(19)
(11) EP 1 850 694 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.10.2009  Patentblatt  2009/43

(21) Anmeldenummer: 06706969.0

(22) Anmeldetag:  15.02.2006
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47B 5/02(2006.01)
A47B 96/02(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2006/001367
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2006/087182 (24.08.2006 Gazette  2006/34)

(54)

WAND-ARBEITSTISCH

WALL WORK TABLE

TABLE DE TRAVAIL MURALE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE LI

(30) Priorität: 16.02.2005 DE 202005002505 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.11.2007  Patentblatt  2007/45

(73) Patentinhaber: Tegometall (International) AG
8574 Lengwil (CH)

(72) Erfinder:
  • BOHNACKER, Ulrich
    CH-8559 Fruthwilen (CH)

(74) Vertreter: Strehl Schübel-Hopf & Partner 
Maximilianstrasse 54
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
GB-A- 901 322
US-A- 4 762 072
US-A- 4 734 826
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Bekannt sind Schreib- oder Arbeitstische aus einer Arbeitsplatte, die seitlich in Wandarmaturen eingehängt werden. Ferner bekannt sind Wandregale, deren Fachböden an in vertikale Wandschienen eingehängten Konsolen befestigt werden. (siehe z.B. US 4 762 072 und US 4 734 826).

    [0002] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wand-Arbeitstisch, der mit solchen Regalsystemen integrierbar ist. Dabei geht es um die Aufgabe, einen derartigen Wand-Arbeitstisch so zu gestalten, dass sich Anschlusskabel oder sonstige Zuleitungen von den jeweiligen Anschlussstellen in einfacher Weise zu auf der Arbeitsplatte aufgestellten Geräten führen lassen.

    [0003] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit der in Anspruch 1 angegebenen Anordnung. Der danach gestaltete Arbeitstisch umfasst eine hinter der Arbeitsplatte auf die Konsolen auflegbare Verlängerungsplatte, die zum Durchführen von Steckern, Adaptern, Anschlussteilen und dergleichen abnehmbar ist und im aufgelegten Zustand Platz zum Hindurchführen der Kabeln oder Leitungen lässt.

    [0004] Weiterbildungen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüche angegeben.

    [0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigt
    Fig. 1
    eine Seitenansicht einer Konsole,
    Fig. 2
    den hinteren Teil der in eine Wandschiene eingehängten Konsole nach Fig. 1 mit aufgelegter (teilweise sichtbarer) Arbeitsplatte und aufgelegter Verlängerungsplatte,
    Fig. 3
    einen Blechzuschnitt für die Verlängerungsplatte im ungekanteten Zustand,
    Fig. 4
    eine Ansicht der schmalen Seite der durch Kanten des Zuschnitts nach Fig. 3 hergestellten Verlängerungsplatte und
    Fig. 5
    eine Ansicht der breiten Seite der Verlängerungsplatte.


    [0006] Gemäß Fig. 1 und 2 weist die aus Metallblech gestanzte Konsole 10 an ihrer Hinterkante 11 Haken 12 zum Einhängen in eine Regal-Wandschiene 13 auf. Die Konsole 10 hat eine Höhe, die von der Hinterkante 11 ausgehend über etwa die Hälfte ihrer Tiefe abnimmt und daran anschließend gleichbleibt. Dadurch ergibt sich im hinteren Bereich genügend Höhe für eine ausreichende Anzahl von Haken 12, während die Höhe im vorderen Bereich gering ist und große Beinfreiheit für den Benutzer bietet.

    [0007] An ihrer Oberkante 14 ist die Konsole 10 mit einer Reihe von Nuten 15 versehen, die zur Arretierung von auf die Konsole 10 aufgelegten Platten dienen. Ferner ist in dem etwa trapezförmigen hinteren Bereich der Konsole 10 ein ebenfalls trapezförmiges Fenster 16 vorgesehen, dessen obere, hintere und untere Kanten parallel zu den Umrisskanten der Konsole 10 verlaufen.

    [0008] Auf ein Paar der Konsolen 10, die in gleicher Höhe in zwei in seitlichem Abstand voneinander befestigte Wandschienen 13 eingehängt sind, ist eine Arbeitsplatte 20 aufgelegt, von der in der Seitenansicht der Fig. 2 nur der hintere Bereich zu sehen ist. Die Arbeitsplatte 20 ist an ihrer Unterseite mit mehreren zwischen den Konsolen 10 verlaufenden (nicht gezeigten) Verstärkungsprofilen versehen, die so gestaltet sind, dass sie in einzelne der Nuten 15 der Konsolen 10 eingreifen und dadurch die Arbeitsplatte 20 in ihrer Lage arretieren. Die Hinterkante der Arbeitsplatte 20 ist mit einer im wesentlichen U-förmigen Kantung 21 versehen. Eine ähnliche (nicht gezeigte) Kantung ist an der Vorderseite der Arbeitsplatte 20 vorgesehen.

    [0009] Die von der Vorder- zur Hinterkante gemessene Tiefe der Arbeitsplatte 20 ist um ein erstes Maß M1 im Bereich von 100 bis 150 mm, in dem angenommenen Ausführungsbeispiel 120 mm, weniger tief als die aus den Wandschienen 13 herausragende Tiefe der Konsolen 10. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Maß M1 von der hintersten Stelle der Kantung 21 der Arbeitsplatte 20 bis zur Vorderfläche einer in die Wandschienen eingehängten Rückwand 22 gemessen.

    [0010] Unmittelbar anschließend an die Arbeitsplatte 20 ist auf die Konsolen 10 eine Verlängerungsplatte 25 aufgelegt, deren Tiefe um ein zweites Maß M2 im Bereich von 10 bis 30 mm, in dem Ausführungsbeispiel 20 mm, geringer ist als das erste Maß M1. Damit ergibt sich zwischen Verlängerungsplatte 25 und Rückwand 22 ein Spalt 26 mit der Tiefe M2. Der Spalt 26 dient zur Durchführung von Kabeln oder sonstigen Zuleitungen zu auf der Arbeitsplatte 20 aufzustellenden (nicht gezeigten) Geräten, beispielsweise Computerzubehör, Messgeräten oder dergleichen.

    [0011] Beim Aufstellen und Anschließen dieser Geräte lässt sich die Verlängerungsplatte 25 von den Konsolen 10 abheben, so dass an den Zuleitungen vorhandene Stecker, Anschlussteile und dergleichen hindurchgeführt werden können. Anschließend wird die Verlängerungsplatte 25 wieder aufgelegt, so dass nur der Spalt 26 zum Durchführen der Kabel oder Leitungen selbst frei bleibt.

    [0012] Befinden sich Anschlüsse für die verwendeten Geräte nicht direkt unterhalb der Arbeitsplatte 20, so lassen sich die Kabel oder Leitungen in seitlicher Richtung durch das Fenster 16 der Konsole 10 hindurchführen, wobei die Fenster 16 zweier oder mehrerer benachbarter Konsolen 10 auch zum Einhängen eines (nicht gezeigten) Kabelkanals verwendet werden können.

    [0013] Die Verlängerungsplatte 25 wird aus dem in Fig. 3 gezeigten Blechzuschnitt 30 durch Kanten hergestellt. Längs der beiden in Fig. 3 horizontal verlaufenden längeren Kanten weist der Zuschnitt 30 verhältnismäßig breite Ansätze 31 auf, die zweifach gekantet werden und die in der Seitenansicht nach Fig. 4 gezeigten L-förmigen Wangen 32 mit aufeinander zu weisenden Flanschen 33 ergeben. Längs den in Fig. 4 senkrecht verlaufenden kürzeren Seiten weist der Zuschnitt 30 verhältnismäßig schmalere Ansätze 34 auf, die zu den in Fig. 5 gezeigten einfachen Wangen 35 gekantet werden.

    [0014] Beim Auflegen der Verlängerungsplatte 25 übergreifen die Wangen 35 die Konsolen 10, wobei die Wangen 32 kürzer sind als der Abstand zwischen zwei Konsolen 10.

    [0015] Beim Kanten der Ansätze 31 längs den in Fig. 3 gestrichelt gezeigten Biegelinien 36 ergeben die auf einer Seite vorgesehenen Eckstücke 37 die in Fig. 5 sichtbaren Nasen 38, die beim Auflegen der Verlängerungsplatte 25 auf die Konsolen 10 in jeweilige Nuten 15 einrasten und die Verlängerungsplatte 25 gegen Verschieben in Tiefenrichtung des Arbeitstisches arretieren. Dadurch wird vermieden, dass sich zwischen der Arbeitsplatte 20 und der Verlängerungsplatte 25 ein Spalt bildet, durch den Gegenstände versehentlich hindurchfallen könnten; gleichzeitig wird vermieden, dass durch den Spalt 26 zwischen Verlängerungsplatte 25 und Rückwand 22 hindurchgeführte Versorgungsleitungen oder Kabel durch die Verlängerungsplatte 25 eingequetscht und dabei beschädigt werden können.


    Ansprüche

    1. Wand-Arbeitstisch mit
    zwei Konsolen (10), die an ihren hinteren Kanten (11) mit Haken (12) zum Einhängen in Wandschienen (13) versehen sind,
    einer auf die Konsolen (10) auflegbaren Arbeitsplatte (20), deren Tiefe um ein erstes Maß (M1) geringer ist als die Tiefe der Konsolen (10), und
    einer hinter der Arbeitsplatte (20) auf die Konsolen (10) auflegbaren Verlängerungsplatte (25), deren Tiefe um ein zweites Maß (M2) geringer ist als das erste Maß (M1),
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Verlängerungsplatte (25) aus einem im Wesentlichen rechteckigen Blechzuschnitt (30) gebildet ist, der an seinen Seiten abgekantete Wangen (32, 35) aufweist,
    die an den kürzeren Seiten vorhandenen Wangen (35) die Konsolen (10) übergreifen und die an den längeren Seiten vorhandenen Wangen (32) kürzer sind als der Abstand zwischen den Konsolen (10), und
    mindestens eine der an den längeren Seiten vorhandenen Wangen (32) nahe ihrer Biegelinie (36) bezüglich des Hauptteils der Verlängerungsplatte (25) um zwei Ansätze (38) zum Eingriff in Nuten (15) der Konsolen (10) verbreitert ist.
     
    2. Arbeitstisch nach Anspruch 1, wobei das erste Maß (M1) im Bereich von 100 bis 150 mm und das zweite Maß (M2) im Bereich von 10 bis 30 mm liegt.
     
    3. Arbeitstisch nach Anspruch 1, wobei die an den längeren Seiten vorhandenen Wangen (32) der Verlängerungsplatte (25) aufeinander zu gekantete Flansche (33) aufweisen.
     
    4. Arbeitstisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Konsolen (10) unterhalb der Verlängerungsplatte (25) Fenster (16) zur Durchführung von Kabeln oder Leitungen aufweisen.
     
    5. Arbeitstisch nach Anspruch 4, wobei die Konsolen (10) von den Wandschienen (13) ausgehend über einen Teil ihrer Tiefe eine abnehmende Höhe und daran anschließend eine im Wesentlichen gleichbleibende Höhe haben.
     


    Claims

    1. A wall work table comprising:

    two brackets (10) provided at their rear edges (11) with hooks (12) for engaging wall uprights (13);

    a work plate (20) adapted to be placed upon the brackets (10) and having a depth that is smaller than the depth of the brackets (10) by a first amount (M1); and

    an extension plate (25) adapted to be placed upon the brackets (10) at the rear of the work plate (20) and having a depth that is smaller than the first amount (M1) by a second amount (M2),

    characterised in that

    the extension plate (25) is formed of a substantially rectangular blank of sheet metal (30) having bent down side walls (32, 35),

    the shorter side walls (35) overlap the brackets (10) and the longer side walls (32) are shorter than the spacing between the brackets (10), and

    at least one of the longer side walls (32) near its bending line (36) extends beyond the width of the main portion of the extension plate (25) by two attachments (38) adapted for engagement into grooves (15) of the brackets (10).


     
    2. The work table of claim 1, wherein the first amount (M1) is in the range from 100 to 150 mm and the second amount (M2) is in the range from 10 to 30 mm.
     
    3. The work table of claim 1, wherein the longer side walls (32) of the extension plate (25) have flanges (33) which are bent toward one another.
     
    4. The work table of any preceding claim, wherein the brackets (10) have windows (16) underneath the extension plate (25) for feeding cables or conductors therethrough.
     
    5. The work table of claim 4, wherein the brackets (10), starting from the wall uprights (13), have a decreasing height over part of their depth and, subsequently, a substantially constant height.
     


    Revendications

    1. Table de travail murale avec deux consoles (10) qui sont pourvues, sur leurs bords arrière (11), de crochets (12) pour l'accrochage dans des crémaillères murales (13), avec un plateau de travail (20) à poser sur les consoles (10), dont la profondeur est inférieure d'une première dimension (M1) à la profondeur des consoles (10), et avec un plateau d'allonge (25) à poser derrière le plateau de travail (20) sur les consoles (10), dont la profondeur est inférieure d'une seconde dimension (M2) à la première dimension (M1), caractérisée en ce que le plateau d'allonge (25) est formé d'un flan de tôle (30) sensiblement rectangulaire qui présente sur ses côtés des flasques (32, 35) repliés, en ce que les flasques (35) présents sur les petits côtés passent sur les consoles (10) et les flasques (32), présents sur les grands côtés, sont plus courts que la distance qui sépare les consoles (10), et en ce qu'au moins l'un des flasques (32), présents sur les grands côtés, est élargi de deux appendices (38), à proximité de sa ligne de pliure (36), par rapport à la partie principale du plateau d'allonge (25), pour l'engagement dans des rainures (15) des consoles (10).
     
    2. Table de travail selon la revendication 1, dans laquelle la première dimension (M1) se situe entre 10 et 150 mm et la seconde dimension (M2) entre 10 et 30 mm.
     
    3. Table de travail selon la revendication 1, dans laquelle les flasques (32), présents sur les grands côtés du plateau d'allonge (25) présentent des brides (33) tournées l'une vers l'autre.
     
    4. Table de travail selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans laquelle les consoles (10) présentent, au-dessous du plateau d'allonge (25), des fenêtres (16) pour le passage de câbles ou de conduites.
     
    5. Table de travail selon la revendication 4, dans laquelle les consoles (10), partant des crémaillères murales (13), présentent, sur une partie de leur profondeur, une hauteur décroissante et ensuite une hauteur sensiblement constante. de deux appendices (38).
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente