[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und eine Anordnung zum Bearbeiten fließfähiger
Medien. Für den Transport des Mediums ist ein Rohr vorgesehen. Die Vorrichtung umfasst
ein über eine Werkzeugwelle angetriebenes Werkzeug. Die Anordnung ist in einen Arbeitszustand
und in einen Ruhezustand bringbar. Im Arbeitszustand ist ein Werkzeug innerhalb des
Rohr angeordnet und mit einer Werkzeugwelle verbunden.
[0002] Eine Bearbeitung fließfähiger Medien erfolgt beispielsweise bei der Herstellung von
Reinigungsmitteln, Mayonnaisen, Fruchtsäften und ähnlichem. Bei klassischen Bearbeitungsvorrichtungen
ist das Werkzeug ummittelbar mit einem Vorratsbehälter verbunden, in dem das zu bearbeitende
Medium enthalten ist. Aus dem Vorratsbehälter austretendes Medium wird mit dem Werkzeug
bearbeitet. Bekannt sind auch sogenannte In-Line-Vorrichtungen, die dazu ausgelegt
sind, ein Medium zu bearbeiten, während es durch ein Rohr transportiert wird. Im Arbeitszustand
sind die In-Line-Vorrichtungen mit dem Rohr verbunden und in den Verlauf des Rohrs
integriert. Im Ruhezustand sind die In-Line-Vorrichtungen vom Rohr getrennt, das Medium
wird frei durch das Rohr transportiert. Die bekannten In-Line-Vorrichtungen haben
den Nachteil, dass das Trennen und Verbinden von Vorrichtung und Rohr aufwändig ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung und eine Anordnung der
eingangs genannten Art vorzustellen, die mit geringem Aufwand in ein Rohrsystem integriert
werden können und die vielseitig einsetzbar sind. Die Aufgabe wird gelöst durch die
Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Ausführungsformen finden sich in
den Unteransprüchen.
[0004] Die Vorrichtung zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass das Rohr eine erste
und eine zweite Öffnung aufweist, die in der Außenwand des Rohrs koaxial zueinander
angeordnet sind. Die Werkzeugwelle erstreckt sich durch die erste Öffnung hindurch.
[0005] Zunächst werden einige Begriffe erläutert.
[0006] Der Begriff Bearbeiten wird als Oberbegriff für Homogenisieren, Mischen, Dispergieren
und vergleichbare Vorgänge verwendet.
[0007] Das Rohr definiert einen Fließweg und eine Fließrichtung für das Medium. Der Fließweg
muss nicht geradlinig sein, vielmehr kann der Fließweg einmal oder mehrfach umgelenkt
sein. Es ist nicht erforderlich, dass der Rohrdurchmesser entlang dem Fließweg konstant
ist.
[0008] Die Öffnungen in der Außenwand des Rohrs sind verschlossen, während das Medium transportiert,
wird, sie sind nicht für den Durchtritt des Mediums bestimmt. Die Öffnungen sind so
in der Außenwand des Rohrs angeordnet, dass das im Rohr transportierte Medium zwischen
den Öffnungen hindurchfließt. Die Position der ersten und der zweiten Öffnung zueinander
ist nicht mit der Fließrichtung des Mediums verknüpft. Die erste Öffnung kann auch
in Fließrichtung hinter der zweiten Öffnung angeordnet sein.
[0009] Indem die Werkzeugwelle sich durch die erste Öffnung hindurch erstreckt, ist ein
Ende der Werkzeugwelle außerhalb des Rohrs und ein Ende der Werkzeugwelle innerhalb
des Rohrs angeordnet. Die erste Öffnung umgibt die Werkzeugwelle in einem zwischen
den beiden Enden angeordneten Bereich. Das Werkzeug ist mit dem innerhalb des Rohrs
angeordneten Ende der Werkzeugwelle verbunden, das Werkzeug arbeitet innerhalb des
Rohrs.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, dass das Werkzeug in ein bestehendes
Rohrsystem integriert werden kann. Eine aufwändige Anpassung des Rohrs an das Werkzeug
entfällt. Über die zweite, koaxial zur ersten Öffnung ausgerichtete Öffnung kann ein
weiteres Arbeitsmittel in das Rohr eingebracht werden. Durch eine geeignete Kombination
des zweiten Arbeitsmittels mit dem Werkzeug wird ein vielfältiger Einsatz der Vorrichtung
ermöglicht.
[0011] Das Werkzeug kann zusammen mit dem Ende der Werkzeugwelle durch die erste Öffnung
in das Rohr eingebracht werden. Dies setzt voraus, dass der Durchmesser des Werkzeugs
kleiner ist als der Durchmesser der Öffnung. Für eine effektive Bearbeitung des Mediums
ist es jedoch häufig zweckmäßig, wenn der Durchmesser des Werkzeugs größer ist als
der Durchmesser der ersten Öffnung. Um dennoch ein Einbringen des Werkzeugs in das
Rohr zu ermöglichen, kann das Rohr eine zwischen der ersten und der zweiten Öffnung
angeordnete Trennstelle aufweisen. An der Trennstelle kann eine Flanschverbindung
zwischen zwei Rohrteilen bestehen. Zum Schließen der Flanschverbindung kann ein Spannring,
eine Verschraubung oder ein vergleichbares Befestigungsmittel vorgesehen sein.
[0012] Beim Bearbeiten fließfähiger Medien wirkt das Werkzeug meist mit einem Gegenwerkzeug
zusammen. Das Werkzeug und das Gegenwerkzeug können beispielsweise sein der Rotor
und der Stator eines Homogenisators oder der Rotor und der Stator eines Mischers.
Das Gegenwerkzeug kann über die zweite Öffnung mit dem Rohr verbunden sein. Zu diesem
Zweck kann das Gegenwerkzeug beispielsweise mit einem Flansch ausgestattet sein, der
mit einem Flansch der Öffnung verbindbar ist. Die koaxiale Ausrichtung zwischen der
ersten und der zweiten Öffnung ermöglicht eine passende Positionierung des Gegenwerkzeugs
relativ zum Werkzeug. Alternativ kann das Gegenwerkzeug auch über die Trennstelle
mit dem Rohr verbunden sein. Vorzugsweise ist die Trennstelle zu diesem Zweck ebenfalls
koaxial zu der ersten und der zweiten Öffnung angeordnet.
[0013] Das Gegenwerkzeug kann fest mit dem Rohr verbunden sein. Ebenfalls möglich ist es
jedoch, dass das Gegenwerkzeug über eine Gegenwerkzeugwelle angetrieben ist, die sich
vorzugsweise durch die zweite Öffnung hindurch erstreckt. Genau wie das Werkzeug arbeitet
das Gegenwerkzeug dann innerhalb des Rohrs. Für ein schonendes Bearbeiten des Mediums
können das Werkzeug und das Gegenwerkzeug gleichläufig betrieben werden. Eine besonders
intensive Bearbeitung des Mediums wird erreicht, wenn das Werkzeug und das Gegenwerkzeug
gegenläufig betrieben werden. Vorzugsweise können der Drehsinn und die Drehgeschwindigkeit
der Werkzeugwelle und der Gegenwerkzeugwelle unabhängig voneiander variiert werden.
[0014] Zur Abdichtung der Gegenwerkzeugwelle kann ebenso wie zur Abdichtung der Werkzeugwelle
eine Gleitringdichtung vorgesehen sein. Die Gleitringdichtung kann mit oder ohne Sperrflüssigkeit
ausgeführt sein. Bei Gleitringdichtungen ohne Sperrflüssigkeit ist das im Rohr transportierte
Medium für das Kühlen und Schmieren zuständig.
[0015] An Stelle des Gegenwerkzeugs oder zusätzlich zum Gegenwerkzeug kann eine Zuführleitung
als mit dem Werkzeug zusammenwirkendes Arbeitsmittel vorgesehen sein. Durch die Zuführleitung
kann dem durch das Rohr transportierten Medium ein weiterer Stoff beigemengt werden.
Um den Zufluss des weiteren Stoffs zu kontrollieren, kann die Zuführleitung mit einem
Ventil ausgestattet sein.
[0016] Die Zuführleitung ist zweckmäßigerweise über die zweite Öffnung mit dem Rohr verbunden
und dadurch koaxial zum Werkzeug ausgerichtet. Indem der weitere Stoff dem Medium
direkt im Zentrum des Werkzeugs zugeführt wird, kann eine besonders wirksame Durchmischung
von dem Medium und dem weiteren Stoff erreicht werden. In einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung wird die zentrale Zuführung des weiteren Stoffs dadurch sichergestellt,
dass die Zuführleitung zusammen mit dem Gegenwerkzeug einstückig ausgebildet ist.
[0017] Die Verbindung an der zweiten Öffnung kann ebenso wie die Verbindung an der ersten
Öffnung über einen Spannring, über eine Verschraubung oder über ein vergleichbares
Befestigungsmittel hergestellt werden.
[0018] Das im Rohr transportierte Medium wird zum Werkzeug herangeführt, passiert das Werkzeug
und wird vom Werkzeug weggeführt. Der an die erste oder zweite Öffnung angrenzende
Teil des Rohrs, durch den das Medium zum Werkzeug herangeführt wird, wird als Zuflussabschnitt
des Rohrs bezeichnet. Der an die erste oder zweite Öffnung angrenzende Teil des Rohrs,
durch den das Medium vom Werkzeug weggeführt wird, wird als Abflussabschnitt des Rohrs
bezeichnet. Vorzugsweise sind der Zuflussabschnitt und der Abflussabschnitt in zu
den Öffnungen parallelen Ebenen angeordnet, wobei der Abstand zwischen der Zentralebene
des Zuflussabschnitts und der Zentralebene des Abflussabschnitts vorzugsweise zwischen
3 cm und 20 cm, weiter vorzugsweise zwischen 4 cm und 10 cm liegt. Eine bestimmte
Länge des Zuflussabschnitts oder des Abflussabschnitts ist nicht gefordert. Bereits
nach einem sehr kurzen Rohrabschnitt kann sich beispielsweise ein Vorratsbehälter
des zu bearbeitenden Mediums anschließen.
[0019] Die erste und die zweite Öffnung sind nur wenig außerhalb der Zentralebenen des Zuflussabschnitts
und des Abflussabschnitts angeordnet. Vorzugsweise liegt der Abstand zwischen der
Zentralebene des Zuflussabschnitts bzw. Abflussabschnitts und der Ebene der ersten
bzw. der zweiten Öffnung zwischen 1 cm und 10 cm, weiter vorzugsweise zwischen 2 cm
und 4 cm. Die Nennweite des Rohrs liegt vorzugsweise zwischen 1,5 cm und 15 cm, weiter
vorzugsweise zwischen 3 cm und 5 cm.
[0020] Ist eine zwischen der ersten und der zweiten Öffnung liegende Trennstelle vorhanden,
können die Flansche der miteinander verbundenen Rohrteile derart ausgebildet sein,
dass ein Verdrehen der Flansche relativ zueinander möglich ist. Zusammen mit den Rohrteilen
werden auch der Zuflussabschnitt und der Abflussabschnitt relativ zueinander verdreht.
Über die Flanschverbindung an der Trennstelle kann also die Ausrichtung von dem Zuflussabschnitt
und dem Abflussabschnitt relativ zueinander verändert werden.
[0021] Die erfindungsgemäße Anordnung zeichnet sich dadurch aus, dass das Rohr eine erste
Öffnung in der Außenwand aufweist, dass die Werkzeugwelle sich im Arbeitszustand durch
die erste Öffnung hindurch erstreckt und dass die die erste Öffnung im Ruhezustand
mit einem Deckel verschlossen ist. Im Ruhezustand entsteht ein Rohrabschnitt, den
das im Rohr transportierte Medium frei passieren kann.
[0022] Eine zweite Öffnung in der Außenwand des Rohrs ist nicht zwingend erforderlich. Ein
möglicherweise mit dem Werkzeug zusammenwirkendes Gegenwerkzeug kann über die erste
Öffnung oder über eine Trennstelle in das Rohr eingebracht werden.
[0023] Die erfindungsgemäße Anordnung bietet die Möglichkeit, Bearbeitungswerkzeuge ohne
großen Aufwand in ein bestehendes Rohrsystem zu integrieren. Die Bearbeitungswerkzeuge
können untereinander ausgetauscht werden. Soll keine Bearbeitung erfolgen, kann die
Öffnung mit dem Deckel verschlossen werden und es entsteht ein frei durchgängiger
Rohrabschnitt.
[0024] Vorzugsweise umfasst die Anordnung eine koaxial zur ersten Öffnung ausgerichtete
zweite Öffnung und einen zweiten Deckel zum Verschließen der zweiten Öffnung. Über
die zweite Öffnung wird die Möglichkeit zu allen Kombinationen von Werkzeugen und
Arbeitsmitteln geboten, die oben für die erfindungsgemäße Vorrichtung beschrieben
sind.
[0025] Die erfindungsgemäße Anordnung kann mehrere erfindungsgemä-ße Vorrichtungen in Reihe
hintereinander umfassen. Dies eröffnet die Möglichkeit in einem bestehenden Rohrsystem
verschiedenste Fertigungsschritte miteinander zu kombinieren.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnung anhand
einer vorteilhaften Ausführungsform beispielhaft beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine teilweise geschnittene Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; und
- Fig. 2:
- eine teilweise geschnittene Darstellung einer mehrere erfindungsgemäße Vorrichtungen
umfassenden Anordnung.
[0027] Ein Rohr in Fig. 1 umfasst einen Zuflussabschnitt 1a, einen Zwischenabschnitt 1b
und einen Abflussabschnitt 1c. Der Fließweg eines durch das Rohr 1a, 1b, 1c transportierten
Mediums wird zwischen dem Zuflussabschnitt 1a und dem Zwischenabschnitt 1b ein erstes
Mal um 90° umgelenkt und zwischen dem Zwischenabschnitt 1b und dem Abflussabschnitt
1c ein zweites Mal um 90° umgelenkt. Der Zuflussabschnitt 1a und der Abflussabschnitt
1c liegen in zueinander parallelen Ebenen.
[0028] Eine erste Öffnung 3 und eine zweite Öffnung 4 in der Au-ßenwand des Rohrs 1a, 1b,
1c sind koaxial zueinander angeordnet, so dass sie den Zwischenabschnitt 1b des Rohrs
zwischen sich einschließen.
[0029] Über die erste Öffnung 3 ist die Werkzeugwelle 5 eines hier als Rotor 6 eines Homogenisators
ausgebildeten Werkzeugs mit dem Rohr 1a, 1b, 1c verbunden. Das mit dem Rotor 6 verbundene
Ende der Werkzeugwelle 5 ragt in den Zwischenabschnitt 1b des Rohrs hinein, das gegenüberliegende,
mit einem Motor 7 verbundene Ende der Werkzeugwelle 5 liegt au-ßerhalb des Rohrs 1a,
1b, 1c.
[0030] Der Rotor 6 des Homogenisators wirkt zusammen mit einem Stator 8 als Gegenwerkzeug.
Der Stator 8 ist über die zweite Öffnung 4 mit dem Rohr 1a, 1b, 1c verbunden. Der
Rotor 6 und der Stator 8 arbeiten innerhalb des Zwischenabschnitts 1b des Rohrs, so
dass das durch den Zwischenabschnitt 1b transportierte Medium beim Durchtritt durch
den Rotor 6 und den Stator 7 homogenisiert wird.
[0031] Das Rohr 1a, 1b, 1c ist mit einer Trennstelle 9 zwischen der ersten Öffnung 3 und
der zweiten Öffnung 4 versehen. Die Trennstelle 9 kann geöffnet werden, um den Rotor
6 und den Stator 8, deren Durchmesser größer sind als die Durchmesser der ersten Öffnung
3 und der zweiten Öffnung 4, in das Rohr 1a, 1b, 1c einzubringen. Durch Verdrehen
der an der Trennstelle 9 aneinanderliegenden Rohrteile kann die Ausrichtung des Zuflussabschnitts
1a relativ zum Abflussabschnitt 1c verändert werden.
[0032] Um an der Trennstelle 9 eine feste Verbindung zwischen den Rohrteilen herzustellen,
ist ein Spannring 10 vorgesehen. Über vergleichbare Spannringe 11 und 12 wird die
Verbindung zwischen der Werkzeugwelle 5 und dem Rohr 1a, 1b, 1c sowie zwischen dem
Stator 8 und dem Rohr 1a, 1b, 1c hergestellt.
[0033] In Fig. 2 sind zwei erfindungsgemäße Vorrichtungen hintereinander angeordnet. In
der links dargestellten Vorrichtung folgt die erste Öffnung 3 in Fließrichtung des
Mediums gesehen erst nach der zweiten Öffnung 4. Das Werkzeug ist als Rotor 6 eines
Mischers ausgebildet, der mit einem Stator 8 als Gegenwerkzeug zusammenwirkt. Der
Stator 8 ist über die Trennstelle 9 mit dem Rohr 1a, 1b, 1c verbunden. Der Durchmesser
des Rotors 6 ist kleiner als der Durchmesser der ersten Öffnung 3, der Rotor 6 kann
also durch die erste Öffnung 3 in das Rohr 1a, 1b, 1c eingeführt werden. Für die Verbindung
zum Rohr 1a, 1b, 1c können an Stelle der Spannringe auch Schrauben 14 verwendet werden.
[0034] Über die zweite Öffnung 4 ist eine Zuführleitung 13 mit dem Rohr 1a, 1b, 1c verbunden.
Ein aus der Zuführleitung 13 austretender weiterer Stoff wird dem im Rohr 1a, 1b,
1c transportierten Medium unmittelbar vor dem Mischer zugeführt. Beim Durchtritt durch
den Mischer wird der weitere Stoff gleichmäßig innerhalb des Mediums verteilt.
[0035] In der rechts dargestellten Vorrichtung, zu der das aus dem Mischer austretende Medium
weitergeleitet wird, wird ein Rotor 61 mittels eines Motors 7 und einer Werkzeugwelle
5 angetrieben. Das mit dem Rotor 61 zusammenwirkende Gegenwerkzeug ist als Gegenrotor
81 ausgebildet. Der Gegenrotor 81 wird von einem Motor 71 über eine sich durch die
Öffnung 4 hindurch erstreckende Welle 51 angetrieben.
[0036] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann mit geringem Aufwand in bestehende Rohrsysteme
integriert werden. Es kann also ein universell einsetzbares Rohrsystem installiert
werden, ohne dass zuvor bekannt sein muss, welches Produkt hergestellt wird und welche
Bearbeitungsschritte in welcher Reihenfolge aufeinanderfolgen. Das Rohrsystem weist
in Abständen Öffnungen auf. Durch diese Öffnungen können bei Bedarf Bearbeitungswerkzeuge
in das Rohrsystem eingeführt werden oder es können dem im Rohr transportierten Medium
weitere Stoffe zugeführt werden. Sind mehr Öffnungen vorhanden als für die Bearbeitungsschritte
erforderlich sind, werden die nicht genutzten Öffnungen mit in den Zeichnungen nicht
dargestellten Deckeln verschlossen. Bei mit Deckeln verschlossenen Öffnungen entstehen
Rohrabschnitte, die vom Medium frei passiert werden können.
[0037] Durch geeignete Kombination der Bearbeitungswerkzeuge können an einem fest installierten
Rohrsystem beliebige Fertigungsabläufe realisiert werden.
1. Vorrichtung zum Bearbeiten fließfähiger Medien mit einem über eine Werkzeugwelle (5)
angetriebenen Werkzeug (6) und einem Rohr (1a, 1b, 1c) für den Transport des Mediums,
dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1a, 1b, 1c) eine erste Öffnung (3) und eine zweite Öffnung (4) in der Außenwand
aufweist, wobei die erste Öffnung (3) und die zweite Öffnung (4) koaxial zueinander
angeordnet sind, und dass die Werkzeugwelle (5) sich durch die erste Öffnung (3) hindurch
erstreckt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1a, 1b, 1c) eine zwischen den Öffnungen (3, 4) angeordnete Trennstelle
(9) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Werkzeug (6) zusammenwirkendes Gegenwerkzeug (8) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenwerkzeug (8) über die zweite Öffnung (4) mit dem Rohr (1a, 1b, 1c) verbunden
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenwerkzeug (8) über die Trennstelle (9) mit dem Rohr (1a, 1b, 1c) verbunden
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass eine Gegenwerkzeugwelle (51) für den Antrieb des Gegenwerkzeugs (81) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenwerkzeugwelle (81) sich durch die zweite Öffnung (4) hindurch erstreckt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zuführleitung (13) vorgesehen ist und dass die Zuführleitung (13) über die zweite
Öffnung (4) mit dem Rohr (1a, 1b, 1c) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführleitung (13) und das Gegenwerkzeug (8) einstückig ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1a, 1b, 1c) einen Zuflussabschnitt (1a) und einen Abflussabschnitt (1c)
umfasst und dass der Zuflussabschnitt (1a) und der Abflussabschnitt (1c) in zu den
Öffnungen (3, 4) parallelen Ebenen angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Zentralebene des Zuflussabschnitts (1a) und der Zentralebene
des Abflussabschnitts (1c) zwischen 3 cm und 20 cm, vorzugsweise zwischen 4 cm und
10 cm liegt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtung des Zuflussabschnitts (1a) gegenüber der Ausrichtung des Abflussabschnitts
(1c) veränderbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Zentralebene des Zuflussabschnitts (1a) bzw. Abflussabschnitts
(1c) und der Ebene der ersten Öffnung (3) bzw. der zweiten Öffnung (4) zwischen 1
cm und 10 cm, vorzugsweise zwischen 2 cm und 4 cm liegt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Nennweite des Rohrs (1a, 1b, 1c) zwischen 1,5 cm und 15 cm, vorzugsweise zwischen
3 cm und 5 cm liegt.
15. Anordnung zum Bearbeiten fließfähiger Medien, die in einen Arbeitszustand und in einen
Ruhezustand bringbar ist, mit einem Rohr (1a, 1b, 1c) für den Transport des Mediums
und einem Werkzeug (6), das im Arbeitszustand innerhalb des Rohrs (1a, 1b, 1c) angeordnet
ist und mit einer Werkzeugwelle (5) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1a, 1b, 1c) eine erste Öffnung (3) in der Außenwand aufweist, dass die
Werkzeugwelle (5) sich im Arbeitszustand durch die erste Öffnung (3) hindurch erstreckt
und dass die erste Öffnung (3) im Ruhezustand mit einem Deckel verschlossen ist.
16. Anordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (1a, 1b, 1c) eine koaxial zur ersten Öffnung (3) ausgerichtete zweite Öffnung
(4) und einen zweiten Deckel zum Verschließen der zweiten Öffnung (4) umfasst.
17. Anordnung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Mehrzahl von Öffnungen (3, 4), eine Mehrzahl von Werkzeugwellen (5) und
eine Mehrzahl von Deckeln umfasst.