(19)
(11) EP 1 845 197 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.10.2007  Patentblatt  2007/42

(21) Anmeldenummer: 06007860.7

(22) Anmeldetag:  13.04.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01C 19/48(2006.01)
E01C 19/17(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(71) Anmelder: Joseph Vögele AG
68146 Mannheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Buschmann, Martin, Dipl.-Ing.
    67435 Neustadt (DE)

(74) Vertreter: Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser Anwaltssozietät 
Maximilianstrasse 58
80538 München
80538 München (DE)

   


(54) Strassenfertiger


(57) Bei einem Straßenfertiger (F) und einer Sprüheinrichtung (S) für eine Bitumenemulsion umfasst die Sprüheinrichtung (S) Sprühmodule (M1, M2, M3; M4), von denen das vierte Sprühmodul (M4) an jeder Seite im Bereich des Fahrwerks (2) wenigstens eine klappbare Sprührampe (14) umfasst.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Straßenfertiger gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

[0002] Der aus DE 41 01 417 A bekannte Straßenfertiger ist so konzipiert, dass die Sprüheinrichtung auch wahlweise abbaubar ist. Die Sprüheinrichtung umfasst unten hinter dem Fahrwerk Sprührampen, die nicht nur die Grundbreite der Einbaubohle bearbeiten, sondem Verlängerungsträger aufweisen, die seitlich ausfahrbar oder ausschwenkbar sind. Die Montage und Handhabung der Verlängerungsträger, die die außenliegenden Bereiche der Arbeitsbreite bearbeiten können zu Problemen führen.

[0003] Bei dem aus US 5 279 500 A bekannten Straßenfertiger ist die Sprüheinrichtung fest integrierter Bestandteil des Straßenfertigers. Sprührampen sind nur hinter dem Chassis und vor der Querverteilvorrichtung eingebaut. Der Behälter für die Bitumenemulsion ist auf dem Dach oberhalb der Bedienplattform angeordnet. Die Sprührampen werden um eine quer zur Arbeitsfahrtrichtung liegende horizontale Achse hin- und hergeschwenkt. Die Sprühdüsen werden zyklisch getaktet. Zu diesem Zweck sind Verschlusselemente vorgesehen, die gemeinsam zyklisch gesteuert werden.

[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Straßenfertiger der eingangs genannten Art, insbesondere für kleinere Arbeitsbreiten, anzugeben, der dem Verwender eine kostengünstige universelle Lösung sowohl für Arbeiten mit einer Bitumenemulsion-Haftschicht als auch ohne bietet.

[0005] Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

[0006] Für den Verwender des Straßenfertigers sind die Einstandskosten niedriger, weil es sich im Grunde genommen um einen in großen Stückzahlen und deshalb kostengünstiger gefertigten Standardstraßenfertiger handelt, an dem - wenn überhaupt - nur geringfügige Vorbereitungen getroffen sind, um fallweise bzw. wahlweise die Sprüheinrichtung zu installieren. Der Straßenfertiger ist universell für Arbeiten sowohl mit einer Bindemittelschicht als auch ohne verwendbar und lässt sich deshalb besser auslasten. Die Sprüheinrichtung ist ein modular aufgebautes System aus einzelnen, kostengünstig herstellbaren und leicht anbringbaren Sprühmodulen. Die Sprühmodule können sogar an Straßenfertigern installiert werden, die von vornherein nicht für diesen zusätzlichen Zweck vorbereitet und gegebenenfalls bereits längere Zeit im Einsatz waren. Das erste Sprühmodul wird auf der Bedienplattform des Fertigers angeordnet, wo im Regelfall der meiste Platz und gute Zugänglichkeit gegeben sind. Das zweite Modul ist verschmutzungsgeschützt unterhalb der Fördervorrichtung bzw. dem Beginn der Fördervorrichtung im Gutbunker angeordnet und bringt die Bitumenemulsion zwischen den Fahrspuren des Fahrwerks auf, so dass das Fahrwerk nicht in der Haftschicht fährt. Das dritte Modul ist unten hinter dem Fahrwerk so angeordnet, dass nur die Fahrspuren besprüht werden. Im mittleren hinteren Bereich, zu dem schlecht Zugang möglich ist, befinden sich keine Komponenten der Sprüheinrichtung. Da eine Ausziehbohle mit variabler Arbeitsbreite eingesetzt wird, wird ein viertes Sprühmodul mit Sprührampen den Außenseiten des Fahrwerks zugeordnet, das Bitumenemulsion auf die außerhalb der Fahrspuren liegenden Bereiche der Arbeitsbreite ausbringt. Besonders zweckmäßig und einfach ist jede Sprührampe des vierten Sprühmoduls an der Seite am Fahrwerk oder am Chassis um eine im wesentlichen vertikale Achse klappbar und baulich von den Sprührampen der anderen Module getrennt. Dies bringt für die Montage und die Handhabung Vorteile. In eingeklappter Position der Sprührampe des vierten Sprühmoduls wird die Außenbreite des Straßenfertigers nicht oder nur unwesentlich verbreitert. Durch das leicht steuerbare Ausklappen lässt sich die ganze Arbeitsbreite beherrschen. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass dieses Konzept für Straßenfertiger mit kleineren Arbeitsbreiten zweckmäßig ist, d.h. für Arbeitsbreiten schmaler Landstraßen, oder sogar anderer schmaler Verkehrsflächen. Gerade für solche kleinere Arbeitsbreiten ist es sehr zweckmäßig, wenn der Straßenfertiger universell einsetzbar und gut auslastbar ist, unabhängig davon, ob eine Haftschicht aufgebracht werden muss, oder nicht.

[0007] Eine saubere Dosierung der Bitumenemulsion lässt sich erzielen, wenn insbesondere die Sprührampen des vierten Sprühmoduls durch Verschlusselemente oder Ventile getaktete Sprühdüsen aufweisen. Durch das Takten, entweder gleichzeitig oder kaskadenartig, lässt sich das gerade erforderlich Minimum der Bitumenemulsion so aufbringen, dass das eingebaute bituminöse Einbaugut über die jeweilige Arbeitsbreite eine unterbrechungsfreie und gleichmäßige Haftschicht vorfindet. Das Takten kann voll auf und zu umfassen, oder/und teilweise auf und zu und/oder mehr und weniger auf.

[0008] Im ersten Sprühmodul sollten Filter- und Heizeinrichtungen für die Bitumenemulsion vorgesehen sein, sowie gegebenenfalls eine elektronische Sprühsteuerung zum Betreiben der Sprüheinrichtung. Alternativ könnte die Sprühsteuerung jedoch auch am Straßenfertiger vorgesehen sein, oder sogar in dessen Steuerungssystem eingegliedert werden.

[0009] Das erste Sprühmodul, das im Hinblick auf ein ausreichendes Fassungsvermögen an Bitumenemulsion relativ voluminös ist, ist zweckmäßigerweise auf der Bedienplattform gegenüber der Mitte zur Seite versetzt.

[0010] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform werden zumindest die Dosierungen aus den Sprühdüsen des vierten Sprühmoduls in Abhängigkeit von der jeweiligen relativen Klappposition und von der Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers gesteuert, vorzugsweise sogar individuell pro Seite. Dies bedeutet, dass z.B. die Dosierung um so stärker eingestellt wird, desto weiter die Sprührampe nach außen geklappt ist, und umgekehrt, weil sich die Sprühdüsen umso mehr quer zur Arbeitsfahrtrichtung überlappen, desto weiter die Sprührampe eingeklappt ist.

[0011] Dabei ist es zweckmäßig, wenn das vierte Sprühmodul Sprührampen, zunächst eine pro Seite, aufweist, die aus einer an der Außenseite des Fahrwerks angelegten Position in oder gegen die Arbeitsfahrtrichtung nach außen schwenkgesteuert sind, und zwar durch einen einfachen Aktuator. Zweckmäßig wird die Dosierung beispielsweise in Abhängigkeit vom Ausfahrhub des Aktuators eingestellt.

[0012] Bei einer alternativen Ausführungsform hat das vierte Sprühmodul pro Seite zwei Sprührampen, die nach Art eines Scherenmechanismus beigeklappt und ausgeklappt werden können. Auf diese Weise lässt sich gegebenenfalls die Dosierung noch feinfühliger regeln. Auch hierbei kann ein einziger Aktuator pro Seite ausreichen.

[0013] Zu Sprühmodulen führen vom ersten Sprühmodul am Fertiger abnehmbar installierte Leitungen. Gegebenenfalls werden die Leitungen außen verlegt, oder, falls Platz vorhanden ist, im Inneren des Straßenfertigers.

[0014] Um die Herstellungskosten der Sprüheinrichtung so gering wie möglich zu halten, ist es zweckmäßig, dass zumindest eines der Sprühmodule an die Antriebsversorgung des Straβenfertigers anschließbar ist. Somit wird die Sprüheinrichtung vom Straßenfertiger selbst mit der notwendigen Antriebsleistung versorgt, wobei es sich um mechanische und/oder hydraulische und/oder elektrische und/oder elektronische Antriebsleistung handeln kann, d.h., dass die Sprüheinrichtung nur betreibbar ist, wenn sie vom Straßenfertiger versorgt wird.

[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Straßenfertiger ein Standardfertiger, der nur so ergänzt ist, dass vorgefertigte Befestigungseinrichtungen und Anschlüsse für die Montage der Sprühmodule vorgesehen sind. Die Sprühmodule können jederzeit angebaut und wieder abmontiert werden.

[0016] Anhand der Zeichnung wird eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:
Fig. 1
eine schematische Seitenansicht eines Straßenfertigers mit anmontierten Sprühmodulen für den Einbau einer bituminösen Deckenschicht mit Hilfe einer Haftschicht aus einer aufgesprühten Bitumenemulsion, und
Fig. 2
eine schematische Draufsicht zu Fig. 1


[0017] Ein Straßenfertiger F, und zwar ein Standard-Straßenfertiger beispielsweise für kleinere Arbeitsbreiten, weist ein Chassis 1 auf, an dem unten ein Fahrwerk 2 (entweder wie gezeigt ein Raupenfahrwerk, oder wie nicht gezeigt ein Radfahrwerk) angebracht ist. Am vorderen Ende des Chassis 1 ist ein Gutbunker vorgesehen, von dem eine unten liegende Fördervorrichtung 8 (beispielsweise ein Kratzerband oder zwei nebeneinanderliegende Kratzerbänder) bis zum hinteren Ende des Chassis 1 führt. Auf dem Chassis ist eine Primärantriebsquelle M mit einer elektronischen Steuervorrichtung C bei einer Bedienplattform 4 vorgesehen. Hinter dem Hinterende des Chassis 1 ist eine Querverteilvorrichtung 5 montiert, beispielsweise eine Verteilerschnecke, hinter der eine Einbaubohle 6 angeordnet ist, die mit Holmen 7 am Chassis 1 angelenkt ist und geschleppt wird.

[0018] Es ist darauf hinzuweisen, dass die Einbaubohle 6 als sogenannte Ausziehbohle (wie in Fig. 2 gezeigt) einen Grundbohlenteil und Ausziehbohlenteile 6a besitzt, so dass die Arbeitsbreite B variabel ist.

[0019] Der Straßenfertiger F ist durch eine abnehmbar angebrachte Sprüheinrichtung S ergänzt, falls eine Haftschicht aus einer Bitumenemulsion auf das Planum aufzubringen ist. Wird der Straßenfertiger F für Einbauarbeiten verwendet, bei denen keine Haftschicht benötigt wird, dann ist die Sprüheinrichtung S entweder funktionslos oder wird sie zum Teil oder zur Gänze abgebaut.

[0020] Die Sprüheinrichtung S umfasst ein erstes Sprühmodul 13 auf der Bedienplattform 4, und zwar gegenüber der Mitte der Bedienplattform 4 zur Seite versetzt. Das erste Sprühmodul M enthält Komponenten u.a. zur Bevorratung, Beheizung, zum Filtern und zum Ausbringen der Bitumenemulsion, und ist beispielsweise als Block 13 ausgebildet. Im ersten Sprühmodul M1 kann auch eine Sprühsteuerung CU, z.B. eine elektrische Sprüheinrichtung vorgesehen sein. Alternativ könnte die Sprühsteuerung CU auch an anderer Stelle im Straßenfertiger F montiert werden. Das erste Sprühmodul M ist über nicht gezeigte Verbindungsleitungen mit der Antriebsversorgung des Straßenfertigers F verbunden, um hydraulische und/oder mechanische und/oder elektrische und/oder elektronische Antriebsleistung vom Straßenfertiger selbst zu beziehen. Bei einer nicht gezeigten Ausführungsform könnte das erste Sprühmodul M1 hingegen autark mit einer eigenen Antriebsversorgung ausgebildet sein.

[0021] Ein zweites Sprühmodul M2 ist am Chassis unterhalb des Gutbunkers 3, genauer gesagt im Bereich des vorderen Endes der Fördervorrichtung 8 mit Befestigungseinrichtungen 10 angebracht. Die Befestigungseinrichtungen 10 können gegebenenfalls am Straßenfertiger M vorbereitet sein. Das zweite Sprühmodul M weist eine quer verlaufende Sprührampe 11 mit Sprühdüsen 12 auf und ist über eine innen oder außen am Straßenfertiger verlegte Leitung 9 mit dem ersten Sprühmodul M1 verbunden. Die Sprührampe 11 bringt die Bitumenemulsion nur innerhalb der Fahrspurweite auf das Planum auf, so dass das Fahrwerk 2 nicht in der Bitumenemulsion fährt.

[0022] Das dritte Sprühmodul M3 ist hinter dem Fahrwerk 2 unterhalb des Chassis 1 montiert und weist zwei Sprührampen 11 mit Sprühdüsen 12 auf, die nur die Fahrspuren des Fahrwerks 2 besprühen, so dass sich insgesamt im Bereich der Querverteilvorrichtung 5 eine Haftschicht erstreckt, die auf dem Planum die Außenweite des Straßenfertigers unterbrechungsfrei bedeckt.

[0023] Wegen der Ausziehbohle 6, 6a mit der variablen Arbeitsbreite B kann ein viertes Sprühmodul M4 angebracht werden, das zwischen den zweiten und dritten Sprühmodulen, von diesen baulich getrennt, und Sprührampen 14 an den Außenseiten des Fahrwerks 2 ausgestattet ist, die entweder am Fahrwerk 2 oder am Chassis angebracht sind. Das vierte Sprühmodul weist pro Seite gemäß Fig. 2 eine Sprührampe 14 auf, die um eine im Wesentlichen senkrechte Achse 15 zwischen einer weitestgehend zu Außenseite beigeklappten Position und einer ausgeklappten Position durch einen Aktuator 16 schwenkverstellbar ist. Das vierte Sprühmodul M4 bringt die Bitumenemulsion auf den verbleibenden Teil der Arbeitsbreite B auf, d.h. auf außerhalb des Fahrwerks 2 liegende Bereiche B3 bzw. B3'.

[0024] Die Sprühdüsen 12 zumindest in den Sprührampen 14 werden zweckmäßig mit Verschlussorganen oder Ventilen 17 getaktet betrieben. Die Sprühdüsen 12 können gleichzeitig getaktet werden oder kaskadenartig. Die Ventile oder Verschlusselemente 17 könnten auch in den Leitungen 9 angeordnet werden, oder sogar im ersten Sprühmodul M1. Gegebenenfalls sind die Sprührampen 14 nur Träger für die Sprühdüsen 12, die einzeln oder gruppenweise gespeist werden.

[0025] Die Sprühsteuerung CU ist so ausgelegt, dass je nach Klappposition jeder Sprührampe 14 individuell dosiert wird, d.h., dass die stärkste Dosis dann aufgebracht wird, wenn die Sprührampe 14 am weitesten nach außen geklappt ist, und umgekehrt. Im übrigen erfolgt die Dosierung in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers bei Einbaufahrt, um eine gleichförmige zusammenhängende und möglichst dünne Haftschicht zu erzeugen. Die Dosierung ist zweckmäßig, weil sich die Sprühdüsen 12 quer zur Arbeitsfahrtrichtung umso stärker überlappen, desto weiter die Sprührampe 14 zur Außenseite des Fahrwerks 2 hingeklappt ist.

[0026] Bei einer abgewandelten in Fig. 2 gestrichelt angedeuteten Ausführungsform werden anstelle einer Sprührampe 14 pro Seite im vierten Sprühmodul M4 zwei Sprührampen 14 vorgesehen, die nach Art eines Scherenmechanismus ausgeklappt und eingeklappt werden. Die im Wesentlichen vertikalen Achsen X der Sprührampen 14 sind möglichst nahe beim Chassis 1 gelagert. Da die Sprühdüsen 12 an den Sprührampen 14 des vierten Sprühmoduls in festen Abständen angeordnet sind, und sich ihr Abstand zueinander quer zur Fahrtrichtung in Abhängigkeit von der Klappposition ändert, kompensiert die Sprühsteuerung CU bei der Dosierung eine dadurch bedingte Veränderung der Ausbringungsmenge pro Flächeneinheit in Abhängigkeit vom Klappwinkel.

[0027] Das Takten der Sprühdüsen 12, beispielsweise durch Ventile, erfolgt so, dass jede Sprühdüse entweder voll geöffnet oder voll geschlossen wird, wobei das zeitliche Verhältnis der Schließzeit zur Öffnungszeit zur Beeinflussung der Ausbringungsmenge pro Flächeneinheit verändert werden kann alternativ könnte auch der Öffnungsgrad variiert werden.


Ansprüche

1. Straßenfertiger (F) mit einem Chassis (1), an dem eine Bedienplattform (4), ein Fahrwerk (2), wenigstens ein vorne liegender Gutbunker (3) und hinten eine Querverteilvorrichtung (5) vorgesehen sind, mit wenigstens einer Fördervorrichtung (8) zwischen dem Gutbunker (3) und der Querverteilvorrichtung (5), wenigstens einer am Chassis (1) angelenkten, hinter der Querverteilvorrichtung (5) angeordneten Ausziehbohle (6, 6a) mit variabler Arbeitsbreite (B) und einer Sprüheinrichtung (S) für eine Bitumenemulsion, die mehrere Sprühmodule (M1, M2, M3, M4) umfasst, von denen ein Sprühmodul (M1) zumindest zur Bevorratung und Zuführung der Bitumenemulsion auf der Bedienplattform (H) und weitere Sprühmodule (M2 bis M4) zum Aufbringen der Bitumenemulsion innerhalb der Fahrwerksinnenweite, auf die Fahrspuren unten hinter dem Fahrwerk (2) und auf die außerhalb der Fahrspuren liegenden Bereiche (B3, B3') der Arbeitsbreite (B) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das vierte Sprühmodul (M4) den Außenseiten des Fahrwerks (2) zugeordnete Sprührampen (14) am Fahrwerk oder Chassis (1) umfasst, die um im Wesentlichen vertikale Achsen (X) klappbar und von den Sprührampen (11) der anderen Module (M2, M3) baulich separiert sind.
 
2. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Sprührampen (14) des vierten Sprühmoduls (M4) durch Verschlusselemente oder Ventile (17) getaktete Sprühdüsen (12) aufweisen.
 
3. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Sprühmodul (M1) Filter- und Heizeinrichtungen für die Bitumenemulsion sowie eine ggfs elektronische Sprühsteuerung (CU) umfasst.
 
4. Straßenfertiger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Sprühsteuerung (CU) die Ausbringmenge der Sprühdüsen (12) der Sprührampen (14) des vierten Sprühmoduls (M4) in Abhängigkeit von der relativen Klappposition der Sprührampen (14) und in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers (F) steuerbar ist, vorzugsweise individuell pro Seite.
 
5. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das vierte Sprühmodul (M4) wenigstens eine Sprührampe (14) pro Seite aufweist, die aus einer an der Außenseite des Fahrwerks (2) angelegten Position in oder gegen die Arbeitsfahrtrichtung nach außen oder innen mit einen Aktuator (16) schwenkgesteuert wird.
 
6. Straßenfertiger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das vierte Sprühmodul (M4) pro Seite zwei Sprührampen (14) aufweist, die nach Art eines Scherenmechanismus zwischen an der Außenseite beigeklappten Positionen und ausgeklappten Positionen durch einen Aktuator schwenksteuerbar sind.
 
7. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Sprühmodule, vorzugsweise das erste Sprühmodul (M1), an die Antriebsversorgung (M, C) des Straßenfertigers (F) anschließbar ist, vorzugsweise zur Übertragung mechanischer und/oder hydraulischer und/oder elektrischer und/oder elektronischer Leistungen.
 
8. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite, dritte und vierte Sprühmodul (M2, M3, M4) über je eine im oder am Straßenfertiger abnehmbar installierte Leitung (9) an das erste Sprühmodul (M1) angeschlossen ist.
 
9. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Straßenfertiger (F) ein Standardfertiger mit vorgefertigten Befestigungseinrichtungen (10) und Anschlüssen für die Montage der Sprühmodule (M1, M2, M3, M4) ist, und dass die Sprühmodule wahlweise anbringbar und abnehmbar sind.
 




Zeichnung







Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente