(19)
(11) EP 1 850 453 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.10.2007  Patentblatt  2007/44

(21) Anmeldenummer: 07008288.8

(22) Anmeldetag:  24.04.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H02K 1/27(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA HR MK YU

(30) Priorität: 28.04.2006 DE 102006021244

(71) Anmelder: Bühler Motor GmbH
90459 Nürnberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Ihle, Olai
    90542 Eckental (DE)
  • Peterreins, Thomas
    90475 Nürnberg (DE)
  • Schmidt, Helmut
    90765 Fürth (DE)
  • Suttner-Reimann, Armin
    91126 Schwabach (DE)

   


(54) Permanentmagnetrotor


(57) Die Erfindung betrifft einen Permanentmagnetrotor (50) mit einer Welle (51), einem hohlzylindrischen Permanentmagneten (52) und einem elastischem Verbindungsmittel (53) zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52), wobei der Permanentmagnet (52) koaxial um die Welle (51) herum angeordnet ist. Aufgabe der Erfindung ist es dafür Sorge zu tragen, dass der Permanentmagnet sicher befestigt ist, bei großen Temperaturschwankungen nicht beschädigt wird und bei großer radialer Belastung nicht unzulässig aus der Drehachse ausgelenkt wird, wobei eine einfaches und wirtschaftliches Montageverfahren verwendet wird, wobei eine sichere mechanische Verbindung zwischen der Welle und dem Permanentmagneten über die gesamte Lebensdauer gewährleistet ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das elastische Verbindungsmittel (53) über den Umfang der Welle in mehreren ersten Bereichen (531) angeordnet ist, in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) vergrößert ist, die von zweiten Bereichen (532) abgegrenzt sind, in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) minimal aber nicht null ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Permanentmagnetrotor (50) mit einer Welle (51), einem hohlzylindrischen Permanentmagneten (52) und einem elastischem Verbindungsmittel (53) zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52), wobei der Permanentmagnet (52) koaxial um die Welle (51) herum angeordnet ist.

[0002] Ein gattungsgemäßer Permanentmagnetrotor ist aus der DE 23 28 886 bekannt. Hierbei wird ein hohlzylindrischer Permanentmagnet mit Hilfe einer elastischen Zwischenlage befestigt. Die radiale Dicke der elastischen Zwischenlage ist dabei so bemessen, dass der Permanentmagnet beim plötzlichen Abbremsen der Motorwelle in Umfangsrichtung schwingen kann, dadurch soll eine Beschädigung eines nachgeordneten Getrieberitzels vermieden werden. Bei anderen Anwendungen, bei denen große Temperaturschwankungen auftreten können sind elastische Zwischenlagen hilfreich um mechanische Spannungen zwischen Materialien unterschiedlicher Wärmeausdehnung zu vermeiden. Durch eine elastische Zwischenlage allein lässt sich aber eine feste mechanische Verbindung der Welle mit dem Permanentmagneten über die gesamte Lebensdauer nicht zuverlässig sicherstellen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Rundlaufgenauigkeit bei radialer Belastung nicht ausreichend sein kann, weil das elastische Material nachgiebig ist. Auch darf das Material unter Feuchtigkeitseinfluss nicht quellen. Das Quellen könnte zur Sprengung des Permanentmagneten führen.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es dafür Sorge zu tragen, dass der Permanentmagnet sicher befestigt ist, bei großen Temperaturschwankungen nicht beschädigt wird und bei großer radialer Belastung nicht unzulässig aus der Drehachse ausgelenkt wird, wobei eine einfaches und wirtschaftliches Montageverfahren verwendet wird, wobei eine sichere mechanische Verbindung zwischen der Welle und dem Permanentmagneten über die gesamte Lebensdauer gewährleistet ist.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das elastische Verbindungsmittel (53) über den Umfang der Welle in mehreren ersten Bereichen (531) angeordnet ist, in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) vergrößert ist, die von zweiten Bereichen (532) abgegrenzt sind, in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) minimal aber nicht null ist. Die Bereiche mit größerem Abstand dienen zur sicheren Aufnahme des elastischen Verbindungsmittels und die Bereiche mit geringerem Abstand lassen nur eine begrenzte Auslenkung des Permanentmagneten in Bezug auf die Welle oder einem den Permanentmagneten umgebenden Teil zu. Dies erhöht die Rundlaufgenauigkeit auch unter erhöhter radialer Belastung. Die Bereiche mit geringerem Abstand können unter Temperatur- oder Druckbelastung oder bei der Montage auftretende Volumenänderungen des elastischen Verbindungsmittels in begrenztem Umfang aufnehmen und dadurch Spannungen im Magnetmaterial vermeiden. Als Welle (51) wird hier und nachfolgend auch ein Rotorkörper bezeichnet, der einstückig mit dem Pumpenlaufrad ist und der den Permanentmagneten trägt.

[0005] Weiterbildungen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Unteransprüche näher dargestellt. Das elastische Verbindungsmittel (53) ist vorzugsweise ein elastischer Klebstoff. Der Klebstoff stellt eine stoffschlüssige Verbindung zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) her, wodurch eine dauerhafte innige Verbindung zwischen den beiden Teilen sichergestellt ist. Silikon hat sich als geeigneter Klebstoff mit ausreichenden elastischen Eigenschaften herausgestellt. Geignet sind auch RTV-1-Siliconkautschuke der Reihe ELASTOSIL®, die mit der Feuchtigkeit der Luft zu einem elastischen Silicongummi reagieren (RTV-1 = Raum-Temperatur-Vernetzung 1-komponentig).

[0006] Zur Realisierung der im Hauptanspruch beschriebenen Lösung wird vorgeschlagen das elastische Verbindungsmittel (53) in mehreren achsparallelen Nuten (511) anzuordnen. Es wird vorgeschlagen dass die Anzahl der Nuten (511) ungleich der halben oder ungleich der ganzen Polzahl des Permanentmagneten ist. Weiter ist es zweckmäßig, dass die Anzahl der Nuten (511) ungleich der Anzahl der Flügel des Laufrades ist. Durch diese Maßnahmen wird eine Minimierung der Geräuschentwicklung erreicht. Um eine stabile Verbindung herzustellen ist es vorteilhaft, dass die Anzahl der Nuten (511) größer oder gleich drei ist, wobei drei Nuten bevorzugt werden. Wichtig ist, dass die Nuten in gleichmäßigen Abständen um den Umfang der Welle verteilt sind, um eine genaue Zentrierung der Welle in Bezug auf den Permanentmagneten zu erreichen. "Flügel" sind gleichbedeutend mit "Schaufeln".

[0007] Als Alternative zu den geraden Nuten kann das elastische Verbindungsmittel (53) in mäanderförmigen oder spiralförmigen Nuten um die Welle (51) herum angeordnet sein. Dabei kann es sich um ein oder mehrere Nuten handeln. Wichtig ist, dass das elastische Verbindungsmittel nicht vollflächig aufgetragen wird und dass keine Luftkissen entstehen.

[0008] Damit eine möglichst robuste und mechanisch Stabile Verbindung herzustellen sollte sich das elastische Verbindungsmittel über die volle Länge des Permanentmagneten verteilen.

[0009] Die vorgeschlagene Magnetbefestigung kann im Grunde bei allen Permanentmagnet-Werkstoffen eingesetzt werden. Besonders zweckmäßig ist es diese Verbindungsart bei der Verwendung von Ferritmagneten zu wählen, weil Ferrite besonders spröde und bruchanfällig insbesondere bei thermischen oder sonstigen mechanischen Spannungen sind.

[0010] Für eine Vielzahl von Anwendungen ist es wirtschaftlich sinnvoll die Welle aus spritzgusstechnisch verarbeitbarem Kunststoffmaterial herzustellen. Die vorgeschlagene Geometrie der Welle eignet sich für diese Fertigungsart insbesondere wegen der fehlenden Hinterschneidungen, die bei quer angeordneten Nuten unvermeidlich wären.

[0011] Es wird vorgeschlagen die Welle (51) hohl auszubilden und auf einer Achse (49) drehbar zu lagern.

[0012] Die Dimensionierung der beiden unterschiedlichen Bereiche, wird so gewählt, dass eine unerwünscht große Auslenkung des Permanentmagneten in Bezug auf die Welle oder eines den Permanentmagneten in geringem Abstand umgebenden Bauteils auszuschließen ist. Elektromotoren sind der häufigste Anwendungsfall für die vorliegende Erfindung. In diesem Fall wird also eine unerwünscht große Auslenkung in Bezug auf einen Stator (40) ausgeschlossen. Zweckmäßig ist es das Verhältnis (UA) der Luftspaltlänge (L) zwischen Permanentmagnetrotor (50) und dem Stator (40) und dem minimalen Abstand (A) des zweiten Bereichs (542) zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) größer als 1 zu wählen. Auf diese Weise ist der Permanentmagnet nur in innerhalb der erlaubten Grenzen auslenkbar.

[0013] Der Permanentmagnetrotor (50) weist ein Festlagers (54) auf, das achsen- oder rotorfest ist. In der Regel wird das Festlager rotorfest sein, damit die Lagerfläche einen geringen Reibradius aufweist.

[0014] In einer bevorzugten Weiterentwicklung des Festlagers (54), besteht dieses aus einem spritzgusstechnisch verarbeitbarem Kunststoffmaterial und ist durch Urformen mit dem Permanentmagnetrotor (50) gefügt. Das Lagermaterial ist in diesem Fall durch Ein- An- oder Umspritzen mit dem Permanentmagnetrotor (50) verbunden. Ist es erforderlich ein spezielles Lagermaterial einzusetzen, das aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen nicht für den Permanentmagnetrotor (50) verwendet werden soll, verwendet man unterschiedliche für den jeweiligen Zweck angepasste Kunststoffe. Sind diese Aspekte von untergeordneter Bedeutung kann für den Permanentmagnetrotor und das Festlager (54) auch das gleiche Kunststoffmaterial verwendet werden und beide in einem Arbeitsgang hergestellt werden.

[0015] Es kann erforderlich sein, das Festlager (54) aus einem abriebfesteren Kunststoffmaterial oder aus einem Material mit besseren Gleiteigenschaften auszubilden als das Wellenmaterial. Um die Gleiteigenschaften zu verbessern eignen sich auch Füllstoffe, wie Graphit. Graphit ist als Festschmierstoff bekannt.

[0016] Bei der Verwendung von unterschiedlichen Materialien für das Festlager (54) und für die Welle (51) lässt sich ein Zweikomponenten-Spritzgussverfahren einsetzen, wobei das Festlager (54) und die Welle in einem Spritzgusswerkzeug nacheinander hergestellt werden.

[0017] Eine besondere Ausführungsform eines Elektromotors beinhaltet einen Permanentmagneten, der neben einer ersten mit einem Statormagnetfeld zusammenwirkenden radialen Magnetisierung eine zweite mit einem statorfesten Magnetsensor zusammenwirkende axiale Magnetisierung aufweist. Dabei ist der Permanentmagnet einstückig ausgebildet.

[0018] Elektromotoren mit dem erfindungsgemäßen Permanentmagnetrotor (50) eignen insbesondere für den Einsatz als Pumpenantriebe, wobei die Welle (51) mit einem Pumpenlaufrad (59) zusammenwirkt. Bevorzugt ist die Welle einstückig mit dem Pumpenlaufrad. Es ist zwar bekannt den gesamten Pumpenrotor, also Permanentmagnet und Pumpenlaufrad aus einem Material und in einem Arbeitsgang herzustellen, doch auf diese Weise wird mehr Permanentmaterial verbraucht als notwendig wäre. Dies wirkt sich auch auf das Gewicht und das Trägheitsmoment des Pumpenrotors aus. Weiterhin hat sich gezeigt, dass solche einstückigen Pumpenrotoren bei extremen Temperaturschwankungen bersten können, obwohl es sich um kunststoffgebundenes Permanentmaterial handelt.

[0019] Die genannten Temperaturschwankungen treten häufig bei Nassläufer-Kreiselpumpen für Kühlwasserpumpen im Kfz-Bereich auf. Je nach Anwendungsfall ist das Kühlmedium geeignet auch die Pumpe selbst zu kühlen. Zu Kühlende Bauteile sind der Stator, insbesondere eine Statorwicklung oder bei elektronisch kommutierten Gleichstrommotoren der integrierte Schaltkreis (IC) für die Umschaltung der Statorwicklung.

[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

Fig.1 eine räumliche Darstellung eines Rotors,

Fig. 2 eine Stirnansicht des Rotors,

Fig. 3 eine Seitenansicht des Rotors,

Fig. 4 eine Stirnansicht eines Pumpenlaufrads und

Fig. 5 eine Zusammenbauzeichnung einer Kreiselpumpe.



[0021] Fig. 1 zeigt eine räumliche Darstellung eines Rotors 50, der über ein Festlager 54 auf einer Achse 49 gelagert ist. Das Lager ist fest mit einer als Hohlwelle ausgebildeten Welle 51 verbunden. Die Welle 51 weist an ihrem Außenumfang vier achsparallele Nuten 511 auf. In den Nuten ist ein elastisches Verbindungsmittel 53 angeordnet, das eine Verbindung zwischen der Welle 51 und einem hohlzylindrischen Permanentmagneten 52 herstellt. Das Verbindungsmittel ist hier ein elastischer Klebstoff, z.B. Silikon. Der Innendurchmesser des Permanentmagneten 52 ist geringfügig größer als der maximale Außendurchmesser der Welle 51 im Bereich innerhalb des Permanentmagneten 52. Der Durchmesserunterschied ist so bemessen, dass einerseits überschüssiger Kleber in den Spalt zwischen Weile 51 und Permanentmagnet 52 ausweichen kann, dass bei äußerer Belastung zwar eine geringe Abweichung des Permanentmagneten 52 aus der Mittenlage möglich ist, diese Abweichung aber eng begrenzt ist. Der Klebstoff wird mit Hilfe von Hohlnadeln in die Nuten eingebracht. Die Welle 51 ist einstückig mit einem Pumpenlaufrad 59, das mit Flügel 591 aufweisen, Wobei die Flügel 591 aus einer Scheibe 512 vorspringen. Die gegenüberliegende Seite der Scheibe 512 dient als Anlagefläche für den Permanentmagneten 52. Auf der Welleninnenseite ist eine zum Lager und zur Achse 49 offene Längsnut 58 vorgesehen, die als sekundärer Kühlkanal dient.

[0022] Fig. 2 zeigt eine Stirnansicht des erfindungsgemäßen Permanentmagnetrotor 50, mit der Achse 49, die in einem Pumpengehäuse befestigt ist, das Festlager 54, die Welle 51, die einstückig mit dem Pumpenlaufrad 59 ist. Das Pumpenlaufrad ist einstückig mit der Scheibe 512, an der der Permanentmagnet 52 anliegt.

[0023] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des erfingungsgemäßen Permanentmagnetrotors 50, mit dem Pumpenlaufrad 59, den Flügeln 591, der Scheibe 512 und dem Permanentmagneten 52, wobei der Permanentmagnet an einem Stirnseitenbereich eine axiale Sensorspur-Magnetisierung 522 mit alternierender Polung aufweist. Der Permanentmagnet ist bei seiner Herstellung radial vorzugsmagnetisiert worden. Die axiale Sensorspur-Magnetisierung 522 ist erst nach der Magnetisierung des Permanentmagneten 52 erfolgt.

[0024] Fig. 4 zeigt eine Stirnansicht des Pumpenlaufrades 59 mit der Scheibe 512, den Flügeln 591, dem Festlager 54 und der Längsnut 58.

[0025] Fig. 5 zeigt eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Kreiselpumpe 100, mit einem Pumpengehäuse 102, bestehend aus einem ersten Gehäuseteil 103 und einem daran anschließenden zweiten Gehäuseteil 104. Ein Motorgehäuseteil 44 begrenzt einen Trockenraum, der von einem Stator (40) eines elektronisch kommutierten Gleichstrommotors und seiner Ansteuerelektronik ausgefüllt wird. Das Motorgehäuseteil 44 schließt an das zweite Gehäuseteil 102 and. Das erste und das zweite Gehäuseteil 103, 104 begrenzen einen Nassraum 101 der Kreiselpumpe. Das zweite Gehäuseteil 104 ist einstückig mit einem Spalttopf 116 geformt, welcher den Nassraum 101 von einem Trockenraum 99.

[0026] Der Nassraum 101 enthält eine Achse 49, die zwischen einer spalttopfseitigen Achsaufnahme 48 und einer saugstutzenseitigen Achsaufnahme 47 fest eingebaut ist. Eine Rändelung am Achsenende verhindert eine Verdrehung der Achse 49 während des Pumpenbetriebs. Auf der Achse 49 ist ein Festlager 54 (hier nicht dargestellt) drehbar gelagert, welches in einer hohlen Welle 51 des Rotors 50 eingepresst ist. Die Welle 51 ist einstückig mit einem Pumpenlaufrad 59, das mehrere etwa spiralförmig geformte Flügel 591 für die Flüssigkeitsförderung enthält. Die Stirnflächen des Festlagers 54 können sich axial unter Zwischenlage von Anlaufscheiben gegen die spalttopfseitige Achsaufnahme 48 und gegen die saugstutzenseitige Achsaufnahme 47 abstützen. Ein hohlzylindrischer Ferritmagnet 52 ist auf die hohle Welle 51 aufgeklebt, wobei ein elastischer Kleber verwendet wird, der in vier oder fünf in die Hohlwelle geformte achsparallele Nuten 511 (hier nicht dargestellt) eingebracht ist.

[0027] Der Trockenraum 99 enthält den Stator 40 des elektronisch kommutierten Gleichstrommotors 10, der in Form einer hohlzylindrischen Statorwicklung 41 ausgebildet ist, wobei deren Magnetfeld im Betrieb über Klauenpole 42 in alternierende Weise an den Umfang des Spalttopfs 116 geführt wird und mit dem hohlzylindrsichen Permanentmagneten 52 im Nassraum 101 wechselwirkt. Der magnetische Kreis wird durch einen Rückschlussring 43, der mit den Klauenpolen 42 verbunden ist, geschlossen. Die Klauenpole 42 sind durch Umspritzen mit einem Isolierstoffkörper 46 versehen, der die Klauenpole 42 mechanisch aber nicht magnetisch miteinander verbindet. Der Stator 40 weist im vorliegenden Beispiel vier Polpaare auf. Der Isolierstoffkörper 46 ist geometrisch so geformt, dass die Wicklungsdrähte der Statorwicklung 41 mit Klemmschneidkontakte aufweisende Kontaktpins 62 verbindbar sind, wobei diese Klemmschneidkontakte im Isolierstoffkörper 46 mechanisch befestigbar sind. Die Kontaktpins 62 sind als Kombi-Kontakte geformt und an ihrem dem Klemmschneidkontakt 63 gegenüberliegenden Ende in eine Leiterplatte 61 eingepresst und dadurch mit dieser kontaktiert. Die Kontaktpins 62 enthalten hierfür ein oder zwei verformbare Einpresszonen. Die Leiterplatte 61 enthält einen Hall-Sensor 71, eine integrierte Schaltung 70 für die Beschaltung der Statorwicklung, einen PTC für den Wicklungsschutz und Steckerpins für die Spannungsversorgung. Das Motorgehäuseteil 44 beinhaltet ein Steckergehäuse (hier nicht dargestellt) in welchem die Steckerpins 64 angeordnet sind. Elektronische Bauteile mit großer Verlustwärme werden über Wärmeleitfolien 67 zum Nassraum 101 hin entwärmt. Leiterbahnen, die zur Kontaktierung von zu kühlenden Bauelementen dienen, sind so dimensioniert, dass zur leichteren Wärmeabfuhr möglichst breite Leiterbahnen 66 auf der Leiterplatte 61 vorgesehen sind. Um eine besonders gute Ausnutzung der Leiterplatte 61 und eine optimale Wärmeabfuhr zu erreichen, sind die unterschiedlichen Leiterbahnen 66 unterschiedlich breit ausgeführt, je nach dem wie viel Wärme in dem zu kontaktierenden Bauteileanschluss entsteht. In der Welle 51 ist eine Längsnut als Kühlkanal zwischen einem Boden 117 des Spalttopfs 116 und dem Pumpenlaufrad 59 eingeformt, der eine kontinuierliche Umwälzung des Fördermediums auch im Innenbereich des Spalttopfs 116 erzwingt. Die Leiterplatte ist zwischen einer Stirnseite 45 des Motorgehäuses 44 und dem Boden 117 des Spalttopfs 116 angeordnet und über die Wärmeleitfolie 67 in wärmeleitendem Kontakt mit dem Boden 117 gehalten.

[0028] Das erste Gehäuseteil 103 weist einen ersten Flansch 130 und einen ersten daran anschließenden Ring 131 auf. Das zweite Gehäuseteil 104 weist einen zweiten Flansch 140 und einen zweiten daran anschließenden Ring 141 auf. Das Motorgehäuseteil weist einen dritten Ring 441 auf. Der zweite Flansch 140 und der zweite Ring 141 bilden im Querschnitt zusammen eine T-Form. Es sind vier Dichtungsbereiche vorgesehen. Der erste Dichtungsbereich befindet sich auf der radial außen liegenden Seite des ersten Rings 131 am ersten Gehäuseteil 103. Gegenüberliegend auf der radial innen liegenden Seite des zweiten Rings 141 und des zweiten Gehäuseteils 104 befindet sich der zweite Dichtungsbereich 144. Ebenfalls auf der radial innen liegenden Seite des zweiten Rings 141 und des zweiten Gehäuseteils 104 befindet sich der dritte Dichtungsbereich. Diesem gegenüberliegend auf der radial außen liegenden Seite des dritten Rings 441 und des Motorgehäuseteils 44 befindet sich der vierte Dichtungsbereich. Das zweite Gehäuseteil 104 besteht aus einem für Laserlicht einer Wellenlänge oder eines Wellenlängenbereichs durchlässiges Material. Das erste Gehäuseteil 103 und das Motorgehäuseteil 44 bestehen aus einem dasselbe Laserlicht absorbierendem Material. Dadurch lässt sich ein Laserstrahl ohne Erwärmung des transparenten Materials bis zu einer Nahtstelle führen. Dort trifft der Strahl auf Material, das das Licht absorbiert und in Wärme umwandelt, wodurch der Kunststoff aufschmilzt und eine innige Verbindung mit dem benachbarten Material eingeht.

[0029] Da die beiden zu verschweißenden Dichtungsbereiche nahe beieinander liegen ist es ohne Schwierigkeiten möglich die beiden Nähte in einer Vorrichtung und in einem Arbeitsgang herzustellen. Die Schweißvorrichtung kann zwei einzelne Laser aufweisen, wobei mit jeweils einem Laserstrahl eine Schweißnaht hergestellt wird oder sie kann einen einzigen Laser aufweisen, dessen Ausgangsstrahl durch einen Strahlteiler in zwei Strahlenbündel geteilt wird, von denen jeder eine der Schweißnähte erzeugt. Im vorliegenden Beispiel werden die Laserstrahlen radial auf das Pumpengehäuse gelenkt.

Bezugszeichenliste



[0030] 
10
Elektromotor
20
Luftspalt
40
Stator
41
Statorwicklung
42
Klauenpol
420
ringscheibenförmige Statorbleche
421
Ende
422
Aussparung
423
Steg
424
Luftspalt
43
Rückschlussring
430
Blechbrücke
431
Schlitz
432
Verbindungsschlitz
433
offener Schlitz
434
Freisparung
435
erster Rand
436
zweiter Rand
437
Nahtstelle
438
Verbindungsmittel
439
Blechzunge
44
Motorgehäuse
45
Stirnseite (des Motorgehäuses)
46
Isolierstoffkörper
461
Aufnahmeschlitz
462
Montageausnehmung
463
Befestigungsmittel
464
Anschlag
465
Schnappmittel
466
Vorsprung
467
Halterung (für Steckerpin)
47
saugstutzenseitige Achsaufnahme
48
spalttopfseitige Achsaufnahme
49
Achse
50
Rotor
51
Welle
511
Nut
512
Scheibe
52
hohlzylindrischer Permanentmagnet
521
Arbeitsmagnetisierung
522
Sensorspur-Magnetisierung
523
Stirnseite (des Permanentmagneten)
524
Sicherheitsspalt
53
elastisches Verbindungsmittel
531
erster Bereich (breit)
532
zweiter Bereich (schmal)
54
Festlager
58
Längsnut (für sekundären Flüssigkeitskreislauf)
59
Pumpenlaufrad
591
Flügel
60
Elektronik
61
Leiterplatte
611
Ausnehmungen
62
Kontaktpin
63
Klemmschneidkontakt
64
Steckerpin
641
Anformungen
65
Steckergehäuse
66
Leiterbahn
67
Wärmeleitfolie
70
Integrierter Schaltkreis (IC)
71
Hall-Sensor
99
Trockenraum
100
Kreiselpumpe
101
Nassraum
102
Pumpengehäuse
103
erstes Gehäuseteil
104
zweites Gehäuseteil
105
Saugstutzen
106
Druckstutzen
109
Pumpenraum
111
runde Kontur
112
Sporn
113
Übergangsbereich
114
Umfangswandung
115
scharfe Kante
116
Spalttopf
117
Boden
118
Rotorraum
119
Vertiefung
120
spiralförmige Innenkontur
121
Aufnahme
122
Pumpenbefestigungsmittel
123
Verrundung
130
erster Flansch
131
erster Ring
133
erster Dichtungsbereich
140
zweiter Flansch
141
zweiter Ring
144
zweiter Dichtungsbereich
145
dritter Dichtungsbereich
150
Schwalbenschwanzkontur
151
komplementäre Kontur
152
V-förmige Ausnehmung
441
dritter Ring
444
vierter Dichtungsbereich



Ansprüche

1. Permanentmagnetrotor (50) mit einer Welle (51), einem hohlzylindrischen Permanentmagneten (52) und einem elastischem Verbindungsmittel (53) zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52), wobei der Permanentmagnet (52) koaxial um die Welle (51) herum angeordnet ist dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Verbindungsmittel (53) über den Umfang der Welle in mehreren ersten Bereichen (531) angeordnet ist, in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) vergrößert ist, die von zweiten Bereichen (532) abgegrenzt sind, in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) minimal aber nicht null ist.
 
2. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (53) ein elastischer Klebstoff ist.
 
3. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff Silikon enthält oder aus Silikon besteht.
 
4. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Verbindungsmittel (53) in mehreren achsparallelen Nuten (511) angeordnet ist.
 
5. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Nuten (511) ungleich der halben oder ungleich der ganzen Polzahl des Permanentmagneten ist.
 
6. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Nuten (511) ungleich der Anzahl der Flügel (591) des Laufrades ist.
 
7. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Nuten (511) größer oder gleich drei ist.
 
8. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 4, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten in gleichmäßigen Abständen über den Umfang der Welle (51) verteilt sind.
 
9. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Verbindungsmittel (53) in mäanderförmigen oder spiralförmigen Nuten um die Welle (51) herum angeordnet sind.
 
10. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Verbindungsmittel (53) über die volle Länge des Permanentmagneten (52) verteilt ist.
 
11. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet ein Ferritmagnet ist.
 
12. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle aus spritzgusstechnisch verarbeitbarem Kunststoffmaterial besteht.
 
13. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (51) eine Hohlwelle ist, die auf einer Achse (49) drehbar gelagert ist.
 
14. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Bereiche (532), in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) minimal ist, so dimensioniert ist, dass ein geringfügiger Längenausdehnungsausgleich des Wellenmaterials gegenüber dem Permanentmagnetmaterial möglich ist, aber eine unerwünscht große Auslenkung des Permanentmagneten (52) in Bezug auf die Welle oder eines den Permanentmagneten in geringem Abstand umgebenden Bauteils ausgeschlossen wird.
 
15. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnetrotor (50) mit einem Festlager (54) drehfest ist.
 
16. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlager (54) aus einem spritzgusstechnisch verarbeitbarem Kunststoffmaterial besteht und durch Urformen mit dem Permanentmagnetrotor (50) gefügt ist.
 
17. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlager (54) und eine Welle (51) des Permanentmagnetrotors (50) aus dem gleichen oder unterschiedlichem Material bestehen.
 
18. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlager (54) aus einem abriebfesteren Kunststoffmaterial besteht, als die Welle (51).
 
19. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 16, 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlager (54) mit Füllstoffen versehen ist, das die Gleitfähigkeit der Lagerung verbessert.
 
20. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass Graphit als Füllstoff dient.
 
21. Verfahren zur Herstellung eines Permanentmagnetrotors nach zumindest einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlager (54) und die Welle (51) in einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren hergestellt ist, wobei das Festlager (54) und die Welle aus unterschiedlichen Kunststoffkomponenten bestehen.
 
22. Elektromotor (10) mit einem bewickelten Stator (40) und dem Permanentmagnetrotor (52) nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Bereiche (532), in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) minimal ist, so dimensioniert ist, dass ein geringfügiger Längenausdehnungsausgleich des Wellenmaterials gegenüber dem Permanentmagnetmaterial möglich ist, aber eine unerwünscht große Auslenkung des Permanentmagneten (52) in Bezug den Stator (40) ausgeschlossen wird.
 
23. Elektromotor nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis (UA) der Luftspaltlänge (L) zwischen Permanentmagnetrotor (50) und dem Stator (40) und dem minimalen Abstand (A) des zweiten Bereichs (532) zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) größer als 1 ist.
 
24. Elektromotor nach Anspruch 14 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet (52) eine erste radiale Magnetisierung, dessen Magnetfeld mit einem Statormagnetfeld zusammenwirkt und eine zweite axiale Magnetisierung die mit einem statorfesten Magnetsensor zusammenwirkt, aufweist.
 
25. Kreiselpumpe (100) mit einem Elektromotor (10) nach Anspruch 14, 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (51) mit einem Pumpenlaufrad (59) zusammenwirkt.
 
26. Kreiselpumpe nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (51) mit dem Pumpenlaufrad (59) einstückig ist.
 
27. Kreiselpumpe nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreiselpumpe eine Nassläuferpumpe (100) ist.
 
28. Kreiselpumpe nach Anspruch 25, 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Achse und der Welle (51) eine Längsnut (58) angeordnet ist die als Kanal für einen sekundären Flüssigkeitskreislauf zur Kühlung von elektronischen Bauteilen oder einer Statorwicklung (41) dient.
 




Zeichnung













Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente