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(11) |
EP 1 844 203 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.08.2017 Patentblatt 2017/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.11.2005 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2005/002078 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/053553 (26.05.2006 Gazette 2006/21) |
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| (54) |
KRAFTFAHRZEUGTÜRVERSCHLUSS
MOTOR VEHICLE DOOR LOCK
FERMETURE DE PORTIERE DE VEHICULE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR |
| (30) |
Priorität: |
18.11.2004 DE 102004055810
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.10.2007 Patentblatt 2007/42 |
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Patentinhaber: Kiekert Aktiengesellschaft |
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42579 Heiligenhaus (DE) |
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Erfinder: |
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- MENKE, Johannes-Theodor
42551 Velbert (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gille Hrabal |
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Postfach 18 04 09 40571 Düsseldorf 40571 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 146 186 DE-A1- 19 943 483
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EP-A- 1 457 625 DE-U1- 29 921 946
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeugtürverschluss, mit einem Gesperre sowie
einen Diebstahlsicherungsantrieb und Verriegelungsantrieb, und mit einer Öffnungseinrichtung
zum motorischen Öffnen des Gesperres, wobei der Diebstahlsicherungsantrieb und gegebenenfalls
der Verriegelungsantrieb auf die Öffnungseinrichtung für das Gesperre arbeitet oder
Teil derselben ist.
[0002] Der Diebstahlsicherungsantrieb ist Bestandteil einer und arbeitet auf eine Diebstahlsicherungskette.
Die Diebstahlsicherungskette lässt sich in eine entsicherte Stellung entsprechend
"Diebstahlsicherung aus" oder eine gesicherte Stellung entsprechend "Diebstahlsicherung
ein" überführen. In der Position "Diebstahlsicherung ein" gehen in der Regel sämtliche
mechanischen Öffnungsbewegungen beim zugehörigen Kraftfahrzeugtürverschluss leer.
Das heißt, sowohl eine Betätigung des Türaußengriffes wie des Türinnengriffes führen
nicht dazu, dass das Gesperre geöffnet wird. Auch eine elektrische Öffnung mit Hilfe
der Öffnungseinrichtung zum motorischen Öffnen des Gesperres ist nicht möglich. Wie
der Diebstahlsicherungsantrieb so ist auch der Verriegelungsantrieb Bestandteil einer
Verriegelungskette, auf die er arbeitet. Der Verriegelungsantrieb und die Verriegelungskette
lassen sich in die Positionen "entriegelt" und "verriegelt" überführen. Bei verriegeltem
Kraftfahrzeugtürverschluss zieht der Türaußengriff ins Leere, so dass das Öffnen des
Gesperres von außen her nicht möglich ist. Dagegen lässt sich der Kraftfahrzeugtürverschluss
unverändert über den Türinnengriff öffnen. Erst wenn der Verriegelungsantrieb bzw.
die Verriegelungskette in die Position "entriegelt" überführt worden sind, entfaltet
auch der Türaußengriff Wirkung.
[0003] Mit Hilfe der Öffnungseinrichtung lässt sich das Gesperre ergänzend elektromotorisch
öffnen. Dabei wirkt die Öffnungseinrichtung unmittelbar oder mittelbar auf eine Sperrklinke
des üblicherweise aus Drehfalle und Sperrklinke zusammengesetzten Gesperres ein und
hebt diese aus. Dadurch kann die Drehfalle (gegebenenfalls federunterstützt) öffnen
und gibt den zuvor im Einlaufmaul gefangenen Schließbolzen frei. Ein Bediener kann
folglich im Anschluss an das elektrische Öffnen eine zugehörige Kraftfahrzeugtür unmittelbar
ausstellen.
[0004] Der elektrische Öffnungsvorgang des Gesperres wird zumeist und nicht einschränkend
in Verbindung mit einer Einrichtung für einen schlüssellosen Zugang ("keyless entry")
bei einem Kraftfahrzeug eingesetzt. Dadurch kann im Rahmen einer vorgeschalteten Berechtigungsprüfung
eines zugangswilligen Bedieners die Diebstahlsicherungskette schon bei Annäherung
entsichert und der Kraftfahrzeugtürverschluss entriegelt werden, so dass im Anschluss
daran das elektrische Öffnen des Gesperres möglich ist. Das ist aus Komfortgründen
wünschenswert.
[0005] Im gattungsbildenden Stand der Technik nach der
DE 199 43 483 A1 arbeitet der Diebstahlsicherungsmotor auf ein Steuerglied, welches in der Position
"Diebstahlsicherung ein" den Verriegelungshebel blockiert, in der Position "Diebstahlsicherung
aus" den Verriegelungshebel freigibt und in der Position "Türverschluss öffnen" die
Sperrklinke unmittelbar oder gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Auslösehebels
betätigt. Das heißt, der Verriegelungshebel ist von der Beaufschlagung durch den Diebstahlsicherungsmotor
frei. Das heißt, um den Verriegelungshebel zusätzlich zu betätigen, muss der Verriegelungsantrieb
ergänzend zum Diebstahlsicherungsantrieb beaufschlagt werden. Das ist konstruktiv
aufwendig und führt zu einer erhöhten Geräuschkulisse, weil beide Motoren zumindest
teilweise eine gleichzeitige Beaufschlagung erfahren. Hier setzt die Erfindung ein.
[0006] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen Kraftfahrzeugtürverschluss
der eingangs beschriebenen Gattung so weiter zu entwickeln, dass der konstruktive
Aufwand bei gleichzeitiger Komfortverbesserung verringert ist.
[0007] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßer Kraftfahrzeugtürverschluss
erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass der Diebstahlsicherungsantrieb und/oder
die Diebstahlsicherungskette sowie der Verriegelungsantrieb und/oder die Verriegelungskette
mechanisch und/oder elektrisch/elektronisch derart gekoppelt sind, dass der Verriegelungsantrieb
und/oder die Verriegelungskette in seiner/ihrer Position "verriegelt" den Diebstahlsicherungsantrieb
und/oder die Diebstahlsicherungskette blockiert, so dass die Verriegelungskette in
die Position "entriegelt" überführt werden muss, damit der Diebstahlsicherungsantrieb
das Gesperre öffnen kann. Dabei impliziert in der Regel eine Entriegelung eine Entsicherung
und eine Sicherung eine Verriegelung impliziert, wobei in beiden Fällen jeweils nur
ein Antrieb, das heißt, entweder der Diebstahlsicherungsantrieb oder der Verriegelungsantrieb,
zum Einsatz kommt.
[0008] In vorteilhafter Ausgestaltung sorgt der Verriegelungsantrieb beim Überführen der
Verriegelungskette in die Stellung "entriegelt" gleichzeitig dafür, dass die Diebstahlsicherungskette
entsichert wird. Anders ausgedrückt, wird der Übergang in die Position "entriegelt"
und "entsichert" einzig und allein vom Verriegelungsantrieb bewerkstelligt.
[0009] Beim Überführen der Diebstahlsicherungskette in die gesicherte Position nimmt der
Diebstahlsicherungsantrieb zugleich die Verriegelungskette in Stellung "verriegelt"
mit. Das heißt, in diesem Fall zeichnet sich der Diebstahlsicherungsantrieb einzig
verantwortlich für die gleichzeitige Einnahme der Positionen "gesichert" und "verriegelt".
[0010] Das erreicht die Erfindung im Detail dadurch, dass der Diebstahlsicherungsantrieb
und/oder die Diebstahlsicherungskette sowie der Verriegelungsantrieb und/oder die
Verriegelungskette mechanisch und/oder elektrisch/elektronisch derart gekoppelt sind,
dass der Verriegelungsantrieb bzw. die Verriegelungskette den Diebstahlsicherungsantrieb
bzw. die Diebstahlsicherungskette in der Position "verriegelt" blockiert. Das heißt,
sobald der Verriegelungsantrieb bzw. die Verriegelungskette ihre Stellung "verriegelt"
einnimmt, wird der Diebstahlsicherungsantrieb bzw. die Diebstahlsicherungskette immer
in der Position "Diebstahlsicherung aus" blockiert.
[0011] Damit der Diebstahlsicherungsantrieb (bzw. der Verriegelungsantrieb) das Gesperre
öffnen kann, muss zuvor die Verriegelungskette in die Position "entriegelt" überführt
worden sein. Das bedeutet, dass in Stellung "Diebstahlsicherung ein" zunächst der
Verriegelungsantrieb die Verriegelungskette in die Position "entriegelt" überführt.
Dann kann der Diebstahlsicherungsantrieb im unmittelbaren Anschluss daran von der
Position "Diebstahlsicherung ein" über die Stellung "Diebstahlsicherung aus" hinaus
auf das Gesperre zum Abheben der Sperrklinke arbeiten. Das heißt, eine zuvor bestehende
(mechanische oder elektronische) Blockade des Diebstahlsicherungsantriebs in der Stellung
"Diebstahlsicherung aus" bei "verriegelter" Verriegelungskette wird hierdurch aufgehoben,
so dass der Diebstahlsicherungsantrieb unmittelbar und in einem Zug von der Stellung
"Diebstahlsicherung ein" in den elektrischen Öffnungsvorgang für das Gesperre übergehen
kann.
[0012] Vergleichbares gilt dann, wenn aus der verriegelten Position heraus das Gesperre
geöffnet werden soll. Auch in diesem Fall ist es zunächst erforderlich, dass der Verriegelungsantrieb
die (mechanische und/oder elektronische) Blockade im Hinblick auf den Diebstahlsicherungsantrieb
aufhebt. Bei dem Verriegelungsantrieb kann es sich nicht einschränkend um einen Zentralverriegelungsantrieb
handeln. Dann ist die Verriegelungskette als Zentralver riegelungskette ausgebildet.
Das Aufheben der Blockade im Hinblick auf den Diebstahlsicherungsantrieb wird erreicht,
indem der Verriegelungsantrieb bzw. Zentralverriegelungsantrieb respektive die Verriegelungskette
bzw. Zentralverriegelungskette in die Position "entriegelt" überführt wird. Dadurch
kann im Anschluss hieran der Diebstahlsicherungsantrieb unmittelbar in die Position
"elektrisches Öffnen" übergehen.
[0013] Zusammenfassend wird der Diebstahlsicherungsantrieb also bei in der Stellung "verriegelt"
befindlicher Verriegelungskette und/oder Verriegelungsantrieb vorzugsweise in seiner
Position "Diebstahlsicherung aus" blockiert. Damit der Diebstahlsicherungsantrieb
folglich in die Stellung "elektrisches Öffnen" übergehen kann, ist es erforderlich,
zunächst diese Blockade aufzuheben, indem der Zentralverriegelungsantrieb die Verriegelungskette
in die Stellung "entriegelt" überführt.
[0014] Vorzugsweise sorgt eine Zeitsteuerung dafür, dass beide Antriebe möglichst keine
gleichzeitige Beaufschlagung erfahren. Das heißt, der Verriegelungsantrieb bzw. Zentralverriegelungsantrieb
und der Diebstahlsicherungsantrieb werden zeitlich hintereinander beaufschlagt, um
die Geräuschentwicklung auf ein Minimum zu reduzieren. Zeitlich überlappende Ansteuerungen
sind alternativ natürlich ebenfalls möglich. Schließlich können auch noch mehrere
Sensoren vorgesehen werden, die die Einnahme der verschiedenen Stellungen der Antriebe
überwachen und an eine Steuereinheit melden. Vorteilhafterweise verzichtet die Erfindung
jedoch auf derartige Sensoren, was den konstruktiven und finanziellen Aufwand verringert.
[0015] Im Ergebnis wird ein Kraftfahrzeugtürverschluss zur Verfügung gestellt, bei dem der
Diebstahlsicherungsantrieb und/oder (Zentral-)Verriegelungsantrieb gleichzeitig zum
elektrischen Öffnen eingesetzt werden. Dabei ist jeweils sichergestellt, dass eine
Entriegelung oder Entsicherung nicht zu einem unkontrol lierten Voröffnen der Sperrklinke
des Gesperres führen. Denn der jeweilige eine Antrieb für das elektrische Öffnen (Diebstahlsicherungsantrieb
oder Verriegelungsantrieb) kann nur dann aus seiner Stellung "ein" oder "aus" weiter
in die Position "elektrisches Öffnen" überführt werden, wenn zuvor eine Blockade seitens
des anderen Antriebes (Verriegelungsantrieb oder Diebstahlsicherungsantrieb) aufgelöst
worden ist. Das heißt, dass elektrische Öffnen setzt zwingend die wechselweise Beaufschlagung
beider Antriebe mit einer fest vorgegebenen Reihenfolge voraus, um die gegenseitige
Blockade in zumindest der Stellung "aus" aufzuheben. Dadurch lassen sich Fehlfunktionen
zuverlässig vermeiden.
[0016] Außerdem ist die Geräuschentwicklung minimiert, weil nur jeweils ein einzelner Antrieb
eine Beaufschlagung erfährt und beide Antriebe nicht gleichzeitig betätigt werden.
Das führt ergänzend dazu, dass der in einem Kraftfahrzeug nicht unkritische Stromverbrauch
eine Reduktion erfährt.
[0017] Immer wird der elektrische Öffnungsvorgang durch den Diebstahlsicherungsantrieb oder
den (Zentral-)Verriegelungsantrieb ausgeführt. Solange der Kraftfahrzeugtürverschluss
verriegelt ist, kann der jeweilige Antrieb, im Beispielfall der Diebstahlsicherungsantrieb,
zwar entsichern, aber keinen elektrischen Öffnungsvorgang durchführen. Dazu ist es
erst möglich, wenn das Schloss mit Hilfe des anderen Antriebes, im Beispielfall des
Zentralverriegelungsantriebs, entriegelt wird. Dadurch, dass der Diebstahlsicherungsantrieb
in der Stellung "aus" blockiert wird, lässt sich eine ungewollte Öffnung des Gesperres
vermeiden. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung anhand lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellender
Zeichnungen näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- einen Kraftfahrzeugtürverschluss anhand eines Beispielfalles,
- Fig. 2
- den Gegenstand nach Fig. 1 in Rückansicht, und zwar reduziert auf seine für die Erfindung
wesentlichen Bauteile schematisch,
- Fig. 3
- den Gegenstand nach Fig. 1 und Fig. 2 in seiner Anordnung in der Kraftfahrzeugtür.
[0019] In den Figuren ist ein Kraftfahrzeugtürverschluss 16 dargestellt, der wie üblich
mit einem Gesperre 1, 2 ausgerüstet ist, das in der Fig. 1 lediglich eine Andeutung
erfahren hat. Das Gesperre 1, 2 setzt sich aus einer Drehfalle 1 und einer Sperrklinke
2 zusammen. Die Sperrklinke 2 lässt sich mit Hilfe eines Auslösehebels 3 ausheben,
so dass dann die Drehfalle 1 federunterstützt einen nicht gezeigten Schließbolzen
freigibt. Auf den Auslösehebel 3 arbeitet ein nur angedeutetes Betätigungshebelwerk
4. Zusätzlich kann der Auslösehebel 3 durch einen Diebstahlsicherungsantrieb 5 in
Verbindung mit einem Diebstahlsicherungshebel 6 ausgehoben werden.
[0020] Der Diebstahlsicherungshebel 6 und der Diebstahlsicherungsantrieb 5 bilden zusammengenommen
eine Diebstahlsicherungskette 5, 6. Mit Hilfe des Diebstahlsicherungsantriebes 5 lässt
sich der Diebstahlsicherungshebel 6 in der Fig. 1 um eine zugehörige Drehachse 7 von
der dargestellten Position "Diebstahlsicherung ein (DS ein)" ausgehend im Uhrzeigersinn
verschwenken. Dabei überstreicht der Diebstahlsicherungsantrieb 5 bzw. die Diebstahlsicherungskette
5, 6 und hier der Diebstahlsicherungshebel 6 die Position "Diebstahlsicherung aus
(DS aus)", die strichpunktiert angedeutet ist. In dieser Stellung wird der Diebstahlsicherungshebel
6 blockiert, und zwar durch einen Anschlag 8 an einem Verriegelungshebel 9, welcher
von einem Verriegelungsantrieb 10 beaufschlagt wird. Der Verriegelungsantrieb 10 formt
zusammen mit dem Verriegelungshebel 9 bzw. Zentralverriegelungshebel 9 eine Verriegelungskette
9, 10 bzw. Zentralverriegelungskette 9, 10.
[0021] In der Fig. 1 befindet sich der Verriegelungshebel 9 in seiner Position verriegelt.
Er ist gegenüber mit dem Diebstahlsicherungshebel 6 um eine andere Achse 13 verschwenkbar,
und zwar im Gegenuhrzeigersinn. Am Ende dieser Bewegung befindet sich der Verriegelungshebel
9 in der Stellung "entriegelt" (E), die in der Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist.
Man erkennt, dass in dieser Position der Anschlag 8 am Verriegelungshebel 9 aus dem
Einflussbereich des Diebstahlsicherungshebels 6 herausgeschwenkt worden ist, folglich
der Diebstahlsicherungshebel 6 von dem Anschlag 8 in der Position "entriegelt" des
Verriegelungshebels 9 nicht (mehr) blockiert wird.
[0022] Die Funktionsweise des Kraftfahrzeugtürverschlusses nach Fig. 1 erschließt sich am
einfachsten, wenn man die Schemadarstellung nach Fig. 2 betrachtet. Dort sind lediglich
die beiden Antriebe 5, 10 dargestellt sowie der Anschlag 8. Anstelle der Antriebe
5, 10 könnte auch jeweils die zugehörige Diebstahlsicherungskette 5, 6 respektive
Verriegelungskette 9, 10 abgebildet sein.
[0023] Man erkennt, dass für den Übergang von der Stellung "Diebstahlsicherung ein" zur
Position "verriegelt" (V) lediglich der Diebstahlsicherungsmotor 5 im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 2 im Gegenuhrzeigersinn eine ca. ¼-Umdrehung vollführen muss. Dann wird
eine weitere Bewegung des angeschlossenen Diebstahlsicherungshebels 6 verhindert,
weil dieser insofern an den Anschlag 8 am Verriegelungshebel 9 schlägt.
[0024] Für den Übergang von der Diebstahlsicherungsstellung ("Diebstahlsicherung ein") zur
Entriegelung ist es nun lediglich erforderlich, einzig und allein den Zentralverriegelungsantrieb
10 im Uhrzeigersinn zu beaufschlagen. Denn eine Entriegelung hat gleichzeitig eine
Entsicherung zur Folge. Tatsächlich sorgt nämlich der in die Position "entriegelt"
überführte Verriegelungshebel 9 mit einem drehbar auf dem Verriegelungshebel 9 gelagerten
Kupplungshebel 11 dafür, dass zugleich der Diebstahlsicherungshebel 6 der Verriegelungskette
9, 10 seine Position "Diebstahlsicherung aus" (strichpunktierte Linie in Fig. 1) einnimmt.
[0025] Im Anschluss hieran kann der Diebstahlsicherungsmotor 5 den Diebstahlsicherungshebel
6 weiter im Gegenuhrzeigersinn beaufschlagen, weil insofern der Anschlag 8 am Verriegelungshebel
9 nicht (mehr) entgegensteht. Am Ende dieser Bewegung beaufschlagt der Diebstahlsicherungshebel
6 den Betätigungshebel 4 im Bereich einer dortigen Auflaufkante 12. Dadurch wird der
Auslösehebel 3 im Bereich einer dortigen Auflaufkante 12. Dadurch wird der Auslösehebel
3 in der Fig. 1 nach unten gedrückt und hebt die Sperrklinke 2 von der Drehfalle 1
ab, so dass das Gesperre 1, 2 elektrisch geöffnet wird (EÖ).
[0026] Für den Übergang von der verriegelten in die entriegelte Position ist es lediglich
erforderlich, dass der Zentralverriegelungsantrieb 10 eine Uhrzeigersinnbewegung entsprechend
der Fig. 2 vollführt. Soll im Anschluss daran das elektrische Öffnen durchgeführt
werden, so ist dies möglich, weil durch die Einnahme der Position "entriegelt" des
Verriegelungshebels 9 dessen Anschlag 8 aus dem Einflussbereich des Diebstahlsicherungshebels
6 herausgeschwenkt worden ist. Folglich kann der Diebstahlsicherungshebel 6 unmittelbar
von der Position "Diebstahlsicherung ein" gemäß Fig. 1 oder auch ausgehend von "Diebstahlsicherung
aus" bei einer Uhrzeigersinndrehung die Auflaufkante bzw. Abkantung 12 des Auslösehebels
3 erreichen.
[0027] Soll von der entriegelten Stellung ausgehend das elektrische Öffnen initiiert werden,
so ist hierfür lediglich eine Uhrzeigersinnbeaufschlagung des Diebstahlsicherungshebels
6 erforderlich. Um den Verriegelungshebel 9 von der entriegelten Stellung in die verriegelte
Stellung zu überführen, muss der Zentralverriegelungsantrieb 10 gemäß Fig. 2 so beaufschlagt
werden, dass der Verriegelungshebel 9 eine entsprechende Gegenuhrzeigersinnbewegung
absolviert.
[0028] Damit der Kraftfahrzeugtürverschluss den Übergang von der entriegelten in die diebstahlgesicherte
Position vollführen kann, ist es lediglich erforderlich, den Diebstahlsicherungsantrieb
5 zu beaufschlagen. Bei diesem Vorgang wird der Diebstahlsicherungsantrieb 5 respektive
der Diebstahlsicherungshebel 6 ausgehend von der Stellung "Diebstahlsicherung aus"
gemäß Fig. 2 im Uhrzeigersinn beaufschlagt und nimmt dabei die Verriegelungskette
9, 10 in deren Position "verriegelt" mit. Das geschieht durch den Kupplungshebel 11.
Alternativ hierzu kann aber auch zunächst der Verriegelungsantrieb 10 dafür sorgen,
dass der Verriegelungshebel 9 entsprechend verschwenkt wird, wobei im Anschluss daran
der Diebstahlsicherungshebel 6 die Position "Diebstahlsicherung ein" einnimmt.
[0029] Vergleichbar wird vorgegangen, wenn sich der Kraftfahrzeugtürverschluss in der Stellung
"verriegelt" befindet und davon ausgehend diebstahlgesichert werden soll. Denn in
einem solchen Fall muss lediglich der Diebstahlsicherungsantrieb 5 so beaufschlagt
werden, dass der Diebstahlsicherungshebel 6 in Fig. 1 eine entsprechende Gegenuhrzeigersinnbewegung
vollführt.
[0030] Eine dem Diebstahlsicherungsantrieb 5 bzw. der Diebstahlsicherungskette 5, 6 zugeordnete
Feder 14 sorgt dafür, dass die Diebstahlsicherungskette 5, 6 bzw. der Diebstahlsicherungsantrieb
5 nach dem elektrischen Öffnen (EÖ) in jedem Fall die Position "DS aus" zurückgeführt
wird. Denn die betreffende Feder 14 wird beim beschriebenen Öffnungsvorgang entsprechend
vorgespannt. Schließlich erkennt man (gehäusefeste) Anschläge 15 für den Verriegelungsantrieb
10 bzw. die Verriegelungskette 9, 10, welche die Stellungen "entriegelt" (E) und "verriegelt"
(V) festlegen, so dass insgesamt auf eine komplizierte und störanfällige Sensorik
verzichtet werden kann.
1. Kraffifahrzeugtürverschluss, mit einem Gesperre (1 2) sowie einem Diebstahlsicherungsantrieb
(5) und Verriegelungsanirieb (10), und mit einer Öffnungseinrichtung zum motorischen
Öffnen des Gesperres (1, 2), wobei der Diebstahlsicherungsantrieb (5) und gegebenenfalls
der Verriegelungsantrieb (10) auf die Öffnungseinrichtung für das Gesperre (1, 2)
arbeitet oder Teil derselben ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Diebstahlsicherungsantrieb (5) und/oder Diebstahlsicherungskette (5, 6) sowie
der Verriegelungsantrieb (10) und/oder eine Verriegelungskette (9, 10) mechanisch
und/oder elektrisch/elektronisch derart gekoppelt sind, dass der Verriegelungsantrieb
(10) und/oder die Verriegelungskette (9, 10) in seiner/ihrer Position "verriegelt"
den Diebstahlsicherungsantrieb (5) und/oder die Diebstahlsicherungskette (5, 6) blockiert,
so dass die Verriegelungskefite in die Position "entriegelt" überführt werden muss,
damit der Diebstahlsicherungsantrieb das Gesperre öffnen kann.
2. Kraftfahrzeugtürverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Diebstahlsicherungsantrieb (5) das Gesperre (1, 2) nur dann öffnet, wenn zuvor
der Verriegelungsantrieb (10) und/oder die Verriegelungskette (9, 10) in die Position
"entriegeft" überführt worden ist bzw. sind.
3. Kraftfahrzeugtürverschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsantrieb (10) beim Überführen der Verriegelungskette (9, 10) in die
Stellung "entriegelt" gleichzeitig die Diebstahlsicherungskette (5, 6) entsichert.
4. Kraftfahrzeugtürverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Diebstahlsicherungsantrieb (5) beim Überführen der Diebstahlsicherungskette (5,
6) in die gesicherte Position zugleich die Verriegelungskette (9,10) in Stellung "verriegelt"
mitnimmt,
5. Kraftfahrzeugtürverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zeitsteuerung für beide Antriebe (5, 10) realisiert ist, die eine gleichzeitige
Beaufschlagung verhindert.
6. Kraftfahrzeugtürverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Sensoren die Einnahme der verschiedenen Stellungen der Antriebe (5, 10) bzw. Ketten
(5, 6; 9,10) überwachen.
7. Kraftfahrzeugtürverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Diebstahlsicherungsantrieb (5) bei in Verriegelungsstellung befindlichem Verriegelungsantrieb
(10) und/oder Verriegelungskette (9, 10) in der Stellung "Diebstahlsicherung aus"
blockiert wird.
1. Motor vehicle door lock, having a locking mechanism (1, 2) as well as an anti-theft
protection device drive (5) and locking drive (10), and with an opening device for
motorized opening of the locking mechanism (1,2), wherein the anti-theft protection
device drive (5) and optionally the locking drive (10) acts on the opening device
for the locking mechanism (1, 2) or is part therefrom, characterized in that the anti-theft protection device drive (5) and/or anti-theft protection chain (5,
6) as well as the locking drive (10) and/or a locking chain (9, 10) are mechanically
and/or electrically/electronically coupled in such a way that the locking drive (10)
and/or the locking chain (9, 10), in its/their position "locked", block the anti-theft
protection device drive (5) and/or the anti-theft protection chain (5, 6) such that
the locking chain has to be brought into the position "unlocked" in order to allow
the anti-theft protection device drive to open the locking mechanism.
2. Motor vehicle door lock according to claim 1, characterized in that the anti-theft protection device drive (5) opens the locking mechanism (1, 2) only
when the locking drive (10) and/or the locking chain (9,10) has or have been brought
before into the position "unlocked".
3. Motor vehicle door lock according to claims 1 or 2, characterized in that the locking drive (10), when bringing the locking chain (9, 10) into the position
"unlocked", releases at the same time the anti-theft protection chain (5, 6).
4. Motor vehicle door lock according to one of the claims 1 to 3, characterized in that when the anti-theft protection chain (5, 6) is brought into the locked position,
the anti-theft protection device drive (5) takes the locking chain (9, 10) at the
same time along into the position "locked".
5. Motor vehicle door lock according to one of the claims 1 to 4, characterized in that a time control is realized for both drives (5, 10), which prevents a simultaneous
acting.
6. Motor vehicle door lock according to one of the claims 1 to 5, characterized in that sensors monitor the taking of different positions of the drives (5, 10) or chains
(5, 6; 9, 10), respectively.
7. Motor vehicle door lock according to one of the claims 1 to 6, characterized in that when the locking drive (10) and/or the locking chain (9, 10) being in locked position,
the anti-theft protection device drive (5) is blocked in the position "anti-theft
protection off".
1. Fermeture de portière de véhicule automobile comprenant un mécanisme d'encliquetage
(1, 2) ainsi qu'un entraînement de système antivol (5) et un entraînement de verrouillage
(10), et comprenant un dispositif d'ouverture pour l'ouverture motorisée du mécanisme
d'encliquetage (1, 2), l'entraînement de système antivol (5) et, le cas échéant, l'entraînement
de verrouillage (10) agissant sur le dispositif d'ouverture du mécanisme d'encliquetage
(1, 2) ou faisant partie du même, caractérisée en ce que l'entraînement de système antivol (5) et/ou la chaîne antivol (5, 6) ainsi que l'entraînement
de verrouillage (10) et/ou une chaîne de verrouillage (9, 10) sont couplés mécaniquement
et/ou électriquement/électroniquement, de sorte que l'entraînement de verrouillage
(10) et/ou la chaîne de verrouillage (9, 10) bloque, dans sa position « verrouillée
», l'entraînement de système antivol (5) et/ou la chaîne antivol (5, 6), de sorte
que la chaîne antivol (5, 6) doit être transférée dans la position « déverrouillée
» pour que l'entraînement de système antivol puisse ouvrir le mécanisme d'encliquetage.
2. Fermeture de portière de véhicule automobile selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'entraînement de système antivol (5) n'ouvre le mécanisme d'encliquetage (1,2) que
si l'entraînement de verrouillage (10) et/ou la chaîne de verrouillage (9, 10) a (ont)
été transférés auparavant dans la position « déverrouillée ».
3. Fermeture de portière de véhicule automobile selon la revendication 1 ou la revendication
2, caractérisée en ce que pendant que l'entraînement de verrouillage (10) transfère la chaîne de verrouillage
(9, 10) dans la position « déverrouillée », il déverrouille simultanément la chaîne
antivol (5, 6).
4. Fermeture de portière de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que pendant que l'entraînement de système antivol (5) transfère la chaîne antivol (5,
6) dans la position verrouillée, il emmène simultanément la chaîne de verrouillage
(9, 10) dans la position « verrouillée».
5. Fermeture de portière de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce qu'une commande centrale des deux entraînements (5, 10) est réalisée, qui empêche un
actionnement simultané.
6. Fermeture de portière de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que des capteurs surveillent la prise des positions différentes par les entraînements
(5, 10) ou les chaînes (5, 6 ; 9, 10).
7. Fermeture de portière de véhicule automobile selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que si l'entraînement de verrouillage (10) et/ou la chaîne de verrouillage se trouve(nt)
dans la position verrouillée, l'entraînement de système antivol (5) sera bloqué dans
la position « système antivol désactivé ».
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente