[0001] Die Erfindung betrifft einen Zylinderkopf eines Verbrennungsmotors mit einer am Zylinderkopf
angeordneten Nockenwellenlagereinrichtung.
[0002] Bei bekannten Verbrennungsmotoren werden im Kurbelgehäuse sogenannte, ölnebelhaltige
Blow-By-Gase in eine hohle Nockenwelle eingesaugt und in dieser zentrifugiert, so
dass sich das in den Blow-By-Gasen gelöste Öl an einer Innenwand der Nockenwelle niederschlägt.
Die dabei an der Innenwand der Nockenwelle abgeschiedenen Öltröpfchen bilden einen
Ölfilm, der aufgrund der in der Nockenwelle herrschenden Gasströmung zu einem Ausgang
transportiert wird. Nachteilig bei den bekannten Systemen ist, dass diese in dem Bereich,
in dem der Öl- und Gasanteil beim Austritt aus der Nockenwelle voneinander getrennt
abgeführt werden, bisher konstruktiv aufwendig und daher teuer ausgebildet sind.
[0003] Aus der
EP 1 880 085 A1 ist ein Zylinderkopf eines Verbrennungsmotors mit einer am Zylinderkopf angeordneten
Nockenwellenlagereinrichtung bekannt. Dabei ist eine in der Nockenwellenlagereinrichtung
drehbar gelagerte und hohl ausgebildete Nockenwelle vorgesehen, die einen Abzug für
ölnebelhaltige Blow-by-Gase aus dem Kurbelgehäuse bildet und zur Abscheidung des Ölanteils
aus diesen Gasen als Ölnebelabscheider ausgebildet ist. Die Nockenwelle kann dabei
einen die Nockenwellenlagereinrichtung enthaltenden Ventilraum durchdringen, wobei
sich axial mindestens einenends an der Nockenwelle unter Bindung eines Axialspaltes
eine Zylinderkopfhaube anschließt, die jeweils einen an den Hohlraum bei der Nockenwelle
koaxial anschließenden Kanal aufweist, durch welchen gereinigte Blow-by-Gase aus der
Nockenwelle abgezogen werden können. Die Zylinderkopfhaube ist dabei derart ausgebildet,
dass sie einen Ölsammelraum bildet bzw. abgeschiedenes Öl in einen derartigen Ölsammelraum
einleitet.
[0004] Die Erfindung beschäftigt sich daher mit dem Problem, einen gattungsgemäßen Zylinderkopf
eines Verbrennungsmotors, d.h. einen solchen mit einer als Ölnebelabscheider ausgebildeten
Nockenwelle, gegenüber dem bisher bekannten Stand der Technik derart zu verbessern,
dass dieser insgesamt einfacher und damit kostengünstiger hergestellt werden kann.
[0005] Gelöst wird dieses Problem durch einen Zylinderkopf mit sämtlichen Merkmalen des
Patentanspruchs 1.
[0006] Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, einen bisher aufwendig konstruierten
und jeweils aus vielen Einzelteilen zusammengesetzten Ölsammelraum sowie den aus diesem
herausführenden Kanal für das vom Öl gereinigte Gas nunmehr in konstruktiv einfacher
Weise durch eine speziell entsprechend gestaltete Zylinderkopfhaube zu bilden bzw.
zu begrenzen und zwar derart, dass einerseits der Ölsammelraum zu einem Ventilraum
hin abgedichtet ist und dass andererseits der Gasabführkanal entweder direkt in die
Zylinderkopfhaube integriert ist oder innerhalb dieser verläuft. Der Zylinderkopf
weist eine daran angeordnete Nockenwellenlagereinrichtung auf, in welcher eine drehbar
gelagerte und hohle Nockenwelle angeordnet ist, die einen Abzug für ölhaltige Blow-by-Gase
bildet und dabei als Ölnebelabscheider, insbesondere als Zentrifugal-Ölnebelabscheider,
ausgebildet ist. Die Nockenwelle durchdringt in axialer Richtung einen, die Lagereinrichtung
enthaltenden Ventilraum, in welchem die einzelnen Nocken der Nockenwelle angeordnet
sind. Dabei ist an mindestens einem axialen Endbereich der Nockenwelle unter Bildung
eines Axialspaltes die Zylinderkopfhaube oder die Mehrkanaleinrichtung angeordnet,
welche jeweils einen an den Hohlraum der Nockenwelle im wesentlichen koaxial anschließenden
Kanal aufweist, durch den vom Ölnebel gereinigte Blow-by-Gase aufgrund eines Unterdruckes
aus der Nockenwelle abgezogen werden können.
[0008] Die Zylinderkopfhaube ist wie oben erwähnt so ausgebildet, dass sie den vom Ventilraum
des Verbrennungsmotors abgetrennten Ölabscheideraum zumindest teilweise umschließt.
Dies bietet den großen Vorteil, dass die Zylinderkopfhaube nunmehr zur Bildung des
Ölabscheideraums dient, wodurch bisher benötigte separate Bauteile zur Begrenzung
des Ölabscheideraums entfallen können, wodurch sich die Teilevielfalt reduzieren und
dadurch der Verbrennungsmotor bzw. der Zylinderkopf insgesamt einfacher und kostengünstiger
herstellen lassen. Auch der Gasabzugskanal (gereinigtes Blow-by-Gas) kann direkt in
die Zylinderkopfhaube eingeformt sein oder zumindest innerhalb dieser verlaufen. An
der erfindungsgemäßen Zylinderkopfhaube ist eine Dichtung vorgesehen, die an der Nockenwelle
anliegt und die den Ventilraum (11) gegenüber dem Ölabscheideraum abdichtet. Zudem
ist die Zylinderkopfhaube aus Kunststoff ausgebildet und weist im Bereich von Dichtungen
einen metallischen Einsatz auf. Die Ausbildung der Zylinderkopfhaube aus Kunststoff
ermöglicht eine nahezu frei wählbare Formgebung bei gleichzeitig hohem gestalterischen
Spielraum und lässt sich darüber hinaus kostengünstig realisieren. Eine aus Kunststoff
ausgebildete Zylinderkopfhaube bewirkt zudem eine Geräuschdämpfung, was sich insbesondere
auf die Lärmemission des Verbrennungsmotors günstig auswirkt. Der im Bereich der Dichtung
vorgesehene metallische Einsatz gewährleistet einerseits einen zuverlässigen und dadurch
dichten Kontakt zur Dichtung und andererseits eine Steigerung der Lebensdauer der
Zylinderkopfhaube, da diese im Bereich von Dichtungen durch den metallischen Einsatz
verschleißfester ausgebildet ist.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemä-βen Lösung liegt die Zylinderkopfhaube
einerseits am Zylinderkopf und andererseits an der Nockenwelle oder an der Nockenwellenlagereinrichtung
dichtend an. Anhand dieser Formulierung ist schon deutlich erkennbar, dass unterschiedliche
Zylinderkopfhauben zum Einsatz kommen können, welche an einen jeweiligen Verbrennungsmotorentyp
angepasst sind und die jeweiligen, spezifischen Besonderheiten berücksichtigen, während
ihnen allen gemeinsam ist, dass sie den Ölabscheideraum vom Ventilraum dichtend abtrennen.
Die Ausbildung der Zylinderkopfhaube kann sich dabei auch an möglichen, durchzuführenden
Wartungsarbeiten orientieren, so dass denkbar ist, das die Zylinderkopfhaube so ausgebildet
ist, dass ein besonderes einfacher Zugang zum Ventilraum bzw. zum Ölabscheideraum
beim Abnehmen der Zylinderkopfhaube gegeben ist, wodurch die Wartungsfreundlichkeit
erhöht und die Wartungskosten gesenkt werden können.
[0010] Vorteilhafte, nachstehend näher erläuterte Ausführungsbeispiele sind in den Zeichnungen
jeweils schematisch dargestellt.
[0011] Dabei zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- einen Längsschnitt, dessen entsprechende Ausführung nicht Teil der Erfindung ist durch
einen Zylinderkopf im Bereich eines axialen Endbereiches einer Nockenwelle,
- Fig. 2
- eine Darstellung, deren entsprechende Ausführung Teil der Erfindung ist wie in Fig.
1, jedoch bei einer anderen Ausführungsform einer Zylinderkopfhaube,
- Fig. 3
- eine Darstellung, deren entsprechende Ausführung nicht Teil der Erfindung ist wie
in Fig. 2, jedoch mit einer anderen Nockenwelle und einer anderen Zylinderkopfhaube,
- Fig. 4
- eine Detailansicht, deren entsprechende Ausführung nicht Teil der Erfindung ist eines
axialen Nockenwellenendes mit einer Mehrkanaleinrichtung.
[0012] Entsprechend Fig. 1 weist ein teilweise dargestellter Zylinderkopf 1 eines im übrigen
nicht dargestellten Verbrennungsmotors eine Nockenwellenlagereinrichtung 2 sowie eine
darin drehbar gelagerte, hohle Nockenwelle 3 auf. Die Nockenwelle 3 besitzt mehrere
Nocken 4, mit welchen - nicht dargestellte - Ventile des Verbrennungsmotors gesteuert
werden. Die hohle Ausbildung der Nockenwelle 3 erlaubt einen Transport von ölhaltigen
Blow-by-Gasen in deren Hohlraum 5, wodurch ein Kurbelgehäuse entlüftet werden kann.
Dabei ist die hohle Nockenwelle 3 als Ölnebelabscheider, insbesondere als Zentrifugal-Ölnebelabscheider,
ausgebildet und bewirkt beim Betrieb des Verbrennungsmotors durch die Drehbewegung
der Nockenwelle 3 eine Zentrifugalbeschleunigung der im Hohlraum 5 transportierten
Blow-by-Gase. Hierbei werden in den Blow-by-Gasen aerosol gelöste Öltröpfchen radial
nach außen beschleunigt, wobei sie sich an einer Innenwand 6 des Hohlraumes 5 in Form
eines Ölfilmes 7 niederschlagen. Aufgrund der Strömung der Blow-by-Gase im Hohlraum
5 der Nockenwelle 3 wird der Ölfilm 7 gemäß Fig. 1 in Richtung eines axialen Endes
8 der Nockenwelle 3 transportiert, an welchen sich unter Bildung eines Axialspaltes
9 eine Zylinderkopfhaube 13 anschließt, die einen an den Hohlraum 5 der Nockenwelle
3 koaxial anschließenden Kanal 10 besitzt, durch welchen von Ölnebel gereinigte Blow-by-Gase
aus der Nockenwelle 3 abgezogen werden können. Der Transport der Blow-by-Gase im Hohlraum
5 bzw. im Kanal 10 erfolgt dabei vorzugsweise durch die Erzeugung eines Unterdruckes.
[0013] Wie in Fig. 1 dargestellt, durchdringt die Nockenwelle 3 einen, die Nockenwellenlagereinrichtung
2 enthaltenden Ventilraum 11 und ragt axial endseitig aus diesem heraus. Der axiale
Endbereich 8 der Nockenwelle 3, welcher nicht im Ventilraum 11 angeordnet ist, ragt
dabei in einen Ölabscheideraum 12, welcher im wesentlichen vom Zylinderkopf 1 einerseits
und der Zylinderkopfhaube 13 andererseits begrenzt ist. Dabei ist die Zylinderkopfhaube
13 so ausgebildet, dass sie den Ölabscheideraum 12 gegenüber dem Ventilraum 11 abdichtet
und somit einen vom Ventilraum 11 abgeschlossenen Raum bildet.
[0014] Nach Erreichen des Axialspaltes 9 tritt der an der Innenwand 6 des Hohlraumes 5 abgelagerte
Ölfilm 7 aufgrund seiner radialen Beschleunigung in den Ölabscheideraum 12 aus und
wird dort aufgefangen bzw. gesammelt. Da der Ölabscheideraum 12 zum Ventilraum 11
hin abgeschlossen ist, herrscht in diesem im wesentlichen der gleiche Unterdruck wie
im Hohlraum 5, so dass ein Ausfließen des Ölfilmes 7 aus dem Axialspalt 9 nicht behindert
wird.
[0015] Der Ölabscheideraum 12 weist gemäß den Fig. 1 bis 3 einen im Zylinderkopf 1 gelegenen
Ölsumpf 14 auf, in welchem das aus dem Axialspalt 9 ausgetretene Öl zunächst gesammelt
wird. Zum Ablassen bzw. Rückführen des im Ölsumpf 14 gesammelten Öls kann dieser ein
Ablassventil bzw. eine Ablasssperre 15 aufweisen, welche bei Bedarf geöffnet wird.
[0016] Wie in Fig. 1 weiter dargestellt, liegt die Zylinderkopfhaube 13 einerseits am Zylinderkopf
1 und andererseits an der Nockenwellenlagereinrichtung 2 dichtend an, wobei in den
jeweiligen Berührungsflächen Dichtelemente 16 angeordnet sind. Um den Ölabscheideraum
12 gegenüber dem Ventilraum 11 abzudichten, ist an der Nockenwelle 3 gemäß Fig. 1
eine Ringnut 17 vorgesehen, in welcher vorzugsweise eine Ringdichtung 18, beispielsweise
ein Kolbenring, angeordnet ist. Generell sollen dabei von der Erfindung sowohl schleifende
als auch nicht schleifende Dichtungen umfasst werden.
[0017] Zum Ausrichten der Nockenwelle 3 weist diese eine gemäß Fig. 1 im Ölabscheideraum
12 gelegene Einstelleinrichtung 19, hier einen Sechskant auf, welcher jedoch bei dieser
sowie bei anderen Ausführungsformen (vgl. Fig. 3) auch im Ventilraum 11 angeordnet
sein kann. Die Einstelleinrichtung 19 liegt dabei gemäß Fig. 3 nicht nur im Ventilraum
11 sondern sie ist auch an den letzten Nocken 4 der Nockenwelle 3 herangerückt und
kann beispielsweise mit diesem direkt verbunden sein. Insgesamt überdeckt die Zylinderkopfhaube
13 gemäß der Fig. 1 nicht nur den Ölabscheideraum 12, sondern auch den Ventilraum
11 sowie die Nockenwellenlagereinrichtung 2.
[0018] Des weiteren ist die Nockenwellenlagereinrichtung 2 zumindest zweiteilig ausgebildet
und weist zumindest einen oberen Abschnitt 20 sowie untere Lager 21 auf. Dabei können
die Lager 21 fest oder einstückig mit dem Zylinderkopf 1 verbunden oder einteilig
zu einem separaten Bauteil, nämlich einer unteren Nockenwellenlagereinrichtung verbunden
sein. Der obere Abschnitt 20 der Nockenwellenlagereinrichtung 2 ist abnehmbar ausgebildet,
so dass ein einfacher Zugang zur Nockenwelle 3 gewährleistet ist. Zwischen dem Ventilraum
11 und dem Ölsammelraum 12 ist eine Schottwand 22 vorgesehen. Im unterhalb der Nockenwelle
3 gelegenen Bereich trennt ein unterer Teil der Schottwand 22 den Ölabscheideraum
12 vom Ventilraum 11, welcher in der Regel gemäß der Erfindung keine Lageraufgabe
zur Lagerung der Nockenwelle 3 zufallen soll. Vielmehr ist hierbei in der Regel zwischen
der Schottwand 22 und der Nockenwelle 3 ein in der Fig. 1 nicht dargestellter Radialspalt
vorgesehen, welcher eine direkte Berührung zwischen Schottwand 22 und Nockenwelle
3 meist ausschließt. Zumindest eine Berührung findet jedoch über die Ringdichtung
18 statt, welche einerseits in Kontakt mit der Nockenwelle 3 und andererseits in Kontakt
mit der Schottwand 22 steht.
[0019] Gemäß Fig. 2 ist eine im Vergleich zur Fig. 1 andere Ausführungsform der Zylinderkopfhaube
13 dargestellt, wobei diese im Bereich der Ringdichtung 18 einen metallischen Einsatz
23 aufweist, welcher zum Einen die Lebensdauer der Zylinderkopfhaube 13 erhöht und
zum anderen eine verbesserte Dichtfunktion der Ringdichtung 18 erlaubt. Da die Zylinderkopfhauben
13 gemäß den Fig. 1 bis 3 alle vorzugsweise aus Kunststoff ausgebildet sind, erhöhen
derartige metallische Einsätze 23 insbesondere die Verschleißfestigkeit am Übergang
von Zylinderkopfhaube 13 zur Ringdichtung 18 bzw. zur Nockenwelle 3.
[0020] Im Unterschied zu Fig. 1 sind die Zylinderkopfhauben 13 gemäß Fig. 2 und 3 anders
aufgebaut und weisen jeweils eine zur Achse 24 der Nockenwelle 3 geneigte Oberseite
25 auf. Das Funktionsprinzip, nämlich die Trennung des Ventilraums 11 vom Ölabscheideraum
12 wird jedoch auch mit den Zylinderkopfhauben 13 gemäß den Fig. 2 und 3 erreicht.
[0021] Im Unterschied zu Fig. 2 umfasst die in Fig. 3 dargestellte Zylinderkopfhaube 13
auch die untere Schottwand 22, so dass die Schottwand 22 vorzugsweise ein integraler
Bestandteil der Zylinderkopfhaube 13 ist. Denkbar ist hierbei auch, dass die Schottwand
22 gemäß der Fig. 3 kein integraler Bestandteil der Zylinderkopfhaube 13 ist, sondern
separat am Zylinderkopf 1 befestigt ist. Ein Entfernen der Zylinderkopfhaube 13 kann
somit lediglich durch ein zunächst erfolgendes Abziehen in Richtung des Pfeiles 26
von der Nockenwelle 3 erfolgen, während ein Entfernen der Zylinderkopfhauben 13 gemäß
den Fig. 1 und 2 auch in vertikaler Richtung möglich ist. Sofern der unterhalb der
Nockenwelle 3 liegende Teil der Schottwand 22 als separates Bauteil ausgebildet ist,
ist auch bei einer Ausgestaltung gemäß Fig. 3 ein vertikales Abheben der Zylinderkopfhaube
13 möglich. Der Pfeil 26 gibt dabei gleichzeitig die Strömungsrichtung der aus dem
Kurbelgehäuse angesaugten Blow-by-Gase an. Die zur Justierung bzw. Einstellung der
Nockenwelle 3 vorgesehene Einstelleinrichtung 19 liegt gemäß Fig. 3 im Ventilraum
11 und nicht wie in den Fig. 1 und 2 im Ölabscheideraum 12.
[0022] Gemäß der Fig. 2 wird ein oberhalb der Nockenwelle 3 liegender Abschnitt einer Trennwand
zwischen Ventilraum 11 und Ölabscheideraum 12 von der Zylinderkopfhaube 13 gebildet,
während hierzu gemäß der Fig. 1 ein Bestandteil des oberen Abschnitts 20 der Nockenwellenlagereinrichtung
2 vorgesehen ist.
[0023] Gemäß der Fig. 4 schließt sich axial endseitig der Nockenwelle 3 unter Bildung eines
Axialspaltes 9 eine Mehrkanaleinrichtung 27 an, die einen an den Hohlraum 5 der Nockenwelle
3 koaxial anschließenden Einlasskanal 10 aufweist, durch welchen gereinigte Blow-by-Gase
aus der Nockenwelle 3 abgezogen werden können. Die Mehrkanaleinrichtung 27 ist dabei
so ausgebildet, dass sie abgeschiedenes Öl in einen Ölsammelraum 12 einleitet. Dabei
liegt die Mehrkanaleinrichtung 27 einenends dichtend an der Nockenwelle 3 an, indem
sie die Nockenwelle 3 umgreift.
[0024] Wie in Fig. 4 weiter gezeigt, weist die Mehrkanaleinrichtung 27 einen Auslasskanal
auf, durch welchen gereinigte Blow-by-Gase nach außen, das heißt aus der Zylinderkopfhaube
13 heraus, abgeleitet werden. Darüber hinaus weist die Mehrkanaleinrichtung 27 einen
Ölrücklaufkanal 29 auf, der mit dem Ölsumpf 12 in Verbindung steht.
[0025] Des weiteren umfasst die Mehrkanaleinrichtung 27 ein Tauchrohr 28, das den Auslasskanal
bildet, wobei das Tauchrohr 28 einenends mit der Mehrkanaleinrichtung 27 und anderenends
mit der Zylinderkopfhaube 13 verbunden ist. Das Tauchrohr 28 ist dabei in die Zylinderkopfhaube
13 eingesteckt und über eine weitere Dichtung 16' dicht mit dieser verbunden.
[0026] Alle in der Beschreibung und in den nachfolgenden Ansprüchen dargestellten Merkmale
können sowohl einzeln als auch in beliebiger Form miteinander kombiniert erfindungswesentlich
sein.
1. Zylinderkopf (1) eines Verbrennungsmotors mit
- einer am Zylinderkopf (1) angeordneten Nockenwellenlagereinrichtung (2),
- einer in der Nockenwellenlagereinrichtung (2) drehbar gelagerten, hohlen Nockenwelle
(3), die einen Abzug für ölnebelhaltige Blow-by-Gase aus dem Kurbelgehäuse bildet
und zur Abscheidung des Ölanteils aus diesen Gasen als Ölnebelabscheider ausgebildet
ist,
- wobei die Nockenwelle (3) einen, die Nockenwellenlagereinrichtung (2) enthaltenden
Ventilraum (11) durchdringt,
- wobei sich axial mindestens einenends an der Nockenwelle (3) unter Bildung eines
Axialspaltes (9) eine Zylinderkopfhaube (13) anschließt, die einen an den Hohlraum
(5) der Nockenwelle (3) koaxial anschließenden Kanal (10) aufweist, durch welchen
gereinigte Blow-by-Gase aus der Nockenwelle (3) abgezogen werden können,
- wobei die Zylinderkopfhaube (13) so ausgebildet ist, dass sie einen zum Ventilraum
(11) hin abgedichteten Ölsammelraum (12) bildet,
dadurch gekennzeichnet,
- dass an der Zylinderkopfhaube (13) eine Dichtung (18) vorgesehen ist, die an der Nockenwelle
(3) anliegt und die den Ventilraum (11) gegenüber dem Ölabscheideraum (12) abdichtet,
- dass die Zylinderkopfhaube (13) aus Kunststoff ausgebildet ist und im Bereich der Dichtung
(18) einen metallischen Einsatz (23) aufweist.
2. Zylinderkopf nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch die Merkmale,
- der Ölabscheideraum (12) weist einen im Zylinderkopf (1) gelegenen Ölsumpf (14)
auf,
- der Ölsumpf (14) weist ein Ablassventil (15) bzw. eine - sperre auf.
3. Zylinderkopf nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Axialspalt (9) zwischen der Nockenwelle (3) und der Zylinderkopfhaube (13) so
ausgebildet ist, dass beim Betrieb des Verbrennungsmotors in der als Ölabscheider
ausgebildeten Nockenwelle (3) abgeschiedenes Öl in den Ölabscheideraum (12) austreten
kann.
4. Zylinderkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zylinderkopfhaube (13) einerseits am Zylinderkopf (1) und andererseits an der
Nockenwelle (3) oder an der Nockenwellenlagereinrichtung (2) dichtend anliegt.
5. Zylinderkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Ventilraum (11) und dem Ölsammelraum (12) eine Schottwand (22) vorgesehen
ist.
6. Zylinderkopf nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schottwand (22) ein integraler Bestandteil der Zylinderkopfhaube (13) ist.
7. Zylinderkopf nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Schottwand (22) und der Nockenwelle (3) ein Radialspalt vorgesehen ist,
der eine direkte Berührung zwischen Schottwand (22) und Nockenwelle (3) ausschließt.
1. A cylinder head (1) of an internal combustion engine, having
- a camshaft bearing device (2) arranged on the cylinder head (1),
- a hollow camshaft (3) which is mounted rotatably in the camshaft bearing device
(2) and forms a vent for oil-mist-containing blow-by gases from the crankcase, and
is formed as an oil mist separator to separate the oil content from the said gases,
- wherein the camshaft (3) penetrates a valve chamber (11) containing the camshaft
bearing device (2),
- wherein a cylinder head hood (13) axially adjoins at least at one end of the camshaft
(3), forming an axial gap (9), which cylinder head hood has a duct (10), which adjoins
the cavity (5) of the camshaft (3) coaxially and through which purified blow-by gases
can be drawn out of the camshaft (3),
- wherein the cylinder head hood (13) is formed in such a manner that it forms an
oil collection chamber (12) which is sealed off from the valve chamber (11),
characterised
- in that a seal (18) is provided on the cylinder head hood (13), which seal bears against
the camshaft (3) and seals off the valve chamber (11) from the oil deposition chamber
(12),
- in that the cylinder head hood (13) is formed from plastic and has a metallic insert (23)
in the region of the seal (18).
2. The cylinder head according to Claim 1,
characterised by the features
- the oil deposition chamber (12) has an oil sump (14) situated in the cylinder head
(1),
- the oil sump (14) has an outlet valve (15) or lock.
3. The cylinder head according to Claim 1 or 2,
characterised
in that the axial gap (9) between the camshaft (3) and the cylinder head hood (13) is formed
in such a manner that, when the internal combustion engine is operated, oil deposited
in the camshaft (3) which is formed as an oil separator can escape into the oil deposition
chamber (12).
4. The cylinder head according to one of the preceding claims,
characterised
in that the cylinder head hood (13) bears in a sealing manner against the cylinder head (1)
on one side and against the camshaft (3) or camshaft bearing device (2) on the other
side.
5. The cylinder head according to one of the preceding claims,
characterised
in that a partition (22) is provided between the valve chamber (11) and the oil collection
chamber (12).
6. The cylinder head according to Claim 5,
characterised
in that the partition (22) is an integral component of the cylinder head hood (13).
7. The cylinder head according to Claim 5 or 6,
characterised
in that a radial gap is provided between the partition (22) and the camshaft (3), which gap
prevents direct contact between the partition (22) and the camshaft (3).
1. Tête de cylindre (1) d'un moteur à combustion interne comportant un palier d'arbre
à cames (2) disposé sur la tête de cylindre (1),
- un arbre à cames creux (3), positionné rotativement dans le dispositif de palier
d'arbre à cames, qui forme un dispositif de soutirage hors du carter de moteur des
gaz d'échappement remis en circulation contenant un nuage d'huile et est réalisé afin
de séparer la fraction d'huile de ces gaz comme un séparateur de nuage d'huile,
- dans laquelle l'arbre à cames (3) traverse un espace de soupape (11) contenant le
dispositif de palier d'arbre à cames,
- dans laquelle au moins à une extrémité un couvercle de tête de cylindre (12) se
rattache à l'arbre à cames (3) en formant un jeu axial (9), qui présente un canal
(10) se rattachant coaxialement à l'espace creux (5) de l'arbre à cames (3), à travers
lequel des gaz d'échappement remis en circulation purifiés peuvent être soutirés de
l'arbre à cales (3),
- dans laquelle le couvercle de tête de cylindre (13) est réalisé de telle sorte qu'il
forme un espace d'accumulation d'huile étanchéifié par rapport à l'espace de soupape
(11),
caractérisé en ce que
- sur le couvercle de tête de cylindre (13) un joint d'étanchéité (18) est prévu,
qui vient reposer sur l'arbre à cames et rend étanche l'espace de soupape (11) par
rapport à l'espace de séparateur d'huile (12),
- le couvercle de tête de cylindre (13) est conçu en plastique et présente un embout
métallique (23) au niveau du joint d'étanchéité (18).
2. Tête de cylindre selon la revendication 1,
caractérisée par les caractéristiques
- l'espace de séparateur d'huile (12) présente un puisard d'huile (14) situé dans
la tête de cylindre (1),
- le puisard d'huile (14) présente une soupape de vidange (15), respectivement un
blocage de vidange.
3. Tête de cylindre selon les revendications 1 ou 2,
caractérisée en ce que le jeu axial (9) entre l'arbre à cames (3) et le couvercle de tête de cylindre (13)
est conçu de telle sorte que lors du fonctionnement du moteur à combustion interne,
l'huile séparée dans l'arbre à cames conçu comme un séparateur d'huile peut ressortir
dans l'espace de séparateur d'huile.
4. Tête de cylindre selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le couvercle de tête de cylindre (13) vient reposer de manière étanche d'un côté sur
la tête de cylindre (1) et d'un autre côté sur l'arbre à cames (3) ou sur le dispositif
de palier d'arbre à cames (2).
5. Tête de cylindre selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
entre l'espace de soupape (11) et l'espace d'accumulation d'huile (12) une paroi de
séparation (22) est prévue.
6. Tête de cylindre selon la revendication 5,
caractérisée en ce que
la paroi de séparation (22) est un composant intégral du couvercle de tête de cylindre
(13).
7. Tête de cylindre selon les revendications 5 ou 6,
caractérisée en ce que
entre la paroi de séparation (22) et l'arbre à cames (3) un jeu radial est prévu,
qui exclut un contact direct entre la paroi de séparation (22) et l'arbre à cames
(3).