[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gießen von Gegenständen aus einer β-Titanlegierung,
genauer gesagt einer Titan-Molybdänlegierung.
[0002] Titanlegierungen erfreuen sich wegen ihrer zahlreichen vorteilhaften Eigenschaften
einer immer größeren Beliebtheit. Insbesondere wegen ihrer guten chemischen Beständigkeit,
auch unter hoher Temperatur, und ihres geringen Gewichts bei hervorragenden mechanischen
Eigenschaften werden Titanlegierungen in all den Bereichen verwendet, in denen hohe
Anforderungen an das Material gestellt werden. Wegen ihrer hervorragenden Biokompatibilität
werden Titanlegierungen auch bevorzugt im medizinischen Bereich eingesetzt, insbesondere
für Implantate und Prothesen.
[0003] Es sind verschiedene Methoden zur Formgebung von Titanlegierungen bekannt. Neben
spanabhebender Verarbeitung sind das vor allem Gieß- und Schmiedeverfahren. Im Grunde
sind Titanlegierungen Schmiedelegierungen, daher werden meist Schmiedeverfahren verwendet.
Denn es hat sich gezeigt, dass Titanlegierungen schwierig zu gießen sind. Meist wird
dieser Weg bei komplizierten Formen beschritten, jedoch führt dieser Weg zu Einschränkungen
bei der Auswahl geeigneter Legierungen. Insbesondere zeigte sich, dass beim Giessen
von β-Titanlegierungen nur unbefriedigende Ergebnisse erzielt werden (
US-A-2004/0136859).
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Gießverfahren für β-Titanlegierungen
zu schaffen, das eine Herstellung auch komplexer Formen bei guten Materialeigenschaften
erlaubt.
[0006] Die erfindungsgemäße Lösung liegt in einem Verfahren mit den Merkmalen des Hauptanspruchs.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Erfindungsgemäß ist bei einem Verfahren zum Gießen von Gegenständen aus einer β-Titanlegierung
mit einem Molybdängehalt von 15% vorgesehen, dass die Legierung bei einer Temperatur
von über 1770 °C geschmolzen wird, die aufgeschmolzene Legierung in eine dem herzustellenden
Gegenstand entsprechende Gussform feingegossen wird, heißisostatisch gepresst wird,
bei einer Temperatur von 760 °C-800 °C lösungsgeglüht wird und anschließend abgeschreckt
wird.
[0008] Unter Gegenstand wird vorliegend ein zur Endverwendung geformtes Produkt verstanden.
Es kann sich beispielsweise im Gebiet der Luftfahrt um Teile für Triebwerke, Rotorlager,
Flügelkästen oder andere Tragstrukturteile oder im Gebiet der Medizin um Endoprothesen,
wie Hüftprothesen, oder Implantate, wie Platten und Stifte oder Dentalimplantate handeln.
Der Begriff des Gegenstands im Sinne der vorliegenden Anmeldung umfasst nicht Barren,
die zur Weiterverarbeitung durch Umformverfahren gedacht sind, also insbesondere nicht
durch Kokillenguss hergestellte Ingots zur Weiterverarbeitung durch Schmieden.
[0009] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine rationelle Herstellung von Gegenständen
aus β-Titanlegierungen im Feingussverfahren erreicht. Die Erfindung schafft damit
die Möglichkeit, die vorteilhaften Eigenschaften von β-Titanlegierungen, insbesondere
seine hervorragenden mechanischen Eigenschaften, mit den Vorteilen einer Herstellung
von Gegenständen im Feingussverfahren zu kombinieren. Auch Gegenstände mit komplexen
Formen, die durch herkömmliche Schmiedeverfahren nicht oder nicht sinnvoll hergestellt
werden konnten, können dank der Erfindung aus einer β-Titanlegierung hergestellt werden.
Damit erschließt die Erfindung dem für seine vorzüglichen mechanischen Eigenschaften
sowie Biokompatibilität bekannten β-Titanlegierungen auch das Anwendungsfeld der komplex
geformten Gegenstände.
[0010] Der Anteil des Molybdäns in der Legierung liegt bei 15%. Damit ergibt sich, eine
ausreichende Stabilisierung der β-Phase bis in den Bereich der Raumtemperatur. Damit
kann durch schnelles Abkühlen nach dem Feinguss eine metastabile β-Phase erreicht
werden. Die Zugabe weiterer Legierungsbildner ist in der Regel entbehrlich. Insbesondere
ist es nicht erforderlich, dass Vanadium oder Aluminium hinzugefügt wird. Der Verzicht
darauf hat den bereits angesprochenen Vorteil, dass die von diesen Legierungsbildnern
ausgehende Toxizität vermieden werden kann. Entsprechendes gilt für Bismut, das in
seiner Biokompatibilität ebenfalls nicht an Titan heranreicht.
[0011] Es hat sich gezeigt, dass mit den bisher kaum für den Feinguss zu verwendenden β-Titanlegierungen
dank der Erfindung sogar komplexere Formen hergestellt werden können als den bisher
für den Feinguss verwendeten α/β-Titanlegierungen, wie zum Beispiel TiA16V4. Mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren wird ein verbessertes Formfüllungsvermögen erreicht. So
können dank der Erfindung beim Feinguss insbesondere scharfe Kanten mit höherer Qualität
erzeugt werden. Auch die Neigung zur Bildung von Lunkern beim Feinguss ist dank des
besseren Formfüllungsvermögens vermindert.
[0012] Zweckmäßigerweise wird zum Schmelzen der β-Titanlegierung eine Kaltwandtiegel-Vakuuminduktionsanlage
verwendet. Mit einer solchen Anlage können die hohen Temperaturen, die für ein sicheres
Schmelzen von Titan-Molybdänlegierungen zum Feingießen erforderlich sind, erreicht
werden. So liegt der Schmelzpunkt von TiMo15 bei 1770 °C. Dazu ist noch ein Zuschlag
von ca. 60 °C zweckmäßig, um ein sicheres Feingießen zu erreichen. Insgesamt muss
so eine Temperatur von 1830 °C für TiMo15 erreicht werden.
[0013] Vorzugsweise erfolgt das heißisostatische Pressen bei einer Temperatur, die maximal
so hoch wie eine Beta-Transustemperatur der Titan-Molybdänlegierung und minimal 100
°C unter der Beta-Transustemperatur liegt.
[0014] Durch das heißisostatische Pressen wird ungünstigen Effekten augrund einer Anreicherung
des Molybdäns in Dendriten unter Verarmung der Restschmelze entgegengewirkt, indem
interdendritische Ausscheidungen in Lösung gebracht werden. Günstig ist eine Temperatur
unterhalb der β-Transustemperatur, und zwar bis zu 100 °C darunter. Für eine Titanmolybdänlegierung
mit 15 % Molybdänanteil haben sich Temperaturen im Bereich von 710 °C bis 760 °C,
vorzugsweise von etwa 740 °C, bei einem Argondruck von etwa 1100 bis 1200 bar bewährt.
[0015] Für das Lösungsglühen haben sich Temperaturen von mindestens 700 °C bis zu 880 °C
(nicht erfindungsgemäßer Bereich) bewährt, vorzugsweise im Bereich von 800 °C bis
860 °C (nicht erfindungsgemäßer Bereich). Zur Erzeugung einer Schutzgasatmosphäre
wird vorzugsweise Argon verwendet. Damit wird eine Verbesserung der Duktilität der
Legierung erreicht.
[0016] Zweckmäßigerweise erfolgt nach dem Lösungsglühen ein Abschrecken des Gegenstands
durch Wasser. Vorzugsweise wird kaltes Wasser verwendet. Unter "kalt" wird hierbei
die Temperatur von ungewärmtem Leitungswasser verstanden. Es hat sich gezeigt, dass
das Abschrecken einen starken Einfluss auf die schließlich erreichten mechanischen
Eigenschaften des Gegenstands ausübt. Es kann alternativ auch ein Abschrecken in Schutzgas
erfolgen, beispielsweise durch eine Argonkühlung. Die damit erreichten Ergebnisse
bleiben aber hinter den mit kaltem Wasser erreichten zurück.
[0017] Es kann zweckmäßig sein, den Gegenstand zum Abschluss noch zu härten. Hiermit kann
bei Bedarf der Elastizitätsmodul etwas erhöht werden. Vorzugsweise geschieht dazu
das Härten in einem Temperaturbereich von ca. 600 °C bis ca. 700 °C.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, in der
ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Tabelle mit mechanischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen feingegossenen Titanlegierung;
- Fig. 2
- eine Abbildung des Mikrogefüges in einem Gusszustand unmittelbar nach dem Giessen;
- Fig. 3
- eine Abbildung des Mikrogefüges nach dem Hippen;
- Fig. 4
- eine Abbildung des Mikrogefüges nach dem Lösungsglühen mit anschließender Abschreckung;
und
- Fig. 5
- eine Darstellung von Liquidus- und Solidustemperaturen für eine Titan-Molybdänlegierung.
[0019] Nachfolgend wird ein Weg zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben.
[0020] Ausgangsmaterial ist eine β-Titanlegierung mit einem Molybdänanteil von 15 % (TiMo15).
Diese Legierung kann handelsüblich in Form von kleinen Barren (Ingots) erworben werden.
[0021] In einem ersten Schritt erfolgt ein Feinguss der zu gießenden Gegenstände. Zum Schmelzen
und Gießen des TiMo15 ist eine Gießanlage vorgesehen. Vorzugsweise handelt es sich
um eine Kaltwandtiegel-Vakuuminduktions-Schmelz- und Gießanlage. Mit einer solchen
Anlage können die hohen Temperaturen, die für ein sicheres Schmelzen von TiMo15 zum
Feingießen erforderlich sind, erreicht werden. Der Schmelzpunkt von TiMo15 liegt bei
1770 °C zuzüglich eines Zuschlags von ca. 60 °C für ein sicheres Feingießen. Insgesamt
muss also eine Temperatur von 1830 °C erreicht werden. Das Feingießen der Schmelze
erfolgt anschließend mittels an sich bekannter Verfahren, beispielsweise mit Wachskernen
und Keramikformen als verlorene Form. Derartige Feingusstechniken sind zum Feingießen
von TiA16V4 bekannt.
[0022] Wie man an der Abbildung (1000fache Vergrößerung) in Fig. 2 erkennen kann, bilden
sich Dendriten und in interdendritischen Zonen zeigen sich erhebliche Ausscheidungen.
Dies ist eine Folge der so genannten negativen Seigerung von Titan-Molybdänlegierungen.
Dieser Effekt beruht auf dem speziellen Verlauf der Liquidus- und Solidustemperatur
bei Titan-Molybdänlegierungen, wie er in der Fig. 5 dargestellt ist. Wegen des dargestellten
Verlaufs der Schmelztemperaturen der flüssigen Phase (T
L) und der festen Phase (T
S) erstarren in der Schmelze zuerst die Bereiche mit hohem Molybdänanteil, wobei sich
die in der Abbildung zu erkennenden Dendriten bilden. Als Folge davon verarmt die
Restschmelze, d. h. ihr Molybdängehalt sinkt. Die interdendritischen Zonen haben im
Gussgefüge einen Molybdängehalt von unter 15 %, wobei der Molybdängehalt auf Werte
von ca. 10 % absinken kann. Als Folge der Molybdänverarmung fehlt in den interdendritischen
Zonen eine ausreichende Menge an β-Stabilisatoren. Das hat zur Folge, dass sich lokal
eine erhöhte a/β-Umwandelungstemperatur einstellt, wodurch die in Fig. 2 zu erkennenden
Ausscheidungen entstehen.
[0023] Es ist zweckmäßig, eine beim Gießen eventuell entstandene Randzone in Gestalt einer
harten, spröden Schicht (sog. αcase) durch Beizen zu entfernen. Üblicherweise weist
diese Schicht eine Dicke von ca. 0,03 mm auf.
[0024] Um dem ungünstigen Effekt der negativen Seigerung mit den Ausscheidungen in den interdendritischen
Zonen entgegenzuwirken, werden die nach dem Feingießen von den Gießformen befreiten
Gusskörper erfindungsgemäß einer Wärmebehandlung unterzogen. Dazu ist ein heißisostatisches
Pressen (HIP) vorgesehen, und zwar bei einer Temperatur knapp unterhalb der β-Transustemperatur.
Sie kann im Bereich 710 °C bis 760 °C liegen, vorzugsweise beträgt sie etwa 740 °C.
Dabei gehen die unerwünschten Ausscheidungen in den interdendritischen Zonen wieder
in Lösung. Eine Vorauslagerung vor oder nach dem Hippen ist nicht erforderlich. Allerdings
scheiden sich bei der Abkühlung nach dem Hippen wiederum feine sekundäre Phasen aus,
und zwar bevorzugt in den ursprünglichen interdendritischen Zonen (siehe Fig. 3, 1000fache
Vergrößerung). Das hat eine unerwünschte Versprödung des Materials zur Folge.
[0025] Aus diesem Grund weisen die Gegenstände nach dem Hippen eine nur geringe Duktilität
auf.
[0026] Um die störenden Ausscheidungen zu beseitigen, werden die Gusskörper in einem Kammerofen
unter Schutzgasatmosphäre (z. B. Argon) geglüht. Dazu wird ein Temperaturbereich von
760 °C bis 800 °C gewählt, bei einer Dauer von mehreren, meist zwei Stunden. Es besteht
hierbei ein gegenläufiger Zusammenhang zwischen der Temperatur und der Dauer, bei
höherer Temperatur genügt eine kürzere Zeit und umgekehrt. Nach dem Lösungsglühen
werden die Gusskörper mit kaltem Wasser abgeschreckt. In Fig. 4 (1000fache Vergrößerung)
ist das Gefüge nach dem Lösungsglühen dargestellt. Man erkennt primäre β-Körner und
innerhalb der Körner sehr feine interdendritisch angeordnete Ausscheidungen (siehe
wolkenartige Ansammlung links oben in der Abbildung). Die mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren feingegossenen Gegenstände weisen in ihrer Kristallstruktur β-Körner mit
einer mittleren Größe von mehr als 0,3 mm auf. Diese Größe ist typisch für die mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren erreichte Kristallstruktur.
[0027] Die nach dem Lösungsglühen erreichten mechanischen Eigenschaften sind in der Tabelle
in Fig. 1 wiedergegeben.
[0028] Man erkennt, dass der Elastizitätsmodul mit steigender Temperatur beim Lösungsglühen
zurückgeht, und zwar auf Werte bis zu 60.000 N/mm
2. Die Zähigkeitswerte verbessern sich mit abnehmender Festigkeit und Härte. So erreicht
man nach zweistündigem Lösungsglühen bei 800 °C einen Elastizitätsmodul von 60.000
N/mm
2 bei einer Bruchdehnung von ca. 40 % und einer Bruchfestigkeit Rm von ca. 730 N/mm
2.
1. Verfahren zum Gießen von Gegenständen aus einer β-Titanlegierung mit einem Molybdängehalt
von 15%,
gekennzeichnet durch
Schmelzen der Legierung bei einer Temperatur von über 1770 °C,
Feingießen der aufgeschmolzenen Legierung in eine dem herzustellenden Gegenstand entsprechende
Gussform, heißisostatisches Pressen,
Lösungsglühen bei einer Temperatur zwischen 760°C und 800°C und
anschließendes Abschrecken.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
Verwenden einer Kaltwandtiegel-Vakuuminduktionsanlage zum Schmelzen der β-Titanlegierung.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
Durchführen des heißisostatischen Pressens bei einer Temperatur, die maximal so hoch
wie eine Beta-Transustemperatur der Titan-Molybdänlegierung und minimal 100 °C unter
der Beta-Transustemperatur liegt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
ein Abschrecken mit vorzugsweise kaltem Wasser nach dem Lösungsglühen.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
abschließendes Härten des Gegenstands.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
gekennzeichnet durch
Durchführen des Härtens bei einer Temperatur von 600 °C bis 700 °C.
1. Process for casting objects from a β-titanium alloy with a molybdenum content of 15%,
characterized by
melting the alloy at a temperature of over 1770°C, investment-casting the molten alloy
into a casting mold corresponding to the object to be produced, hot isostatic pressing,
solution annealing at a temperature between 760°C and 800°C and subsequent quenching.
2. Process according to Claim 1,
characterized by
using a cold-wall crucible vacuum induction installation for melting the β-titanium
alloy.
3. Process according to Claim 1 or 2,
characterized by
carrying out the hot isostatic pressing at a temperature which is at most equal to
a beta transus temperature of the titanium-molybdenum alloy and is no more than 100°C
below the beta transus temperature.
4. Process according to one of the preceding claims,
characterized by
quenching with preferably cold water following the solution annealing.
5. Process according to one of the preceding claims,
characterized by
final hardening of the object.
6. Process according to Claim 5,
characterized by
carrying out the hardening at a temperature of from 600°C to 700°C.
1. Procédé de coulée d'objets d'un alliage de titane β dont la teneur en molybdène est
de 15 %,
caractérisé par les étapes suivantes :
- fusion de l'alliage à une température supérieure à 1 770°C,
- coulée fine de l'alliage en fusion dans un moule de coulée qui correspond à l'objet
à fabriquer,
- compression isostatique à chaud,
- recuit de solubilisation à une température comprise entre 760°C et 800°C et
- trempe finale.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par l'utilisation d'une installation d'induction sous vide à creuset à paroi froide pour
la fusion de l'alliage de titane β.
3. Procédé selon les revendications 1 ou 2,
caractérisé par l'exécution de la compression isostatique à chaud à une température maximale aussi
élevée que la température de transition bêta de l'alliage de titane et de molybdène
et minimale à 100°C en dessous de la température de transition bêta.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par une trempe de préférence à l'eau froide après le recuit de solubilisation.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le durcissement final de l'objet.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par l'exécution du durcissement à une température de 600°C à 700°C.