[0001] Bekannt sind Schreib- oder Arbeitstische aus einer Arbeitsplatte, die seitlich in
Wandarmaturen eingehängt werden. Ferner bekannt sind Wandregale, deren Fachböden an
in vertikale Wandschienen eingehängten Konsolen befestigt werden. (siehe z.B.
US 4 762 072 und
US 4 734 826).
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wand-Arbeitstisch, der mit solchen Regalsystemen
integrierbar ist. Dabei geht es um die Aufgabe, einen derartigen Wand-Arbeitstisch
so zu gestalten, dass sich Anschlusskabel oder sonstige Zuleitungen von den jeweiligen
Anschlussstellen in einfacher Weise zu auf der Arbeitsplatte aufgestellten Geräten
führen lassen.
[0003] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit der in Anspruch 1 angegebenen Anordnung. Der
danach gestaltete Arbeitstisch umfasst eine hinter der Arbeitsplatte auf die Konsolen
auflegbare Verlängerungsplatte, die zum Durchführen von Steckern, Adaptern, Anschlussteilen
und dergleichen abnehmbar ist und im aufgelegten Zustand Platz zum Hindurchführen
der Kabeln oder Leitungen lässt.
[0004] Weiterbildungen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüche angegeben.
[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Darin zeigt
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Konsole,
- Fig. 2
- den hinteren Teil der in eine Wandschiene eingehängten Konsole nach Fig. 1 mit aufgelegter
(teilweise sichtbarer) Arbeitsplatte und aufgelegter Verlängerungsplatte,
- Fig. 3
- einen Blechzuschnitt für die Verlängerungsplatte im ungekanteten Zustand,
- Fig. 4
- eine Ansicht der schmalen Seite der durch Kanten des Zuschnitts nach Fig. 3 hergestellten
Verlängerungsplatte und
- Fig. 5
- eine Ansicht der breiten Seite der Verlängerungsplatte.
[0006] Gemäß Fig. 1 und 2 weist die aus Metallblech gestanzte Konsole 10 an ihrer Hinterkante
11 Haken
12 zum Einhängen in eine Regal-Wandschiene
13 auf. Die Konsole
10 hat eine Höhe, die von der Hinterkante
11 ausgehend über etwa die Hälfte ihrer Tiefe abnimmt und daran anschließend gleichbleibt.
Dadurch ergibt sich im hinteren Bereich genügend Höhe für eine ausreichende Anzahl
von Haken
12, während die Höhe im vorderen Bereich gering ist und große Beinfreiheit für den Benutzer
bietet.
[0007] An ihrer Oberkante
14 ist die Konsole
10 mit einer Reihe von Nuten
15 versehen, die zur Arretierung von auf die Konsole
10 aufgelegten Platten dienen. Ferner ist in dem etwa trapezförmigen hinteren Bereich
der Konsole
10 ein ebenfalls trapezförmiges Fenster
16 vorgesehen, dessen obere, hintere und untere Kanten parallel zu den Umrisskanten
der Konsole
10 verlaufen.
[0008] Auf ein Paar der Konsolen
10, die in gleicher Höhe in zwei in seitlichem Abstand voneinander befestigte Wandschienen
13 eingehängt sind, ist eine Arbeitsplatte
20 aufgelegt, von der in der Seitenansicht der Fig. 2 nur der hintere Bereich zu sehen
ist. Die Arbeitsplatte
20 ist an ihrer Unterseite mit mehreren zwischen den Konsolen
10 verlaufenden (nicht gezeigten) Verstärkungsprofilen versehen, die so gestaltet sind,
dass sie in einzelne der Nuten
15 der Konsolen
10 eingreifen und dadurch die Arbeitsplatte
20 in ihrer Lage arretieren. Die Hinterkante der Arbeitsplatte
20 ist mit einer im wesentlichen U-förmigen Kantung
21 versehen. Eine ähnliche (nicht gezeigte) Kantung ist an der Vorderseite der Arbeitsplatte
20 vorgesehen.
[0009] Die von der Vorder- zur Hinterkante gemessene Tiefe der Arbeitsplatte
20 ist um ein erstes Maß
M1 im Bereich von 100 bis 150 mm, in dem angenommenen Ausführungsbeispiel 120 mm, weniger
tief als die aus den Wandschienen
13 herausragende Tiefe der Konsolen
10. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Maß
M1 von der hintersten Stelle der Kantung
21 der Arbeitsplatte
20 bis zur Vorderfläche einer in die Wandschienen eingehängten Rückwand
22 gemessen.
[0010] Unmittelbar anschließend an die Arbeitsplatte
20 ist auf die Konsolen
10 eine Verlängerungsplatte
25 aufgelegt, deren Tiefe um ein zweites Maß
M2 im Bereich von 10 bis 30 mm, in dem Ausführungsbeispiel 20 mm, geringer ist als das
erste Maß M1. Damit ergibt sich zwischen Verlängerungsplatte
25 und Rückwand
22 ein Spalt
26 mit der Tiefe
M2. Der Spalt
26 dient zur Durchführung von Kabeln oder sonstigen Zuleitungen zu auf der Arbeitsplatte
20 aufzustellenden (nicht gezeigten) Geräten, beispielsweise Computerzubehör, Messgeräten
oder dergleichen.
[0011] Beim Aufstellen und Anschließen dieser Geräte lässt sich die Verlängerungsplatte
25 von den Konsolen
10 abheben, so dass an den Zuleitungen vorhandene Stecker, Anschlussteile und dergleichen
hindurchgeführt werden können. Anschließend wird die Verlängerungsplatte
25 wieder aufgelegt, so dass nur der Spalt
26 zum Durchführen der Kabel oder Leitungen selbst frei bleibt.
[0012] Befinden sich Anschlüsse für die verwendeten Geräte nicht direkt unterhalb der Arbeitsplatte
20, so lassen sich die Kabel oder Leitungen in seitlicher Richtung durch das Fenster
16 der Konsole
10 hindurchführen, wobei die Fenster
16 zweier oder mehrerer benachbarter Konsolen
10 auch zum Einhängen eines (nicht gezeigten) Kabelkanals verwendet werden können.
[0013] Die Verlängerungsplatte
25 wird aus dem in Fig. 3 gezeigten Blechzuschnitt
30 durch Kanten hergestellt. Längs der beiden in Fig. 3 horizontal verlaufenden längeren
Kanten weist der Zuschnitt
30 verhältnismäßig breite Ansätze
31 auf, die zweifach gekantet werden und die in der Seitenansicht nach Fig. 4 gezeigten
L-förmigen Wangen
32 mit aufeinander zu weisenden Flanschen 33 ergeben. Längs den in Fig. 4 senkrecht
verlaufenden kürzeren Seiten weist der Zuschnitt
30 verhältnismäßig schmalere Ansätze
34 auf, die zu den in Fig. 5 gezeigten einfachen Wangen
35 gekantet werden.
[0014] Beim Auflegen der Verlängerungsplatte
25 übergreifen die Wangen
35 die Konsolen
10, wobei die Wangen
32 kürzer sind als der Abstand zwischen zwei Konsolen
10.
[0015] Beim Kanten der Ansätze
31 längs den in Fig. 3 gestrichelt gezeigten Biegelinien
36 ergeben die auf einer Seite vorgesehenen Eckstücke
37 die in Fig. 5 sichtbaren Nasen
38, die beim Auflegen der Verlängerungsplatte
25 auf die Konsolen
10 in jeweilige Nuten
15 einrasten und die Verlängerungsplatte
25 gegen Verschieben in Tiefenrichtung des Arbeitstisches arretieren. Dadurch wird vermieden,
dass sich zwischen der Arbeitsplatte
20 und der Verlängerungsplatte
25 ein Spalt bildet, durch den Gegenstände versehentlich hindurchfallen könnten; gleichzeitig
wird vermieden, dass durch den Spalt
26 zwischen Verlängerungsplatte
25 und Rückwand
22 hindurchgeführte Versorgungsleitungen oder Kabel durch die Verlängerungsplatte
25 eingequetscht und dabei beschädigt werden können.
1. Wand-Arbeitstisch mit
zwei Konsolen (10), die an ihren hinteren Kanten (11) mit Haken (12) zum Einhängen in Wandschienen (13) versehen sind,
einer auf die Konsolen (10) auflegbaren Arbeitsplatte (20), deren Tiefe um ein erstes Maß (M1) geringer ist als die Tiefe der Konsolen (10), und
einer hinter der Arbeitsplatte (20) auf die Konsolen (10) auflegbaren Verlängerungsplatte (25), deren Tiefe um ein zweites Maß (M2) geringer ist als das erste Maß (M1),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verlängerungsplatte (25) aus einem im Wesentlichen rechteckigen Blechzuschnitt (30) gebildet ist, der an seinen Seiten abgekantete Wangen (32, 35) aufweist,
die an den kürzeren Seiten vorhandenen Wangen (35) die Konsolen (10) übergreifen und die an den längeren Seiten vorhandenen Wangen (32) kürzer sind als der Abstand zwischen den Konsolen (10), und
mindestens eine der an den längeren Seiten vorhandenen Wangen (32) nahe ihrer Biegelinie (36) bezüglich des Hauptteils der Verlängerungsplatte (25) um zwei Ansätze (38) zum Eingriff in Nuten (15) der Konsolen (10) verbreitert ist.
2. Arbeitstisch nach Anspruch 1, wobei das erste Maß (M1) im Bereich von 100 bis 150 mm und das zweite Maß (M2) im Bereich von 10 bis 30 mm liegt.
3. Arbeitstisch nach Anspruch 1, wobei die an den längeren Seiten vorhandenen Wangen
(32) der Verlängerungsplatte (25) aufeinander zu gekantete Flansche (33) aufweisen.
4. Arbeitstisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Konsolen (10) unterhalb der Verlängerungsplatte (25) Fenster (16) zur Durchführung von Kabeln oder Leitungen aufweisen.
5. Arbeitstisch nach Anspruch 4, wobei die Konsolen (10) von den Wandschienen (13) ausgehend über einen Teil ihrer Tiefe eine abnehmende Höhe und daran anschließend
eine im Wesentlichen gleichbleibende Höhe haben.
1. A wall work table comprising:
two brackets (10) provided at their rear edges (11) with hooks (12) for engaging wall uprights (13);
a work plate (20) adapted to be placed upon the brackets (10) and having a depth that is smaller than the depth of the brackets (10) by a first amount (M1); and
an extension plate (25) adapted to be placed upon the brackets (10) at the rear of the work plate (20) and having a depth that is smaller than the first amount (M1) by a second amount (M2),
characterised in that
the extension plate (25) is formed of a substantially rectangular blank of sheet metal (30) having bent down side walls (32, 35),
the shorter side walls (35) overlap the brackets (10) and the longer side walls (32) are shorter than the spacing between the brackets (10), and
at least one of the longer side walls (32) near its bending line (36) extends beyond the width of the main portion of the extension plate (25) by two attachments (38) adapted for engagement into grooves (15) of the brackets (10).
2. The work table of claim 1, wherein the first amount (M1) is in the range from 100 to 150 mm and the second amount (M2) is in the range from 10 to 30 mm.
3. The work table of claim 1, wherein the longer side walls (32) of the extension plate (25) have flanges (33) which are bent toward one another.
4. The work table of any preceding claim, wherein the brackets (10) have windows (16) underneath the extension plate (25) for feeding cables or conductors therethrough.
5. The work table of claim 4, wherein the brackets (10), starting from the wall uprights (13), have a decreasing height over part of their depth and, subsequently, a substantially
constant height.
1. Table de travail murale avec deux consoles (10) qui sont pourvues, sur leurs bords
arrière (11), de crochets (12) pour l'accrochage dans des crémaillères murales (13),
avec un plateau de travail (20) à poser sur les consoles (10), dont la profondeur
est inférieure d'une première dimension (M1) à la profondeur des consoles (10), et
avec un plateau d'allonge (25) à poser derrière le plateau de travail (20) sur les
consoles (10), dont la profondeur est inférieure d'une seconde dimension (M2) à la
première dimension (M1), caractérisée en ce que le plateau d'allonge (25) est formé d'un flan de tôle (30) sensiblement rectangulaire
qui présente sur ses côtés des flasques (32, 35) repliés, en ce que les flasques (35) présents sur les petits côtés passent sur les consoles (10) et
les flasques (32), présents sur les grands côtés, sont plus courts que la distance
qui sépare les consoles (10), et en ce qu'au moins l'un des flasques (32), présents sur les grands côtés, est élargi de deux
appendices (38), à proximité de sa ligne de pliure (36), par rapport à la partie principale
du plateau d'allonge (25), pour l'engagement dans des rainures (15) des consoles (10).
2. Table de travail selon la revendication 1, dans laquelle la première dimension (M1)
se situe entre 10 et 150 mm et la seconde dimension (M2) entre 10 et 30 mm.
3. Table de travail selon la revendication 1, dans laquelle les flasques (32), présents
sur les grands côtés du plateau d'allonge (25) présentent des brides (33) tournées
l'une vers l'autre.
4. Table de travail selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans laquelle les
consoles (10) présentent, au-dessous du plateau d'allonge (25), des fenêtres (16)
pour le passage de câbles ou de conduites.
5. Table de travail selon la revendication 4, dans laquelle les consoles (10), partant
des crémaillères murales (13), présentent, sur une partie de leur profondeur, une
hauteur décroissante et ensuite une hauteur sensiblement constante. de deux appendices
(38).