[0001] Die Erfindung betrifft einen Permanentmagnetrotor (50) mit einer Welle (51), einem
hohlzylindrischen Permanentmagneten (52) und einem elastischem Verbindungsmittel (53)
zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52), wobei der Permanentmagnet
(52) koaxial um die Welle (51) herum angeordnet ist.
[0002] Ein gattungsgemäßer Permanentmagnetrotor ist aus der
DE 23 28 886 bekannt. Hierbei wird ein hohlzylindrischer Permanentmagnet mit Hilfe einer elastischen
Zwischenlage befestigt. Die radiale Dicke der elastischen Zwischenlage ist dabei so
bemessen, dass der Permanentmagnet beim plötzlichen Abbremsen der Motorwelle in Umfangsrichtung
schwingen kann, dadurch soll eine Beschädigung eines nachgeordneten Getrieberitzels
vermieden werden. Bei anderen Anwendungen, bei denen große Temperaturschwankungen
auftreten können sind elastische Zwischenlagen hilfreich um mechanische Spannungen
zwischen Materialien unterschiedlicher Wärmeausdehnung zu vermeiden. Durch eine elastische
Zwischenlage allein lässt sich aber eine feste mechanische Verbindung der Welle mit
dem Permanentmagneten über die gesamte Lebensdauer nicht zuverlässig sicherstellen.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Rundlaufgenauigkeit bei radialer Belastung
nicht ausreichend sein kann, weil das elastische Material nachgiebig ist. Auch darf
das Material unter Feuchtigkeitseinfluss nicht quellen. Das Quellen könnte zur Sprengung
des Permanentmagneten führen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es dafür Sorge zu tragen, dass der Permanentmagnet sicher
befestigt ist, bei großen Temperaturschwankungen nicht beschädigt wird und bei großer
radialer Belastung nicht unzulässig aus der Drehachse ausgelenkt wird, wobei eine
einfaches und wirtschaftliches Montageverfahren verwendet wird, wobei eine sichere
mechanische Verbindung zwischen der Welle und dem Permanentmagneten über die gesamte
Lebensdauer gewährleistet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das elastische Verbindungsmittel
(53) über den Umfang der Welle in mehreren ersten Bereichen (531) angeordnet ist,
in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) vergrößert
ist, die von zweiten Bereichen (532) abgegrenzt sind, in denen der Abstand zwischen
der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) minimal aber nicht null ist. Die Bereiche
mit größerem Abstand dienen zur sicheren Aufnahme des elastischen Verbindungsmittels
und die Bereiche mit geringerem Abstand lassen nur eine begrenzte Auslenkung des Permanentmagneten
in Bezug auf die Welle oder einem den Permanentmagneten umgebenden Teil zu. Dies erhöht
die Rundlaufgenauigkeit auch unter erhöhter radialer Belastung. Die Bereiche mit geringerem
Abstand können unter Temperatur- oder Druckbelastung oder bei der Montage auftretende
Volumenänderungen des elastischen Verbindungsmittels in begrenztem Umfang aufnehmen
und dadurch Spannungen im Magnetmaterial vermeiden. Als Welle (51) wird hier und nachfolgend
auch ein Rotorkörper bezeichnet, der einstückig mit dem Pumpenlaufrad ist und der
den Permanentmagneten trägt.
[0005] Weiterbildungen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Unteransprüche näher
dargestellt. Das elastische Verbindungsmittel (53) ist vorzugsweise ein elastischer
Klebstoff. Der Klebstoff stellt eine stoffschlüssige Verbindung zwischen der Welle
(51) und dem Permanentmagneten (52) her, wodurch eine dauerhafte innige Verbindung
zwischen den beiden Teilen sichergestellt ist. Silikon hat sich als geeigneter Klebstoff
mit ausreichenden elastischen Eigenschaften herausgestellt. Geignet sind auch RTV-1-Siliconkautschuke
der Reihe ELASTOSIL
®, die mit der Feuchtigkeit der Luft zu einem elastischen Silicongummi reagieren (RTV-1
= Raum-Temperatur-Vernetzung 1-komponentig).
[0006] Zur Realisierung der im Hauptanspruch beschriebenen Lösung wird vorgeschlagen das
elastische Verbindungsmittel (53) in mehreren achsparallelen Nuten (511) anzuordnen.
Es wird vorgeschlagen dass die Anzahl der Nuten (511) ungleich der halben oder ungleich
der ganzen Polzahl des Permanentmagneten ist. Weiter ist es zweckmäßig, dass die Anzahl
der Nuten (511) ungleich der Anzahl der Flügel des Laufrades ist. Durch diese Maßnahmen
wird eine Minimierung der Geräuschentwicklung erreicht. Um eine stabile Verbindung
herzustellen ist es vorteilhaft, dass die Anzahl der Nuten (511) größer oder gleich
drei ist, wobei drei Nuten bevorzugt werden. Wichtig ist, dass die Nuten in gleichmäßigen
Abständen um den Umfang der Welle verteilt sind, um eine genaue Zentrierung der Welle
in Bezug auf den Permanentmagneten zu erreichen. "Flügel" sind gleichbedeutend mit
"Schaufeln".
[0007] Als Alternative zu den geraden Nuten kann das elastische Verbindungsmittel (53) in
mäanderförmigen oder spiralförmigen Nuten um die Welle (51) herum angeordnet sein.
Dabei kann es sich um ein oder mehrere Nuten handeln. Wichtig ist, dass das elastische
Verbindungsmittel nicht vollflächig aufgetragen wird und dass keine Luftkissen entstehen.
[0008] Damit eine möglichst robuste und mechanisch Stabile Verbindung herzustellen sollte
sich das elastische Verbindungsmittel über die volle Länge des Permanentmagneten verteilen.
[0009] Die vorgeschlagene Magnetbefestigung kann im Grunde bei allen Permanentmagnet-Werkstoffen
eingesetzt werden. Besonders zweckmäßig ist es diese Verbindungsart bei der Verwendung
von Ferritmagneten zu wählen, weil Ferrite besonders spröde und bruchanfällig insbesondere
bei thermischen oder sonstigen mechanischen Spannungen sind.
[0010] Für eine Vielzahl von Anwendungen ist es wirtschaftlich sinnvoll die Welle aus spritzgusstechnisch
verarbeitbarem Kunststoffmaterial herzustellen. Die vorgeschlagene Geometrie der Welle
eignet sich für diese Fertigungsart insbesondere wegen der fehlenden Hinterschneidungen,
die bei quer angeordneten Nuten unvermeidlich wären.
[0011] Es wird vorgeschlagen die Welle (51) hohl auszubilden und auf einer Achse (49) drehbar
zu lagern.
[0012] Die Dimensionierung der beiden unterschiedlichen Bereiche, wird so gewählt, dass
eine unerwünscht große Auslenkung des Permanentmagneten in Bezug auf die Welle oder
eines den Permanentmagneten in geringem Abstand umgebenden Bauteils auszuschließen
ist. Elektromotoren sind der häufigste Anwendungsfall für die vorliegende Erfindung.
In diesem Fall wird also eine unerwünscht große Auslenkung in Bezug auf einen Stator
(40) ausgeschlossen. Zweckmäßig ist es das Verhältnis (UA) der Luftspaltlänge (L)
zwischen Permanentmagnetrotor (50) und dem Stator (40) und dem minimalen Abstand (A)
des zweiten Bereichs (542) zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52)
größer als 1 zu wählen. Auf diese Weise ist der Permanentmagnet nur in innerhalb der
erlaubten Grenzen auslenkbar.
[0013] Der Permanentmagnetrotor (50) weist ein Festlagers (54) auf, das achsen- oder rotorfest
ist. In der Regel wird das Festlager rotorfest sein, damit die Lagerfläche einen geringen
Reibradius aufweist.
[0014] In einer bevorzugten Weiterentwicklung des Festlagers (54), besteht dieses aus einem
spritzgusstechnisch verarbeitbarem Kunststoffmaterial und ist durch Urformen mit dem
Permanentmagnetrotor (50) gefügt. Das Lagermaterial ist in diesem Fall durch Ein-
An- oder Umspritzen mit dem Permanentmagnetrotor (50) verbunden. Ist es erforderlich
ein spezielles Lagermaterial einzusetzen, das aus wirtschaftlichen oder technischen
Gründen nicht für den Permanentmagnetrotor (50) verwendet werden soll, verwendet man
unterschiedliche für den jeweiligen Zweck angepasste Kunststoffe. Sind diese Aspekte
von untergeordneter Bedeutung kann für den Permanentmagnetrotor und das Festlager
(54) auch das gleiche Kunststoffmaterial verwendet werden und beide in einem Arbeitsgang
hergestellt werden.
[0015] Es kann erforderlich sein, das Festlager (54) aus einem abriebfesteren Kunststoffmaterial
oder aus einem Material mit besseren Gleiteigenschaften auszubilden als das Wellenmaterial.
Um die Gleiteigenschaften zu verbessern eignen sich auch Füllstoffe, wie Graphit.
Graphit ist als Festschmierstoff bekannt.
[0016] Bei der Verwendung von unterschiedlichen Materialien für das Festlager (54) und für
die Welle (51) lässt sich ein Zweikomponenten-Spritzgussverfahren einsetzen, wobei
das Festlager (54) und die Welle in einem Spritzgusswerkzeug nacheinander hergestellt
werden.
[0017] Eine besondere Ausführungsform eines Elektromotors beinhaltet einen Permanentmagneten,
der neben einer ersten mit einem Statormagnetfeld zusammenwirkenden radialen Magnetisierung
eine zweite mit einem statorfesten Magnetsensor zusammenwirkende axiale Magnetisierung
aufweist. Dabei ist der Permanentmagnet einstückig ausgebildet.
[0018] Elektromotoren mit dem erfindungsgemäßen Permanentmagnetrotor (50) eignen insbesondere
für den Einsatz als Pumpenantriebe, wobei die Welle (51) mit einem Pumpenlaufrad (59)
zusammenwirkt. Bevorzugt ist die Welle einstückig mit dem Pumpenlaufrad. Es ist zwar
bekannt den gesamten Pumpenrotor, also Permanentmagnet und Pumpenlaufrad aus einem
Material und in einem Arbeitsgang herzustellen, doch auf diese Weise wird mehr Permanentmaterial
verbraucht als notwendig wäre. Dies wirkt sich auch auf das Gewicht und das Trägheitsmoment
des Pumpenrotors aus. Weiterhin hat sich gezeigt, dass solche einstückigen Pumpenrotoren
bei extremen Temperaturschwankungen bersten können, obwohl es sich um kunststoffgebundenes
Permanentmaterial handelt.
[0019] Die genannten Temperaturschwankungen treten häufig bei Nassläufer-Kreiselpumpen für
Kühlwasserpumpen im Kfz-Bereich auf. Je nach Anwendungsfall ist das Kühlmedium geeignet
auch die Pumpe selbst zu kühlen. Zu Kühlende Bauteile sind der Stator, insbesondere
eine Statorwicklung oder bei elektronisch kommutierten Gleichstrommotoren der integrierte
Schaltkreis (IC) für die Umschaltung der Statorwicklung.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig.1 eine räumliche Darstellung eines Rotors,
Fig. 2 eine Stirnansicht des Rotors,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Rotors,
Fig. 4 eine Stirnansicht eines Pumpenlaufrads und
Fig. 5 eine Zusammenbauzeichnung einer Kreiselpumpe.
[0021] Fig. 1 zeigt eine räumliche Darstellung eines Rotors 50, der über ein Festlager 54
auf einer Achse 49 gelagert ist. Das Lager ist fest mit einer als Hohlwelle ausgebildeten
Welle 51 verbunden. Die Welle 51 weist an ihrem Außenumfang vier achsparallele Nuten
511 auf. In den Nuten ist ein elastisches Verbindungsmittel 53 angeordnet, das eine
Verbindung zwischen der Welle 51 und einem hohlzylindrischen Permanentmagneten 52
herstellt. Das Verbindungsmittel ist hier ein elastischer Klebstoff, z.B. Silikon.
Der Innendurchmesser des Permanentmagneten 52 ist geringfügig größer als der maximale
Außendurchmesser der Welle 51 im Bereich innerhalb des Permanentmagneten 52. Der Durchmesserunterschied
ist so bemessen, dass einerseits überschüssiger Kleber in den Spalt zwischen Weile
51 und Permanentmagnet 52 ausweichen kann, dass bei äußerer Belastung zwar eine geringe
Abweichung des Permanentmagneten 52 aus der Mittenlage möglich ist, diese Abweichung
aber eng begrenzt ist. Der Klebstoff wird mit Hilfe von Hohlnadeln in die Nuten eingebracht.
Die Welle 51 ist einstückig mit einem Pumpenlaufrad 59, das mit Flügel 591 aufweisen,
Wobei die Flügel 591 aus einer Scheibe 512 vorspringen. Die gegenüberliegende Seite
der Scheibe 512 dient als Anlagefläche für den Permanentmagneten 52. Auf der Welleninnenseite
ist eine zum Lager und zur Achse 49 offene Längsnut 58 vorgesehen, die als sekundärer
Kühlkanal dient.
[0022] Fig. 2 zeigt eine Stirnansicht des erfindungsgemäßen Permanentmagnetrotor 50, mit
der Achse 49, die in einem Pumpengehäuse befestigt ist, das Festlager 54, die Welle
51, die einstückig mit dem Pumpenlaufrad 59 ist. Das Pumpenlaufrad ist einstückig
mit der Scheibe 512, an der der Permanentmagnet 52 anliegt.
[0023] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des erfingungsgemäßen Permanentmagnetrotors 50, mit
dem Pumpenlaufrad 59, den Flügeln 591, der Scheibe 512 und dem Permanentmagneten 52,
wobei der Permanentmagnet an einem Stirnseitenbereich eine axiale Sensorspur-Magnetisierung
522 mit alternierender Polung aufweist. Der Permanentmagnet ist bei seiner Herstellung
radial vorzugsmagnetisiert worden. Die axiale Sensorspur-Magnetisierung 522 ist erst
nach der Magnetisierung des Permanentmagneten 52 erfolgt.
[0024] Fig. 4 zeigt eine Stirnansicht des Pumpenlaufrades 59 mit der Scheibe 512, den Flügeln
591, dem Festlager 54 und der Längsnut 58.
[0025] Fig. 5 zeigt eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Kreiselpumpe 100, mit
einem Pumpengehäuse 102, bestehend aus einem ersten Gehäuseteil 103 und einem daran
anschließenden zweiten Gehäuseteil 104. Ein Motorgehäuseteil 44 begrenzt einen Trockenraum,
der von einem Stator (40) eines elektronisch kommutierten Gleichstrommotors und seiner
Ansteuerelektronik ausgefüllt wird. Das Motorgehäuseteil 44 schließt an das zweite
Gehäuseteil 102 and. Das erste und das zweite Gehäuseteil 103, 104 begrenzen einen
Nassraum 101 der Kreiselpumpe. Das zweite Gehäuseteil 104 ist einstückig mit einem
Spalttopf 116 geformt, welcher den Nassraum 101 von einem Trockenraum 99.
[0026] Der Nassraum 101 enthält eine Achse 49, die zwischen einer spalttopfseitigen Achsaufnahme
48 und einer saugstutzenseitigen Achsaufnahme 47 fest eingebaut ist. Eine Rändelung
am Achsenende verhindert eine Verdrehung der Achse 49 während des Pumpenbetriebs.
Auf der Achse 49 ist ein Festlager 54 (hier nicht dargestellt) drehbar gelagert, welches
in einer hohlen Welle 51 des Rotors 50 eingepresst ist. Die Welle 51 ist einstückig
mit einem Pumpenlaufrad 59, das mehrere etwa spiralförmig geformte Flügel 591 für
die Flüssigkeitsförderung enthält. Die Stirnflächen des Festlagers 54 können sich
axial unter Zwischenlage von Anlaufscheiben gegen die spalttopfseitige Achsaufnahme
48 und gegen die saugstutzenseitige Achsaufnahme 47 abstützen. Ein hohlzylindrischer
Ferritmagnet 52 ist auf die hohle Welle 51 aufgeklebt, wobei ein elastischer Kleber
verwendet wird, der in vier oder fünf in die Hohlwelle geformte achsparallele Nuten
511 (hier nicht dargestellt) eingebracht ist.
[0027] Der Trockenraum 99 enthält den Stator 40 des elektronisch kommutierten Gleichstrommotors
10, der in Form einer hohlzylindrischen Statorwicklung 41 ausgebildet ist, wobei deren
Magnetfeld im Betrieb über Klauenpole 42 in alternierende Weise an den Umfang des
Spalttopfs 116 geführt wird und mit dem hohlzylindrsichen Permanentmagneten 52 im
Nassraum 101 wechselwirkt. Der magnetische Kreis wird durch einen Rückschlussring
43, der mit den Klauenpolen 42 verbunden ist, geschlossen. Die Klauenpole 42 sind
durch Umspritzen mit einem Isolierstoffkörper 46 versehen, der die Klauenpole 42 mechanisch
aber nicht magnetisch miteinander verbindet. Der Stator 40 weist im vorliegenden Beispiel
vier Polpaare auf. Der Isolierstoffkörper 46 ist geometrisch so geformt, dass die
Wicklungsdrähte der Statorwicklung 41 mit Klemmschneidkontakte aufweisende Kontaktpins
62 verbindbar sind, wobei diese Klemmschneidkontakte im Isolierstoffkörper 46 mechanisch
befestigbar sind. Die Kontaktpins 62 sind als Kombi-Kontakte geformt und an ihrem
dem Klemmschneidkontakt 63 gegenüberliegenden Ende in eine Leiterplatte 61 eingepresst
und dadurch mit dieser kontaktiert. Die Kontaktpins 62 enthalten hierfür ein oder
zwei verformbare Einpresszonen. Die Leiterplatte 61 enthält einen Hall-Sensor 71,
eine integrierte Schaltung 70 für die Beschaltung der Statorwicklung, einen PTC für
den Wicklungsschutz und Steckerpins für die Spannungsversorgung. Das Motorgehäuseteil
44 beinhaltet ein Steckergehäuse (hier nicht dargestellt) in welchem die Steckerpins
64 angeordnet sind. Elektronische Bauteile mit großer Verlustwärme werden über Wärmeleitfolien
67 zum Nassraum 101 hin entwärmt. Leiterbahnen, die zur Kontaktierung von zu kühlenden
Bauelementen dienen, sind so dimensioniert, dass zur leichteren Wärmeabfuhr möglichst
breite Leiterbahnen 66 auf der Leiterplatte 61 vorgesehen sind. Um eine besonders
gute Ausnutzung der Leiterplatte 61 und eine optimale Wärmeabfuhr zu erreichen, sind
die unterschiedlichen Leiterbahnen 66 unterschiedlich breit ausgeführt, je nach dem
wie viel Wärme in dem zu kontaktierenden Bauteileanschluss entsteht. In der Welle
51 ist eine Längsnut als Kühlkanal zwischen einem Boden 117 des Spalttopfs 116 und
dem Pumpenlaufrad 59 eingeformt, der eine kontinuierliche Umwälzung des Fördermediums
auch im Innenbereich des Spalttopfs 116 erzwingt. Die Leiterplatte ist zwischen einer
Stirnseite 45 des Motorgehäuses 44 und dem Boden 117 des Spalttopfs 116 angeordnet
und über die Wärmeleitfolie 67 in wärmeleitendem Kontakt mit dem Boden 117 gehalten.
[0028] Das erste Gehäuseteil 103 weist einen ersten Flansch 130 und einen ersten daran anschließenden
Ring 131 auf. Das zweite Gehäuseteil 104 weist einen zweiten Flansch 140 und einen
zweiten daran anschließenden Ring 141 auf. Das Motorgehäuseteil weist einen dritten
Ring 441 auf. Der zweite Flansch 140 und der zweite Ring 141 bilden im Querschnitt
zusammen eine T-Form. Es sind vier Dichtungsbereiche vorgesehen. Der erste Dichtungsbereich
befindet sich auf der radial außen liegenden Seite des ersten Rings 131 am ersten
Gehäuseteil 103. Gegenüberliegend auf der radial innen liegenden Seite des zweiten
Rings 141 und des zweiten Gehäuseteils 104 befindet sich der zweite Dichtungsbereich
144. Ebenfalls auf der radial innen liegenden Seite des zweiten Rings 141 und des
zweiten Gehäuseteils 104 befindet sich der dritte Dichtungsbereich. Diesem gegenüberliegend
auf der radial außen liegenden Seite des dritten Rings 441 und des Motorgehäuseteils
44 befindet sich der vierte Dichtungsbereich. Das zweite Gehäuseteil 104 besteht aus
einem für Laserlicht einer Wellenlänge oder eines Wellenlängenbereichs durchlässiges
Material. Das erste Gehäuseteil 103 und das Motorgehäuseteil 44 bestehen aus einem
dasselbe Laserlicht absorbierendem Material. Dadurch lässt sich ein Laserstrahl ohne
Erwärmung des transparenten Materials bis zu einer Nahtstelle führen. Dort trifft
der Strahl auf Material, das das Licht absorbiert und in Wärme umwandelt, wodurch
der Kunststoff aufschmilzt und eine innige Verbindung mit dem benachbarten Material
eingeht.
[0029] Da die beiden zu verschweißenden Dichtungsbereiche nahe beieinander liegen ist es
ohne Schwierigkeiten möglich die beiden Nähte in einer Vorrichtung und in einem Arbeitsgang
herzustellen. Die Schweißvorrichtung kann zwei einzelne Laser aufweisen, wobei mit
jeweils einem Laserstrahl eine Schweißnaht hergestellt wird oder sie kann einen einzigen
Laser aufweisen, dessen Ausgangsstrahl durch einen Strahlteiler in zwei Strahlenbündel
geteilt wird, von denen jeder eine der Schweißnähte erzeugt. Im vorliegenden Beispiel
werden die Laserstrahlen radial auf das Pumpengehäuse gelenkt.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 10
- Elektromotor
- 20
- Luftspalt
- 40
- Stator
- 41
- Statorwicklung
- 42
- Klauenpol
- 420
- ringscheibenförmige Statorbleche
- 421
- Ende
- 422
- Aussparung
- 423
- Steg
- 424
- Luftspalt
- 43
- Rückschlussring
- 430
- Blechbrücke
- 431
- Schlitz
- 432
- Verbindungsschlitz
- 433
- offener Schlitz
- 434
- Freisparung
- 435
- erster Rand
- 436
- zweiter Rand
- 437
- Nahtstelle
- 438
- Verbindungsmittel
- 439
- Blechzunge
- 44
- Motorgehäuse
- 45
- Stirnseite (des Motorgehäuses)
- 46
- Isolierstoffkörper
- 461
- Aufnahmeschlitz
- 462
- Montageausnehmung
- 463
- Befestigungsmittel
- 464
- Anschlag
- 465
- Schnappmittel
- 466
- Vorsprung
- 467
- Halterung (für Steckerpin)
- 47
- saugstutzenseitige Achsaufnahme
- 48
- spalttopfseitige Achsaufnahme
- 49
- Achse
- 50
- Rotor
- 51
- Welle
- 511
- Nut
- 512
- Scheibe
- 52
- hohlzylindrischer Permanentmagnet
- 521
- Arbeitsmagnetisierung
- 522
- Sensorspur-Magnetisierung
- 523
- Stirnseite (des Permanentmagneten)
- 524
- Sicherheitsspalt
- 53
- elastisches Verbindungsmittel
- 531
- erster Bereich (breit)
- 532
- zweiter Bereich (schmal)
- 54
- Festlager
- 58
- Längsnut (für sekundären Flüssigkeitskreislauf)
- 59
- Pumpenlaufrad
- 591
- Flügel
- 60
- Elektronik
- 61
- Leiterplatte
- 611
- Ausnehmungen
- 62
- Kontaktpin
- 63
- Klemmschneidkontakt
- 64
- Steckerpin
- 641
- Anformungen
- 65
- Steckergehäuse
- 66
- Leiterbahn
- 67
- Wärmeleitfolie
- 70
- Integrierter Schaltkreis (IC)
- 71
- Hall-Sensor
- 99
- Trockenraum
- 100
- Kreiselpumpe
- 101
- Nassraum
- 102
- Pumpengehäuse
- 103
- erstes Gehäuseteil
- 104
- zweites Gehäuseteil
- 105
- Saugstutzen
- 106
- Druckstutzen
- 109
- Pumpenraum
- 111
- runde Kontur
- 112
- Sporn
- 113
- Übergangsbereich
- 114
- Umfangswandung
- 115
- scharfe Kante
- 116
- Spalttopf
- 117
- Boden
- 118
- Rotorraum
- 119
- Vertiefung
- 120
- spiralförmige Innenkontur
- 121
- Aufnahme
- 122
- Pumpenbefestigungsmittel
- 123
- Verrundung
- 130
- erster Flansch
- 131
- erster Ring
- 133
- erster Dichtungsbereich
- 140
- zweiter Flansch
- 141
- zweiter Ring
- 144
- zweiter Dichtungsbereich
- 145
- dritter Dichtungsbereich
- 150
- Schwalbenschwanzkontur
- 151
- komplementäre Kontur
- 152
- V-förmige Ausnehmung
- 441
- dritter Ring
- 444
- vierter Dichtungsbereich
1. Permanentmagnetrotor (50) mit einer Welle (51), einem hohlzylindrischen Permanentmagneten
(52) und einem elastischem Verbindungsmittel (53) zwischen der Welle (51) und dem
Permanentmagneten (52), wobei der Permanentmagnet (52) koaxial um die Welle (51) herum
angeordnet ist dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Verbindungsmittel (53) über den Umfang der Welle in mehreren ersten
Bereichen (531) angeordnet ist, in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem
Permanentmagneten (52) vergrößert ist, die von zweiten Bereichen (532) abgegrenzt
sind, in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52)
minimal aber nicht null ist.
2. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmittel (53) ein elastischer Klebstoff ist.
3. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff Silikon enthält oder aus Silikon besteht.
4. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Verbindungsmittel (53) in mehreren achsparallelen Nuten (511) angeordnet
ist.
5. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Nuten (511) ungleich der halben oder ungleich der ganzen Polzahl des
Permanentmagneten ist.
6. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Nuten (511) ungleich der Anzahl der Flügel (591) des Laufrades ist.
7. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Nuten (511) größer oder gleich drei ist.
8. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 4, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten in gleichmäßigen Abständen über den Umfang der Welle (51) verteilt sind.
9. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Verbindungsmittel (53) in mäanderförmigen oder spiralförmigen Nuten
um die Welle (51) herum angeordnet sind.
10. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Verbindungsmittel (53) über die volle Länge des Permanentmagneten
(52) verteilt ist.
11. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet ein Ferritmagnet ist.
12. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle aus spritzgusstechnisch verarbeitbarem Kunststoffmaterial besteht.
13. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (51) eine Hohlwelle ist, die auf einer Achse (49) drehbar gelagert ist.
14. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Bereiche (532), in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem
Permanentmagneten (52) minimal ist, so dimensioniert ist, dass ein geringfügiger Längenausdehnungsausgleich
des Wellenmaterials gegenüber dem Permanentmagnetmaterial möglich ist, aber eine unerwünscht
große Auslenkung des Permanentmagneten (52) in Bezug auf die Welle oder eines den
Permanentmagneten in geringem Abstand umgebenden Bauteils ausgeschlossen wird.
15. Permanentmagnetrotor nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnetrotor (50) mit einem Festlager (54) drehfest ist.
16. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlager (54) aus einem spritzgusstechnisch verarbeitbarem Kunststoffmaterial
besteht und durch Urformen mit dem Permanentmagnetrotor (50) gefügt ist.
17. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlager (54) und eine Welle (51) des Permanentmagnetrotors (50) aus dem gleichen
oder unterschiedlichem Material bestehen.
18. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlager (54) aus einem abriebfesteren Kunststoffmaterial besteht, als die Welle
(51).
19. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 16, 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlager (54) mit Füllstoffen versehen ist, das die Gleitfähigkeit der Lagerung
verbessert.
20. Permanentmagnetrotor nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass Graphit als Füllstoff dient.
21. Verfahren zur Herstellung eines Permanentmagnetrotors nach zumindest einem der Ansprüche
13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlager (54) und die Welle (51) in einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren
hergestellt ist, wobei das Festlager (54) und die Welle aus unterschiedlichen Kunststoffkomponenten
bestehen.
22. Elektromotor (10) mit einem bewickelten Stator (40) und dem Permanentmagnetrotor (52)
nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Bereiche (532), in denen der Abstand zwischen der Welle (51) und dem
Permanentmagneten (52) minimal ist, so dimensioniert ist, dass ein geringfügiger Längenausdehnungsausgleich
des Wellenmaterials gegenüber dem Permanentmagnetmaterial möglich ist, aber eine unerwünscht
große Auslenkung des Permanentmagneten (52) in Bezug den Stator (40) ausgeschlossen
wird.
23. Elektromotor nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis (UA) der Luftspaltlänge (L) zwischen Permanentmagnetrotor (50) und
dem Stator (40) und dem minimalen Abstand (A) des zweiten Bereichs (532) zwischen
der Welle (51) und dem Permanentmagneten (52) größer als 1 ist.
24. Elektromotor nach Anspruch 14 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Permanentmagnet (52) eine erste radiale Magnetisierung, dessen Magnetfeld mit
einem Statormagnetfeld zusammenwirkt und eine zweite axiale Magnetisierung die mit
einem statorfesten Magnetsensor zusammenwirkt, aufweist.
25. Kreiselpumpe (100) mit einem Elektromotor (10) nach Anspruch 14, 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (51) mit einem Pumpenlaufrad (59) zusammenwirkt.
26. Kreiselpumpe nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (51) mit dem Pumpenlaufrad (59) einstückig ist.
27. Kreiselpumpe nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreiselpumpe eine Nassläuferpumpe (100) ist.
28. Kreiselpumpe nach Anspruch 25, 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Achse und der Welle (51) eine Längsnut (58) angeordnet ist die als Kanal
für einen sekundären Flüssigkeitskreislauf zur Kühlung von elektronischen Bauteilen
oder einer Statorwicklung (41) dient.