen Aminen,
unter den Aminen bevorzugt Hexamethylendiamin, Isophorondiamin und besonders bevorzugt
Hexamethylendiamin, sowie aus linearen und/oder cycloaliphatischen bifunktionellen
Säuren, vorzugsweise mit 2 bis 12 C-Atomen in der Alkylkette bzw. C5- oder C6-Ring im Falle von cycloaliphatischen Säuren, bevorzugt Adipinsäure, und/oder gegebenenfalls
geringen Mengen verzweigten bifunktionellen und/oder gegebenenfalls aromatischen bifunktionellen
Säuren wie beispielsweise Terephthalsäure, Isophthalsäure, Naphthalindicarbonsäure
und zusätzlich gegebenenfalls geringen Mengen höherfunktionellen Säuren, vorzugsweise
mit 2 bis 10 C-Atomen, oder
F) aus einem Amidanteil aus säure- und aminfunktionalisierten Bausteinen, vorzugsweise
mit 4 bis 20 C-Atomen in dercycloaliphatischen Kette, bevorzugt ω-Laurinlactam, ε-Caprolactam,
besonders bevorzugt ε-Caprolactam,
oder einer Mischung enthaltend E) und F) als Amidanteil, wobei
der Esteranteil C) und/oder D) mindestens 20 Gew.-%, bezogen auf die Summe aus C),
D), E) und F) beträgt, vorzugsweise der Gewichtsanteil der Esterstrukturen 20 bis
80 Gew.-%, der Anteil der Amidstrukturen 80 bis 20 Gew.-% beträgt.
[0029] Alle als Säuren genannten Monomere können auch in Form von Derivaten wie beispielsweise
Säurechloride oder Ester, sowohl als Monomere als auch als oligomere Ester, eingesetzt
werden.
[0030] Das erfindungsgemäße Garn hat den Vorteil, dass durch die Verwendung von Naturfasern,
wie beispielsweise Baumwolle, Flachs(Leinen), Hanf, Sisal, Jute, Ramie und Kokos,
und/oder Chemiefasern aus natürlichen Polymeren, wie beispielsweise Viskose (eine
Definition dieser Begriffe findet sich z.B. im
Römpp Chemie Lexikon, 9. Auflage, Thieme Verlag, Stuttgart, unter den entsprechenden Stichwörtern) sowie des Hüllmaterials aus Biopolymeren
wegen der biologischen Abbaubarkeit des erfindungsgemäßen Garns eine Bodenbelastung
vermieden wird, wodurch der Bepflanzungszeitraum erhöht wird. Andererseits ist das
erfindungsgemäße Garn anders als Papierbänder so ausreichend beständig, dass seine
Haltbarkeit über die gesamte Wachstumsperiode gewährleistet ist, weil es den Niederschlägen
während dieser Zeit standhält.
[0031] Um das Kernmaterial des erfindungsgemäßen Garns herum befindet sich ein Überzug aus
einem biopolymeren Material. Bei dem das Hüllmaterial bildenden biopolymeren Material
kann es sich um biopolymere Materialien aus Stärke (beispielsweise Maisstärke, Kartoffelstärke,
Weizenstärke, Reisstärke, Tapiokastärke, Sorghumstärke, Maniokstärke, Erbsenstärke,
modifizierte Stärken, Stärkeabbauprodukte), Cyclodextrinen, Polymilchsäure, biologisch
abbaubaren Harzen, Milcheiweiß, Casein, Zucker, Pflanzenölen, Cellulose (beispielsweise
Celluloseacetat), aliphatischen und/oder (teil)aromatischen Polyestern (beispielsweise
den oben beschriebenen), Polyhydroxyalkanoaten und/oder Polyvinylalkohol/Stärke-Mischungen
handeln. Vorzugsweise ist das Hüllmaterial aus pflanzlichen biopolymeren Materialien
und/oder erdölbasierenden biopolymeren Materialien ausgewählt. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist das Hüllmaterial beispielsweise aus Stärke, Polymilchsäure, Cellulose,
Gemischen aus aromatischen und aliphatischen Polyestern und/oder Polyvinylalkohol/Stärke-Mischungen
ausgewählt. Diese biologisch abbaubaren und kompostierbaren Hüllmaterialien können
ferner andere Bestandteile umfassen, vorausgesetzt, dass das erfindungsgemäße Garn
die vollständige biologische Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit gemäß DIN EN 13 432
aufweist. Derartige Hüllmaterialien sind beispielsweise im Handel erhältlich, z.B.
unter der Handelsbezeichnung biomat von der Firma Pro-Tech, ECOFLEX von der Firma
BASF, Materbi von der Firma Novamont, Natureflex von der Firma Inovia Films, oder
Biophan von der Firma Treofan.
[0032] Der Anteil des biopolymeren Hüllmaterials, bezogen auf das Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen
Garns, beträgt üblicherweise 5 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 30 Gew.-%, insbesondere
15 bis 25 Gew.-%.
[0033] Üblicherweise wird das Kernmaterial des erfindungsgemäßen Garns mit einem oder mehreren
der obengenannten Hüllmaterialien beaufschlagt. Durch Wahl und/oder Zusammensetzung
der geeigneten Materialien für das Hüllmaterial lässt sich die Zeitdauer bis zum Einsetzen
des Zersetzungsprozesses des erfindungsgemäßen Garns zeitlich genau steuern. In einer
bevorzugten Ausführungsform kann die Zeitdauer bis zum Einsetzen des Zersetzungsprozesses
des erfindungsgemäßen Garns durch geeignete Wahl der Zusammensetzung des Hüllmaterials,
beispielsweise des Mischungsverhältnisses der verwendeten Hüllmaterialien, eingestellt
werden. Vorzugsweise weist das Hüllmaterial eine Mischung aus pflanzlichen und erdölbasierenden
Biopolymeren in einem Verhältnis von 1:1 bis 1:5, insbesondere 1:2 bis 1:4, noch besser
1:2 bis 1:3 auf. Bei den verwendeten pflanzlichen Biopolymeren kann es sich beispielsweise
um Stärke, Cellulose und/oder Pflanzenöle handeln, die verwendeten erdölbasierenden
Biopolymere sind beispielsweise Polyhydroxyalkanoate oder Polyester. In einer speziellen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht das Hüllmaterial aus einer Mischung
aus pflanzlichen Biopolymeren wie z.B Maisstärke und erdölbasierenden Biopolymeren
wie Polyhydroxyalkanoaten oder Polyestern im Verhältnis von 1:3. Hierdurch wird erreicht,
dass das erfindungsgemäße Garn einen Zersetzungsbeginn von innerhalb von sechs Monaten
aufweist.
[0034] In einer weiteren speziellen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht das
Hüllmaterial aus einer Mischung aus pflanzlichen Biopolymeren wie z.B Maisstärke und
erdölbasierenden Biopolymeren wie Polyhydroxyalkanoaten oder Polyestern im Verhältnis
von 1:2. Hierdurch wird erreicht, dass das erfindungsgemäße Garn einen Zersetzungsbeginn
innerhalb von vier Monaten aufweist. Andere Mischungsverhältnisse können zu einer
Verlängerung oder Verkürzung der Abbauzeit führen.
[0035] Die Applikation des Hüllmaterials auf das Kernmaterial des erfindungsgemäßen Garns
kann beispielsweise durch Umhüllen, Verschweißen, Verschmelzen, Verkleben, maschinelles
Verbinden, Aufschrumpfen oder Tauchbeschichten erfolgen.
[0036] In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann das Hüllmaterial in Form
einer Folie um das Kernmaterial herum gewickelt werden. Die Folie des Hüllmaterials
kann dabei eine Dicke in einem Bereich zwischen 0,001 und 0,2 mm, vorzugsweise in
einem Bereich von 0,01 bis 0,1 mm, insbesondere in einem Bereich von 0,02 bis 0,08
mm aufweisen.
[0037] Erfindungsgemäß haben sich beispielsweise Kordelmaschinen zum Wickeln des Hüllmaterials,
das beispielsweise in Form von Folien vorliegt, auf das Kernmaterial als vorteilhaft
erwiesen. Eine Umhüllung kann erfindungsgemäß in einer anderen Ausführungsform unter
Verwendung einer Schlauchfolienblasvorrichtung erfolgen, wobei die Hülle auf das Kernmaterial
aufgeblasen wird.
[0038] Wie oben ausgeführt, kann das erfindungsgemäße Garn beispielsweise hergestellt werden,
indem unter Verwendung von an sich bekannten textilen Verarbeitungsverfahren, wie
beispielsweise Spinnen, Zwirnen, Flechten, Häkeln, Klöppeln, Stricken, Weben und/oder
Wirken, die beispielsweise in Form von Stapelfasergamen (Spinnfasergarnen) oder Filamentgarnen
vorliegenden Kernmaterialien aus Naturfasern und/oder Chemiefasern aus natürlichen
Polymeren zusammengeführt oder als Faser verfestigt werden, so dass eine Festigkeit
des erfindungsgemäßen Garns von mindestens 450 N erreicht wird.
[0039] Gute Ergebnisse wurden auch mit Lyocellfasem und Tencelfasern erzielt, die gesponnen,
verzwirnt oder geflochten werden. Tencelfasern eignen sich gut. Lyocell ist der Gattungsbegriff
für lösungsmittelgesponnene Cellulosefasern, die nach dem NMMO- bzw. Lyocell-Verfahren
hergestellt werden. Lyocellfasern sind beispielsweise von den Firmen Lenzing AG und
Courtaulds Fibres, Coventry/Großbritannien, erhältlich. Tencelfasern sind eine Weiterentwicklung
und ebenfalls von der Firma Courtaulds erhältlich. Tencel ist ein eingetragenes Warenzeichen.
Diese Fasern haben den Vorteil, dass ihre Trockenfestigkeit höher ist als die jeder
anderen kommerziellen Cellulose-Stapelfaser, im nassen Zustand ist diese Festigkeit
noch ausgeprägter. Trocken ist die Festigkeit zweimal so hoch wie bei herkömmlichen
Viskosefasern und nass dreimal so hoch.
[0040] In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Kernmaterial vor Aufbringen des Hüllmaterials
mit einem Kleber beaufschlagt werden. Als Klebematerial eignen sich erfindungsgemäß
solche, die sich mit dem Kernmaterial und dem Hüllmaterial verbinden und biologisch
abbaubar sind. Als Beispiele lassen sich Kleber auf Stärkebasis oder auf Basis von
Polyvinylalkohol nennen. Diese sind dem Fachmann auf dem einschlägigen Fachgebiet
bekannt und im Handel erhältlich. Beispielsweise lassen sich die folgenden nennen:
Planatol-Kleber auf Stärkebasis, Dispersionen auf Basis von Polyvinylalkohol wie z.B.
Helmitin Kleber L 93/22-01 der Firma Forbo Helmitin, oder der Dispersionskleber Adhesin
der Fa. Henkel.
[0041] Durch die Mitverwendung eines Klebers kann die Reißfestigkeit des erfindungsgemäßen
Garns erhöht und die Verbindung zwischen Kernmaterial und Hülle verbessert werden.
Beispielsweise wird der Kleber in einem Anteil von 5 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das
Gewicht des Kernmaterials, aufgetragen. Bevorzugt liegt die Auftragsmenge in einem
Bereich von 5 bis 20, idealerweise zwischen 7 und 10 Gew.-%. Durch die Mitverwendung
eines Klebers kann das erfindungsgemäße Garn beispielsweise eine Reißfestigkeit von
mindestens 500 N und eine Reißdehnung von höchstens 4 % erreichen.
[0042] Ferner kann bei Mitverwendung eines Klebers beispielsweise durch Wahl des geeigneten
Herstellungsverfahrens des erfindungsgemäßen Garns der applizierte Kleber in das Kernmaterial
fest eingearbeitet werden. So wird der Kleber beispielsweise nach Applikation auf
das Kernmaterial unter Verwendung einer Seilereimaschine in die Fasern des Kernmaterials
eingepresst, wodurch die Festigkeit des erfindungsgemäßen Garns deutlich steigt.
[0043] Erfolgt die Aufbringung des Hüllmaterials auf das Kernmaterial beispielsweise durch
Aufschmelzen, entsteht auf der Oberfläche des erfindungsgemäßen Garns eine natürliche
Rauhigkeit, wodurch das Pflanzenwachstum an dem erfindungsgemäßen Garn entlang verbessert
wird. Das Aufschmelzen des Hüllmaterials kann erfindungsgemäß beispielsweise bei Temperaturen
zwischen 50 und 200 °C, vorzugsweise zwischen 80 und 150 °C, insbesondere zwischen
100 und 130°C, je nach verwendetem Hüllmaterial erfolgen.
[0044] Das erfindungsgemäße Garn kann die verschiedensten geometrischen Formen haben, beispielsweise
rund, flach, mehrkantig, oval usw. Idealerweise hat das erfindungsgemäße Garn jedoch
eine runde Form. Die Dicke des erfindungsgemäßen Garns kann in einem Bereich von 0,5
bis 10 mm, vorzugsweise 1 bis 8 mm, insbesondere 2 bis 6 mm, liegen.
[0045] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besitzt das erfindungsgemäße
Garn eine S-Drehung. Diese unterstützt das Wachstum der Pflanze und kann beispielsweise
unter Verwendung einer Seilereimaschine erzeugt werden. Erfindungsgemäß haben sich
dabei Schlaglängen in einem Bereich von 0,5 bis 4 cm, vorzugsweise 1 bis 3 cm, insbesondere
1,5 bis 2,5 cm als günstig erwiesen.
Beispiel
[0046] Ausgangsmaterial ist eine Sisalkordel mit einem Durchmesser von ca. 2,5 mm und einer
Grundfestigkeit von ca. 400 N. Die Sisalkordel wird mittels eines Flyers von der Vorlagespule
abgerollt und durch ein Leimbad gezogen, wobei der überflüssige Leim vor Verlassen
der Leimstation von der Kordel abgestreift wird. Unmittelbar vor dem Einzug in eine
handelsübliche Kordel-/Seilereimaschine, die so eingerichtet ist, dass das fertige
Garn eine S-Drehung mit einer Schlaglänge von 1,5 cm erhält, wird die Sisalkordel
mit einer 2 cm breiten und 0,03 mm starken biopolymeren Folie der Fa. Wenterra mit
der Bezeichnung WBA 2000 umwickelt und durch einen Nipper gezogen und verpresst. Direkt
nach Verlassen des Nippers wird die umwickelte Kordel mittels Heißluft miteinander
verschmolzen und verfestigt und erhält durch das Rückdrehen der Kordel-/Seilereimaschine
seine Endfestigkeit von mehr als 500 N und seine aufgeraute Oberfläche.
Patentansprüche für folgende(n) Vertragsstaat(en): AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK,
EE, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, MT, NL, PL, PT, RO, SE, SI,
SK, TR
1. Biologisch abbaubares und kompostierbares Garn, das ein Kernmaterial aus Naturfasern
und/oder Chemiefasern enthält und ein Hüllmaterial aus biologisch abbaubaren und kompostierbaren
Biopolymeren umfasst.
2. Garn nach Anspruch 1, wobei das Kernmaterial aus Sisal besteht.
3. Garn nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Hüllmaterial aus Polymilchsäure besteht.
4. Garn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anteil des Hüllmaterials,
bezogen auf das Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen Garns, 5 bis 40 Gew.-% beträgt.
5. Verfahren zur Herstellung eines Garns nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei auf
einer Kordelmaschine ein Kernmaterial aus Naturfasern und /oder Chemiefasern mit einem
Hüllmaterial aus biologisch abbaubaren und kompostierbaren Biopolymeren umwickelt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das Verfahren ferner die Stufe des Aufschmelzens
des Hüllmaterials auf dem Kernmaterial umfasst.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Aufschmelzen durch Applikation von Heissluft
erfolgt.
Patentansprüche für folgende(n) Vertragsstaat(en): ES
1. Biologisch abbaubares und kompostierbares Garn, das ein Kernmaterial aus Naturfasern
und/oder Chemiefasern enthält und ein Hüllmaterial aus biologisch abbaubaren und kompostierbaren
Biopolymeren umfasst, wobei gilt, dass die biologisch abbaubaren und kompostierbaren
Biopolymere aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus Stärke, Cyclodextrinen, Polymilchsäure,
biologisch abbaubaren Harzen, Milcheiweiß, Casein, Zucker, Pflanzenölen, Cellulose,
aliphatischen und/oder (teil)aromatischen Polyestern, Polyhydroxyalkenoaten und Polyvinylalkohol/Stärke-Mischungen
besteht.
2. Garn nach Anspruch 1, wobei das Kernmaterial aus Sisal besteht.
3. Garn nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Hüllmaterial aus Polymilchsäure besteht.
4. Garn nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anteil des Hüllmaterials,
bezogen auf das Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen Garns, 5 bis 40 Gew.-% beträgt.
5. Verfahren zur Herstellung eines Garns nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei auf
einer Kordelmaschine ein Kernmaterial aus Naturfasern und /oder Chemiefasern mit einem
Hüllmaterial aus biologisch abbaubaren und kompostierbaren Biopolymeren umwickelt
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das Verfahren ferner die Stufe des Aufschmelzens
des Hüllmaterials auf dem Kernmaterial umfasst.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Aufschmelzen durch Applikation von Heissluft
erfolgt.
Claims for the following Contracting State(s): AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE,
FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, MT, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK,
TR
1. Biodegradable and compostable twine, which contains a core material of natural fibres
and/or synthetic fibres and comprises a cover material of biodegradable and compostable
biopolymers.
2. Twine according to claim 1, wherein the core material consists of sisal.
3. Twine according to either claim 1 or claim 2, wherein the cover material consists
of polylactic acid.
4. Twine according to any one of the preceding claims, wherein the proportion of the
cover material is 5 to 40 % by weight based on the total weight of the twine according
to the invention.
5. Method for the production of a twine according to any one of claims 1 to 4, wherein
a cover material of biodegradable and compostable biopolymers is wrapped around a
core material of natural fibres and/or synthetic fibres on a cording machine.
6. Method according to claim 5, wherein the method further comprises the step of melting
the cover material onto the core material.
7. Method according to claim 6, wherein the melting is carried out by applying hot air.
Claims for the following Contracting State(s): ES
1. A biodegradable and compostable twine which contains a core material of natural fibers
and/or chemical fibers and a sheath material of biodegradable and compostable biopolymers,
wherein the biodegradable and compostable biopolymers are selected from the group
consisting of starch, cyclodextrins, polylactic acid, biodegradable resins, milk protein,
casein, sugar, vegetable oils, cellulose, aliphatic and/or (partially) aromatic polyesters,
polyhydroxyalkenoates, and polyvinyl alcohol/starch mixtures.
2. A twine according to claim 1, wherein the core material consists of sisal.
3. A twine according to claim 1 or claim 2, wherein the sheath material consists of polylactic
acid.
4. A twine according to one of the preceding claims, wherein the amount of sheath material
based on the total weight of the inventive twine is 5-40 wt.%.
5. A method for the production of a twine according to one of claims 1-4, wherein a core
material of natural fibers and/or chemical fibers is wrapped with a sheath material
of biodegradable and compostable biopolymers on a cording machine.
6. A method according to claim 5, wherein the method also comprises the stage of fusing
the sheath material onto the core material.
7. A method according to claim 6, wherein the fusion step is carried out by the application
of hot air.
Revendications pour l'(les) Etat(s) contractant(s) suivant(s): AT, BE, BG, CH, CY,
CZ, DE, DK, EE, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, MT, NL, PL, PT,
RO, SE, SI, SK, TR
1. Fil biologiquement dégradable et compostable, qui renferme un matériau d'âme en fibres
naturelles et/ou en fibres chimiques et un matériau de gaine en biopolymères biologiquement
dégradables et compostables.
2. Fil suivant la revendication 1, dans lequel le matériau d'âme se compose de sisal.
3. Fil suivant l'une des revendications 1 et 2, dans lequel le matériau de gaine se compose
d'acide polylactique.
4. Fil suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel le pourcentage du matériau
de gaine, par rapport au poids total du fil conforme à l'invention, est de 5 à 40%
en poids.
5. Procédé de fabrication d'un fil suivant l'une des revendications 1 à 4 dans lequel,
sur une machine de guipage, un matériau d'âme en fibres naturelles et/ou en fibres
chimiques est enroulé d'un matériau de gaine en biopolymères biologiquement dégradables
et compostables.
6. Procédé suivant la revendication 5, dans lequel le procédé comprend en outre l'étape
de la fusion du matériau de gaine sur le matériau d'âme.
7. Procédé suivant la revendication 6, dans lequel la fusion s'effectue par application
d'air chaud.
Revendications pour l'(les) Etat(s) contractant(s) suivant(s): ES
1. Fil biologiquement dégradable et compostable, qui renferme un matériau d'âme en fibres
naturelles et/ou en fibres chimiques et un matériau de gaine en biopolymères biologiquement
dégradables et compostables, à la condition que les biopolymères biologiquement dégradables
et compostables soient choisis dans le groupe composé de l'amidon, des cyclodextrines,
de l'acide polylactique, des résines biologiquement dégradables, de l'albumine du
lait, de la caséine, du sucre, des huiles végétales, de la cellulose, des polyesters
aliphatiques et/ou (partiellement)aromatiques, des polyhydroxyalcénoates et des mélanges
d'alcool polyvinylique/amidon.
2. Fil suivant la revendication 1, dans lequel le matériau d'âme se compose de sisal.
3. Fil suivant l'une des revendications 1 et 2, dans lequel le matériau de gaine se compose
d'acide polylactique.
4. Fil suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel le pourcentage du matériau
de gaine, par rapport au poids total du fil conforme à l'invention, est de 5 à 40%
en poids.
5. Procédé de fabrication d'un fil suivant l'une des revendications 1 à 4 dans lequel,
sur une machine de guipage, un matériau d'âme en fibres naturelles et/ou en fibres
chimiques est enroulé d'un matériau de gaine en biopolymères biologiquement dégradables
et compostables.
6. Procédé suivant la revendication 5, dans lequel le procédé comprend en outre l'étape
de la fusion du matériau de gaine sur le matériau d'âme.
7. Procédé suivant la revendication 6, dans lequel la fusion s'effectue par application
d'air chaud.