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(11) |
EP 1 844 486 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.03.2015 Patentblatt 2015/10 |
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Anmeldetag: 24.01.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/000578 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/079495 (03.08.2006 Gazette 2006/31) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES KONTAKTSTÜCKES, SOWIE KONTAKTSTÜCK FÜR EINE VAKUUMSCHALTKAMMER
SELBST
METHOD FOR PRODUCING A CONTACT PIECE, AND CORRESPONDING CONTACT PIECE FOR A VACUUM
INTERRUPTER CHAMBER
PROCEDE DE FABRICATION D'UN ELEMENT DE CONTACT ET ELEMENT DE CONTACT DESTINE A UNE
CHAMBRE DE COMMUTATION A VIDE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
27.01.2005 DE 102005003812
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.10.2007 Patentblatt 2007/42 |
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Patentinhaber: ABB Technology AG |
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8050 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- GENTSCH Dr., Dietmar
40882 Ratingen (DE)
- PILSINGER, Günter
40628 Düsseldorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmidt, Karl Michael |
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ABB AG
GF-IP
Oberhausener Strasse 33 40472 Ratingen 40472 Ratingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 111 631 DE-A1- 19 902 500 US-A- 3 845 543 US-A1- 2004 035 828
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DE-A1- 3 840 192 US-A- 3 721 550 US-A- 4 892 986
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Kontaktstückes insbesondere
für die Verwendung in einer Niederspannungs- Mittelspannungs- und Hochspannungsvakuumschaltkammer
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1, sowie ein Kontaktstück für eine Vakuumschaltkammer
selbst, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 12.
[0002] Schaltkammern, insbesondere Vakuumschaltkammern die in Niederspannungs-, Mittelspannungs-,
Hochspannungs- und Generatorschaltgeräten verwendet werden, sind innerhalb des Kammergehäuses
mit Kontaktstücken versehen, die den elektrischen Kontakt im geschlossenen Zustand
der Anordnung herstellen und an denen beim Ausschalten sich ein Plasmabogen ausbildet,
besonders unter Kurzschlussbedingungen (ein Lichtbogen, der in einer Vakuumatmosphäre
brennt). In Vakuumschaltkammern dieser Art werden häufig sogenannte Radialmagnetfeldkontaktsysteme
verwendet. In diesen wird das Radialmagnetfeld über Spulensichelsegmente generiert,
wobei die Sichelelemente durch in die Kontaktstückplatten eingebrachte Schlitze entstehen.
[0003] Der Vorteil dieser Radialmagnetfeldkontaktsysteme beziehungsweise der darin verwendeten
Kontaktstücke besteht darin, dass ein geringer Strombahnwiderstand vorliegt, wobei
in der Gesamtanordnung bei diesem einfachen System eine hohe Kontaktdruckkraft eingebracht
werden kann. Bekannt ist hierbei auch, dass die dabei verwendeten Radialmagnetfeldkontaktstücke
in einer Zylinderscheibenform ausgebildet sind mit verrundeten Außenkanten. Dies dient
zur Verbesserung der dielektrischen Eigenschaften.
[0004] Aus der
DE 199 02 500 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Kontaktstückes bekannt, bei welchem die Schichten
eines Mehrschichtkontaktes mit einer dazwischen liegenden Lötfolie verbunden werden.
Dabei wird aber die Herstellung gewünschter größerer Einzelschichtdicken mit einem
einfachen Verfahren noch nicht berücksichtigt.
[0005] Es ist Stand der Technik, Kontaktsysteme mit Kontaktstücken aus Mehrschichtsystemen
einzusetzen. Mehrschichtkontaktstücke, bei denen der Querschnitt nach außen doppelt
konisch ist sind ebenfalls bekannt. Somit wird eine an sich vorteilhafte Anordnung
wie, sie beispielsweise aus der
DE 3840192 A1 bekannt ist, aus einem Mehrschichtsystem aufgebaut, bei denen die abbrandfeste Kontaktschicht
aus einem Standard - Kontaktwerkstoff beispielsweise CuCr 25 und die zweite Schicht
vorzugsweise aus reinem Kupfer aufgebaut ist. Das reine Kupfer sorgt für eine hohe
elektrische und thermische Leitfähigkeit, währenddem die CuCr -Schicht die Abbrandfestigkeit
im Kontaktstückbereich selbst gewährleistet.
[0006] Durch die beschriebene doppelt konische Ausbildung entsteht eine diskusähnliche Form,
die besonders leicht bei Kontaktstücken mit großem Außendurchmesser herzustellen ist,
und vorzugsweise in Hochstrom- bzw. Generatorschalteranordnungen Verwendung findet.
So lässt sich außerdem der Schwerpunkt der einzelnen Kontaktstücksichel des Radialmagnetfeldkontaktstücks
weiter in Richtung Achsmitte verschieben, wodurch die bei einer mechanischen Schalthandlung
auftretende Kraft, ein geringeres Moment an der Übergangsstelle zum Kontaktstück bewirkt.
Die daraus resultierenden mechanischen Spannungen werden durch diese Maßnahme zum
einen vorteilhaft verringert und zum anderen wird eine höhere Lebensdauer bei häufigen
mechanischen Schalthandlungen erreichbar.
[0007] Bei die obengenannten Schrift
DE 38 40 192 A1 beschriebenen Schrift sind die aufeinander gelegten Scheiben zuvor einzeln durch
Stanzen geschlitzt. Dabei wird jedoch darauf geachtet, dass jede einzelne Scheibe
nicht stärker (dicker) ist als deren gewählte Breite der Schlitze, die hineingestanzt
sind.
[0008] Im Allgemeinen werden Mehrlagenkontaktstücke (Multilayerkontakte, genannt MLC) wie
sie auch aus der
EP 1111631 bekannt sind, in einem Verfahren hergestellt, in dem diese z.B. in einem inerten
Tiegel (keramisch) nach dem Sinter- Schmelzverfahren zusammengebracht werden.
[0009] Davon ausgehend soll der Vorteil von Mehrschichtkontaktsystemen dahingehend verbessert
werden, dass auch größere Schichtdicken Verwendung finden können, die die elektrischen
Eigenschaften verbessern.
[0010] Die gestellte Aufgabe ist bei einem Verfahren der gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß
durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gegeben. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0011] Im Hinblick auf ein Kontaktstück für einen Nieder-, Mittelspannungs- oder Hochspannungsvakuumschalter
ist die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches
11 gelöst.
[0012] Kern der Erfindung ist hierbei, dass, um größere Wandstärken oder Schichtdicken der
aufeinander zu bringenden Schichten der Kontaktstücke zu erreichen, zwischen die zu
verbindenden Schichten je eine Lötfolie gelegt und die gesamte Anordnung in einem
Lötofen auf Löttemperatur erhitzt wird und andererseits kann die angestrebte Zweischichtigkeit
(bzw. Mehrlagigkeit, > 2) durch ein Aufeinanderschichten mehrerer Pulverschichten
erreicht werden. Dieses kann am Beispiel eines zweischichtigen Kontaktstückes durch
ein Aufeinanderschichten von Kupferpulver und in der zweiten Schicht aus einer Mischung
aus KupferChrompulver erreicht werden. Im letztgenannten Fall der Aufeinanderschichtung
von Pulver, wird dieses in einer Pressform zu einem Pressling (dem Grünling) verpresst
und anschließend zum fertigen Rohling im Ofen zum fertigen MLC Rohling gesintert.
[0013] Das dabei entstehende zweilagige MLC Kontaktstück besteht aus einer abbrandfesten
Kontaktschicht aus CuCr und einer darunter liegenden insbesondere dickwandigen Kupferschicht
als zweite Schicht mit einer sehr hohen Leitfähigkeit. Dabei entsteht ein extrem niedriger
Strombahnwiderstand und auch eine gute Stromzuführung zu dem Kontaktaußenbereich auf
dem im Falle eines Kurzschlussstromes der Lichtbogen bis zum darauf folgenden Stromnulldurchgang
des Stromes beim Ausschalten brennt.
[0014] Gegenüber den übrigen MLC - Verfahren, bei denen ein integrierter Sinter- und Schmelzprozess
erforderlich ist, ist dieses Herstellverfahren (der Verlötung von zwei Bauteilen zu
einem MLC - Kontaktstück schnell und einfach und im Fall einer Mehrlagigkeit direkt
über das Pulverschichtungsverfahren darüber hinaus auch erheblich wirtschaftlicher.
Außerdem können große Schichtdicken gegenüber üblichen Verfahren erzielt und verwendet
werden, so dass die oben genannten Vorteile geringer Strombahnwiderstände so wie einer
deutlich höheren mechanischen Belastbarkeit und der Aufbringung hoher Schaltkräfte
gewährleistet sind. Die Leitfähigkeit wird gegenüber dem MLC - Sinter- und Schmelzverfahren
auch beim vorliegenden erfindungsgemäßen Verfahren noch dadurch erhöht, dass durch
die Wärmebehandlung des mehrlagigen Kontaktstückes die Ursprungsleitfähigkeit der
eingesetzten Werkstoffe in den Schichten nahezu erhalten bleiben. Im Falle der Verbundlötung
wird nur die Schmelztemperatur des Lotes erreicht. Durch Diffusion in der Lötzone
erhöht sich nur in dieser schmalen Zone der Widerstand bzw. verringert sich die Leitfähigkeit
geringfügig.
Auch wenn die Mehrlagigkeit durch die Pulverschichtung und Verpressen der Pulver zum
Grünling und durch Sintern der Rohling hergestellt wird, bleiben der Widerstand sehr
gering und somit die Leitfähigkeit auf einem hohen Niveau.
[0015] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist angegeben, dass mehrere Schichten (größer
zwei) Scheiben oder Platten mit dem Kontaktstück beim Prozess verlötet, bzw. beim
Pulverschichten hergestellt werden können. Gegenüber dem üblichen Multilayerkontakt
- Verfahren, MLC Verfahren, wird durch diese Form der Lötung (oder auch Pulverschichtung)
gegenüber dem Sinter - und Wärmebehandlungsprozess (Temperung) der Strombahnwiderstand
jedoch deutlich geringer erhöht, so dass die Mehrfachanordnung von Scheiben keine
nachteilige Beeinflussung der Leitfähigkeit mit sich führt.
Im übrigen hat sich herausgestellt, dass der so hergestellte Übergang, der durch die
zwischen die Platten eingelegte Lötfolie und dem anschließenden Temperieren im Lötofen
entsteht, nicht nur eine grenzflächenschlüssige Lötverbindung als solche ergibt, sondern
dass durch die gesamte Wärmebehandlung im Lötofen das Lot auch über eine entsprechende
mikroskopische Eindringtiefe in die Grenzoberflächen der Materialien eindringt. Dadurch
gleichen sich festkörperphysikalisch die Fermienergien und die Valenzbänder im Grenzflächenbereich
potential - bzw. störungsfrei aneinander an, so dass es dort nicht zu Metall - Metalloxydstörstellen
kommt, was bei einem Sinter- Schmelzprozess deutlich häufiger auftritt.
[0016] Im übrigen können durch diese hohe mechanische Beanspruchbarkeit in Verbindung mit
der erzielten Abbrandfestigkeit auch hohe Ein-und Ausschaltgeschwindigkeiten gefahren
werden, insbesondere bei Kontaktstücken, die einen relativ großem Aussendurchmesser
beispielsweise für die Verwendung in Hochspannungs-, Hochstrom- und Generatorvakuumschaltkammern
aufweisen.
[0017] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist angegeben, dass als abbrandfester Werkstoff
CuCr 25 verwendet wird.
[0018] Eine weitere Alternative besteht in der Verwendung von CuW. Eine weitere besteht
in der Verwendung von CuCrW sowie alternativ WCAg oder auch andere. Grundsätzlich
gilt hierbei, dass die obere Schicht mit der darunter liegenden mindestens einer weiteren
Schicht z.B. einer Kupferschicht auf die erfindungsgemäße Weise verlötet oder über
eine Pulverschichtung hergestellt wird. In allen diesen verwendeten Legierungen trifft
die oben ausgeführte festkörperphysikalische Eigenschaft zu, dass bei dieser Art des
Lötvorganges bzw. Sinterprozesses des MLC Kontaktrohlings der Strombahnwiderstand
durch eine potentialdiskontinuitätsfreie Übergangszone niedrig gehalten wird.
[0019] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist angegeben, dass in einem Teil der verwendeten
Kontaktstückschichten Schlitze eingebracht sind beziehungsweise eingebracht werden.
[0020] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist angegeben, dass die so miteinander verbundenen
Schichten so ausgebildet sind, dass sie im fertig bearbeiteten Zustand des Kontaktstückes
eine doppelt konische diskusähnliche Form ergeben. Dies hat den Vorteil, der mit den
oben ausgeführten dielektrischen Eigenschaften beschrieben wurde, und somit auch bei
der Ausschaltung hoher Ströme insbesondere im Randbereich ein Verlöschen des Ausschaltlichtbogens
begünstigen.
[0021] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist angegeben, dass die der abbrandfesten
Schicht nachfolgende mindestens eine weitere Schicht im Durchmesser kleiner ist beziehungsweise
bei einer Mehrzahl sukzessive kleiner werden.
[0022] Weiterhin ist ausgestaltet, dass die einzelnen Schichten pulvermetallurgisch als
gepresste Grünlinge vorliegen und im Lötvorgang gleichzeitig gesintert werden.
[0023] Das Kontaktstück gemäß Anspruch 1ff. stellt ein Kontaktstück für eine Mittelspannungsanlage
insbesondere für eine Vakuumschaltkammer im Nieder-, Mittelspannungs- und Hochspannungsbereich
nach dem oben dargestellten Verfahren dar.
[0024] Die Erfindung ist in Zeichnung dargestellt und nachfolgend näher beschrieben.
[0025] Es zeigt.
Figur 1: Gesamtdarstellung einer Vakuumkammer.
Figur 2: Kontaktstück
[0026] Figur 1 zeigt als Gesamtdarstellung einer Vakuumschaltkammer gekennzeichnet und nachfolgend
in der Figur 2 detailliert gezeigt und beschrieben. Figur 1 zeigt eine Vakuumschaltkammer,
bestehend aus der bewegbaren Zuleitung 1, dem Vakuumschaltkammerdeckel 2, der die
vakuumdichte Verbindung zwischen dem Isolator (Keramik) 6 und dem metallischen Balg
3 herstellt. Der Mittelschirm 4 steuert das elektrische Feld innerhalb und außerhalb
der Vakuumschaltkammer und schützt den Isolator 6 vor Metalldampf. Im Zentrum der
Figur 2 sind die Kontaktstücke 5
' und 5" angeordnet, die vorteilhaft als MLC - Kontaktstück nach Figur 2 ausgestaltet
sind. Auf der Festkontaktseite ist Zuleitung 8 angeordnet, die elektrische Feldsteuerung
übernimmt der Schirm 7.
[0027] Figur 2 zeigt die neuartige Kombination von zwei Schichten, nämlich einer abbrandfesten
ersten Kontaktstückschicht 5
', die zum Beispiel aus CuCr oder den oben alternativ genannten abbrandfesten Werkstoffen
oder Werkstofflegierungen bestehen kann, und einer weiteren Kontaktstückschicht 5",
die zum Beispiel aus Kupfer, aus reinem oder legiertem Kupfer bestehen kann. Die Schicht
10 zeigt im Falle der Lötung von zwei oder mehreren Schichten die Lötzone, im Falle
der Pulveraufeinanderschichtung auf die Grenzzone zwischen den zwei (oder mehr Schichten).
Damit lässt sich ein Kontaktstück mit optimierten Eigenschaften herstellen was zum
einen sowohl der Abbrandfestigkeit in besonderem Maße genügt, zum anderen aber auch
einen niedrigen Strombahnwiderstand und eine hohe Leitfähigkeit gewährleitstet.
[0028] Bei der Verwendung oder der Erstellung dieser oben bereits beschriebenen Diskusform
durch die Verwendung von doppelt konischen oder teilkonischen Schichten, die so zueinander
gebracht werden, dass das Kontaktstück insgesamt doppelt konisch also mit abfallenden
Flanken auf beiden Seiten ausgebildet ist, lassen sich auch neben den Schalteigenschaften
besonders gute mechanische Eigenschaften erzielen. Das Kontaktstück wird durch ein
Übereinanderschichten von zwei Schichten unter Zwischenfügen einer Lötfolie 10 gebildet,
was in einem Lötofen sodann mit der Anordnung verlötet wird. Zum Beispiel kann auch
durch Auflöten einer Trägerplatte aus Stahl die mechanische Festigkeit weiter gesteigert
und zusätzlich eine B-Feld abschirmende Funktion erzielt werden.
Bezugszeichen:
[0029]
- 1
- bewegbare Zuleitung
- 2
- Vakuumschaltkammerdeckel
- 3
- Balg
- 4
- Mittelschirm
- 5
- Kontaktstücke
- 5'
- Kontaktstück
- 5"
- Kontaktstück
- 6
- Isolator
- 7
- Schirm
- 8
- Zuleitung
- 10
- Schicht/Lötfolie
1. Verfahren zur Herstellung eines Kontaktstückes, für die Verwendung in einer Vakuumschaltkammer,
insbesondere in einer Nieder-, Mittelspannungs- und Hochspannungsvakuumschaltkammer,
wobei das Kontaktstück aus mindestens 2 Schichten (5', 5") mit einer dazwischen eingelegten
Lötfolie (10) gebildet ist, welche in Sollposition zueinander in einem Lötofen miteinander
verlötet werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kontaktstück aus mindestens 2 Schichten (5', 5") durch ein Übereinanderschichten
von Pulvern in einer Form entsteht, so dass nach einem Pressvorgang ein Pulverpressling
vorliegt, der durch Sintern zum Mehrschichtkontaktrohling wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die abbrandfeste Kontaktstückschicht (5') aus einer abbrandfesten Kupferhaltigen
Legierung besteht und die darunterliegende zweite Kontakstückschicht (5") aus einer
gleichdicken oder dickwandigeren Kupferschicht besteht.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine weitere Kontaktstückschicht vorgesehen ist, die mit einer Lötfolie
(10) verlötet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass als abbrandfester Werkstoff CuCr 25 verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass als abbrandfester Werkstoff CuCrW verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass als abbrandfester Werkstoff WCAg verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest die obere Kontaktstückschicht Schlitze nach der Art eines Radialmagnetfeldkontaktes
enthält.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die einzelne Schicht so ausgebildet und so miteinander verbunden sind, bzw. verbunden
werden, dass sich im fertig verlöteten Zustand eine einfach- oder doppelt- konische
diskusähnliche Form ergibt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schichten (5', 5") von der abbrandfesten Schicht her nach unten sukzessive kleinere
Durchmesser aufweisen.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schichten (5', 5") vor dem Lötvorgang als pulvermetallurgische gepresste Grünlinge
vorliegen, die zeitgleich mit dem Lötvorgang gesintert werden.
11. Kontaktstück für eine Vakuumschaltkammer, insbesondere für eine Mittelspannungsvakuumschaltkammer,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kontaktstück (5) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Verfahrensansprüchen
hergestellt ist.
1. Process for producing a contact piece, for use in a vacuum interrupter chamber, in
particular in a low-voltage, medium-voltage and high-voltage vacuum interrupter chamber,
the contact piece being formed from at least two layers (5', 5") with an interposed
soldering foil (10), which layers are soldered to one another in a desired position
in relation to one another in a soldering furnace,
characterized
in that the contact piece is produced from at least two layers (5', 5'') by powders being
layered one above the other in a mold, so that, after a pressing operation, there
is a powder compact, which becomes the multilayer contact blank by means of sintering.
2. Process according to Claim 1,
characterized
in that the erosion-resistant contact piece layer (5') comprises an erosion-resistant copper-containing
alloy, and the second contact piece layer (5") lying therebeneath comprises a copper
layer having the same or a greater thickness.
3. Process according to one of the preceding claims,
characterized
in that at least one further contact piece layer is provided, which is soldered with a soldering
foil (10).
4. Process according to one of the preceding Claims 1 to 3,
characterized
in that CuCr 25 is used as the erosion-resistant material.
5. Process according to one of the preceding Claims 1 to 3,
characterized
in that CuCrW is used as the erosion-resistant material.
6. Process according to one of the preceding Claims 1 to 3,
characterized
in that WCAg is used as the erosion-resistant material.
7. Process according to one of the preceding claims,
characterized
in that at least the upper contact piece layer contains slits in the form of a radial magnetic
field contact.
8. Process according to one of the preceding claims,
characterized
in that the individual layers are designed such that and are connected to one another, or
will be connected to one another, such that in the ready-soldered state, a single-cone
or double-cone discus-like shape results.
9. Process according to one of the preceding claims,
characterized
in that the layers (5', 5") have successively smaller diameters from the erosion-resistant
layer down.
10. Process according to one of the preceding claims,
characterized
in that the layers (5', 5") are present, prior to the soldering operation, as powder-metallurgical
pressed green compacts, which are sintered at the same time as the soldering operation.
11. Contact piece for a vacuum interrupter chamber, in particular for a medium-voltage
vacuum interrupter chamber,
characterized
in that the contact piece (5) is produced according to one or more of the preceding process
claims.
1. Procédé de fabrication d'un élément de contact, à utiliser dans une chambre de commutation
à vide, en particulier une chambre de commutation à vide pour basse tension, moyenne
tension et haute tension, dans lequel l'élément de contact est formé d'au moins deux
couches (5', 5") avec une feuille de brasage (10) insérée entre elles, qui sont brasées
l'une à l'autre dans un four de brasage dans une position théorique l'une par rapport
à l'autre, caractérisé en ce que l'élément de contact en au moins deux couches (5', 5") naît d'une superposition de
couches de poudres dans un moule, de telle manière qu'il se forme après une opération
de pressage une pièce pressée en poudre, qui devient par frittage une ébauche de contact
multicouche.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche (5') de l'élément de contact résistant à l'usure se compose d'un alliage
contenant du cuivre résistant à l'usure et la deuxième couche (5") de l'élément de
contact sous-jacente se compose d'une couche de cuivre de même épaisseur ou plus épaisse.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins une autre couche de l'élément de contact, qui est brasée avec
une feuille de brasage (10).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on utilise du CuCr 25 comme matériau résistant à l'usure.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on utilise du CuCrW comme matériau résistant à l'usure.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on utilise du WCAg comme matériau résistant à l'usure.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins la couche supérieure de l'élément de contact comporte des fentes à la manière
d'un contact de champ magnétique radial.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les couches individuelles sont configurées et sont assemblées les unes aux autres
de telle manière qu'à l'état entièrement brasé, il en résulte une forme de type disque
simplement ou doublement conique.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les couches (5', 5") présentent, vers le bas à partir de la couche résistant à l'usure,
des diamètres successifs plus petits.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les couches (5', 5") se présentent, avant l'opération de brasage, sous la forme d'ébauches
crues pressées par la métallurgie des poudres, qui sont frittées en même temps que
l'opération de brasage.
11. Elément de contact destiné à une chambre de commutation à vide, en particulier une
chambre de commutation à vide pour moyenne tension, caractérisé en ce que l'élément de contact (5) est fabriqué selon une ou plusieurs des revendications de
procédé précédentes.


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