[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Überwachung der Lage eines Belagpapierstreifens
für stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei der Belagpapierstreifen
eine Beleimvorrichtung durchläuft und wobei ein Messsystem mit wenigstens einer Messstrahlung
erzeugenden Quelle zur Beaufschlagung des Belagpapierstreifens mit Messstrahlung und
mit einer Sensorvorrichtung zum Empfang des dadurch erzeugten Streufelds vorgesehen
ist.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung die Verwendung eines Messsystems in einer solchen
Einrichtung sowie ein entsprechendes Verfahren zur Überwachung der Lage eines Belagpapierstreifens.
[0003] Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie
mit einer Einrichtung zur Überwachung der Lage eines Belagpapierstreifens.
[0004] Zur Verbindung von Zigarettenfiltern mit Tabakstöcken ist in der Regel ein Belagpapierblättchen
vorgesehen, das einerseits den Filter umhüllt und andererseits mit einer überstehenden
Kante ein Kopfende des Tabakstocks mit dem Filter verbindet. Das Zusammenfügen des
Filters mit dem Tabakstock erfolgt in der Regel durch Verleimen des den Filter und
den Tabakstock umhüllenden Belagpapierstreifens.
[0005] Bei einem Bobinenwechsel an einer Filteransetzmaschine kann es kurzzeitig vorkommen,
dass der Belagpapierstreifen nicht korrekt läuft, sondern sich an den Rändern auffaltet.
An solchen Stellen schlägt der Belagpapierstreifen um, so dass bei Durchlaufen der
Beleimvorrichtung der Leimauftrag dort fehlerhaft erfolgt. Üblicherweise richtet sich
der Belapapierstreifen nach dem Leimauftrag wieder korrekt aus. Dennoch entsteht durch
den fehlerhaften Leimauftrag am Rand des Belagpapierstreifens eine ungewollt leimfreie
Zone, die später zu einem Abfallen des Zigarettenfilters führen kann. Dieser unbeabsichtigte
Effekt tritt hauptsächlich auf, wenn das Belagpapier einer ersten Rolle zu Neige geht
und vom Belagpapier einer folgenden Rolle abgelöst wird.
[0006] Aus
EP-A-1 400 180 ist eine Anordnung zur Förderung eines Papierstreifens zur Umhüllung von Zigarettenfiltern
bekannt, der entlang einer vorbestimmten Förderstrecke läuft. Für den Fall, dass der
Papierstreifen entlang der Förderstrecke nicht korrekt läuft, sind Überwachungsmittel
vorgesehen, die eine Saugplatte ansteuern, die den Papierstreifen wieder in eine korrekte
Position bringt.
[0007] Aus
EP-B-0 418 342 ist ferner eine Einrichtung zur Erfassung einer ausreichenden Feuchte der Beleimung
eines Papierstreifens beschrieben, wobei das Vorhandensein einer Beleimung auf dem
zu verklebenden Papierstreifen mittels eines kapazitiven Sensors erfasst wird.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Möglichkeit zur zuverlässigen Überwachung einer Beleimung auf einem Umhüllungsstreifen
der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere in den Randbereichen des Umhüllungsstreifens,
zur Verfügung zu stellen.
[0009] Die Aufgabe wird durch eine Einrichtung zur Überwachung der Lage eines Belagpapierstreifens
für stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie gelöst, wobei der Belagpapierstreifen
eine Beleimvorrichtung durchläuft und wobei ein Messsystem mit wenigstens einer Messstrahlung
erzeugenden Quelle zur Beaufschlagung des Belagpapierstreifens mit Messstrahlung und
mit einer Sensorvorrichtung zum Empfang des dadurch erzeugten Streufelds vorgesehen
ist, die dadurch weitergebildet ist, dass das Messsystem so ausgebildet und angeordnet
ist, dass die Messstrahlung in unmittelbarer Nähe der Beleimungsvorrichtung auf den
Belagpapierstreifen trifft und das dadurch erzeugte Streufeld in unmittelbarer Nähe
der Beleimungsvorrichtung gemessen wird.
[0010] In unmittelbarer Nähe der Beleimvorrichtung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass
das Messsystem so zu der Beleimvorrichtung angeordnet ist, dass ein am Rand umgeschlagener
Belagpapierstreifen oder ein versetzt laufender Belagpapierstreifen, der von dem Messsystem
als solcher erkannt wird, auch umgeschlagen oder versetzt durch die Beleimvorrichtung
läuft. Umgekehrt gilt, dass ein fehlerfrei laufender Belagpapierstreifen, der auch
so vom Messsystem erkannt wird, auf dem Weg zur Beleimvorrichtung zwischendurch nicht
umschlägt oder versetzt läuft. Konkret wird der Abstand zwischen dem Messsystem und
der Beleimvorrichtung daher in der Größenordnung von einigen zehn Zentimetern (Dezimetern)
zu bemessen sein.
[0011] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Messsystem unmittelbar vor der Beleimvorrichtung
angeordnet, d.h., dass die wenigstens eine Messstrahlung erzeugende Quelle und die
Sensorvorrichtung in Förderrichtung des Belagpapierstreifens betrachtet unmittelbar
vor der Beleimvorrichtung angeordnet sind. Hierbei sind insbesondere die Vorrichtungen
unmittelbar vor der Beleimungsvorrichtung angeordnet, die die Messstrahlung in den
Bereich des Belagpapierstreifens bringen und von dort wieder abführen, also beispielsweise
ein Ende eines Wellenleiters und/oder ein Sensor.
[0012] Mit Vorteil ist das Messsystem zur Erzeugung und zum Empfang von elektromagnetischen
Wellen, insbesondere im ultravioletten, sichtbaren, infraroten und Mikrowellenbereich
oder von Ultraschallwellen ausgebildet.
[0013] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Sensorvorrichtung zum Empfang
insbesondere der den Belagpapierstreifen durchdringenden Messstrahlung ausgelegt.
In diesem Fall bietet sich an, dass der Belagpapierstreifen zwischen der wenigstens
einen Messstrahlung erzeugenden Quelle und der Sensorvorrichtung geführt ist.
[0014] In einer gleichfalls bevorzugten Ausführungsform der Einrichtung ist die Sensorvorrichtung
zum Empfang insbesondere der vom Belagpapierstreifen reflektierten Messstrahlung ausgelegt.
[0015] In beiden Fällen, d.h. bei den Belagpapierstreifen durchdringender Messstrahlung
und bei vom Belagpapierstreifen reflektierter Messstrahlung, ist es vergleichsweise
einfach, die Konturen des Belapapierstreifens zu erfassen und damit zweifelsfrei festzustellen,
ob der Belagpapierstreifen korrekt läuft oder aber umgeklappt, d.h. fehlerhaft, läuft.
[0016] Vorzugsweise ist zur weiteren Bearbeitung der von der Sensorvorrichtung empfangenen
Messsignale eine Vorrichtung zur Auswertung vorgesehen.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die Quelle und/oder die Sensorvorrichtung
wenigstens einen Wellenleiter, insbesondere Lichtleiter, der die Messstrahlung von
mindestens einer eigentlichen Messstrahlungsquelle zum Belagpapierstreifen und/oder
an mindestens einen für den Empfang der Messstrahlung vorgesehenen Sensor der Sensorvorrichtung
weiterleitet. Durch den Einsatz von Wellenleitern ist es möglich, die Messstrahlung
an einer ansonsten möglicherweise schwer zugänglichen Stelle, nämlich ganz in der
Nähe der Beleimvorrichtung, zu senden und zu empfangen.
[0018] Für den Fall, dass es sich bei der Messstrahlung um Ultraschallwellen handelt, ist
die wenigstens ein Messstrahlung erzeugende Quelle bevorzugt als Piezoelement ausgebildet,
und die Sensorvorrichtung umfasst wenigstens ein entsprechendes Piezoelement.
[0019] Die Aufgabe wird ferner durch eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie mit
einer Einrichtung zur Überwachung der Lage eines Belagpapierstreifens in einer der
oben genannten Ausführungsformen gelöst.
[0020] Des Weiteren wird die Aufgabe durch die Verwendung eines Messsystems in einer Einrichtung
zur Überwachung der Lage eines Belagpapierstreifens für stabförmige Artikel der Tabak
verarbeitenden Industrie gelöst, wobei der Belagpapierstreifen eine Beleimvorrichtung
durchläuft und wobei das Messsystem wenigstens eine Messstrahlung erzeugende Quelle
zur Beaufschlagung des Belagpapierstreifens mit Messstrahlung und eine Sensorvorrichtung
zum Empfang des dadurch erzeugten Streufelds umfasst, die dadurch weitergebildet wird,
dass die Messstrahlung in unmittelbarer Nähe der Beleimvorrichtung auf den Belagpapierstreifen
trifft und das dadurch erzeugte Streufeld in unmittelbarer Nähe der Beleimvorrichtung
gemessen wird.
[0021] Wie oben bereits ausgeführt, ist unter Anordnung in unmittelbarer Nähe zu verstehen,
dass das Messsystem so angeordnet ist, dass ein in Förderrichtung sich bewegender
Belagpapierstreifen entweder das Messsystem und die Beleimvorrichtung am Rand umgeschlagen
und damit fehlerhaft passiert oder aber das Messsystem und die Beleimvorrichtung in
korrekter Weise durchläuft.
[0022] In einer bevorzugten Form der Verwendung des Messsystems ist dieses, in Förderrichtung
des Belapapierstreifens betrachtet, so angeordnet, dass die Messung unmittelbar vor
der Beleimvorrichtung erfolgt. Das hat zum Vorteil, dass ein umgeschlagener Belagpapierstreifen
als solcher schon frühzeitig erkannt wird, d.h. bevor er fehlerhaft belelmt wird.
[0023] Für die weiteren vorteilhaften Ausführungsformen der Verwendung eines Messsystems
in einer Einrichtung zur Überwachung der Lage eines Belagpapierstreifens wird zur
Vermeidung von Wiederholungen auf die obigen Ausführungen verwiesen.
[0024] Die Aufgabe wird außerdem durch ein Verfahren zur Überwachung der Lage eines Belagpapierstreifens
für stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie gelöst, wobei der Belagpapierstreifen
eine Beleimvorrichtung durchläuft, das dadurch ausgezeichnet ist, dass der Belagpapierstreifen
unmittelbar vor, während oder unmittelbar nach der Beleimung durch die Beleimvorrichtung
mit Messstrahlung beaufschlagt und das dadurch erzeugte Streufeld unmittelbar vor,
während oder nach der Beleimung durch die Beleimvorrichtung gemessen wird. Anschließend
werden die Messsignale an eine Vorrichtung zur Auswertung weitergeleitet.
[0025] Als Messstrahlung kommen bevorzugt elektromagnetische Wellen, insbesondere im ultravioletten,
sichtbaren, infraroten und Mikrowellenbereich oder Ultraschallwellen in Frage.
[0026] Zur Feststellung, ob ein Belagpapierstreifen am Rand umgeschlagen und damit fehlerhaft
läuft oder aber korrekt läuft, ist es vorteilhaft, wenn die Sensorvorrichtung die
den Belagpapierstreifen durchdringende Messstrahlung empfängt. In diesem Fall wird
der Belagpapierstreifen in einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens zwischen
der wenigstens einen Messstrahlung erzeugenden Quelle und der Sensorvorrichtung geführt.
[0027] Zur Erfassung der Kontur eines Belagpapierstreifens, die Aufschluss darüber gibt,
ob der Belapapierstreifen umgeschlagen, verschoben oder aber fehlerfrei läuft, ist
es gleichfalls vorteilhaft, wenn die vom Belagpapierstreifen reflektierte Messstrahlung
von der Sensorvorrichtung empfangen wird. Relevant für die korrekte Förderbahn des
Belagpapierstreifens bzw. die Erfassung der korrekten Förderbahn ist insbesondere,
dass die Kontur bzw. die Ränder des Belagpapierstreifens an einer vorgebbaren Stelle
liegen und keine Abweichung vorliegt, die größer als eine vorgebbare Abweichung ist.
[0028] Das von der Sensorvorrichtung empfangene Streufeld wird in Form von Messsignalen
an eine Vorrichtung zur Auswertung dieser Messsignale weitergeleitet. Ergibt die Auswertung
der Messsignale, dass der Belagpapierstreifen die Beleimvorrichtung nicht korrekt
durchläuft, wird in einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens eine Vorrichtung
zum anschließenden Aussondern des fehlerhaften Belagpapierstreifens oder daraus bereits
gefertigter Vorprodukte aktiviert. Dabei handelt es sich mit Vorteil um mindestens
eine druckluftbeaufschlagte Düse, die fehlerhafte Vorprodukte aus der Fertigungslinie
ausbläst.
[0029] Ergibt die Auswertung der Messsignale über einen vorgegebenen Zeitraum, beispielsweise
einige Sekunden, dass der Belagpapierstreifen die Beleimvorrichtung nicht korrekt
durchläuft, so wird bevorzugt eine Vorrichtung zum Stoppen der Beleimung des Belagpapierstreifens
angesteuert.
[0030] Sowohl die Vorrichtung zum Aussondern als auch die Vorrichtung zum Stoppen der Beleimung
des Belagpapierstreifens werden von der Vorrichtung zur Auswertung der Messsignale
entsprechend angesteuert.
[0031] Unter Streufeld ist stets die Strahlung zu verstehen, die sich aus der von wenigstens
einer Quelle erzeugten Messstrahlung in Wechselwirkung mit dem Belagpapierstreifen
ergibt. Die Wechselwirkung kann dabei in einer Reflexion, einer Transmission, einer
Beugung oder einer sonstigen Änderung der Strahlungselgenschaften bestehen.
[0032] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Einrichtung in einer schematischen Seitenansicht;
- Fig. 2
- einen Schuh zur Führung des Belagpapierstreifens mit Details eines erfindungsgemäßen
Messsystems in einer schematischen Ansicht in Förderrichtung des Belagpierstreifens;
- Fig. 3
- den Schuh aus Fig. 2 in einer seitlichen Ansicht senkrecht zur Förderrichtung des
Belagpapierstreifens;
- Fig. 4
- ein Detail einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Einrichtung in einer
schematischen Ansicht.
[0033] In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende
Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer entsprechenden erneuten
Vorstellung abgesehen wird.
[0034] Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Einrichtung zur Überwachung der
Lage eines Belagpapierstreifens 1 für stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden
Industrie. Der Belagpapierstreifen 1 durchläuft eine Beleimvorrichtung 2, d.h. er
läuft dicht oberhalb an einer Leimdüse 10 zum Aufbringen von Leim auf den Belagpapierstreifen
1 vorbei. Anstelle der Leimdüse 10 kann auch eine aus dem Stand der Technik bekannte
Walzenbeleimung oder eine andere Beleimungsart Verwendung finden. Der Belagpapierstreifen
1 wird dabei von einer nicht dargestellten Vorratsrolle (Bobine) mit einer voreingestellten
Geschwindigkeit abgezogen. Das Abziehen des Belagpapierstreifens 1 von der Vorratsrolle
geschieht mit Hilfe eines Abzugswalzenpaares 6, 7, wobei eine der beiden Abzugswalzen
6 oder 7 angetrieben wird. Stromabwärts der Abzugswalzen 6, 7 betrachtet, ist die
Beleimvorrichtung 2 zum Auftragen von Leim auf den Belagpapierstreifen 1 vorgesehen.
Weiter stromabwärts, hinter der Beleimvorrichtung 2, gelangt der Belagpapierstreifen
1 über eine Umlenkwalze 9 zu einer nicht dargestellten Schneideinrichtung zum periodischen
Abtrennen von Belagpapierabschnitten von dem Belagpapierstreifen 1. Die Förderrichtung
des Belagpapierstreifens 1 ist über einen Pfeil 8 dargestellt.
[0035] Die Überwachung der Lage des Belagpapierstreifens 1 geschieht wie folgt:
[0036] Der Belagpapierstreifen 1 wird entlang einer quer zu seiner Förderrichtung verlaufenden
Linie mit einer Lampe als Quelle 3 für die Quellenstrahlung 16 beleuchtet. Auf diese
Linie ist ein Objektiv einer Zeilenkamera als Sensorvorrichtung 4 gerichtet. Die Quelle
3 und die Sensorvorrichtung 4 sind Teile eines Messsystems 20. Bei der Lampe kann
es sich beispielsweise um eine ein LED-Linienlicht erzeugende Lampe handeln. Die von
der Zeilenkamera empfangene Messstrahlung 15 wird in Messsignale gewandelt und an
eine Vorrichtung 5 zur Auswertung der Messsignale weitergeleitet. Bei der Vorrichtung
5 zur Auswertung kann es sich beispielsweise um einen Personal Computer handeln, der
eine Bilderfassungskarte und eine Bildbearbeitungssoftware enthält. Die Vorrichtung
5 zur Auswertung steuert eine Vorrichtung zum Aussondern sowie eine Vorrichtung zum
Stoppen der Beleimung bzw. der Zigarettenmaschine an, die nicht dargestellt sind.
Im Beispiel der Fig. 1 sind die Quelle 3 und die Sensorvorrichtung 4 so angeordnet,
dass sich der Empfang der vom Belagpapierstreifen 1 reflektierten Messstrahlung 15
durch die Sensorvorrichtung 4 empfiehlt.
[0037] Gleichfalls besteht die hier nicht abgebildete Möglichkeit, den Belagpapierstreifen
1 zwischen der Quelle 3 und der Sensorvorrichtung 4 zu führen. Diese Variante bietet
sich beispielsweise bei der Verwendung von Ultraschallwellen an. Der Ultraschall wir
dabei von wenigstens einer Quelle 3, beispielsweise einem Piezoelement, erzeugt und
von einer Sensorvorrichtung 4, ebenfalls einem Piezoelement, empfangen. Um den geförderten
Belagpapierstreifen 1 fortlaufend zu überwachen, wird der Belagpapierstreifen 1 quer
zur Förderrichtung mit Ultraschall beaufschlagt, wobei der Belagpapierstreifen 1 zwischen
der Quelle 3 und der Sensorvorrichtung 4 geführt wird. Dadurch kann Ultraschall mit
einer bevorzugten Ausrichtung auf den Belagpapierstreifen 1 orientiert werden und
den Belagpapierstreifen 1 durchschallen. Auf der anderen Seite des Belagpapierstreifens
1 werden die Ultraschallwellen von dem Piezoelement empfangen.
[0038] In der Fig. 2 ist ein Schuh 11 zur Führung des Belagpapierstreifens 1 mit Details
eines erfindungsgemäßen Messsystems 20 in einer schematischen Ansicht in Förderrichtung
8 des Belagpapierstreifens 1 dargestellt. Es sind Wellenleiter 12 vorgesehen, die
jeweils einerseits die von einer Messstrahlungsquelle 13 erzeugte Messstrahlung in
die unmittelbare Nähe des Belagpapierstreifens 1 leiten und andererseits die vom Belagpapierstreifen
1 reflektierte Messstrahlung an einen Sensor 14 weiterleiten. Die Messstrahlungsquelle
13 und der Sensor 14 sind gemäß Fig. 2 in einem Gehäuse untergebracht. In diesem Ausführungsbeispiel
umfasst die Quelle 3 die Messstrahlungsquelle 13 sowie die beiden Wellenleiter 12,
und die Sensorvorrichtung 4 umfasst den Sensor 14 sowie die beiden Wellenleiter 12.
Diese Ausführungsform eignet sich besonders für die Überwachung der Lage eines Belagpapierstreifens
1 an einer ansonsten schwer zugänglichen Stelle, da durch die Verwendung von Wellenleitern
12 die Anordnung einer Messstrahlungsquelle 13 und eines Sensors 14 an einem Ort erfolgen
kann, der vom Belagpapierstreifen 1 in unmittelbarer Nähe der Beleimvorrichtung 2
entfernt liegt. Des Weiteren ist in der Fig. 2 der Belagpapierstreifen 1 mit rechtsseitig
nach oben umgeklapptem Rand dargestellt. Anstelle von einfachen Wellenleitern werden
hier Zweifach-Wellenleiter 12 verwendet, wobei jeder Zweifach-Wellenleiter 12 einen
Wellenleiter für die Zuführung der Strahlung zu dem zu messenden Objekt und einen
Wellenleiter für die Abführung der reflektierten Strahlung von dem zu messenden Objekt
aufweist. Im Fall von einfachen Wellenleitern kann ein Strahlungsteiler dazu dienen,
eingestrahlte und reflektierte Strahlung voneinander zu trennen. Die Wellenleiter
12 aus Fig. 2 können auch ausschließlich dazu dienen, Strahlung, wie beispielsweise
Licht, zum Belagpapierstreifen 1 zu leiten. Es sind dann zwei in Fig. 2 nicht dargestellte
Sensoren oberhalb des Schuhs 11 vorgesehen, die die durchgelassene Strahlung detektieren.
[0039] In der Fig. 3 ist der Schuh aus Fig. 2 in einer seitlichen Ansicht senkrecht zur
Förderrichtung 8 des Belagpapierstreifens 1 dargestellt. Die beiden Wellenleiter 12
liegen aus Sicht des Betrachters hintereinander.
[0040] In der Fig. 4 ist ein Detail einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Einrichtung in einer schematischen Ansicht dargstellt. Das Messsystem 20 oder ein
Teil des Messsystems 20 kann hierbei im Schuh 11 angeordnet sein, der sich in Förderrichtung
8 des Belagpapierstreifens 1 betrachtet unmittelbar vor der Beleimvorrichtung 2 befindet.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Belagpapierstreifen
- 2
- Beleimvorrichtung
- 3
- Quelle
- 4
- Sensorvorrichtung
- 5
- Vorrichtung zur Auswertung der Messsignale
- 6, 7
- Abzugswalzenpaar
- 8
- Pfeil
- 9
- Umlenkwalze
- 10
- Leimdüse
- 11
- Schuh
- 12
- Wellenleiter
- 13
- Messstrahlungsquelle
- 14
- Sensor
- 15
- Messstrahlung
- 16
- Quellenstrahlung
- 20
- Messsystem
1. Einrichtung zur Überwachung der Lage eines Belagpapierstreifens (1) für stabförmige
Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei der Belagpapierstreifen (1) eine
Beleimvorrichtung (2) durchläuft und wobei ein Messsystem mit wenigstens einer Messstrahlung
erzeugenden Quelle (3) zur Beaufschlagung des Belagpapierstreifens (1) mit Messstrahlung
und mit einer Sensorvorrichtung (4) zum Empfang des dadurch erzeugten Streufelds vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Messsystem (20) so ausgebildet und angeordnet ist, dass die Messstrahlung in
unmittelbarer Nähe der Beleimvorrichtung (2) auf den Belagpapierstreifen (1) trifft
und das dadurch erzeugte Streufeld in unmittelbarer Nähe der Beleimvorrichtung (2) gemessen wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Messstrahlung erzeugende Quelle (3) und die Sensorvorrichtung
(4) in Förderrichtung des Belagpapierstreifens (1) betrachtet unmittelbar vor der
Beleimvorrichtung (2) angeordnet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Messsystem (20) zur Erzeugung und zum Empfang von elektromagnetischen Wellen,
insbesondere im ultravioletten, sichtbaren, infraroten und Mikrowellenbereich oder
von Ultraschallwellen ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorvorrichtung (4) zum Empfang der den Belagpapierstreifen (1) durchdringenden
Messstrahlung ausgelegt ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Belagpapierstreifen (1) zwischen der wenigstens einen Messstrahlung erzeugenden
Quelle (3) und der Sensorvorrichtung (4) geführt ist.
6. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorvorrichtung (4) zum Empfang der vom Belagpapierstreifen (1) reflektierten
Messstrahlung ausgelegt ist.
7. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung (5) zur Auswertung der von der Sensorvorrichtung (4) empfangenen
Messsignale vorgesehen ist.
8. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Quelle (3) und/oder die Sensorvorrichtung (4) wenigstens einen Wellenleiter (12),
insbesondere Lichtleiter, umfasst, der die Messstrahlung von mindestens einer Messstrahlungsquelle
(13) zum Betagpapierstreifen (1) und/oder an mindestens einen für den Empfang der
Messstrahlung vorgesehenen Sensor (14) der Sensorvorrichtung (4) weiterleitet.
9. Einrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Messstrahlung erzeugende Quelle (3) als Piezoelement ausgebildet
ist und die Sensorvorrichtung (4) wenigstens ein entsprechendes Piezoelement umfasst.
10. Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer Einrichtung zur Überwachung
der Lage eines Belagpapierstreifens (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
9.
11. Verwendung eines Messsystems (20) in einer Einrichtung zur Überwachung der Lage eines
Belagpapierstreifens (1) für stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie,
wobei der Belagpapierstreifen (1) eine Beleimvorrichtung (2) durchläuft und wobei
das Messsystem (20) wenigstens eine Messstrahlung erzeugende Quelle (3) zur Beaufschlagung
des Belagpapierstreifens (1) mit Messstrahlung und eine Sensorvorrichtung (4) zum
Empfang des dadurch erzeugten Streufelds umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Messstrahlung in unmittelbarer Nähe der Beleimvorrichtung (2) auf den Belagpapierstreifen
(1) trifft und das dadurch erzeugte Streufeld in unmittelbarer Nähe der Beleimvorrichtung (2) gemessen wird.
12. Verwendung eines Messsystems (20) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Messstrahlung erzeugende Quelle (3) und die Sensorvorrichtung
(4) in Förderrichtung des Belagpapierstreifens (1) betrachtet unmittelbar vor der
Beleimvorrichtung (2) angeordnet werden.
13. Verwendung eines Messsystems (20) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Messsystem (20) elektromagnetische Wellen, insbesondere im ultravioletten, sichtbaren,
infraroten und Mikrowellenbereich oder Ultraschallwellen erzeugt und empfängt.
14. Verwendung eines Messsystems (20) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorvorrichtung (4) die den Belagpapierstreifen (1) durchdringende Messstrahlung
empfängt.
15. Verwendung eines Messsystems (20) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Belagpapierstreifen (1) zwischen der wenigstens einen Messstrahlung erzeugenden
Quelle (3) und der Sensorvorrichtung (4) geführt wird.
16. Verwendung eines Messsystems (20) nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorvorrichtung (4) die vom Belagpapierstreifen (1) reflektierte Messstrahlung
empfängt.
17. Verwendung eines Messsystems (20) nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Messsignale an eine Vorrichtung (5) zur Auswertung der Messsignale weitergeleitet
werden.
18. Verwendung eines Messsystems (20) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Messsignale von mindestens einem Wellenleiter (12) an die Vorrichtung (5) zur
Auswertung der Messsignale weitergeleitet werden.
19. Verfahren zur Überwachung der Lage eines Belagpapierstreifens (1) für stabförmige
Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei der Belagpapierstreifen (1) eine
Beleimvorrichtung (2) durchläuft, dadurch gekennzeichnet, dass der Belagpapierstreifen (1) unmittelbar vor, während oder unmittelbar nach der Beleimung
durch die Beleimvorrichtung (2) von wenigstens einer Quelle (3) eines Messsystems
mit Messstrahlung beaufschlagt wird, das dadurch erzeugte Streufeld von einer Sensorvorrichtung (4) des Messsystems (20) empfangen
und an eine Vorrichtung (5) zur Auswertung der Messsignale weitergeleitet wird.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Messsystem (20) elektromagnetische Wellen, insbesondere im ultravioletten, sichtbaren,
infraroten und Mikrowellenbereich, oder Ultraschallwellen erzeugt und empfängt.
21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die den Belagpapierstreifen (1) durchdringende Messstrahlung von der Sensorvorrichtung
(4) empfangen wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Belagpapierstreifen (1) zwischen der wenigstens einen Messstrahlung erzeugenden
Quelle (3) und der Sensorvorrichtung (4) geführt wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Belagpapierstreifen (1) reflektierte Messstrahlung von der Sensorvorrichtung
(4) empfangen wird.
24. Verfahren zum Betrieb einer Filteransetzmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie,
umfassend die Schritte eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass die Auswertung der Messsignale ergibt, dass der Belagpapierstreifen
(1) die Beleimvorrichtung (2) nicht korrekt durchläuft, eine Vorrichtung zum anschließenden
Aussondern des fehlerhaften Belagpapierstreifens (1) oder daraus bereits gefertigter
Produkte aktiviert wird.
25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Vorrichtung zum Aussondern um mindestens eine druckluftbeaufschlagte
Düse handelt.
26. Verfahren zum Betrieb einer Filteransetzmaschine der Tabak verarbeitenden Industrie,
umfassend die Schritte eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass die Auswertung der Messsignale über einen vorgegebenen Zeitraum
ergibt, dass der Belagpapierstreifen (1) die Belelmvorrichtung (2) nicht korrekt durchläuft,
eine Vorrichtung zum Stoppen der Beleimung des Belagpapierstreifens (1) angesteuert
wird.