[0001] Die Erfindung betrifft einen Straßenfertiger gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Der aus
DE 41 01 417 A bekannte Straßenfertiger ist so konzipiert, dass die Sprüheinrichtung auch wahlweise
abbaubar ist. Die Sprüheinrichtung umfasst unten hinter dem Fahrwerk Sprührampen,
die nicht nur die Grundbreite der Einbaubohle bearbeiten, sondem Verlängerungsträger
aufweisen, die seitlich ausfahrbar oder ausschwenkbar sind. Die Montage und Handhabung
der Verlängerungsträger, die die außenliegenden Bereiche der Arbeitsbreite bearbeiten
können zu Problemen führen.
[0003] Bei dem aus
US 5 279 500 A bekannten Straßenfertiger ist die Sprüheinrichtung fest integrierter Bestandteil
des Straßenfertigers. Sprührampen sind nur hinter dem Chassis und vor der Querverteilvorrichtung
eingebaut. Der Behälter für die Bitumenemulsion ist auf dem Dach oberhalb der Bedienplattform
angeordnet. Die Sprührampen werden um eine quer zur Arbeitsfahrtrichtung liegende
horizontale Achse hin- und hergeschwenkt. Die Sprühdüsen werden zyklisch getaktet.
Zu diesem Zweck sind Verschlusselemente vorgesehen, die gemeinsam zyklisch gesteuert
werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Straßenfertiger der eingangs genannten
Art, insbesondere für kleinere Arbeitsbreiten, anzugeben, der dem Verwender eine kostengünstige
universelle Lösung sowohl für Arbeiten mit einer Bitumenemulsion-Haftschicht als auch
ohne bietet.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0006] Für den Verwender des Straßenfertigers sind die Einstandskosten niedriger, weil es
sich im Grunde genommen um einen in großen Stückzahlen und deshalb kostengünstiger
gefertigten Standardstraßenfertiger handelt, an dem - wenn überhaupt - nur geringfügige
Vorbereitungen getroffen sind, um fallweise bzw. wahlweise die Sprüheinrichtung zu
installieren. Der Straßenfertiger ist universell für Arbeiten sowohl mit einer Bindemittelschicht
als auch ohne verwendbar und lässt sich deshalb besser auslasten. Die Sprüheinrichtung
ist ein modular aufgebautes System aus einzelnen, kostengünstig herstellbaren und
leicht anbringbaren Sprühmodulen. Die Sprühmodule können sogar an Straßenfertigern
installiert werden, die von vornherein nicht für diesen zusätzlichen Zweck vorbereitet
und gegebenenfalls bereits längere Zeit im Einsatz waren. Das erste Sprühmodul wird
auf der Bedienplattform des Fertigers angeordnet, wo im Regelfall der meiste Platz
und gute Zugänglichkeit gegeben sind. Das zweite Modul ist verschmutzungsgeschützt
unterhalb der Fördervorrichtung bzw. dem Beginn der Fördervorrichtung im Gutbunker
angeordnet und bringt die Bitumenemulsion zwischen den Fahrspuren des Fahrwerks auf,
so dass das Fahrwerk nicht in der Haftschicht fährt. Das dritte Modul ist unten hinter
dem Fahrwerk so angeordnet, dass nur die Fahrspuren besprüht werden. Im mittleren
hinteren Bereich, zu dem schlecht Zugang möglich ist, befinden sich keine Komponenten
der Sprüheinrichtung. Da eine Ausziehbohle mit variabler Arbeitsbreite eingesetzt
wird, wird ein viertes Sprühmodul mit Sprührampen den Außenseiten des Fahrwerks zugeordnet,
das Bitumenemulsion auf die außerhalb der Fahrspuren liegenden Bereiche der Arbeitsbreite
ausbringt. Besonders zweckmäßig und einfach ist jede Sprührampe des vierten Sprühmoduls
an der Seite am Fahrwerk oder am Chassis um eine im wesentlichen vertikale Achse klappbar
und baulich von den Sprührampen der anderen Module getrennt. Dies bringt für die Montage
und die Handhabung Vorteile. In eingeklappter Position der Sprührampe des vierten
Sprühmoduls wird die Außenbreite des Straßenfertigers nicht oder nur unwesentlich
verbreitert. Durch das leicht steuerbare Ausklappen lässt sich die ganze Arbeitsbreite
beherrschen. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass dieses Konzept für
Straßenfertiger mit kleineren Arbeitsbreiten zweckmäßig ist, d.h. für Arbeitsbreiten
schmaler Landstraßen, oder sogar anderer schmaler Verkehrsflächen. Gerade für solche
kleinere Arbeitsbreiten ist es sehr zweckmäßig, wenn der Straßenfertiger universell
einsetzbar und gut auslastbar ist, unabhängig davon, ob eine Haftschicht aufgebracht
werden muss, oder nicht.
[0007] Eine saubere Dosierung der Bitumenemulsion lässt sich erzielen, wenn insbesondere
die Sprührampen des vierten Sprühmoduls durch Verschlusselemente oder Ventile getaktete
Sprühdüsen aufweisen. Durch das Takten, entweder gleichzeitig oder kaskadenartig,
lässt sich das gerade erforderlich Minimum der Bitumenemulsion so aufbringen, dass
das eingebaute bituminöse Einbaugut über die jeweilige Arbeitsbreite eine unterbrechungsfreie
und gleichmäßige Haftschicht vorfindet. Das Takten kann voll auf und zu umfassen,
oder/und teilweise auf und zu und/oder mehr und weniger auf.
[0008] Im ersten Sprühmodul sollten Filter- und Heizeinrichtungen für die Bitumenemulsion
vorgesehen sein, sowie gegebenenfalls eine elektronische Sprühsteuerung zum Betreiben
der Sprüheinrichtung. Alternativ könnte die Sprühsteuerung jedoch auch am Straßenfertiger
vorgesehen sein, oder sogar in dessen Steuerungssystem eingegliedert werden.
[0009] Das erste Sprühmodul, das im Hinblick auf ein ausreichendes Fassungsvermögen an Bitumenemulsion
relativ voluminös ist, ist zweckmäßigerweise auf der Bedienplattform gegenüber der
Mitte zur Seite versetzt.
[0010] Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform werden zumindest die Dosierungen aus den Sprühdüsen
des vierten Sprühmoduls in Abhängigkeit von der jeweiligen relativen Klappposition
und von der Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers gesteuert, vorzugsweise sogar
individuell pro Seite. Dies bedeutet, dass z.B. die Dosierung um so stärker eingestellt
wird, desto weiter die Sprührampe nach außen geklappt ist, und umgekehrt, weil sich
die Sprühdüsen umso mehr quer zur Arbeitsfahrtrichtung überlappen, desto weiter die
Sprührampe eingeklappt ist.
[0011] Dabei ist es zweckmäßig, wenn das vierte Sprühmodul Sprührampen, zunächst eine pro
Seite, aufweist, die aus einer an der Außenseite des Fahrwerks angelegten Position
in oder gegen die Arbeitsfahrtrichtung nach außen schwenkgesteuert sind, und zwar
durch einen einfachen Aktuator. Zweckmäßig wird die Dosierung beispielsweise in Abhängigkeit
vom Ausfahrhub des Aktuators eingestellt.
[0012] Bei einer alternativen Ausführungsform hat das vierte Sprühmodul pro Seite zwei Sprührampen,
die nach Art eines Scherenmechanismus beigeklappt und ausgeklappt werden können. Auf
diese Weise lässt sich gegebenenfalls die Dosierung noch feinfühliger regeln. Auch
hierbei kann ein einziger Aktuator pro Seite ausreichen.
[0013] Zu Sprühmodulen führen vom ersten Sprühmodul am Fertiger abnehmbar installierte Leitungen.
Gegebenenfalls werden die Leitungen außen verlegt, oder, falls Platz vorhanden ist,
im Inneren des Straßenfertigers.
[0014] Um die Herstellungskosten der Sprüheinrichtung so gering wie möglich zu halten, ist
es zweckmäßig, dass zumindest eines der Sprühmodule an die Antriebsversorgung des
Straβenfertigers anschließbar ist. Somit wird die Sprüheinrichtung vom Straßenfertiger
selbst mit der notwendigen Antriebsleistung versorgt, wobei es sich um mechanische
und/oder hydraulische und/oder elektrische und/oder elektronische Antriebsleistung
handeln kann, d.h., dass die Sprüheinrichtung nur betreibbar ist, wenn sie vom Straßenfertiger
versorgt wird.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Straßenfertiger ein Standardfertiger,
der nur so ergänzt ist, dass vorgefertigte Befestigungseinrichtungen und Anschlüsse
für die Montage der Sprühmodule vorgesehen sind. Die Sprühmodule können jederzeit
angebaut und wieder abmontiert werden.
[0016] Anhand der Zeichnung wird eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines Straßenfertigers mit anmontierten Sprühmodulen
für den Einbau einer bituminösen Deckenschicht mit Hilfe einer Haftschicht aus einer
aufgesprühten Bitumenemulsion, und
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht zu Fig. 1
[0017] Ein Straßenfertiger F, und zwar ein Standard-Straßenfertiger beispielsweise für kleinere
Arbeitsbreiten, weist ein Chassis 1 auf, an dem unten ein Fahrwerk 2 (entweder wie
gezeigt ein Raupenfahrwerk, oder wie nicht gezeigt ein Radfahrwerk) angebracht ist.
Am vorderen Ende des Chassis 1 ist ein Gutbunker vorgesehen, von dem eine unten liegende
Fördervorrichtung 8 (beispielsweise ein Kratzerband oder zwei nebeneinanderliegende
Kratzerbänder) bis zum hinteren Ende des Chassis 1 führt. Auf dem Chassis ist eine
Primärantriebsquelle M mit einer elektronischen Steuervorrichtung C bei einer Bedienplattform
4 vorgesehen. Hinter dem Hinterende des Chassis 1 ist eine Querverteilvorrichtung
5 montiert, beispielsweise eine Verteilerschnecke, hinter der eine Einbaubohle 6 angeordnet
ist, die mit Holmen 7 am Chassis 1 angelenkt ist und geschleppt wird.
[0018] Es ist darauf hinzuweisen, dass die Einbaubohle 6 als sogenannte Ausziehbohle (wie
in Fig. 2 gezeigt) einen Grundbohlenteil und Ausziehbohlenteile 6a besitzt, so dass
die Arbeitsbreite B variabel ist.
[0019] Der Straßenfertiger F ist durch eine abnehmbar angebrachte Sprüheinrichtung S ergänzt,
falls eine Haftschicht aus einer Bitumenemulsion auf das Planum aufzubringen ist.
Wird der Straßenfertiger F für Einbauarbeiten verwendet, bei denen keine Haftschicht
benötigt wird, dann ist die Sprüheinrichtung S entweder funktionslos oder wird sie
zum Teil oder zur Gänze abgebaut.
[0020] Die Sprüheinrichtung S umfasst ein erstes Sprühmodul 13 auf der Bedienplattform 4,
und zwar gegenüber der Mitte der Bedienplattform 4 zur Seite versetzt. Das erste Sprühmodul
M enthält Komponenten u.a. zur Bevorratung, Beheizung, zum Filtern und zum Ausbringen
der Bitumenemulsion, und ist beispielsweise als Block 13 ausgebildet. Im ersten Sprühmodul
M1 kann auch eine Sprühsteuerung CU, z.B. eine elektrische Sprüheinrichtung vorgesehen
sein. Alternativ könnte die Sprühsteuerung CU auch an anderer Stelle im Straßenfertiger
F montiert werden. Das erste Sprühmodul M ist über nicht gezeigte Verbindungsleitungen
mit der Antriebsversorgung des Straßenfertigers F verbunden, um hydraulische und/oder
mechanische und/oder elektrische und/oder elektronische Antriebsleistung vom Straßenfertiger
selbst zu beziehen. Bei einer nicht gezeigten Ausführungsform könnte das erste Sprühmodul
M1 hingegen autark mit einer eigenen Antriebsversorgung ausgebildet sein.
[0021] Ein zweites Sprühmodul M2 ist am Chassis unterhalb des Gutbunkers 3, genauer gesagt
im Bereich des vorderen Endes der Fördervorrichtung 8 mit Befestigungseinrichtungen
10 angebracht. Die Befestigungseinrichtungen 10 können gegebenenfalls am Straßenfertiger
M vorbereitet sein. Das zweite Sprühmodul M weist eine quer verlaufende Sprührampe
11 mit Sprühdüsen 12 auf und ist über eine innen oder außen am Straßenfertiger verlegte
Leitung 9 mit dem ersten Sprühmodul M1 verbunden. Die Sprührampe 11 bringt die Bitumenemulsion
nur innerhalb der Fahrspurweite auf das Planum auf, so dass das Fahrwerk 2 nicht in
der Bitumenemulsion fährt.
[0022] Das dritte Sprühmodul M3 ist hinter dem Fahrwerk 2 unterhalb des Chassis 1 montiert
und weist zwei Sprührampen 11 mit Sprühdüsen 12 auf, die nur die Fahrspuren des Fahrwerks
2 besprühen, so dass sich insgesamt im Bereich der Querverteilvorrichtung 5 eine Haftschicht
erstreckt, die auf dem Planum die Außenweite des Straßenfertigers unterbrechungsfrei
bedeckt.
[0023] Wegen der Ausziehbohle 6, 6a mit der variablen Arbeitsbreite B kann ein viertes Sprühmodul
M4 angebracht werden, das zwischen den zweiten und dritten Sprühmodulen, von diesen
baulich getrennt, und Sprührampen 14 an den Außenseiten des Fahrwerks 2 ausgestattet
ist, die entweder am Fahrwerk 2 oder am Chassis angebracht sind. Das vierte Sprühmodul
weist pro Seite gemäß Fig. 2 eine Sprührampe 14 auf, die um eine im Wesentlichen senkrechte
Achse 15 zwischen einer weitestgehend zu Außenseite beigeklappten Position und einer
ausgeklappten Position durch einen Aktuator 16 schwenkverstellbar ist. Das vierte
Sprühmodul M4 bringt die Bitumenemulsion auf den verbleibenden Teil der Arbeitsbreite
B auf, d.h. auf außerhalb des Fahrwerks 2 liegende Bereiche B3 bzw. B3'.
[0024] Die Sprühdüsen 12 zumindest in den Sprührampen 14 werden zweckmäßig mit Verschlussorganen
oder Ventilen 17 getaktet betrieben. Die Sprühdüsen 12 können gleichzeitig getaktet
werden oder kaskadenartig. Die Ventile oder Verschlusselemente 17 könnten auch in
den Leitungen 9 angeordnet werden, oder sogar im ersten Sprühmodul M1. Gegebenenfalls
sind die Sprührampen 14 nur Träger für die Sprühdüsen 12, die einzeln oder gruppenweise
gespeist werden.
[0025] Die Sprühsteuerung CU ist so ausgelegt, dass je nach Klappposition jeder Sprührampe
14 individuell dosiert wird, d.h., dass die stärkste Dosis dann aufgebracht wird,
wenn die Sprührampe 14 am weitesten nach außen geklappt ist, und umgekehrt. Im übrigen
erfolgt die Dosierung in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers
bei Einbaufahrt, um eine gleichförmige zusammenhängende und möglichst dünne Haftschicht
zu erzeugen. Die Dosierung ist zweckmäßig, weil sich die Sprühdüsen 12 quer zur Arbeitsfahrtrichtung
umso stärker überlappen, desto weiter die Sprührampe 14 zur Außenseite des Fahrwerks
2 hingeklappt ist.
[0026] Bei einer abgewandelten in Fig. 2 gestrichelt angedeuteten Ausführungsform werden
anstelle einer Sprührampe 14 pro Seite im vierten Sprühmodul M4 zwei Sprührampen 14
vorgesehen, die nach Art eines Scherenmechanismus ausgeklappt und eingeklappt werden.
Die im Wesentlichen vertikalen Achsen X der Sprührampen 14 sind möglichst nahe beim
Chassis 1 gelagert. Da die Sprühdüsen 12 an den Sprührampen 14 des vierten Sprühmoduls
in festen Abständen angeordnet sind, und sich ihr Abstand zueinander quer zur Fahrtrichtung
in Abhängigkeit von der Klappposition ändert, kompensiert die Sprühsteuerung CU bei
der Dosierung eine dadurch bedingte Veränderung der Ausbringungsmenge pro Flächeneinheit
in Abhängigkeit vom Klappwinkel.
[0027] Das Takten der Sprühdüsen 12, beispielsweise durch Ventile, erfolgt so, dass jede
Sprühdüse entweder voll geöffnet oder voll geschlossen wird, wobei das zeitliche Verhältnis
der Schließzeit zur Öffnungszeit zur Beeinflussung der Ausbringungsmenge pro Flächeneinheit
verändert werden kann alternativ könnte auch der Öffnungsgrad variiert werden.
1. Straßenfertiger (F) mit einem Chassis (1), an dem eine Bedienplattform (4), ein Fahrwerk
(2), wenigstens ein vorne liegender Gutbunker (3) und hinten eine Querverteilvorrichtung
(5) vorgesehen sind, mit wenigstens einer Fördervorrichtung (8) zwischen dem Gutbunker
(3) und der Querverteilvorrichtung (5), wenigstens einer am Chassis (1) angelenkten,
hinter der Querverteilvorrichtung (5) angeordneten Ausziehbohle (6, 6a) mit variabler
Arbeitsbreite (B) und einer Sprüheinrichtung (S) für eine Bitumenemulsion, die mehrere
Sprühmodule (M1, M2, M3, M4) umfasst, von denen ein Sprühmodul (M1) zumindest zur
Bevorratung und Zuführung der Bitumenemulsion auf der Bedienplattform (H) und weitere
Sprühmodule (M2 bis M4) zum Aufbringen der Bitumenemulsion innerhalb der Fahrwerksinnenweite,
auf die Fahrspuren unten hinter dem Fahrwerk (2) und auf die außerhalb der Fahrspuren
liegenden Bereiche (B3, B3') der Arbeitsbreite (B) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das vierte Sprühmodul (M4) den Außenseiten des Fahrwerks (2) zugeordnete Sprührampen
(14) am Fahrwerk oder Chassis (1) umfasst, die um im Wesentlichen vertikale Achsen
(X) klappbar und von den Sprührampen (11) der anderen Module (M2, M3) baulich separiert
sind.
2. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Sprührampen (14) des vierten Sprühmoduls (M4) durch Verschlusselemente
oder Ventile (17) getaktete Sprühdüsen (12) aufweisen.
3. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Sprühmodul (M1) Filter- und Heizeinrichtungen für die Bitumenemulsion sowie
eine ggfs elektronische Sprühsteuerung (CU) umfasst.
4. Straßenfertiger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Sprühsteuerung (CU) die Ausbringmenge der Sprühdüsen (12) der Sprührampen
(14) des vierten Sprühmoduls (M4) in Abhängigkeit von der relativen Klappposition
der Sprührampen (14) und in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit des Straßenfertigers
(F) steuerbar ist, vorzugsweise individuell pro Seite.
5. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das vierte Sprühmodul (M4) wenigstens eine Sprührampe (14) pro Seite aufweist, die
aus einer an der Außenseite des Fahrwerks (2) angelegten Position in oder gegen die
Arbeitsfahrtrichtung nach außen oder innen mit einen Aktuator (16) schwenkgesteuert
wird.
6. Straßenfertiger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das vierte Sprühmodul (M4) pro Seite zwei Sprührampen (14) aufweist, die nach Art
eines Scherenmechanismus zwischen an der Außenseite beigeklappten Positionen und ausgeklappten
Positionen durch einen Aktuator schwenksteuerbar sind.
7. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Sprühmodule, vorzugsweise das erste Sprühmodul (M1), an die Antriebsversorgung
(M, C) des Straßenfertigers (F) anschließbar ist, vorzugsweise zur Übertragung mechanischer
und/oder hydraulischer und/oder elektrischer und/oder elektronischer Leistungen.
8. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite, dritte und vierte Sprühmodul (M2, M3, M4) über je eine im oder am Straßenfertiger
abnehmbar installierte Leitung (9) an das erste Sprühmodul (M1) angeschlossen ist.
9. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Straßenfertiger (F) ein Standardfertiger mit vorgefertigten Befestigungseinrichtungen
(10) und Anschlüssen für die Montage der Sprühmodule (M1, M2, M3, M4) ist, und dass
die Sprühmodule wahlweise anbringbar und abnehmbar sind.