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(11) |
EP 1 848 839 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.10.2011 Patentblatt 2011/40 |
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Anmeldetag: 04.02.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/000991 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2006/087114 (24.08.2006 Gazette 2006/34) |
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SCHUTZSCHICHT GEGEN HEISSGASKORROSION IM VERBRENNUNGSRAUM EINER BRENNKRAFTMASCHINE
PROTECTIVE LAYER AGAINST HOT GAS CORROSION IN THE COMBUSTION CHAMBER OF AN INTERNAL
COMBUSTION ENGINE
COUCHE PROTECTRICE CONTRE LA CORROSION PAR GAZ CHAUDS DANS LA CHAMBRE DE COMBUSTION
D'UN MOTEUR THERMIQUE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
15.02.2005 DE 102005006671
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.10.2007 Patentblatt 2007/44 |
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Patentinhaber: KS Kolbenschmidt GmbH |
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74172 Neckarsulm (DE) |
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Erfinder: |
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- BÜRKLE, Günter
71726 Benningen (DE)
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Vertreter: Greif, Thomas et al |
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Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 156 024 JP-A- 7 109 580
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WO-A-95/16060 US-A- 5 182 143
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- DATABASE WPI Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 2002-671661 XP002484863 & JP
2002 275637 A 25. September 2002 (2002-09-25) & JP 2002 275637 A (NAGASE & CO LTD;
NAGASE CHEMTEX CORP) 25. September 2002 (2002-09-25)
- P. GREIL: "Polymer Derived Engineering Ceramics", ADVANCED ENGINEERING MATERIALS,
vol. 2, no. 6, 14 June 2000 (2000-06-14), pages 339-348, XP007910707,
- GREIL P.: 'Polymer Derived Engineering Ceramics' ADVANCED ENGINEERING MATERIALS Bd.
2, Nr. 6, 14 Juni 2000, Seiten 339 - 348, XP007910707
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Beschichtung eines tribologisch hochbelastbaren Bauteils
einer Brennkraftmaschine gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruchs
1.
[0002] Die von heißen Verbrennungsgasen überstrichenen Flächen im Verbrennungsraum einer
Brennkraftmaschine neigen grundsätzlich zu einer Oxidation. Davon betroffen sind insbesondere
die Kolbenböden der Kolben der Brennkraftmaschine, egal um welche Bauart von Kolben
es sich handelt, ebenso kommt es zu diesen Oxidationen bei Stahl- und Leichtbaukolben.
Aufgrund der resultierenden Heißgaskorrosion und der daraus resultierenden thermo-mechanischen
Beanspruchung der Bereiche des Kolbenbodens, insbesondere der Randbereiche, wenn der
Kolben eine Brennraummulde aufweist, kommt es zu Brüchen im Bereich des Kolbenbodens.
[0003] Hiergegen sind schon Maßnahmen ergriffen worden, die allesamt bisher unzufriedenstellend
sind. Aus der
DE 196 29 399 A1 ist ein temperaturstabiler Hochtemperaturlack auf Basis von Polyphosphaten, Chromaten
und Aluminiumpulver bekannt, der aber aufgrund von Umweltschutzvorschriften schwierig
in der Handhabung eines Produktionsprozesses ist. Aus der
DE 40 03 038 C1 ist aus verschiedenen Materialien eine mehrlagige Schicht aus Grundschicht, Mittelschicht
sowie Deckschicht bekannt, die bei der Produktion eines Kolbens nur aufwändig aufzubringen
ist. Aus der
DE 100 29 810 A1 sind plasmagespritzte Schichten bekannt, die ebenfalls produktionsaufwändig sind.
Aus der
DE 198 52 285 C2 ist es bekannt, durch ein entsprechendes Verfahren den Wärmeausdehnungskoeffizienten
von Glas, Metall und Keramik anzupassen, wobei kein Bezug zu Brennkraftmaschinen genannt
ist.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Beschichtung eines tribologisch
hochbelastbaren Bauteils bereitzustellen, aus der eine hochtemperaturfeste Korrosionsschutzschicht
für das Bauteil resultiert.
[0005] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand gemäβ des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Die Metalle können aus der Gruppe Si (Silicium), Ti (Titan), Zr (Zirkonium), Al (Aluminium,
Sn (Zinn) oder Ce (Cer) sein, wobei die Aufstellung nicht vollständig ist. Diese Metalle
werden im Verlauf des Einbrennens (Pyrolyse) bei Temperaturen insbesondere im Brennraum
zwischen 200° C und 450° C vollständig oder teilweise in Oxide umgewandelt und miteinander
versintert, so dass die hochtemperaturfeste Schutzschicht gegen Heißgaskorrosionen
entsteht.
[0007] Auf das Bauteil wird eine dünne Beschichtung aus dem organisch/anorganischen Präpolymer
aufgebracht und anschließend einer Pyrolyse unterzogen. Der besondere Vorteil der
Beschichtung ist einerseits, dass sie sehr dünn ist, andererseits muß der Einbrennprozeß
(Pyrolyse) nicht zwangsweise bei der Herstellung des Bauteiles vorgenommen werden,
sondern kann nach dem Einbau des Bauteils und dessen Inbetriebnahme stattfinden. Bei
Anwendung der Beschichtung bei einem Kolben einer Brennkraftmaschine kann also die
Beschichtung bei dem Hersteller des Kolbens aufgebracht werden, während die eigentliche
Pyrolyse erst stattfindet, wenn der Kolben in die Brennkraftmaschine eingebaut und
diese in Betrieb genommen worden ist. Nach den ersten Verbrennungen ist die Beschichtung
eingebrannt und bietet eine hochtemperaturfeste Schutzschicht des Kolbenbodens gegen
Heißgaskorrosionen im Verbrennungsraum der Brennkraftmaschine, so dass die Lebensdauer
des Kolbens wesentlich gesteigert wird. Dabei ist in erfindungsgemäßer Weise daran
zu denken, dass der vollständige Kolbenboden, egal ob mit oder ohne Brennraummulde,
mit der erfindungsgemäßen Beschichtung versehen wird. Hat der Kolben eine Brennraummulde,
kann daran gedacht werden, dass nur die Brennraummulde vollständig beschichtet wird
oder auch nur der Muldenrandbereich der Brennraummulde, um den dort besonders durch
die Heißgaskorrosion beanspruchten Bereich wirksam zu schützen.
[0008] In der oxidischen Matrix können die in die Precursoren eingemischten oxidationsbeständigen
metallischen Partikel aus Al, Cu, Fe, Cr, Ni oder Co bestehen, wobei auch hier die
Aufzählung nicht vollständig ist. Außerdem ist eine Legierung aus den genannten metallischen
Partikeln einsetzbar, die der Anpassung des Wärmeausdehnungskoeffizienten und als
Füllstoff zur Vermeidung von Schrumpfungsrissen bei der Pyrolyse dienen. Damit wird
durch die Beimischung dieser genannten Materialien einerseits der Wärmeausdehnungskoeffizient
der Beschichtung an das Material des Bauteiles angepaßt und andererseits werden Materialspannungen,
insbesondere Schrumpfungsrisse, wirksam verhindert.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung sind der Beschichtung Farbpigmente beigemischt. Dabei
versteht es sich von selbst, dass die beigemischten Farbpigmente ebenfalls hitzebeständig
sind. So können zum Beispiel schwarze oder sonstige dunkle Pigmente zur Erhöhung der
Strahlungsabsorbtion verwendet werden, woraus eine verbesserte Wärmeabstrahlung resultiert.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung sind der Beschichtung metallische Pigmente beigemischt.
Solche metallischen Pigmente dienen der Erhöhung des Reflexionsgrades und verhindern
durch die Verringerung der Bauteiltemperatur ebenfalls wirksam eine Heißgaskorrosion.
Außerdem lassen sich auch durch die metallischen Pigmente die Wärmeausdehnungskoeffizienten
des Bauteiles und der Beschichtung aneinander anpassen, so dass die thermischen Spannungen
zwischen der Beschichtung und dem Bauteil abgebaut werden.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung sind der Beschichtung keramische Füllstoffe (Partikel)
beigemischt. Diese keramischen Füllstoffe (insbesondere Nanopartikel) erhöhen die
Gleitfähigkeit der Beschichtung, so dass nicht nur Heißgaskorrosionen verhindert,
sondern auch die Reibung der Beschichtung herabgesetzt werden.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung können auch mehrere der vorgenannten
Pigmentarten miteinander kombiniert werden.
[0013] Ein einfacher und kostengünstiger Herstellungsprozeß besteht darin, dass die Beschichtung
z. B. durch Spritzen, Tauchen, Rakeln oder dergleichen, auf das Bauteil aufgebracht
wird. Anschließend erfolgt eine Trocknung, wobei entweder nach dem Trocknen das Bauteil
einer Hitzebehandlung unterzogen wird, wodurch die Beschichtung eingebrannt wird.
Hierauf kann allerdings beim Hersteller des Bauteiles, insbesondere des Kolbens, verzichtet
werden, wenn nämlich das Bauteil an denjenigen geliefert wird, der es einbaut und
im Betriebszustand dann der Hitzebehandlung unterzogen wird. So ist es der Regelfall,
dass ein Zulieferer eines Automobilherstellers Kolben herstellt und diese dann mit
der erfindungsgemäßen Beschichtung versieht, die zunächst nur eingetrocknet ist. Wird
der Kolben an den Automobilhersteller bzw. an den Hersteller der Brennkraftmaschine
geliefert, kann er eingebaut werden, wobei das Einbrennen der Beschichtung bei der
ersten Inbetriebnahme der Brennkraftmaschine erfolgt. Weitere Maßnahmen für das Einbrennen
sind dann nicht mehr erforderlich, so dann direkt mit Inbetriebnahme der Brennkraftmaschine
die hochtemperaturfeste Korrosionsschutzschicht zur Verfügung steht.
1. Kolben einer Brennkraftmaschine mit einer Beschichtung des Kolbenbodens aus einem
organisch-anorganischen Präpolymer, hergestellt aus einbrennbaren Metall-Alkoxiden
und/oder polymerisierbaren organometalischen Verbindungen in organische Lösungsmitteln,
die nach Aufbringung auf das Bauteil pyrolysiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschichtung metallische Pigmente beigemischt sind.
2. Kolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschichtung Farbpigmente beigemischt sind.
3. Kolben nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschichtung keramische Partikel, insbesondere Nanopartikel, beigemischt sind.
4. Kolben nach einem der Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung zumindest zwei der Pigmentarten beigemischt sind.
5. Kolben einer Brennkraftmaschine, gekennzeichnet durch eine Beschichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 und zumindest eines Muldenrandes
einer in einem Kolbenboden des Kolbens vorhandenen Brennraummulde.
6. Kolben einer Brennkraftmaschine nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Beschichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 der vollständigen Brennraummulde.
1. Piston of an internal combustion engine with a coating of the piston head of an organic-inorganic
prepolymer, produced from stovable metal alkoxides and/or polymerizable organometallic
compounds in organic solvents, which is pyrolized after being applied to the component,
characterized in that metallic pigments are admixed with the coating.
2. Piston according to Claim 1, characterized in that colour pigments are admixed with the coating.
3. Piston according to Claim 1 or 2, characterized in that ceramic particles, in particular nanoparticles, are admixed with the coating.
4. Piston according to one of Claims 1, 2 or 3, characterized in that at least two of the types of pigment are admixed with the coating.
5. Piston of an internal combustion engine, characterized by a coating according to one of Claims 1 to 4 of at least one recess periphery of a
combustion chamber recess present in a piston head of the piston.
6. Piston of an internal combustion engine according to Claim 5, characterized by a coating according to one of Claims 1 to 4 of the complete combustion chamber recess.
1. Piston d'un moteur à combustion interne, présentant un revêtement du culot de piston
constitué par un prépolymère organique-inorganique, produit à partir d'alcoxydes métalliques
et/ou de composés organométalliques polymérisables pouvant être chauffés au four dans
des solvants organiques, qui est pyrolysé après application sur la pièce, caractérisé en ce que des pigments métalliques sont mélangés dans le revêtement.
2. Piston selon la revendication 1, caractérisé en ce que des pigments colorés sont mélangés dans le revêtement.
3. Piston selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que des particules céramiques, en particulier des nanoparticules, sont mélangées dans
le revêtement.
4. Piston selon l'une quelconque des revendications 1, 2 ou 3, caractérisé en ce qu'au moins deux des types de pigments sont mélangés dans le revêtement.
5. Piston d'un moteur à combustion interne, caractérisé par un revêtement selon l'une quelconque des revendications 1 à 4 d'au moins un bord
d'une cavité formant la chambre de combustion se trouvant dans le culot du piston.
6. Piston d'un moteur à combustion interne selon la revendication 5, caractérisé par un revêtement selon l'une quelconque des revendications 1 à 4 de la cavité complète
formant la chambre de combustion.
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