[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbringen einer genau dosierbaren Menge
Quecksilber in das Entladungsgefäß einer Lampe, insbesondere in eine gerade Leuchtstofflampe,
wobei das Entladungsgefäß an eine Lampenaufnahme angeschlossen und über die Lampenaufnahme
mit einem Gasstrom beaufschlagt wird und weiterhin über einen Quecksilbereinbringungskanal
mit einer vorgegebenen Menge an Quecksilber befüllt wird. Weiter betrifft die Erfindung
eine entsprechende Einrichtung.
[0002] Leuchtstofflampen werden auf vollautomatischen Produktionsmaschinen hergestellt,
wobei dort Lampenrohlinge in horizontaler Lage verschiedene Prozesse durchlaufen.
Hierzu zählen: Die in das Entladungsgefäß aufgeschlämmten Leuchtstoffe auszubacken,
endseitig am Entladungsgefäß eine Elektrode einzuschmelzen, das Entladungsgefäß zu
evakuieren, das Entladungsgefäß mit einem inerten Füllgas zu befüllen, eine vorbestimmte
Menge an Quecksilber einzubringen und anschließend das Entladungsgefäß an beiden Enden
des Entladungsrohres luftdicht zu verschließen.
[0003] In den Dokumenten
US 2 699 279,
2 842 290 und
US 2 726 799 wird beschrieben, wie flüssiges Quecksilber aus einem Behälter als Teil einer vollautomatischen
Produktionsmaschine für das Evakuieren und Befüllen von geraden Entladungsgefäßen
mit inertem Füllgas und Quecksilber, dosiert wird. Derartige vollautomatische Produktionsmaschinen
sind weit verbreitet und seit vielen Jahren im Einsatz.
[0004] Eine alternative Vorgehensweise, Quecksilber in das Entladungsgefäß von Leuchtstofflampen
einzubringen, wird in der
WO 97/19461 angegeben. Bei dem dort angegebenen Verfahren wird an den Elektroden ein mit einer
Quecksilber-Verbindung beschichtetes Metallband angebracht. Nachdem das Entladungsgefäß
luftdicht verschlossen, insbesondere zugeschmolzen ist, wird das Metallband samt der
darauf befindlichen Quecksilber-Verbindung induktiv erhitzt und das Quecksilber freigesetzt.
[0005] Das Erhitzen des Quecksilberbandes in der fertigen Lampe hat zur Folge, dass eventuell
andere, unerwünschte Bestandteile, insbesondere H
2 aus dem Metallband freigesetzt werden, welche die Zünd- und Brenneigenschaften der
Lampe äußerst negativ beeinflussen.
[0006] Um diese störenden Materialien zumindest teilweise aufzufangen, wird meist zusätzlich
auf dem Metallband noch ein Gettermaterial angebracht, welches selbst zu seiner Aktivierung
ebenfalls induktiv erwärmt werden muss. Die zur Aktivierung des Getters bzw. zur Freisetzung
des Quecksilbers notwendige Erwärmung wird durch induktive Energieeinbringung erzielt,
wobei zur Erhitzung des Metallbandes auf 900° bis 1.000° über einen Zeitraum von 10
bis 30 Sekunden ein sehr starkes elektromagnetisches Wechselfeld angelegt werden muss.
Eine gewisse Abstrahlung der Antenne in der Fertigungshalle, die z.B. Personen mit
Herzschrittmachern negativ beeinflussen könnte, lässt sich nicht vermeiden. Der Energieaufwand
bei einem Lampendurchsatz von 7000/h ist beträchtlich und der energetische Wirkungsgrad
dieses Verfahrens äußerst niedrig. Die Herstellung des Metallbandes mit aufgepressten
Quecksilber- und Getterverbindungen (üblicherweise in verschweißter Ringform) und
die Handhabung in der Lampenfertigung machen die Getterbandtechnik sehr aufwendig
und teuer.
[0007] Bei der eingangs erwähnten Methode der Hg-Flüssig-Dosierung ist die Streuung der
dosierten Menge sehr groß. Je nach Lampentyp, Leuchtstoff und weiteren spezifischen
Konstruktionsmerkmalen findet ein Verzehr des eingebrachten Quecksilbers während der
Lebensdauer, die in der Größenordnung von 20.000 Stunden liegen sollte, statt. Deshalb
muss in der Regel überdosiert werden, um die für den Betrieb erforderliche Mindestmenge
an Quecksilber zu sichern und die vorgesehene mittlere Lebensdauer der Lampe zu garantieren.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demgegenüber darin, ein Verfahren
zum Einbringen einer genau dosierbaren Menge Quecksilber in das Entladungsgefäß von
Lampen anzugeben, mit dem sich die Dosierung wesentlich genauer als beim Stand der
Technik vornehmen lässt. Weiterhin soll eine entsprechende Einrichtung angegeben werden.
[0009] Diese Aufgabe wird nach einem Kerngedanken der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst,
dass in einem Vorbereitungsschritt bei oder nach der Dosierung der einzubringenden
Quecksilbermenge das Quecksilber in einem Dosiervolumen in Form eines einzigen, zusammenhängenden
Tropfens gebracht wird, anschließend in einem Befüllungsschritt die gesamte einzubringende
Menge an Quecksilber unter Beibehaltung des zuvor geformten Tropfens in das Entladungsgefäß
transportiert wird und wobei ein Umschaltmechanismus vorgesehen ist, der während des
Vorbereitungsschrittes den Gasstrom über einen Bypasskanal an dem Tropfen vorbeiführt
und während des Befüllschrittes den Bypasskanal sperrt, derart dass der Gasstrom während
der Sperrung des Bypasskanals über das Dosiervolumen geführt ist und den Tropfen in
das Entladungsgefäß mitreißt.
[0010] Eine Kernüberlegung besteht folglich darin, den gesamten Gasstrom für den Prozess
des Einbringens hinter den bereits vordosierten Tropfen aus Quecksilber zu bringen,
um den Tropfen durch den Gasstrom in das Entladungsgefäß mitreißen zu lassen.
[0011] Obwohl die Dosierung des Tropfens bereits auch räumlich getrennt bzw. zeitlich weit
voraus vorgenommen werden könnte, wird es bevorzugt, wenn die Dosierung durch bzw.
innerhalb des Dosiervolumens erfolgt. Jedoch wird sichergestellt, dass exakt die vordosierte
Menge an Quecksilber zur Befüllung in das Entladungsgefäß bereitsteht.
[0012] Nach einem weiteren, bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird der Tropfen
als Gebilde von zumindest annähernd kugelförmiger Gestalt ausgebildet. Die Einrichtung
ist dementsprechend in einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung mit einer Dosierungsbohrung
versehen, die so bemessen ist, dass sich der Tropfen darin zu einer einzigen, durch
die Dosierungsbohrung im Umfang auf einen vorbestimmten Durchmesser festgelegten Kugel
ausbildet.
[0013] Entsprechend ist die Dosierungsbohrung anders als im Stand der Technik so ausgelegt,
dass der Tropfen nur als eine Kugel Platz hat, was auch als unabhängiger Gedanke der
vorliegenden Erfindung beansprucht wird. Beim Stand der Technik dagegen war die Dosierungsbohrung
langgestreckt ausgebildet, so dass sich das Quecksilber in eine Mehrzahl kleiner Kugeln
aufgeteilt hat. Diese Aufteilung ist jedoch nicht reproduzierbar, die Kugeln sind
klein und werden schlecht gefördert.
[0014] In der bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wirken jedoch die erfindungsgemäße
Dosierung des Quecksilbers unter Ausbildung einer einzigen Kugel sowie die prozesstechnische
Abstimmung hinsichtlich der Umlenkung des Gasstromes zusammen.
[0015] Um das Einbringen des Tropfens aus Quecksilber noch zu verbessern, werden vorteilhafterweise
Umlenkungen mit Winkeln größer oder gleich 90° vermieden. Beispielsweise kann der
Tropfen über zwei Umlenkungen mit jeweils etwa 45° geführt werden. Alternativ ist
es auch denkbar, den Tropfen in einem, insbesondere stetig gekrümmten Kanal, insbesondere
durch Vorsehen eines gekrümmten Beschleunigungskanals zu führen derart, dass scharfe
Winkel gänzlich vermieden sind. Gerade bei Vorsehen eines gekrümmten Beschleunigungskanals
kann weiter vorgesehen werden, dass dieser knickfrei und/oder stufenfrei in den Beschickungskanal
mündet. Die vorstehenden Aspekte werden auch unabhängig von der Ausbildung genau eines
Tropfens oder der Umlenkung des Gasstromes als selbständig erfinderisch beansprucht.
[0016] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung wird der Tropfen aus Quecksilber so geführt,
dass bei Übergängen Stufen bzw. Kanten in Einbringungsrichtung vermieden sind. Entsprechende
Übergänge können entweder völlig plan ausgebildet werden oder der Tropfen kann so
geführt werden, dass sich der Durchmesser von Führungseinrichtungen an den Übergängen
erweitert, so dass der Tropfen aus Quecksilber in Bewegungsrichtung auf kein Hindernis
trifft.
[0017] Nach einem besonderen Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das Dosiervolumen als
Dosierungsbohrung ausgebildet sein und eine Länge aufweisen, die in etwa dem Durchmesser
eines in den Querschnitt der Dosierungsbohrung einbeschriebenen Kreises entspricht.
[0018] Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung kann die Länge der Dosierungsbohrung
auch etwas kürzer als der Durchmesser eines in den Querschnitt der Dosierungsbohrung
einbeschriebenen Kreises bemessen sein, um sicherzustellen, dass sich beim Abschneiden
des Quecksilber-Stroms oberhalb der Dosierungsbohrung trotz der hohen Oberflächenspannung
des Quecksilbers in der Dosierungsbohrung tatsächlich nur genau ein Tropfen bildet.
[0019] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird in vorrichtungstechnischer Hinsicht auch
durch eine Einrichtung zum Einbringen einer genau dosierbaren Menge an Quecksilber
in das Entladungsgefäß von Lampen, insbesondere gerader Leuchtstofflampen, umfassend
mindestens eine Lampenaufnahme, an der das Entladungsgefäß angeschlossen ist, gelöst,
wobei die Einrichtung sich weiterhin dadurch auszeichnet, dass die Lampenaufnahme
einen Beschickungskanal aufweist, der mit dem Inneren des Entladungsgefäßes kommuniziert
und eine Dosiereinheit vorgesehen ist, die eine vorgegebene Menge an Quecksilber in
einem Dosiervolumen vordosiert und die im Dosiervolumen vordosierte Menge an Quecksilber
an den Beschickungskanal zwecks Einbringung in das Entladungsgefäß übergibt, wobei
das Dosiervolumen so bemessen ist, dass sich das Quecksilber darin zu einem einzigen
Tropfen ausbildet und wobei die Dosiereinheit einen Umschaltmechanismus aufweist,
um einen am Dosiervolumen vorbei durch einen Bypasskanal strömenden Gasstrom bedarfsweise
sperren und/oder umleiten zu können.
[0020] Auch hier besteht die Kernüberlegung darin, bedarfsweise den Gasstrom beim Einbringen
des Tropfens aus Quecksilber derart umzuleiten, dass der Tropfen durch den Gasstrom
in das Entladungsgefäß mitgerissen wird.
[0021] Besonders bevorzugt ist, wenn das Dosiervolumen als Dosierungsbohrung ausgebildet
und so bemessen ist, dass sich ein Tropfen von zumindest annähernd kugelförmiger Gestalt
ausbildet.
[0022] Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Dosierungsbohrung der
erfindungsgemäßen Einrichtung mit Wänden ausgebildet, die so geformt bzw. zueinander
ausgerichtet sind, dass der zumindest annährend in Kugelform ausgebildete Tropfen
nur punkt- bzw. abschnittsweise die Wände der Dosierungsbohrung berührt. Die Ausbildung
einer Kugel bzw. der Kugelform angenäherten kompakten Gebildes wird so begünstigt;
gleichzeitig werden Reibungskräfte bei der anschließenden Freigabe aus der Dosierungsbohrung
reduziert.
[0023] Konkret kann die Dosierungsbohrung in einer bevorzugten Ausgestaltung als Ausnehmung
mit einer Querschnittsform im Wesentlichen in Gestalt eines gleichschenkligen Dreiecks
ausgebildet sein. Hierbei können die Schenkel des gleichschenkligen Dreiecks in einer
ersten Ausgestaltung geradlinig verlaufend angeordnet sein, in einer alternativen
Ausgestaltung können sie bezogen auf das Innere der Dosierungsbohrung auch konvex
oder konkav verlaufend ausgebildet sein.
[0024] Nach einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist zwischen Dosiereinheit
und Beschickungskanal ein Beschleunigungskanal vorgesehen, der so ausgerichtet ist,
dass der Tropfen unter Ausnutzung der Gravitationskraft mit einem zusätzlichen gravitationsbedingten
Impuls in den Beschickungskanal überführt wird. Beim Stand der Technik trifft das
in eine Mehrzahl einzelner Kugeln aufgeteilte Quecksilber ebenfalls durch Gravitationskraft
beschleunigt auf den Beschickungskanal. Dies erfolgt beim Stand der Technik jedoch
im rechten Winkel, so dass kein in Längsrichtung des Beschickungskanals wirksamer
Impulsanteil verbleibt. Erfindungsgemäß wird dagegen ein zusätzlicher gravitationsbedingter
Impuls für den Transport des Quecksilbers innerhalb des Beschickungskanals in Richtung
auf das Entladungsgefäß ausgenutzt. Dieser Aspekt wird auch unabhängig von der Ausbildung
des Quecksilbers in Form eines einzigen Tropfens oder der Umleitung des Gasstromes
als Erfindung beansprucht.
[0025] Beschleunigungskanal und Beschickungskanal können relativ zueinander so angeordnet
sein, dass der Beschleunigungskanal unter einem Winkel < 90°, vorzugsweise < 60°,
weiter vorzugsweise < 50° in den Beschickungskanal mündet. Hierdurch wird ein ungestörter
Transport des Quecksilbers aus dem Beschleunigungskanal in den Beschickungskanal sichergestellt.
[0026] Nach einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung, mündet der Bypasskanal
in den Beschickungskanal und weist eine oder mehrere dem Entladungsgefäß abgewandte
Einströmöffnungen zur Beschickung des Entladungsgefäßes mit einem Gasstrom, insbesondere
mit inertem Füllgas auf.
[0027] Nach einem besonderen Aspekt der vorliegenden Erfindung lassen sich die zumindestens
eine, vorzugsweise zwei oder mehreren Einströmöffnungen mit Abdeckungen verschließen,
wobei die Einströmöffnungen hierbei relativ zum Beschickungskanal außeraxial angeordnet
sind.
[0028] Nach einem besonderen Aspekt der vorliegenden Erfindung können Einströmöffnung(en)
und Abdeckung(en) durch Verdrehen der Einströmöffnungen relativ zu den Abdeckungen
bzw. der Abdeckungen relativ zu den Einströmöffnungen geöffnet bzw. verschlossen werden.
[0029] Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst die Dosiereinheit eine
Kipplöffeleinheit, die koaxial zum Beschickungskanal gelagert ist und zwischen einer
Dosierposition und einer Freigabeposition verkippt werden kann, wobei die Verkippung
mit der Drehung der Lampenaufnahme dadurch erfolgt, dass der Schwerpunkt der Kipplöffeleinheit
durch ihre geometrische Ausgestaltung und/oder durch ein zusätzliches Trimmgewicht
deutlich außerhalb ihrer Drehachse um den Beschickungskanal liegt. In dieser Ausgestaltung
ist ein separater Antrieb der Kipplöffeleinheit nicht erforderlich; vielmehr erfolgt
der Wechsel zwischen Dosierposition und Freigabeposition alleine aufgrund einer durch
die Schwerkraft ausgelösten Kippbewegung mit Drehung der Lampenaufnahmen, die - wie
aus
US 2 699 279 bzw.
US 2 726 799 an sich bekannt - äquidistant beabstandet in einer vorbestimmten Anzahl auf einer
sich im Produktionsprozess drehenden Kreisscheibe angeordnet sein können.
[0030] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung umfasst die Kipplöffeleinheit einen Schöpfarm
mit einem endseitig daran angeordneten Löffel. Nach einem besonderen Aspekt der vorliegenden
Erfindung, der eine besonders rasche Verkippung und damit eine möglichst reproduzierbare
Dosierung bzw. Freigabe sicherstellt ist der Schwerpunkt der Kipplöffeleinheit um
eine Strecke von der Drehachse beabstandet, welche in etwa 5 % bis 25 % der radialen
Gesamtausdehnung des Schöpfarms inklusive des Löffels vom Drehpunkt bis zu seinem
radial äußersten Punkt entspricht.
[0031] Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, der auch unabhängig beansprucht
wird, weist der Löffel an seiner dem Schöpfarm abgewandten Seite ein sich radial nach
außen, insbesondere zu einem First oder einer Spitze verjüngendes Dach auf, das ein
Ablaufen von Quecksilber der radialen Außenseite des Löffels begünstigt. Hierdurch
wird sichergestellt, dass Quecksilber, welches sich auf der radial äußeren Seite des
Löffels befindet, nicht an der Kipplöffeleinheit entlang in Richtung auf die Einströmöffnung
und/oder eine noch zu erläuternde Gasdurchgangsbohrung, welche in Freigabeposition
mit der Dosierungsbohrung fluchtet, fließen kann.
[0032] Bevorzugtermaßen weist der Beschickungskanal einen stromaufwärts gelegenen ersten
Abschnitt und einen stromabwärts gelegenen zweiten Abschnitt auf, die zueinander koaxial
ausgerichtet und gleichzeitig gegeneinander um ihre gemeinsame Achse drehbeweglich
gelagert sind.
[0033] Nach einem besonderen Aspekt der vorliegenden Erfindung, der auch unabhängig von
der Dosierung und dem Transport des Tropfens möglichst in Form einer Kugel bzw. der
Umlenkung des Gasstroms beansprucht wird, greift dabei der erste Abschnitt mit einer
Konusfläche in eine zugewandte Öffnung des zweiten Abschnitts ein. Hierdurch ist eine
vergleichsweise dichte Anlage zwischen erstem Abschnitt und zweitem Abschnitt sichergestellt,
wobei gleichzeitig die Verdrehbarkeit beider Abschnitte gegeneinander erhalten bleibt.
[0034] Um die Gleitabdichtung noch zu verbessern, kann bevorzugtermaßen die Öffnung des
zweiten Abschnitts eine auf den Winkel der Konusfläche abgestimmte Erweiterung aufweisen.
[0035] Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist der erste Abschnitt des
Beschickungskanals gegenüber der zugeordneten Lampenaufnahme drehbeweglich gelagert,
wobei dies bevorzugtermaßen dadurch erzielt wird, dass der erste Abschnitt des Beschickungskanals
in einer relativ zur zugeordneten Lampenaufnahme festen Dosierhülse drehbeweglich
gelagert ist. Die Dosierhülse kann dabei die erfindungsgemäße Dosierungsbohrung umfassen
und weiterhin eine Lagerung für die Kipplöffeleinheit sowie für ein zentrales Innenteil,
in dem auch der Bypasskanal sowie die Einströmöffnung(en) ausgebildet sind, bilden.
[0036] Bevorzugtermaßen ist der erste Abschnitt des Beschickungskanal in einem zentralen
Innenteil ausgebildet und in einer gegenüber der zugeordneten Lampenaufnahme festen
Dosierhülse drehbeweglich gelagert.
[0037] In dem zentralen Innenteil kann bevorzugtermaßen der Bypasskanal ausgebildet sein.
Dieser mündet an seinem einen Ende in den ersten Abschnitt des Beschickungskanals.
Am gegenüberliegenden Ende bildet er eine oder mehrere Einströmöffnungen für das Eintreten
eines Gasstroms in den Bypasskanal aus.
[0038] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung sind die bereits erwähnten Abdeckungen
zur Verschließung der Einströmöffnung(en) relativ zur festen Dosierhülse feststehend,
vorzugsweise mit der Dosierhülse einstückig ausgebildet.
[0039] In einer konkreten Ausführungsform hat dies zur Folge, dass mit Verschwenken der
Kipplöffeleinheit gegenüber der festen Dosierhülse gleichzeitig die Einströmöffnungen
in Überdeckung mit den Abdeckungen bzw. außer Überdeckung mit den Abdeckungen gebracht
werden können. Konkret wird dadurch bewirkt, dass in einem Vorbereitungsschritt die
Einströmöffnungen durch die Abdeckungen nicht überdeckt sind, so dass im Vorbereitungsschritt
der Gasstrom durch die Einströmöffnungen über den Bypasskanal am Tropfen vorbeiströmt.
Erst im Befüllungsschritt werden durch Verdrehung der Dosierhülse relativ zum Innenteil
die Einströmöffnungen durch die Abdeckungen versperrt, so dass hierdurch der Bypasskanal
gesperrt wird. Der Gasstrom wird dann über das Dosiervolumen geführt und reißt den
Tropfen in das Entladungsgefäß mit.
[0040] Die Kipplöffeleinheit kann mit einer bereits erwähnten Gasdurchgangsbohrung versehen
sein, die in Freigabeposition der Kipplöffeleinheit mit der Dosierungsbohrung fluchtet,
so dass der an der Gasdurchgangsbohrung anstehende Druck des Füllgases den Transport
des Tropfens in den Beschickungskanal bewirkt bzw. unterstützt.
[0041] Nach einem weiteren bevorzugten Aspekt der vorliegenden Erfindung, der auch unabhängig
beansprucht wird, kann die Gasdurchgangsbohrung Abweismittel, insbesondere eine Abweishülse
aufweisen, um von der Dosiereinheit ablaufendes, im jeweiligen Dosiervorgang überschüssiges
Quecksilber von der Gasdurchgangsbohrung fernzuhalten. Hierdurch wird vermieden, dass
an der Kipplöffeleinheit entlanglaufendes Quecksilber in die Gasdurchgangsbohrung
gelangt und so zusätzlich zu dem exakt vordosierten Tropfen weiteres Quecksilber ebenfalls
in den Beschickungskanal gelangt.
[0042] Die Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile anhand
der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Längsschnitt durch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Lampenaufnahme mit darin angeordneter Dosiereinheit in einer ersten Stellung (Vorbereitungsschritt);
- Fig. 2
- eine Schnittansicht der Lampenaufnahme mit darin angeordneter Dosiereinheit entlang
der Linie C-C in Fig. 1;
- Fig. 3:
- eine Schnittansicht der Lampenaufnahme mit darin angeordneter Dosiereinheit nach Fig.
1 entlang der Linie A-A;
- Fig. 4:
- eine Schnittansicht der Lampenaufnahme mit darin angeordneter Dosiereinheit entlang
der Linie B-B in Fig. 1;
- Fig. 5:
- einen schematischen Längsschnitt durch die Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Lampenaufnahme mit darin angeordneter Dosiereinheit nach Fig. 1 in einer zweiten Stellung
(Befüllschritt);
- Fig. 6:
- eine Schnittansicht durch die Lampenaufnahme mit darin angeordneter Dosiereinheit
entlang der Linie C-C in Fig. 5;
- Fig. 7:
- eine Schnittansicht durch die Lampenaufnahme mit darin angeordneter Dosiereinheit
in einer Schnittansicht entlang der Linie A-A in Fig. 5;
- Fig. 8:
- eine Schnittansicht durch die Lampenaufnahme mit darin angeordneter Dosiereinheit
in einer Schnittansicht entlang der Linie B-B in Fig. 5;
- Fig. 9:
- eine Prinzipskizze, welche eine Ausführungsform der Dosiereinheit mit Kipplöffeleinheit
während der Rotation der zugeordneten Pump-/Füllmaschine, die mit einer Mehrzahl von
Lampenaufnahmen zur Aufnahme jeweils eines Entladungsgefäßes bestückt sein kann, zeigt;
- Fig.10
- eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Dosierhülle;
- Fig.11
- eine Draufsicht auf die Dosierhülse nach Fig. 10;
- Fig.12
- ein Innenteil der anhand der Fig. 1 bis 8 veranschaulichten Dosiereinheit;
- Fig.13
- das Innenteil nach Fig. 12 in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 14
- einen zur Darstellung aus Fig. 1 abweichenden Längsschnitt englang der Linie A-A in
Fig. 2 durch die erfindungsgemäße Lampenaufnahme mit darin angeordneter Dosiereinheit
in einer ersten Stellung (Vorbereitungsschritt) zur Erläuterung des Umlenkmechanismus;
- Fig. 15
- die Lampenaufnahme mit darin angeordneter Dosiereinheit in einer Längsschnittansicht
entlang der Linie A-A in Fig. 6 zur Erläuterung des Umlenkmechanismus in der zweiten
Stellung der Dosiereinheit (Befüllschritt).
[0043] In Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Lampenaufnahme 11 in einem Längsschnitt dargestellt. Die Lampenaufnahme 11 umfasst
zunächst ein Gehäuse 61 sowie eine am Gehäuse angebrachte Halterung 43, in der ein
Entladungsgefäß 13 einer zu produzierenden Leuchtstofflampe über ein am Entladungsgefäß
angeschmolzenes Pumpröhrchen 44 gehalten ist. Die Halterung 43 umfasst Dichtungsmittel
45, die konkret als ringförmiger Dichtgummi ausgebildet sein können.
[0044] Das Entladungsgefäß 13 ist an seinem gegenüberliegenden Ende ebenfalls über eine
Halterung in einer Lampenaufnahme gehaltert, die abweichend von der hier beschriebenen
Lampenaufnahme 11 ausgebildet sein kann, aber aus dem Stand der Technik an sich bekannt
ist. Die gegenüberliegende Lampenaufnahme kann beispielsweise das Entladungsgefäß
13 über ein dem zugeordneten Ende angeschmolzenes zweites Pumpröhrchen evakuieren
bzw. eine Spülung mit Füllgas durch eine Absaugung unterstützen.
[0045] Die hier dargestellte und maßgebliche Lampenaufnahme 11 umfasst einen Innenraum 42,
der bei eingesetztem Pumpröhrchen 44 über einen insbesondere geradlinig verlaufenden
Beschickungskanal 19 mit dem Entladungsgefäß 13 in Strömungsverbindung steht. Der
Beschickungskanal 19 definiert eine zentrale Achse 50. Der Innenraum 42 der Lampenaufnahme
11 kann über eine Füllgasleitung 46 mit Füllgas beaufschlagt werden, die mit einem
Eintritt 60 in die Nähe der Achse 50 des im Wesentlichen rotationssymmetrisch um diese
Achse 50 ausgebildeten Innenraums 42 hineinragt.
[0046] Innerhalb des Innenraums 42 befindet sich weiterhin ein Vorrat an Quecksilber, der
einen Quecksilbersee 47 ausbildet. Der Spiegel des Quecksilbersees 47 liegt stets
ausreichend unterhalb des zentral angeordneten Beschickungskanals 19 sowie des Eintritts
60 der Füllgasleitung 46.
[0047] Über eine Dosiereinheit 15 kann eine vorgegebene Menge an Quecksilber aus dem Quecksilbersee
47 in den zentralen Beschickungskanal 19 überführt und anschließend mit Hilfe eines
Füllgasstroms in das Entladungsgefäß 13 verbracht werden.
[0048] Die Dosiereinheit 15 umfasst zunächst eine gegenüber der Lampenaufnahme 11 feststehende
Dosierhülse 38, die koaxial zum in einem Innenteil 41 ausgebildeten Beschickungskanal
19 ausgerichtet ist und dieses umschließt. Die Dosierhülse 38 weist einen äußeren
Abschnitt 48 auf, mit dem sie drehfest mit dem Gehäuse 61 der Lampenaufnahme 11 verbunden
ist sowie einen inneren Abschnitt 49, auf dem eine Kipplöffeleinheit 28 - als weiteres
Element der Dosiereinheit 15 - um die durch den (zentralen) Beschickungskanal 19 definierte
Achse 50 drehbeweglich gelagert ist. Über eine Mitnehmerschraube 51, welche ein Langloch
52 in der Dosierhülse 38 durchgreift, nimmt die Kipplöffeleinheit 28 das bereits erwähnte
Innenteil 41 als drittes Element der Dosiereinheit 15 mit der Drehbewegung der Kipplöffeleinheit
28 mit.
[0049] Das Innenteil 41 der Dosiereinheit 15 umfasst gleichzeitig einen ersten Abschnitt
33 des Beschickungskanals 19 sowie einen in diesem ersten Abschnitt 33 des Beschickungskanals
19 mündenden Bypasskanal 64. Der erste Abschnitt 33 des Beschickungskanals 19 sowie
der Bypasskanal 64 sind damit gegenüber dem Gehäuse der Lampenaufnahme 11 drehbeweglich
um die Achse 50 gelagert. Zwar wäre es rein theoretisch denkbar, das Pumpröhrchen
44 direkt an diesen ersten Abschnitt 33 des Beschickungskanals 19 anzusetzen; bevorzugt
wird allerdings den Beschickungskanal 19 um einen zweiten Abschnitt 34 zu verlängern,
der an seiner einen Seite mit dem Pumpröhrchen 44 in Strömungsverbindung steht und
an der gegenüberliegenden Seite mit dem drehbeweglich gelagerten ersten Abschnitt
33 in Strömungsverbindung steht. Der erwähnte zweite Abschnitt 34 ist gegenüber dem
Gehäuse der Lampenaufnahme 11 als separates Bauteil oder integral mit der Dosierhülse
38 feststehend ausgebildet.
[0050] Nach einem unabhängig erfinderischen Aspekt der vorliegenden Erfindung weist der
erste Abschnitt 33 des Beschickungskanals 19 für ein verbessertes Zusammenwirken mit
dem zweiten Abschnitt 34 des Beschickungskanals an seinem dem zweiten Abschnitt 34
zugewandten Ende eine Konusfläche 35 auf, die in eine zugeordnete Öffnung 36 des zweiten
Abschnitts 34 eingreift. Bevorzugtermaßen bildet der zweite Abschnitt 34 an seiner
Öffnung 36 gleichzeitig eine auf die Konusfläche 35 des ersten Abschnitts 33 abgestimmte
Erweiterung 37 aus, so dass das Auftreten eines unkontrollierten Spaltes wie nach
dem Stand der Technik möglich vermieden wird.
[0051] Die Kipplöffeleinheit 28 ist mit Drehung der Lampenaufnahme 11, was weiter unten
anhand der Erläuterung von Fig. 3 noch detaillierter beschrieben werden wird, zwischen
einer Dosierposition (Vorbereitungsschritt) und einer Freigabeposition (Befüllungsschritt)
verkippbar. Die Dosierposition bzw. die Freigabeposition stellen die Endlagen einer
Schwenkbewegung der Kipplöffeleinheit 28 um die Achse 50 des Beschickungskanals 19
bzw. der Dosierhülse 38 dar, auf der die Kipplöffeleinheit 28 wie vorstehend geschildert
gelagert ist. Diese Endpositionen werden dabei durch die Bemessung des Langlochs 52
in der Dosierhülse 38 festgelegt.
[0052] In Fig. 2 ist die Lampenaufnahme 11 entlang der Linie C-C aus Fig. 1, in Fig. 3 entlang
der Linie A-A aus Fig. 1 und in Fig. 4 entlang der Linie B-B aus Fig. 1 veranschaulicht,
wobei sich in dieser Darstellung die Kipplöffeleinheit 28 in ihrer ersten Position,
nämlich der Dosierposition (Vorbereitungsschritt) befindet.
[0053] Wie aus den Fig. 2, 3 und 4 erkennbar, umfasst die Kipplöffeleinheit 28 einen bezogen
auf die Achse 50 radial außenliegenden Löffel 31, der über einen Schöpfarm 30 mit
einem im Wesentlichen ringförmigen Innenabschnitt 53 verbunden ist. In einer bevorzugten
Ausführungsform sind Löffel 31, Schöpfarm 30 sowie der im Wesentlichen ringförmige
Innenabschnitt 53 einstückig ausgebildet. Über den Löffel 31, der in Fig. 3 in einer
teilweise aufgebrochenen Darstellung veranschaulicht ist, kann die Kipplöffeleinheit
28 aus dem Quecksilbersee 47 Quecksilber aufnehmen und über einen Kanal 54 innerhalb
des Schöpfarms 30 an ein Dosiervolumen, konkret an eine Dosierungsbohrung 21 in der
Dosierhülse 38 führen. Um sicherzustellen, dass die Dosierungsbohrung 21 auch so vollständig
wie möglich mit Quecksilber ausgefüllt wird, ist ein Ablauf 55 im Innenteil 41 der
Dosiereinheit 15 vorgesehen, wobei der genannte Ablauf 55 des Innenteils 41 in der
Dosierposition der Kipplöffeleinheit 28 mit der Dosierungsbohrung 21 fluchtet.
[0054] Die Dosierhülse 38 weist an ihrem dem äußeren Abschnitt 48 abgewandten Ende noch
zwei Abdeckungen 65, 66 auf, die über den inneren Abschnitt 49 in axialer Richtung
vorstehen und Teil eines noch näher zu erläuternden Umschaltmechanismus 63 für den
in das Entladungsgefäß 13 geführten Gasstrom bilden. Die Abdeckungen 65, 66 weisen
eine dem Radius der Abweisscheibe 57 entsprechend gerundete Innenfläche 67, 68 auf,
die möglichst nah über die Außenseite der Abweisscheibe 57 gleitet. Die Abdeckungen
65, 66, die als über den inneren Abschnitt vorstehende Flunken ausgebildet sind, überdecken
in Freigabeposition (Befüllungsschritt) die diametral an der Mantelseite der Abweisscheibe
57 ausgebildeten Einströmöffnungen 56 im Innenteil, so dass im Befüllungsschritt der
Gasstrom durch den Bypasskanal 64 gesperrt wird. In Dosierposition (Vorbereitungsschritt)
hingegen sind Innenteil 41 und Dosierhülse 38 derart gegeneinander verdreht, dass
die Abdeckungen 65, 66 die diametral angeordneten Einströmöffnungen 26 in der Abweisscheibe
57 nicht überdecken, so dass der Gasstrom über die Einströmöffnungen 26 in den Bypasskanal
64 und von dort über den ersten Abschnitt 33 des Beschickungskanals 19 sowie den zweiten
Abschnitt 34 des Beschickungskanals 19 in das Entladungsgefäß 13 eintreten kann. Bypasskanal
64 und erster Abschnitt 33 des Beschickungskanals 19 können als durchgängige Bohrung
ausgebildet sein, die an den dem Entladungsgefäß abgewandten Ende durch eine Kappe
69 verschlossen ist, wobei gleichzeitig T-förmig Seitenkanäle zu den zwei diametral
gegenüberliegenden Einströmöffnungen 26 führen.
[0055] Im folgenden wird der von der Kipplöffeleinheit 28 gesteuerte Vorgang nochmals im
Zusammenhang erläutert. Wird die Kipplöffeleinheit 28 nachdem die Dosierungsbohrung
21 mit einer vorbestimmten Menge an Quecksilber befüllt ist, in die Freigabeposition
verkippt (durch Verkippung im Uhrzeigersinn aus der in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellten
Dosierposition), gelangt eine Gasdurchgangsbohrung 39 im ringförmigen Innenabschnitt
53 der Kipplöffeleinheit 28 in eine mit der Dosierungsbohrung 21 fluchtende Ausrichtung.
Gleichzeitig wird mit dieser Verkippung der Kipplöffeleinheit 28 das Innenteil 41
der Dosiereinheit 15 mitgenommen, so dass auch ein Beschleunigungskanal 25 innerhalb
des Innenteils 41 in fluchtende Ausrichtung mit der Dosierungsbohrung 21 kommt. Gleichzeitig
werden durch Verdrehung des Innenteils 41 relativ zur Dosierhülse 38 die Einströmöffnungen
26 des Bypasskanals 64 durch die Abdeckungen 65, 66 verschlossen, so dass der Gasstrom
nun über die Dosierungsbohrung 21 geführt ist und den Tropfen 16 in das Entladungsgefäß
13 mitreißt. Diese Freigabeposition, d. h. die Position der Dosiereinheit 15 im Befüllungsschritt
ist anhand der Fig. 5 bis 8 veranschaulicht.
[0056] Die Dosierungsbohrung in bei der vorliegenden Ausführungsform in Gestalt eines Dreiecklochs
18, d.h. als Durchgangsbohrung mit einer dreieckförmigen Querschnittsform ausgebildet.
Das Dreieck ist bei der vorliegenden Ausführungsform gleichschenklig mit jeweils geradlinig
verlaufenden Schenkeln definiert, wobei auch abweichende Gestaltungen denkbar sind.
Eine Überlegung hierbei ist, dass sich das in der Dosierungsbohrung 21 aufgenommene
Quecksilber zu einem einzigen Tropfen 16 formt, der möglichst wenig Berührungspunkte
mit Wänden 22 bis 24 der Dosierungsbohrung 21 hat. Wird mit einer aufgrund europäischer
Vorschriften vorgegebenen maximalen Hg-Menge (je nach Lampentyp) von 5 mg bzw. 10
mg dosiert, entspricht der errechnete Durchmesser des Tropfens 16 von möglichst kugelförmiger
Gestalt 0,89 mm bzw. 1,12 mm.
[0057] In der Freigabeposition der Kipplöffeleinheit 28 kann der in der Dosierungsbohrung
ausgebildete Tropfen 16 aus Quecksilber in den Beschleunigungskanal 25 des Innenteils
41 eintreten. Der Beschleunigungskanal 25 innerhalb des Innenteils 41 ist bei der
vorliegenden Ausführungsform in einem Winkel von 45° angeordnet. Hierdurch werden
einerseits ein 90°-Übergang beim Transport des Tropfens 16 von der Dosierungsbohrung
21 in den Beschickungskanal 19 vermieden, was beim Stand der Technik den Transport
von Quecksilber erheblich erschwerte; zusätzlich wird bei der hier vorgeschlagenen
Ausrichtung des Beschleunigungskanals 25 der Tropfen 16 auch durch die auf sie wirkende
Schwerkraft beschleunigt, ohne dass dieser Impuls beim Eintritt in den Beschickungskanal
19 komplett verloren ginge. Zusätzlich sind Übergänge 17 zwischen Dosierungsbohrung
21 und Beschleunigungskanal 25 bzw. zwischen Beschleunigungskanal 25 und Beschickungskanal
19 bzw. zwischen Beschickungskanal 19 und Pumpröhrchen 44 so ausgebildet, dass der
Tropfen 16 in Transportrichtung auf keine als Stufen ausgebildete Hindernisse trifft.
[0058] Es sind darüber hinaus bei der erfindungsgemäßen Konstruktion eine Reihe von Maßnahmen
getroffen, die auch unabhängig als erfinderisch beansprucht werden, um ein ungewolltes
Eintreten von Quecksilber an der Dosierungsbohrung 21 vorbei zu vermeiden. Zunächst
ist das Innenteil 41 der Dosiereinheit 15 an seinem dem Pumpröhrchen 44 abgewandten
Ende mit einer Abweiseinrichtung 27 versehen, die ausgebildet ist, einen ungewollten
Eintritt von an der Kipplöffeleinheit 28 auflaufendem Quecksilber in die dem Pumpenröhrchen
44 abgewandte Einströmöffnung 26 des Beschickungskanals 19 zu vermeiden. Konkret ist
die Abweiseinrichtung 27 hier in Gestalt einer Nut 56 ausgebildet.
[0059] Um ein möglichst rasches Ablaufen von Quecksilber gerade von Außenseiten des in Dosierposition
obenstehenden Löffels 31 zu vermeiden, ist nach einem weiteren unabhängigen Aspekt
der vorliegenden Erfindung diese Oberseite des Löffels 31 als Dach 32 (vgl. Fig. 1)
ausgebildet, d.h. mit zur Horizontalen geneigten Flächen, so dass Quecksilber ablaufen
kann. Schließlich sind auch Abweismittel 40 an der im ringförmigen Innenabschnitt
53 der Kipplöffeleinheit 28 vorgesehenen Gasdurchgangsbohrung 39 angeordnet, die hier
konkret als Überstandshülse (vgl. Fig. 3) ausgebildet sein können. Auch hierdurch
wird vermieden, dass von der Kipplöffeleinheit 28 ablaufendes Quecksilber ohne die
Dosierungsbohrung 21 zu passieren direkt in den Beschickungskanal 19 eintreten kann.
[0060] Um ein möglichst rasches Kippen der Kipplöffeleinheit 28 zwischen Dosierposition
und Freigabeposition sicherzustellen, wodurch - um die Ausbildung des Tropfens 16
von im wesentlichen kugelförmiger Gestalt möglichst wenig zu beeinträchtigen - definierte
Bedingungen geschaffen werden, ist die Kipplöffeleinheit 28 noch mit einem zusätzlichen
Trimmgewicht 29 ausgestattet, welches über eine Befestigungsschraube 58 am Schöpfarm
30 in Nähe des Löffels 31 befestigt ist.
[0061] In Fig. 9 ist anhand einer Prinzipskizze die Rotation der Pump-/Füllma-schine dargestellt,
an der eine Mehrzahl von Lampenaufnahmen 11 befestigt sein kann. Somit dreht sich
die Mehrzahl von Lampenaufnahmen 11 um eine zentrale Drehachse der Pump-/Füllmaschine
entlang einer Kreisbahn. Dabei verlagert sich einerseits der Quecksilbersee 47 im
Innenraum 42 der jeweiligen Lampenaufnahmen 11. Gleichzeitig kippt die Kipplöffeleinheit
28 periodisch von der Dosierposition (Vorbereitungsschritt) in die Freigabeposition
(Befüllungsschritt) und von der Freigabeposition wieder zurück in die Dosierposition.
[0062] In den Positionen A und B ist der Löffel 31 vollständig in den Quecksilbersee 47
eingetaucht und tritt in Position C mit Quecksilber gefüllt aus dem Quecksilbersee
47 aus, so dass sowohl Löffel 31 als auch Kanal 54 mit Quecksilber befüllt sind. In
den Positionen D und E befindet sich die Kipplöffeleinheit 28 noch immer in der Dosierposition,
wobei hier nun das im Kanal 54 befindliche Quecksilber in die Dosierungsbohrung 21
einlaufen kann. In den Positionen F und G ist die Kipplöffeleinheit 28 durch ein rasches
Verkippen in die Freigabeposition überführt, so dass die in der Dosierungsbohrung
21 gebildete Kugel 16 aus Quecksilber über den Beschleunigungskanal 25 in den zentralen
Beschickungskanal 19 und von dort in das Entladungsgefäß 13 eintreten kann.
[0063] Dies wird unterstützt durch einen Füllgasstoß, der beispielsweise dadurch erzeugt
werden kann, dass an der gegenüberliegenden Seite des Entladungsgefäßes im Entladungsgefäß
ein derartiger Unterdruck erzeugt wird, dass im richtigen Moment, wenn die Kugel 16
am Eingang des Pumpröhrchens 44 ankommt, ein Füllgasstoß aus der Füllgasleitung 46
in den Beschickungskanal 19 über die Einströmöffnung 26 bzw. die Gasdurchgangsbohrung
39 weitergegeben wird.
[0064] In Position H verkippt die Kipplöffeleinheit 28 von der Freigabeposition zurück in
die Dosierposition.
[0065] In Fig. 10 ist die Dosierhülse 38 in perspektivischer Ansicht dargestellt. Die Dosierhülse
38 umfasst den bereits erwähnten äußeren Abschnitt 48 zum Einsetzen in das Gehäuse
61 der Lampenaufnahme 11 sowie einen im Außendurchmesser geringer bemessenen inneren
Abschnitt 49. In diesem inneren Abschnitt 49 ist das bereits erwähnte Langloch 52
sowie die mit einem dreieckförmigen Querschnitt ausgebildete Dosierungsbohrung 21
angeordnet. Fig. 11 zeigt die Dosierhülse 38 nach Fig. 10 in einer Seitenansicht.
[0066] In Fig. 12 ist eine Seitenansicht und in Fig. 13 eine perspektivische Seitenansicht
des Innenteils 41 der Dosiereinheit 15 dargestellt. Das Innenteil 41 umfasst den bereits
erwähnten ersten Abschnitt 33 des Beschickungskanals 19. Zum Anschluss an den zweiten
Abschnitt 34 des Beschickungskanals 19 weist das Innenteil 41 die bereits erwähnte
Konusfläche 35 an seinem einen stirnseitigen Ende auf. An seinem gegenüberliegenden
Ende bildet der zentral durchgehende erste Abschnitt 33 des Beschickungskanals 19
die ebenfalls bereits erwähnte Einströmöffnung 26 aus, die durch die Abweiseinrichtung
27 umfassend Nut 56 sowie Abweisscheibe 57, möglichst gut vor ungewollt einströmendem
Quecksilber geschützt ist. Von Mantelfläche des Innenteils 41 aus erstreckt sich im
45°-Winkel der Beschleunigungskanal 25 in Richtung auf den ersten Abschnitt 33 des
Beschickungskanals 19. Weiterhin angedeutet ist eine Bohrung 59 zur Aufnahme der Mitnehmerschraube
51 (hier nicht gezeigt) sowie der Ablauf 55 zur Abfuhr von Quecksilber bei Befüllung
der Dosierungsbohrung 21 der zugeordneten Dosierhülse 38.
[0067] In den Fig. 14 und 15 ist eine von der Darstellung in den Fig. 1 und 5 abweichende
Schnittansicht dargestellt, um die Wirkungsweise des Umschaltmechanismus 63 zu veranschaulichen,
der die diametral angeordneten Einströmöffnungen 26 im Innenteil 41 sowie die Abdeckungen
65, 66, die einstückig mit der Dosierhülse 38 ausgebildet sind, umfasst. In Fig. 14
ist die Dosierposition (Vorbereitungsschritt) veranschaulicht. In dieser Position
führt der Umschaltmechanismus 63 den Gasstrom über die Einströmöffnungen 26 und den
Bypasskanal 64 an der als Dreieckloch 18 ausgebildeten Dosierungsbohrung 21 vorbei.
[0068] In Fig. 15 ist die Anordnung in Freigabeposition (Befüllungsschritt) dargestellt.
In dieser Position des Umschaltmechanismus 63 verschließen die Abdeckungen 65, 66
die Einströmöffnungen 26 des Bypasskanals derart, dass der Gasstrom nun über das Dosierungsvolumen
bzw. die Dosierungsbohrung 21 geführt wird und so den Tropfen 16 in das Entladungsgefäß
13 mitreißt.
[0069] Mit der hier vorgeschlagenen Dosiereinheit bzw. dem hier vorgeschlagenen Verfahren
kann eine wesentlich genauere und zuverlässigere Dosierung der absoluten Menge an
Quecksilber pro Lampe vorgenommen werden. Aufgrund der geringen Streuung im Vergleich
zur herkömmlichen Flüssigdosierungsmethode kann eine Unterdosierung und eine damit
verbundenes frühes Ausfallen der Lampe vermieden werden. Auch eine versehentliche
Überdosierung wird mit weit höherer Sicherheit verhindert.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 11
- Lampenaufnahme
- 13
- Entladungsgefäß
- 15
- Dosiereinheit
- 16
- Tropfen
- 17
- Übergang
- 18
- Dreieckloch
- 19
- (zentraler) Beschickungskanal
- 21
- Dosierungsvolumen, Dosierungsbohrung
- 22 bis 24
- Wände (Dosierungsbohrung)
- 25
- Beschleunigungskanal
- 26
- Einströmöffnung
- 27
- Abweiseinrichtung
- 28
- Kipplöffeleinheit
- 29
- Trimmgewicht
- 30
- Schöpfarm
- 31
- Löffel
- 32
- Dach
- 33
- erster Abschnitt (Beschickungskanal)
- 34
- zweiter Abschnitt (Beschickungskanal)
- 35
- Konusfläche
- 36
- Öffnung (zweiter Abschnitt)
- 37
- Erweiterung
- 38
- Dosierhülse
- 39
- Gasdurchgangsbohrung
- 40
- Abweismittel
- 41
- Innenteil (Dosiereinheit)
- 42
- Innenraum
- 43
- Halterung
- 44
- Pumpröhrchen
- 45
- Dichtungsmittel
- 46
- Füllgasleitung
- 47
- Quecksilbersee
- 48
- äußerer Abschnitt (Dosierhülse)
- 49
- innerer Abschnitt (Dosierhülse)
- 50
- Achse (Beschickungskanal)
- 51
- Mitnehmerschraube
- 52
- Langloch
- 53
- (ringförmiger) Innenabschnitt
- 54
- Kanal
- 55
- Ablauf
- 56
- Nut
- 57
- Abweisscheibe
- 58
- Befestigungsschraube
- 59
- Bohrung
- 60
- Eintritt (Füllgasleitung)
- 61
- Gehäuse
- 63
- Umschaltmechanismus
- 64
- Bypasskanal
- 65, 66
- Abdeckungen
- 67,68
- Innenseite
- 69
- Kappe
1. Verfahren zum Einbringen einer genau dosierbaren Menge Quecksilber in das Entladungsgefäß
einer Lampe, insbesondere in eine gerade Leuchtstofflampe,
wobei das Entladungsgefäß (13) an eine Lampenaufnahme (11) angeschlossen und über
die Lampenaufnahme (11) mit einem Gasstrom beaufschlagt wird und weiterhin über einen
Quecksilbereinbringkanal mit einer vorgegebenen Menge an Quecksilber befüllt wird,
wobei in einem Vorbereitungsschritt bei oder nach der Dosierung der einzubringenden
Quecksilbermenge das Quecksilber in einem Dosiervolumen (21) in Form eines einzigen,
zusammenhängenden Tropfens (16) gebracht wird,
anschließend in einem Befüllungsschritt die gesamte einzubringende Menge an Quecksilber
unter Beibehaltung des zuvor geformten Tropfens (16) in das Entladungsgefäß (13) transportiert
wird und
wobei ein Umschaltmechanismus (63) vorgesehen ist, der während des Vorbereitungsschrittes
den Gasstrom über einen Bypasskanal (64) an dem Tropfen (16) vorbei führt und während
eines Befüllschrittes den Bypasskanal (64) sperrt, derart dass der Gasstrom während
der Sperrung des Bypasskanals (64) über das Dosiervolumen (21) geführt ist und den
Tropfen (16) in das Entladungsgefäß (13) mitreißt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dosierung durch bzw. innerhalb des Dosiervolumens (21) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tropfen (16) als Gebilde von zumindest annähernd kugelförmiger Gestalt ausgebildet
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tropfen (16) bei seiner Einbringung in das Entladungsgefäß (13) so geführt wird,
dass Umlenkungen mit Winkeln größer oder gleich 90° vermieden sind.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass Übergänge (17) so ausgebildet sind, dass Stufen bzw. Kanten in Einbringungsrichtung
vermieden sind.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dosiervolumen als Dosierungsbohrung (21) ausgebildet ist und eine Länge aufweist,
die in etwa dem Durchmesser eines in den Querschnitt der Dosierungsbohrung (21) einbeschriebenen
Kreises entspricht.
7. Einrichtung zum Einbringen einer genau dosierbaren Menge an Quecksilber in das Entladungsgefäß
(13) von Lampen, insbesondere in gerade Leuchtstofflampen,
umfassend mindestens eine Lampenaufnahme (11), an der das Entladungsgefäß (13) angeschlossen
ist,
wobei die Lampenaufnahme (11) einen Beschickungskanal (19) aufweist, der mit dem Inneren
des Entladungsgefäßes (13) kommuniziert und
wobei eine Dosiereinheit (15) vorgesehen ist, die eine vorgegebene Menge an Quecksilber
in einem Dosiervolumen (21) vordosiert und die im Dosiervolumen (21) vordosierte Menge
an Quecksilber an den Beschickungskanal (19) zwecks Einbringung in das Entladungsgefäß
(13) übergibt,
wobei das Dosiervolumen (21) so bemessen ist, dass sich das Quecksilber darin zu einem
einzigen Tropfen (16) ausbildet und wobei die Dosiereinheit (15) einen Umschaltmechanismus
(63) aufweist, um einen am Dosiervolumen (21) vorbei durch einen Bypasskanal (64)
strömenden Gasstrom bedarfsweise sperren und/ oder umleiten zu können.
8. Einrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dosiervolumen als Dosierungsbohrung (21) ausgebildet und so bemessen ist, dass
sich ein Tropfen (16) von zumindest annähernd kugelförmiger Gestalt ausbildet, vorzugsweise
als Ausnehmung mit einer Querschnittsform im Wesentlichen in Gestalt eines gleichschenkligen
Dreiecks ausgebildet ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dosierungsbohrung (21) Wände aufweist, die so geformt und zueinander ausgerichtet
sind, dass der zumindest annährend in Kugelform ausgebildete Tropfen (16) nur punkt-
bzw. abschnittsweise die Wände (22 bis 24) der Dosierungsbohrung (21) berührt.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Dosiervolumen (21) und Beschickungskanal (19) ein gerade oder gekrümmt verlaufender
Beschleunigungskanal (25) vorgesehen ist, derart, dass der Tropfen (16) unter Ausnutzung
der Gravitationskraft mit einem zusätzlichen gravitationsbedingten Impuls in den Beschickungskanal
(19) überführt wird.
11. Einrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der gerade oder gekrümmt verlaufende Beschleunigungskanal (25) unter einem Winkel
< 90°, vorzugsweise
< 60°, weiter vorzugsweise < 50° in den Beschickungskanal (19) mündet.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bypasskanal (64) in dem Beschickungskanal (19) mündet und eine oder mehrere dem
Entladungsgefäß (13) abgewandte Einströmöffnungen (26) zur Beschickung des Entladungsgefäßes
(13) mit einem Gasstrom, insbesondere mit inertem Füllgas aufweist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zumindestens eine, vorzugsweise zwei oder mehr Einströmöffnungen (26) relativ
zum Beschickungskanal (19) außeraxial angeordnet sind und sich mit Abdeckungen (65,
66) verschließen lassen.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dosiereinheit (15) eine Kipplöffeleinheit (28) umfasst, die koaxial zum Beschickungskanal
(19) gelagert ist und zwischen einer Dosierposition und einer Freigabeposition verkippt
werden kann, wobei die Verkippung mit der Drehung der Lampenaufnahmen (11) dadurch erfolgt, dass der Schwerpunkt der Kipplöffeleinheit (28) durch ihre geometrische
Ausgestaltung und/oder durch ein zusätzliches Trimmgewicht (29) deutlich außerhalb
ihrer Drehachse um den Beschickungskanal (19) liegt.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kipplöffeleinheit (28) einen Schöpfarm (30) mit einem endseitig daran angeordneten
Löffel (31) umfasst und dass bezogen auf die radiale Ausdehnung des Schöpfarms (30)
inklusive des Löffels (31) in radialer Richtung von der durch den Beschickungskanal
(19) definierten Drehachse der Schwerpunkt um eine Strecke von dieser Drehachse beabstandet
ist, die etwa 5 % bis 25 % der radialen Gesamtausdehnung des Schöpfarms (30) inkl.
des Löffels (31) entspricht.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kipplöffeleinheit (28) einen Schöpfarm (30) mit einem endseitig daran angeordneten
Löffel (31) umfasst, wobei der Löffel (31) an seiner dem Schöpfarm (30) abgewandten
Seite ein sich radial nach außen, insbesondere zu einem First oder einer Spitze verjüngendes
Dach (32) umfasst, das ein Ablaufen von Quecksilber an der radialen Außenseite des
Löffels (31) begünstigt.
17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Beschickungskanal (19) einen stromaufwärts gelegenen, ersten Abschnitt (33) und
einen stromabwärts gelegenen, zweiten Abschnitt (34) umfasst, die zueinander koaxial
ausgerichtet und gleichzeitig gegeneinander um ihre gemeinsame Achse drehbeweglich
gelagert sind, wobei der erste Abschnitt (33) mit einer Konusfläche (35) in eine zugewandte
Öffnung (36) des zweiten Abschnitts (43) eingreift.
18. Einrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Öffnung (36) des zweiten Abschnitts (43) eine auf den Winkel der Konusfläche
(35) abgestimmte Erweiterung (37) aufweist.
19. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Beschickungskanal (19) einen stromaufwärts gelegenen ersten Abschnitt (33) und
einen stromabwärts gelegenen zweiten Abschnitt (34) umfasst, die zueinander koaxial
ausgerichtet und gleichzeitig gegeneinander um die gemeinsame Achse drehbeweglich
gelagert sind, wobei der erste Abschnitt (33) gegenüber der zugeordneten Lampenaufnahme
(11) drehbeweglich gelagert ist.
20. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Abschnitt (33) des Beschickungskanals (19) in einem zentralen Innenteil
(41) ausgebildet und in einer gegenüber der zugeordneten Lampenaufnahme (11) festen
Dosierhülse (38) drehbeweglich gelagert ist.
21. Einrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem zentralen Innenteil (41) weiterhin der Bypasskanal (64) mit einer oder mehreren
Einströmöffnungen (26) gebildet ist.
22. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckungen (65, 66) zur Verschließung der Einströmöffnungen (26) relativ zur
festen Dosierhülse (38) feststehend, vorzugsweise mit der Dosierhülse (38) einstückig
ausgebildet sind.
23. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dosierungsbohrung (21) in der Dosierhülse (38) ausgebildet ist.
24. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kipplöffeleinheit (28) eine Gasdurchgangsbohrung (39) aufweist, die in der Freigabeposition
der Kipplöffeleinheit (28) mit der Dosierungsbohrung (21) fluchtet, so dass der an
der Gasdurchgangsbohrung (39) anstehende Druck des Füllgases den Transport des Tropfens
(16) in den Beschickungskanal (19) bewirkt bzw. unterstützt.
25. Einrichtung nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gasdurchgangsbohrung (39) Abweismittel (40), insbesondere eine Abweishülse aufweist,
um von der Dosiereinheit (15) ablaufendes, im jeweiligen Dosiervorgang überschüssiges
Quecksilber von der Gasdurchgangsbohrung (39) fern zu halten.