[0001] Die Erfindung betrifft eine Pressvorrichtung, wie sie im Oberbegriff des Anspruches
1 beschrieben ist.
[0002] Aus der
AT 002 586 U1 ist eine Produktionsanlage für mehrlagige, plattenförmige Bauteile, insbesondere
aus einem Holzwerkstoff, aus Profilen, etc. mit einer tischförmigen Pressvorrichtung
und einer Erwärmungseinrichtung für die Bauteile bekannt. In einem Untergestellt der
Pressvorrichtung ist eine, zur Auflagerung der Bauteile ausgebildete Druckplatte in
zu einer Aufstandsfläche senkrechten Richtung gegen ein, in einer vorbestimmbaren
Distanz positionierbares Pressenwiderlager verstellbar gelagert. Ein Verstellantrieb
ist durch einen mit einem Druckmedium unter Druck zu setzenden Schlauch gebildet auf
dem die Druckplatte aufgelagert ist. Um den Aushärtevorgang von Kleberschichten zu
beschleunigen sind als Erwärmungseinrichtung über eine Fläche des Pressenwiderlagers
verteilt angeordnete Mikrowellenerzeuger vorgesehen.
[0003] Aus einem weiteren Dokument,
DE 37 02 679 A1, ist eine Pressvorrichtung zum Verpressen eines mehrschichtigen, plattenförmigen
Bauteils bekannt. Unter Ausbildung eines Zwischenraums zur Aufnahme des zu verpressenden
Bauteils wird die untere Pressenplatte von einer oberen Pressenplatte überdeckt, die
entgegen der Kraft von Federstützbeinen, in der die Distanz ausbildenden Lage, die
ein Einschieben des zu verpressenden Bauteils ermöglicht, gehalten. Ein mit der unteren
Pressenplatte verbundener Pressenrahmen überspannt die Anordnung der unteren und oberen
Pressenplatte. Zur Aufbringung einer Presskraft auf die obere Pressplatte und damit
auf den Bauteil sind zwischen der oberen Pressplatte und dem überspannenden Pressenrahmen
mit einem Druckmedium unter Druck zu setzende elastisch verformbare Rohre oder Schläuche
als Druckelemente vorgesehen.
[0004] Aus dem Dokument
EP 0 712 717 B1 ist eine pneumatische Plattenpressvorrichtung, bestehend aus einem Rahmen mit einer
feststehenden, im Rahmen befestigten oberen Pressplatte und einer im Rahmen linear
geführt und relativ zur oberen Pressplatte verstellbaren unteren Pressplatte bekannt.
Die untere Pressplatte wird über eine Mehrzahl von mit einem Druckmedium beaufschlagten,
elastischen Druckrohren, Schläuchen etc. betätigt, wobei die Druckrohre in einer mehretagigen
Anordnung und durch Zwischenplatten voneinander getrennt in Pressengestell vorgesehen
sind, wodurch ein Zwischenraum zwischen der unteren und der oberen Pressenplatte an
unterschiedliche Bauteildicken angepasst werden kann.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es eine Pressvorrichtung zu schaffen, mit der eine Profilgebung
an einem Rohteil aus Massivholz bei kurzer Presszeit durch eine Erhöhung der plastischen
Verformungseigenschaften erreicht wird.
[0006] Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die im Kennzeichenteil des Anspruches 1 wiedergegebenen
Merkmale erreicht. Der überraschende Vorteil dabei ist, dass für einen Erwärmungsvorgang
eines durch einen Verdichtungsvorgang durch Pressen umzuformenden Rohteils aus ein-
oder mehrlagigem Massivholz ein wirtschaftlicher Energieeinsatz durch einen hohen
Wirkungsgrad erreicht wird und die Wärmeverteilung über eine Fläche des Rohteils gleichmäßig
erfolgt und wodurch eine hohe und für in Serien zu fertigende Holzelemente gleich
bleibende Umformqualität bei wirtschaftlicher Fertigung erreicht wird.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 2 bis 4 gekennzeichnet, wodurch
eine auf vorgegebene Einsatzbereiche optimierbare Ausbildung erreicht wird.
[0008] Gemäß der in den Ansprüchen 5 bis 7 gekennzeichneten vorteilhaften Ausbildung wird
ein hoher Anteil der vom Mikrowellenerzeuger ausgehenden Mikrowellenstrahlung effektiv
für die Erwärmung eines Rohteils genutzt.
[0009] Vorteilhaft sind auch Ausbildungen wie sie in den Ansprüchen 8 bis 10 beschrieben
sind wodurch ein Leitemetzwerk zwischen den Leitmitteln der Leitelemente erreicht
wird wodurch eine hohe Energienutzung erreicht wird.
[0010] Möglich ist dabei eine Ausbildung nach Anspruch 11, mit dem Vorteil eines modulartigen
Aufbaus der Mikrowellen-Leiteinrichtung und damit deren wirtschaftlichen Fertigung.
[0011] Es sind aber auch die Ausbildungen, wie in den Ansprüchen 12 und 13 beschrieben von
Vorteil, weil ein einfacher Aufbau erreicht wird und damit der Montageaufwand reduziert
wird und ein ungehinderter Durchtritt der Mikrowellenstrahlung ohne wesentliche Leistungsminderung
erreicht wird.
[0012] Vorteilhaft sind aber auch die Ausbildungen nach den Ansprüchen 14 und 15, wodurch
ein Mikrowellen-Aktivraum von exakt definierbarer Größe festgelegt ist.
[0013] Möglich ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 16, weil damit unterschiedlich geformte
Paneele, Profile aus verdichtetem Holzwerkstoff herstellbar sind.
[0014] Durch die im Anspruch 17 beschriebene vorteilhafte Weiterbildung wird eine Zufuhr
oder Abfuhr von den Umformvorgang wesentlich beeinflussenden Faktoren, insbesondere
des Feuchtigkeitsgehaltes des umzuformenden Rohteils erreicht.
[0015] Durch die in den Ansprüchen 18 und 19 beschriebenen vorteilhaften Ausbildungen werden
weitere Abschirmmaßnahmen eingespart.
[0016] Die im Anspruch 20 beschriebene vorteilhafte Ausbildung vereinfacht die Manipulation
bei der Beschickung des Pressenraumes und der Entnahme des gefertigten Elements und
wird dadurch die Pressenbedienung vereinfacht und Manipulationszeit eingespart.
[0017] Möglich ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 21, durch die größere Öffnungsweiten
erzielbar sind.
[0018] Möglich ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 22, wodurch die Pressvorrichtung
an durch unterschiedliche Dimensionen von Rohteilen gestellten Anforderungen anpassbar
ist.
[0019] Gemäß der im Anspruch 23 beschriebenen vorteilhaften Ausbildung wird eine Umformqualität
mit geringen Fertigungstoleranzen bei Aufbringung hoher Presskräfte erreicht.
[0020] Gemäß der im Anspruch 24 beschriebenen vorteilhaften Weiterbildung wird eine Verstellbarkeit
der Höhe des Pressenraumes, ohne aufwendigen Tausch von Vorrichtungskomponenten, erreicht.
[0021] Eine vorteilhafte Ausbildung beschreibt auch Anspruch 25, wodurch ein kostengünstiger
und technisch hochwertiger Antrieb erreicht ist.
[0022] Möglich ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 26, mit der elektrisch betriebener
Antrieb erreicht wird.
[0023] Gemäß der im Anspruch 27 beschriebenen vorteilhaften Ausbildung, wird eine exakte
Positionierung der Pressmatrize im Pressenobergestell und eine für einen störungsfreien
Langzeitbetrieb geeignete Führungsanordnung erreicht.
[0024] Mit der im Anspruch 28 gekennzeichneten vorteilhaften Ausbildung der Antriebsvorrichtung
wird ein verschleißarmes und damit für einen störungsfreien Langzeitbetrieb geeignetes
Stellmittel erreicht.
[0025] Es ist aber auch eine Ausbildung nach Anspruch 29 vorteilhaft, womit ein großer Verstellweg
für die Pressmatrize erreicht wird.
[0026] Gemäß der im Anspruch 30 gekennzeichneten vorteilhaften Weiterbildung werden sehr
hohe Presskräfte durch die Verriegelungsvorrichtung abgetragen.
[0027] Eine vorteilhafte Ausbildung, wie sie im Anspruch 31 beschrieben ist, gewährleistet
die Einhaltung der an eine derartige Einrichtung zu stellenden Sicherheitsanforderungen.
[0028] Gemäß der im Anspruch 32 beschriebenen, vorteilhaften Ausbildung werden insbesondere
für einen Erwärmungsvorgang von Massivholz und den speziellen Anforderungen der Massivholzart
geeignete Frequenzen zur Verfügung gestellt.
[0029] Es ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 33 vorteilhaft, wodurch eine kurze Zykluszeit
für einen Umformvorgang und damit eine hohe Wirtschaftlichkeit beim Einsatz der Pressvorrichtung
erreicht wird.
[0030] Schließlich sind aber auch Ausbildungen nach den Ansprüchen 34 und 35 vorteilhaft,
wodurch der umzuformende Rohteil zur Erzielung eines hohen Umformgrades aufbereitet
wird bzw. nach erfolgter Umformung der Pressvorrichtung nach kurzer Presszeit der
Pressvorrichtung entnommen werden kann.
[0031] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0032] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Pressvorrichtung in Ansicht, teilweise geschnitten;
- Fig. 2
- eine Detaildarstellung der Pressvorrichtung, geschnitten;
- Fig. 3
- eine Detaildarstellung der Pressvorrichtung, geschnitten gemäß den Linien III-III
in Fig. 2;
- Fig. 4
- ein Profilholzelement in schematischer Darstellung;
- Fig. 5
- ein Holzelement in schematischer Darstellung.
[0033] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0034] In den Fig. 1 und 2 ist eine Pressvorrichtung 1, bevorzugt zur Herstellung eines
an zumindest einer Oberfläche profilierten Holzelementes 2 gezeigt, die aus einem
Pressenuntergestell 3 und einem deckelartig aufschwenkbarem Pressenobergestell 4 besteht.
[0035] Im Pressenuntergestell 3 ist auf einem Stützrahmen 5 eine Mikrowellen-Erwärmungseinrichtung
6 zur Erwärmung eines zu dem Holzelement 2 durch einen Pressvorgang umzuformenden
Rohteils 7, bevorzugt aus Massivholz, aufgelagert.
[0036] Die Pressumformung erfolgt zwischen einer im Pressenuntergestell 3 angeordneten Pressenplatte
8 und einer im Pressenobergestell 4 relativ zur Pressenplatte 8 verstellbar gelagerten
Pressmatrize 9. Die Pressenplatte 8 ist aus einem Duroplast wie beispielsweise aus
PP, PTFE, etc. und direkt aufgelagert auf einer Wellenleiteinrichtung 10 der Mikrowellen-Erwärmungseinrichtung
6 und damit durchlässig für Mikrowellen. Die Wellenleiteinrichtung 10 wird durch Kunststoffhohlprofile
11, insbesondere dickwandige Rohre, gebildet, die Leitelemente 12 ausbilden und mit
einer Längsmittelachse 13 in zu einer Unterseite 14 der Pressenplatte 8 senkrecht
ausgerichtet sind und sich über eine Höhe 15 erstrecken und über Stirnflächen 16 auf
einer am Stützrahmen 5 aufgelagerten Stützplatte 17 abgestützt sind und auf entgegengesetzten
Stirnflächen 16 die Pressenplatte 8 aufgelagert ist. Die Stützplatte 17 besteht bevorzugt
aus einer Aluminiumlegierung.
[0037] Auf einer Unterseite 18 der Stützplatte 17 sind nach einem noch später im Detail
beschriebenen Bestückungsmuster den Wellenleitmitteln 12 Mikrowellenerzeuger 19, so
genannte Magnetrons, zugeordnet und sind im Bereich der Mikrowellenerzeuger 19 konzentrisch
zur Längsmittelachse 13 in der Stützplatte 17 Durchbrüche 20 für den Eintritt der
Mikrowellen in das Wellenleitmittel 12 vorgesehen, die in einen Pressenraum 21 und
damit eine Erwärmung des zwischen der Pressenplatte 8 und Pressenmatrize 9 für einen
Umformvorgang vorbereiteten Rohteil 7 bewirkt.
[0038] Der Stützrahmen 5 des Pressenuntergestells 3 und Pressenobergestell 4 und die Mikrowellen-Erwärmungseinrichtung
6 sind durch abnehmbare abschirmende Wandtafeln, bevorzugt aus Nichteisenwerkstoffen,
z.B. NIRO- Blechen, umfangsseitig ummantelt.
[0039] Das Pressenobergestell 4 wird nach dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine Widerlagerplatte
22 gebildet, welche an einer Oberseite 23 durch eine umfassende sowie kreuz- und quer
verlaufende Steganordnung 24 zur Aufnahme der Presskraft biegesteif ausgebildet ist.
Nach einer bevorzugten Ausbildung kommt eine Schweißkonstruktion aus Nichteisenwerkstoffen
zur Anwendung, wodurch eine hohe Festigkeit aber auch eine gute Abschirmung zur Verhinderung
eines Mikrowellenaustritts erreicht wird.
[0040] Die Widerlagerplatte 22 lagert in linearen Führungsanordnungen 25, in einem Abstand
26 in zu einer Unterseite 27 der Druckplatte 22 paralleler Ausrichtung, verstellbar
die Pressmatrize 9. In einem durch den Abstand 26 ausgebildeten Zwischenraum 28 sind
mit einem Druckmedium, z.B. Druckluft, Hydrauliköl, etc., beaufschlagbare Expassionselement
29, z.B. Druckkissen, Schläuche, Rohre, als Antriebsvorrichtung 30 für die Pressmatrize
9 angeordnet, mittels der bei einer Druckbeaufschlagung die Pressmatrize 9 in Richtung
einer Auflagefläche 31 der Pressenplatte 8 entgegen einer mit der Führungsanordnung
25 kombinierten Federanordnung 32 welche Führungssäulen 33 umfassend vorgesehen ist.
[0041] Das Pressenobergestell 4 ist am Pressenuntergestell 3 über eine Schwenklageranordnung
34 schwenkbar angeordnet und kann beispielsweise mittels eines Druckzylinders 35 als
Schwenkantrieb 36 in eine zum Pressenuntergestell 3 winkelige Lage zum Öffnen der
Pressvorrichtung 1 geschwenkt werden. Auf einer der Schwenklageranordnung 34 entgegengesetzten
Seite ist eine zwischen dem Pressenuntergestell 3 und dem Pressenobergestell 4 wirkende
Verriegelungsvorrichtung 37 angeordnet, welche in Arbeitsstellung bei der die Presskraft
auf den Rohteil 7 aufzubringen ist, eine kraftschlüssige Verbindung, z.B. durch verstellbare
Rastriegel, zwischen dem Pressenuntergestell 3 und dem Pressenobergestell 4 bewirken.
[0042] Sowohl die Schwenklageranordnung 34 wie auch die Verriegelungsvorrichtung 37 sind
am Pressenuntergestell höhenjustierbar über Stellvorrichtungen 38 angeordnet wodurch
für unterschiedliche Rohteile 7 eine lichte Höhe des Pressenraumes 21 einstellbar
ist.
[0043] Zur Verhinderung eines Austritts von Mikrowollen aus dem Pressenraum 21 sind am Pressenobergestell
4 höhenverstellbar und über Schwerkraft anpassende Abschirmelementen 39, z.B. aus
Nichteisenmetall, vorgesehen sowie zur weiteren Abdichtung des Mikrowellen-Aktivraumes
bestehende Spaltausbildungen über die Mikrowellen reflektierende Dichtungsschnüre
40 vorgesehen sind. Damit wird ein exakt begrenzter Mikrowellen- Aktivraum zwischen
der Stützplatte 17, Pressmatrize 9 und den Abschirmblechen 39 festgelegt.
[0044] Fig. 2 zeigt in einem Detailausschnitt die erfindungsgemäße Pressvorrichtung 1 mit
der auf dem Stützrahmen 5 aufgelagerten Stützplatte 17, Mikrowellen-Erwärmungseinrichtung
6 und Pressenplatte 8, die im wesentlichen das Pressenuntergestell 3 ausbilden, sowie
das Pressenobergestell 4, mit der Widerlagerplatte 22 und der an dieser verstellbar
gelagerten Pressenmatrize 9 sowie die eine lineare Führung ausbildende Führungsanordnung
25 und die Antriebsvorrichtung 30.
[0045] Die Führungsanordnung 25, über welche die Pressmatrize 9 relativ zur Widerlagerplatte
22 linear geführt verstellbar ist, wird durch in der Pressmatrize 9 verankerte Führungssäulen
33 gebildet welche die Widerlagerplatte 22 in Führungsbüchsen 41 durchragen. In dem
die Oberseite 23 überragenden Bereich der Führungssäulen 33, ist die Federanordnung
32 durch eine Spiraldruckfeder 42, angeordnet und zwischen der Oberseite 23 und einem
auf der Führungssäule 33 angeordneten Befestigungsmittel 43 vorgespannt. Dies bewirkt
im drucklosen Zustand der Expansionselemente 29 eine Verstellung der Pressmatrize
9 in Richtung der Widerlagerplatte 22 - gemäß Pfeil 44 - unter Zusammenquetschen der
Expansionselemente 29.
[0046] Zur Vornahme eines Pressvorganges wird in Arbeitsstellung des Pressenobergestells
4, bei der die Pressmatrize 9 parallel zur Auflagefläche 31 der Pressenplatte 8 ausgerichtet
ist und das Pressenobergestell 4 mit dem Pressenuntergestell 3 verriegelt wurde, erfolgt
nach einer Erwärmung des Rohteils auf eine Temperatur zwischen etwa 60°C und 160°C
durch die Mikrowellen eine Druckbeaufschlagung der Expansionselemente 29 mit einem
Druckmedium, z.B. Druckluft, Drucköl, etc., wodurch die Pressmatrize 9 in Richtung
der Pressenplatte 8 entgegen der Wirkung der Spiraldruckfedern 42 verstellt wird und
am Rohteil 7 damit die Pressumformung erfolgt.
[0047] Die Ableitung der Presskraft, bevorzugt entsprechend einer Flächenlast zwischen 50
N/cm
2 und 400 N/cm
2, erfolgt über die Pressenplatte 8, die Kunststoffhohlprofile 11 der Wellenleiteinrichtung
10 und der Stützplatte 17 auf den Stützrahmen 5 des Pressenuntergestells 3.
[0048] Die Mikrowellen-Erwärmungseinrichtung 6 wird im Wesentlichen durch an der Unterseite
18 der Stützplatte 17 unmittelbar angeflanschten Mikrowellenerzeuger 19 und der zwischen
der Stützplatte 17 und der Pressenplatte 8 angeordneten, rohrförmigen Leitelemente
12 gebildet. Die Leitelemente 12 sind dickwandige, druckbelastbare Kunststoffrohre,
die mit den entgegengesetzten Stirnflächen 16 zwischen der Unterseite 14 der Pressenplatte
8 und einer Oberseite 45 der Stützplatte 17, mit der Längsmittelachse 13 senkrecht
zur Unterseite 14, gespannt sind.
[0049] Ein Innendurchmesser 46 der Leitelemente 12 beträgt zwischen 100 mm und 250 mm, bevorzugt
150 mm und die Höhe 15 beträgt in etwa 100 mm bis 300 mm, bevorzugt 150 mm. Eine Wanddicke
47 beträgt in etwa 15 mm bis 40 mm, bevorzugt 30 mm.
[0050] In eine Wand 48 sind in Richtung der Höhe 15 erstreckend Leitmittel 49, bestehend
aus einer Cu- Zn- Legierung, bevorzugt in Drahtform mit 1,0 mm bis 6,0 mm Durchmesser
eingebettet. Diese bilden Richtantennen für die Mikrowellen aus, wie noch später im
Detail darauf eingegangen wird.
[0051] In einer Umfangsrichtung des Leitelements 12 gleichmäßig verteilt sind mehrere der
Leitmittel 49, bevorzugt acht dieser Leitmittel 49 vorgesehen. Der Eintritt der Mikrowellen
gemäß Pfeile 50 in das Leitelement 12 erfolgt über den Durchbruch 20 in der Stützplatte
17, der einer Austrittsöffnung 52 eines als Hohlleiter 53 ausgebildeten Gehäuseteils
54 des Mikrowellenerzeugers 19 zugeordnet ist.
[0052] Der Durchbruch 20 weist bevorzugt einen quadratischen Querschnitt auf, wobei eine
in der Diagonale verlaufende Weite gering kleiner ist, als der Innendurchmesser 46
des Leitelements 12.
[0053] In der Fig. 3 ist eine mögliche Anordnungsvariante der Leitelemente 12 zur Bildung
einer Aktivgruppe 55 zu entnehmen. Diese wird durch ein zentrales Leitelement 12,
welches direkt über den Durchbruch 20 der Stützplatte 17 angeordnet ist, und direkt
mit der Mikrowelle beaufschlagt wird, und im gezeigten Ausführungsbeispiel weitere
acht um dieses herum unmittelbar benachbart zugeordnete Leitelemente 12 gebildet,
die indirekt, von den das zentralen Leitelement 12 durchdringenden Mikrowellen beaufschlagt
werden, oder die über Leitungsverbindungen zwischen den Leitmitteln 49, auf die noch
später im Detail eingegangen wird, direkt mit den Mikrowellen beaufschlagt werden.
[0054] Jedes Leitelement weist nach einer bevorzugten Ausbildung acht Leitmittel 49 auf.
Die Leitmittel 49 des zentralen Leitelementes 12 sowie der umgebenden Leitelemente
12 bilden Richtantennen aus und unterbinden Verluste durch Streustrahlung und bewirken
eine Ausrichtung der Mikrowellen - gemäß Pfeile 50 - in Erstreckungsrichtung der Richtantennen.
Damit wird eine hohe Energieumsetzung der eingesetzten Energie für den Erwärmungsprozess
des Rohteils 7, bzw. eine kurze Erwärmungszeit und damit ein wirtschaftlicher Umformvorgang
erreicht.
[0055] Es wird noch darauf verwiesen, dass selbstverständlich auch andere Gruppierungen
der Leitelemente 12 zu der Bildung der Aktivgruppe 55 möglich sind und die Anzahl
von auf der Stützplatte 17 angeordneten Leitelementen 12, ein Mittenabstand 56 nach
den Erfordernissen, der Größe des vorgesehenen Rohteils 7 und damit Ausmaß der Pressfläche,
einzusetzende Energie etc. variierbar ist.
[0056] Weiter ist in den Figuren 2 und 3 gezeigt, dass für eine direkte Leitung der Mikrowellen
zwischen dem zentralen Leitelement 12 und zumindest einem der dezentralen Leitelemente
12 der Aktivgruppe zumindest einige der Leitmittel 49 mittels Verbindungsleiter 60
leitungsverbunden sind. Diese Verbindungsleiter 60 sind mit den sich vertikal im Leitelement
erstreckenden Leitmitteln 49, an deren stirnseitigen Austrittsstellen aus dem Kunststofthohlprofil
11, elektrisch leitend verbunden, wodurch eine direkte Leitungsverbindung für den
Mikrowellenfluss erreicht wird. Diese Verbindungsleiter 60 verlaufen bevorzugt längs
der Unterseite 14 der Pressenplatte 8 bzw. zwischen dieser und der Stirnseite 16 des
Kunststoffhohlprofils 11 und sind ebenfalls aus einer Cu- Zn- Legierung in Draht-
oder Bandform gebildet. Eine Dicke beträgt von 0,2 mm aufwärts.
[0057] In der Fig. 2 ist weiter gezeigt, dass nach einer bevorzugten Ausbildung in der Pressmatrize
9, die an ihrer Unterseite 14 mit einer Profilierung versehen ist, mit in den Pressenraum
21 mündenden Düsenkanälen 61 ausgebildete Düsenelemente 62, bevorzugt Schlitzdüsen,
angeordnet sind. Verbindungskanäle 63, welche in der Pressmatrize 9 angeordnet sind,
bilden eine Strömungsverbindung zwischen den Düsenelementen 62. Dies ermöglicht von
externen Einrichtungen, z.B. einem nicht näher gezeigten Dampferzeuger, den Pressenraum
21, bzw. unmittelbar den Rohteil 7 mit Sattdampf vor der Formgebung zu beaufschlagen,
wodurch ein für die Umformung förderlicher Feuchtegehalt mit bis zu 80% erreicht wird,
wodurch in Verbindung mit einer Temperatur von bis zu 160°C eine hohe Plastizität
gegeben ist. Dies ermöglicht einerseits einen hohen Verformungsgrad zu erreichen,
ohne dass an der Struktur des Rohteils ein Schaden z.B. durch Rissbildung entsteht
und andererseits wird die erforderliche Presskraft wesentlich reduziert. Dies ermöglicht
beispielsweise aus einem Rundstamm 64, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist, ein Profil
65, bei entsprechend profilierter Pressenplatte und Pressmatrize, in einem Umformvorgang
mit der Pressvorrichtung 1 zu fertigen.
[0058] Die Düsenelemente 62 mit den Verbindungskanälen 63 ermöglichen aber auch in Verbindung
mit einem nicht weiter dargestellten externen Unterdruckerzeuger den Pressenraum 21
mit einem Unterdruck zu beaufschlagen, beispielsweise um nach einem Umformvorgang
den Feuchtegrad und/oder die Temperatur im Holzelement 2 rasch abzusenken bzw. um
Feuchtigkeit aus dem Pressenraum 21 abzusaugen oder ein Vakuum zu erzeugen.
[0059] Es wird noch darauf verwiesen, dass selbstverständlich auch die Pressenplatte 8 mit
Düsenelemente 62 und den Verbindungskanälen 63 ausgestattet werden kann.
[0060] In der Fig. 5 ist beispielhaft ein mit der Pressvorrichtung gefertigtes Holzelement
2 z.B. ein quadratisches, zweilagiges Paneel 66 aus Massivholz gezeigt. Eine Basislage
67 besteht nach diesem Ausführungsbeispiel aus an Längsstimseiten verleimten Brettern
68.
[0061] Eine Decklage 69 ist als ein einstückiger Zuschnitt aus Massivholz entsprechend einem
vorgegebenen Format. Selbstverständlich sind auch andere Abmaße als dargestellt für
die Basislage 67 und die Decklage 69 z.B., rechteckig, mehreckig, kreisförmig etc.
möglich.
[0062] Die Decklage 69 ist bevorzugt vor der Verbindung mit der Basislage 67, z.B. durch
Verleimung, in der Pressvorrichtung durch Pressumformung gefertigt und weist entsprechend
einer vorgegebenen Ausbildung der Pressmatrize unterschiedliche Verdichtungsbereiche
auf, z.B. höher verdichtete Einprägungen 70, umfassende Abschrägungen 71 und erhabene
Oberflächenbereiche 72, wodurch eine Oberflächenprofilierung erreicht wird. Selbstverständlich
ist es auch möglich den Rohteil für der Decklage 60 nur in den Bereichen der Einprägungen
61 zu verdichten wie es selbstverständlich ist unterschiedlichste Oberflächenstrukturierungen
zu fertigen.
[0063] Es wird weiter noch hingewiesen, dass durch eine Aneinanderreihung mehrerer der erfindungsgemäßen
Pressvorrichtungen, modulartig auf den Bedarf angepasste Fertigungsanlagen, für sich
über große Längen erstreckend zu fertigende Holzelemente, die mit einer ein- oder
zweiseitigen Strukturierung von Oberflächen versehen sind, z.B. Wandtafeln, Verkleidungspaneele
etc., möglich sind.
[0064] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0065] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der Pressvorrichtung
1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten
Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche
denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten
und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0066] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus der Pressvorrichtung 1 diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0067] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrunde liegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0068] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1, 2, 3; 4; 5 gezeigten Ausführungen den
Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen,
erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren
zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
[0069]
- 1
- Pressvorrichtung
- 2
- Holzelement
- 3
- Pressenuntergestell
- 4
- Pressenobergestell
- 5
- Stützrahmen
- 6
- Mikrowellen-Erwärmungseinrichtung
- 7
- Rohteil
- 8
- Pressenplatte
- 9
- Pressenmatrize
- 10
- Mikrowellen- Leiteinrichtung
- 11
- Kunststofthohlprofil
- 12
- Leitelement
- 13
- Längsmittelachse
- 14
- Unterseite
- 15
- Höhe
- 16
- Stirnfläche
- 17
- Stützplatte
- 18
- Unterseite
- 19
- Mikrowellenerzeuger
- 20
- Durchbruch
- 21
- Pressenraum
- 22
- Widerlagerplatte
- 23
- Oberseite
- 24
- Steganordnung
- 25
- Führungsanordnung
- 26
- Abstand
- 27
- Unterseite
- 28
- Zwischenraum
- 29
- Expassionselement
- 30
- Antriebsvorrichtung
- 31
- Auflagefläche
- 32
- Federanordnung
- 33
- Führungssäule
- 34
- Schwenklageranordnung
- 35
- Druckzylinder
- 36
- Schwenkantrieb
- 37
- Verriegelungsvorrichtung
- 38
- Stellvorrichtung
- 39
- Abschirmelement
- 40
- Dichtungsschnur
- 41
- Führungsbuchse
- 42
- Spiraldruckfeder
- 43
- Befestigungsmittel
- 44
- Pfeil
- 45
- Oberseite
- 46
- Innendurchmesser
- 47
- Wanddicke
- 48
- Wand
- 49
- Leitmittel
- 50
- Pfeil
- 52
- Austrittsöffnung
- 53
- Hohlleiter
- 54
- Gehäuseteil
- 55
- Aktivgruppe
- 56
- Mittenabstand
- 60
- Verbindungsleiter
- 61
- Düsenkanal
- 62
- Düsenelement
- 63
- Verbindungskanal
- 64
- Rundstamm
- 65
- Profil
- 66
- Paneel
- 67
- Basislage
- 68
- Brett
- 69
- Decklage
- 70
- Einprägung
- 71
- Abschrägung
- 72
- Oberflächenbereich
1. Pressvorrichtung (1), bevorzugt zur Herstellung profilierter Holzelemente (2) mit
einem Pressenuntergestell (3) mit einer eine Auflagefläche (31) für einen ein- oder
mehrschichtigen zu verpressenden Rohteil aus Massivholz ausbildenden Pressenplatte
(8) und einem relativ zum Pressenuntergestell (3) verstellbaren Pressenobergestell
(4) in dem verstellbar und über eine Antriebsvorrichtung (30) mit einer Presskraft,
bei in Arbeitsstellung des Pressenobergestells (3), in Richtung der Pressenplatte
(8) beaufschlagbare Pressmatrize (9) angeordnet ist und mit einer Mikrowellen- Erwärmungseinrichtung
(6) für den Rohteil, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mikrowellen- Leiteinrichtung (10) durch zwischen der Pressenplatte (8) und einer
dazu in einer Distanz parallel verlaufenden, mit Mikrowellenerzeuger (19) versehenen
Stützplatte (17), angeordnete Kunststoffhohlprofile (11) gebildet ist, die mit einer
Längsmittelachse (13) in zu einer Unterseite (27) der Pressenplatte (8) senkrechten
Ausrichtung angeordnet sind und mit Leitmitteln (49) versehene Leitelemente (12) ausbilden
und mehrere Aktivgruppen (55) aus einem von einem Mikrowellenerzeuger (19) direkt
beaufschlagten Leitelement (12) und zumindest einem weiteren zu diesem benachbart
angeordneten, indirekt beaufschlagten Leitelement (12), die Mikrowellen- Leiteinrichtung
(10) bilden.
2. Pressvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitelement (12) durch ein dickwandiges Rohr, bevorzugt aus einem Duroplast gebildet
ist und ein Innendurchmesser (46) zwischen 100 und 250 mm, bevorzugt 150 mm beträgt.
3. Pressvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wanddicke (47) des Leitelementes (12) zwischen 20 mm und 100 mm, bevorzugt 30
mm beträgt.
4. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe (15) des Leitelementes (12) zwischen 100 mm und 250, bevorzugt 150 mm beträgt.
5. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Wand (48) des Leitelementes (12) zumindest drei, bevorzugt acht der Leitmittel
(49) über einen Umfang gleichmäßig verteilt und über die Höhe (15) erstreckend eingebettet
sind.
6. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitmittel (49) eine Stabantenne aus einem Cu/Zn - Legierung, bevorzugt in Drahtform
bildet.
7. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivgruppe (55) aus einem zentralen Leitelement (12) und bevorzugt acht diesem
benachbart zugeordneten Leitelementen (12) gebildet ist und das zentrale Leitelement
(12) in axialer Richtung von dem Mikrowellenerzeuger (19) mit Mikrowellen beaufschlagt
wird.
8. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitmittel (49) der Leitelemente (12) über Verbindungsleiter (60) miteinander
leitungsverbunden sind.
9. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleiter (60) an einer Unterseite (14), die Leitmittel (49) verbindend,
verlaufend angeordnet sind.
10. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleiter (60) aus einer Cu/Zn - Legierung, bevorzugt in Drahtform mit
einer Drahtdicke gleich oder größer 0,2 mm, gebildet sind.
11. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über eine von der Pressenplatte (8) gebildeten Pressfläche bevorzugt mehrere der
Aktivgruppen (55) angeordnet sind.
12. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Unterseite (18) der Stützplatte (17) der Mikrowellenerzeuger (19) mit einem
einen Hohlleiter (53) ausbildenden Gehäuseteil (54) angeflanscht ist und diesem in
der Stützplatte (17) ein Durchbruch (20) zugeordnet ist.
13. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchbruch (20) quadratisch ausgebildet ist.
14. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressenplatte (8) bevorzugt aus Duroplast gebildet ist.
15. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressmatrize (9) bevorzugt aus einer Al- Legierung gebildet ist.
16. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Unterseite (27) der Pressmatrize (9) und/oder eine Auflagefläche (31) der Pressenplatte
(8) profiliert ausgebildet ist.
17. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Pressenplatte (8) und/oder der Pressmatrize (9) über Verbindungskanäle (63)
strömungsverbundene Düsenelemente (62), mit in den Pressenraum (21) führenden Düsenkanälen
(61) angeordnet sind.
18. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützplatte (17) aus einer Al- Legierung gebildet ist.
19. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pressenuntergestell (3) mit dem Stützrahmen (5) bevorzugt aus Nichteisenmetall
gebildet ist.
20. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pressenobergestell (4) über eine Schwenklageranordnung (34) mit dem Pressenuntergestell
(3) verbunden ist und mit einer Unterseite (27) der Pressmatrize (9) zwischen einer
zu der Auflagefläche (31) der Pressenplatte (8) parallelen Ebene in eine zu dieser
winkeligen Lage über einen Schwenkantrieb (36) schwenkbar ist.
21. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pressenobergestell (4) in einer zur Auflagefläche (31) senkrechten Richtung relativ
zum Pressenuntergestell (3) verstellbar ist.
22. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe eines Pressenraumes (21) verstellbar ist.
23. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pressenobergestell (4) in einer Betriebsstellung, bei der die Pressmatrize (9)
etwa parallel zu der Auflagefläche (31) verlaufend ausgerichtet ist, mit dem Pressenuntergestell
(3) über eine Verriegelungsvorrichtung (37) positioniert ist.
24. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenklageranordnung (34) und die Verriegelungsvorrichtung (37) in einer zu
der Auflagefläche (31) senkrechten Richtung verstellbar ausgebildet sind.
25. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schwenkantrieb (36) für das Pressenobergestell (4) durch zumindest ein mit einem
Druckmedium beaufschlagtes Stellmittel, z.B. Druckzylinder (35), gebildet ist.
26. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkantrieb (36) des Pressengestells (3) durch elektromotorisch betriebene
Spindeltriebe gebildet ist.
27. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressmatrize (9) im Pressenobergestell (3) in einer durch Führungssäulen (33)
und Führungsbüchsen (41) gebildeten linearen Führungsanordnung (25) verstellbar gelagert
ist.
28. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (30) der Pressmatrize (9) durch zwischen einem Widerlagerplatte
(22) des Pressenobergestells (4) und der Pressmatrize (9) angeordnete, mit einem Druckmedium
z.B. Druckluft eines Druckerzeugers beaufschlagbare Expansionselemente (29) z.B. Druckkissen,
Schlauch, Rohr etc. gebildet ist.
29. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (30) durch mit einem Druckmedium beaufschlagbare Linearstellmittel,
z.B. Druckzylinder, gebildet ist.
30. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (37) zwischen dem Pressenuntergestell (3) und dem Pressenobergestell
(4) durch über Stellmittel, z.B. Druckzylinder, betätigbare Riegelbolzen gebildet
ist.
31. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den Pressenraum (21) umfangsseitig umfassend Abschirmelemente (39) zur Verhinderung
eines Strahlenaustritts angeordnet sind die am Pressenobergestell höhenverstellbar
gelagert sind und Spaltdichtungen, z.B. Dichtungsschnüre (40) zur Abschirmung des
Pressenraumes (21) an umfangseitigen Stirnflächen der Pressmatrize (9) und/oder der
Pressenplatte (8) angeordnet sind.
32. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bevorzugt Frequenzbereiche der Mikrowellen zwischen 915 MHz und 2450 MHz betragen.
33. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine von der Antriebsvorrichtung (30) auf die Pressmatrize (9) aufgebrachte Presskraft
einer auf den Rohteil (7) aufgebrachten Flächenlast zwischen 50 kN/cm2 und 400 kN/cm2 entspricht.
34. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressenraum (21) über die in der Pressenplatte (8) und/oder der Pressmatrize
(9) angeordneten Düsenelemente (62) und den Verbindungskanälen (63) mit einem Medium,
insbesondere Sattdampf, beaufschlagbar ausgebildet ist.
35. Pressvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressenraum (21) über die Verbindungskanäle (63) und Düsenelemente (62) mit einem
Vakuum beaufschlagbar ausgebildet ist.