[0001] Die vorliegende Erfindung geht von einem gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches konzipierten
elektrischen Installationsgerät aus.
[0002] Solche elektrischen Installationsgeräte weisen in der Regel zumindest eine Abdeckung
auf, die über eine Schraube mit zumindest einem zugehörigen Funktionsteil in Verbindung
gebracht werden kann.
[0003] Ein dem Oberbegriff des Hauptanspruches entsprechendes elektrisches Installationsgerät
ist durch die
DE 100 13 032 C2 bekannt geworden. Bei diesem elektrischen Installationsgerät wird ein erstes, als
Abdeckung ausgebildetes Gehäuseteil über eine Schraube mit einem zweiten, als Sockelteil
einer Schutzkontaktsteckdose ausgebildeten Gehäuseteil verbunden. Durch fertigungsbedingte
und sich am Einbauort (Unterputzinstallation) ergebende Toleranzen ergibt es sich
oftmals, dass die beiden miteinander zu verschraubenden Teile nicht direkt aneinander
zur Anlage kommen. Wird in einem solchen Fall die Schraubverbindung zu fest angezogen,
kann es leicht zu Verformungen bzw. zu Beschädigungen an dem elektrischen Installationsgerät
kommen.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde ein elektrisches Installationsgerät
zu schaffen, welches auf einfache und geschickte Art und Weise fertigungs- bzw. einbauortbedingte
Toleranzen ausgleicht, so dass die zu verschraubenden Teile während des Verbindungsvorganges
unter Verhinderung einer übermäßigen Belastung bzw. Verformung mit dem richtigen Anschraubdruck
aneinander zur Anlage kommen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches angegebenen
Merkmale gelöst. Bei einem solchermaßen ausgebildeten elektrischen Installationsgerät
ist besonders vorteilhaft, dass die Zuordnung der zu verschraubenden Teile automatisch
mit dem richtigen Anschraubdruck, bei gleichzeitiger Verhinderung einer übermäßigen
Verformung, während der Herstellung der Schraubverbindung erfolgt. Durch den wahlweisen
Einsatz von Federelementen mit verschiedenen Federkennlinien kann auf einfache Art
und Weise der Anschraubdruck und damit die zulässige Belastung bzw. Verformung auf
den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt werden.
[0006] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Gegenstandes sind in den
Unteransprüchen angegeben und werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- prinziphaft ein elektrisches Installationsgerät im Vollschnitt, bei dem sich Abdeckung
und Funktionsteil in Zuordnung befinden und die Schraube erst in geringem Umfang in
die Gewindebuchse eingeschraubt worden ist;
- Fig. 2:
- prinziphaft ein fertig montiertes elektrisches Installationsgerät gemäß Fig. 1 im
Vollschnitt, bei dem ein relativ großer Toleranzausgleich vorzunehmen war;
- Fig. 3:
- prinziphaft ein fertig montiertes elektrisches Installationsgerät gemäß Fig. 1 im
Vollschnitt, bei dem ein relativ kleiner Toleranzausgleich vorzunehmen war.
[0007] Wie aus den Figuren hervorgeht, besteht ein solches elektrisches Installationsgerät
im Wesentlichen aus einer Abdeckung 1, welche über eine Schraube 2 mit einem Funktionsteil
3 verbunden werden kann.
[0008] Wie des weiteren aus den Figuren hervorgeht, weist das Funktionsteil 3 eine gegen
die Kraft einer Schraubendruckfeder 4 längsverschieblich in einer eingeformten Buchsenaufnahme
5 gehaltene Gewindebuchse 6 auf. Um eine platzsparende Anordnung bei gegebener Federkennlinie
zu gewährleisten, ist die Schraubendruckfeder 4 kegelartig ausgeführt. Über -der Einfachheit
halber nicht näher dargestellte- Konturen an der Außenfläche der Gewindebuchse 6 und
damit in Eingriff kommenden, entsprechend gestalteten Konturen in der Wandung der
Buchsenaufnahme 5, ist die Gewindebuchse 6 über einen großen Bereich ihrer Längsverschieblichkeit
drehfest in der Buchsenaufnahme 5 des Funktionsteils 3 gehalten. Das bedeutet, dass
die Gewindebuchse 6 beim Anziehen der Schraube 2 gegen die Federkraft der Schraubendruckfeder
4, je nach Auszugleichender Toleranz, ohne sich zu verdrehen in die Buchsenaufnahme
5 hineingezogen wird, bis sie am Ende des Toleranzausgleiches mit ihrem Anschlagkragen
7 auf Block an der Unterseite der Abdeckung 1 zur Anlage kommt. Beim Festziehen der
Schraube 2 wird damit wirkungsvoll verhindert, das eine übermäßige Belastung bzw.
Verformung an der Abdeckung 1 und/oder am Funktionsteil 3 auftritt, weil eine entsprechende
Abstützung der Schraubkräfte durch die Gewindebuchse 6 gewährleistet ist.
[0009] Wie insbesondere aus Figur 1 hervorgeht, werden Abdeckung 1 und Funktionsteil 3 zunächst
in Zuordnung gebracht, wobei die Schraube 2 erst in geringem Umfang in die Gewindebuchse
6 eingeschraubt worden ist. Ein Toleranzausgleich hat noch nicht stattgefunden, so
dass die Schraubendruckfeder 4 lediglich mit einer bestimmten Vorspannkraft die Gewindebuchse
6 in der Buchsenaufnahme 5 des Funktionsteils 3 hält.
[0010] Wie insbesondere aus Figur 2 hervorgeht, wurden Abdeckung 1 und Funktionsteil 3 in
eine fertig montierte Zuordnung gebracht. Die Schraube 2 wurde dazu erst in geringem
Umfang in die Gewindebuchse 6 und danach mehr und mehr in die Gewindebuchse 6 eingeschraubt.
Weil dabei ein relativ großer Toleranzausgleich stattgefunden hat, kommt die Gewindebuchse
6 erst am Ende ihrer Längsverschieblichkeit mit ihrem Anschlagkragen 7 auf Block an
der Unterseite der Abdeckung 1 zur Anlage. Die mit ihrem unteren Ende auf einem Haltekragen
8 der Gewindebuchse 6 und mit ihrem oberen Ende an einem Absatz 9 der Buchsenaufnahme
5 zur Anlage kommenden Schraubendruckfeder 4, wurde durch den relativ großen Toleranzausgleich
maximal zusammengedrückt. Eine entsprechende Abstützung der Schraubkräfte durch die
Gewindebuchse 6 ist somit auch bei einem relativ großen Toleranzausgleich gewährleistet.
[0011] Wie insbesondere aus Figur 3 hervorgeht, wurden Abdeckung 1 und Funktionsteil 3 in
eine fertig montierte Zuordnung gebracht. Die Schraube 2 wurde dazu erst in geringem
Umfang in die Gewindebuchse 6 und danach mehr und mehr in die Gewindebuchse 6 eingeschraubt.
Weil dabei ein relativ kleiner Toleranzausgleich stattgefunden hat, kommt die Gewindebuchse
6 schon ganz am Anfang ihrer Längsverschieblichkeit mit ihrem Anschlagkragen 7 auf
Block an der Unterseite der Abdeckung 1 zur Anlage. Die mit ihrem unteren Ende auf
einem Haltekragen 8 der Gewindebuchse 6 und mit ihrem oberen Ende an einem Absatz
9 der Buchsenaufnahme 5 zur Anlage kommenden Schraubendruckfeder 4, wurde durch den
relativ kleinen Toleranzausgleich nur minimal zusammengedrückt. Eine entsprechende
Abstützung der Schraubkräfte durch die Gewindebuchse 6 ist somit auch bei einem relativ
kleinen Toleranzausgleich gewährleistet.
[0012] Durch eine solche Anordnung ist ein elektrisches Installationsgerät geschaffen, welches
auf einfache und geschickte Art und Weise fertigungs- bzw. einbauortbedingte Toleranzen
ausgleicht, so dass die Abdeckung 1 und das Funktionsteils 3 am Ende des Verbindungsvorganges
unter Verhinderung von übermäßigen Belastungen bzw. Verformungen mit dem richtigen
Anschraubdruck aneinander zur Anlage kommen. Die Zuordnung der Abdeckung 1 und des
Funktionsteils 3 erfolgt dabei automatisch mit dem richtigen Anschraubdruck während
der Herstellung der Schraubverbindung. Eine Beschädigung an der Abdeckung 1 und/oder
dem Funktionsteil 3 wird somit wirkungsvoll verhindert. Durch den Einsatz verschiedener
Federelemente, z. B. Schraubendruckfedern 4 mit verschiedenen Federkennlinien, kann
auf einfache Art und Weise der Anschraubdruck und damit die zulässige Belastung bzw.
Verformung auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt werden.
1. Elektrisches Installationsgerät mit einer Abdeckung, die durch zumindest eine Schraube
mit zumindest einem Funktionsteil verbindbar ist, wobei das Funktionsteil zumindest
eine entsprechend ausgeführte Gewindebuchse aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindebuchse (6) gegen Federkraft eines Federelementes längsverschieblich in
einer Buchsenaufnahme (5) des Funktionsteils (3) angeordnet ist.
2. Elektrisches Installationsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein in der Buchsenaufnahme (5) vorhandenes Federelement als Schraubendruckfeder
(4) ausgebildet ist.
3. Elektrisches Installationsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein in der Buchsenaufnahme (5) vorhandenes Federelement gummiartig ausgeführt
ist.
4. Elektrisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein in der Buchsenaufnahme (5) vorhandenes Federelement tonnenförmig ausgeführt
ist.
5. Elektrisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein in der Buchsenaufnahme (5) vorhandenes Federelement kegelartig ausgeführt
ist.
6. Elektrisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Installationsgerät als Schutzkontaktsteckdose ausgeführt ist.
7. Elektrisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Installationsgerät als Schaltgerät ausgeführt ist.
8. Elektrisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Installationsgerät als Medienanschlussgerät ausgeführt ist.
9. Elektrisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Installationsgerät als Datenanschlussgerät ausgeführt ist.
10. Elektrisches Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Gewindebuchse (6) zumindest über einen Teilbereich ihrer Längsverschieblichkeit
drehfest in der Buchsenaufnahme (5) des Funktionsteils (3) gehalten ist.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente