[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät und ein Verfahren zum Betreiben
desselben. Das Kältegerät umfasst zwei beweglich verbundene Gehäuseteile, einen Korpus
und eine Tür, die gemeinsam einen wärmeisolierten Innenraum begrenzen, sowie eine
an einem ersten der Gehäuseteile befestigte Dichtung, die in geschlossener Stellung
der beiden Gehäuseteile das andere, zweite Gehäuseteil luftdicht kontaktiert. Zum
Druckausgleich zwischen einer das Kältegerät umgebenden Außenatmosphäre und dem Innenraum
des Kältegeräts wird in einem Verfahrensschritt (a) bei geschlossener Stellung der
beiden Gehäuseteile der luftdichte Kontakt zwischen der Dichtung und dem zweiten Gehäuseteil
auf einem Teil der Dichtungslänge eine Zeit lang verhindert. Zudem bezieht sich die
Erfindung auf ein Kältegerät zur Ausführung des Verfahrens. Dieses umfasst ein Abhebeelement,
das in einer ersten Stellung einen dichten Kontakt zwischen der Dichtung und dem zweiten
Gehäuseteil zulässt und in eine zweite Stellung überführbar ist, in der es bei geschlossener
Stellung der beiden Gehäuseteile die Dichtung auf einem Teil ihrer Länge von dem zweiten
Gehäuseteil zur Ermöglichung des Druckausgleichs zwischen dem Innenraum und einer
das Kältegerät umgebenden Außenatmosphäre abhebt.
[0002] Aus der
DE 36 02 200 A1 ist ein derartiges Betriebsverfahren und Kältegerät bekannt. Bei diesem greift ein
an einem Griff 13 ausgebildetes Abhebeelement 14, 15 in eine Falte 8 einer Magnet-Türdichtung
4 ein. Durch Ziehen an dem Griff 13 wird die Magnet-Türdichtung 4 über einen Teil
ihrer Länge von einem Auflagerand am Korpus des Kältegeräts abgehoben, wodurch ein
Strömungsweg für Luft geschaffen wird. Damit soll unmittelbar vor dem eigentlichen
Öffnen der Tür ein Unterdruck im Kältegerät abgebaut werden, der beispielsweise entstehen
kann, wenn beim Öffnen der Tür warme Luft in den Innenraum des Geräts gelangt und
sich nach einem Schließen der Tür darin abkühlt. Ein im Innenraum des Kältegeräts
herrschender Unterdruck ist nachteilig, da dieser ein Öffnen der Tür erheblich erschwert.
Da der Benutzer den Griff 13 zur Betätigung des Abhebeelements 14, 15 über eine bestimmte
Weglänge verschieben muss und der Druckausgleich zwischen der Umgebung und dem Innenraum
des Kältegeräts eine gewisse Zeit benötigt, wird der eigentliche Öffnungsvorgang der
Tür verzögert.
[0003] JP 2001116433 A offenbart ein Kältegerät mit einem Korpus und einer Tür als zwei beweglich verbundene
Gehäuseteile, die gemeinsam einen wärmeisolierten Innenraum begrenzen. Ferner ist
an der Tür eine Dichtung befestigt, die in geschlossener Stellung der beiden Gehäuseteile
an dem Korpus anliegt und den Innenraum luftdicht abschließt. Damit zum Druckausgleich
Luft von der Umgebung in den Innenraum des Kältegeräts einströmen kann, wird der luftdichte
Kontakt zwischen der Dichtung und dem Korpus in einem oberen horizontalen Teil der
Dichtungslänge in geschlossener Stellung der beiden Gehäuseteile mittels des Türöffnungsmechanismus
eine Zeit lang verhindert. Dieser Türöffnungsmechanismus umfasst einen Kolben, der
eine an der Dichtung angebrachte elastischen Platte und dadurch die Dichtung von der
Auflagefläche an dem Korpus wegdrückt, so dass ein Luftaustausch zwischen der Umgebung
und dem Innenraum möglich ist.
JP 2001116433 A offenbart ein Verfahren zum Betreiben eines Kältegeräts und ein Kältegerät gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 7. Ferner offenbart
EP 0 940 643 A2 ein Kühlgerät, bei dem in dem Spalt zwischen den gegenüberliegenden Stirnflächen
paarweise nebeneinander angeordneter Türen eine dehnbare Dichtung an einer der Stirnflächen
der Türen befestigt ist. In geschlossener Stellung der beiden Türen schließt die Dichtung
einen Innenraum des Kühlschranks luftdicht ab.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Betriebsverfahren für ein Kältegerät
und ein Kältegerät zur Ausführung des Verfahrens bereitzustellen, bei denen der Aufbau
eines ein Öffnen der Tür behindernden Unterdrucks im Innenraum des Kältegeräts verhindert
wird.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst mit einem Verfahren nach Anspruch 1 und einem Kältegerät
nach Anspruch 7. Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf bevorzugte Ausgestaltungen.
[0006] Demnach wird ein Verfahren zum Betreiben eines Kältegeräts bereitgestellt, das zwei
beweglich verbundene Gehäuseteile, einen Korpus und eine Tür, die gemeinsam einen
wärmeisolierten Innenraum begrenzen, sowie eine an einem ersten der Gehäuseteile befestigte
Dichtung, die in geschlossener Stellung der beiden Gehäuseteile das andere, zweite
Gehäuseteil luftdicht kontaktiert, aufweist, wobei das Verfahren einen Schritt (a),
umfasst, bei welchem in geschlossener Stellung der beiden Gehäuseteile der luftdichte
Kontakt zwischen der Dichtung und dem zweiten Gehäuseteil auf einem Teil der Dichtungslänge
eine Zeit lang verhindert wird. Erfindungsgemäß erfolgt der Schritt (a) in zeitlichem
Zusammenhang mit einem Schließen der Tür, vorzugsweise unmittelbar nach deren Schließen,
wobei anschließend in einem Schritt (b) der dichtende Kontakt zwischen der Dichtung
und dem zweiten Gehäuseteil auf diesem Teil der Dichtungslänge hergestellt wird.
[0007] Damit wird nach einem Schließen der Tür ein Luftweg zwischen der Umgebung des Kältegeräts
und dem Innenraum des Kältegeräts geschaffen bzw. vorzugsweise beim Schließen der
Tür aufrecht erhalten, sodass Luft zum Druckausgleich von der Umgebung in den Innenraum
des Kältegeräts einströmen kann. Damit wird der Aufbau eines Unterdrucks verhindert,
der ein erneutes Öffnen der Tür kurz nach dem Schließen behindern würde. Zum Öffnen
der Tür muss der Benutzer nur noch die Schließkraft der in der Regel verwendeten Magnetdichtung
überwinden. Um Kälteverluste und damit Energieverluste so gering wie möglich zu halten,
wird der dichtende Kontakt zwischen der Dichtung und dem zweiten Gehäuseteil wieder
hergestellt, sobald ein Druckausgleich im Wesentlichen stattgefunden hat. Die hierfür
erforderliche Zeit von typischerweise etwa fünf Sekunden bis einer Minute ist leicht
experimentell zu ermitteln. Besonders bevorzugt wird in Verfahrensschritt (a) der
luftdichte Kontakt zwischen der Dichtung und dem zweiten Gehäuseteil nach einem Schließen
der Tür auf einem Teil der Dichtungslänge für etwa fünf Sekunden bis 25 Sekunden verhindert.
[0008] Zudem wird gemäß Anspruch 7 ein Kältegerät zur Ausführung des vorstehend beschriebenen
Verfahrens bereitgestellt. Dieses umfasst ein Abhebeelement, das in einer ersten Stellung
einen luftdichten Kontakt zwischen der Dichtung und dem zweiten Gehäuseteil zulässt
und in eine zweite Stellung überführbar ist, in der es bei geschlossener Stellung
der beiden Gehäuseteile die Dichtung auf einem Teil ihrer Länge von dem zweiten Gehäuseteil,
zur Ermöglichung eines Druckausgleichs zwischen dem Innenraum und einer das Kältegerät
umgebenden Außenatmosphäre, abhebt. Erfindungsgemäß weist das Kältegerät einen Antrieb
für das Abhebeelement sowie eine Steuereinrichtung auf, die nach Erfassen eines Betätigens
der Tür den Antrieb des Abhebeelements zum Abheben der Dichtung ansteuert. Die zum
Abheben der Dichtung notwendige Kraft muss daher nicht von einem Benutzer des Kältegeräts
aufgebracht werden und kann unabhängig von einer Betätigung eines Türgriffs erfolgen.
Erfindungsgemäß ist die Steuereinrichtung eingerichtet, dass nach einem Schließen
der Tür in geschlossener Stellung der beiden Gehäuseteile der luftdichte Kontakt zwischen
der Dichtung und dem zweiten Gehäuseteil auf einem Teil der Dichtungslänge eine Zeit
lang verhindert wird und anschließend der dichtende Kontakt zwischen der Dichtung
und dem zweiten Gehäuseteil auf diesem Teil der Dichtungslänge wieder hergestellt
wird. Vorzugsweise wird die Dichtung mittels des Abhebeelements von einer Auflagefläche
der Dichtung am zweiten Gehäuseteil weggedrückt. Somit übt das Abhebeelement zum Abheben
der Dichtung von ihrer Auflagefläche am zweiten Gehäuseteil eine Druckkraft auf die
Dichtung aus.
[0009] Vorzugsweise ist das Abhebeelement in seiner ersten Stellung in einer Ausnehmung
des zweiten Gehäuseteils angeordnet und erhebt sich in seiner zweiten Stellung zumindest
teilweise über die Auflagefläche der Dichtung am zweiten Gehäuseteil. In der Ausnehmung
ist das Abhebeelement in vorteilhafter Weise vor äußeren Einflüssen geschützt. Durch
die in der Ausnehmung versenkte Anordnung trägt das Abhebeelement am Kältegerät optisch
nicht auf, sodass dies auch eine ästhetische Lösung darstellt, die zudem durch den
einfachen Aufbau kostengünstig ist.
[0010] Das Abhebeelement ist vorzugsweise zumindest teilweise aus einem temperaturbedingt
verformbaren Material, beispielsweise einem Bimetall oder einer Formgedächtnislegierung,
gebildet. Durch Erwärmen oder Abkühlen ändern diese Materialien ihre Gestalt bzw.
Form. Diese Gestalts- bzw. Formänderung kann nun derart genutzt werden, dass das Abhebeelement
in einer ersten Gestalt einen dichten Kontakt zwischen der Dichtung und dem zweiten
Gehäuseteil zulässt, und in einer zweiten Gestalt, in die es durch Erwärmung oder
Kühlen überführbar ist, die Dichtung von dem zweiten Gehäuseteil über einen Teil ihrer
Dichtungslänge abhebt. Die erste Gestalt entspricht dabei der vorstehend erwähnten
ersten Stellung des Abhebeelements und die zweite Gestalt der vorstehend genannten
zweiten Stellung des Abhebeelements. Das Abhebeelement muss daher zum Abheben der
Dichtung lediglich gekühlt oder erwärmt werden.
[0011] Vorzugsweise wird eine Gestaltsänderung des Abhebeelements von seiner ersten in seine
zweite Gestalt durch Erwärmen des Abhebeelements hervorgerufen. Das Kältegerät weist
daher vorzugsweise als Antrieb für das Abhebeelement eine Heizeinrichtung, wie ein
PTC-Heizelement, auf, mit dem kurze Aufheizzeiten realisiert werden können. Alternativ
ist es jedoch auch denkbar, das Abhebeelement durch Raumluft zu erwärmen, die beim
Öffnen der Tür am Abhebeelement vorbeiströmt. In diesem Fall ist es dann notwendig,
dass das Abhebeelement seine zweite Gestalt bei üblicher Raumtemperatur, insbesondere
im Bereich von etwa 15°C bis etwa 35°C, besitzt. Denkbar wäre auch, dass die Heizeinrichtung
mit einer in der Regel vorhandenen Rahmenheizung des Kältegeräts in Verbindung steht,
sodass die Rahmenheizung als Wärmequelle zur Erwärmung des Abhebeelements genutzt
wird.
[0012] Das Abhebeelement kann alternativ auch als einfaches Stellglied aus beispielsweise
einem nicht temperaturbedingt verformbaren Material ausgestaltet sein, das durch einen
mechanischen, elektrischen oder magnetischen Antrieb von seiner ersten in seine zweite
Stellung bzw. umgekehrt gebracht wird. Das Abhebeelement kann beispielsweise als Linearstellglied
ausgebildet sein.
[0013] Vorzugsweise umfasst die Steuereinrichtung einen Schalter, der bei einem Öffnen oder
Schließen der Tür, d.h. einem Bewegen der Tür relativ zum Korpus des Kältegeräts,
umgeschaltet wird und den Antrieb für das Abhebelement ansteuert. Hiermit wird sichergestellt,
dass nach jedem Offenstehen der Tür ein Druckausgleichsvorgang durch Abheben der Dichtung
stattfindet, sodass sich kein ein nachfolgendes Öffnen der Tür behindernder Unterdruck
im Innenraum des Kältegeräts ausbilden kann. Vorzugsweise handelt es sich bei dem
Schalter um den in der Regel in jedem Kältegerät vorhandenen Türschalter zur Betätigung
einer Innenraumbeleuchtung. Es kann sich aber auch um einen von der Innenraumbeleuchtung
separaten Türschalter handeln.
[0014] Vorzugsweise wird der Antrieb für das Abhebeelement, im Falle des zumindest teilweise
aus temperaturbedingt verformbarem Material gebildeten Abhebeelements also die Heizeinrichtung
zum Erwärmen des Abhebeelements, bei einem Öffnen der Tür eingeschaltet. Hierdurch
nimmt das Abhebeelement seine zweite Gestalt bzw. zweite Stellung ein, in der es über
die Auflagefläche der Dichtung am zweiten Gehäuseteil hervorsteht. Wird nun die Tür
geschlossen, so hält das Abhebeelement die Dichtung über einen Teil ihrer Länge von
dem zweiten Gehäuseteil abgehoben und gibt einen Luftweg für in den Innenraum einströmende
Luft frei, wodurch der Aufbau eines ein Öffnen der Tür behindernden Unterdrucks im
Innenraum des Kältegeräts verhindert wird. Bei einem Schließen der Tür wird die Heizeinrichtung
vorzugsweise ausgeschaltet. Das Abhebeelement kühlt sich langsam ab, bleibt jedoch
eine gewisse Zeit nach dem Schließen der Tür in seiner zweiten Gestalt, bevor es nach
dem Abkühlen wieder in seine erste Gestalt zurückkehrt. Während dieser Zeit kann der
Druckausgleich stattfinden.
[0015] Im Falle des als einfaches Stellglied ausgebildeten Abhebeelement besteht die Möglichkeit,
zum Zurückführen des Abhebeelements von seiner zweiten in seine erste Stellung einen
Zeitgeber vorzusehen, der nach einem Schließen der Tür aktiviert wird und nach Ablauf
einer vorgegebenen Zeitspanne den Antrieb des Abhebeelements ansteuert und ein Rückführen
des Abhebeelements in seine erste Stellung bewirkt.
[0016] Bei dem erfindungsgemäßen Kältegerät kann es sich um ein Kühl- oder Tiefkühlgerät
handeln.
[0017] Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden
anhand von Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen schematischen Schnitt durch eine erste Ausführungsform eines Kältegeräts zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 2
- ein Steuerungsschema;
- Fig.3
- einen detaillierten Schnitt durch einen unteren Bereich des Korpus 1 und der Tür 2
des Kältegeräts aus Fig. 1 im geschlossenen Zustand der Tür 2 bei am Korpus 1 anliegender
Dichtung 4;
- Fig. 4
- denselben Schnitt wie Fig. 2, wobei das Abhebeelement 7 die Dichtung 4 über einen
Teil ihrer Länge von der Auflagefläche 5 am Korpus 1 abhebt;
- Fig. 5
- einen schematische, perspektivische Schnittansicht durch die in Fig. 2 gezeigte Anordnung;
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch die in Fig. 4 gezeigte Anordnung in einer Ebene A-A;
- Fig. 7
- einen Längsschnitt durch die in Fig. 2 gezeigte Anordnung in einer Ebene B-B;
- Fig. 8
- eine der Fig. 4 entsprechende, perspektivische Schnittansicht, wobei das Abhebeelement
7 die Dichtung 4 über einen Teil ihrer Länge von der Auflagefläche 5 am Korpus 1 abhebt;
- Fig. 9
- eine perspektivische Schnittansicht der Anordnung von Fig. 7 in einem Raum C-C-C;
- Fig. 10
- einen Längsschnitt durch die in Fig. 7 gezeigte Anordnung in einer Ebene B-B;
- Fig. 11
- eine der Fig. 3 entsprechende Schnittansicht durch ein Kältegerät gemäß einer zweiten
Ausführungsform zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 12
- eine zu Fig. 4 analoge Schnittansicht, wobei das Abhebeelement 7 die Dichtung 4 über
einen Teil ihrer Länge von der Auflagefläche 5 am Korpus 1 abhebt.
[0018] Fig. 1 zeigt stark schematisiert ein Kältegerät mit einem Korpus 1 und einer daran
angelenkten Tür 2, die gemeinsam einen Innenraum 3 begrenzen, sowie einer Magnetdichtung
4, die an der Innenseite der Tür 2 umlaufend befestigt ist und durch Magnetkraft luftdicht
an einer Auflagefläche 5 an der Vorderseite des Korpus 1 haftet, sodass sich in dessen
Innenraum 3 ein Unterdruck ausbilden könnte, wenn nach Eindringen von warmer Luft
in den Innenraum 3 die Tür 2 luftdicht geschlossen würde und die Luft im Innenraum
3 abkühlt.
[0019] In der wärmeisolierenden Wand 6 am Boden des Korpus 1 ist ein Abhebeelement 7 in
einer Ausnehmung 8 angeordnet. Das Abhebeelement 7 ist einteilig aus einem temperaturbedingt
verformbaren Material, wie einer Formgedächtnis-Legierung oder einem Bimetall, gebildet.
Unterhalb des Abhebeelements 7 ist in der Ausnehmung 8 eine Heizeinrichtung 10, hier
ein PTC-Heizelement 10, angeordnet, das zur Erwärmung des Abhebeelements 7 dient.
[0020] Fig. 3 zeigt den unteren Randbereich des Korpus 1 und der Tür 2 in einem vergrößerten
Schnitt. Der Korpus 1 ist aufgebaut aus einem aus Metallblech geformten Außenbehälter
11 und einem aus Kunststoff tiefgezogenen Innenbehälter 12, die einen mit Isoliermaterial
gefüllten Hohlraum 9 umschließen. Der Außenbehälter 11 bildet zur Vorderseite des
Kätegeräts die rahmenförmige Auflagefläche 5 für die Magnetdichtung 4. Die Tür 2 des
Kältegeräts ist ebenso wie der Korpus 1 aus einer aus Metallblech geformten Außenwand
13 und einer aus Kunststoff tiefgezogenen Innenwand 14 aufgebaut, die an ihren vertikalen
Kanten miteinander verbunden sind und einen mit Isoliermaterial gefüllten Hohlraum
15 umschließen, der oben und unten durch Profile 16 aus Kunststoff verschlossen ist.
[0021] In einem Randbereich der Innenwand 14 ist eine Nut 17 geformt, in welche ein mit
Widerhaken versehender Kopfabschnitt der Magnetdichtung 4 eingerastet ist. Die Magnetdichtung
4 besitzt eine Mehrzahl von langgestreckten Kammern, die ihr Flexibilität verleihen
und von denen eine Kammer, die mit der Bezugsziffer 18 bezeichnet ist, mit einem magnetischem
Material gefüllt ist, welches eine Dichtfläche der Magnetdichtung 4 an die aus Metallblech
ausgebildete Auflagefläche 5 gedrückt hält.
[0022] Das Abhebeelement 7 besitzt in Fig. 3 eine erste, inaktive Stellung, in der es in
der Ausnehmung 8 des Korpus 1 vollständig aufgenommen und mit der Auflagefläche 5
bündig ist oder geringfügig dahinter zurückspringt, und daher einen luftdichten Kontakt
zwischen der Magnetdichtung 4 und der Auflagefläche 5 am Korpus 1 zulässt.
[0023] Fig. 4 zeigt dieselbe Schnittansicht wie Fig. 3 unmittelbar, beispielsweise 1 Sekunde,
nach einem Schließen der Tür 2. Das Abhebeelement 7 befindet sich in einer aktiven,
zweiten Stellung, in der es sich über die Auflagefläche 5 der Magnetdichtung 4 aus
der Ausnehmung 8 heraus erhebt und die mit dem magnetischen Material gefüllte Kammer
18 der Magnetdichtung 4 von dem Korpus 1 fortdrückt. Durch den so vor dem Abhebeelement
7 entstehenden, in Fig. 8 gezeigten Spalt zwischen dem Korpus 1 und der Magnetdichtung
4 kann Luft in den Innenraum 3 des Kältegeräts strömen, wodurch der Aufbau eines ein
erneutes Öffnen der Tür 2 behindernden Unterdrucks im Innenraum 3 des Kältegeräts
verhindert wird. Nach einer bestimmten Zeitspanne nach Schließen der Tür 2 wird das
Abhebeeelement 7 wieder in seine erste, in Fig. 3 gezeigte, inaktive Stellung gebracht,
sodass die Magnetdichtung 4 wieder luftdicht an dem Korpus 1 anliegt.
[0024] Die Stellungsänderung des Abhebeelement 7 von seiner ersten, in Fig. 3 gezeigten
Stellung in seine zweite, in Fig. 4 gezeigte Stellung wird durch Erwärmen des einteilig
aus einem temperaturbedingt verformbaren Material gebildeten Abhebeelements 7 mithilfe
des Heizelements 10 erreicht. Das Abhebelement 7 kehrt nach Abschalten des Heizelements
10 und Abkühlen durch vorbeiströmende Luft in seine erste Stellung zurück. Der Aufbau
des Abhebeelements 7 und seine Funktionsweise werden an späterer Stelle anhand der
Fig. 5 bis 10 noch detailliert erläutert.
[0025] Das Heizelement 10 wird, wie Fig. 2 dargestellt, mit einem Schalter 31 angesteuert,
der durch ein Öffnen und Schließen der Tür 2 geschaltet wird. Dieser kann eine nicht
dargestellte Innenraumbeleuchtung des Kältegeräts ansteuern. Beim Öffnen der Tür 2
des Kältegeräts wird der Schalter 31 betätigt und das Heizelement 10 für die Dauer
der Türöffnung eingeschaltet. Das Heizelement 10 bewirkt eine Erwärmung des Abhebeelements
7, wodurch dieses von seiner in Fig. 3 gezeigten, ersten Gestalt in die in Fig. 4
gezeigte, zweite Gestalt überführt wird, in der es sich bei geöffneter Tür teilweise
über die Auflagefläche 5 der Magnetdichtung 4 aus der Aussparung 8 hinaus erhebt.
Wird nun die Tür 2 geschlossen, so hebt das Abhebeelement 7 die Magnetdichtung 4,
wie in Fig. 4 dargestellt, über einem Teil ihrer Länge von der Auflagefläche 5 ab.
Der Aufbau eines ein nachfolgendes Öffnen der Tür behindernden Unterdrucks im Kältegerät
wird durch einströmende Luft verhindert.
[0026] Beim Schließen der Tür 2 wird der Schalter 31 wiederum betätigt und das Heizelement
10 ausgeschaltet. Es kühlt sich zusammen mit dem Abhebeelement 7 ab, das dann nach
einer bestimmten Zeitspanne zu seiner ersten Gestalt zurückkehrt, in der es einen
dichten Kontakt zwischen dem vorher abgehobenen Teil der Magnetdichtung 4 und der
Auflagefläche 5 zulässt. Das Abhebeelement 7 bzw. das Heizelement 10 sind derart ausgelegt,
dass die Magnetdichtung 4 über eine Zeitspanne von etwa 5 Sekunden bis zu einer Minute
nach dem Schließen der Tür 2 geöffnet bleibt, also eine Zeitspanne, in der ein Druckausgleich
im Wesentlichen stattgefunden hat. Damit wird ein das Öffnen der Kältegerätetür 2
behindernder Unterdruck verhindert. Bei einem nachfolgenden Öffnen der Tür 2 muss
der Benutzer lediglich noch die Magnetkraft, die zwischen dem magnetischen Material
und der metallischen Auflagefläche 5 wirkt, überwinden.
[0027] Abweichend von der in Fig.1 gezeigten Anordnung, bei der sich das Abhebeelement 7
am unteren, horizontal verlaufenden Rand des Korpus 1 befindet, ist es auch möglich,
das Abhebeelement 7 an einem der beiden seitlichen, vertikal verlaufenden Ränder des
Korpus 1 anzuordnen. Alternativ zu einer Befestigung der Magnetdichtung 4 an der Tür
2 ist es auch denkbar, die Magnetdichtung 4 am Korpus 1 des Kältegeräts zu befestigen.
In diesem Fall würde das Abhebeelement 7 dann in einer Ausnehmung der Tür 2 angeordnet
werden.
[0028] Das Abhebeelement 7 wird in seinem Aufbau und seiner Funktionsweise nun anhand der
folgenden, schematisierten Fig. 5 bis 10 detailliert erläutert.
[0029] Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen schematische Schnittansichten des Korpus 1, der Tür 2
und des sich in seiner ersten Gestalt befindlichen Abhebeelements 7 bei geschlossener
Tür 2. Das Abhebeelement 7 ist in seiner ersten Gestalt in Form eines blattartigen
Streifens 7 ausgebildet, der vollständig in der quaderförmigen Ausnehmung 8 des Korpus
1 aufgenommen ist und mit der Auflagefläche 5 der Magnetdichtung 4 bündig abschließt.
Zudem füllt es die Ausnehmung 8 in ihrer Grundfläche vollständig aus. Hierdurch wird
verhindert, dass Fremdkörper, wie Schmutzpartikel, in die Ausnehmung 8 eindringen
können. Das Abhebeelement 7 ist parallel zur Magnetdichtung 4 ausgerichtet und erstreckt
sich damit in seiner Längsrichtung über einen Teil ihrer Länge.
[0030] Quer zur Magnetdichtung 4 erstreckt sich das Abhebeelement 7 nur über einen Teil
ihrer Breite, jedoch über die gesamte Breite der ein magnetisches Material umfassenden
Kammer 18. Hierdurch bedarf es, falls die Magnetdichtung 4 nach einem Schließen der
Tür 2 kurzzeitig Kontakt zu der Auflagefläche 5 hatte, zum Abheben der Magnetdichtung
4 im Bereich des Abhebeelements 7 nicht noch der Überwindung einer Magnetkraft, sondern
lediglich einer partiellen Verformung der Magnetdichtung 4. Das Abhebeelement 7 und
somit auch die Ausnehmung 8 erstrecken sich auf Seiten der Kammer 18 über den Rand
der Magnetdichtung 4 hinaus, wodurch das Abhebeelement 7 einen freiliegenden Abschnitt
20 aufweist, der im geschlossenen Zustand der Tür 2 nicht von der Magnetdichtung 4
verdeckt ist. Hierdurch wird ein konvektiver Wärmeaustausch zwischen dem Abhebeelement
7 und der das Kältegerät umgebenden Außenatmosphäre bzw. der Luft im Innenraum 3 des
Kältegeräts und damit eine rasche Kühlung des erwärmten Abhebeelements 4 ermöglicht.
Abweichend von der in den Fig. 1, 3 und 4 dargestellten Anordnung ist es auch möglich,
dass das Abhebeelement 7 zum Innenraum 3 des Kältegeräts von der Magnetdichtung 4
teilweise unverdeckt ist, d.h. der Abschnitt 20 des Abhebeelements 7 mit der Luft
im Innenraum 3 des Kältegeräts in Kontakt steht. Diese Ausführungsform ist auch von
den Fig. 5 und 6 umfasst. Der Innenraum 3 würde sich in diesem Fall dann rechts von
der Magnetdichtung 4 befinden.
[0031] Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt durch die Anordnung aus den Fig. 5 und 6. Das Abhebeelement
7 weist ein erstes Ende 22 auf, das an dem Korpus 1 fixiert ist, sowie ein zweites
Ende 23, das frei beweglich ist. Unterhalb des ersten Endes 22 des Abhebeelements
7 ist in der Ausnehmung 8, von dem Abhebeelement 7 verdeckt, das Heizelement 10 angeordnet.
Es ist bündig mit dem ersten Ende 22 des Abhebeelements 7 und erstreckt sich nur über
einen Teil seiner Länge, sodass unterhalb des Abhebeelements 7 in der Aussparung 8
ein Hohlraum 24 frei bleibt. Wie aus Fig. 6 zu ersehen ist, erstreckt sich das Heizelement
10 zudem nur über einen Teil der Breite des Abhebeelements 7.
[0032] Die Fig. 8 bis 10 zeigen Schnittansichten der Anordnung aus den Fig. 5 bis 7, wobei
sich das Abhebeelement 7 durch Erwärmen mittels des Heizelements 10 in seiner zweiten
Gestalt befindet. In dieser zweiten Gestalt besitzt das streifenförmige Abhebeelement
7 eine gebogene Form, in der sein zweites, freies Ende 23 über den Korpus 1 bzw. die
Auflagefläche 5 der Magnetdichtung 4 am Korpus 1 hervorsteht, die Magnetdichtung 4
berührt, gegen diese eine Druckkraft ausübt und sie von der Auflagefläche 5 auf einem
Teil ihrer Länge abgehoben hält. Durch den so vor dem ersten Ende 22 des Abhebeelements
7 vorhandenen Spalt kann Luft zum Druckausgleich zwischen dem Innenraum 3 des Kältegeräts
und der das Kältegerät umgebenden Außenatmosphäre bei geschlossener Tür 2 strömen,
wodurch wie vorstehend bereits in Bezug auf die Fig. 1 bis 4 beschrieben, der Aufbau
eines ein Öffnen der Tür 2 behindernden Unterdrucks im Innenraum 3 des Kältegeräts
verhindert werden kann.
[0033] Wie Fig. 9 bzw. insbesondere Fig. 10 zeigt, ist das Abhebeelement 7 in seiner zweiten
Gestalt nur soweit gebogen, dass eine das Abhebeelement 7 zum freien Ende 23 hin abschließende
Stirnseite 25 zumindest teilweise in der Aussparung 8 versenkt bleibt. Damit wird
sichergestellt, dass keine Fremdstoffe wie Schmutzpartikel in die Aussparung 8 eindringen
und das Abhebeelement 7 blockieren können.
[0034] Neben der in Bezug auf Fig. 1 bis 10 beschriebenen Ausführungsform mit elektrischer
Heizeinrichtung 10 ist alternativ auch eine Ausführungsform denkbar, bei der eine
Erwärmung des Abhebeelements 7 durch warme Raumluft erfolgt, die beim Öffnen der Tür
2 über das Abhebeelement 7 strömt, wodurch dieses dann seine zweite Gestalt annimmt.
In der Ausnehmung 8 wäre dann lediglich das Abhebeelement 7 anzuordnen. Nach dem Schließen
der Tür 2 würde sich das noch verformte Abhebeelement 7 abkühlen. Bis zur Rückkehr
in seine erste Gestalt würde das Abhebeelement 7 die Magnetdichtung 4 in bereits beschriebener
Weise abheben und somit den Aufbau eines das Öffnen der Tür 2 behindernden Unterdruckes
im Innenraum 3 verhindern. Das Abhebeelement müsste bei dieser Ausführungsform dann
mit dem Innenraum 3 in thermischem Kontakt stehen oder mit einem Kühlmittelstrom des
Kältegeräts gekühlt werden, damit eine Rückkehr des Abhebeelements 7 in seine erste
Gestalt möglich ist.
[0035] Die Fig. 11 und 12 zeigen eine zweite Ausführungsform eines Kältegeräts zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die dargestellten Ansichten entsprechen jeweils
denjenigen der Fig. 3 und 4. Das Kältegerät weist in einer Aussparung 8 im unteren
Randbereich des Korpus 1 eine Spule 40 auf, durch deren Durchgangsöffnung in Längsrichtung
der Spule 40 ein Kolben 41 verschiebbar geführt ist. An dem der Tür 2 zugewandten
Ende des Kolbens 37 befindet sich ein Abhebeelement 37, das sich im geschlossenen
Zustand der Tür 2 in Übereinstimmung mit dem Abhebeelement 7 der ersten in Fig. 3
gezeigten Ausführungsform über einen Teil der Länge und Breite der Magnetdichtung
4 erstreckt.
[0036] Fig. 11 zeigt das Abhebeelement 37 in einer ersten Stellung, in der es bei geschlossener
Tür 2 in der Ausnehmung 8 vollständig aufgenommen ist und bündig mit der Auflagefläche
5 am Korpus 1 abschließt und damit einen luftdichten Kontakt zwischen der Magnetdichtung
4 und der Auflagefläche 5 am Korpus 1 zulässt.
[0037] Fig. 12 zeigt die Anordnung aus Fig. 11 kurz, beispielsweise 1 Sekunde, nach einem
Schließen der Tür 2. Das Abhebeelement 37 befindet sich in einer zweiten, ausgefahrenen
Stellung, in der es die Magnetdichtung 4 über einen Teil der Dichtungslänge von der
Auflagefläche 5 abhebt und so einen luftdichten Kontakt zwischen der Magnetdichtung
4 und der Auflagefläche 5 auf dieser Teillänge verhindert. Diese Stellung wird erreicht,
indem an die Spule 40 eine Spannung angelegt wird, wodurch der Kolben 41 und damit
das Abhebeelement 37 nach rechts verschoben werden. Durch die seitlich des Abhebeelements
37 vorhandenen Spalte zwischen dem Korpus 1 und der Magnetdichtung 4 gelangt Luft
in den Innenraum 3 des Kältegeräts und verhindert in bereits in Bezug auf Fig. 4 beschriebener
Weise den Aufbau eines ein Öffnen der Tür 2 behindernden Unterdrucks im Innenraum
3. Nach einer gewissen Zeitspanne wird die Spule 40 ausgeschaltet, wodurch das Abhebeelement
37 wieder in seine erste Stellung zurückkehrt und die Magnetdichtung 4, wie in Fig.
11 gezeigt, wieder luftdichten Kontakt zur Auflagefläche 5 am Korpus 1 hat.
[0038] Fig. 2 zeigt ein Schema zur Steuerung des Abhebeelements 37. Das Kältegerät weist
einen Schalter 31 auf, der ein Betätigen der Tür 2 erfasst. Der Schalter 31 ist einerseits
mit der Spule 40 und andererseits mit einem Zeitgeber 32 verbunden. Bei einem Schließen
der Tür 2 wird der Schalter 31 betätigt, wodurch dieser dann die Spule 40 aktiviert,
welche das Abhebeelement 37 mittels des Kolbens 41 von seiner ersten in seine zweite
Stellung bringt. Bei geschlossener Tür 2 kann dann unmittelbar nach einem Schließen
der Tür 2 Luft in den Innenraum 3 zum Druckausgleich einströmen.
[0039] Durch das Schließen der Tür 2 wird über den Schalter 31 zudem ein Zeitgeber 32 aktiviert,
der nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne die Spule 40 deaktiviert, wodurch das
Abhebeelement 37 wieder in seine erste Stellung zurückkehrt und die Magnetdichtung
4 die Auflagefläche 5 luftdicht kontaktiert. Damit kann die Zeitspanne, über die ein
Druckausgleich zwischen dem Innenraum 3 und der Umgebung des Kältegeräts nach einem
Schließen der Tür ermöglicht werden soll, genau festgelegt werden. Üblicherweise werden
Zeitspannen von 5 Sekunden bis zu einer Minute vorgegeben.
[0040] Abweichend von der vorstehend beschriebenen Steuerung ist es auch möglich, schon
bei einem Öffnen der Tür 2 das Abhebeelement 37 in seine zweite Stellung zu bringen,
sodass das Abhebeelement 37 bereits bei geöffneter Tür 2, d.h. vor dem nachfolgenden
Schließen der Tür 2 seine zweite Stellung einnimmt. Damit wird sichergestellt, dass
sofort nach einem Schließen der Tür 2 Luft in den Innenraum 3 einströmen kann und
damit keinerlei zeitliche Verzögerungen eintreten, die, wenn auch nur kurzzeitig nach
einem der Schließen der Tür 2, einen Unterdruck entstehen lassen könnten. Auch bei
dieser Steuerungsvariante wird der Zeitgeber 32 erst mit einem Schließen der Tür 2
angesteuert, um sicherzustellen, dass die Magnetdichtung 4 eine vorgegebene Zeitspanne
nach dem Schließen der Tür 2 geöffnet bleibt.
1. Verfahren zum Betreiben eines Kältegeräts mit zwei beweglich verbundenen Gehäuseteilen,
einem Korpus (1) und einer Tür (2), die gemeinsam einen wärmeisolierten Innenraum
(3) begrenzen, einer an einem ersten der Gehäuseteile (2) befestigten Dichtung (4),
die in geschlossener Stellung der beiden Gehäuseteile das andere, zweite Gehäuseteil
(1) luftdicht kontaktiert, umfassend einen Schritt (a), bei welchem in geschlossener
Stellung der beiden Gehäuseteile der luftdichte Kontakt zwischen der Dichtung (4)
und dem zweiten Gehäuseteil (1) auf einem Teil der Dichtungslänge eine Zeit lang verhindert
wird dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt (a) nach einem Schließen der Tür (2) und für eine bestimmte Zeitspanne
erfolgt und anschließend in einem Schritt (b) der dichtende Kontakt zwischen der Dichtung
(4) und dem zweiten Gehäuseteil (1) auf diesem Teil der Dichtungslänge wieder hergestellt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der luftdichte Kontakt zwischen der Dichtung (4) und dem zweiten Gehäuseteil (1)
in Schritt (a) für etwa fünf Sekunden bis eine Minute verhindert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (4) mittels eines Abhebeelements (7, 37) von einer Auflagefläche (5)
der Dichtung (4) am zweiten Gehäuseteil (1) weggedrückt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abhebeelement (7), das zumindest teilweise aus einem temperaturbedingt verformbaren
Material gebildet ist, zum Abheben der Dichtung (4) erwärmt oder gekühlt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Heizeinrichtung (10) zum Erwärmen des Abhebeelements (7) bei einem Öffnen der
Tür (2) eingeschaltet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung (10) beim Schließen der Tür (2) ausgeschaltet wird.
7. Kältegerät zur Ausführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit zwei
beweglich verbundenen Gehäuseteilen, einem Korpus (1) und einer Tür (2), die gemeinsam
einen wärmeisolierten Innenraum begrenzen, einer an einem ersten der Gehäuseteile
(2) befestigten Dichtung (4), die in geschlossener Stellung der Gehäuseteile am anderen,
zweiten Gehäuseteil (1) anliegt und den Innenraum im Wesentlichen luftdicht abschließt,
einem Abhebeelement (7, 37), das in einer ersten Stellung einen dichten Kontakt zwischen
der Dichtung (4) und dem zweiten Gehäuseteil (1) zulässt und in einer zweiten Stellung
bei geschlossener Stellung der Gehäuseteile die Dichtung (4) auf einem Teil ihrer
Länge von dem zweiten Gehäuseteil (1) abhebt, mit einen Antrieb (10, 40) für das Abhebeelement
(7, 37) sowie eine Steuereinrichtung, die nach Erfassen eines Betätigens der Tür (2)
den Antrieb des Abhebeelements (7, 37) zum Abheben der Dichtung (4) ansteuert, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung eingerichtet ist, dass nach einem Schließen der Tür (2) in
geschlossener Stellung der beiden Gehäuseteile der luftdichte Kontakt zwischen der
Dichtung (4) und dem zweiten Gehäuseteil (1) auf einem Teil der Dichtungslänge eine
Zeit lang verhindert wird und anschließend der dichtende Kontakt zwischen der Dichtung
(4) und dem zweiten Gehäuseteil (1) auf diesem Teil der Dichtungslänge wieder hergestellt
wird.
8. Kältegerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Abhebeelement (7,37) in seiner ersten Stellung in einer Ausnehmung (8) des zweiten
Gehäuseteils (1) angeordnet ist, und sich in seiner zweiten Stellung zumindest teilweise
über eine Auflagefläche (5) der Dichtung (4) am zweiten Gehäuseteil (1) erhebt.
9. Kältegerät nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung einen Schalter (31) umfasst, der bei einem Öffnen oder Schließen
der Tür (2) umgeschaltet wird und den Antrieb (10, 40) für das Abhebeelement (7, 37)
ansteuert.
10. Kältegerät nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abhebeelement (7, 37) zumindest teilweise aus einem temperaturbedingt verformbaren
Material, insbesondere einem Bimetall oder einer Formgedächtnislegierung, gebildet
ist.
11. Kältegerät nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Abhebeelements (7) eine Heizeinrichtung (10), insbesondere ein PTC-Heizelement,
umfasst.
12. Kältegerät nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Antrieb (40) für das Abhebeelement (37) um einen mechanischen, elektrischen
oder magnetischen Antrieb (40) handelt.
1. Method for operating a refrigerator with two movably connected housing parts, a carcass
(1) and a door (2), which jointly delimit a heat-insulated interior space (3), and
a seal (4) fastened to a first of the housing parts (2), which seal makes airtight
contact with the other, second housing part (1) in the closed position of the two
housing parts, encompassing a step (a) in which the airtight contact between the seal
(4) and the second housing part (1) is prevented for a period along part of the seal
length in the closed position of the two housing parts, characterised in that the step (a) is effected following a closing of the door (2) and for a specific period
of time and subsequently in a step (b) the sealing contact between the seal (4) and
the second housing part (1) is restored along said part of the seal length.
2. Method according to claim 1, characterised in that the airtight contact between the seal (4) and the second housing part (1) is prevented
for roughly five seconds to a minute in step (a).
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the seal (4) is pressed away from a contact surface (5) for the seal (4) on the second
housing part (1) by means of a lifting element (7, 37).
4. Method according to claim 3, characterised in that the lifting element (7), which is formed at least partly from a temperature-dependent
deformable material, is heated or cooled for the purposes of lifting the seal (4).
5. Method according to one of claims 3 or 4, characterised in that a heating device (10) for heating the lifting element (7) is switched on upon an
opening of the door (2).
6. Method according to claim 5, characterised in that the heating device (10) is switched off upon the closing of the door (2).
7. Refrigerator for carrying out a method as claimed in one of claims 1 to 6, with two
movably connected housing parts, a carcass (1) and a door (2), which jointly delimit
a heat-insulated interior space, a seal (4) fastened to a first of the housing parts
(2), which lies against the other, second housing part (1) in the closed position
of the housing parts and closes off the interior space essentially in an airtight
manner, and a lifting element (7, 37), which allows an impermeable contact between
the seal (4) and the second housing part (1) in a first position and in a second position
lifts the seal (4) along part of its length away from the second housing part (1)
in the closed position of the housing parts, with a drive unit (10, 40) for the lifting
element (7,37) and also a control device which, after capturing an operation of the
door (2), triggers the drive unit of the lifting element (7, 37) for the purposes
of lifting the seal (4), characterised in that the control device is designed such that after a closure of the door (2) the airtight
contact between the seal (4) and the second housing part (1) is prevented for a period
along part of the seal length in the closed position of the two housing parts and
the sealing contact between the seal (4) and the second housing part (1) is subsequently
restored along said part of the seal length.
8. Refrigerator according to claim 7, characterised in that the lifting element (7, 37) is arranged in a recess (8) of the second housing part
(1) in its first position and rises at least partly above a contact surface (5) for
the seal (4) on the second housing part (1) in its second position.
9. Refrigerator according to one of claims 7 or 8, characterised in that the control device encompasses a switch (31) which is changed over upon an opening
or closing of the door (2) and triggers the drive unit (10, 40) for the lifting element
(7, 37).
10. Refrigerator according to one of claims 7 to 9, characterised in that the lifting element (7, 37) is formed at least partly from a temperature-dependent
deformable material, in particular a bimetal or a shape memory alloy.
11. Refrigerator according to one of claims 7 to 10, characterised in that the drive unit for the lifting element (7) encompasses a heating device (10), in
particular a PTC heating element.
12. Refrigerator according to one of claims 7 to 10, characterised in that the drive unit (40) for the lifting element (37) comprises a mechanical, electrical
or magnetic drive unit (40).
1. Procédé d'exploitation d'un appareil frigorifique avec deux parties de carcasse liées
de façon mobile, un corps (1) et une porte (2), qui délimitent conjointement un espace
intérieur calorifuge (3), un joint (4) fixé à une première des parties de carcasse
(2) qui, en position fermée des deux pièces de carcasse, se trouve en contact étanche
à l'air avec l'autre, deuxième partie de carcasse (1), comprenant une étape (a) dans
laquelle, en position fermée des deux parties de carcasse, le contact étanche à l'air
entre le joint (4) et la deuxième partie de carcasse (1) est empêché pendant un laps
de temps sur une partie de la longueur du joint, caractérisé en ce que l'étape (a) s'opère après une fermeture de la porte (2) et pendant un laps de temps
déterminé et ensuite, dans une étape (b) le contact étanche entre le joint (4) et
la deuxième partie de carcasse (1) est rétabli sur cette partie de la longueur du
joint.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le contact étanche à l'air entre le joint (4) et la deuxième partie de carcasse (1)
est empêché à l'étape (a) durant environ cinq secondes à une minute.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le joint (4) est écarté au moyen d'un élément de décollement (7, 37) d'une surface
d'appui (5) du joint (4) sur la deuxième partie de carcasse (1).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de décollement (7), constitué au moins en partie par un matériau thermodéformable,
est chauffé ou refroidi afin de décoller le joint (4).
5. Procédé selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce qu'un dispositif de chauffage (10) pour chauffer l'élément de décollement (7) est activé
lors d'une ouverture de la porte (2).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif de chauffage (10) est désactivé lors de la fermeture de la porte (2).
7. Appareil frigorifique pour l'exécution d'un procédé selon l'une des revendications
1 à 6 avec deux parties de carcasse liées de façon mobile, un corps (1) et une porte
(2), qui délimitent conjointement un espace intérieur calorifuge, un joint (4) fixé
à une première des parties de carcasse (2) qui, en position fermée de la partie de
carcasse, est contigu à l'autre, deuxième partie de carcasse (1) et ferme l'espace
intérieur de façon essentiellement étanche à l'air, un élément de décollement (7,
37) qui permet dans une première position un contact étanche entre le joint (4) et
la deuxième partie de carcasse (1) et décolle dans une deuxième position, en position
fermée de la partie de carcasse, le joint (4) sur une partie de sa longueur par rapport
à la deuxième partie de carcasse (1), avec un actionnement (10, 40) pour l'élément
de décollement (7, 37) ainsi qu'un dispositif de commande qui, après détection d'un
actionnement de la porte (2), active l'actionnement de l'élément de décollement (7,
37) pour le décollement du joint (4), caractérisé en ce que le dispositif de commande est aménagé de sorte qu'après une fermeture de la porte
(2), en position fermée des deux parties de carcasse, le contact étanche à l'air entre
le joint (4) et la deuxième partie de carcasse (1) est empêché durant un laps de temps
sur une partie de la longueur du joint et le contact étanche entre le joint (4) et
la deuxième partie de carcasse (1) est ensuite rétabli sur cette partie de la longueur
du joint.
8. Appareil frigorifique selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de décollement (7, 37) est, dans sa première position, disposé dans un
évidement (8) de la deuxième partie de carcasse (1) et s'élève dans sa deuxième position
au moins en partie sur une surface d'appui (5) du joint (4) sur la deuxième partie
de carcasse (1).
9. Appareil frigorifique selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que le dispositif de commande comprend un commutateur (31) commuté lors d'une ouverture
ou fermeture de la porte (2) et qui commande l'actionnement (10, 40) pour l'élément
de décollement (7, 37).
10. Appareil frigorifique selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que l'élément de décollement (7,37) est au moins en partie constitué en un matériau thermodéformable,
en particulier un bimétal ou un alliage à mémoire de forme.
11. Appareil frigorifique selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que l'actionnement de l'élément de décollement (7) comprend un dispositif de chauffage
(10), en particulier un élément chauffant PTC.
12. Appareil frigorifique selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que l'actionnement (40) pour l'élément de décollement (37) est un actionnement (40) mécanique,
électrique ou magnétique.