[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Axialkolbenverdichter, insbesondere Verdichter
für Kraftfahrzeug-Klimaanlagen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Im Bereich von Verdichtertriebwerken zeichnet sich eine Tendenz dahingehend ab, daß
bei Verdichtern mit variablem Kolbenhub zunehmend Schwenkscheiben in Form eines Schwenkringes,
d.h. also ringförmige Schwenkscheiben, Verwendung finden. Ein für das Schwenken der
Scheibe notwendiges Kippgelenk wird dabei im wesentlichen in die ringförmige Schwenkscheibe
integriert. So ist beispielsweise aus der
EP 0 964 997 B1 ein Verdichter bekannt, bei welchem die Hubbewegung der Kolben durch den Eingriff
einer zur Maschinenwelle schräg verlaufenden Ringscheibe in eine Eingriffskammer erfolgt.
Die Eingriffskammer ist angrenzend an den geschlossenen Hohlraum des Kolbens vorgesehen.
Für einen im wesentlichen spielfreien Gleiteingriff in jeder Schräglage der Schwenkscheibe
bzw. des Schwenkringes sind zwischen ihr und der kugelförmig gekrümmten Innenwand
der Eingriffskammer beidseitig Kugelsegmente, sogenannte Gleitsteine vorgesehen, so
daß der Schwenkring bei seinem Umlauf zwischen ihnen gleitet.
[0003] Die Antriebsübertragung von der Antriebswelle zum Schwenkring erfolgt durch einen
in der Antriebswelle befestigten Mitnehmerbolzen, dessen kugelförmiger Kopf in eine
radiale Bohrung des Schwenkringes eingreift. Dabei ist die Position des Mitnehmerkopfes
so gewählt, daß sein Mittelpunkt mit demjenigen der Kugelsegmente übereinstimmt. Außerdem
liegt dieser Mittelpunkt auf einer Kreislinie, die die geometrischen Achsen der sieben
Kolben miteinander verbindet, und weiterhin auf einer Kreislinie, die die Mittelpunkte
der kugelförmigen Gelenkkörper der Kolben verbindet. Auf diese Weise ist die obere
Totpunktposition der Kolben bestimmt und ein minimaler Schadraum gewährleistet. Die
Kopfform des freien Mitnehmerendes ermöglicht die Veränderung der Neigung der Schwenkscheibe,
in dem der Mitnehmerkopf einen Lagerkörper für eine die Hubweite der Kolben verändernde
Schwenkbewegung der Schwenkscheibe bildet.
[0004] Eine weitere Voraussetzung für ein Verschwenken der Schwenkscheibe ist die Verschiebbarkeit
ihrer Lagerachse in Richtung der Antriebswelle. Hierzu ist die Lagerachse durch zwei
gleichachsig beidseitig einer Schiebehülse gelagerte Lagerbolzen gebildet, die außerdem
in radialen Bohrungen der Schwenkscheibe gelagert sind. Die Schiebehülse hat hierzu
vorzugsweise beidseitig Lagerhülsen, die den Ringraum zwischen der Schiebehülse und
der Schwenkscheibe speichenartig überbrücken.
[0005] Die Begrenzung der Verschiebbarkeit der Lagerachse und damit die maximale Schrägstellung
der Schwenkscheibe ergibt sich durch den Mitnehmerbolzen, indem dieser ein in der
Schiebehülse vorgesehenes Langloch durchdringt, so daß die Schiebehülse an den Enden
des Langloches Anschläge findet. Die Kraft für die Winkelverstellung der Schwenkscheibe
und damit für eine Regelung des Verdichters ergibt sich aus der Summe der jeweils
beidseitig der Kolben gegeneinander wirkenden Drücke, so daß diese Kraft vom Druck
im Triebwerksraum abhängig ist. Der Druck im Triebwerksraum ist entsprechend dem Stand
der Technik zwischen einem hohen und einem niedrigen Druck regelbar und greift dementsprechend
in das Kräftegleichgewicht an der Schwenkscheibe ein. Dadurch wird die Neigung derselben
beeinflußt. Weiterhin kann die Position der Schiebehülse durch Federn beeinflußt werden,
welche ebenfalls in verschiedenen Varianten zum Stand der Technik gehören.
[0006] Ferner wird die für die Förderleistung maßgebliche Position der Schiebehülse durch
auf die Schwenkscheibe einwirkende Trägheitskräfte mitbestimmt, wobei sich die Schwenkscheibe
bei steigender Drehgeschwindigkeit verstellt, d.h. ihren Schwenkwinkel bzw. ihren
Kippwinkel ändert. Bei modernen Verdichtern geht der Trend dazu, Schwenkscheiben mit
derartigen Trägheitsmomenten zum Einsatz zu bringen, die eine Verringerung der Hubweite
der Kolben und damit eine Verringerung der Förderleistung bei ansteigender Drehgeschwindigkeit
bewirken.
[0007] Problematisch an der vorstehend erläuterten Konstruktion ist jedoch die hohe Hertzsche
Pressung im Bereich des Mitnehmerkopfes und der Schwenkscheibe (System: Kugel/Zylinder)
und die Aufnahme der (axialen) Reaktionskräfte infolge der Gaskraft an den Kolben
und der Kräfte infolge des an die Schwenkscheibe zu übertragenden Drehmomentes.
[0008] Ähnliche Probleme resultieren aus
DE 102 30 948 A1, die einen Taumelring beschreibt. Der Taumelring wird durch Eingriff eines Kopfabschnittes
eines Drehzapfens mit einem Loch des Taumelrings zum Drehen gebracht. Der Kopfabschnitt
ist kugelförmig und dient auch der Aufnahme axial wirkender Kräfte.
[0009] US 4 175 915 beschreibt einen Taumelscheibenmechanismus, der aus zwei Taumelscheiben zusammengesetzt
ist. Eine erste Taumelscheibe wird durch Gleitschuhe am Rotieren gehindert, wohingegen
eine zweite Taumelscheibe in Einheit mit einer Welle rotiert. Die Bauweise mit sich
zwei relativ zueinander drehenden Taumelscheiben ist aufwendig und verschleißanfällig.
[0010] Ein dem aus der
EP 0 964 997 B1 bekannten Verdichter ähnlicher Verdichter ist aus der
JP 2003-269330 AA bekannt, wobei bei diesem jedoch insgesamt zwei Mitnehmer verwendet werden.
[0011] Bedeutsam für die Kinematik gemäß den beiden erwähnten Druckschriften, d.h. also
bedeutsam für die Kinematik bei den Gegenständen der
EP 0 964 997 B1 und
JP 2003-269330 AA ist es, daß der Mitnehmerkopf zentral mit dem Mittelpunkt der Gleitsteine der
Kolben zusammenfällt, und daß die Position des Mittelpunktes des Mitnehmerkopfes gleichzeitig
in etwa den Teilkreis der Mittelachse der Kolben tangiert.
[0012] Zu den vorstehend erwähnten ungünstigen Eigenschaften tritt hinzu, daß die Gegenstände
der
EP 0 964 997 B1 und der
JP 2003-269330 AA sehr aufwendig konstruiert sind, was eine hohe Teilezahl und somit Kosten bedingt,
wobei zusätzlich die Lagerung durch zwei Mitnehmer überbestimmt und somit verschleißanfällig
ist und die Festigkeit der Bauteile insbesondere durch eine Lochlaibung der Welle
eher gering einzuschätzen ist.
[0013] Ein weiterer Verdichter ist aus der
DE 101 52 097 A1 bekannt, der erheblich von den Gegenständen der vorstehend diskutierten Druckschriften
abweicht. Beim Gegenstand gemäß der
DE 101 52 097 A1 wird der Mitnehmer, insbesondere der kugelförmige Mitnehmerkopf, durch einen Gelenkstift
oder Bolzen ersetzt. Dieser wird allerdings von außen in die Schwenkscheibe integriert
und mit einer topfförmigen Mitnehmerscheibe befestigt, welche Bestandteil der Antriebswellenbaugruppe
ist. Auch der Gegenstand der
DE 101 52 097 A1 weist eine aufwendige Konstruktion auf, wobei zusätzlich zu beachten ist, daß in
Abhängigkeit vom Kippwinkel eine große Unwucht auftreten kann. Dies fördert den Verschleiß
des Verdichters und verringert damit dessen Lebensdauer.
[0014] Ein weiterer Verdichter ist aus der
FR 278 21 26 A1 bekannt, welcher einen Mitnehmer aufweist, der sich radial von der Antriebswelle
aus erstreckt und in die Schwenkscheibe eingreift. Ähnlich wie die Lösung gemäß der
DE 101 52 097 A1, ist auch bei dieser Konstruktion die Schwenkscheibe am Mitnehmer in radialer Erstreckung
fest gelagert. Darin liegt auch ein zentraler Unterschied in Bezug auf die Gegenstände
der
EP 0 964 997 B1 und der
JP 2003-269330 AA. Während sich dort die Lagerstelle des Mitnehmerkopfes in der Schwenkscheibe relativ
in der Führung (Bohrung) der Schwenkscheibe bewegt, weil die Schwenkscheibe in einem
auf der Wellenachse liegenden Gelenk die Drehbewegung ausführt, wird bei den Konstruktionen
gemäß der
FR 278 21 26 A1 und der
DE 101 52 097 A1 die Drehbewegung im seitlichen Gelenk der Schwenkscheibe realisiert.
[0015] In der unveröffentlichten und auf die Anmelderin zurückgehenden Patentanmeldung
DE 102 00 404 1645 wird ein Mitnehmer vorgeschlagen, der in der Welle verschieblich gelagert ist. Dadurch
kann die Kraftübertragung zwischen dem Mitnehmerkopf und der Schwenkscheibe optimal
ausgeführt werden (Kraftübertragung durch Flächenkontakt). Problematisch kann jedoch
die Verschiebung des Mitnehmers in der Welle sein, da dort infolge des Biegemoments
hohe Kräfte aufzunehmen sind und die Teile deshalb sehr steif ausgeführt sein müssen.
Diese steife'Ausführung bedingt eine erhöhte Masse des Verdichters.
[0016] Aus der
DE 103 154 77 A1 letztendlich ist ein Verdichter der Schwenkscheiben/Mitnehmerbauart bekannt, bei
dem der Mitnehmer kein Drehmoment überträgt. Dieses Merkmal trifft im übrigen auch
für bevorzugte'Ausführungsformen der
DE 102 00 404 1645 zu. Die Mitnehmerfunktion beschränkt sich darauf, die axial auf die Schwenkscheibe
einwirkenden Kolbenkräfte abzustützen, wobei das Drehmoment durch weitere vom Mitnehmer
unabhängige Kraftübertragungselemente bereitgestellt wird. Dadurch wirken geringere
Kräfte auf den Mitnehmer, da wie vorstehend erwähnt, kein Drehmoment übertragen wird.
Der Vorteil dieses Konzepts liegt darin, daß die Kräfte bzw. die Flächenpressung infolge
der anliegenden Kräfte (aufgrund der Tatsache, daß es sich relativ geringe Kräfte
handelt) keine zu großen Deformationen am und im Mitnehmer bedingen, wodurch der Mitnehmer
entsprechend leichtgewichtig gestaltet werden kann und das Verkippen der Schwenkscheibe
relativ hysteresefrei erfolgen kann. Unvorteilhaft kann es sich jedoch auswirken,
daß der kugelförmige Mitnehmerkopf in einer relativ großen Ausnehmung der Schwenkscheibe
liegt. Damit kann bzw. muß die Hertzsche Pressung durch eine Geometriepaarung Ebene/Kugel
beschrieben werden, die relativ ungünstig ist, da sie eine hohe Hertzsche Pressung
bedingt.
[0017] Ausgehend vom vorstehend erläuterten Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, einen Verdichter anzugeben, dessen Mitnehmerkopf bzw. dessen Stützelement
möglichst großflächig Kräfte aufnehmen kann (geringe Hertzsche Pressung),
wobei gleichzeitig eine Überbestimmung von Kraftübertragungsfunktionen, d.h. also
ein Klemmen, vermieden werden soll.
[0018] Diese Aufgabe wird durch einen Verdichter mit den Merkmalen gemäß dem Patentanspruch
1 bzw. 3 gelöst.
[0019] Ein erfindungsgemäßer Verdichter weist eine in ihrer Neigung zu einer Antriebswelle
verstellbare und von der Antriebswelle drehangetriebene, insbesondere ringförmige
Schwenkscheibe auf, die mit wenigstens einem im Abstand von der Antriebswelle mit
dieser mitdrehend angeordneten Stützelement gelenkig verbunden ist. Die Kolben des
Axialkolbenverdichters weisen jeweils eine Gelenkanordnung auf, mit der die Schwenkscheibe
in Gleiteingriff steht. Das Stützelement ist am radial äußeren Ende eines mit der
Antriebswelle mitdrehenden und innerhalb derselben in der Radialrichtung unverschieblich
fixierten Kraftübertragungselements angeordnet, wobei ein wesentlicher Punkt der Erfindung
ist, daß das Kraftübertragungselement in der Antriebswelle um seine Längsachse drehbar
gelagert ist. Dadurch ist sichergestellt, daß keine ungewünschten Momente, insbesondere
Verdrehmomente, am Kraftübertragungselement bzw. auch dem Stützelement angreifen und
zu erhöhtem Verschleiß führen.
[0020] Stützelement und Kraftübertragungselement dienen im wesentlichen nur zur axialen
Abstützung der Kolben bzw. zu einer Gaskraftabstützung, während die Drehmomentübertragung
zwischen Antriebswelle und Schwenkring über eine eigene, von Stütz- und Kraftübertragungselement
unabhängige Vorrichtung erfolgt. Insbesondere handelt es sich hierbei um eine Gelenkverbindung
zwischen Antriebswelle und Schwenkscheibe. Durch die Entkopplung der Vorrichtung,
die als axiale Abstützung der Kolben bzw. Gaskraftabstützung dient und einer dem Antrieb
der Schwenkscheibe bzw. des Schwenkrings gewidmeten Vorrichtung kann einerseits die
Vorrichtung, die der Gaskraftabstützung dient, schlanker und somit leichter konstruiert
sein und ferner ergibt sich der Vorteil, daß die auf das Stützelement und das Kraftübertragungselement
wirkenden Momente verringert werden können, wodurch, wie bereits vorstehend erwähnt,
ein geringer Verschleiß des erfindungsgemäßen Verdichters sichergestellt ist.
[0021] Eine weitere Lösung der Aufgabe der vorliegenden Erfindung ergibt sich, wenn das
Stützelement bei einem Verdichter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 in
der Grundform im Radialschnitt etwa rechteckförmig, wobei die "Ecken" insbesondere
mit unterschiedlichen Radien stark verrundet sind, alternativ auch in der Form eines
gestauchten bzw. deformierten Kreises oder auch einer Ellipse, welche wiederum deformiert
bzw. gestaucht sein kann, ausgebildet ist. Dadurch wird die Flächenpressung bzw. Deformation
im Bereich des Stützelements und der Schwenkscheibe günstig beeinflußt. Selbstverständlich
kommt auch eine Kombination der Merkmale der Patentansprüche 1 und 3 in Frage.
[0022] Die Bereiche des Stützelements, die mit der Schwenkscheibe bzw. dem Schwenkring in
Kontakt stehen, können wenigstens teilweise zylinder- oder tonnenförmig ausgebildet
sein. Durch eine zylinderförmige bzw. tonnenförmige Kontur liegt die Schwenkscheibe
angenähert per Linienkontakt am Stützelement an. Es sei angemerkt, daß eine Kontur
des Stützelements, wie sie vorstehend beschrieben ist, beispielsweise durch ein Formwerkzeug
spanabhebend bearbeitet bzw. geschliffen werden kann, was eine einfache und damit
kostengünstige Herstellung sicherstellt.
[0023] Bei einem Kältemittelverdichter der beschriebenen Bauart bzw. bei einem Kältemittelverdichter
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 kann in Bezug auf das Verkippen der Schwenkscheibe
hinsichtlich zweier Momente unterschieden werden. Dies ist einerseits ein Kippmoment
(in der Kippebene), und zum weiteren ein Verdrehmoment, welches senkrecht zum vorstehend
genannten Kippmoment wirkt. Das Verdrehmoment tritt u.a. deshalb auf, weil die maximale
Gaskraft an einem Kolben zum Zeitpunkt der Öffnung des Ventils auftritt und nicht
im oberen Totpunkt des Kolbens. Die resultierende Reaktionskraft aller Kolben orientiert
sich stark an dem Kolben, der sich in dem beschriebenen Zustand befindet. Das Verdrehmoment
wird in einer bevorzugten Ausführungsform im Bereich der Antriebswelle abgestützt,
was insbesondere durch eine Vorrichtung geschieht, die zwischen einer auf der Antriebswelle
verschieblich gelagerten Schiebehülse und der Schwenkscheibe erfolgt. Eine derartige
Vorrichtung kann aus einem oder mehreren zylinderstiftartigen Element(en) oder aus
Stütz- bzw. Kontaktflächen bestehen. Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß die Schwenkscheibe
an der vorstehend erwähnten Schiebehülse, welche längs der Antriebswelle axial verschieblich
gelagert ist, schwenkbar gelagert ist. Dadurch wird, wie bereits vorstehend erwähnt,
ein im Bereich der Antriebswelle angreifendes Verdrehmoment abgestützt. Das Kraftübertragungselement
kann ferner wenigstens über Teile seines Umfangs hinweg einen Absatz im Bereich der
Antriebswelle aufweisen und zusätzlich oder alternativ an seiner dem Stützelement
abgewandten Seite ein insbesondere sich in axiale Richtung erstreckendes Sicherungselement
umfassen. Der Absatz im Bereich der Antriebswelle stellt eine definierte Position
des Kraftübertragungselementes in der Antriebswelle in einer einfachen konstruktiven
Ausführung sicher, ein Sicherungselement sorgt für einen sicheren Halt in derselben.
Insbesondere in einer Bauform, in welcher das Kraftübertragungselement und das Stützelement
lediglich als Gaskraftstütze dienen, ist die Schwenkscheibe vorzugsweise über Antriebsbolzen
mit der Schiebehülse und mit der Antriebswelle verbunden. Damit ist ein sicherer,
konstruktiv einfacher Antrieb der Schwenkscheibe sichergestellt, während gleichzeitig
die Vorteile einer Entkoppelung zwischen Antrieb und Abstützung gegen Gaskräfte zum
Tragen kommen. Die Antriebsbolzen können für einen sicheren Halt in die Schiebehülse
oder die Schwenkscheibe eingepreßt sein. Ferner können die Antriebsbolzen in eine
Aussparung, insbesondere in eine Nut in der Antriebswelle hineinragen,
wobei ferner ein Verbindungselement, insbesondere eine Paßfeder, zwischen der Antriebswelle
und der Schiebehülse angeordnet sein kann, welches eine Übertragung von Kräften bzw.
Momenten in radialer Richtung erlaubt und axial verschieblich auf der Antriebswelle
gelagert ist. Dadurch wird eine relativ einfache, mit wenigen Einzelteilen realisierbare
Variante eines erfindungsgemäßen Axialkolbenverdichters sichergestellt.
[0024] Eine weitere konstruktiv einfache bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Verdichters ergibt sich, wenn das dem Stützelement abgewandte Ende des Kraftübertragungselementes
durch die Antriebswelle hindurch- und in einen Längsschlitz in der Schiebehülse hineinragt
derart, daß durch das dem Stützelement abgewandte Ende des Kraftübertragungselementes
ein Antriebsdrehmoment von der Antriebswelle auf die Schiebehülse übertragen wird.
[0025] In einer besonderen Ausführungsform ist das Stützelement derart ausgebildet, daß
es innerhalb einer Aussparung in der Schwenkscheibe mit dieser in Linienkontakt steht,
was eine optimale Hertzsche Pressung und auch einen optimalen Kraftübertrag sicherstellt.
Die Höhe der Aussparung in der Schwenkscheibe kann gleich der Summe der Krümmungsradien
einer radial äußeren und einer radial inneren Kontur sein, was ein ideales Kurvenprofil
der Gaskraftstütze sicherstellt.
[0026] Bevorzugt ist die Wandstärke im Bereich der Aussparung in der Schwenkscheibe auf
der durch die Gaskraft stärker belasteten Seite der Schwenkscheibe größer als auf
der Seite der Schwenkscheibe, die weniger belastet ist, wobei ferner gleichzeitig
ein Schadraum für alle Kippwinkel der Schwenkscheibe konstant ist. Die stärker durch
die Gaskraft belastete Seite der Schwenkscheibe ist im Normalfall die den Kolben zugewandte
Seite. Diese konstruktive Maßnahme erhöht die Stabilität der Schwenkscheibe, wobei
gleichzeitig durch die dünnere Wandung an der weniger belasteten Seite eine Gewichtseinsparung
möglich ist.
[0027] Die Antriebswelle und die Schiebehülse können zueinander korrespondierende Abflachungen
aufweisen, so daß die Schiebehülse drehfest auf der Antriebswelle gelagert ist. Dies
stellt eine einfache konstruktive Maßnahme dar, um einen sicheren Antrieb der Schiebehülse
zu gewährleisten. Ferner kann die Schwenkscheibe mindestens eine Abflachung aufweisen,
die mit einer Abflachung an der Schiebehülse korrespondiert, was eine sichere relative
Lage der beiden Komponenten zueinander gewährleistet.
[0028] Die Erfindung wird nachfolgend in Hinsicht auf weitere Vorteile und Merkmale beispielhaft
und unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen
zeigen in:
- Fig. 1
- einen Schwenkscheibenmechanismus einer ersten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Verdichters in Explosions-darstellung;
- Fig. 2
- die Ausführungsform gemäß Fig. 1 im Längsschnitt bei einem minimalen Kippwinkel der
Schwenkscheibe;
- Fig. 3a+b
- den Schwenkscheibenmechanismus gemäß Fig. 1 bei einem maximalen Kippwinkel der Schwenkscheibe
im Längsschnitt (a) und im Querschnitt (b);
- Fig. 4a+b
- eine Detailansicht einer erfindungsgemäßen Gaskraftstütze im Längsschnitt (a) und
schematische Darstellungen der Gaskraftstütze wiederum im Längsschnitt (b);
- Fig. 5
- eine zweite bevorzugte Ausführungsform einer Gaskraftstütze eines erfindungsgemäßen
Verdichters im Längsschnitt;
- Fig. 6
- eine dritte bevorzugte Ausführungsform einer Gaskraftstütze eines erfindungsgemäßen
Verdichters wiederum im Längsschnitt; und
- Fig. 7a+b
- einen Schwenkscheibenmechanismus der ersten bevorzugten Ausführungsform im Querschnitt
(a) und im Längsschnitt (b).
[0029] Sämtliche bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verdichters umfassen
(nicht in den Zeichnungen dargestellt) ein Gehäuse, einen Zylinderblock und einen
Zylinderkopf. Im Zylinderblock sind Kolben axial hin- und herbewegbar gelagert. Der
Antrieb der Verdichter erfolgt über eine Riemenscheibe mittels einer Antriebswelle
1. Bei den vorliegenden Verdichtern handelt es sich um Verdichter mit variablem Kolbenhub,
wobei der Kolbenhub durch eine Druckdifferenz, die durch die Drücke auf einer Sauggasseite
und in einer Triebwerkskammer definiert ist, geregelt wird. Je nach der Größe der
Druckdifferenz wird eine Schwenkscheibe in Form eines Schwenkringes 2 mehr oder weniger
aus ihrer vertikalen Lage ausgelenkt bzw. verschwenkt. Je größer der daraus resultierende
Schwenkwinkel ist, desto größer ist der Kolbenhub, und dementsprechend wird ein umso
höherer Druck an einer Auslaßseite des Verdichters zur Verfügung gestellt.
[0030] Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß der Schwenkscheibenmechanismus einer ersten bevorzugten
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdichters den Schwenkring 2, eine Schiebehülse
3, die auf der Antriebswelle axial verschieblich gelagert ist, eine F.eder 4, eine
Gaskraftstütze 5, welche sich aus einem Stützelement 6 und einem Kraftübertragungselement
7 zusammensetzt, ein Sicherungselement 8 sowie Antriebsbolzen 9, welche zur Drehmomentübertragung
zwischen Antriebswelle 1 und Schwenkring 2 dienen, umfaßt.
[0031] Das Stützelement ist in der vorliegenden ersten bevorzugten Ausführungsform zylinder-
bzw. tonnenartig ausgebildet. Das Kraftübertragungselement ist in einer korrespondierenden
Aussparung 10 in der Antriebswelle um seine Längsachse drehbar gelagert. Wie bereits
durch die Terminologie angedeutet, dient die Gaskraftstütze 6 im wesentlichen nur
zur axialen Abstützung der Kolbenkräfte, während die Drehmomentübertragung zur Schwenkscheibe
im wesentlichen durch die Antriebsbolzen 9 erfolgt.
[0032] Die Schiebehülse 3 weist zwei abgeflachte Seiten 11 auf (aus Fig. 1 ist nur eine
abgeflachte Seite ersichtlich), die mit korrespondierenden Abflachungen 12 am Schwenkring
2 in Gleiteingriff stehen. Das Kraftübertragungselement 7 besitzt einen Absatz 13,
welcher die Position desselben (insbesondere in radialer Richtung) in der Antriebswelle
1 bestimmt. An der dem Stützelement 6 abgewandten Seitedes Kraftübertragungselementes
7 sorgt das Sicherungselement 8 für einen sicheren Verbleib der Gaskraftstütze 5 bzw.
des Stützelements 6 und des Kraftübertragungselements 7 in der Antriebswelle. Neben
der bereits vorstehend erläuterten Verbindung zwischen Schwenkring 2 und Antriebswelle
1 stellen die Antriebsbolzen 9 auch die Verbindung zwischen Schiebehülse 3 und Antriebswelle
1 und einen daraus resultierenden Kraft- bzw. Drehmomentübertrag sicher. Die Antriebsbolzen
9 ragen in eine Aussparung in der Antriebswelle in Form von Nuten 14 hinein (aus Fig.
1 ist wiederum nur eine der Nuten 14 erkennbar). Die Antriebsbolzen sind in entsprechende
Aussparungen 16 im Schwenkring 2 eingepreßt.
[0033] Die Feder 4 dient als Verbindungselement, welches zwischen Antriebswelle 1 und Schiebehülse
3 angeordnet ist und einen Übertrag von Kräften in axialer Richtung erlaubt. Sie ist
axial verschieblich auf der Antriebswelle 1 gelagert. Das dem Stützelement 6 abgewandte
Ende des Kraftübertragungselements 7 ragt durch einen Längsschlitz 17, welcher an
der Schiebehülse 3 ausgebildet ist, in die Antriebswelle 1 hinein. An dieser Stelle
sei angemerkt, daß alternativ oder auch zusätzlich zum Kraft- bzw. Drehmomentübertrag
über die Antriebsbolzen 9 die Schiebehülse derart ausgebildet sein kann, daß ein dem
Längsschlitz 17 gegenüberliegend angeordneter Längsschlitz an der Schiebehülse vorgesehen
ist, in welchen das dem Stützelement 6 abgewandte Ende des Kraftübertragungselements
7 hineinragt und damit ein Antriebsdrehmoment von der Antriebswelle 1 auf die Schiebehülse
3 überträgt. Es sei an dieser Stelle nochmals kurz erwähnt, daß die Antriebswelle
1 und die Schiebehülse 3 zusätzlich oder alternativ zu der Verbindung bzw. zum Drehmomentübertrag
über die Antriebsbolzen 9 zueinander korrespondierende Abflachungen aufweisen können,
so daß die Schiebehülse drehfest auf der Antriebswelle gelagert ist (aus Fig. 1 nicht
ersichtlich).
[0034] Die in Fig. 1 in Explosionsdarstellung aufgezeigte Konstruktion ist in Fig. 2 nochmals
im Längsschnitt dargestellt, wobei aus der Fig. 2 zusätzlich zu den bereits aus Fig.
1 bekannten Merkmalen ersichtlich ist, wie der Schwenkring 2 in einer mit Kolbenstangen
bzw. den Kolben verbundenen Aufnahme 18 gelagert ist. Zur Lagerung dienen Gleitsteine
19, welche sich zwischen Schwenkring 2 und der Aufnahme 18 befinden. Der Schwenkring
2 befindet sich in der Darstellung der Fig. 2 in einer minimalen Auslenkung, d.h.
der Schwenkring weist einen minimalen Kippwinkel auf. Aus dieser Darstellung ist vor
allem das Zusammenwirken des an der Gaskraftstütze 5 ausgebildeten Absatzes 13 mit
der Antriebswelle 1 zu erkennen. Ferner kann hieraus auch das Zusammenspiel zwischen
Kraftübertragungselement 7 und Sicherungselement 8 entnommen werden.
[0035] In Fig. 3a ist eine zur Fig. 2 korrespondierende Darstellung, d.h. also ein Längsschnitt
der ersten bevorzugten Ausführungsform dargestellt, hier jedoch bei einem Winkel maximaler
Auslenkung des Schwenkrings 2. In Fig. 3b ist weiterhin ein Querschnitt durch den
Schwenkringmechanismus gemäß Fig. 3a dargestellt. Es sei an dieser Stelle nochmals
darauf verwiesen, daß das Antriebsdrehmoment in der bevorzugten Ausführungsform nicht
durch die Gaskraftstütze 5 bzw. das Stützelement 6 erfolgt (angedeutet durch die Pfeile
23, 24), sondern durch die Antriebsbolzen 9 (angedeutet durch den Pfeil 25). Das Antriebsdrehmoment
ist in Fig. 3b durch einen Pfeil 20 angedeutet. Ferner ist die Kippachse 21 des Schwenkringes
2 aus Fig. 3b ersichtlich.
[0036] In Fig. 4a ist nochmals eine Detaildarstellung von Teilen des Kraftübertragungselements
7 und des Stützelements 6 in Eingriff mit dem Schwenkring 2 gegeben. In Fig. 4b sind
zwei Längsschnitte der Gaskraftstütze 5 der ersten bevorzugten Ausführungsform dargestellt,
welche durch eine Drehung um 90° auseinander hervorgehen. In dieser Darstellung ist
deutlich das zylinderförmige Stützelement 6 zu erkennen. Da die zylinderförmige bzw.
tonnenförmige Kontur eine nicht vernachlässigbare Erstreckung senkrecht zur Kippebene
aufweist, kann ein Verdrehmoment (welches senkrecht zum Kippmoment des Schwenkrings
wirkt und u.a. deshalb auftritt, weil die maximale Gaskraft an einem Kolben zum Zeitpunkt
der Öffnung des Ventils auftritt und nicht im Totpunkt des Kolbens) dort, d.h. also
am zylinderförmigen Stützelement 6 eingeleitet werden, wenn dieses nicht erfindungsgemäß
um seine Mittelachse in der Antriebswelle 1 verdrehbar gelagert ist. Deshalb stellt
eine erfindungsgemäße Konstruktion sicher, daß das Verdrehmoment nur in die dafür
vorgesehen Elemente eingeleitet wird, welche beispielsweise die stiftartigen Antriebsbolzen
9 oder aber auch beliebige Stützflächen sein können. Eine Einleitung des Verdrehmoments
in die Gaskraftstütze 5 wird durch eine erfindungsgemäße Konstruktion ausgeschlossen.
[0037] Es sei an dieser Stelle nochmals kurz auf die Vorteile der Erfindung eingegangen,
welche sich wie folgt darstellen: Die Gaskraftstütze 5 nimmt weitgehend und vorzugsweise
drehmomentfrei (insofern eine Konstruktion gewählt ist, in welcher das Kraftübertragungselement
7 an seiner dem Stützelement 6 abgewandten Seite nicht in drehmomentübertragendem
Eingriff mit der Schiebehülse 3 steht) die Stützfunktion des Schwenkringes 2 im Hinblick
auf die axial einwirkenden Kolbenkräfte wahr; das Stützelement 6 bzw. zumindest der
Kopfbereich des Stützelements 6 kann großflächig, d.h. also zylinderoder tonnenförmig
ausgeformt werden, wobei Verdrehmomente nicht eingeleitet werden können, da sich die
Gaskraftstütze 5 um ihre Mittelachse ausrichten kann; die Antriebsmomente werden definiert
in der Ebene senkrecht zur Kippebene des Schwenkrings übertragen, wobei hier angemerkt
sei, daß es verschiedene Möglichkeiten der Kraftübertragung bzw. der Drehmomentübertragung
gibt. Es sei an dieser Stelle nochmals auf die Figuren 4a und 4b verwiesen, in welche
eine Gaskraftstütze 5 dargestellt ist, welche ein zylindrisches Stützelement 6 aufweist.
Das Stützelement 6 steht in Eingriff mit dem Schwenkring 2. Dadurch, daß das Kraftübertragungselement
7 der Gaskraftstütze 5 um die eigene Achse drehbar in der Antriebswelle 1 gelagert
ist, kann im wesentlichen kein Verdrehmoment (Torsion) übertragen werden. Dies ermöglicht
eine definierte Übertragung des Verdrehmomentes an anderer Stelle, wie dies bereits
vorstehend erwähnt ist, und verhindert ein Klemmen des Mechanismus. Ebenso ist dadurch
eine leichte und schnelle Montage gewährleistet. Eine Überbestimmung in bezug auf
das Verdrehmoment, die sich bei der vorgeschlagenen zylinderförmigen Gestaltung des
Stützelements 6 der Gaskraftstütze 5 ergeben könnte, wird durch die drehbare Lagerung
um die eigene Achse in der Antriebswelle 1 vermieden. Die Kräfte in Richtung der Aussparung
10 in der Antriebswelle 1 werden durch den Absatz 13 der Gaskraftstütze 5 und durch
das Sicherungselement 8 am anderen Ende der Gaskraftstütze 5 bzw. am dem Stützelement
6 abgewandten Ende des Kraftübertragungselements 7 übertragen. Aus den Figuren 3a
bzw. insbesondere aus Fig. 3b ist ersichtlich, daß die Öffnung des Schwenkrings 2,
in welche das Stützelement 6 eingreift, derart gestaltet ist, daß das Stützelement
6 kein Antriebsdrehmoment übertragen kann. Dadurch wird, wie bereits vorstehend erwähnt,
die Gaskraftstütze 5 weniger belastet und das Antriebsdrehmoment kann definiert und
an anderer Stelle (in der vorliegenden Ausführungsform an den Antriebsbolzen 9) übertragen
werden.
[0038] In der Folge sei auf die Übertragung des Antriebsdrehmomentes näher eingegangen:
Wie bereits in der Beschreibung der Fig. 1 erwähnt, ist der Schwenkring 2 über die
Antriebsbolzen 9 mit der Schiebehülse 3 und mit der Antriebswelle 1 verbunden. Die
Schiebehülse 3 ist axial verschieblich auf der Antriebswelle 1 gelagert und ermöglicht
im Zusammenspiel mit der Feder 4, den Antriebsbolzen 9 und der Gaskraftstütze 5 die
Einstellung des Schwenkwinkels des Schwenkringes 2. Der sich einstellende Schwenkwinkel
hängt von den Gaskräften, den Trägheitseigenschaften des Schwenkringes 2 und den mit
diesem in Eingriff stehenden Kolben, sowie von der Federkraft der Feder 4 ab. Die
Summe der Momente um die Kippachse ist in anderen Worten ausgedrückt gleich Null (Kippmomente
gleich Null). Die Antriebsbolzen 9 sind axial gegen Herausfallen gesichert, was dadurch
erfolgt, daß die Bolzen in die Schiebehülse 3 oder den Schwenkring 2 eingepreßt sind.
Die Übertragung des Antriebsdrehmoments erfolgt in der vorliegenden bevorzugten Ausführungsform
direkt über die Antriebsbolzen 9 von der Antriebswelle 1 auf den Schwenkring 2. Alternativ
ist es denkbar, indirekt über die Schiebehülse 3 das Antriebsdrehmoment zu übertragen.
In beiden Fällen gibt es jedoch Elemente (beispielsweise Antriebsbolzen 9), welche
mit der Welle verbunden sind oder in diese hineinragen. Selbstverständlich ist es
auch denkbar, daß es nur ein Element gibt. Damit ist die radiale Ausrichtung der Schiebehülse
3 festgelegt, und durch eine ausreichend große Aussparung in der Schiebehülse wird
dafür Sorge getragen, daß der dem Stützelement 6 zugewandte Teil der Gaskraftstütze
5 bzw. des Kraftübertragungselements 7 kein Moment auf die Schiebehülse übertragen
kann. In den Figuren 3a und b ist ein Beispiel dargestellt, in dem die Antriebsbolzen
9, die mit dem Schwenkring 2 verbunden sind, in eine Nut 14 in der Antriebswelle 1
hineinragen. Dadurch wird das Antriebsdrehmoment direkt durch die Antriebsbolzen 9
von der Antriebswelle 1 auf den Schwenkring 2 übertragen.
[0039] Alternativ ist eine indirekte Übertragung des Antriebsdrehmoments mit einem Kraftfluß
über die Schiebehülse denkbar. Dies könnte konstruktiv wie folgt bewerkstelligt werden:
ein Verbindungselement zwischen Antriebswelle 1 und Schiebehülse 3, welches die Übertragung
von Kräften bzw. Momenten in Radialrichtung zuläßt, jedoch beispielsweise durch Gleiten
in einer Nut der Schiebehülse 3 die axiale Verschiebbarkeit der Buchse zuläßt. Ein
solches Verbindungselement könnte z.B. eine Paßfeder sein. Das dem Stützelement 6
entgegengesetzte Ende des Kraftübertragungselements 7 wird durch die Welle hindurchgeführt
und ragt in einen Schlitz der Schiebehülse 3, in welchem das Kraftübertragungselement
7 eng geführt wird und dadurch das Antriebsdrehmoment übertragen kann.
[0040] Ein zentraler Punkt der vorliegenden Erfindung ist die Gestaltung der Gaskraftstütze
5. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird eine Gaskraftstütze bereitgestellt, welche
einerseits dadurch entlastet ist, daß sie kein Antriebsdrehmoment überträgt, andererseits
jedoch hinsichtlich der Flächenpressung, die sich aufgrund der Übertragung der Gaskräfte
ergibt, optimiert ist.
[0041] Die Aussparung 22 im Schwenkring 2, in welche das Stützelement 6 eingreift, ist derart
gestaltet, daß die Gaskraftstütze 5 bzw. insbesondere das Stützelement 6 radial frei
sind und somit kein Antriebsdrehmoment übertragen. Des weiteren sind die Gaskraftstütze
5 bzw. das Stützelement 6 derart ausgeführt, daß das Kippen des Schwenkrings 2 durch
einen Abrollvorgang auf dem Stützelement 6 erfolgt. Idealerweise ändert sich die Höhe
der Aussparung 22 für das Stützelement 6 nicht. Dies vereinfacht die Bearbeitung der
Aussparung 22, wobei jedoch eine Änderung der Höhe der Aussparung 22 theoretisch auch
möglich ist.
[0042] Unter Berücksichtigung der oben näher erläuterten Aspekte ist das Stützelement 6
dann optimal ausgeführt, wenn es die Abrollbewegung durch ein geeignetes Kurvenprofil
zuläßt und sich in Radialrichtung linear fortsetzt, um so einen Linienkontakt und
eine geringe Hertzsche Pressung zu gewährleisten.
[0043] Ein Beispiel für eine entsprechende Gaskraftstütze 5, insbesondere für ein entsprechendes
Stützelement 6, ist in den Figuren 4a und 4b dargestellt. In diesem Beispiel ist die
Kurvenform ein Kreis, so daß das Stützelement zylinderförmig ausgebildet ist. Zudem
fällt der Mittelpunkt des Kreises bzw. der Kreisform des Zylinders mit dem Mittelpunkt
der Kolbenanlenkung zusammen, was zu einem konstanten Schadraum des erfindungsgemäßen
Verdichters führt. Es gelten ferner für Fig. 4a folgende Beziehungen: Die Wandstärken
des Schwenkringes bzw. der die Aussparung 22 umgebenden Wände S2 und S3 sind gleich
(S2 = S3) und die Krümmungsradien R1 und R2 einer radial äußeren (R1) und einer radial
inneren (R2) Kontur sind aufgrund der zylindrischen Form des Stützelements 6 ebenfalls
gleich (R1 = R2). Ferner gilt, daß die Höhe S1 bzw. Breite der Aussparung 22 gleich
der Summe der beiden Krümmungsradien R1 und R2 ist (S1 = R1 + R2). Diese Summe ist
ferner konstant. Die Mittelpunkte von R1, R2 und R, wobei R den Radius der Gleitsteine
19 darstellt, sind identisch, was einen konstanten Schadraum sicherstellt.
[0044] Grundsätzlich ist jedoch das Kurvenprofil der Gaskraftstütze unter folgenden Voraussetzungen
frei wählbar: Die Höhe S1 der Aussparung muß für jeden Kippwinkel gleich der Summe
der Krümmungsradien der radial äußeren R1 und der radial inneren R2 Kontur sein. Einfache
Beispiele für Profile, die in einer Aussparung 22 mit gleicher Höhe S1 abrollen, sind
in den Figuren 5 und 6 dargestellt.
[0045] In Fig. 5 (der zweiten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdichters)
ist gezeigt, wie durch die Wahl von unterschiedlichen Radien unter Konstanthaltung
des Schadraums die Wandstärke des Schwenkrings 2 im Bereich der Aussparung 22 an der
stark durch die Gaskraft belasteten Seite (zu den Kolben hin gerichtete Seite) erhöht
werden kann. Für die Konstruktion gemäß Fig. 5 gelten folgende Beziehungen: S2 > S3,
R1 < R2, S1 = R1 + R2 = konstant (im Bereich der Verkippung), was zu einem konstanten
Schadraum führt.
[0046] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform ist in Fig. 6 dargestellt, welche ein Beispiel
zeigt, bei dem die verbleibenden Wandstärken des Schwenkrings 2 im Bereich der Aussparung
22 gleich groß sind (S2 = S3). Die Hauptbelastung durch die Druckkraft wirkt für dieses
Beispiel auf den Linienkontakt zwischen dem Schwenkring 2 und einer (abschnittsweise)
Zylinderfläche, welche mit dem Radius R1 gebildet ist. Durch die Bedingung R1 > R2
ergibt sich der Vorteil einer geringeren Flächenpressung für die Hauptbelastungsrichtung.
Es ist an dieser Stelle jedoch anzumerken, daß in dieser Ausführungsform der Drehpunkt
des Gelenkes (Mittelpunkt der Radien R1 und R2) im Schwenkring 2 nicht mit dem Drehpunkt
der Kolbenanlenkung zusammenfällt, was durch eine Distanz S4 angedeutet ist, welche
ungleich Null ist. Dadurch ist es bedingt, daß der Schadraum nicht konstant ist. Zusammengefaßt
gelten für Fig. 6 die folgenden Beziehungen: S3 = S2, R1 > R2 (was zu einer verringerten
Flächenpressung führt), S1 = R1 + R2 = konstant (im Bereich der Verkippung), der Schadraum
ist nicht konstant.
[0047] Neben der Auslegung der Gaskraftstütze 5 hinsichtlich der Flächenpressung erleichtert
die vorliegende Erfindung, wie bereits vorstehend erwähnt, auch die Montage und die
Bearbeitbarkeit der Teile. Wie ebenfalls bereits vorstehend erwähnt, ist die Gaskraftstütze
5 bzw. insbesondere das Kraftübertragungselement 7 nicht fest mit der Antriebswelle
1 verbunden, sondern drehbar in derselben gelagert. Die Ausrichtung der Kippachse
wird durch die Antriebsbolzen 9 und die Abflachungen 11 an der Schiebehülse 3 und
die.Abflachungen 12 am Schwenkring vorgegeben (vgl. hierzu die Figuren 7a und 7b).
Eine fest in die Antriebswelle 1 eingepreßte Gaskraftstütze 5 würde ebenfalls die
Ausrichtung der Kippachse vorgeben und somit eine Überbestimmung schaffen, die eine
Montage und ein problemloses Verkippen des Mechanismus zumindest erschweren würde.
Eine solche Konstruktion ist nur mit einer äußerst genauen Einstellung der Spiele
und äußerst präzisen Montage möglich und würde die Bearbeitungs- und Montagkosten
erheblich erhöhen. Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Überbestimmung durch
die drehbare Lagerung des Kraftübertragungselements 7 bzw. der Gaskraftstütze 5 in
der Antriebswelle 1 und erleichtert die Montage.
[0048] Als wesentlicher Vorteil der Drehbarkeit der Gaskraftstütze 5 sei letztendlich der
Umstand erwähnt, daß die bezüglich der Drehachse wirkenden Momente nicht aufgenommen
werden können. Daraus folgt, daß die aus dem Verdrehmoment resultierenden Kräfte im
wesentlichen nicht von der Gaskraftstütze 5 aufgenommen werden (vgl. hierzu Figuren
7a und 7b). Die Abflachungen 12 des Schwenkrings 2 und die Abflachungen 11 der Schiebehülse
3 sind aufgrund der Hebelarmverhältnisse wesentlich besser geeignet, die aus dem Verdrehmoment
resultierenden Kräfte aufzunehmen. Wie die Figuren 7a und b zeigen, erfolgt der Kraftfluß
von der Abflachung des Schwenkrings über die Schiebehülse 3 auf die Antriebswelle
1. Ferner sind in den Fig. 7a und b die Achse 26 für das Verdrehmoment und der Angriffspunkt
27 für die resultierende Druckkraft eingezeichnet.
[0049] Obwohl die Erfindung anhand von Ausführungsformen mit fester Merkmalskombination
beschrieben wird, umfaßt sie jedoch auch die denkbaren weiteren vorteilhaften Kombinationen
dieser Merkmale, wie sie insbesondere, aber nicht erschöpfend, durch die Unteransprüche
angegeben sind. Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Antriebswelle
- 2
- Schwenkring
- 3
- Schiebehülse
- 4
- Feder
- 5
- Gaskraftstütze
- 6
- Stützelement
- 7
- Kraftübertragungselement
- 8
- Sicherungselement
- 9
- Antriebsbolzen
- 10
- Aussparung in der Antriebswelle 1
- 11
- abgeflachte Seite der Schiebehülse 3
- 12
- Abflachung am Schwenkring 2
- 13
- Absatz
- 14
- Nut
- 15
- Aussparung in der Schiebehülse 3
- 16
- Aussparung im Schwenkring 2
- 17
- Längsschlitz
- 18
- Aufnahme
- 19
- Gleitstein
- 20
- Pfeil
- 21
- Kippachse
- 22
- Aussparung im Schwenkring 2 zur Aufnahme des Stützelements 6
- 23
- Pfeil
- 24
- Pfeil
- 25
- Pfeil
- 26
- Achse
- 27
- Angriffspunkt
1. Axialkolbenverdichter, insbesondere für Kraftfahrzeug-Klimaanlagen, mit einer in ihrer
Neigung zu einer Antriebswelle (1) verstellbaren, von der Antriebswelle (1) drehangetriebenen,
insbesondere ringförmigen Schwenkscheibe (2), die mit wenigstens einem im Abstand
von der Antriebswelle (1) mit dieser mitdrehend angeordneten Stützelement (6) gelenkig
verbunden ist, wobei die Kolben jeweils eine Gelenkanordnung aufweisen, an der die
Schwenkscheibe (2) in Gleiteingriff steht, und
wobei das Stützelement (6) am radial äußeren Ende eines mit der Antriebswelle (1)
mitdrehenden und innerhalb derselben in Radialrichtung unverschieblich fixierten Kraftübertragungselements
(7) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Kraftübertragungselement (7) in der Antriebswelle (1) um seine Längsachse drehbar
gelagert ist, wobei das Stützelement (6) und das Kraftübertragungselement (7) im wesentlichen
nur zur axialen Abstützung der Kolben bzw. Gaskraftabstützung dienen, während eine
davon unabhängige Vorrichtung, insbesondere eine Gelenkverbindung zwischen Antriebswelle
(1) und Schwenkscheibe (2), im wesentlichen nur der Drehmomentübertragung dient.
2. Verdichter, insbesondere nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Stützelement (6) in der Grundform im Radialschnitt etwa rechteckförmig, wobei
die Ecken insbesondere mit unterschiedlichen Radien stark verrundet sind, oder gestaucht
bzw. kreisförmig oder deformiert kreisförmig oder ellipsoidal ausgebildet ist.
3. Verdichter nach einem der vorangehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bereiche des Stützelementes (6), welche mit der Schwenkscheibe (2) in Kontakt
stehen, wenigstens teilweise zylinder- oder tonnenförmig ausgebildet sind.
4. Verdichter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei die Schwenkscheibe (2) an einer längs der Antriebswelle (1) axial verschieblich
gelagerten Schiebehülse (3) schwenkbar gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen der Schiebehülse (3) und der Schwenkscheibe (2) eine Vorrichtung, insbesondere
wenigstens ein zylinderstiftartiges Element oder Stütz- bzw. Kontaktflächen, vorgesehen
sind, um ein im Bereich der Antriebswelle (1) angreifendes Verdrehmoment abzustützen.
5. Verdichter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Kraftübertragungselement (7) wenigstens über Teile seines Umfangs hinweg einen
Absatz (13) im Bereich der Antriebswelle (1) aufweist und/oder an seiner dem Stützelement
(6) abgewandten Seite ein, insbesondere sich in axiale Richtung erstreckendes Sicherungselement
(8) umfaßt.
6. Verdichter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwenkscheibe (2) über Antriebsbolzen (9) mit einer/der Schiebehülse (3) und/oder
mit der Antriebswelle (1) verbunden ist.
7. Verdichter nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebsbolzen (9) in die Schiebehülse (3) oder die Schwenkscheibe (2) eingepreßt
sind.
8. Verdichter nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebsbolzen (9) in eine Aussparung (22), insbesondere Nut (14), in der Antriebswelle
(1) hineinragen.
9. Verdichter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Verbindungselement, insbesondere Paßfeder, zwischen Antriebswelle (1) und Schiebehülse
(3) angeordnet ist, welches eine Übertragung von Kräften bzw. Momenten in radialer
Richtung erlaubt und axial verschieblich auf der Antriebswelle (1) gelagert ist.
10. Verdichter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das dem Stützelement (6) abgewandte Ende des Kraftübertragungselementes (7) durch
die Antriebswelle (1) hindurch- und in einen Längsschlitz (17) an der Schiebehülse
(3) hineinragt derart, daß durch das dem Stützelement (6) abgewandte Ende des Kraftübertragungselementes
(7) ein Antriebsdrehmoment von der Antriebswelle (1) auf die Schiebehülse (3) übertragen
wird.
11. Verdichter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Stützelement (6) derart ausgebildet ist, daß es innerhalb einer Aussparung (22)
in der Schwenkscheibe (2) mit dieser in Linienkontakt steht.
12. Verdichter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Höhe (S1) einer/der Aussparung (22) in der Schwenkscheibe (2) gleich der Summe
der Krümmungsradien einer radial äußeren (R1) und einer radial inneren (R2) Kontur
ist.
13. Verdichter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Wandstärke (S2) im Bereich der/einer Aussparung (22) in der Schwenkscheibe (2)
auf der den Kolben zugewandten Seite der Schwenkscheibe (2) größer ist, als auf der
Seite, die den Kolben abgewandt ist (S2 > S3), wobei gleichzeitig ein Schadraum für
alle Kippwinkel der Schwenkscheibe (2) konstant ist.
14. Verdichter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebswelle (1) und die Schiebehülse (3) zueinander korrespondierende Abflachungen
aufweisen, so daß die Schiebehülse (3) drehfest auf der Antriebswelle (1) gelagert
ist.
15. Verdichter nach einem der vorangehenden Anspruche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwenkscheibe (2) mindestens eine Abflachung (12) aufweist, die mit einer Abflachung
(11) an der Schiebehülse (3) korrespondiert.
1. Axial piston compressor, especially for motor vehicle air-conditioning systems, having
a tilt plate (2), especially a ring-shaped tilt plate, which is variable in terms
of its inclination with respect to a drive shaft (1) and which is driven in rotation
by the drive shaft (1) and is in articulated connection with at least one supporting
element (6) arranged at a spacing from the drive shaft (1) and rotating together therewith,
the pistons in each case having an articulated arrangement with which the tilt plate
(2) is in sliding engagement, and the supporting element (6) being arranged at the
radially outer end of a force transmission element (7) which rotates together with
the drive shaft (1) and is fixed in the latter so as to be non-displaceable in the
radial direction,
characterised in that
the force transmission element (7) is mounted in the drive shaft (1) so that it can
rotate about its longitudinal axis, the supporting element (6) and force transmission
element (7) serving substantially only for providing axial support for the pistons
or support for the gas force, whereas an arrangement independent thereof, especially
an articulated connection between the drive shaft (1) and the tilt plate (2), serves
substantially only for torque transmission.
2. Compressor, especially according to one of the preceding claims,
characterised in that
the supporting element (6) has a basic shape which in radial section is approximately
rectangular, the corners being highly rounded especially with different radii, or
compressed or circular or in the shape of a deformed circle or ellipsoidal.
3. Compressor according to one of the preceding claims, especially according to claim
2,
characterised in that
those regions of the supporting element (6) which are in contact with the tilt plate
(2) are of at least partly cylindrical or barrel-shaped construction.
4. Compressor according to one of the preceding claims,
wherein the tilt plate (2) is pivotally mounted on a sliding sleeve (3) mounted so
as to be axially displaceable along the drive shaft (1),
characterised in that
between the sliding sleeve (3) and the tilt plate (2) there is provided an arrangement,
especially at least one cylindrical-pin-like element or supporting or contact surfaces,
in order to provide support for a torsional moment acting in the region of the drive
shaft (1).
5. Compressor according to one of the preceding claims,
characterised in that
the force transmission element (7) comprises, at least over parts of its periphery,
a shoulder (13) in the region of the drive shaft (1) and/or, at its end remote from
the supporting element (6), a securing element (8), especially extending in the axial
direction.
6. Compressor according to one of the preceding claims,
characterised in that
the tilt plate (2) is connected by way of drive pins (9) to a/the sliding sleeve (3)
and/or to the drive shaft (1).
7. Compressor according to claim 6,
characterised in that
the drive pins (9) are introduced into the sliding sleeve (3) or the tilt plate (2)
with a press fit.
8. Compressor according to claim 6 or 7,
characterised in that
the drive pins (9) project into a recess (22), especially a groove (14), in the drive
shaft (1).
9. Compressor according to one of the preceding claims,
characterised in that
a connecting element, especially a feather key, is arranged between the drive shaft
(1) and the sliding sleeve (3), which connecting element allows transmission of forces
and moments in a radial direction and is mounted in axially displaceable manner on
the drive shaft (1).
10. Compressor according to one of the preceding claims,
characterised in that
that end of the force transmission element (7) which is remote from the supporting element
(6) projects through the drive shaft (1) and into a longitudinal slot (17) in the
sliding sleeve (3) in such a way that drive torque is transmitted from the drive shaft
(1) to the sliding sleeve (3) by means of that end of the force transmission element
(7) which is remote from the supporting element (6).
11. Compressor according to one of the preceding claims,
characterised in that
the supporting element (6) is so constructed that it is located within a recess (22)
in the tilt plate (2) in line contact with the latter.
12. Compressor according to one of the preceding claims,
characterised in that
the height (S1) of a/the recess (22) in the tilt plate (2) is equal to the sum of
the radii of curvature of a radially outer (R1) and radially inner (R2) contour.
13. Compressor according to one of the preceding claims,
characterised in that,
on that side of the tilt plate (2) which faces the pistons, the wall thickness (S2)
in the region of the/a recess (22) in the tilt plate (2) is greater than on that side
which is remote from the pistons (S2 > S3), whilst at the same time the clearance
volume is constant for all tilt angles of the tilt plate (2).
14. Compressor according to one of the preceding claims,
characterised in that
the drive shaft (1) and the sliding sleeve (3) have flattened regions that correspond
to one another, so that the sliding sleeve (3) is mounted on the drive shaft (1) in
a manner ensuring conjoint rotation.
15. Compressor according to one of the preceding claims,
characterised in that
the tilt plate (2) has at least one flattened region (12) which corresponds to a flattened
region (11) on the sliding sleeve (3).
1. Compresseur à pistons axiaux, en particulier pour des installations de climatisation
de véhicule automobile, avec un disque pivotant (2) en particulier annulaire, entraîné
en rotation par l'arbre d'entraînement (1), réglable en inclinaison par rapport à
un arbre d'entraînement (1), lequel est relié de manière articulée à au moins un élément
d'appui (6) disposé de manière à être emmené en rotation avec celui-ci à distance
de l'arbre d'entraînement (1), dans lequel les pistons présentent respectivement un
ensemble d'articulation, sur lequel le disque pivotant (2) se trouve en prise de glissement,
et dans lequel l'élément d'appui (6) est disposé au niveau de l'extrémité radialement
extérieure d'un élément de transmission de force (7) emmené en rotation avec l'arbre
d'entraînement (1) et fixé de manière immobile à l'intérieur de celui-ci dans le sens
radial,
caractérisé en ce
que l'élément de transmission de force (7) est logé à rotation dans l'arbre d'entraînement
(1) autour de son axe longitudinal, dans lequel l'élément d'appui (6) et l'élément
de transmission de force (7) servent essentiellement uniquement à l'appui axial des
pistons ou à l'appui de force du gaz, alors qu'un dispositif indépendant, en particulier
un assemblage articulé entre l'arbre d'entraînement (1) et le disque pivotant (2)
sert essentiellement uniquement à la transmission du couple.
2. Compresseur, en particulier selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la forme de base de l'élément d'appui (6) est réalisée à peu près rectangulaire en
coupe radiale, les coins étant fortement arrondis en particulier avec différents rayons,
ou comprimée ou circulaire ou circulaire et déformée ou ellipsoïdale.
3. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes, en particulier
selon la revendication 2,
caractérisé en ce
que les zones de l'élément d'appui (6) qui sont en contact avec le disque pivotant (2),
sont réalisées au moins partiellement en forme de cylindre ou de tonneau.
4. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le disque pivotant (2) est logé à pivotement sur un manchon coulissant
(3) logé mobile axialement le long de l'arbre d'entraînement (1),
caractérisé en ce
qu'entre le manchon coulissant (3) et le disque pivotant (2) est prévu un dispositif,
en particulier au moins un élément de type goupille cylindrique ou des surfaces d'appui
ou de contact afin d'appuyer un couple de torsion agissant dans la zone de l'arbre
d'entraînement (1).
5. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que l'élément de transmission de force (7) présente au moins au-delà de parties de sa
périphérie un décrochement (13) dans la zone de l'arbre d'entraînement (1) et/ou comporte
sur son côté éloigné de l'élément d'appui (6) un élément d'arrêt (8) s'étendant en
particulier dans le sens axial.
6. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le disque pivotant (2) est relié par des boulons d'entraînement (9) à un/au manchon
coulissant (3) et/ou à l'arbre d'entraînement (1).
7. Compresseur selon la revendication 6,
caractérisé en ce
que les boulons d'entraînement (9) sont enfoncés dans le manchon coulissant (3) ou le
disque pivotant (2).
8. Compresseur selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce
que les boulons d'entraînement (9) pénètrent dans un évidement (22), en particulier une
rainure (14) dans l'arbre d'entraînement (1).
9. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'un élément de liaison, en particulier une clavette parallèle, est disposé entre l'arbre
d'entraînement (1) et le manchon coulissant (3), lequel permet une transmission de
forces ou de couples dans le sens radial et est logé axialement mobile sur l'arbre
d'entraînement (1).
10. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que l'extrémité éloignée de l'élément d'appui (6) de l'élément de transmission de force
(7) pénètre dans l'arbre d'entraînement (1) et dans une fente longitudinale (17) sur
le manchon coulissant (3) de sorte qu'un couple d'entraînement soit transmis de l'arbre
d'entraînement (1) au manchon coulissant (3) par l'extrémité éloignée de l'élément
d'appui (6) de l'élément de transmission de force (7).
11. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que l'élément d'appui (6) est réalisé de sorte qu'il se trouve en contact linéaire dans
un évidement (22) dans le disque pivotant (2) avec celui-ci.
12. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'une hauteur (S1) d'un/de l'évidement (22) dans le disque pivotant (2) est égale à
la somme des rayons de courbure d'un contour radialement extérieur (R1) et d'un contour
radialement intérieur (R2).
13. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que l'épaisseur de paroi (S2) dans la zone de l'évidement/d'un évidement (22) dans le
disque pivotant (2) est plus importante sur le côté tourné vers les pistons du disque
pivotant (2) que sur le côté qui est éloigné des pistons (S2 > S3), dans lequel un
espace polluant pour tous les angles de basculement du disque pivotant (2) est constant
en même temps.
14. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que l'arbre d'entraînement (1) et le manchon coulissant (3) présentent des aplatissements
correspondants les uns aux autres de sorte que le manchon coulissant (3) soit monté
en rotation solidaire sur l'arbre d'entraînement (1).
15. Compresseur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le disque pivotant (2) présente au moins un aplatissement (12) qui correspond à un
aplatissement (11) sur le manchon coulissant (3).