Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsanordnung mit einem Gehäuse, einem in dem
Gehäuse angeordneten Leuchtmittel, dessen Strahlung durch eine oder mehrere Gehäuseöffnungen
aus dem Gehäuse austritt und Mitteln zum Entblenden dieser Strahlung, wobei wenigstens
eine Gehäuseöffnung seitlich angeordnet ist.
Stand der Technik
[0002] Beleuchtungsanordnungen für den Innenbereich werden üblicherweise entweder in die
Wand oder Decke integriert, daran vorgesehen oder hängen als Pendelleuchten von der
Decke herab. Die Pendelleuchten haben meist ein quaderförmiges, nach unten offenes
Gehäuse. Auf der Oberseite oder an den Enden des Gehäuses ist die Aufhängung befestigt.
[0003] Bei den bekannten Pendelleuchten tritt das Licht aus der nach unten gerichteten Öffnung
aus dem Gehäuse aus. Um direkte Einsicht auf das Leuchtmittel und dadurch verursachte
Blendung zu vermeiden, wird die Öffnung mit Lamellen versehen.
[0004] Es sind weiterhin Platten bekannt, die auf der Oberfläche mit Mikroprismen versehen
sind. An diesen Mikroprismen wird das Licht abgelenkt. Bei Einsatz einer solchen Mikroprismenplatte
in der Austrittsöffnung eines Leuchtengehäuses wird eine Blendung des Betrachters
vermieden. Nachteilig bei diesen Platten ist es, daß diese leicht verschmutzen und
verstauben. Verunreinigungen und Fingerabdrücke sind dauerhaft auf der Oberfläche
sichtbar. Die Handhabung der scharfkantigen Platten kann zu Verletzungen führen.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Beleuchtungsanordnung der eingangs genannten Art
mit verbessertem Leuchtverhalten und leichter Handhabung zu schaffen.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Gehäuseabdeckung mit einer
transparenten Abdeckung verschlossen ist, die auf der Außenseite mit einer Mikrostruktur
profiliert ist, die Mikrostruktur ihrerseits mit einer transparenten, glatten Abdeckung
versehen ist, wobei die Mikrostruktur entblendend ausgebildet ist. Die Mikrostruktur
kann insbesondere derart ausgebildet sein, daß der für Personen sichtbare Winkelbereich
entblendet ist.
[0007] Bei dieser Anordnung tritt die Strahlung nicht nur nach unten, sondern in jeden gewünschten
Winkelbereich aus. Die dadurch verursachte Blendung wird durch die Verwendung einer
Abdeckung mit einer Mikrostruktur vermieden. Zur Vermeidung von Verschmutzung und
erleichterten Handhabung dieser Abdeckung ist eine weitere, glatte Abdeckung auf dem
Profil vorgesehen. Diese weitere Abdeckung lässt sich leicht reinigen und verschmutzt
nicht so leicht. Sie ist weiterhin ohne Verletzungsgefahr handhabbar.
[0008] Die Gehäuseöffnungen können sich entlang des überwiegenden Teils der Seitenbereiche
und nach unten hin erstrecken, und die Abdeckungen können in einem oder mehreren Rahmenteilen
angeordnet sein. Durch die Verwendung der profilierten Abdeckungen kann auch bei sehr
großen Lichtaustrittsöffnungen keine Blendung erfolgen.
[0009] Das Gehäuse kann einen rechteckigen Querschnitt aufweisen, von dem beide Seiten und
der untere Abschnitt Gehäuseöffnungen bilden, die von ebenen Platten mit profilierter
Oberfläche abgedeckt sind. Alternativ kann das Gehäuse aber auch einen mehreckigen,
ovalen oder kreisförmigen Querschnitt oder einen sonstigen organischen Querschnitt
aufweisen.
[0010] Es ist weiterhin möglich Formen vorzusehen, deren Querschnitt über die Länge des
Gehäuses veränderlich ist. So kann das Gehäuse sich an den Enden verjüngen, das Gehäuse
kann bogenförmig ausgestaltet sein oder treppenartig abgestuft sein.
[0011] Vorzugsweise sind die Abdeckungen aus gepresstem Acryl oder Glas. Alternativ kann
die Abdeckung auch aus gewalztem Material oder Folien bestehen. Aus gepresstem Acryl
ist das Profil mit der größten Präzision herstellbar. Die Abdeckungen können auch
aus einem brandhemmenden Kunststoff, insbesondere aus Polycarbonat bestehen.
[0012] Die Mikrostrukturen können Mikroprismen, insbesondere nach außen vorstehende Mikroprismen
sein. Dabei hat ein Mikroprisma Abmessungen im Bereich von einigen Zehntel Millimeter.
Alternativ sind auch gepresste, lineare oder gekreuzte Strukturen möglich. Vorzugsweise
variiert der Öffnungswinkel der Prismen oder linearen Strukturen über die Höhe der
Öffnung. Dann kann die seitlich abgestrahlte Strahlung gezielt in einen bevorzugten
Winkelbereich gelenkt werden. Andere Winkelbereiche werden hingegen nur geringfügig
oder gar nicht beleuchtet. Auf diese Weise erfolgt einerseits eine Entblendung, andererseits
eine verbesserte Beleuchtung in der gewünschten Richtung.
[0013] Vorzugsweise umfasst das Gehäuse zwei Endteile, welche über Rahmenteile miteinander
verbunden sind, wobei die Rahmenteile durch parallel zu den Endteilen verlaufende,
plane Spanten zusätzlich in ihrer Lage gehalten werden. Die Rahmenteile können profilierte
Streben sein, die über die gesamte Länge den gleichen Querschnitt haben. Das ermöglicht
eine kostengünstige Herstellung. Die Spanten können in Schlitzen oder Nuten, die in
den Streben senkrecht zu deren Längsachse vorgesehen sind, eingeführt werden. Das
Leuchtmittel, zum Beispiel eine Leuchtstofflampe, kann durch eine Aussparung in den
Spantenn hindurch geführt werden.
[0014] Vorzugsweise weist das Endteil eine Öffnung auf, in welche Verbindungselemente einsteckbar
sind. Die Verbindungselemente können dann eingerastet oder eingeklemmt werden. Diese
Verbindungselemente können variabel ausgewählt werden. Je nach Anwendung werden unterschiedliche
Verbindungselemente in das gleiche Gehäuse eingesetzt. Auf diese Weise entsteht ein
modulares System, dass leicht an die Anforderungen angepasst werden kann.
[0015] In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Verbindungselemente gelenkig miteinander
und/oder mit Befestigungsvorrichtungen verbindbar. Dann können mehrere Leuchten miteinander
verbunden werden. Der Verbindungswinkel ist dabei variabel.
[0016] Es können mehrere Leuchmittel mit unterschiedlichem Wellenlängenspektrum vorgesehen
sein und Steuermittel, über welches die Strahlungsintensitäten der einzelnen Leuchtmittel
einstellbar sind. Ein Leuchtmittel kann ein Spektrum mit besonders hoher Intensität
im kurzwelligen Spektralbereich und ein weiteres Leuchtmittel kann ein Spektrum mit
besonders hoher Intensität im längerwelligen Spektralbereich aufweisen. Dann kann
das Licht zum Beispiel zwischen einem kalten, eher blauen Spektrum, entsprechend einer
hohen Strahlungstemperatur, und einem warmen, eher roten Spektrum, entsprechend einer
niedrigen Strahlungstemperatur, variiert werden.
[0017] Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Ausführungsbeispiele
sind nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0018]
- Fig.1
- ist eine Explosionsdarstellung einer modular aufgebauten Beleuchtungsanordnung
- Fig.2
- ist ein Querschnitt durch die Beleuchtungsanordnung aus Fig.1
- Fig.3
- ist ein Längsschnitt durch die Beleuchtungsanordnung aus Fig.1
- Fig.4
- ist eine perspektivische Ansicht der geöffneten Beleuchtungsanordnung aus Fig.1
- Fig.5
- ist eine perspektivische Ansicht der geöffneten Beleuchtungsanordnung aus Fig.4 mit
anderer Perspektive
- Fig.6
- ist eine Detailansicht der Beleuchtungsanordnung aus Fig.1
- Fig.7
- ist eine Detailansicht aus Fig.1 mit einem Endteil und einem Verbindungsteil.
- Fig.8
- ist ein Schnitt durch zwei Verbindungsteile.
- Fig.9
- ist eine vergrößerte, perspektivische Darstellung einer Mikroprismenplatte.
- Fig.10
- ist ein Querschnitt durch eine Mikroprismenplatte mit Prismen gleicher Größe
- Fig.11
- zeigt den Strahlenverlauf für die Anordnung aus Fig.10.
- Fig.12
- ist ein Querschnitt durch eine Mikroprismenplatte mit Prismen mit unterschiedlichen
Prismenwinkeln in verschiedenen Bereichen.
- Fig.13
- zeigt den Strahlenverlauf für die Anordnung aus Fig.12.
- Fig. 14
- ist ein Querschnitt durch eine Mikroprismenplatte mit nach innen gerichteten Prismen.
- Fig.15
- zeigt den Strahlenverlauf für die Anordnung aus Fig.14.
- Fig.16
- veranschaulicht ein Gelenk mit zwei Leuchtenelementen in Explosionsdarstellung.
- Fig.17
- veranschaulicht das Gelenk aus Fig.16 aus einer anderen Perspektive.
- Fig.18
- veranschaulicht ein Gelenk für mehrere Leuchtenelemente nach Fig.16 in zusammengesetztem
Zustand.
- Fig.19
- ist eine Detaildarstellung der Beleuchtungsanordnung aus Fig.1 mit einer elektrischen
Steckverbindung.
- Fig. 20
- ist eine Detaildarstellung analog zu Fig.19 aus einer anderen Perspektive.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0019] In Fig.1 ist eine Explosionsdarstellung einer modular aufgebauten Beleuchtungsanordnung
10 dargestellt. In Fig.2 ist ein Querschnitt und in Fig.3 ein Längsschnitt durch die
Anordnung dargestellt. Fig.4 und 5 zeigen die Anordnung in zusammengebautem Zustand.
In allen Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0020] Die Beleuchtungsanordnung umfasst ein Gehäuse 12. Das Gehäuse 12 umfasst zwei parallele,
plane Endteile 14 und 16. Die Endteile 14 und 16 sind quadratisch und parallel angeordnet.
An den Ecken der Endteile 14 und 16 sind Verbindungsstreben 18, 20, 22 und 24 eingesteckt.
Die Verbindungsstreben sind etwas länger als eine Leuchtstofflampe normierter Größe.
Sie verbinden die Endteile 14 und 16.
[0021] Die von den Endteilen 14 und 16 und den Verbindungsstreben 18, 20, 22 und 24 gebildeten
seitlichen Öffnungen 26 und 28, sowie die nach unten gerichtete Öffnung 30 sind von
nachstehend näher beschriebenen Mikroprismen-Platten abgedeckt. In Fig. 1 ist lediglich
eine seitliche Mikroprismenplatte 32 angedeutet.
[0022] Die obere Öffnung 34 ist von einer metallischen Abdeckung 36 abgedeckt. Diese bildet
eine breite Nut entlang der gesamten Länge des Gehäuses, in welcher das Vorschaltgerät
38 und die Kabelzuführungen angeordnet sind. Auf der Unterseite ist eine Leuchtstofflampe
40 angebracht. Die Abdeckung 36 ist in den seitlichen Bereichen 42 mit einer Vielzahl
paralleler Schlitze versehen, durch die ebenfalls Licht austreten kann (s. auch Fig.19).
Im übrigen ist die Abdeckung aus dem opakem Material des übrigen Gehäuses, zum Beispiel
verchromtem Metall oder dergleichen. Die Oberseite der Abdeckung ist mit einer weiteren,
transparenten, opalen Abdeckung 44 mit dem übrigen Gehäuse mittig verschraubt. Hierfür
sind Schrauben 43 vorgesehen. Das erlaubt bei Erwärmung eine Ausdehnung der Abdeckung
in beiden Richtungen. An den Enden der Abdeckung sind Bedienlöcher 45 vorgesehen.
Die Bedienlöcher 45 erleichtern das Herausnehmen der Abdeckung z.B. bei Wartung. Korrespondierende
Löcher 47 sind in der Abdeckung 36 vorgesehen.
[0023] Die Endteile 14 und 16 sind mit vertikalen, rechteckigen Schlitzen 46 versehen (s.
auch Fig.7). In die Schlitze ist ein quaderförmiger Vorsprung 48 einsteckbar, der
auf einem Verbindungsteil 50 sitzt. Das Verbindungsteil weist eine vertikale Bohrung
auf, in welche ein Rohr 52 einsteckbar ist. Mit dem Rohr 52 wird die Leuchte zum Beispiel
an einer Decke befestigt. In dem Rohr 52 sind die elektrischen Zuleitungen für die
Versorgung des Leuchtmittels untergebracht.
[0024] Der Schlitz 46 weist auf der Innenseite im unteren Rand und ein vorspringendes, dachförmiges
Profil 49 auf. Das Verbindungsteil 50 weist ein korrespondierendes Profil 51 auf,
das in Fig. 8 ebenfalls erkennbar ist. Das Verbindungsteil 50 wird beim Zusammenbau
in den Schlitz 46 eingesteckt, so daß die Profile formschlüssig aufeinander liegen.
Eine versenkbare Schraube wird durch eine entsprechende Gewindebohrung 53 bis in das
Profil 51 (Fig. 7 und 8) geschraubt. Die Schraube fixiert auf diese Weise das Verbindungsteil
in seiner Lage.
[0025] Da die Anordnung vergleichsweise lang ist, sind die Streben 18, 20, 22 und 24 mit
Schlitzen 60 versehen, in welche Spanten (Stützeinsätze) 54 aus Metall oder einem
transparenten Material eingesetzt sind. Dies ist im Querschnitt in Fig.2 und in der
Detailansicht in Fig. 6 noch einmal genauer dargestellt.
[0026] Die Streben 18, 20, 22 und 24 sind mit kreisförmigen Vorsprüngen 56 versehen, die
sich in die Richtung des Leuchtmittels 40 erstrecken. Die Vorsprünge 56 weisen eine
Mittenbohrung 58 auf. Schlitze 60 entlang der Strebe 18 dienen als Aufnahme für die
Spanten 54. Die Spanten 54 sind plan und liegen in einer Ebene quer zu den Verbindungsstreben.
Sie weisen vier Fahnen 62, 64, 66 und 68 auf, die sich in Richtung der Verbindungsstreben
erstrecken. Jede der Fahnen ist an ihrem Ende mit einer Bohrung versehen, die in eingebautem
Zustand mit der Bohrung 58 der Verbindungsstrebe 18 korrespondiert. Ein Draht oder
ein Rohr, die durch die Bohrungen gefädelt wird, hält die Spanten und die Verbindungsstreben
zusammen. Solange die Endkappen nicht aufgesetzt sind, sind die Spanten 54 um Achsen
55 drehbar gelagert. Das erleichtert die Montage.
[0027] Die Abdeckungen 70 und die Mikroprismenplatten 72 sind an den außen liegenden Kanten
74 angeschliffen. Dies ist in Fig. 6 gezeigt. Die Verbindungsstreben und die Endstücke
14 und 16 haben ein korrespondierendes Profil. Dieser Facettenschliff ist insbesondere
an den Endstücken so ausgelegt, daß Toleranzen aufgrund der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten
der Materialien kompensiert wird. Dabei wird berücksichtigt, daß die Endstücke aufgrund
der größeren Ausdehnung in dieser Richtung größere Toleranzen aufweisen müssen. Der
umlaufende Facettenschliff ermöglicht den Formschluß zwischen den Platten und den
Gußteilen (Endteilen) bzw. den Streben und den Endteilen.
[0028] Durch die Profile werden die Abdeckungen in ihrer Lage gehalten. Die seitlichen Gehäuseöffnungen
und die nach unten ausgerichtete Gehäuseöffnung sind auf diese Weise mit Glasplatten
70 abgedeckt. Auf der Innenseite der Glasplatten 70 sind jeweils Mikroprismenplatten
72 angeordnet. Die Mikroprismenplatten 72 sind aus Acryl gepresst. Sie weisen eine
Vielzahl von Mikroprismen auf, die nach außen zur Glasplatte 70 hin vorstehen. Die
Glasplatte schützt entsprechend die Vorsprünge vor Beschädigung und Verschmutzung.
[0029] In Fig. 9 ist ein Ausschnitt einer solchen Mikroprismenplatte 72 im Detail dargestellt.
Die Mikroprismen 71 bestehen im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus pyramidenförmigen
Vorsprüngen, die unmittelbar nebeneinander angeordnet sind. Die Ablenkung eines Lichtstrahls
wird dabei unter anderem von den Neigungswinkeln α und β der Prismenflächen bestimmt.
Es hat sich herausgestellt, daß ein Verhältnis der Höhe der Mikroprismen zur Gesamthöhe
der Struktur von 1:3 besonders günstig herstellbar ist. Die Mikroprismen sind kleiner
als 2 mm und werden mit hoher Qualität durch Pressen produziert.
[0030] Der Effekt unterschiedlicher Winkel an einer seitlich angeordneten Mikroprismenplatte
ist in den Figuren 10 bis 15 dargestellt. In Fig. 10 ist ein Ausschnitt aus einer
Mikroprismenplatte 73 dargestellt. Die Prismen haben einen Öffnungswinkel 75 von 60°.
In Fig. 10 ist ebenfalls ein schematisch dargestelltes Leuchtmittel 77 gezeigt. In
Fig.11 ist der Verlauf der Lichtstrahlen 79 dargestellt. Die Lichtstrahlen 79 werden
an der Mikroprismenplatte 73 aus Fig.10 abgelenkt. Man erkennt, daß bei der gezeigten
Konfiguration innerhalb eines Beobachtungswinkels 81 von 33,5° gegenüber der Horizontalen
83 nur sehr wenig Strahlung austritt, während der überwiegende Teil der Strahlung
sich in den steil nach unten und oben gerichteten Bereichen konzentriert. Auf diese
Weise wird eine Blendung von Betrachtern im entfernteren Bereich vermieden. Der unterhalb
der Leuchte befindliche Raumbereich, z.B. ein Arbeitsplatz wird hingegen gut beleuchtet.
Mit einer solchen Beleuchtungsanordnung ändert sich also die Wahrnehmung in Abhängigkeit
vom Beobachterstandort. Der in einen Raum eintretende Beobachter sieht nur wenig von
der Lampe und wird nicht geblendet. Je näher der Beobachter an die Lampe herankommt,
um so mehr wird er beleuchtet.
[0031] In Fig. 12 und 13 ist eine Anordnung gezeigt, bei der der Prismenwinkel über die
Höhe der Beleuchtungsanordnung variiert. Wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
10 und 11 ist im mittleren Bereich 83 der Mikroprismenplatte 85 ein Prismenwinkel
von 60° vorgesehen. Im oberen Bereich 87 sind die Prismen 89 unsymmetrisch aufgebaut.
Vom großen Winkel 93, der 98,4° beträgt, erstreckt sich nur ein Winkel 91 von 30°
gegenüber der Horizontalen 95 nach oben. Im unteren Bereich 97 ist die Verteilung
der unsymmetrischen Prismen 60° und 90°. Der zugehörige Strahlenverlauf ist in Fig.
13 dargestellt. Man erkennt, daß der mittlere Bereich in Richtung der Horizontalen
vollständig entblendet ist und praktisch keinerlei Strahlung in diesen Winkelbereich
austritt.
[0032] Fig. 14 zeigt eine Mikroprismenplatte 99 mit unsymmetrisch aufgebauten Prismen. Diese
sind jedoch im Gegensatz zu den Mikroprismenplatten nach Fig. 10 bis 13 nach innen,
in Richtung auf das Leuchtmittel 101 gerichtet. Bei einer solchen Anordnung ergibt
sich ein Verlauf, wie er in Fig. 15 dargestellt ist. Auch hier gibt es Bereiche 103
und 104, die entblendet sind.
[0033] Die Verbindungsstreben 18, 20, 22 und 24 sind auf ihren Endseiten mit je einer Öffnung
78 in Längsrichtung versehen. In diese Öffnungen 78 werden korrespondierende Vorsprünge
76 auf der Innenseite der Endteile 14 und 16 gesteckt. Dies ist am besten in Fig.
6 und 7 zu sehen.
[0034] Die obere Abdeckung liegt auf dem Gehäuse auf. Zur Aufnahme der Leuchtstofflampe
sind die Spanten 66 nach oben hin offen, wie es in Fig.2 dargestellt ist. Die Form
der Spanten kann an jede beliebige Querschnittsform angepasst werden. Sie ist grundsätzlich
auch veränderlich, was quasi beliebige Gehäuseformen erlaubt.
[0035] In Fig.7 ist eine erste Möglichkeit der modularen Bauweise dargestellt. In den Schlitz
46 des Endteils 14 wird ein Verbindungsteil 50 mit einem Vorsprung 48 auf bereits
beschriebene Weise eingesteckt. Das Verbindungsteil 50 weist eine Bohrung 80 auf,
in welche ein Rohr 52 (s.Fig.1) eingeführt wird. Mit dem Rohr 52 wird die Leuchte
an der Decke befestigt.
[0036] In Fig.8 und Fig. 16-18 ist eine alternative Möglichkeit der modularen Bauweise dargestellt.
Statt nur eines Verbindungsteils werden zwei Verbindungsteile 82 und 84 von zwei verschiedenen
Leuchtenelementen (nicht dargestellt) an dem gleichen Rohr 52 befestigt. Zu diesem
Zweck wird das Rohr 52 in eine zweiteilig Hülse 86 eingeführt. Die Hülse ragt durch
Bohrungen 88 und 90 in den Verbindungsteilen 82 und 84. Die Verbindungsteile 82 und
84 weisen je zwei Ausnehmungen 92 und 94 auf, in welche die so vorstehenden Teile
96 und 98 des jeweils anderen Verbindungsteils eingreifen. Dies ist in Fig. 18 dargestellt.
[0037] Die Hülsenteile 104 und 106 der Hülse 86 weisen jede eine Öffnung 108 bzw. 110 auf
(Fig.17, Fig.18). Unterhalb der Öffnung 110 bzw. oberhalb der Öffnung 108 ist ein
Stift 112 bzw. 114 vorgesehen. Mit diesem Stift wird jedes Hülsenteil 104 bzw. 106
in seiner Lage gegenüber den Verbindungsteilen 82 bzw. 84 fixiert. Die Hülsenteile
104 und 106 sind gegeneinander verdrehbar. Dadurch ist die Öffnung 110 immer in Richtung
des Verbindungsteils 82 ausgerichtet. Die Öffnung 108 ist immer in Richtung des Verbindungsteils
84 ausgerichtet. Beide Verbindungsteile sind gegeneinander verdrehbar und die Öffnungen
bleiben immer ausgerichtet. Durch den in dem Rohr 52 vorgesehenen Hohlraum, die Hülse
86 und die Öffnungen wird die Zuleitung für die Beleuchtungsanordnung gelegt. Diese
wird mit einer dreiteiligen Buchse 116 elektrisch leitend verbunden. Die Buchse 116
ist in Fig. 19 im Detail dargestellt. Die Abdeckung mit der Leuchtstoffröhre weist
passende Stecker 118 auf. Durch einfaches Aufstecken der Abdeckung kann so die elektrische
Kontaktierung erfolgen. Die Fassungen des Leuchtmittels sind in der Abdeckung vorgesehen,
die zwischen zwei Verbindungsstreben vorgesehen ist. Die Fassung ist somit nicht in
den Endteilen angeordnet.
[0038] Bei einer Anordnung, bei der das Verbindungsteil nicht mit weiteren Verbindungsteilen
verbunden ist, kann die Zuleitung direkt durch das Verbindungsteil zur Buchse 116
geführt werden.
[0039] Mit den verschiedenen Verbindungsteilen können auf ähnliche Weise lineare, gekreuzte
und gewinkelte Leuchtenanordnungen geschaffen werden.
[0040] Mit der dargestellten Beleuchtungsanordnung lassen sich die gewünschten Beleuchtungsprofile
erzeugen. Insbesondere können bestimmte Winkelbereiche entblendet werden und das Licht
in andere Bereiche geleitet werden. Zu diesem Zweck ist der Öffnungswinkel 100 der
Mikroprismen 102 über die Höhe der Öffnung variabel. Die Öffnungswinkel werden so
gewählt, daß der Winkelbereich, aus dem in die Leuchte eingesehen werden kann entblendet
wird. Die Strahlung wird so gelenkt, daß sie in andere Winkelbereiche fällt.
[0041] Die Glasplatten oder die Rückseite der profilierten Platte können mit Schriftzeichen
graviert oder mit Siebdruck versehen sein. Die Beleuchtungsanordnung eignet sich auch
zum Anbringen an der Wand. Dann sind die Rohre 52 und ggf. Verbindungsteile nicht
erforderlich.
1. Beleuchtungsanordnung (10) mit einem Gehäuse (12), einem in dem Gehäuse angeordneten
Leuchtmittel (40), dessen Strahlung durch eine oder mehrere Gehäuseöffnungen (26,
28, 30) aus dem Gehäuse austritt und Mitteln (72) zum Entblenden dieser Strahlung,
wobei wenigstens eine Gehäuseöffnung (26, 28) seitlich angeordnet ist dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuseabdeckung mit einer transparenten Abdeckung (32; 72) verschlossen ist,
die auf der Außenseite mit einer Mikrostruktur (102) profiliert ist, die Mikrostruktur
ihrerseits mit einer transparenten, glatten Abdeckung (70) versehen ist, wobei die
Mikrostruktur entblendend ausgebildet ist.
2. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Gehäuseöffnungen entlang des überwiegenden Teils der Seitenbereiche und
nach unten hin erstrecken, und die Abdeckungen in einem oder mehreren Rahmenteilen
(18, 20, 22, 24) angeordnet sind.
3. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse einen rechteckigen Querschnitt aufweist, von dem beide Seiten und der
untere Abschnitt Gehäuseöffnungen bilden, die von ebenen Platten mit profilierter
Oberfläche (72) abgedeckt sind.
4. Beleuchtungsanordnung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckungen (72) aus gepresstem Acryl oder Glas sind.
5. Beleuchtungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckungen (70, 72) aus einem brandhemmenden Kunststoff, insbesondere Polycarbonat
bestehen.
6. Beleuchtungsanordnung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrostrukturen Mikroprismen (102) sind.
7. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten zur Abdeckung der seitlichen Gehäuseöffnungen eine Oberfläche mit einem
Profil aufweisen, das aus nach außen vorstehenden Prismen oder linearen Lamellen besteht,
wobei der Öffnungswinkel (100) der Prismen oder linearen Lamellen über die Höhe der
Öffnung variiert.
8. Beleuchtungsanordnung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse zwei Endteile (14, 16) umfasst, welche über Rahmenteile (18, 20, 22,
24) miteinander verbunden sind, wobei die Rahmenteile durch parallel zu den Endteilen
verlaufende, plane Spanten (54) zusätzlich in ihrer Lage gehalten werden.
9. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Endteil (14, 16) eine Öffnung (46) aufweist, in welche Verbindungselemente (50)
einrastbar sind.
10. Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (82, 84) gelenkig miteinander und/oder mit Befestigungsvorrichtungen
(52) verbindbar sind.
11. Beleuchtungsanordnung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Leuchmittel mit unterschiedlichem Wellenlängenspektrum vorgesehen sind und
Steuermittel, über welches die Strahlungsintensitäten der einzelnen Leuchtmittel einstellbar
sind.