[0001] Die Erfindung betrifft ein Verkleidungselement zur Erstellung einer Fassade von Bauwerken.
[0002] Im Stand der Technik sind viele unterschiedliche Konstruktionsweisen bekannt, Fassaden
von Bauwerken auszubilden. Bei bestimmten herkömmlichen Konstruktionen wird bspw.
eine Fassade eines Bauwerks durch das nach außen abschließende Mauerwerk selbst, durch
eine gemauerte oder auf das Mauerwerk geklebte Fassadenelemente oder durch eine Putzschicht
und dergleichen erstellt bzw. gebildet oder durch Betonkonstruktionen, durch Verblendungen
mittels Glas, Metall oder sonstigen geeigneten Werkstoffen realisiert. Die vorgenannten,
in den Bereich der konventionellen Fassadenverkleidungen gehörenden Konstruktionen,
die vorangehend natürlich nicht abschließend aufgeführt sind, d.h. hier nur beispielhaft
verstanden werden sollen, werden regelmäßig unmittelbar an das zu erstellende Bauwerk
angepaßt, d.h. entweder unmittelbar vor Ort der Erstellung des Bauwerkes oder aber
an anderer Stelle vorkonfektioniert erstellt und unmittelbar am Bauwerk den konstruktiven
Vorgaben entsprechend angepaßt.
[0003] Alle diese Fassadenverkleidungen weisen, die eine Art der Ausbildung mehr, die andere
Art der Ausbildung weniger, Insgesamt aber den Nachteil auf, daB diese zum schnellen
Erstellen einer Fassade eines Bauwerkes, insbesondere auch für den industriellen Bereich,
bspw. zur Ausbildung von Fertigungs- und Lagerhallenfassaden, regelmäßig nicht geeignet
sind.
[0004] Man hat, um diesem Problem abhelfen zu können, sogenannte Lamellenfassaden entwickelt,
die aus einzelnen Lamellen bestehen, die an zuvor erstellten Rahmenkonstruktionen,
die auf einem Außenmauerwerk oder einer sonstwie geeignet ausgebildeten Außenwand
eines Bauwerks aufgebracht werden, einzeln befestigt werden. Diese Einzellamellen
weisen vorgegebene Längen und vorgegebene Breiten auf und können an sich die Probleme
der bekannten, oben erwähnten konventionellen Fassadenverkleidungslösungen teilweise
lösen, da diese gewissermaßen in bezug auf ihre geometrischen Ausmaße als Massenprodukte
hergestellt und bereitgestellt werden können, wobei die individuelle Anpassung dieser
einzelnen Lamellen am Ort des Bauwerkes schon einen verhältnismäßig geringen Aufwand
gegenüber den obigen konventionellen Konstruktionen verlangt.
[0005] Der Nachteil dieser bekannten Einzellamellen ist jedoch der, daß eine damit versehene
bzw. bekleidete Außenoberfläche immer noch eine im Prinzip offene Fläche in ihrer
Gesamtheit bildet, da die Einzellamellen auch im auf der Außenoberfläche bspw. montiertem
Zustand immer Einzellamellen bleiben, unabhängig von der Größe der derart zu bekleidenden
Fassade. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Einzellamellen ist der, daß, da jede
Einzellamelle gesondert montiert werden muß, die Geschwindigkeit, mit der Außenoberflächen
von Gebäuden ver- bzw. bekleidet werden sollen, verhältnismäßig gering ist, d.h. viel
Zeit dafür erforderlich ist, da jede Einzellamelle in die Hand genommen und jede einzeln
auch gesondert montiert werden muß. Darüber hinaus sind derart ausgebildete Fassaden
regelmäßig nicht unter allen äußeren optischen Betrachtungswinkeln dicht, so daß vielfach
auch bei bestimmten Betrachtungswinkeln die hinter einer Fassade aus Einzellamellen
liegenden Montage-, Stütz- und sonstige Elemente, bspw. Leitungen und Rohre, sichtbar
bleiben.
[0006] Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verkleidungselement zu schaffen,
mit dem eine schnelle, dichte und formstabile Verkleidung von Fassaden von Bauwerken
möglich ist, die dabei eine vollständig geschlossene Fassadenfläche ohne die Heranziehung
von gesonderten Verbindungselementen bildet und prinzipiell auch eine frei von gesonderten
Wandunterkonstruktionen, wie bei der Einzellamellenbefestigung nötig, errichtbare
Fassade ermöglicht, und wobei das Verkleidungselement derart vorkonfektionierbar sein
soll, daß es prinzipiell nur noch im Einzelfall auf eine gebäudespezifische Länge
aufgrund der konstruktiven Vorgaben des zu verkleidenden Gebäudes abgelängt zu werden
braucht, und daß das Verkleidungselement einfach und kostengünstig herstellbar sein
soll.
[0007] Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß ein im wesentlichen plattenförmiges
Element, an dem eine Mehrzahl im wesentlichen im Querschnitt winkelförmiger Vorsprünge
angeordnet sind, die von einer ersten Seite des plattenförmigen Elementes abstehen,
vorgesehen ist.
[0008] Anders als die bisherigen Einzelelemente können gemäß der Erfindung faktisch plattenförmige
Verkleidungselemente bereitgestellt werden, die letztlich eine beliebige geeignete
Länge und eine beliebige geeignete Breite haben können und die darüber hinaus auch
zur Schaffung unterschiedlicher optischer Erscheinungsbilder eine beliebige geeignete
Mehrzahl an besagten winkelförmigen Vorsprüngen, die vom plattenförmigen Element abstehen,
aufweisen können. Wenn man so will, kann man das erfindungsgemäße Verkleidungselement
als aus einer beliebigen Mehrzahl von integral miteinander verbundenen Einzellamellen
bestehenden Fassadenfläche ansehen.
[0009] Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht im wesentlichen darin,
daß die Montage derartiger erfindungsgemäßer Verkleidungselemente sehr schnell vonstatten
gehen kann, da mit einem Element in Abhängigkeit seiner vorkonfektionierten Größe
eine große Fassadenfläche abgedeckt werden kann. Da faktisch keine Löcher oder Durchbrüche,
wie bei herkömmlich mit Einzellamellen aufgebauten Fassaden vorkommen können, ist
eine derart aufgebaute Fassade prinzipiell optisch dicht und gestattet auch keinen
Durchtritt von Feuchtigkeit, Staub und sonstigen Mitteln oder Medien, die von außen
auf eine erfindungsgemäß verkleidete Fassade einwirken.
[0010] Um eine Mehrzahl der Verkleidungselemente schnell und sicher und im wesentlichen
werkzeug- und fremdmittelfrei verbinden zu können, weist das plattenförmige Element
an im wesentlichen gegenüberliegenden Seiten, bspw. bei einer vertikalen Montage des
Verkleidungselements an einer Außenwand oder einer Unterkonstruktion oben und unten,
Verbindungseinrichtungen auf, über die jeweils beidseitig benachbarte Verkleidungselemente
verbindbar sind.
[0011] Es sind unterschiedliche Verbindungselemente an dem Verkleidungselement denkbar,
um das Ziel einer möglichst dichten Verbindung zum benachbarten Verkleidungselement
herzustellen. Als sehr vorteilhaft herausgestellt hat es sich, eine Konstruktion für
die Verbindungseinrichtung zu wählen, bei der die eine Verbindungseinrichtung in Form
eines im Querschnitt stegförmigen Vorsprungs und die andere Verbindungseinrichtung
in Form eines im Querschnitt U-förmigen Aufnahmeteils ausgebildet ist. So kann bspw.
auf einfache weise der sternförmige Vorsprung des einen Verkleidungselementes in das
U-förmige Aufnahmeteil des dazu benachbart angeordneten Verkleidungselementes zur
Ausbildung der Verbindung lösbar eingefügt werden. Der Vorteil einer derartigen Lösung
ist zudem, daß für Reparatur-, Wartungs- und Austauschzwecke die Verkleidungselemente
auf einfache Weise voneinander lösbar sind, nämlich dadurch, daß der sternförmige
Vorsprung des einen Verkleidungselementes aus dem U-förmigen Aufnahmeteil des dazu
benachbart angeordneten Verkleidungselementes auf einfache Weise wieder herausziehbar
ist.
[0012] Dabei können die konstruktiven Ausgestaltungen des stegförmigen Vorsprungs und des
entsprechenden U-förmigen Aufnahmeteils so gewählt werden, daß nicht nur eine im wesentlichen
formschlüssige Verbindung jeweils zweier benachbarter Verkleidungselemente möglich
ist, sondern auch eine kraftschlüssige Verbindung zweier benachbarter Verkleidungselemente,
d.h. die Verbindungen jeweils derart sind, daß keine gesonderten Hilfskonstruktionen
mittels mechanischer Mittel wie bspw. Schrauben, Bolzen oder ggf. auch Klebemittel
erforderlich ist. Die gewählte erfindungsgemäße Konstruktion ist in der Lage, eine
Fassadenbekleidung zu schaffen, die im wesentlichen frei von Stütz- und Hilfskonstruktionen
ist.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verbindungselementes weist der sternförmige
Vorsprung der einen Verbindungseinrichtung an ihrem freien Ende eine Verdickung auf,
wohingegen vorteilhafterweise das U-förmige Aufnahmeteil der anderen Verbindungseinrichtung
an ihrem freien Ende des freien Schenkels ebenfalls eine Verdickung aufweist. Damit
ist es vorteilhafterweise möglich, mit äußerst einfachen Mitteln eine noch sicherere
und noch einfacherere Verbindung zweier benachbarter Verkleidungselemente zu schaffen,
da nämlich durch diese vorteilhaften Konstruktionen des Verkleidungselementes diese
im verbundenen Zustand jeweils zweier Verkleidungselemente die Verdickung des stegförmigen
Vorsprungs des ersten Verbindungselementes rastend hinter die Verdikkung des einen
Schenkels des U-förmigen Aufnahmeteils greift. Die Verdickungen sind jeweils derart
bemessen, daß dann, wenn der sternförmige Vorsprung in die U-förmige Aufnahme hineingleitet
wird, eine geringfügige elastische Verformung der beiden Schenkel der U-förmigen Aufnahme
vonstatten geht, bis die Verdickung am stegförmigen Vorsprung der einen Verbindungseinrichtung
über die Verdickung an dem einen Schenkel des U-förmigen Aufnahmeteils der anderen
Verbindungseinrichtung herübergeglitten ist und die beiden elastisch verformten Schenkel
des U-förmigen Aufnahmeteils wieder in ihre unverformte Ausgangsstellung zurückgehen.
[0014] Das Verkleidungselement kann vorzugsweise derart weitergebildet sein, daß das plattenförmige
Element eine Mehrzahl von Vorsprüngen aufweist, die von einer zweiten Seite des plattenförmigen
Elementes abstehen. Diese quasi auf der Rückseite des plattenförmigen Elementes vorgesehenen
Vorsprünge können einerseits der Erhöhung der Verbindungsstabilitat des Verkleidungselementes
dienen, so daß das plattenförmige Element dennoch sehr leicht ausgebildet sein kann,
wobei die Vorsprünge andererseits selbst auch ein einfaches Mittel sind, damit das
Verkleidungselement rückwärtig auf dem zu verkleidenden Gerüst bzw. dem zu verkleidenden
Mauerwerk oder der zu verkleidenden Tragekonstruktion eines Bauwerks abgestützt werden
kann und ggf. noch als zusätzliches Befestigungsmittel verwendet werden kann.
[0015] Grundsätzlich können die Vorsprünge an beliebigen geeigneten Stellen auf der zweiten
Seite des plattenförmigen Elementes angeordnet sein, wobei die Anzahl und die Wahl
der Ausbildung der Vorsprünge in Abhängigkeit des späteren Einsatzes des Verkleidungselementes
im Rahmen der Konstruktion bzw. Herstellung des Verkleidungselementes gewählt werden
kann. Vorteilhaft ist es, da konstruktiv einfach ausbildbar und auf einfache Weise
eine hohe Eigenstabilität des Verkleidungselements schaffend, die Vorsprünge den winkelförmigen
Vorsprüngen auf der ersten Seite des plattenförmigen Elementes im wesentlichen gegenüberliegend
auf der zweiten Seite des plattenförmigen Elementes anzuordnen. Somit werden faktisch
stabilitätsvergrößernde Werkstoffknoten im Querschnitt des Verkleidungselementes geschaffen.
[0016] Die winkelförmigen Vorsprünge können grundsätzlich beliebige geeignete Winkel in
bezug auf die Schenkelwinkelung haben, wobei diese Winkel prinzipiell sogar bei einem
Verkleidungselement bei unterschiedlich darauf angeordneten Vorsprüngen unterschiedlich
groß sein können. Vorteilhaft ist es aber, das Verkleidungselement derart auszugestalten,
daß die Schenkel der winkelförmigen Vorsprünge einen Winkel einschließen, der größer
als 90° ist, wobei es besonders vorteilhaft ist, den Winkel so zu wählen, daß dieser
im wesentlichen in einem Bereich von 110° bis 130° liegt. Durch die voraufgeführten
Winkel ist gewährleistet, daß immer sichergestellt ist, daß auf das Verkleidungselement
auf bei im wesentlichen vertikaler Montage auftreffendes Regenwasser immer sicher
nach außen, d.h. vom Verkleidungselement nach außen weg, ablaufen kann.
[0017] Auch der an das plattenförmige Element anschließende Schenkel des winkelförmigen
Vorsprungs, mit dem das plattenförmige Element einen Winkel einschließt, kann an sich
beliebig geeignet an das plattenförmige Element in bezug auf seine Anschlußwinkel
angepaßt gewählt werden, wobei dieser Winkel auch ein bei der konstruktiven Konzeption
des Verkleidungselementes berücksichtigbarer Parameter ist, d.h. in Abhängigkeit des
späteren Einsatzes des Verkleidungselementes schon im Zuge der Herstellung gewählt
werden kann.
[0018] Auch hier ist es aber vorteilhaft, das Verkleidungselement derart auszugestalten,
daß der Schenkel des winkelförmigen Vorsprungs mit dem plattenförmigen Element einen
Winkel einschließt, der kleiner als 90° ist, wobei es auch in diesem Falle sehr vorteilhaft
ist, den Winkel im wesentlichen in einem Bereich von 70° bis 50° zu wählen.
[0019] Bei einer noch anderen vorteilhaften Ausgestaltung des Verbindungselementes ist der
Bereich des plattenförmigen Elementes, auf den der diesem zugeordnete Schenkel des
winkelförmigen Vorsprungs auftrifft, im Querschnitt verdünnt gegenüber der übrigen
Dicke des plattenförmigen Elementes ausgebildet, wodurch auf einfache Weise eine Abrißkante
für auftreffendes Wasser auf der ersten Seite des plattenförmigen Elementes geschaffen
wird, wenn bspw. des Verbindungselement in im wesentlichen vertikaler Richtung montiert
ist.
[0020] Da es sich bei dem erfindungsgemäßen Verbindungselement um ein Massenprodukt handelt,
d.h. in großer Menge auf einfache Weise kostengünstig herstellbar sein soll, ist es
vorteilhaft, dieses bspw. als Stranggußprofil auszubilden, wobei mittels der bekannten
Stranggußtechnik auch komplizierte Querschnittsformen, wie bspw. bei dem erfindungsgemäßen
Verbindungselement, schnell und kostengünstig herstellbar sind und eine hohe Eigenstabilität
aufweisen.
[0021] Als Werkstoff zur Ausbildung des Verbindungselementes sind beliebige geeignete metallische
Werkstoffe, bspw. vorzugsweise Aluminium oder eine Aluminiumlegierung, möglich. Aluminium
hat insbesondere aufgrund der erfindungsgemäßen Querschnittskonstruktion des Verkleidungselementes
den Vorteil, daß dieses einerseits hochstabil und andererseits sehr leicht ausgebildet
sein kann.
[0022] Es ist aber vorzugsweise auch möglich, als Werkstoff des Verkleidungselementes einen
Kunststoffwerkstoff, ggf. faser- und/oder metallgewebeverstärkt, zu wählen. Auch in
diesem Falle können zur Herstellung der Verkleidungselemente die bekannten Stranggußprofiltechniken
verwendet werden, d.h. auch die bei dieser Herstellungs- bzw. Fertigungstechnik gegebenen
Vorteile genutzt werden.
[0023] Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand eines
Ausführungsbeispieles im einzelnen beschrieben. Darin zeigen:
- Fig. 1
- im Querschnitt ein Verkleidungselement gem. der Erfindung in einem Maßstab annähernd
1 : 1,
- Fig. 2
- im Querschnitt in vergrößerter Darstellung das Detail A von Fig. 1,
- Fig. 3
- im Querschnitt in vergrößertem Maßstab das Detail B von Fig. 1,
- Fig. 4
- im Querschnitt in vergrößertem Maßstab das Detail C von Fig. 1 und
- Fig. 5
- im Querschnitt in vergrößertem Maßstab das Detail D von Fig. 1.
[0024] Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen, in der der grundsätzliche Aufbau eines Verkleidungselementes
10 gemäß der Erfindung im Querschnitt dargestellt ist. Das in Fig. 1 dargestellte
Verkleidungselement 10 ist in einem annähernden Maßstab 1 : 1 dargestellt, d.h. eine
mögliche Ausgestaltung des Verkleidungselements in bezug auf seine Höhe und Breite
entspricht der Darstellung der Fig. 1. Die Länge, d.h. bei Betrachtung der Fig. 1
in das Blatt hinein bzw. aus dem Blatt heraus, kann beliebig geeignet gewählt werden,
wobei Längen des Verkleidungselementes 10 von einem bis mehreren Metern möglich sind.
[0025] Das Grundelement des Verkleidungselementes 10 ist ein plattenförmiges Element 11.
Auf dem plattenförmigen Element 11 sind im wesentlichen gleich voneinander beabstandet
vier im Querschnitt winkelförmige Vorsprünge 19 angeordnet. Die winkelförmigen Vorsprünge
19 weisen im an ein Gebäude (nicht dargestellten) eingebrachten Zustand des Verkleidungselementes
10 nach außen, d.h. bei Betrachtung der Fig. 1 nach links. Es sei darauf hingewiesen,
daß in Abhängigkeit der Größe des Verkleidungselementes 10 und der Größe der gewählten
winkelförmigen Vorsprünge 19 auch weniger oder mehr als vier winkelförmige Vorsprünge
19 an dem plattenförmigen Element 11 vorgesehen sein können.
[0026] Der Winkel 192 zwischen den beiden Schenkeln 190, 191 des winkelförmigen Vorsprungs
19 beträgt bei dem dargestellten Verkleidungselement 10 120°. Der Winkel 193 zwischen
dem plattenförmigen Element 11 und dem anschließenden Schenkel 191 des winkelförmigen
Vorsprungs 19 beträgt hier 60°. Es sei darauf hingewiesen, daß natürlich auch andere
Winkel, je nach Vorgaben und Einsatzort des Verkleidungselementes 10, möglich sind.
[0027] Am plattenförmigen Element 11 sind an den gegenüberliegenden Seiten 14, 15, bei Betrachtung
der Darstellung von Fig. 1 oben und unten, Verbindungseinrichtungen 17.18 vorgesehen.
Die in der Fig. 1 obere Verbindungseinrichtung ist als im Querschnitt stegförmiger
Vorsprung 20 ausgebildet. Die in der Zeichnung unten dargestellte Verbindungseinrichtung
18 ist in Form eines im Querschnitt U-förmigen Aufnahmeteils 21 ausgebildet. Der obere
sternförmige Vorsprung 20 ist im Vergleich zur durch die zweite Seite 14 des plattenförmigen
Elementes 11 gebildeten Fläche in etwa um die Querschnittsdicke 24 des plattenförmigen
Elementes 11, in bezug auf die Darstellung von Fig. 1 nach rechts versetzt, ausgebildet.
An dem freien Ende 200 des stegförmigen Vorsprungs ist eine Verdickung 201 vorgesehen,
d.h. eine Verdickung gegenüber der Querschnittsdicke des stegförmigen Vorsprungs 20,
deren Bedeutung noch weiter unten erläutert wird.
[0028] Der eine Schenkel 212 des U-förmigen Aufnahmeteils 21 an der in der Darstellung gemäß
Fig. 2 unteren Seite 16 des Verkleidungselements 10 weist ebenfalls eine Verdickung
211 am freien Ende 210 des Schenkels 212 auf. Der zweite Schenkel 213 des U-förmigen
Aufnahmeteils 21 ist sehr viel länger als der erste Schenkel 212 ausgebildet, wobei
die Bedeutung dieses Merkmals noch weiter unten im Zusammenhang mit dem oberen stegförmigen
Vorsprung dargelegt wird.
[0029] Auf der schon erwähnten zweiten Seite 14 des plattenförmigen Elements ist eine Mehrzahl
von Vorsprüngen 22 vorgesehen. Diese stehen im wesentlichen von dem plattenförmigen
Element 11 rechtwinklig ab. Bei der in den Figuren dargestellten Ausführungsform des
Verkleidungselementes 10 sind die Vorsprünge 22 derart angeordnet, daß sie den Befestigungsbereichen
der winkelförmigen Vorsprünge 19 am plattenförmigen Element 10 gegenüberliegend angeordnet
sind. Im Bereich der Angrenzungsorte der winkelförmigen Vorsprünge an das plattenförmige
Element 11 ist ein Bereich 23 des plattenförmigen Elementes 11 vorgesehen, in den
die Querschnittsdicke 24 gegenüber der Querschnittsdicke der übrigen Bereiche des
plattenförmigen Elementes 10 dünner ausgebildet ist, s. auch das Detail C gemäß Fig.
4.
[0030] Es wird nun Bezug genommen auf die Fig. 2, die das Detail A von Fig. 1 zeigt, und
Fig. 3, die das Detail B von Fig. 1 zeigt. Fig. 3 zeigt eine realisierte Verbindung
bzw. einen verbundenen Zustand zwischen zwei Verkleidungselementen 10, wobei in Fig.
3 das "obere" Verkleidungselement in durchgezogenen Linien dargestellt ist, wohingegen
das untere Verkleidungselement 10 von dem nur der sternförmige Vorsprung 20 gezeigt
ist, gestrichelt dargestellt ist.
[0031] Die Höhe bzw. de Dicke der Verdickung 201 des stegförmigen Vorsprungs 20 des unteren
plattenförmigen Elements 11 und die Dicke bzw. Höhe der Verdickung 211 des einen Schenkels
212 des U-förmigen Aufnahmeteils 21 des oberen plattenförmigen Elementes 11 sind derart
bemessen, daß bei einem Hineinschieben des stegförmigen Vorsprungs 20 zwischen die
Schenkel 212, 213 des U-förmigen Aufnahmeteils 21 des oberen plattenförmigen Elements
11 eine geringfügige elastische Verformung, d.h. eine Spreizung der beiden Schenkel
212, 213 erfolgt, so daß der sternförmige Vorsprung 20 bzw. seine Verdickung 201 des
unteren plattenförmigen Elementes 11 hinter die Verdickung 211 gleiten kann, d.h.
in das U-förmige Aufnahmeteil 21 weiter hinein, so daß Infolge dieser Bewegung dann
die beiden Winkel 212, 213 wieder in ihre ursprüngliche Stellung zurückgehen und beide
Verdickungen 201, 211 eine verrastete Endstellung bilden. In dieser Stellung, wie
sie in Fig. 3 dargestellt ist, sind beide Verkleidungselemente 10 kraftschlüssig miteinander
verbunden. Durch entsprechend große Gegenkraft, ausgeübt entgegen der Richtung des
Pfeiles 26, können wiederum unter elastischer Verformung der beiden Schenkel 212,
213 des U-förmigen Aufnahmeteils 21 beide plattenförmige Elemente voneinander getrennt
werden. Die Verbindung zweier benachbarter Verkleidungselemente 10 ist somit eine
kraftschlüssige Verbindung, die allerdings lösbar ausgebildet ist.
[0032] Wie oben schon angedeutet, ist der stegartige Vorsprung 20, bezogen auf die Darstellungen
von Fig. 1 und 2 nach rechts, versetzt zur durch die zweite Seite 16 des plattenförmigen
Elementes 11 aufgespannten Fläche. Die Größe der Versetzung ist so bemessen, daß im
miteinander verbundenen Zustand zweier plattenförmiger Elemente 11, s. Fig. 3, die
aufgespannten Flächen auf den Seiten 15 und 16 der benachbarten plattenförmigen Elemente
11 in jeweils gleichen Ebenen liegen. Dadurch ist eine absolut ebene Montage einer
beliebigen Zahl plattenförmiger Elemente 11 möglich.
[0033] Der zweite Schenkel 213 des U-förmigen Aufnahmeteils 21 dient zur Führung und zur
Anlage des stegförmigen Vorsprungs 20, vgl. auch Fig. 3, d.h. bei der Montage zweier
benachbarter plattenförmigen Elemente braucht der sternförmige Vorsprung 20 nur an
die innere Seite des Schenkels 213 des benachbarten plattenförmigen Elementes 11 herangelegt
zu werden und in Richtung des Pfeiles 26 in eine sich gegenseitig verrastende Stellung
geschoben zu werden.
[0034] Auf dem zweiten Schenkel 213 ist auf der zur Seite 16 gerichteten Seite des plattenförmigen
Elementes 11 eine Rille 25 vorgesehen, die die Funktion einer Wasserabreißkante hat.
[0035] Sollen in dem Verkleidungselement 10 für bestimmte Zwekke Installationen vorgenommen
werden, können Öffnungen (nicht dargestellt) in den plattenförmigen Element 11 vorgesehen
werden, was im Zuge der Montage der Verbindungselemente 10 vor Ort geschehen kann,
was im übrigen gleicherweise auch bspw. zur Schaffung von Ent- bzw. Belüftungsöffnungen
möglich ist.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 10
- Verkleidungselement
- 11
- plattenförmiges Element
- 12
- 13
- erste Seite (plattenförmiges Element)
- 14
- zweite Seite (plattenförmiges Element)
- 15
- Seite (plattenförmiges Element)
- 16
- Seite (plattenförmiges Element)
- 17
- Verbindungseinrichtung
- 18
- Verbindungseinrichtung
- 19
- winkelförmiger Vorsprung
- 190
- Schenkel 1 (winkelförmiger Vorsprung)
- 191
- Schenkel (winkelförmiger Vorsprung)
- 192
- Winkel
- 193
- Winkel
- 20
- stegförmiger Vorsprung
- 200
- freies Ende
- 201
- Verdickung
- 202
- Winkel
- 21
- U-förmiges Aufnahmeteil
- 210
- freies Ende
- 211
- Verdickung
- 212
- Schenkel
- 213
- Schenkel
- 22
- Vorsprung
- 23
- Bereich
- 24
- Querschnittsdicke (plattenförmiges Element)
- 25
- Rille
- 26
- Pfeil
1. Verkleidungselement zur Erstellung einer Fassade von Bauwerken, gekennzeichnet durch ein im wesentlichen plattenförmiges Element (11), wobei das plattenförmige Element
(11) an im wesentlichen gegenüberliegenden Seiten (15. 16) Verbindungseinrichtungen
(17, 18) aufweist, über die ein jeweils benachbartes Verkleidungselement (10) verbindbar
ist.
2. Verkleidungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am plattenförmigen Element (11) eine Mehrzahl von Vorsprüngen (19) angeordnet sind,
die von der einen ersten Seite (13) des plattenförmigen Elementes (11) abstehen.
3. Verkleidungselement nach einem oder beiden der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Verbindungseinrichtung (17) in Form eines im Querschnitt stegförmigen Vorsprungs
(20) und die andere Verbindungseinrichtung (18) in Form eines im Querschnitt U-förmigen
Aufnahmeteils (21) ausgebildet ist.
4. Verkleidungselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der stegförmige Vorsprung (20) des einen Verkleidungselementes (10) in das U-förmige
Aufnahmeteil (21) des dazu benachbart angeordneten Verkleidungselementes (10) zur
Ausbildung der Verbindung lösbar einfügbar ist.
5. Verkleidungselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Verkleidungselemente (10) untereinander wenigstens kraftschlüssig
erfolgt.
6. Verkleidungselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der stegförmige Vorsprung (20) der einen Verbindungseinrichtung (17) an ihrem freien
Ende (200) eine Verdickung (201) aufweist.
7. Verkleidungselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das U-förmige Aufnahmeteil (21) der anderen Verbindungseinrichtung (18) an ihrem
freien Ende (210) des einen Schenkels (212) eine Verdickung (211) aufweist.
8. Verkleidungselement nach einem oder beiden der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß im verbundenen Zustand zweier Verkleidungselemente (10) die Verdickung (201) des
stegförmigen Vorsprungs (20) des einen Verbindungselementes (17) rastend hinter die
Verdikkung (211) des einen Schenkels (212) des U-förmigen Aufnahmeteils (21) greift.
9. Verkleidungselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das plattenförmige Element (11) eine Mehrzahl von Vorsprüngen (22) aufweist, die
von einer zweiten Seite (14) des plattenförmigen Elementes (11) abstehen.
10. Verbindungselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß dieses aus einem Stranggußprofil besteht.
11. Verbindungselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff des Verbindungselementes (10) ein metallischer Werkstoff ist.
12. Verkleidungselement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff des Verkleidungselementes (10) ein Kunststoffwerkstoff ist.