(19)
(11) EP 1 850 418 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.10.2007  Patentblatt  2007/44

(21) Anmeldenummer: 07007567.6

(22) Anmeldetag:  13.04.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 4/50(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 25.04.2006 DE 102006019655

(71) Anmelder: Wago Verwaltungsgesellschaft mbH
32423 Minden (DE)

(72) Erfinder:
  • Stromiedel, Konrad
    99735 Wolkramshausen (DE)

(74) Vertreter: Lange, Gerd 
Patentanwalt, Nachtigallenweg 8
32425 Minden
32425 Minden (DE)

   


(54) Elektrischer Verbinder


(57) Die Erfindung betrifft einen elektr. Verbinder für die Verbindung eines Kontaktstiftes mit einem elektr.Leiter. Es wird vorgeschlagen, daß das Isolierstoffgehäuse des Verbinders einen Anschlußraum zur Verfügung stellt, in den der Kontaktstift und der elektr.Leiter in entgegengesetzter Richtung mit in etwa paralleler Ausrichtung einsteckbar sind und sich mit ihren axialen Längen überlappen, wobei der Leiter quer zu seiner Längsachse einen konstruktiv zugelassenen Verschiebebereich hat und die Blattfeder des Leiter-Klemmanschlusses den Leiter in Richtung des Kontaktstiftes drückt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen elektr. Verbinder mit einem Isolierstoffgehäuse, das an zwei einander gegenüberliegenden Gehäuseseiten Einstecköffnungen aufweist, und zwar auf der einen Seite für das Einführen eines elektr.Kontaktstiftes und auf der anderen Seite für das Einstecken des isolationsfreien Endes mindestens eines elektr.Leiters. Auf der Stift-Seite besitzt der Verbinder einen Stift-Klemmkontakt, so daß der Verbinder auf den Kontaktstift einer Leiterplatte oder auf den Anschluß-Kontaktstift eines sonstigen Gegenkontaktes aufsteckbar ist, und auf der Leiter-Seite besitzt der Verbinder für jeden anzuschließenden elektr.Leiter einen Blattfeder-Klemmanschluß mit einer Blattfeder, die sich in Leitereinsteckrichtung und schräg gegen den elektr. Leiter erstreckt und mit ihrem Blattfeder ende das isolationsfreie Ende des eingesteckten elektr.Leiters festklemmt.

[0002] Elektr.Verbinder dieses Typs sind bereits 1976 in der GB 1 528 993 beschrieben. Sie sind dort als zweipolige Verbinder vorgestellt, bestehend aus zwei einpoligen Verbindern, die in einem gemeinsamen Blockgehäuse aus Isolierstoff angeordnet sind, so daß der zweipolige Blockgehäuse-Verbinder mit Bezug auf zwei parallel positionierte Kontaktstifte als "plug and socket arrangement" verstanden werden kann. Gemäß der GB 1 528 993 sind für das Aufstecken des Verbinders auf die Kontaktstifte Buchsen-Klemmkontakte vorgesehen, die derart auszuführen sind, daß der Verbinder im Bedarfsfall wieder von den Kontaktstiften abgezogen werden kann. Ebenso ist vorgesehen, daß auch die auf der anderen Seite des Verbinders vorhandenen Blattfeder-Klemmanschlüsse für die elektr.Leiter im Bedarfsfall wieder geöffnet werden können, indem die Blattfedern der Blattfeder-Klemmanschlüsse mittels eines Werkzeuges zurückgedrückt werden, so daß die elektr.Leiter aus dem Verbinder wieder herausgezogen werden können.

[0003] Ein weiterer Verbinder dieses Typs ist aus der EP 0 735 616 A2 bekannt (siehe dort Figuren 18 und 19). Er ist als "elektrischer Steckverbinder" bezeichnet, der auf die eingelöteten Kontaktstifte einer Leiterplatte aufsteckbar ist und infolge eines tulpenförmig auffedernden Buchsen-Klemmkontaktes auch wieder von den Kontaktstiften abziehbar ist. Auf der anderen Seite des Verbinders ist wiederum ein Blattfeder-Klemmanschluß für den elektr.Leiter vorhanden, der ebenfalls (wie bei der GB 1 528 993) als lösbarer Blattfeder-Klemmanschluß ausgeführt ist.

[0004] Beide vorgenannten Verbinder gehen davon aus, daß ihre Stift-Klemmkontakte und ihre Leiter-Klemmanschlüsse in ihrer Gesamtheit aus einem Stück Federstahlblech gefertigt sind, wobei das Stück Federstahlblech auf der Stift-Seite zu einem Buchsen-Klemmkontakt verformt ist und auf der Leiter-Seite einen integrierten Blattfeder-Klemmanschluß für den elektr.Leiter bildet. Zwischen beiden Seiten übernimmt das Stück Federstahlblech die Stromleitungsfunktion, so daß bei der Materialauswahl auch auf eine brauchbare Stromleitfähigkeit des Federstahlbleches geachtet werden muß, was sich in den Materialkosten des Federstahlbleches niederschlägt.

[0005] Hinsichtlich ihrer konstruktiven Bauform sind die beiden vorgenannten Verbinder in der Weise ausgeführt, daß der Stift-Klemmkontakt einerseits und der Leiter-Klemmanschluß andererseits ausreichend voneinander entfernt angeordnet sind, so daß sich beide Seiten nicht gegenseitig behindern können. Die Isolierstoffgehäuse dieser bekannten Verbinder sind entsprechend groß bemessen.

[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Verbinder der vorgenannten Art zu schaffen, der kostengünstiger herzustellen ist und dessen Baugröße zudem erheblich reduziert werden kann, so daß er auch unter beengten Platzverhältnissen sowohl als einpoliger als auch als mehrpoliger Verbinder eingesetzt werden kann.

[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Isolierstoffgehäuse des Verbinders für jeden anzuschließenden elektr.Leiter einen Anschlußraum zur Verfügung stellt, in den der Kontaktstift und der elektr.Leiter nebeneinander mit in etwa paralleler Ausrichtung einsteckbar sind derart, daß sich der Kontaktstift und der elektr.Leiter mit ihren axialen Längen überlappen. Dabei ist der Kontaktstift in dem Anschlußraum lage-fixiert gehalten, wohingegen der elektr.Leiter in einem konstruktiv zugelassenen Verschiebebereich quer zu seiner Leiterachse verschiebbar ist (vorzugsweise parallel verschiebbar ist), wobei das Blattfederende des Blattfeder-Klemmanschlusses an derjenigen Seite des elektr.Leiters anliegt, die dem Kontaktstift gegenüberliegt, so daß die Klemmkraft der Blattfeder den elektr.Leiter in Richtung des Kontaktstiftes drückt.

[0008] Es gibt zwei grundsätzliche Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verbinders.

[0009] Bei der ersten Ausführungsform kontaktiert der elektr.Leiter den Kontaktstift direkt (siehe Anspruch 2), so daß diese Ausführungsform zu Stromleitungszwecken zwischen dem elektr. Leiter und dem Kontaktstift kein zusätzliches stromleitendes Material benötigt. Das ist kosten- und materialsparend. Diese Ausführungsform des Verbinders wird bevorzugt für eindrähtige massive elektr.Leiter verwendet, da diese ohne vorheriges Öffnen des Blattfeder-Klemmanschlusses in den Anschlußraum des Verbinders einsteckbar sind.

[0010] Die zweite Ausführungsform des neuen Verbinders wird bevorzugt für mehrdrähtige flexible elektr.Leiter empfohlen, bei denen in der üblichen Weise der Blattfeder-Klemmanschluß geöffnet werden kann, bevor der flexible Leiter in den Anschlußraum des Verbinders eingeführt wird. Diese Ausführungsform des Verbinders hat das besondere Merkmal (siehe Anspruch 3), daß zwischen dem elektr. Leiter und dem Kontaktstift im Bereich ihrer gegenseitigen axialen Überlappung eine Kontaktwand positioniert ist, die den elektr.Leiter beim Einsteckvorgang in den Anschlußraum in Richtung seiner Leiterachse führt, und zwar vorzugsweise bis in eine bodenseitige, zur Kontaktwand hin offene Leiter-Fangtasche. Durch diese Kontaktwand-Führung ist das unerwünschte Abspleißen einzelner Drähte eines mehrdrähtigen flexiblen Leiters vermieden. Die Kontaktwand ist in einem konstruktiv zugelassenen Verschiebebereich quer zur Leiterachse des elektr.Leiters und gemeinsam mit dem elektr.Leiter in Richtung des Kontaktstiftes verschiebbar, so daß der elektr.Leiter direkt die Kontaktwand und die Kontaktwand direkt den Kontaktstift kontaktiert.

[0011] Ein Verbinder mit den vorstehenden Merkmalen ist äußerst kostengünstig herzustellen. Bei dem neuen Verbinder wird nur noch ein kleines Stück Federstahlblech verwendet und zwar ausschließlich zur Bildung des Blattfeder-Klemmanschlusses. Der hierfür erforderliche Materialeinsatz kann insbesondere dann erheblich reduziert werden, wenn sich die Blattfeder des Blattfeder-Klemmanschlusses am Isolierstoffgehäuse des Verbinders abstützt. Anspruch 8 schlägt diesbezüglich vor, daß der Blattfeder-Klemmanschluß eine U-förmig gebogene zweischenkelige Blattfeder besitzt, die einen Blattfeder-Klemmschenkel und einen Blattfeder-Halteschenkel aufweist, wobei der Blattfeder-Halteschenkel in dem Isolierstoffgehäuse des Verbinders durch Verrastung mit dem Isolierstoffgehäuse festgelegt ist.

[0012] Hinsichtlich der geforderten Reduzierung der Baugröße des Verbinders gehört es zur Lehre der Erfindung, daß sich die in den Verbinder einzusteckenden axialen Längen des Kontaktstiftes und des elektr.Leiters überlappen. Diese Überlappung kann maximal sein, indem der elektr.Leiter bis zu einer bodenseitigen Abschlußwand in den Anschlußraum des Verbinders eingesteckt wird, so daß das Ende des elektr.Leiters bis nahe an den Fußpunkt des elektr.

[0013] Kontaktstiftes oder eines sonstigen Anschlußstiftes herangeführt ist. Durch diese maximale Überlappung wird erreicht, daß die Bauhöhe des Verbinders nicht wesentlich größer ist als die Einstecktiefe des elektr.Leiters.

[0014] Die neuen Verbinder können pro Pol einen oder zwei Anschlußräume für elektr.Leiter aufweisen, wobei gemäß Anspruch 4 für einen Verbinder mit zwei Anschlußräumen nur ein Kontaktstift ausreichend ist, wenn dieser mittig zwischen den Anschlußräumen positioniert ist und beiden Anschlußräumen als Kontaktstift dient.

[0015] Die erfindungsgemäßen Verbinder können prinzipiell auf jeden in der Praxis gebräuchlichen Kontaktstift und/oder Anschlußstift aufgesteckt werden. Anspruch 5 der vorliegenden Erfindung empfiehlt, das Kopfende des jeweiligen Kontaktstiftes in dem Anschlußraum durch einen Isolierstoff-Übergriff positionsgenau zu fixieren. Diese Positionsgenauigkeit des jeweils verwendeten Kontaktstiftes verbessert die Kontaktanlage des elektr.Leiters an dem Kontaktstift.

[0016] Dem gleichen Zweck der Positionsgenauigkeit des Kontaktstiftes dient der Anspruch 6, wonach das Fußende des Kontaktstiftes mittels eines seitlichen Stützlagers gegen das Isolierstoffgehäuse des Verbinders lage-fixiert gehalten ist.

[0017] Die in dem Isolierstoffgehäuse des Verbinders positionsgenau und lage-fixiert gehaltenen Kontaktstifte können auf Wunsch der weiterverarbeitenden Industrie bereits von dem Herstellerbetrieb der neuen Verbinder in die jeweiligen Anschlußräume des Verbinders eingesteckt werden, so daß dann die weiterverarbeitende Industrie die Verbinder mit den fußseitig vorstehenden Kontaktstiften direkt z.B. in die Einlötöffnungen einer Leiterplatte einsetzen kann und verlöten kann.

[0018] Es ist ein Vorteil, Kontaktstifte zu verwenden, die unterhalb ihres Kopfendes mit einer Vorwölbung ausgebildet sind, deren Scheitellinie sich quer zur Längsachse des Kontaktstiftes erstreckt (siehe Anspruch 7). In Verbindung mit einer in Richtung der Längsachse des Kontaktstiftes verlaufenden Kontaktlinie eines elektr.Leiters ergibt sich dann im Kreuzungspunkt der genannten Linien ein punktförmiger Anlagekontakt mit einer höheren spezifischen Flächenpressung, wodurch der Stromübergang in diesem Kontaktpunkt verbessert ist.

[0019] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 + 2
ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verbinders,
Fig. 3 - 5
drei weitere Beispiele von Ausführungsformen,
Fig. 6-8
zwei Ausführungsbeispiele mit einer Auszugssperre des Kontaktstiftes aus dem Verbindergehäuse,
Fig. 9 - 15
zwei Anwendungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Verbinders.


[0020] Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Verbinder gemäß der Erfindung und zwar im aufgesteckten Zustand auf einen Kontaktstift 3, der in die Leiterplatte 4 eingelötet ist. Der Kontaktstift 3 besitzt die Vorwölbung 5 und ist mittels des Isolierstoff-Übergriffs 6 positionsgenau in dem Anschlußraum 7 des Isolierstoffgehäuses 8 gehalten.

[0021] Der elektr.Leiter 9 wird von der oberen Seite in den Verbinder eingesteckt. In dem Anschlußraum 7 des Verbinders sind der Kontaktstift 3 und der elektr. Leiter 9 nebeneinander angeordnet und überlappen sich mit ihren axialen Längen. Mittels der Vorwölbung 5 kontaktiert der Kontaktstift den elekt.Leiter 9 direkt, so daß ein unmittelbarer Stromübergang zwischen dem Kontaktstift und dem elektr. Leiter stattfindet.

[0022] Der elektr.Leiter 9 ist (wie die Gehäusedarstellung in Fig. 1 zeigt) mittels der Federkraft (Klemmkraft) der Blattfeder 11 nach links gegen den Kontaktstift 3 verschiebbar. Die Verschiebung erfolgt innerhalb des konstruktiv zugelassenen Verschiebebereichs 10. Das gewährleistet, daß der elektr.Leiter stets kontaktsicher an dem jeweils verwendeten Kontaktstift anliegt.

[0023] Die in den Verbinder eingebaute Blattfeder ist U-förmig aus einem Stück Federstahlblech gefertigt und besitzt einen Blattfeder-Klemmschenkel 11 und einen Blattfeder-Halteschenkel 12. Sie ist mit ihrem Kopfbogen 13 und ihrem Halteschenkel 12 in dem Isolierstoffgehäuse lage-fixiert gehalten.

[0024] In dem Isolierstoffgehäuse des Verbinders ist in der üblichen Weise eine Prüföffnung 14 vorgesehen. Auch ist es möglich, das Isolierstoffgehäuse mit einem Drücker aus Isolierstoff auszurüsten, der manuell zu betätigen ist, um im Bedarfsfall den Blattfeder-Klemmschenkel 11 von dem elektr.Leiter 9 abzudrücken, so daß die Klemmung des elektr.Leiters gelöst ist und der elektr.Leiter aus dem Verbinder herausgezogen werden kann. Das gleiche Ergebnis wird üblicherweise auch mit einer Betätigungsöffnung im Isolierstoffgehäuse erreicht, durch die ein Werkzeug (z.B. eine Schraubendreherklinge) bis an den Blattfeder-Klemmschenkel 11 herangeführt werden kann, wie dies z.B. auch in der Fig. 3 dargestellt ist.

[0025] Fig. 2 zeigt in perspektivischer Darstellung einen mehrpoligen Verbinder der erfindungsgemäßen Art mit einem aus Isolierstoff gefertigten Blockgehäuse 15. Die in das Blockgehäuse insgesamt eingebauten fünf einpoligen Verbinder sind baugleich und entsprechen jeweils dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1. Sie sind zueinander wechselseitig ausgerichtet. Dieses Anordnungsschema ist platzsparend, es kann aber auch durch jedes andere gewünschte Anordnungsschema ersetzt werden.

[0026] Fig. 3 zeigt den perspektivischen Querschnitt eines einpoligen Verbinders gemäß der Erfindung mit einem Anschlußraum 16, der für den Anschluß eines mehrdrähtigen flexiblen Leiters 17 besondere Merkmale aufweist. Der Anschlußraum schließt an seiner linken Seite mit einer Kontaktwand 18 ab, die zwischen dem flexiblen Leiter 17 und dem Kontaktstift 19 positioniert ist und die in einen konstruktiv zugelassenen Verschiebebereich 20 quer zur Leiterachse des elektr.Leiters 17 und gemeinsam mit diesem in Richtung des Kontaktstiftes 19 verschiebbar ist, um einen guten elektr. Kontakt zwischen dem Kontaktstift, der Kontaktwand und dem flexiblen Leiter sicherzustellen. Die Kontaktwand 18 führt den flexiblen Leiter beim Einsteckvorgang bis in eine bodenseitige, zur Kontaktwand hin offene Leiter-Fangtasche 21, wodurch verhindert wird, daß beim Einsteckvorgang Einzeldrähte von dem mehrdrähtigen flexiblen Leiter 17 abspleißen. Die Leiterklemmstelle zwischen der Blattfeder 22 und der Kontaktwand 18 kann zum Anschließen und Lösen des elektr.Leiters geöffnet werden, indem eine Schraubendreherklinge über die Betätigungsöffnung 23 in den Anschlußraum eingeführt wird und mittels der Schraubendreherklinge die Blattfeder vom elektr.Leiter wegbewegt wird. Bei 24 ist die übliche Prüföffnung vorgesehen.

[0027] Fig. 4 zeigt einen Verbinder, der mit dem Verbinder gemäß Fig. 1 vergleichbar ist, bei dem jedoch der in den Anschlußraum eingesteckte Kontaktstift 25 ein unteres Stützlager 26 aufweist, das gegen das Isolierstoffgehäuse des Verbinders gerichtet ist und die Positionsgenauigkeit des Kontaktstiftes in dem Anschlußraum verbessert.

[0028] Fig. 5 zeigt im Querschnitt einen einpoligen Verbinder gemäß der Erfindung, der zwei Anschlußräume für zwei elektr. Leiter 27 und 28 besitzt und zur Herstellung einer elektr.Verbindung auf nur einen Kontaktstift 29 aufsteckbar ist. Der Kontaktstift 29 ist zu seiner Längsachse spiegelsymmetrisch ausgebildet und dient somit beiden Anschlußräumen als Kontaktstift. Er besitzt beidseitig jeweils ein Stützlager 30, die das positionsgenaue Aufstecken des Verbinders auf den Kontaktstift gewährleisten.

[0029] Im Regelfall werden die Verbinder auf den Kontaktstift einer Leiterplatte oder auf den Anschluß-Kontaktstift eines sonstigen Gegenkontaktes (z.B. an einem elektr. Gerät) aufgesteckt. Das kann wahlweise vor oder nach dem Anschließen der elektr.

[0030] Leiter an den Verbinder erfolgen. Im Bedarfsfall, z.B. bei einem Defekt eines mit dem Verbinder verdrahteten Bauteils, ist es arbeitstechnisch von Vorteil, den Verbinder von den Kontaktstiften abzuziehen und die komplette Bauteilgruppe (z.B. bestehend aus dem defekten Bauteil und dem mit dem Bauteil verdrahteten Verbinder) gegen eine neue Bauteilgruppe auszutauschen.

[0031] In der Praxis gibt es auch Anwendungsfällen für den neuen Verbinder, bei denen verlangt wird, daß der Verbinder nicht von den Kontaktstiften abgezogen werden darf, d.h. es soll für den Kontaktstift eine Auszugssperre vorhanden sein, so daß dieser nicht aus dem Anschlußraum des Verbinders herausgezogen werden kann. Dies ist in den Figuren 6 bis 8 dargestellt.

[0032] Fig. 6 zeigt einen Verbinder, der mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 vergleichbar ist, jedoch zusätzlich eine Auszugssperre für den Kontaktstift aufweist, der bei diesem Ausführungsbeispiel in der Form der Widerhaken-Verrastungen 31 in den entsprechenden Vertiefungen des Isolierstoffgehäuses des Verbinders wirksam ist.

[0033] Die Figuren 7 und 8 zeigen zwei Verbinder, deren Isolierstoffgehäuse in der Weise konstruiert und geformt sind, daß beide Verbinder gemeinsam als eine elektr.Steckverbindung verwendbar sind. In ihrem grundsätzlichen Aufbau sind die Verbinder 32 und 33 mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 vergleichbar, jedoch ist bei dem links dargestellten Verbinder 32 der Kontaktstift 34 (der beiden Verbindern gemeinsam ist) mit einer Auszugssperre 35 in dem Isolierstoffgehäuse 36 festgelegt, wohingegen bei dem rechts dargestellten Verbinder 33 das Isolierstoffgehäuse 37 von dem (für beide Verbinder gemeinsamen) Kontaktstift 34 abziehbar ist, wodurch die dargestellte elektr.Steckverbindung geöffnet werden kann.

[0034] Die Figuren 9 bis 15 zeigen zwei Anwendungsbeispiele für einen Verbinder gemäß der Lehre der Erfindung, um zu demonstrieren, daß diese sehr gut auch als steckbare Anschluß-Verbinder verwendet werden können, die auf abgewinkelten Kontaktstiften aufsteckbar sind, die ihrerseits in eine Leiterplatte eingelötet sind.

[0035] Fig. 11 zeigt eine Leiterplatte 38, in die in einer versetzten Anordnung jeweils ein langer abgewinkelter Kontaktstift 39 und ein kurzer abgewinkelter Kontaktstift 40 eingelötet sind, wobei die versetzte Anordnung gewährleistet, daß die Lötstellen der Kontaktstifte in der Leiterplatte 38 einen ausreichenden, d.h. störungsfreien Abstand voneinander haben.

[0036] Die auf die abgewinkelten Kontaktstifte aufsteckbaren Verbinder sind im Querschnitt in Fig. 9 und Fig. 10 dargestellt. Die Fig. 12 und Fig. 13 zeigen die Verbinder als 6-poligen Verbinder 41 in einem gemeinsamen Isolierstoff-Blockgehäuse. Fig. 11 und Fig. 12 zeigen den 6-poligen Verbinder 41 vor dem Aufstecken auf die abgewinkelten Kontaktstifte der Leiterplatte 38. Die Fig. 13 zeigt denselben 6-poligen Verbinder nach dem Aufsteckvorgang.

[0037] Fig. 14 zeigt eine Leiterplatte 42 mit abgewinkelten Kontaktstiften (entsprechend der Leiterplatte 38 in Fig. 11), die in das Gehäuse eines Vorschaltgerätes 43 für elektr.Leuchten eingebaut ist derart, daß der erfindungsgemäße 6-polige Verbinder 44 problemlos in einem einzigen Steckvorgang alle erforderlichen Leiter-Verbindungen zu dem Vorschaltgerät und zu der Leuchte herstellen kann (siehe Fig. 15) .


Ansprüche

1. Elektr. Verbinder,

- mit einem Isolierstoffgehäuse, das an zwei einander gegenüberliegenden Gehäuseseiten Einstecköffnungen aufweist, und zwar auf der einen Seite für das Einführen eines elektr.Kontaktstiftes und auf der anderen Seite für das Einstecken des isolationsfreien Endes mindestens eines elektr. Leiters,

- auf der Stift-Seite besitzt der Verbinder einen Stift-Klemmkontakt, so daß der Verbinder auf den Kontaktstift einer Leiterplatte oder auf den Anschluß-Kontaktstift eines sonstigen Gegenkontaktes aufsteckbar ist,

- und auf der Leiter-Seite besitzt der Verbinder für jeden anzuschließenden elektr.Leiter einen Blattfeder-Klemmanschluß mit einer Blattfeder, die sich in Leitereinsteckrichtung und schräg gegen den elektr.Leiter erstreckt und mit ihrem Blattfederende das isolationsfreie Ende des eingesteckten elektr.Leiters festklemmt,

dadurch gekennzeichnet,

- daß das Isolierstoffgehäuse des Verbinders für jeden anzuschließenden elektr. Leiter einen Anschlußraum (7,16) zur Verfügung stellt, in den der Kontaktstift (3,19,25,29,34,39,40) und der elektr.Leiter (9, 17, 27, 28) nebeneinander mit in etwa paralleler Ausrichtung einsteckbar sind derart, daß sich der Kontaktstift und der elektr.Leiter mit ihren axialen Längen überlappen,

- daß der Kontaktstift in dem Anschlußraum lage-fixiert gehalten ist, wohingegen der elektr.Leiter in einem konstruktiv zugelassenen Verschiebebereich (10,20) quer zu seiner Leiterachse verschiebbar ist,

- und daß das Blattfederende des Blattfeder-Klemmanschlusses an derjenigen Seite des elektr.Leiters anliegt, die dem Kontaktstift gegenüberliegt, so daß die Klemmkraft der Blattfeder (11,22) den elektr.Leiter in Richtung des Kontaktstiftes drückt.


 
2. Verbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,

- daß der elektr.Leiter den Kontaktstift direkt kontaktiert.


 
3. Verbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,

- daß zwischen dem elektr.Leiter (17) und dem Kontaktstift (19) im Bereich ihrer gegenseitigen axialen Überlappung eine Kontaktwand (18) positioniert ist, die den elektr.Leiter beim Einsteckvorgang in den Anschlußraum in Richtung seiner Leiterachse führt,

- wobei die Kontaktwand in einem konstruktiv zugelassenen Verschiebebereich (20) quer zur Leiterachse des elektr.Leiters und gemeinsam mit dem elektr.Leiter in Richtung des Kontaktstiftes (19) verschiebbar ist, so daß der elektr.Leiter direkt die Kontaktwand und die Kontaktwand direkt den Kontaktstift kontaktiert.


 
4. Verbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,

- daß der Verbinder zwei Anschlußräume aufweist

- und daß der Kontaktstift (29) mittig zwischen den Anschlußräumen positioniert ist und beiden Anschlußräumen als Kontaktstift dient.


 
5. Verbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,

- daß das Kopfende des Kontaktstiftes durch einen Isolierstoff-Übergriff (6) in dem Isolierstoffgehäuse des Verbinders positionsgenau lage-fixiert ist.


 
6. Verbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,

- daß das Fußende des Kontaktstiftes mittels eines am Kontaktstift ausgebildeten Stützlagers (26,30) gegen das Isolierstoffgehäuse des Verbinders lage-fixiert gehalten ist.


 
7. Verbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,

- daß der Kontaktstift unterhalb seines Kopfendes eine Vorwölbung (5) aufweist, deren Scheitellinie sich quer zu der Längsachse des Kontaktstiftes erstreckt und die in Richtung des anzuschließenden elektr.Leiters vorspringt,

- und daß das Blattfederende des Blattfeder-Klemmanschlusses in etwa auf der Höhe der Vorwölbung an dem elektr.Leiter anliegt.


 
8. Verbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,

- daß der Blattfeder-Klemmanschluß aus einer U-förmig gebogenen, zweischenkeligen Blattfeder besteht mit einem Blattfeder-Klemmschenkel (11) und einem Blattfeder-Halteschenkel (12)

- und daß der Blattfeder-Halteschenkel in dem Isolierstoffgehäuse des Verbinders durch Verrastung mit dem Isolierstoffgehäuse festgelegt ist.


 




Zeichnung

















Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente