[0001] Die Erfindung betrifft eine Siebschaltung zur Spannungsstabilisierung einer Spannungsversorgung
an der mehrere Verbraucher angeschlossen werden können. Zusätzlich soll über die Spannungsversorgungsleitung
eine Datenübertragung einer räumlich getrennten Bedieneinheit stattfinden können.
[0002] Wenn mehrere Verbraucher an einer Gleichstromquelle, z.B. an einer Batterie, angeschlossen
sind, kommt es bei Laständerungen dIv über den Batterieinnenwiderstand R
i zu einer proportionalen Änderung dU
b= R
i · dI
v der Batteriespannung U
b (siehe Fig. 1).
[0003] Werden gleichzeitig Daten über die Strom- oder Spannungszuleitung zu und von der
Bedieneinheit übertragen, so wird eine Versorgungsspannungsstabilisierung notwendig.
Änderungen der Versorgungsspannung dU
b genügender Flankensteilheit, z.B. durch eine plötzliche Laständerung an einem zweiten
Verbraucher, würden sich dem Datensignal überlagern und zu Missinterpretationen bei
der Auswertung des Datensignals führen. So kann z.B. im Falle des Manchester Codes
von einem Datensignal mit Bandpasscharakteristik ausgegangen werden, das keinen Gleichanteil
besitzt.
[0004] Spannungsregelschaltungen ohne Siebcharakteristik sind bekannt. So wird z. B. in
der
DE 101 49 827 A1 zur Spannungsstabilisierung als Längsregler ein Transistor eingesetzt .
US 5668506 offenbart die Merkmale des Oberbegriffs vom Patentanspruch 1.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Siebschaltung mit hoher Regeldynamik
zu schaffen.
[0006] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Durch die Merkmale der Anspruchs 1 wird eine RC-Tiefpassschaltung bereitgestellt
der Art, dass eine Verstärkung der Siebeigenschaften des RC-Gliedes durch das Regelelement
erfolgt. Somit läßt sich die erfindungsgemäße Schaltung zur Spannungsstabilisierung
zum einen als Tiefpassfilterung und zum anderen auch als Regelung der Ausgangsspannung
sehen.
[0008] Das Datensignal, wie auch die Laständerungen dI
v bzw. dU
b, zeichnen sich dadurch aus, dass diese höherfrequente Anteile besitzen können, die
sich im Frequenzbereich den Daten überlagern. Durch geeignete Tiefpassfilterung vor
der Einkoppelung der Daten können diese höherfrequenten Anteile reduziert werden und
damit kann die Versorgungsspannung geglättet werden.
[0009] Bei Verwendung eines Feldeffekttransistors für das Regelelement kann der Widerstand
R
1 dieser Schaltung sehr hochohmig ausgestaltet werden kann. Der FET, insbesondere MOSFET,
dient dabei zur Verstärkung des Tiefpaßeffekts und läßt sich als P-Regler in der Regelanordnung
begreifen. Bei der Verwendung bipolarer Transistoren fließt noch immer ein kleiner
Emitter-Basisstrom, der bei der Auslegung des Tiefpasses berücksichtigt werden muß.
Der geringe Basisstrom muß schaltungstechnisch durch einen entsprechend niedrig ausgelegten
Parallelwiderstand R
1 ausgeglichen werden. Bei Verwendung von FETs oder MOSFETs fließt dagegen kein Gatestrom.
Damit besteht keine Verbindung zwischen Gate und Source-Drain-Kanal. Der Widerstand
R
1 kann dann sehr hochohmig ausgelegt werden.
[0010] Die Ausgangsspannungen U
1 bzw. U
3 in Fig. 1 ergeben sich als Summe der Referenzspannung U
2 bzw. U
4 am Kondensator und der nahezu fixen Drain-Gate Spannung U
DG. Dabei ist U
1 bzw. U
2 um die Drain-Gate Spannung U
DG reduziert. Die Hintereinanderschaltung zweier solcher Schaltungen ermöglicht zum
einen die weitere Siebung der Versorgungsspannung und die schrittweise Einstellung
bzw. gezielte Reduzierung der gewünschten Ausgangsspannung U
3 mit Hilfe dieser Drain-Gate Spannungen.
[0011] In der bevorzugten mehrstufigen Ausführung steht damit am Ausgang eine Spannung zur
Verfügung, die um n U
DG kleiner als die ursprüngliche Eingangsspannung, z. B. eine Batteriespannung, ist,
wobei n die Stufen der Schaltung bedeutet.
[0012] Darüber hinaus kann vorteilhaft eine Induktivität vorgesehen sein, die eine Rückkoppelung
der Daten auf die Siebschaltung verhindert und insbesondere einen Kurzschluß über
den Lade-Kondensators am Ausgang der Siebschaltung nach Schaltungsmasse vermeidet.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.
In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- ein Schaltbild eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Siebschaltung.
[0014] An einer Batterie B ist neben einem oder mehreren weiteren Verbrauchern eine erste
Stufe S
1 zur Spannungsstabilisierung geschaltet. Die Strom-Last dieser Verbraucher ist in
der Zeichnung zusammenfassend mit I
v, gekennzeichnet.
[0015] Diese erste Stufe S
1 besteht aus einem Regelelement V
1, das bevorzugt durch einen Transistor, besonders bevorzugt durch einen Feldeffekttransistor
(FET insbesondere MOSFET) gebildet ist. Die Source-Drain-Strecke bildet eine Regelstrecke
RS
1. Dessen Regelstreckeneingang RE
1, der durch die Source des FET gebildet ist, ist über einen Anschluß E mit der Batterie
B verbunden. Der Anschluß E bildet den Eingangsanschluß der Siebsschaltung 1.
[0016] Ein erster Widerstand R
1 verbindet dabei den Regelstreckeneingang RE
1 mit einem ersten Regelanschluß RG
1 des ersten Regelelements V
1 der ersten Stufe S
1, z. B. mit dem Gate des FETs, und bildet zusammen mit dem Kondensator C
1 eine RC-Tiefpassschaltung. Der Kondensator C
1 ist dabei zwischen den Regelanschluß RG
1 und die Schaltungsmasse M geschaltet.
[0017] Am Kondensator C
1 fällt eine Referenzspannung U
2 ab, die zusammen mit der Gate-Drain-Spannung des FET bzw. mit der Basis-Kollektorspannung
im Falle der Verwendung eines Bipolartransistors die Spannung U
1 bildet.
[0018] Die erste Stufe S
1 der Siebschaltung 1 zur Spannungsstabilisierung und Siebung, die durch den Widerstand
R
1, den Kondensator C
1 und das Regelelement V
1 gebildet ist, verbindet den Eingangsanschluß E im dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel
mit einer zweiten Stufe S
2 zur weiteren Spannungsstabilisierung und Siebung.
[0019] Diese zweite Stufe S
2 der Siebschaltung 1 ist analog zu der ersten Stufe S
1 aufgebaut, wobei ein zweiter Widerstand R
2 den zweiten Regelstreckeneingang RE
2 mit dem zweiten Regelanschluß RG
2 verbindet und ein zweiter Kondensator C
2 an den Regelanschluß RG
2 angeschlossen ist und diesen mit der Schaltungsmasse M verbindet. Die Referenzspannung
U
4 fällt dabei über dem Kondensator C
2 ab und bildet zusammen mit der Gate-Drain- bzw. Basis-Kollektor Spannung des FET
bzw. Bipolartransistors die Spannung U
3. Am Ausgang der zweiten Stufe S
2 ist vorzugsweise ein Lade-Kondensator C
3 angeordnet, der den Regelstreckenausgang RA
2 des zweiten Regelelements RE
2 mit der Schaltungsmasse M verbindet.
[0020] Vor dem Ausgang A ist eine Induktivität L vorgesehen, die den Ausgang A mit einem
Anschluß des Kondensators C
3 sowie dem zweiten Regelstreckenausgang RA
2 verbindet.
[0021] An den Ausgang A ist bevorzugt eine Leitung X
1 angeschlossen, die dazu dient, eine nicht dargestellte räumlich getrennte Bedieneinheit
mit einer Versorgungsspannung sowie mit Daten zu versorgen. Dabei kann die Leitung
X
1 z.B. durch ein Koaxialkabel oder eine Twisted-Pair-Leitung gebildet sein.
[0022] Die Daten werden am Ausgang A der Siebschaltung 1 über eine geeignete Verbindung
eingekoppelt. Dabei dient die Induktivität L dazu, eine Rückkoppelung der Daten auf
die Siebschaltung 1 zu vermeiden und insbesondere einen Kurzschluß über den Kondensator
C
3 nach Masse zu verhindern. Die Gesamtspannung die am Ausgang A an der Leitung X
1 anliegt, ist mit in Fig. 1 U
empf bezeichnet.
[0023] Mit dieser Siebschaltung 1 in bevorzugt zwei Stufen wird eine geeignete Datenübertragung
ermöglicht bei gleichzeitiger stabilisierter Spannungsversorgung eines externen Geräts,
z.B. einer Bedieneinheit, die über die Leitung X
1 an ein Zentralgerät angeschlossen ist.
[0024] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. Insbesondere ist es möglich, die Siebschaltung 1 auch nur einstufig mit
der einzigen Stufe S
1 oder bei Bedarf auch mit mehr als zwei Stufen auszubilden. Sämtliche beschriebene
Elemente sind beliebig miteinander kombinierbar.
1. Siebschaltung (1) zum Sieben einer an einem Eingangsanschluss (E) anliegenden Eingangsspannung
(Ub) zur Erzeugung einer gesiebten Ausgangsspannung (Ua) an einem Ausgangsanschluss (A), mit
zumindest einem ersten Regelelement (V1), das einen ersten Regelanschluss (RG1) und eine erste Regelstrecke (RS1) mit einem mit dem Eingangsanschluss (E) in Verbindung stehenden ersten Regelstreckeneingang
(RE1) und einen ersten Regelstreckenausgang (RA1) aufweist,
einem an dem ersten Regelanschluss (RG1) angeschlossenen ersten Kondensator (C1) und
einem ersten Widerstand (R1), der den Regelstreckeneingang (RE1) des ersten Regelelements (V1) mit dessen Regelanschluss (RG1) verbindet,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Regelstreckenausgang (RA1, RA2) über eine Induktivität (L) mit dem Ausgangsanschluss (A) verbunden ist und
dass die Ausgangsspannung (Ua) der Siebschaltung (1) über eine Leitung (X1) zusammen mit Daten übertragen wird, die zusammen mit der Ausgangsspannung (Ua) dem Ausgangsanschluss (A) zugeführt werden.
2. Siebschaltung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
ein zweites Regelelement (V2), das einen zweiten Regelanschluss (RG2) und eine zweite Regelstrecke (RS2) mit einem mit dem ersten Regelstreckenausgang (RA1) des ersten Regelelementes (V1) in Verbindung stehenden zweiten Regelstreckeneingang (RE2) und einem mit dem Ausgangsanschluss (A) in Verbindung stehenden zweiten Regelstreckenausgang
(RA2) aufweist,
einen an den zweiten Regelanschluss (RG2) angeschlossenen zweiten Kondensator (C2) und
einen zweiten Widerstand (R2) , der den Regelstreckeneingang (RE2) des zweiten Regelelements (V2) mit dessen Regelanschluss (RG2) verbindet.
3. Siebschaltung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Regelstreckenausgang (RA1) und/oder der zweite Regelstreckenausgang (RA2) mit einem Kondensator (C3) verbunden ist.
4. Siebschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kondensatoren (C1, C2, C3) mit der Schaltungsmasse (M) verbunden sind.
5. Siebschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Eingangsanschluss (E) der Siebschaltung (1) an eine Gleichspannungsquelle, insbesondere
eine Batterie (B), angeschlossen ist.
6. Siebschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Regelelemente (V1, V2) Transistoren sind.
7. Siebschaltung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transistoren Feldeffekttransistoren sind.
1. A filter circuit (1) for filtering an input voltage (Ub) present at an input connection (E) in order to generate a filtered output voltage
(Ua) at an output connection (A), comprising
at least one first regulating element (V1)' which provides a first regulating connection (RG1) and a first regulating path (RS1) with a first regulating-path input (RE1) and a first regulating-path output (RA1) connected to the input connection (E),
a first capacitor (C1) connected to the first regulating connection (RG1) and
a first resistor (R1), which connects the regulating-path input (RE1) of the first regulating element (V1) to its regulating connection (RG1),
characterised in that
a regulating-path output (RA1, RA2) is connected via an inductance (L) to the output connection (A), and that the output
voltage (Ua) of the filter circuit (1) is transmitted via a line (X1) together with data which are supplied together with the output voltage (Ua) to the output connection (A).
2. The filter circuit according to claim 1,
characterised by
a second regulating element (V2),
which provides a second regulating connection (RG2) and a second regulating path (RS2) with a second regulating-path input (RE2) connected to the first regulating-path output (RA1) of the first regulating element (V1) and a second regulating-path output (RA2) connected to the output connection (A),
a second capacitor (C2) connected to the second regulating connection (RG2) and
a second resistor (R2), which connects the regulating-path input (RE2) of the second regulating element (V2) to its regulating connection (RG2).
3. The filter circuit according to claim 2,
characterised in that
the first regulating-path output (RA1) and/or the second regulating-path output (RA2) is/are connected to a capacitor (C3).
4. The filter circuit according to any one of claims 1 to 3,
characterised in that
the capacitors (C1, C2, C3) are connected to the circuit ground (M).
5. The filter circuit according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the input connection (E) of the filter circuit (1) is connected to a direct-voltage
source, in particular, a battery (B).
6. The filter circuit according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the regulating elements (V1, V2) are transistors.
7. The filter circuit according to claim 6,
characterised in that
the transistors are field-effect transistors.
1. Circuit de filtrage (1) pour filtrer une tension d'entrée (Ub) se trouvant à une borne d'entrée (E) pour générer une tension de sortie filtrée
(Ua) à une borne de sortie (A), comportant
au moins un premier élément de régulation (V1), qui présente une première borne de régulation (RG1) et un premier trajet de régulation (RS1) comportant une première entrée de trajet de régulation (RE1) reliée à la borne d'entrée (E) et une première sortie de trajet de régulation (RA1) ,
un premier condensateur (C1) relié à la première borne de régulation (RG1) et
une première résistance (R1) qui relie l'entrée de trajet de régulation (RE1) du premier élément de régulation (V1) à la borne de régulation de celui-ci (RG1),
caractérisé en ce que
une sortie de trajet de régulation (RA1, RA2) est reliée à la borne de sortie (A) par l'intermédiaire d'une inductivité (L) et
en ce que la tension de sortie (Ua) du circuit de filtrage (1) est transmise par l'intermédiaire d'une ligne (X1) conjointement avec des données, qui sont délivrées conjointement avec la tension
de sortie (Ua) à la borne de sortie (A).
2. Circuit de filtrage selon la revendication 1, caractérisé par
un second élément de régulation (V2), qui présente une seconde borne de régulation (RG2) et un second trajet de régulation (RS2) comportant une seconde entrée de trajet de régulation (RE2) reliée à la première sortie de trajet de régulation (RA1) du premier élément de régulation (V1) et une seconde sortie de trajet de régulation (RA2) reliée à la borne de sortie (A),
un second condensateur (C2) relié à une seconde borne de régulation (RG2) et
une seconde résistance (R2) , qui relie l'entrée de trajet de régulation (RE2) du second élément de régulation (V2) à la borne de régulation de celui-ci (RG2)).
3. Circuit de filtrage selon la revendication 2, caractérisé en ce que
la première sortie de trajet de régulation (RA1) et/ou la seconde sortie de trajet de régulation (RA2) est reliée à un condensateur (C3).
4. Circuit de filtrage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
les condensateurs (C1, C2, C3) sont reliés à la masse (M).
5. Circuit de filtrage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la borne d'entrée (E) du circuit de filtrage (1) est reliée à une source de tension
continue, en particulier une batterie (B).
6. Circuit de filtrage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
les éléments de régulation (V1, V2) sont des transistors.
7. Circuit de filtrage selon la revendication 6, caractérisé en ce que les transistors sont des transistors à effet de champ.