[0001] Die Erfindung betrifft eine Rasierklingeneinheit für einen Rasierapparat mit den
im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Aus der
DE 295 11 444 U1 ist ein Nassrasierer mit einem Handgriff und einem mit dem Handgriff fest oder lösbar
verbundenen Rasierapparatekopf bekannt, bei dem der Handgriff ein sich in Richtung
des Rasierapparatekopfes verbreiterndes Vorderteil, ein schmales als Griffleiste ausgebildetes
Übergangsteil und ein in Form eines langgezogenen Tropfens gebildetes Griffteil aufweist,
das mindestens eine in Längs- und Querrichtung gewölbte, sich an die Handinnenseite
beim Festhalten der Griffleiste mittels Daumen und Zeigefinger angelegte Oberflächenausbildung
aufweist. Der Handgriff mit Vorderteil ist aus Kunststoff einteilig gefertigt und
nichtelastisch ausgebildet. Zur Unterstützung der Greif- und Haltefunktion mittels
Daumen und Zeigefinger sind in einer Variante an der Oberseite des Übergangsteils
Aussparungen vorgesehen, die sich bis in das Vorderteil des Handgriffes erstrecken.
Die Aussparungen, die bestimmte Konturen aufweisen, sind mit einem weichen, griffigen
Werkstoff gefüllt. Eine Federfunktion kommt dieser Einlage nicht zu.
[0003] Aus der
DE 696 11 838 T2, von der die Erfindung ausgeht, ist ein Wegwerfrasierer, enthaltend einen Griff,
eine Klingeneinheit mit mindestens einer Klinge und eine elastische Verbindung zwischen
Griff und der Klingeneinheit, bekannt. Die elastische Verbindung ist als bogenförmige
Linie zwischen dem Griff und der Klingeneinheit ausgeformt, wobei die Klingeneinheit
so an der elastischen Verbindung befestigt werden kann, dass mindestes eine Klinge
in einer Ebene positioniert wird, die senkrecht zu einer parallel zur bogenförmigen
Linie der elastischen Verbindung verlaufenden Ebene verläuft. Die elastische Verbindung
ist in Form einer doppelt bogenförmigen Linie realisiert, wobei die Verbindung das
gleiche Material wie der Griff enthält und in einer Variante ein zweites Material
mit einer zweiten Federcharakteristik. Die Verbindung ist sehr komplex ausgebildet
und gestattet eine federelastische Wirkung über den Bogen vorwärts und rückwärts.
[0004] Die
DE 299 21 556 U1 gibt einen Nassrasierer mit verlängertem Griff an, bei dem zwischen der Rasierebene
und der Grifflängsachse ein Winkel vorgegeben ist, der so dimensioniert ist, dass
eine Rasur auch bei einem kleinen Abstand von führender Hand und Rasierfläche in einem
bestimmten Winkelbereich ermöglicht wird. Ein federelastischer Übergangsteil ist hier
nicht vorgesehen.
[0005] Aus der
DE-AS 12 70 446 ist ein Nassrasierer mit seitlich ansetzbarem Injektor mit auswechselbarer Klinge
bekannt, wobei die Klinge zwischen einem starren oberen und einer federnd an die erstere
angepressten, unteren Klingenspannplatte gehalten ist und die starre obere Klingenspannplatte
in einen Griffteil ausläuft. Die Anpressung der unteren Klingenspannplatte gegen die
obere erfolgt durch einen zweiten Griffteil, dessen mit der Klingenspannplatte unmittelbar
zusammenwirkende Teil als elastisch deformierbares Element ausgebildet ist, wobei
eine Griffhülse die beiden Griffteile gemeinsam umschließt und zusammenhält. An den
zusammenwirkenden Flächen der Griffteile und der Griffhülse sind Verriegelungselemente
vorgesehen. Die federnde Klingenspannplatte dient ausschließlich zur Fixierung der
Klinge, nicht zur flexiblen Lagerung des Klingenhalters an dem Griff. Der Griff und
die obere Klingenspannplatte sind starr ausgebildet und nicht flexibel miteinander
gekoppelt.
[0006] Aus der
US 4,413,411 ist eine Rasierklingeneinheit mit einem Klingenträger bekannt, an dem ein Aufrastverbinder
aufgebracht ist, der auf einen Rastzapfen an einem Griff aufrastbar ist. Durch ein
auf den Griffteil aufgesetzten Schieber lässt sich der Aufrastteil von der Rastverbindung
wieder abschieben.
[0007] Aus der
EP 0 357 820 A1 ist eine Rasierklingeneinheit mit einem Klingenträger bekannt, der mittels einer
Formfeder an einem Griff durch Einstecken in eine Lagerkammer gehalten ist. Während
des Rasiervorganges ist die Rasierklingeneinheit nach hinten entgegen der Kraft einer
weiterhin am Griff vorgesehenen Nulllagenfeder verschiebbar.
[0008] Aus
GB 2 030 909 A ist eine Rasierklingeneinheit gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 bekannt.
[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde,
eine Rasierklingeneinheit bereit zu stellen, die einen integrierten Gelenkabschnitt
aufweist, welcher während der Rasur eine Anpassung des Winkels zwischen Hauptberührungsebene
und Handgriff des Rasierapparates ermöglicht. Die dabei wirkende Federcharakteristik
soll über die Materialauswahl und die Formgebung einzelner Komponenten des Gelenkabschnitts
einstellbar sein, wobei die Herstellung der Rasierklingeneinheit in wenigen Verfahrensschritte
einfach möglich sein soll.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Rasierklingeneinheit.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen im Einzelnen
angegeben.
[0012] Gemäß der Lehre nach Anspruch 1 bilden Steckverbindungsteil, Klingenträger und der
Verbindungsteil eine Einheit. Diese Einheit wird in bekannter Weise aus Kunststoff
im Spritzverfahren in einer Form hergestellt, wobei das Verbindungsteil quasi in Form
eines Filmscharniers selbst aber derartig flexibel ist, dass es die für die Rasur
notwendige Festigkeit zur Kraftübertragung von dem Handgriff auf den Klingenträger
nicht aufweist, sondern praktisch nur eine Verbindungsfunktion hat. Es dient lediglich
zur statischen Verbindung, ohne die Federcharakteristik wesentlich zu bestimmen. Die
Federcharakteristik wird durch eine Verstärkung des Verbindungsteils durch eine weitere
federnde Kunststoffkomponente erreicht, die vorzugsweise aus einem geschäumten Kunststoff
bzw. aus einem solchen mit elastischer Struktur besteht. Das Verbindungsteil kann
dabei ein- oder mehrseitig eingebettet oder aber auch vollständig umschlossen sein.
Grundsätzlich kann die Kunststoffkomponente an der Oberseite oder an der Unterseite
des Verbindungsteils vorgesehen sein. In jedem Fall muss sie das Verbindungsteil einfassen,
hieran haften und den Klingenträger mit dem Steckverbindungsteil verbinden. Dies erfolgt
durch Einbringung des Kunststoffes in eine Form, die diesen Übergangsbereich umschließt,
mittels Zweikomponentenspritzverfahrens. Die Kunststoffkomponente kann, da hier ein
Kunststoff mit Netzstruktur verwendet werden kann, relativ großflächig und/oder volumig
aufgetragen werden. Der Übergangsbereich als solcher kann formangepasst, in den Ansatz
am Klingenträger und in dem Steckverbindungsteil übergehen und haftet daran, wobei
gleichzeitig die gewünschte Biege- und Federcharakteristik garantiert ist. Die Hauptberührungsebene
der Rasierklingeneinheit an der Rasierfläche, z.B. der Wange eines Gesichts, verläuft
dabei durch Ausgestaltung des Übergangsteils in einem spitzen Winkel zum Handgriff.
Der Handgriff ist ergonomisch ausgeformt und kann auch relativ kurz ausgebildet sein,
so dass auch der Übergangsteil und/oder der Steckverbindungsteil als Haltegriff mit
genutzt werden können. Der Steckverbindungsteil weist im Endabschnitt zweckmäßigerweise
eine äußere Kontur auf, die dem sich anschließenden Griffteil entspricht, so dass
ein fließender Übergang gegeben ist. In dem Steckverbindungsteil kann eine sacklochförmige
Aufnahme für ein Kupplungsteil eingebracht sein oder in Verlängerung alternativ ein
Kupplungsansatz vorstehen, der in eine entsprechende sacklochförmige Aufnahme im Handgriff
einführbar ist. Aus fertigungstechnischen Gründen, insbesondere um die Rasierklingeneinheit
in Blisterverpackungen oder anderen Verpackungen in Reihe als auswechselbare Rasierklingeneinheiten
bei geringem Raumbedarf verpacken zu können, sollte die sacklochförmige Aufnahme im
Steckverbindungsteil eingearbeitet sein und das zapfenförmige Kupplungsteil sich am
Handgriff befinden.
[0013] Durch die Kunststoffkomponente weist das verstärkte Verbindungsteil eine definierte
Biege- und Federcharakteristik in mindestens eine Achsenrichtung auf. Die flexible
Kunststoffkomponente kann sich infolge eines über den Griff ausgeübten Momentes in
mathematisch positiver Wirkungsrichtung in Bezug auf die Hauptberührungsebene der
Rasierklingeneinheit an der Rasurfläche dehnen und durch Momente in mathematisch negativer
Wirkungsrichtung stauchen. Wenn sich die Kunststoffkomponente unterhalb oder im Wesentlichen
unterhalb des Verbindungsteils befindet und praktisch den spitzen Winkel zwischen
Handgriff und Klingenträger ausfüllt, erfolgt durch Dehnung und Stauchung der Aufbau
einer Federwirkung, wodurch die Rasierklingeneinheit der Kontur der zu rasierenden
Fläche im Wesentlichen folgt und ein gewünschter gleich bleibender Schneidwinkel zwischen
Rasierklinge und Rasierfläche sichergestellt ist.
[0014] Der Klingenträger ist gegenüber dem Steckverbindungsteil relativ breit ausgebildet.
Die Breite beträgt ca. 25 bis ca. 40 mm, während die Breite des Steckverbindungsteils
nur ca. 8 mm bis ca. 10 mm beträgt. Der Verbindungsteil selbst kann eine Breite von
wenigen mm aufweisen oder aber auch als Biegestab ausgebildet sein. Dieser Biegestab
ist in alle Richtungen auslenkbar und von der flexiblen Kunststoffkomponente mindestens
einseitig umgeben. Die Kunststoffkomponente erstreckt sich bis zum Ansatz am Klingenträger
und weist eine derartige Querschnittsform und Masse auf, dass eine federelastische
Abbiegung der Rasierklingeneinheit gegenüber dem Handgriff mindestens in einer Achsenebene
X möglich ist.
[0015] Die Handlichkeit und die federnde Charakteristik wird von der relativ großvolumigen
federnden Kunststoffkomponente bestimmt. Der Verbindungsteil kann auch, je nach Ausbildung
des Klingenträgers, vollständig von der Kunststoffkomponente umgeben sein. Ferner
sollte durch die Formgebung der Kunststoffkomponente der Federweg und die Federcharakteristik
in seitlicher Richtung nur einen kurzen Schwenkweg ermöglichen, in Vor- und Rückwärtsbewegung
einen größeren Schwenkweg. Durch die gegebene Flexibilität und durch die winklige
Anordnung von Klingenträger und Handgriff ist sichergestellt, dass die Abhängigkeit
zwischen der Kontur der zu rasierenden Fläche und der Bewegungsbahn des Benutzers
optimiert ist.
[0016] Es hat sich gezeigt, dass der verwendete Kunststoff für die Herstellung der flexiblen
Kunststoffkomponente auch als Schaumkante an der Klingeneinheit verwendet werden kann.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist deshalb vorgesehen, dass in den Klingenträger
mindestens ein Kanal eingebracht ist, und zwar durchgehend, der an der Vorderseite
des Klingenträgers im Bereich der unteren Kante in einer Quernut oder in mehreren
parallelen Quernuten mündet. Beim Zweikomponentenspritzgießverfahren kann dadurch
der eingebrachte zweite Kunststoff den oder die Kanäle durchdringen und sich in der
oder den Quernuten zu einer gewünschten profilierten Schaumkante ausbilden. Es versteht
sich, dass das Werkzeug entsprechende Aufnahmen und Ausnehmungen aufweisen muss. In
ein und demselben Fertigungsgang können eine gewünschte Schaumkante und die gewünschte
Kunststofffeder am Verbindungsteil hergestellt werden.
[0017] Um eine verdrehsichere Steckverbindung zwischen Steckverbindungsteil und Kupplungsteil
herzustellen, sollten die Lageröffnungen bzw. der Lageransatz oder das Kupplungsteil
angepasste Querschnitte aufweisen, die quadratisch, rechteckförmig, polygon, elliptisch
oder eine andere asymmetrische Form aufweisend ausgebildet sein können. Soll auf die
Auswechselbarkeit verzichtet werden, beispielsweise bei Einmalrasierern, ist eine
Trennung vom Handgriff nicht erforderlich. Für diesen Fall ist vorgesehen, dass der
Handgriff des Rasierapparates und die Klingeneinheit einteilig hergestellt werden,
also eine unlösbare Verbindung besteht. Das Steckverbindungsteil kann einteilig in
einen angeformten Handgriff übergehen.
[0018] Für die lösbare Befestigung bieten sich diverse konstruktive Ausgestaltungen des
Steckverbindungsteils und Kupplungsteils an. An dem Kupplungsteil oder in der asymmetrischen
Lagerungsöffnung des Steckverbindungsteils können elastische Formfedern oder andere
federnde Mittel eine Steckverrastung bilden, zusammenwirkend mit einer Ausnehmung
am korrespondierenden Gegenstück. Die Rastverbindung kann entweder durch erhöhte Abzugskräfte
oder durch Entriegelung mittels eines auf die federnden Mittel drückbaren Entriegelungsmittels
wieder auflösbar sein. Diese Entriegelung lässt sich beispielsweise realisieren, indem
in einer Wand des Steckverbindungsteils ein Rastdurchbruch vorgesehen ist, in den
ein oder mehrere federbelastete Rastansätze als federndes Mittel an dem Kupplungsteil
eingreifen, die um ein definiertes Maß in das Kupplungsteil eindrückbar bzw. zurückdrängbar
sind und ein Abziehen des Verbindungsansatzes im niedergedrückten oder zurückgedrängten
Zustand gestatten. Bei einer derartigen Verbindung kann das Kupplungsteil ein an den
Handgriff angeformter U-förmiger oder rahmenförmig ausgebildeter Ansatz sein, dessen
eine Wand gegenüber der anderen gegenüberliegenden mindestens um ein definiertes Maß
gegen die eigene Federkraft niederdrückbar ist, wobei an der Oberseite der niederdrückbaren
Wand der Rastansatz angeformt ist. Dabei kann beabstandet zum Rastansatz am Handgriff
in einem Durchbruch eine Entriegelungstaste gelagert sein oder ein Schiebeknopf einer
Schiebeentriegelungseinrichtung hinter dem Steckverbindungsteil als Aufschubteil auf
den Kupplungsteil aufgeschoben sein, durch deren Betätigung die Wand oder der federnde
Schenkel niederdrückbar ist bzw. der Steckverbindungsteil vorschiebbar ist, wodurch
der Rastansatz aus der Ausnehmung gleitet und das Steckverbindungsteil abziehbar ist.
Alternativ kann die Rastverbindung durch mindestens eine elastische Noppe gebildet
sein, die in eine Ausnehmung oder einen Durchbruch des Gegenstückes eingreift und
so ausgebildet ist, dass durch erhöhte Abzugskräfte die Verbindung zwischen dem Kupplungsteil
des Handgriffs und dem Steckverbindungsteil lösbar ist.
[0019] Die Klingeneinheit kann in bekannter Weise mehrere Klingen aufweisen, ferner seitliche
Führungs- und Begrenzungsrahmen. Der Klingenträger kann aus zwei Gehäuseteilen bestehen,
die miteinander kraft- oder formschlüssig verbunden sind, z.B. durch Rast- oder Schweißverbindungen,
Verkleben und dergleichen. Die Klingen können auf Distanzteilen vormontiert und in
entsprechend vorgesehene seitliche oder kopfseitige Öffnungen eingeschoben werden.
Es ist aber auch möglich, die Rasierklingen direkt am Rasierklingenträger durch Einspritzen
zu befestigen. Ferner kann auch in bekannter Weise an der oberen Querkante des Gehäuses
bzw. des Klingenträgers eine Gleitschicht oder ein Gleitstreifen eingebracht sein.
Das Gleitmaterial kann mit oder ohne medizinischen Wirkstoffzusätzen, insbesondere
antibakteriellen Stoffen, ausgebildet sein.
[0020] Die Kunststoffkomponente kann den Handgriff als Griffverstärkungskomponente mindestens
abschnittsweise umschließen und dabei mindestens seitliche Lagerausbuchtungen zum
Festhalten des Handgriffes aufweisen.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Teilschnittzeichnung
ergänzend erläutert.
[0022] Die einzige Figur zeigt einen Klingenträger 1 mit einem rückseitig querverlaufenden
Ansatz 9, der sich zur Mitte hin verjüngt und in den relativ schmalen Verbindungsteil
6 übergeht, dem sich ein Steckverbindungsteil 3 anschließt. Diese Kombination ist
einteilig ausgeführt und aus einem ersten Kunststoff gefertigt. Der Klingenträger
1 weist darüber hinaus Lagerstellen für z.B. drei Rasierklingen 2 sowie seitliche
Rahmenteile 17 auf. Bei anderer Ausgestaltung kann der Klingenträger 1 für eine und/oder
mehrere Rasierklingen 2 ausgelegt sein. Die Rasierklingen 2 stehen aus der Hauptberührungsebene
8 hervor. Diese verläuft in einem relativ spitzen Winkel α, nahezu parallel zur Längsachse
des Handgriffs 5, von dem nur der obere Teil dargestellt ist. Durch diese Anordnung
ist eine optimale Abhängigkeit zwischen der Kontur der zu rasierenden Fläche und der
Bewegungsbahn des Benutzers gegeben. Jede andere Winkeleinstellung und auch Anbindungsverschiebungen
von unten nach oben sind in Abhängigkeit vom vorgesehenen Einsatz möglich.
[0023] Wie aus der Zeichnung ferner ersichtlich ist, weist der Verbindungsteil 6 eine Verjüngung
auf, so dass quasi ein Filmscharnier gegeben ist, das eine relative Biegebewegung
des Klingenträgers 1 gegenüber dem Steckverbindungsteil 3 - in Abhängigkeit von der
Breite - mindestens in zwei Achsebenen (X, Y) ermöglicht. Um nun die gewünschte Federcharakteristik
und Biegefähigkeit sicherzustellen, ist in eine Lagerungsausnehmung im Ansatz 9 beginnend,
über den Verbindungsteil 6 verlaufend und sich mit der Innenseite des Steckverbindungsteils
3 verbindend, eine Kunststoffkomponente 7, z.B. eine TPE-Komponente, im Zweikomponentenspritzgießverfahren,
eingebracht. Die Breite und die Form sowie die Materialeigenschaften des verwendeten
Materials dieser Kunststoffkomponente 7 bestimmen die Federcharakteristik des kombinierten
Verbindungsteils 6, 7. Das kombinierte Verbindungsteil 6, 7 ist im unteren Bereich
an dem Klingenträger 1 angesetzt, so dass bei der Rasur eine Kraftwirkung in gewünschter
Weise gegeben ist und, je nach Stellung des Handgriffs 5 eine gewünschte Anlage der
Hauptberührungsebene 8 mit den Rasierklingen 2 auf der Rasieroberfläche gegeben ist.
[0024] In den Klingenträger 1 sind im unteren Bereich nahe der unteren Kante 10 Durchgangskanäle
(Kanäle 11) eingebracht, durch die beim Zweikomponentenspritzverfahren das Material
der Kunststoffkomponente 7 in eine vorgesehene Quernut (Nut 12) einfließen kann. Durch
die verwendete Form beim Einbringen ist es somit möglich, in der Quernut 12 zugleich
auch eine profilierte Schaumkante aus dem gleichen Material aufzubauen.
[0025] Die Befestigung des Steckverbindungsteils 3 an dem Handgriff 5 erfolgt durch Einführen
eines formangepassten, elastisch federnden Kupplungsteils 4 am Handgriff 5 in eine
sacklochförmige Ausnehmung 13 im Steckverbindungsteil 3. Das Kupplungsteil 4 ist zweckmäßigerweise
aus Kunststoff und z.B. einteilig aus dem Handgriff 5 vorstehend gefertigt und besteht
im Ausführungsbeispiel aus zwei federnden Wänden, die im Wesentlichen parallel verlaufen
und obenseitig über eine Querwand miteinander verbunden sind. Die eine Wand weist
einen nach außen vorstehenden Rastansatz 14 auf, der in eine Rastausnehmung 15 in
der oberen Wand des Steckverbindungsteils 3 eingreift. Das Steckverbindungsteil 3
ist von dem Kupplungsteil 4 abziehbar oder herunterschiebbar. Zum leichteren Herunterschieben
ist eine Schiebeentriegelung mit einem obenseitig vorstehenden Schiebeknopf 16 vorgesehen,
der z.B. mit dem Daumen nach oben schiebbar ist. Die Schiebedruckfläche untergreift
dabei die Stirnkante des Steckverbindungsteils 3 und schiebt diesen nach oben bei
gleichzeitiger Verdrängung des Rastansatzes 14 aus der Rastausnehmung 15. Zu diesem
Zweck weist der Rastansatz 14 Auflaufschrägen auf, die mit den Kanten der Rastausnehmung
15 sowie beim Aufstecken mit der Innenkante der oberen Wand des Steckverbindungsteils
3 zusammenwirken.
[0026] Ferner ist die obere Wand des Kupplungsteils 4 durch Formgebung federelastisch ausgeführt.
Der Vorschubhub des Schiebeknopfes 16 wird durch eine Anschlagsführung bzw. durch
Führungsausnehmungen 18 an den Wänden des Kupplungsteils 4 begrenzt, in denen Anschläge
19 geführt sind. Alternativ kann eine Ausführung des Steckansatzes mit einer Auswurffunktion
vorgesehen sein.
1. Rasierklingeneinheit mit einem Klingenträger (1) mit mindestens einer Rasierklinge
(2), welche über ein Steckverbindungsteil (3) vorzugsweise lösbar an einem Handgriff
(5) anbringbar ist, wobei das Steckverbindungsteil (3) und der Klingenträger (1) über
ein Verbindungsteil (6) miteinander verbunden sind, wobei das Verbindungsteil (6)
eine Verjüngung aufweist, so dass es in Form eines Filmscharniers ausgebildet ist,
welches ein Verschwenken des Klingenträgers (1) gegenüber dem Steckverbindungsteil
(3) derart gestattet, dass der Winkel α zwischen einer durch den Klingenträger (1)
verlaufenden Hauptberührungsebene (8) und der Längachse des Handgriffs (5) veränderbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckverbindungsteil (3) und der Klingenträger (1) weiterhin über eine Kunststoffkomponente
(7) verbunden sind, wobei die Breite und die Form sowie die Materialeigenschaften
des verwendeten Materials der Kunststoffkomponente (7) die Federcharakteristik der
Verbindung zwischen Steckverbindungsteil (3) und Klingenträger (1) bestimmten.
2. Rasierklingeneinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Kunststoffkomponente (7) das Verbindungsteil (6) ein- oder mehrseitig
umfasst.
3. Rasierklingeneinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (6) mittig, bezogen auf die Breite des Klingenträgers (1) an
diesem angeordnet ist.
4. Rasierklingeneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (6) wesentlich schmaler als die Breite des Klingenträgers (1)
ausgebildet ist.
5. Rasierklingeneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Klingenträger (1) mindestens einen Kanal (11) aufweist, der in mindestens eine
quer verlaufende Nut (12) an der Vorderseite des Klingenträgers (1) im Bereich der
unteren Kante (10) mündet, wobei während der Ausbildung der flexiblen Kunststoffkomponente
(7) der Kunststoff durch diesen Kanal (11) in diese Nut (12) gespritzt wird, um dort
eine flexible Schaumkante zu bilden.
6. Rasierklingeneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die flexible Kunststoffkomponente (7) beginnend in einer Lagerausnehmung im
Klingenträger (1) über das Verbindungsteil (6) bis zum Steckverbindungsteil (3) erstreckt
und an diesen Teilen stoffschlüssig anhaftet.
7. Rasierklingeneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckverbindungsteil (3) lösbar mit einem formangepassten Kupplungsteil (4) des
Handgriffs (5) verbindbar ist.
8. Rasierklingeneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Klingenträger (1), das Steckverbindungsteil (3) und das Verbindungsteil (6) einstückig
aus einem ersten Kunststoff bestehen, während die federnde Kunststoffkomponente (7)
aus einem weiteren elastischen Kunststoff besteht, wobei diese Kunststoffteile im
Zweikomponentenspritzverfahren erzeugt werden.
1. Razor blade unit with a blade holder (1) with at least one razor blade (2), which
is attachable at a handle (5) by a plug connecting element (3) preferably removable,
whereas the plug connecting element (3) and the blade holder (1) are connected by
a connecting element (6), whereas the connecting element (6) has a taper, so that
it is configured in the form of a film hinge which allows pivoting of the blade holder
(1) towards the plug connecting element (3) in that way that the angle α between a
main contact plane (8) running through the blade holder (1) and the roll axis of the
handle (5) is variable, characterized in that the plug connecting element (3) and the blade holder (1) are still connected by la
plastic component (7), whereas the width and form as well as the material properties
of the used material of the plastic component (7) determine the resilient characteristic
of the connection between plug connecting element (3) and blade holder (1).
2. Razor blade unit according to claim 1, characterized in that the resilient plastic component (7) encompasses the connecting element (6) on one
or more sides.
3. Razor blade unit according to claim 1 or 2, characterized in that the connecting element (6) is with regard to the width of the blade holder (1) centrically
arranged at this blade holder.
4. Razor blade unit according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the connecting element (6) is designed considerably narrower than the width of the
blade holder (1).
5. Razor blade unit according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the blade holder (1) comprises at least one channel (11) which opens into at least
one traverse groove (12) on the front side of the blade holder (1) in the region of
the lower edge (10), whereas the plastic is injected through this channel (11) into
this groove (12) while forming the flexible plastic component (7), as to form a flexible
foam edge there.
6. Razor blade unit according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the flexible plastic component (7) ranges from a recess in the blade holder (1) over
the connecting element (6) to the plug connecting element (3) and is adhered at these
parts by material engagement.
7. Razor blade unit according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the plug connecting element (3) is removable attachable with a form-fitted coupling
element (4) of the handle (5).
8. Razor blade unit according to one of the claims 1 to 7, characterized in that the blade holder (1), the plug connecting element (3) and the connecting element
(6) consist in one piece of a first plastic, while the resilient plastic component
(7) consists of a further flexible plastic, whereas these plastic parts are manufactured
in a two-component injection moulding.
1. Cartouche de rasoir avec un support de lame (1) comportant au moins une lame de rasoir
(2), qui par l'intermédiaire d'une pièce de connexion par enfichage (3) est susceptible
de se monter de préférence de façon amovible sur une poignée (5), la pièce de connexion
par enfichage (3) et le support de lame de rasoir (1) étant reliés l'un à l'autre
par une pièce de liaison (6), la pièce de liaison (6) comportant un rétrécissement,
de sorte à être conçue sous la forme d'une charnière film, qui admet un pivotement
du support de lame (1) par rapport à la pièce de connexion par enfichage (3), de telle
sorte que l'angle α entre un plan de contact principal (8) s'étendant à travers le
support de lame (1) et l'axe longitudinal de la poignée (5) soit variable, caractérisée en ce que la pièce de connexion par enfichage (3) et le support de lame (1) sont reliés par
ailleurs par un composant en matière plastique (7), la largeur et la forme, ainsi
que les caractéristiques matérielles du matériau utilisé pour le composant en matière
plastique (7) déterminant la caractéristique de ressort de la liaison entre la pièce
de connexion par enfichage (3) et le support de lame (1).
2. Cartouche de rasoir selon la revendication 1, caractérisée en ce que le composant en matière plastique faisant ressort (7) entoure la pièce de liaison
(6) sur un côté ou sur plusieurs côtés.
3. Cartouche de rasoir selon la revendication 1 où 2, caractérisée en ce que la pièce de liaison (6) est disposée au centre du support de lame (1), par rapport
à la largeur de ce dernier.
4. Cartouche de rasoir selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la pièce de liaison (6) est conçue en étant nettement plus étroite que la largeur
du support de lame (1).
5. Cartouche de rasoir selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le support de lame (1) comporte au moins un canal (11), qui débouche dans au moins
une rainure (12) s'étendant à la transversale sur la face avant du support de lame
(1) dans la zone de l'arête inférieure (10), pendant la réalisation du composant flexible
en matière plastique (7) la matière plastique étant injectée à travers ce canal (11)
dans ladite rainure (12) pour y former une arête en mousse flexible.
6. Cartouche de rasoir selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le composant flexible en matière plastique (7) s'étend en commençant dans un évidement
de logement dans le support de lame (1) par dessus la pièce de liaison (6) jusqu'à
la pièce de connexion par enfichage (3) et adhère par liaison de matière sur lesdites
pièces.
7. Cartouche de rasoir selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la pièce de connexion par enfichage (3) est susceptible d'être reliée de façon amovible
sur une pièce d'accouplement (4) de forme adaptée de la poignée (5).
8. Cartouche de rasoir selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le support dé lame (1), la pièce de connexion par enfichage (3) et la pièce de liaison
(6) sont composées en monobloc d'une première matière plastique, alors que le composant
en matière plastique faisant ressort (7) est composé d'une autre matière plastique
élastique, lesdites pièces en matière plastique étant créées par procédé d'injection
à bi-composants.