[0001] Die Erfindung betrifft ein Isolierstoffgehäuse für elektrische Klemmen mit einem
stirnseitig offenen Grundgehäuse zur Aufnahme des Kontakteinsatzes der elektrischen
Klemme und mit einem stirnseitigen Deckeleinsatz, der als Leiterführungsteil ausgebildet
ist und der in die stirnseitige Öffnung des Grundgehäuses eingeschoben wird. Der Leiterführungsteil
besitzt mindestens eine Leitereinführungsöffnung und einen sich daran anschließenden
Leiterführungskanal zum Einstecken und Führen eines elektrischen Leiters, der mit
dem Endbereich seines Isolationsmantels in den Leiterführungskanal eingeschoben wird.
[0002] Isolierstoffgehäuse dieses Typs sind zum Beispiel aus der
WO 03/077368 A2 und der
EP 0 037 758 A1 bekannt. Sie haben den Vorteil, dass der als Leitereinführungsteil dienende Deckeleinsatz
mehrere Funktionen übernimmt. In der Funktion eines Deckels gewährleistet er den allseitig
berührungssicheren Einbau des Kontakteinsatzes der Klemme in das Isolierstoffgehäuse.
Zugleich fixiert sein relativ weit in das Grundgehäuse eingeschobener Isolierstoffkörper
die lage-richtige Positionierung des Kontakteinsatzes in dem Grundgehäuse, und zudem
erfüllt der Leiterführungsteil auch die Leiter-Führungsaufgaben, wie sie einleitend
benannt sind.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die Vorteile eines Isolierstoffgehäuses der vorgenannten
Art auch dann noch verwenden zu können, wenn die Forderung nach einer Baugrößenreduzierung
der elektrischen Klemmen erfüllt werden muss.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Leiterführungsteil im
Bereich des Leiterführungskanals eine offene Rahmenstruktur mit offenen, wandfreien
Rahmenfeldern aufweist, die sich in Richtung des Leiterführungskanals erstrecken und
die quer zur Richtung der Bauhöhe und/oder der Baubreite der Klemme ausgerichtet sind.
Diese Rahmenfelder sind in ihrer Größe derart zu bemessen, dass der Isolationsmantel
eines in den Leiterführungskanal eingeschobenen elektrischen Leiters die in den offenen
Rahmenfeldern des Leiterführungsteils fehlenden Isolierstoffwandungen ersetzt, d.h
das Raumvolumen, das vorher (im Stand der Technik) für die Isolierstoffwandungen des
Leiterführungsteils benötigt wurde, steht nunmehr (gemäß der Lehre der Erfindung)
dem Isolationsmantel eines in den Leitereinführungskanal eingeschobenen elektrischen
Leiters zur Verfügung.
[0005] Diese erfindungsgemäße Rahmenstruktur des Leiterführungsteils vermeidet, daß sich
bei der fertig montierten Klemme die Isolierstoffwände des Grundgehäuses und die Isolierstoffwandungen
des Leiterführungsteils in Richtung der Bauhöhe und/oder in Richtung der Baubreite
der Klemme aufdoppeln. Eine solche Aufdoppelung ist isolier-technisch nicht notwendig,
zumal da ohnehin im Bereich des Leiterführungskanals auch noch der Isolationsmantel
des eingesteckten elektrischen Leiters für eine ausreichende elektrische Isolierung
sorgt.
[0006] Die axiale Länge des Leiterführungskanals ist üblicherweise so bemessen, daß sie
der konstruktiv vorgegebenen Einstecktiefe des in die Klemme einzusteckenden elektrischen
Leiters entspricht. Zur Kontrolle, ob der elektrische Leiter tief genug in die Klemme
eingesteckt worden ist, wird vorgeschlagen, das Grundgehäuse der Klemme aus einem
transparenten Kunststoff zu fertigen und für den Leiterführungsteil des Deckeleinsatzes
(oder für den Deckeleinsatz insgesamt) einen nicht-transparenten Kunststoff zu verwenden.
Das ermöglicht eine gute Sicht auf die offenen, wand-freien Rahmenfelder der Rahmenstruktur
des Leiterführungsteils, so daß die richtige Einstecktiefe des Isolationsmantels des
elektrischen Leiters (und damit des elektrischen Leiters insgesamt) kontrolliert werden
kann. Die Sicht ist bei der vorgeschlagenen Materialkombination frei von Spiegelungen
oder sonstigen optischen Irritationen, die dann auftreten können, wenn, wie im Stand
der Technik oftmals versucht, sowohl das Grundgehäuse als auch der Deckeleinsatz aus
einem transparenten Kunststoff hergestellt sind.
[0007] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1 + 2
- in perspektivischer Darstellung ein Isolierstoffgehäuse gemäß der Erfindung,
- Fig. 3 + 4
- Längsschnitte durch das vorgenannte Isolierstoffgehäuse (in vereinfachter Darstellung),
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch das vorgenannte Isolierstoffgehäuse mit Kontakteinsatz und
eingeführtem elektrischen Leiter.
[0008] Fig. 2 zeigt als Ausführungsbeispiel das Grundgehäuse 10 eines Isolierstoffgehäuses
mit einer stirnseitigen Öffnung 11, durch die ein Kontakteinsatz, so wie er z. B.
aus Fig. 5 ersichtlich ist, in das Grundgehäuse eingesetzt werden kann.
[0009] In Fig. 1 ist der dazugehörige Deckeleinsatz 12 in der Form eines erfindungsgemäßen
Leiterführungsteils dargestellt. Der Deckeleinsatz wird in die stirnseitige Öffnung
11 des Grundgehäuses eingeschoben, so daß sein Isolierstoffkörper zugleich den Kontakteinsatz
im Grundgehäuse lage-fixiert.
[0010] Der Leiterführungsteil besitzt insgesamt drei trichterförmig gestaltete Leitereinführungsöffnungen
13, denen sich jeweils ein Leiterführungskanal 14 anschließt.
[0011] Fig. 5 zeigt, daß in den Leiterführungskanal 14 ein elektrischer Leiter 15 mitsamt
des Endbereiches seines Isolationsmantels 16 einsteckbar ist derart, daß der Isolationsmantel
16 an dem Isolierstoff-Anschlag 17 des Leiterführungskanals 14 anschlägt und das abisolierte
Ende 18 des elektrischen Leiters in der Klemmstelle elektrisch und mechanisch geklemmt
ist. Die Klemmstelle ist zwischen der dargestellten Stromschiene 19 und dem Ende der
dargestellten Blattfederzunge 20 gebildet. Die Stromschiene 19, die alle drei Klemmstellen
der dargestellten Drei-Leiter-Klemme miteinander verbindet, und die jeweiligen Blattfederzungen
20 der einzelnen Klemmstellen bilden in ihrer Gesamtheit den sogenannten Kontakteinsatz
der Klemme.
[0012] Gemäß der Lehre der Erfindung besitzt der Leiterführungsteil im Bereich seiner Leiterführungskanäle
14 eine offene Rahmenstruktur mit offenen, wand-freien Rahmenfeldern 21. Diese erstrecken
sich in Richtung des Leiterführungskanals und sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
(siehe Fig. 1) quer zur Richtung der Bauhöhe der Klemme ausgerichtet. Die Rahmenfelder
21 sind in ihrer Größe so bemessen, daß der Isolationsmantel 16 des in den Leiterführungskanal
14 eingeschobenen elektrischen Leiters in die jeweiligen Rahmenfelder 21 hineinragt
und in den Rahmenfeldern das Raumvolumen der dort fehlenden Isolierstoffwandungen
des Leiterführungsteils ersetzt.
[0013] Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß der Leiterführungsteil, der in Fig. 3 im Querschnitt
dargestellt ist, im eingeschobenen Zustand in das Grundgehäuse 10 (siehe Fig. 4) nicht
die äußere Isolierstoffwandung 22 des Grundgehäuses doppelt. Statt dessen grenzen
die offenen, wand-freien Rahmenfelder 21 des Leiterführungsteils abstandslos an die
äußere Isolierstoffwandung 22 des Grundgehäuses an.
[0014] Daraus ergibt sich für die fertige Klemme (in Richtung der Bauhöhe der Klemme betrachtet)
eine Bauhöhenreduzierung in Höhe der Dicke von zwei Isolierstoffwandungen, die im
Stand der Technik üblicherweise oberhalb und unterhalb des Leiterführungskanals 14
des Leiterführungsteils vorhanden sind.
1. Isolierstoffgehäuse für elektrische Klemmen
- mit einem stirnseitig offenen Grundgehäuse (10) zur Aufnahme des Kontakteinsatzes
der elektrischen Klemme
- und mit einem stirnseitigen Deckeleinsatz (12), der als Leiterführungsteil ausgebildet
ist und der in die stirnseitige Öffnung (11) des Grundgehäuses eingeschoben wird,
- der Leiterführungsteil besitzt mindestens eine Leitereinführungsäffnung (13) und
einen sich daran anschließenden Leiterführungskanal (14) zum Einstecken und Führen
eines elektrischen Leiters (15), der mit dem Endbereich seines Isolationsmantels (16)
in den Leiterführungskanal (14) eingeschoben wird
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Leiterführungsteil im Bereich des Leiterführungskanals (14) eine offene Rahmenstruktur
mit offenen, wand-freien Rahmenfeldern (21) aufweist,
- dass sich die Rahmenfelder (21) in Richtung des Leiterführungskanals (14) erstrecken und
quer zur Richtung der Bauhöhe der Klemme ausgerichtet sind
- und dass die Rahmenfelder (21) in ihrer Größe derart bemessen sind, dass der Isolationsmantel
(16) des in den Leiterführungskanal (14) eingeschobenen elektrischen Leiters (15)
die in den offenen Rahmenfeldern (21) des Leiterführungsteils fehlenden Isolierstoffwandungen
ersetzt.
2. Isolierstoffgehäuse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Grundgehäuse (10) aus einem transparenten Isolierstoff besteht
- und dass der Leiterführungsteil aus einem nicht-transparenten Isolierstoff gefertigt ist.
1. Isolation housing for electrical clamps
- with one basic housing open on the front side for insertion of the insert connector
of the electrical clamp
- and with one front-end insert cover (12) which is formed as an conductor guiding
part and which is inserted from the front-end opening (11) of the basic housing,
- the conductor guiding part owns at least one conductor insertion opening (13) and
one conductor guiding channel (14) bounded to said conductor insertion opening (13)
for inserting and guiding one electrical conductor (15), which is inserted with the
end range of its isolating cover (16) into the conductor guiding channel (14)
characterised in
- that the conductor guiding part possesses in the area of the conductor guiding channel
(14) an open frame structure with open, wall-free frame fields (21),
- that the frame fields (21) extend in direction to the conductor guiding channel (14) and
are arranged across the direction of the construction height of the clamp
- and that the frame fields (21) are calculated in their dimensions in such a way that the isolating
cover (16) of the electrical conductor (15) which is inserted into the conductor guiding
channel (14) replaces the missing isolating walls in the open frame fields (21) of
the conductor guiding part.
2. Isolation housing according to claim 1
characterised in
- that the basic housing (10) consists of one transparent isolation material
- and that the conductor guiding part is made of one non-transparent isolation material.
1. Boîtier en matériau isolant pour des bornes électriques
- avec un boîtier fondamental (10) ouvert coté avant pour l'intégration d'un insert
de contact pour la borne électrique,
- et avec un insert de chapeau coté avant (12), qui est formé comme une partie de
guide de conducteur et qui est enchâssé dans l'ouverture (11) du boîtier fondamental,
- la partie de guide de conducteur possède au moins une passage d'entrée pour le conducteur
(13) et une lumière de guide de conducteur (14) se raccordant à celle passage d'entrée
pour enchâsser et guider un conducteur électrique (15), qui est enchâssé avec la portion
d'extrémité de son manteau isolante (16) dans la lumière de guide de conducteur (14)
caractérisé
- en ce que la partie de guide de conducteur présente une structure de la trame ouverte avec
des panneaux de la trame (21) ouverts et sans murs dans la portion de la lumière de
guide de conducteur (14),
- en ce que les panneaux de la trame (21) s'échelonnent sur la direction de la lumière de guide
de conducteur (14) et sont ajusté en travers de la direction de l'hauteur de la construction
de la borne
- et en ce que les panneaux de la trame (21) sont calculés de la sorte dans leur gabarit, que le
manteau isolant (16) du conducteur électrique (15) enchâssé dans la lumière de guide
de conducteur (14) remplace le paroi isolant manquant dans des panneaux de la trame
(21) de la partie de guide de conducteur.
2. Boîtier en matériau isolant selon la revendication,
caractérisé
- en ce que le boîtier fondamental (10) consiste d'un matériau isolant transparent
- et en ce que la partie de guide de conducteur est faite d'un matériau isolant non transparent.
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