[0001] Die Erfindung betrifft einen Arbeitsschutzhandschuh, welcher zumindest an seinem
den Handrücken abdeckenden Bereich als Schnittschutz ausgebildet ist.
[0002] Arbeitshandschuhe sind in vielen Ausführungsvarianten bekannt geworden. Es sind auch
solche mit einer Schnittschutzeinlage bekannt, wobei diese Handschuhe meist sehr steif
in der Ausführung sind, so dass die Handhabung und die Bedienung von Geräten (Schaltern,
Hebeln usw.) beispielsweise bei Kettensägen besonders erschwert ist. Auch hat die
Verbindung solcher Handschuhe mit den Ärmeln der Arbeitsbekleidung Probleme verursacht,
wobei vielfach aus Bequemlichkeitsgründen die Verbindung nicht geschlossen worden
ist. Solche Verbindungen sind beispielsweise Druckknöpfe (
US-A-1,117,077) oder Klettverschlüsse (
US-A-5,749,098).
[0003] Die vorliegende Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, einen Arbeitsschutzhandschuh
der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem einerseits die Handhabung und Bedienung
von Geräten erleichtert ist und mit dem vor allem ohne die Gefahr des Vergessens oder
der Nichtbeachtung ein Schutz über das Handgelenk hinaus gegeben ist.
[0004] Erfindungsgemäß gelingt dies dadurch, dass der Arbeitsschutzhandschuh an den Handbereich
anschließend mit einer schlauchartigen Verlängerung versehen ist, welche zumindest
einen Teilbereich der Länge des Unterarmes eines Benützers abdeckt, und dass der Arbeitsschutzhandschuh
an seinem an den Handbereich anschließenden vorderen Ende eine oder mehrere Öffnungen
zum freien Auskragen der Finger des Benützers ausgebildet ist.
[0005] Durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen liegen die Finger des Benützers frei und
es können daher einwandfrei alle Maßnahmen zur Handhabung und zur Bedienung von Maschinen
und sonstigen Geräten ohne Behinderung geschafft werden. Es hat sich ja auch gerade
bei der Bedienung von gefährlichen Geräten, wie dies beispielsweise Kettensägen sind,
ein Schutz für die Finger nie als erforderlich erwiesen, während hingegen der Bereich
des Handrückens gefährdet ist und ganz besonders auch der Übergang von der Hand zum
Arm, also das Handgelenk und der Unterarm. Durch die erfindungsgemäß vorgesehene schlauchartige
Verlängerung ist das Handgelenk und auch zumindest ein Teil des Unterarmes abgedeckt,
ohne dass hier ein Zuknöpfen oder ein Verschließen irgendwelcher Mittel erforderlich
wäre.
[0006] Eine besondere Ausführungsvariante des Arbeitsschutzhandschuhes sieht vor, dass die
Öffnung(en) am vorderen Ende des Handbereiches einen oder mehrere Steg(e) aufweisen
zur Trennung des Einführbereiches von einzelnen und/oder mehreren Fingern der Hand
eines Benützers. Dadurch können nicht nur die Finger des Benützers am vorderen Ende
des Handbereiches des Arbeitshandschuhes frei auskragen, sondern es ist auch eine
gewisse Halterung und Verschiebesicherung an der Hand des Benützers gewährleistet.
[0007] Eine vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass die schlauchartige Verlängerung einen
am Unterarm eines Benützers festlegbaren Abschlussbund aufweist. Es kann dadurch auf
einfache Weise eine Halterung des Arbeitsschutzhandschuhes an den Armen des Benützers
erzielt werden.
[0008] In diesem Zusammenhang liegt eine besondere Ausgestaltung darin, dass der Abschlussbund
als elastisch nachgiebiges und somit anschmiegbares Gestricke oder Gewirke ausgeführt
ist. Damit ist ein sehr leichtes Anziehen des Arbeitsschutzhandschuhes möglich, ohne
dass Verbindungen zu schließen sind und ohne dass das genaue Übereinstimmen von Verschluss-
oder Halteelementen beachtet werden muss.
[0009] Im Rahmen der Erfindung ist es aber natürlich auch denkbar, dass der Abschlussbund
mit einem Klettverschluss ausgestattet ist und am Bekleidungsstück des Benützers ein
mit diesem Klettverschluss zusammenwirkender Abschnitt vorgesehen ist. Auch dadurch
ist eine einfache Verbindung von Arbeitsschutzhandschuh und Bekleidung am Unterarm
des Benützers möglich.
[0010] Weiter wird vorgeschlagen, dass der Handbereich des Arbeitsschutzhandschuhes zumindest
an dem dem Handrücken zugewandten Abschnitt aus einem als Schnittschutz wirkenden
Material gefertigt ist. Es kann also zumindest der Handbereich selbst gleich aus dem
entsprechenden Material gefertigt werden, das ein Durchtrennen oder ein Durchdringen
des Arbeitsschutzhandschuhes z.B. durch eine Kettensäge bis zum Handrücken verhindert.
[0011] Eine andere Ausbildung sieht vor, dass der Handbereich des Arbeitsschutzhandschuhes
zumindest an dem dem Handrücken zugewandten Abschnitt eine als Schnittschutz wirkende
Einlagen aufweist. Der Arbeitsschutzhandschuh an sich kann somit aus dem gewünschten
Oberflächenmaterial gefertigt werden und nur an der Innenseite des Arbeitsschutzhandschuhes
im Bereich des Handrückens ist eine entsprechend wirksame Einlage vorhanden.
[0012] Ein besonderer und zusätzlicher Schutz auch über das Handgelenk hinaus und für den
Unterarm des Benützers ergibt sich dann, wenn der im Handbereich des Arbeitsschutzhandschuhes
ausgebildete Schnittschutz vom Handrücken ausgehend zumindest über den Großteil der
Länge der schlauchartigen Verlängerung geführt ist. Es ist damit der ganze Gefahrenbereich
vom Handrücken über das Handgelenk und den Unterarm ausreichend geschützt, so dass
schwere Verletzungen beim Eindringen z.B. einer Kettensäge großteils vermieden werden
können.
[0013] In der nachstehenden Beschreibung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der Zeichnung noch näher erläutert. Es zeigen:
Fig.1 eine Ansicht eines Arbeitsschutzhandschuhes an einem Arm eines Benützers;
Fig.2 eine Ansicht des vorderen Endes des Arbeitsschutzhandschuhes, an welchem die
Finger des Benützers austreten;
Fig.3 eine Seitenansicht des Arbeitsschutzhandschuhes teilweise mit einem Einblick
in das Innere im Bereich des Handrückens des Arbeitsschutzhandschuhes.
[0014] Bei einem Arbeitsschutzhandschuh 1 ist zumindest ein den Handrücken abdeckender Bereich
2 als Schnittschutz. Dadurch wird eine wesentliche Verringerung des Verletzungsrisikos
im Umgang z.B. mit Kettensägen bei Waldarbeitern erzielt. Durch den Schnittschutz
bleibt die Kettensäge praktisch sofort stehen, da das Material des Schnittschutzes
nicht durchgesägt werden kann.
[0015] Bei der vorliegenden Erfindung ist der Arbeitsschutzhandschuh 1 an den Handbereich
2 anschließend mit einer schlauchartigen Verlängerung 3 versehen, welche zumindest
einen Teilbereich der Länge des Unterarmes 4 eines Benützers abdeckt. Weiter weist
der Arbeitsschutzhandschuh 1 an seinem an den Handbereich 2 anschließenden vorderen
Ende eine oder mehrere Öffnungen 5, 6 und 7 zum freien Auskragen der Finger 8 des
Benützers auf.
[0016] Die Öffnung(en) 5, 6 und 7 am vorderen Ende des Handbereiches 2 des Arbeitsschutzhandschuhes
weisen vorteilhaft einen oder mehrere Steg(e) 9, 10 auf zur Trennung des Einführbereiches
von einzelnen und/oder mehreren Fingern 8 der Hand eines Benützers.
[0017] Die schlauchartige Verlängerung 3 weist einen am Unterarm 4 eines Benützers festlegbaren
Abschlussbund 11 auf. Der Abschlussbund 11 ist vorteilhaft als elastisch nachgiebiges
und somit anschmiegbares Gestricke oder Gewirke ausgeführt. Damit kann der Arbeitsschutzhandschuh
leicht und schnell angezogen bzw. über die Ärmel der Bekleidung des Benützers im Bereich
des Unterarmes 4 gezogen werden. Nach dem Loslassen des Abschlussbundes 11 drückt
dieser von selbst gegen die Ärmel der Bekleidung. Es ist hier möglich, auch noch elastisch
federnd wirkende Fasern oder ein entsprechendes Gestricke oder Gewirke einzusetzen.
[0018] Eine weitere Variante ist auch mit Knöpfen und Knopflöchern oder aber mit Druckknöpfen
und Ösen gegeben. Weiter kann der Abschlussbund 11 auch mit einer Art Klettverschluss
ausgestattet sein, wobei dann am Bekleidungsstück des Benützers einen mit diesem Klettverschluss
zusammenwirkende Abschnitte vorgesehen sind.
[0019] Im Rahmen der Erfindung ist es möglich den Handbereich 2 des Arbeitsschutzhandschuhes
1 zumindest an dem dem Handrücken zugewandten Abschnitt aus einem als Schnittschutz
wirkenden Material zu fertigen. Vorteilhaft auch aus Sicht der Fertigung ist aber
vorzusehen, dass der Handbereich 2 des Arbeitsschutzhandschuhes 1 zumindest an dem
dem Handrücken zugewandten Abschnitt eine als Schnittschutz wirkende Einlagen 12 aufweist.
Es kann hier dann ein optimales und vor allem bestwirksames Material für diese Einlage
eingesetzt werden. Außerdem ist es auf diese Weise leichter, einen Schnittschutz nur
dort vorzusehen, wo es auch wirklich aufgrund der Verletzungsgefahr erforderlich erscheint.
So ist beispielsweise bei dem gezeigten Arbeitsschutzhandschuh 1 eine Einlage 12 aus
einem Schnittschutzmaterial nur im Bereich des Handrückens vorhanden, wogegen an der
Handinnenseite keine Einlage vorgesehen ist. Die Verbindung der verschiedenen Abschnitte
des Arbeitsschutzhandschuhes und des Obermaterials mit einer Einlage erfolgt durch
entsprechende Nähte 13, wobei aber auch ein Verkleben in Frage kommen kann.
[0020] Ferner ist es bei dieser besonderen Art eines Arbeitsschutzhandschuhes 1 möglich,
den im Handbereich 2 des Arbeitsschutzhandschuhes 1 ausgebildeten oder als Einlage
12 vorgesehenen Schnittschutz vom Handrücken ausgehend zumindest über den Großteil
der Länge der schlauchartigen Verlängerung 3 zu führen. Es kann dann ein großzügiger
Schutz für den ganzen Unterarmbereich und natürlich auch für das Handgelenk geschaffen
werden. Trotzdem ist aber gewährleistet, dass die Finger nicht von einem schlecht
verbiegbaren oder entsprechend unelastischen Schnittschutz oder einer entsprechenden
Einlage 12 abgedeckt sind. Die Finger 8 des Benützers sind also immer voll einsatzbereit,
um eine entsprechende Maschine oder ein Gerät einfach und unkompliziert bedienen zu
können.
[0021] Auch bei einer solchen Ausführung eines Arbeitsschutzhandschuhes gibt es wie bei
Handschuhen eben üblich verschiedene Ausführungen für die linke und die rechte Hand.
Es wäre aber auch denkbar, hier durch entsprechende Konstruktion der Öffnungen und
der Stege 9 und 10 eine Ausgestaltung zu schaffen, mit der jeder Arbeitschutzhandschuh
sowohl an der linken als auch an der rechten Hand zu tragen ist.
1. Arbeitsschutzhandschuh, welcher zumindest an seinem den Handrücken abdeckenden Bereich
als Schnittschutz ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsschutzhandschuh (1) an den Handbereich (2) anschließend mit einer schlauchartigen
Verlängerung (3) versehen ist, welche zumindest einen Teilbereich der Länge des Unterarmes
eines Benützers abdeckt, und dass der Arbeitsschutzhandschuh (1) an seinem an den
Handbereich (2) anschließenden vorderen Ende eine oder mehrere Öffnungen (5, 6, 7)
zum freien Auskragen der Finger (8) des Benützers ausgebildet ist.
2. Arbeitsschutzhandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung(en) (5, 6, 7) am vorderen Ende des Handbereiches (2) einen oder mehrere
Steg(e) (9, 10) aufweisen zur Trennung des Einführbereiches von einzelnen und/oder
mehreren Fingern (8) der Hand eines Benützers.
3. Arbeitsschutzhandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schlauchartige Verlängerung (3) einen am Unterarm (4) eines Benützers festlegbaren
Abschlussbund (11) aufweist.
4. Arbeitsschutzhandschuh nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschlussbund (11) als elastisch nachgiebiges und somit anschmiegbares Gestricke
oder Gewirke ausgeführt ist.
5. Arbeitsschutzhandschuh nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschlussbund (11) mit einem Klettverschluss ausgestattet ist und am Bekleidungsstück
des Benützers ein mit diesem Klettverschluss zusammenwirkender Abschnitt vorgesehen
ist.
6. Arbeitsschutzhandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Handbereich (2) des Arbeitsschutzhandschuhes (1) zumindest an dem dem Handrücken
zugewandten Abschnitt aus einem als Schnittschutz wirkenden Material gefertigt ist.
7. Arbeitsschutzhandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Handbereich (2) des Arbeitsschutzhandschuhes (1) zumindest an dem dem Handrücken
zugewandten Abschnitt eine als Schnittschutz wirkende Einlagen (12) aufweist.
8. Arbeitsschutzhandschuh nach den Ansprüchen 1, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der im Handbereich (2) des Arbeitsschutzhandschuhes (1) ausgebildete Schnittschutz
vom Handrücken ausgehend zumindest über den Großteil der Länge der schlauchartigen
Verlängerung (3) geführt ist.