[0001] Die Erfindung betrifft einen doppelwandigen Behälter mit einem Innenbehälter und
einer Auffangwanne, in der der Innenbehälter aufgenommen ist, wobei die Auffangwanne
mit einem Behälterdeckel versehen ist. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren
zur Herstellung eines solchen doppelwandigen Behälters. Der Innenbehälter dient insbesondere
zur Aufnahme von fluiden Medien wie beispielsweise Heizöl oder Dieselkraftstoff.
[0002] Aus der Praxis sind solche doppelwandigen Behälter in verschiedenen Ausführungsvarianten
bekannt. So sind doppelwandige Behälter bekannt, bei denen der Behälterdeckel über
eine Schweißverbindung mit der Auffangwanne verbunden ist. Auffangwanne und Behälterdeckel
ergeben somit ein flüssigkeitsdichtes Gehäuse. Die Herstellung dieser Behälter ist
aber mit einem relativ hohen Fertigungsaufwand verbunden. Außerdem bedingt die Schweißverbindung
zwischen Behälterdeckel und Auffangwanne optische Mängel, die kaschiert werden müssen,
beispielsweise mit Hilfe von Klebebändern. - Weiterhin sind doppelwandige Behälter
bekannt, bei denen der Behälterdeckel relativ lose auf der Auffangwanne sitzt und
lediglich mit Hilfe von Deckelmuttern im Bereich eines Stutzens oder sonstigen (Fixierungen)
Befestigungen des Innenbehälters fixiert ist. Die Auffangwanne fasst dann gemäß geltenden
Vorschriften unterhalb des Behälterdeckels mindestens 100 % des Füllinhaltes des Tankes.
Diese lose Montage des Behälterdeckels ist jedoch mit Nachteilen verbunden. Zunächst
gewährleistet die Verbindung zwischen Behälterdeckel und Auffangwanne keine zufriedenstellende
Dichtigkeit des Behälters gegenüber eindringenden Medien wie Wasser oder Schmutz.
Außerdem lässt der doppelwandige Behälter insgesamt in festigkeitsmäßiger bzw. stabilitätsmäßiger
Hinsicht zu wünschen übrig.
[0003] Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, einen doppelwandigen
Behälter aus Innentank und 100 % des Füllvolumens fassender Auffangwanne der eingangs
genannten Art anzugeben, bei dem eine funktionssichere feste und gegenüber äußeren
Medien dichte Verbindung zwischen Behälterdeckel und Auffangwanne verwirklicht ist
und der in festigkeitsmäßiger und optischer Hinsicht allen Anforderungen genügt.
[0004] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung einen doppelwandigen Behälter
mit einem Innenbehälter und einer Auffangwanne, in der der Innenbehälter aufgenommen
ist,
wobei die Auffangwanne mit einem Behälterdeckel versehen ist, wobei der Behälterdeckel
einen Übergriffsabschnitt aufweist, der einen Randabschnitt am oberen Rand der Auffangwanne
übergreift, dadurch gekennzeichnet,
dass der Übergriffsabschnitt und der Randabschnitt über eine Rastverbindung miteinander
verbunden sind. Der Übergriffsabschnitt läuft über den gesamten Umfang des Behälterdeckels
um und der Randabschnitt läuft über den gesamten Umfang der Auffangwanne um. Es liegt
im Rahmen der Erfindung, dass auch die Rastverbindung zwischen Übergriffsabschnitt
und Randabschnitt über den gesamten Behälterumfang umläuft. Mit anderen Worten laufen
zweckmäßigerweise sowohl die Rastelemente als auch die Komplementärrastelemente an
der Auffangwanne bzw. am Behälterdeckel über den gesamten Behälterumfang um. - Dass
der Behälterdeckel den oberen Rand der Auffangwanne übergreift, meint im Rahmen der
Erfindung, dass ein die Auffangwanne außenseitig überfassender Behälterdeckel vorgesehen
ist.
[0005] Nach sehr bevorzugter Ausführungsform der Erfindung besteht die Auffangwanne und/oder
der Behälterdeckel aus Kunststoff, zweckmäßigerweise aus einem thermoplastischen Kunststoff.
Sehr bevorzugt besteht sowohl die Auffangwanne als auch der Behälterdeckel aus Kunststoff,
vorzugsweise aus einem thermoplastischen Kunststoff. Gemäß einer Ausführungsvariante
besteht auch der Innenbehälter aus Kunststoff.
[0006] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Übergriffsabschnitt des Behälterdeckels
und der Randabschnitt der Auffangwanne ohne Stoffschluss (stoffschlussverbindungsfrei)
miteinander verbunden sind. Übergriffsabschnitt und Randabschnitt sind insbesondere
schweißverbindungsfrei miteinander verbunden.
[0007] Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass im Bereich der Rastverbindung zwischen
Übergriffsabschnitt und Randabschnitt zumindest bereichsweise ein Formschluss zwischen
Übergriffsabschnitt und Randabschnitt verwirklicht ist. Bei der erfindungsgemäßen
Rastverbindung handelt es sich also zweckmäßigerweise um eine formschlüssige Rastverbindung.
Es empfiehlt sich, dass der Formschluss zwischen Übergriffsabschnitt und Randabschnitt
über den gesamten Umfang des Behälters umläuft.
[0008] Eine sehr bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
der Randabschnitt der Auffangwanne zumindest einen nach außen vorkragenden Wulst als
Rastelement und/oder Formschlusselement aufweist. Vorzugsweise ist der nach außen
vorkragende Wulst der Auffangwanne sowohl ein Rastelement zur Verwirklichung der erfindungsgemäßen
Rastverbindung als auch ein Formschlusselement zur Realisierung der formschlüssigen
Rastverbindung. Zweckmäßigerweise läuft der nach außen vorkragende Wulst über den
gesamten Umfang der Auffangwanne um. Es ist bevorzugt, dass sich der Wulst über zumindest
ein Viertel der vertikalen Höhe des Randabschnittes erstreckt. Randabschnitt meint
den Abschnitt der Auffangwanne, der im fixierten Zustand des Behälterdeckels von dem
Übergriffsabschnitt des Behälterdeckels überdeckt bzw. überfasst wird. Vertikale Höhe
bezieht sich auf den stehenden Zustand des doppelwandigen Behälters mit an der Oberseite
angeordnetem Behälterdeckel.
[0009] Gemäß bevorzugter Ausführungsform der Erfindung weist auch der Übergriffsabschnitt
des Behälterdeckels einen nach außen vorkragenden Wulst auf, in den der Wulst der
Randabschnittes innenseitig einfasst bzw. eingreift. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass auf diese Weise eine Rastverbindung zwischen Übergriffsabschnitt und Randabschnitt
verwirklicht wird. Zweckmäßigerweise läuft der Wulst des Übergriffsabschnittes über
den gesamten Umfang des Behälterdeckels um und vorzugsweise läuft auch die Rastverbindung
zwischen Übergriffsabschnitt und Randabschnitt über den gesamten Umfang des Behälters
um. Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist der Wulst des Übergriffsabschnittes
sowohl Komplementär-Rastelement als auch Komplementär-Formschlusselement. Im Rahmen
dieser Ausführungsform der Erfindung liegt die Außenseite des Wulstes am Randabschnitt
zweckmäßigerweise zumindest bereichsweise formschlüssig an der Innenseite des Wulstes
am Übergriffsabschnitt an. Es findet also ein zumindest bereichsweise formschlüssiges
Einfassen bzw. Eingreifen des Wulstes des Randabschnittes in den Wulst des Behälterdeckels
statt. Zweckmäßigerweise läuft dieser zumindest bereichsweise Formschluss über den
gesamten Umfang des Behälters um. Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung
findet hier eine flächige formschlüssige Anlage von vertikalen Ebenen bzw. von im
Wesentlichen vertikalen Ebenen der beiden Wülste statt. - Der Wulst des Übergriffsabschnittes
erstreckt sich im Übrigen zweckmäßigerweise über zumindest ein Viertel, vorzugsweise
über zumindest ein Drittel der vertikalen Höhe des Übergriffsabschnittes.
[0010] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Randabschnitt der Auffangwanne außerhalb
seines Wulstes zumindest einen flächigen Außenabschnitt aufweist, der formschlüssig
an einem entsprechenden flächigen Innenabschnitt des Übergriffsabschnittes anliegt.
Diese formschlüssig aneinander anliegenden Flächen von Behälterdeckel und Auffangwanne
laufen zweckmäßigerweise über den gesamten Umfang des Behälters um. Sie sind vorzugsweise
oberhalb der Wülste am oberen Rand der Auffangwanne angeordnet.
[0011] Eine sehr bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass
der Behälterdeckel eine Fixierungszunge aufweist, die im fixierten Zustand des Behälterdeckels
den Wulst des Randabschnittes hintergreift. Zweckmäßigerweise ist die Fixierungszunge
über den Umfang des Behälterdeckels umlaufend ausgebildet. Es liegt im Rahmen der
Erfindung, dass die Fixierungszunge elastisch ausgebildet ist. Auf diese Weise kann
im Zuge der Herstellung des Behälters der Behälterdeckel auf relativ einfache Weise
auf die Auffangwanne aufgestülpt werden. Wenn dabei die Fixierungszunge den Wulst
am Randabschnitt der Auffangwanne erreicht, wird die Fixierungszunge aufgrund des
Wulstes nach außen gedrückt und anschließend rastet bzw. greift die Fixierungszunge
hinter diesem Wulst ein. Die Fixierungszunge bildet vorzugsweise den unteren Rand
des Behälterdeckels.
[0012] Zweckmäßigerweise weist der Behälterdeckel zumindest eine Öffnung auf, durch die
im fixierten Zustand des Behälterdeckels ein Stutzen des Innenbehälters greift. Gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform sind mehrere solcher Öffnungen in dem Behälterdeckel
vorhanden und jeder Öffnung ist ein Stutzen des Innenbehälters zugeordnet. Es empfiehlt
sich, dass ein Stutzen mit einer auf den Stutzen aufschraubbaren Verschlusskappe verschließbar
ist.
[0013] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Behälterdeckel im Bereich eines Stutzens
bzw. im Bereich der Stutzen mit dem Innenbehälter verbunden ist. Dieser Verbindung
zwischen Behälterdeckel und Innenbehälter kommt in Kombination mit der Rastverbindung
von Übergriffsabschnitt und Randabschnitt besondere Bedeutung zu. Vorzugsweise wird
bei dieser Befestigung des Behälterdeckels an dem Innenbehälter eine Fixierungsmanschette
auf den Stutzen aufgebracht, so dass der Behälterdeckel zwischen Fixierungsmanschette
und Innenbehälter klemmend fixiert wird. Gemäß einer empfohlenen Ausführungsvariante
handelt es sich bei der Fixierungsmanschette um eine Deckelmutter, die auf ein Außengewinde
des Stutzens aufgeschraubt wird. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass diese Befestigung
des Behälterdeckels an mehreren Stutzen des Innenbehälters durchgeführt wird.
[0014] Zweckmäßigerweise sind in die Seitenwände der Auffangwanne Tragegriffe eingeformt.
Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung sind sowohl Auffangwanne als auch Behälterdeckel
eingefärbt. Es empfiehlt sich, dass der erfindungsgemäße Behälter mit einer Leckanzeigeeinrichtung
ausgestattet ist.
[0015] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung eines doppelwandigen
Behälters. Dabei werden zunächst der Innenbehälter, die Auffangwanne und der Behälterdeckel
hergestellt, wobei anschließend der Innenbehälter in der Auffangwanne angeordnet wird,
wobei daraufhin der Behälterdeckel auf der Auffangwanne fixiert wird, indem beim Überstülpen
des Behälterdeckels auf die Auffangwanne eine Rastverbindung hergestellt wird. Es
liegt dabei im Rahmen der Erfindung, dass ein Wulst im Übergriffsabschnitt des Behälterdeckels
über einen Wulst im Randabschnitt der Auffangwanne gestülpt wird, und dass auf diese
Weise die Rastverbindung zwischen Behälterdeckel und Auffangwanne verwirklicht wird.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann die Fixierung des Behälterdeckels im
warmen Zustand des Behälterdeckels erfolgen. Bei dieser Ausführungsform wird also
der Behälterdeckel, der vorzugsweise aus thermoplastischem Kunststoff besteht, im
warmen Zustand so montiert, dass der Wulst im Übergriffsabschnitt des Behälterdeckels
über den Wulst im Randabschnitt der Auffangwanne gestülpt wird. Aufgrund des anschließenden
Schrumpfens des Behälterdeckels wird hierbei eine besonders effektive Formschlüssigkeit
hergestellt.
[0016] Eine ganz besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass Behälterdeckel und Auffangwanne als ein Kunststoffprodukt bzw. als ein Blasprodukt
aus thermoplastischem Kunststoff in einem Arbeitsgang gefertigt werden, und dass dieses
Kunststoffprodukt anschließend in Behälterdeckel und Auffangwanne aufgetrennt wird.
Dabei wird zweckmäßigerweise der Behälterdeckel als oberes Teil eines als Kunststoffprodukt
gefertigten Hohlkörpers abgetrennt, so dass der untere Teil dieses Hohlkörpers als
Auffangwanne verbleibt. Im Rahmen dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann in vorteilhafter Weise das gleiche in einem Arbeitsgang hergestellte Kunststoffprodukt
für die Herstellung von mindestens zwei Behältern einer Produktfamilie verwendet werden.
Behälter einer Produktfamilie meint dabei Behälter mit Auffangwannen gleicher Grundfläche.
Dabei wird ein erstes Kunststoffprodukt (Hohlkörper) lediglich in zwei Teile, nämlich
Behälterdeckel und Auffangwanne aufgetrennt und es resultiert ein erster hoher Behälter
einer Produktfamilie mit größerem Volumen. Ein zweites Kunststoffprodukt (Hohlkörper)
wird in drei Teile aufgeteilt, wobei zunächst das obere Teil als Behälterdeckel abgetrennt
wird und wobei von dem verbleibenden Teil ein oberer Bereich abgetrennt wird, so dass
der verbleibende untere Teil als Auffangwanne mit dem abgetrennten Behälterdeckel
kombiniert werden kann. Dadurch entsteht ein zweiter Behälter mit im Vergleich zu
dem ersten Behälter geringerer Höhe und geringerem Volumen. Auf die gleiche Weise
kann durch Abtrennen eines größeren oberen Teils von der verbleibenden Auffangwanne
ein dritter Behälter mit noch geringerer Höhe bzw. mit noch geringerem Volumen hergestellt
werden undsoweiterfort. Die auf diese Weise hergestellten Behälter mit unterschiedlichen
Höhen haben die gleiche Grundfläche und gehören folglich der gleichen Produktfamilie
an. Es liegt dabei im Rahmen der Erfindung, dass das in einem Arbeitsgang hergestellte
Kunststoffprodukt (Hohlkörper) über seine Höhe verteilt eine entsprechende Anzahl
von über den Behälterumfang umlaufenden Wülsten aufweist, die nach der Auftrennung
des Kunststoffproduktes den entsprechenden Wulst an dem Randabschnitt der verbleibenden
Auffangwanne bilden.
[0017] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass bei dem erfindungsgemäßen doppelwandigen
Behälter eine sehr funktionssichere und zudem verhältnismäßig dichte Verbindung zwischen
Behälterdeckel und Auffangwanne realisiert werden kann. Die Ausgestaltung der Verbindung
zwischen Behälterdeckel und Auffangwanne als formschlüssige Rastverbindung gewährleistet
auch, dass bei einer beispielsweise wärmebedingten Ausdehnung des Innenbehälters eine
effektive Abstützung durch das Aggregat aus Auffangwanne und Behälterdeckel erfolgt.
Dadurch kann vermieden werden, dass sich der gesamte doppelwandige Behälter ausdehnt
und eventuell gegen benachbarte Behälter drückt. Die erfindungsgemäße Rastverbindung
zwischen Behälterdeckel und Auffangwanne genügt in festigkeitsmäßiger und stabilitätsmäßiger
Hinsicht allen Anforderungen. Hervorzuheben ist aber auch, dass durch die erfindungsgemäße
Rastverbindung der Verbindungsbereich in optischer Hinsicht allen Anforderungen genügt.
Zu betonen ist weiterhin, dass der erfindungsgemäße Behälter auf verhältnismäßig einfache
und kostengünstige Weise hergestellt werden kann.
[0018] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemäßen doppelwandigen Behälters,
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus der Fig. 1,
Fig. 3 einen weiteren vergrößerten Ausschnitt aus der Fig. 1,
Fig. 4 den Gegenstand gemäß Fig. 1 in einer anderen Ausführungsform und
Fig. 5 den Gegenstand nach Fig. 1 in einer weiteren Ausführungsform.
[0019] Die Figuren zeigen einen erfindungsgemäßen doppelwandigen Behälter mit einem Innenbehälter
1 und einer Auffangwanne 2, in der der Innenbehälter 1 aufgenommen ist. Die Auffangwanne
2 ist mit einem Behälterdeckel 3 versehen, der einen Übergriffsabschnitt 4 aufweist,
der einen Randabschnitt 5 am oberen Rand der Auffangwanne 2 übergreift. Der Übergriffsabschnitt
4 ist also der Abschnitt des Behälterdeckels 3, der die Auffangwanne 2 übergreift
bzw. der über dem Randabschnitt 5 der Auffangwanne 2 liegt. Der Randabschnitt 5 ist
dementsprechend der Abschnitt der Auffangwanne 2, der von dem Übergriffsabschnitt
4 überdeckt wird. Übergriffsabschnitt 4 und Randabschnitt 5 weisen also eine identische
vertikale Höhe h auf. Vertikale Höhe bezieht sich hier auf den aufgestellten Zustand
des erfindungsgemäßen Behälters, der in den Figuren dargestellt ist.
[0020] Erfindungsgemäß sind der Übergriffsabschnitt 4 und der Randabschnitt 5 über eine
Rastverbindung miteinander verbunden. Es liegt dabei im Rahmen der Erfindung, dass
der Übergriffsabschnitt 4 und der Randabschnitt 5 ohne Stoffschlussverbindung (stoffschlussverbindungsfrei)
und insbesondere ohne Schweißverbindung (schweißverbindungsfrei) miteinander verbunden
sind.
[0021] Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass im Bereich der Rastverbindung zwischen
Übergriffsabschnitt 4 und Randabschnitt 5 zumindest bereichsweise ein Formschluss
zwischen Übergriffsabschnitt 4 und Randabschnitt 5 verwirklicht ist. Mit anderen Worten
wird eine formschlüssige Rastverbindung zwischen Behälterdeckel 3 und Auffangwanne
2 realisiert. Das wird weiter unten noch näher erläutert.
[0022] Zweckmäßigerweise weist der Randabschnitt 5 der Auffangwanne 2 einen nach außen vorkragenden
Wulst 6 als Rastelement und Formschlusselement auf. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass dieser Wulst 6 über den Umfang der Auffangwanne 2 umläuft. Der Wulst 6 erstreckt
sich vorzugsweise über zumindest ein Viertel, bevorzugt zumindest über ein Drittel
der vertikalen Höhe h des Randabschnittes 5 (Fig. 2). Zweckmäßigerweise weist fernerhin
der Übergriffsabschnitt 4 des Behälterdeckels 3 ebenfalls einen nach außen vorkragenden
Wulst 7 auf, in den der Wulst 6 des Randabschnittes 5 einfasst. Auch der Wulst 7 läuft
zweckmäßigerweise über den Umfang des Behälterdeckels 3 um. Durch die ineinandergreifenden
Wülste 6, 7 wird die Rastverbindung zwischen Übergriffsabschnitt 4 und Randabschnitt
5 verwirklicht. Dabei liegt es im Rahmen der Erfindung, dass diese Rastverbindung
über den Behälterumfang umläuft. Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel ist der Wulst
7 nicht nur Komplementär-Rastelement, sondern auch Komplementär-Formschlusselement
zu dem Wulst 6. Im Ausführungsbeispiel liegt die Außenseite des Wulstes 6 bereichsweise
formschlüssig an der Innenseite des Wulstes 7 an (Fig. 2). Dabei liegen bevorzugt
und im Ausführungsbeispiel vertikale Flächen 8, 9 der Wülste 6, 7 formschlüssig aneinander.
Der Wulst 7 am Übergriffsabschnitt 4 erstreckt sich zweckmäßigerweise über zumindest
ein Viertel, bevorzugt über zumindest ein Drittel der vertikalen Höhe h des Übergriffsabschnittes
4.
[0023] Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel weist der Randabschnitt 5 der Auffangwanne
2 außerhalb seines Wulstes 6 zumindest einen flächigen Außenabschnitt 10 auf, der
formschlüssig an einen flächigen Innenabschnitt 11 des Übergriffsabschnittes 4 anliegt.
Auch hier liegen vertikale Flächen 10, 11 formschlüssig aneinander. Es liegt im Rahmen
der Erfindung, dass sich dieser Formschluss zwischen den flächigen Abschnitten 10,
11 über den gesamten Umfang des Behälters erstreckt. Ebenso ist es zweckmäßig, wenn
sich auch der Formschluss zwischen den vertikalen Flächen 8 und 9 über den gesamten
Umfang des Behälters erstreckt.
[0024] Nach bevorzugter Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel weist der Behälterdeckel
3 eine Fixierungszunge 12 auf, die im fixierten Zustand des Behälterdeckels 3 den
Wulst 6 des Randabschnittes 5 hintergreift. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass
diese Fixierungszunge 12 über den Behälterumfang umläuft. Im Ausführungsbeispiel (siehe
insbesondere Fig. 2) bildet die Fixierungszunge 12 eine Flanke des Wulstes 7 am Übergriffsabschnitt
4. Die Fixierungszunge 12 bildet hier auch den unteren Rand des Behälterdeckels 3.
[0025] Beim Aufbringen des Behälterdeckels 3 auf die Auffangwanne 2 wird der Wulst 7 des
Übergriffsabschnittes 4 mit der Fixierungszunge 12 gleichsam über den Wulst 6 des
Randabschnittes 5 gestülpt. Dabei gleitet die elastisch nachgiebige Fixierungszunge
12 zunächst über eine Montageschräge 13 des Wulstes 6 und anschließend über die vertikale
Fläche 8 dieses Wulstes 6, um schließlich den Wulst 6 in der Endposition bzw. Fixierungsposition
(Fig. 2) zu hintergreifen.
[0026] Im Ausführungsbeispiel weist der Behälterdeckel 3 vier Öffnungen 14 auf, durch die
im fixierten Zustand des Behälterdeckels 3 jeweils ein Stutzen 15 des Innenbehälters
1 greift. Auf jeden Stutzen 15 ist eine Verschlusskappe 16 aufschraubbar. Im Bereich
jedes Stutzens 15 ist der Behälterdeckel 3 mit dem Innenbehälter 1 verbunden bzw.
an dem Innenbehälter 1 fixiert. Fig. 3 zeigt, dass dazu jeweils eine als Deckelmutter
17 ausgeführte Fixierungsmanschette auf einen Stutzen 15 aufschraubbar ist, so dass
der Behälterdeckel 3 gleichsam klemmend fixiert ist. Im Ausführungsbeispiel nach Fig.
3 ist zwischen Behälterdeckel 3 und Innenbehälter 1 noch ein Abdichtungsring 18 vorgesehen.
Der Behälterdeckel 3 wird also mit den Deckelmuttern 17 an den Stutzen 15 bzw. am
Innenbehälter 1 fixiert.
[0027] In Fig. 1 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters dargestellt, die
ein relativ großes Volumen hat. Dieses Volumen mag im Ausführungsbeispiel 1000 I betragen.
Die Fig. 4 und 5 zeigen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Behälters, die die
gleiche Grundfläche haben wie der Behälter in Fig. 1. Allerdings haben diese Behälter
eine geringere Höhe und damit ein geringeres Volumen als der Behälter in Fig. 1. Die
Produktfamilie der Behälter in den Fig. 1, 4 und 5 kann in vorteilhafter Weise dadurch
realisiert werden, dass für alle Behälter dieser Produktfamilie zunächst nur ein Kunststoffprodukt
(Hohlkörper) hergestellt werden muss, das in etwa die Größe des Behälters in Fig.
1 hat. Durch entsprechendes Abtrennen der oberen Bereiche oberhalb des Wulstes 6'
bzw. oberhalb des Wulstes 6" können dann die Auffangwannen 2 für die Behälter nach
den Fig. 4 und 5 erhalten werden. In allen Ausführungsvarianten nach den Fig. 1, 4
und 5 wird dann der Behälterdeckel 3 mit seinem Wulst 7 über den entsprechenden Wulst
6, 6' bzw. 6" gestülpt.
1. Doppelwandiger Behälter mit einem Innenbehälter (1) und einer Auffangwanne (2), in
der der Innenbehälter (1) aufgenommen ist, wobei die Auffangwanne (2) mit einem Behälterdeckel
(3) versehen ist, wobei der Behälterdeckel (3) einen Übergriffsabschnitt (4) aufweist,
der einen Randabschnitt (5) am oberen Rand der Auffangwanne (2) übergreift, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergriffsabschnitt (4) und der Randabschnitt (5) über eine Rastverbindung miteinander
verbunden sind.
2. Doppelwandiger Behälter nach Anspruch 1, wobei Übergriffsabschnitt (4) und Randabschnitt
(5) stoffschlussverbindungsfrei, insbesondere schweißverbindungsfrei miteinander verbunden
sind.
3. Doppelwandiger Behälter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei im Bereich der Rastverbindung
zwischen Übergriffsabschnitt (4) und Randabschnitt (5) zumindest bereichsweise ein
Formschluss zwischen Übergriffsabschnitt (4) und Randabschnitt (5) verwirklicht ist.
4. Doppelwandiger Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Randabschnitt
(5) der Auffangwanne (2) zumindest einen nach außen vorkragenden Wulst (6) als Rastelement
und/oder Formschlusselement aufweist.
5. Doppelwandiger Behälter nach Anspruch 4, wobei der Übergriffsabschnitt (4) des Behälterdeckels
(3) einen nach außen vorkragenden Wulst (7) aufweist, in den der Wulst (6) des Randabschnittes
(5) einfasst.
6. Doppelwandiger Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Behälterdeckel
(3) eine Fixierungszunge (12) aufweist, die im fixierten Zustand des Behälterdeckels
(3) einen Wulst (6) des Randabschnittes (5) hintergreift.
7. Doppelwandiger Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Behälterdeckel
(3) zumindest eine Öffnung (14) aufweist, durch die im fixierten Zustand des Behälterdeckels
(3) ein Stutzen (15) des Innenbehälters (1) greift.
8. Doppelwandiger Behälter nach Anspruch 7, wobei der Behälterdeckel (3) im Bereich eines
Stutzens (15) mit dem Innenbehälter (1) verbunden ist.
9. Verfahren zur Herstellung eines doppelwandigen Behälters nach einem der Ansprüche
1 bis 8, wobei zunächst der Innenbehälter (1), die Auffangwanne (2) und der Behälterdeckel
(3) hergestellt werden, wobei anschließend der Innenbehälter (1) in der Auffangwanne
(2) angeordnet wird, wobei daraufhin der Behälterdeckel (3) auf der Auffangwanne (2)
fixiert wird, indem beim Überstülpen des Behälterdeckels (3) auf die Auffangwanne
(2) eine Rastverbindung hergestellt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei Auffangwanne (2) und Behälterdeckel (3) als ein Kunststoffprodukt
in einem Arbeitsgang gefertigt werden und wobei daraufhin das Kunststoffprodukt in
Auffangwanne und Behälterdeckel aufgetrennt wird.