[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine wässrige Mischung zum Entfärben und/oder
Entgrauen von Wäschestücken, insbesondere zu Haushaltszwecken.
[0002] Entfärber zur Herstellung gattungsgemäßer wässriger Mischungen sind aus dem Stand
der Technik bekannt. Aus der
DE 38 31 098 C2 ist eine Wirkstoffkombination für Mittel zum Entfärben, Abziehen von Fehlfärbungen
und Aufhellen von gefärbten Textilien bekannt, welches Thioharnstoffdioxid enthält
und zwei jeweils pulverartig rieselfähige, bis zu einem Gebrauch in einem Gebinde
getrennt voneinander verpackt und unmittelbar vor Gebrauch zur Bildung einer Flotte
gemeinsam in eine wässrige Lösung zu überführende Komponenten aufweist, wobei die
eine Komponente das Thioharnstoffdioxid bildet und die andere Komponente aus einer
in einem bestimmten Konzentrationsverhältnis zur Konzentration des Thioharnstoffdioxides
bestehenden Konzentration einer in wässriger Lösung alkalisch reagierender Substanz
besteht. Die alkalische Substanz kann dabei insbesondere Natriumcarbonat sein.
[0003] EP 0 615 018 A1 offenbart einen Textilentfärber, insbesondere für Haushaltszwecke, der in wässriger
Lösung eine Entfärbeflotte für zu entfärbende Textilien bildet. Dieser zeichnet sich
durch ein lagerfähiges Pulvergemisch mit Thioharnstoffdioxid als entfärbende Wirkstoffkomponente,
ferner mit Natriumcarbonat oder einem anderen wasserlöslichen Carbonat oder Hydrogencarbonat
der Alkalielemente als Alkaliträger und mit einem Entschäumer zum Austragen von Sauerstoff
aus der Entfärbeflotte oder mit einem Schaumverhüter in der Entfärbeflotte aus. Dabei
enthält die Entfärbermischung vorzugsweise drei Gew% bis 25 Gew% Thioharnstoffdioxid.
Dabei kann des Weiteren noch Harnstoff zugesetzt werden, durch welchen die Entfärbewirksamkeit
der Entfärbermischung überraschend erhöht werden kann. Der Entschäumer oder Schaumverhüter
kann dabei ein Silikon, Siloxan oder aber auch ein langkettiger Alkohol, ein hochpolymeres
Glykol, ein Fettsäurepolyglykolester oder ein Trialkylmethylamin sein.
[0004] Nachteilig aus an diesen aus dem Stand der Technik bekannten Entfärbermischungen
ist dabei, dass diese auf Basis von Thioharnstoffdioxid, auch bekannt unter dem Namen
Formamidinsulfinsäure, angefertigt werden, wobei es hier zur Bildung von in aller
Regel blaufarbigen Punkten auf dem zu entfärbenden Textil kommen kann. Diese blauen
Punkte dürften wohl daher rühren, dass insbesondere bei Zugabe optischer Aufheller
diese ungleichmäßig auf dem zu entfärbenden Gewebe verteilt werden, und sich durch
Reaktion mit dem reduktiven Bleichmittel ein blauer Farbstoff bildet. Derartige blaue
Sprenkel bilden den sich sowohl auf neuen als auch auf gebrauchten Textilien, insbesondere
bei solchen auf Basis von Kunststofffasem oder sonstigen Geweben, einschließlich Mischgewebe.
[0005] Des Weiteren sind aus dem Stand der Technik bekannt Entfärber auf der Basis von Natriumdithionit.
So offenbart z. B.
DE 195 03 480 A1 ein Verfahren zum Entfärben von Textilmaterialien und einen hierfür geeigneten Entfärber,
wobei dieser Entfärber zusammengesetzt ist bevorzugt aus aus 20 Gew% bis 50 Gew% reduktivem
Bleichmittel, 35 Gew% bis 75 Gew% Alkalispender, 0 Gew% bis 45 Gew% Streckmittel und
0 Gew% bis 3 Gew% optischem Aufheller. Als reduktives Bleichmittel dient dort Natriumdithionit,
der Alkalispender umfasst Natriumcarbonat und/oder Natriumhydrogencarbonat. Dabei
sind in der
DE 195 03 480 A1 insbesondere Mischungen offenbart mit 50 Gew% Natriumdithionit und 50 Gew% Natriumcarbonat,
aber auch weitere Mischungen, welche gleiche Anteile Natriumcarbonat und/oder Natriumhydrogencarbonat
aufweisen. Des Weiteren ist offenbart eine Mischung, welche 25 Gew% Natriumdithionit,
20 Gew% Natriumcarbonat und 55 Gew% Natriumhydrogencarbonat aufweist. Nachteilig an
der Lehre der
DE 195 03 480 A1 ist jedoch, dass mit dieser zwar das Ziel erreicht wird, die Konzentration an Natriumdithionit
in den Entfärbermischungen zu reduzieren, jedoch bei einer Anwendung der dort offenbarten
Entfärbermischungen gemäß der Lehre der
DE 195 03 480 A1 die auch bei Entfärbern auf der Basis von Thioharnstoffdioxid bekannten blauen Sprenkel
auftreten.
[0006] Dies gilt auch für weitere aus dem Stand der Technik bekannte Entfärbermischungen,
z. B. die aus der Druckschrift von Prof. Max Bottler "Bleich- und Reinigungsmittel
der Neuzeit", 1924, offenbarte Lösung von Natriumhydrosulfit, wobei die zu bleichenden
Waren unter der Lösungsflüssigkeit in geeigneten Gefäßen verschlossen bleiben.
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine wässrige Mischung zum Entfärben
und/oder Entgrauen von Wäschestücken, insbesondere zu Haushaltszwecken, zur Verfügung
zu stellen, mit welcher die Bildung von insbesondere blauen Sprenkeln im Entfärbevorgang
sicher vermieden wird.
[0008] Diese Aufgabe kann überraschenderweise durch eine wässrige Mischung gelöst werden,
umfassend 10 g/l bis 25 g/l mindestens eines dithionithaltigen Bleichmittels und 10
g/l bis 75 g/l mindestens eines carbonathaltigen Alkalimittels, wobei die Mischung
ein pH-Wert vor der Entfärbung, aber bevorzugt auch nach der Entfärbung, in einem
Bereich von 7,8 bis 9,2, bevorzugt 8,3 bis 9, noch weiter bevorzugt 8,4 bis 8,6 aufweist.
Die vorgenannten pH-Wert-Bereiche können dabei von den genannten Werten Abweichungen
von bis zu ± 2% aufweisen, welche im Sinne der vorliegenden Erfindung von den genannten
Werten umfasst sind. Da sich durch die geeignete Wahl der Konzentration eines dithionithaltigen
Bleichmittels und eines carbonathaltigen Alkalimittels der pH-Wert einstellen lässt,
und sowohl die Konzentration des Bleich- und/oder Alkalimittels als auch dessen chemische
Struktur den pH-Wert beeinflussen, können auch die genannten Konzentration des Bleichmittels
und/oder Alkalimittels um bis zu ± 3% um die genannten Werte variieren, ohne dass
hierdurch die erfindungsgemäße Aufgabe nicht gelöst werden würde. Besonders bevorzugt
ist dabei ein in dem Bereich um etwa 8,5 ± 0,05 liegender pH-Wert.
[0009] Die Erfinder haben erkannt, dass - was bisher zum Stand der Technik nicht bekannt
war - die Einstellung eines bestimmten pH-Wertes der wässrigen Entfärbermischung sowie
auch der Auswahl geeigneter Bleichmittel und/oder Alkalimittel wesentlich zu einer
guten Entfärber- und/oder Entgrauungsleistung der beanspruchten wässrigen Mischung
führt, mit welcher gleichzeitig auch die Blau-Sprenkel-Problematik weitgehend gelöst
wird. Bevorzugt weist dabei die erfindungsgemäße Mischung 12 g/l bis 22 g/l, weiter
bevorzugt 13 g/l bis 19 g/l des Bleichmittels auf. Das Bleichmittel ist weiter bevorzugt
Natriumdithionit. Des Weiteren weist die erfindungsgemäße Mischung bevorzugt 30 g/l
bis 75 g/l des Alkalimittels auf. Das Alkalimittel ist bevorzugt ausgewählt aus einer
Gruppe umfassend Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat, Ammoniumcarbonat und/oder
Ammoniumhydrogencarbonat.
[0010] Besonderes bevorzugt ist eine wässrige Mischung, welche als Bleichmittel 10 g/l bis
20 g/l, weiter bevorzugt 13 g/l bis 19/l Natriumdithionit, und als ein erstes Alkalimittel
5 g/l bis 25 g/l, bevorzugt 5 g/l bis 15 g/l, noch weiter bevorzugt 5 g/l bis 10 g/l
Natriumcarbonat sowie als zweites Alkalimittel 30 g/l bis 70 g/l, bevorzugt 35 g/l
bis 52 g/l Natriumhydrogencarbonat umfasst.
[0011] Die Erfinder haben nach Durchführung einer Vielzahl von Versuchen festgestellt, dass
es wesentlich auf die Einstellung des pH-Wertes und der Konzentration des Bleichmittels
und Alkalimittels in der beanspruchten wässrigen Mischung ankommt. Dabei wurde überraschenderweise
aufgefunden, dass wässrige Mischungen, welche weniger als 10 g/l eines Bleichmittels
aufweisen, z. B. solche, welche 5 g/l oder 8 g/l Natriumdithionit aufweisen, keine
gute Entfärber- und/oder Entgrauungsleistung mehr zeigen. Gleichzeitig weisen aber
auch wässrige Mischungen, welche mehr als 25 g/l Natriumdithionit enthalten, keine
wesentlich verbesserten Eigenschaften hinsichtlich der Entfärbungs- und/oder Entgrauungsleistung
auf als solche Mischungen, welche maximal 25 g/l insbesondere an NatriEntgrauungsleistung
auf als solche Mischungen, welche maximal 25 g/l insbesondere an Natriumdithionit
aufweisen. Dabei werden die vorgenannten Grenzen des natriumdithionithaltigen Bleichmittels
hinsichtlich der Entfärbungs- und/oder Entgrauungsleistung der erfindungsgemäßen Mischung
maßgeblich beeinflusst durch die Auswahl eines geeigneten Alkalimittels. Carbonathaltiges
Alkalimittel im Sinne der vorliegenden Erfindung sind dabei solche chemischen Verbindungen,
welche als Anionen entweder das Carbonation oder aber das Hydrogencarbonation aufweisen.
Hier wurde gefunden, dass bei einer Konzentration von weniger als 10 g/l des Alkalimittels
keine gute Entfärbungs- oder Entgrauungsleistung mehr vorliegt. Wird dabei eine eher
am unteren Ende des Konzentrationsbereich liegende Menge eines Bleichmittels eingesetzt,
so wurde überraschenderweise von den Erfindern aufgefunden, dass hier auch das Kation
im Alkalimittel einen wesentlichen Einfluss ausübt. Dabei waren die Entfärbungs- und/oder
Entgrauungseigenschaften der erfindungsgemäßen Mischung bei natriumhaltigen Alkalimitteln
besser als bei kaliumenthaltenden Alkalimitteln, und wurden noch etwas verbessert
bei dem Einsatz von ammoniumhaltigen Alkalimitteln. Aber auch Alkalimittel mit Lithium
als Gegenkation zeigen sehr gute, ggf. noch weiter leicht verbesserte Entfärbungs-
und/oder Entgrauungseigenschaften.
[0012] Des Weiteren wurde gefunden, dass der pH-Wert einen wesentlichen Einfluss auf die
Eigenschaften der erfindungsgemäßen Mischung ausübt, insbesondere hinsichtlich der
Fähigkeit, die Entstehung blauer Sprenkel im Entfärbungsvorgang auf den zu entfärbenden
Wäschestücken zu vermeiden. So wurde gefunden, dass in Abhängigkeit von der Menge
des eingesetzten dithionithaltigen Bleichmittels der pH-Wert in dem beanspruchten
Bereich variiert werden muss, um eine gleich gute Entfärbungs- und/oder Entgrauungsleistung
aufzuweisen. Liegt z. B. der Gehalt von Natriumdithionit als Bleichmittel eher am
unteren beanspruchten Bereichsende, z. B. bei 10 g/l, so muss dafür Sorge getragen
werden, dass der pH-Wert der wässrigen Mischung eher in einem Bereich um 8,5 herum
liegt, wohingegen bei Vorsehung einer Menge von z. B. 25 g/l Natriumdithionit der
pH-Wert insbesondere in einem Bereich zwischen etwa 8 und etwa 9 liegen kann.
[0013] Im Hinblick auf weitere mögliche, in der wässrigen Mischung vorliegende Anionen wurde
festgestellt, dass bei Vorliegen von Chlorid- oder aber Sulfitanionen die Entfärbungsleistung
drastisch abfällt, aber auch mit wässrigen Mischungen, welche Sulfate, Phosphate und
Acetate aufweisen, hier nur eingeschränkte Entfärbungs- und/oder Entgrauungsleistungen
bei den zu entfärbenden Wäschestücken festzustellen sind.
[0014] Die wässrigen Mischungen gemäß der vorliegenden Erfindung weisen im Hinblick auf
die aus einem Entfärber gemäß der
DE 195 03 480 A1 hergestellten Lösungen den wesentlichen Unterschied auf, dass einerseits die beanspruchten
wässrigen Mischungen einen pH-Wert in einem Bereich von etwa 7,8 bis etwa 9,2 aufweisen,
andererseits die Konzentration an Natriumdithionit gleichzeitig in einem spezifischen
Bereich liegt. So weist die in der
DE 195 03 480 A1 offenbarte Rezeptur aus 50 Gew% Natriumdithionit und 50% Gew% Natriumcarbonat einen
pH-Wert von 10,2 auf, und ist gänzlich ungeeignet, die Bildung blauer Sprenkel im
Entfärbungsvorgang zu unterdrücken. Dies gilt auch für eine Entfärbermischung aus
50 Gew% Natriumdithionit, 25 Gew% Natriumcarbonat und 25 Gew% Natriumhydrogencarbonat,
da eine solche Entfärbermischung ebenfalls einen pH-Wert außerhalb des mit der vorliegenden
Erfindung beanspruchten Bereiches aufweist. Des Weiteren offenbart die
DE 195 03 480 A1 bei Einsatz von maximal 25 Gew% Natriumdithionit in einem Entfärber eine Auflösung
dieser Menge in 3 Liter Wasser, so dass der Natriumdithionitgehalt in einem Konzentrationsbereich
liegt, welcher außerhalb dem in der vorliegenden Erfindung beanspruchten Konzentrationsbereich
ist. Mit derartigen stark verdünnten Natriumdithionitlösungen kann eine erfolgreiche
Unterdrückung der Bildung blauer Sprenkel im Entfärbungsvorgang nicht sicher vermieden
werden.
[0015] Die erfindungsgemäße wässrige Mischung umfasst weiterhin Streckmittel, Duftmittel,
Geruchsinhibitoren, Sulfitfänger und/oder Blaupunktsuppressoren. Das Streckmittel
ist dabei vorzugsweise ausgewählt aus einer Gruppe umfassend Natriumsulfat, Ammoniumchlorid,
Ammoniumsulfat, Ammoniumacetat und/oder Diammoniumhydrogenphosphat. Das Streckmittel
kann dabei in Konzentrationen bis zu 30 g/l in der wässrigen Mischung vorliegen, wobei
bevorzugt solche Streckmittel eingesetzt werden, welche Ammonium-Kationen aufweisen.
Besonders bevorzugt ist als Streckmittel Ammoniumsulfat. Das Duftmittel und die Geruchsinhibitoren
können in Konzentrationen von 0,01 g/l bis etwa 0,6 g/l in der erfindungsgemäßen Mischung
enthalten sein, wobei als Duftmittel insbesondere jegliche Art bekannter Duftöle eingesetzt
werden können. Als Sulfitfänger können eingesetzt werden insbesondere Aceton, Formaldehyd,
reduzierbare Zucker, wie Traubenzucker und Fruchtzucker, sowie nicht reduzierbare
Zucker wie z. B. Rohrzucker. Dabei wurde festgestellt, dass insbesondere geeignet
als Sulfitfänger Rohrzucker, Natriumascorbat und/oder Natriumthiosulfat sind, da diese
die Entfärbungsleistung der erfindungsgemäßen Mischung am wenigsten beeinträchtigen.
[0016] Besonders bevorzugt weist die Mischung mindestens einen Blaupunktsuppressor auf,
ausgewählt aus einer Gruppe umfassend mindestens eine quartäre Ammoniumverbindung
und/oder mindestens ein Polyvinylpyrrolidon. Unter Blaupunktsuppressoren im Sinne
terdrücken bzw. deren Anzahl in signifikanter Weise vermindern. Dabei wurde überraschenderweise
festgestellt, dass durch den Einsatz derartiger Blaupunktsuppressoren in der erfindungsgemäßen
Mischung, welche grundsätzlich bereits die Bildung blauer Sprenkel im Entfärbungsvorgang
vermeidet, ein synergistischer Effekt auftritt, so dass bei erfindungsgemäßen Mischungen,
welche insbesondere 1,5 bis 5 g/l, bevorzugt 2 g/l bis 4 g/l, mindestens eines Blaupunktsuppressors
aufweisen, auch gewebeunabhängig eine so gut wie vollständige Verhinderung der Bildung
von Blausprenkeln festzustellen ist.
[0017] Unter dem Begriff der Polyvinylpyrrolidone (PVP) im Sinne der vorliegenden Erfindung
werden sowohl Copolymere als auch Block-Copolymere und Random-Block-Copolymere, aber
auch Polyvinylpolypyrrolidone (PVPP; Kurzbezeichnung: Crospovidon) verstanden. Crospovidone
sind unlösliche, vernetzte Polyvinylypyrrolidone, die sich beim Erhitzen von Vinylpyrrolidon
mit Alkalien oder Divinylverbindungen als sogenannte "Popcorn-Polymere" bilden. Der
Einsatz derartiger Polyvinylpyrrolidon-Derivate ist im Sinne der vorliegenden Erfindung
besonders bevorzugt. Bezugte Blaupunktsuppressoren im Sinne der vorliegenden Erfindung
sind aus der Tabelle 1 ersichtlich.
Tabelle 1: Blaupunktsuppressoren
| Name |
Hersteller |
Synonym(e)/Alternative Bezeichnung |
Chemische Formel |
CAS-Nr. |
| Praepagen 4317 |
Clariant |
Di-oleicacidtriethanolamine esterquat |
|
|
| Praepagen HY |
Clariant |
Mischung aus N-Dodecyl-N,N,N-trimethylammoniumchlorid und N-Tetradecyl-N,N,N-trimethylammoniumchlorid |
|
|
| Praepagen TQ |
Clariant |
Triethanolamin esterquat |
|
|
| Genamin DSAC |
Clariant |
Dimethyldioctadecylammoniumchlorid Dialkyldimethylammoniumchlorid Distearyldimoniumchlorid |

|
107-64-2 |
| Genamin KDMP |
Clariant |
Behentrimoniumchlorid Alkyltrimethylammoniumchlorid |
|
17301-53-0 |
| Carsoquat SDQ-85 |
Lonza |
Stearyl-dimethylbenzyl-Ammoniumchlorid Stearylkoniumchlorid (CTFA) |

|
122-19-0 |
| Benzyldimethyl (2-hydroxyethyl)-ammonium chlorid |
Sigma Aldrich |
|

|
7221-40-1 |
| Tetrabutylammoniumchlorid |
Sigma Aldrich |
Tetrabutylammoniumchlorid |

|
1112-67-0 |
| Hexadecyltrimethylammoniumchlorid |
Sigma Aldrich |
N-Hexadecyl-N,N,N-trimethylammoniumchlorid Hexadecyltrimethylammoniumchlorid Cetyltrimethylammoniumchlorid
Cetrimoniumchlorid |

|
112-02-7 |
| Barquat CB 50 |
Lonza |
N-Alkyl(C 12-18)-N,N-dimethyl-N-benzyl-Ammoniumchlorid bzw. Alkyldimethylbenzyl-Ammoniumchlorid |

|
61789-71-7 |
| Barquat MS 100 |
Lonza |
N-Alkyl(C12-16)-N,N-dimethyl-N-benzyl-Ammoniumchlorid Alkyldimethylbenzyl-Ammoniumchlorid |

|
68424-85-1 |
| Sokalan HP 66 K |
BASF |
1-Vinyl-2-pyrrolidon, 1-Vinylimidazol-Copolymer |
|
333724-47-3 |
| Sokalan HP 56 Granulat |
BASF |
1-Vinyl-2-pyrrolidon, 1-Vinylimidazol-Copolymer |
|
29297-55-0 |
| Sokolan HP 70 |
BASF |
Polyamin |
|
|
| Sokalan HP 56 flüssig |
BASF |
1-Vinyl-2-pyrrolidon, 1-Vinylimidazol-Copolymer |
|
29297-55-0 |
| Luvitec K 17 Pulver |
BASF |
Polyvinylpyrrolidon |
|
9003-39-8 |
Lupasol BO 150
Lupasol FC
Lupasol FG
Lupasol G 20
Lupasol G 35
Lupasol G 100
Lupasol G 500
Lupasol P
Lupasol HF
Lupasol PO 80
Lupasol PO 100
Lupasol PR 8515
Lupasol PS
Lupasol SK 150
Lupasol WF |
BASF |
Polyethylenimine |
Formel nicht bekannt |
CAS-Nr. nicht bekannt |
TexCare DFC 5
TexCare DFC 6
TexCare DFC 9
TexCare DFC 16 |
Clariant |
Polyamin-Derivate |
Formel nicht bekannt |
CAS-Nr. nicht bekannt |
| Chromabond S 403 |
ISP |
Polyvinylpyridin-N-Oxid |
|
58984-27-3 |
| Chromabond S 400 |
ISP |
Polyvinylpyridin-N-Oxid |
|
58984-27-3 |
Sandopur DK fl
Genamin CTAC |
Clariant |
Fettalkoholpolyglykolether, Polyamin-Derivat Cetyltrimethylammoniumchlorid |
|
--
112-02-7 |
| Duralkan RN |
Thor |
Alkalipophyphosphat |
|
-- |
| Duralkan CTI |
Thor |
Organisches Polymer |
|
-- |
| Duralkan TL 844 |
Thor |
Polyvinylpyrrolidon |
|
-- |
| Bethamin GFL |
Boehme |
Quartäre Fettacylammonium Verbindung |
|
-- |
| Tebestat 1152 |
Boehme |
Quartäre Alkylammoniumverbindung |
|
-- |
| Colorfix NCC |
Boehme |
Quartäre Alkylammoniumverbindung |
|
-- |
| Marloquest HSCB |
SASOL |
Polyether/Polyester Copolymer |
|
-- |
| Marloquest L235 M |
SASOL |
Polyether/Polyester Copolymer |
|
-- |
| Marloquest SL |
SASOL |
Polyether/Polyester Copolymer |
|
-- |
| Marloquest U |
SASOL |
Polyether/Polyester Copolymer |
|
-- |
| Carsoquat CT 425 |
LONZA |
Cetyl Trimethyl Ammonium Chlorid |
|
112-U2-7 |
| Arquad 2HT-75 |
ALDRICH |
Di-Talgfettalkohol dimethyl-ammoniumchloride |
|
61789-80-8 |
| abiflor 501 v1 |
abiflor |
aliphatisches hochmolekulares Copolyamid |
|
-- |
[0018] Besonders bevorzugt ist der Blaupunktsuppressor ausgewählt aus einer Gruppe umfassend
Dimethyl-substituierte quartäre Ammoniumverbindungen, wobei weitere bevorzugte Dialkyl-Dimethyl-
und/oder Monoalkyl-Monobenzyl-Dimethyl-substituierte quartäre Ammoniumverbindungen
sind. Bevorzugt besteht der Alkylrest der Ammoniumverbindung aus linearen und/oder
verzweigten Kohlenstoffketten mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen. Der Blaupunktsuppressor
liegt dabei bevorzugt als Chloridsalz vor. Im Sinne der vorliegenden Erfindung können
dabei auch Mischungen unterschiedlicher Blaupunktsuppressoren in der Entfärbermischung
vorliegen.
[0019] Weiterhin kann die erfindungsgemäße Mischung auch sonstige übliche, auch Waschmitteln
zugesetzte Substanzen aufweisen. So kann die Entfärbermischung z. B. optische Aufheller
aufweisen, da diese nicht nachteilig zu der Bildung von blauen Sprenkeln aufgrund
des Vorsehens eines Blaupunktsuppressors in der erfindungsgemäßen Entfärbermischung
führen. Des Weiteren können der Entfärbermischung Enzyme, Tenside jeglicher Art, Schauminhibitoren,
Weichmacher und sonstige Hilfsmittel zugesetzt sein.
[0020] Vorteilhafterweise ist die Konzentrationn an Alkalimittel mindestens doppelt so groß
wie die Konzentration an Bleichmittel in der erfindungsgemäßen wässrigen Mischung.
Besonders bevorzugt ist das Alkalimittel eine Mischung mindestens eines carbonathaltigen
Alkalimittels mit mindestens einem hydrogencarbonat-haltigen Alkalimittel. Dabei liegt
das Verhältnis des mindestens einen carbonathaltigen Alkalimittels zu demjenigen des
mindestens einen hydrogencarbonathaltigen Alkalimittels bevorzugt in einem Bereich
von etwa 1:1 bis etwa 1:3. Weiterhin ist das Verhältnis des dithionithaltigen Bleichmittels
zu demjenigen des hydrogencarbonathaltigen Alkalimittels bevorzugt 1:1,5 bis 1:7;
weiter bevorzugt 1:1,5 bis 1:2,5.
[0021] Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen wässrigen Lösung kann eine Entfärbermischung
verwendet werden. Bevorzugt weist dabei die Entfärbermischung etwa 10 Gew% bis etwa
30 Gew% Natriumdithionit, etwa 15 Gew% bis etwa 25 Gew% Natriumcarbonat, etwa 40 Gew%
bis etwa 55 Gew% Natriumhydrogencarbonat, und etwa 2 Gew% bis etwa 4 Gew% eines Blaupunktsuppressors,
insbesondere eines Polyvinylpyrolidons bzw. einer Mischung von Polyvinylpyrrolidonen
im Sinne der vorliegenden Erfindung, auf. Weiterhin kann dem erfindungsgemäßen Entfärber
0,01 Gew% bis etwa 0,05 Gew% eines Geruchsinhibitors und etwa 0,3 Gew% bis etwa 0,6
Gew% eines Parfümöls als Duftmittel zugesetzt sein. Dabei muss beim Einsatz der erfindungsgemäßen
Entfärbermischung darauf geachtet werden, dass die Konzentration dieses eingesetzten
Bleichmittels und der eingesetzten Alkalimittel in der herzustellenden wässrigen Mischung
in den dort beanspruchten Bereichen liegt, als auch sich ein pH-Wert im beanspruchten
Bereich einstellt. Werden z. B. 100 g der vorstehend angeführten bevorzugten Entfärbermischung
in 3 oder 4 mehr Litern Wasser gelöst, so ist die Natriumdithionit-Konzentration zu
niedrig, und es kann keine befriedigende Entfärbungs- und/oder Entgrauungsleistung
festgestellt werden, wobei insbesondere auch wieder vermehrt das Auftreten blauer
Sprenkel festzustellen ist.
[0022] Mit der erfindungsgemäßen wässrigen Mischung kann die Entfärbung und/oder Entgrauung
von Wäschestücken vorgenommen werden gemäß dem in der
DE 195 03 480 A1 beschriebenen Verfahren. Insbesondere kann dabei unter Luftabschluss gearbeitet werden,
z. B. indem bei einer Kaltentfärbung bei Raumtemperatur, d. h. Temperaturen im Bereich
von etwa 15°C bis etwa 25°C, einfach ein mit Wasser gefüllter Beutel auf das Entfärbungsgefäß
gelegt wird. Die Entfärbung und/oder Entgrauung von Wäschestücken kann aber auch bei
erhöhten Temperaturen, insbesondere bei Temperaturen bis 60°C vorgenommen werden,
wodurch sich die Entfärbungsdauer drastisch verringert. Bei einer Entfärbung bei Raumtemperatur
werden nach etwa 12 bis 40 Stunden, insbesondere bereits nach etwa 16 Stunden gute
bis sehr gute Entfärbungs- und/oder Entgrauungsleistungen erzielt. Wird die Temperatur
auf z. B. bis zu 60°C angehoben, so werden vergleichbare Entfärbungsleistungen bereits
nach etwa 30 Minuten bis etwa 3 Stunden erzielt.
[0023] Diese und weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden
Beispiele näher erläutert.
Gewebeproben
[0024] Die Entfärbungs- und Entgrauungsleistungen verschiedener erfindungsgemäßer wässriger
Mischungen wurden für Baumwollgewebe und insbesondere für verschiedene Polyamidgewebe
getestet. Das Baumwollgewebe wurde dabei bezogen von der Firma Setex Textilproduktion,
Frankenstraße 15, 46499 Hamminkeln, Deutschland, wobei das Baumwollgewebe mit einem
optischen Aufheller gebleicht war. Das Baumwollgewebe wurde mit den folgenden Farben
gefärbt:
| Schwarz |
Remazol Tiefschwarz N gran. 150% |
2,71 g |
| Remazol Gelb RR gran. |
0,60 g |
| Remazol Orange BN |
4,50 g |
| Levafix Marine CA gran. |
7,50 g |
| Remazol Rot GWF gran. |
0,60 g |
| Levafix marineblau E-BNA gran. |
0,21 g |
| |
| Taube |
Remazol Br. Blau RN gran. |
1,50 g |
| evafix Marine CA gran. |
0,18 g |
| Remazol Rot RB gran. 133% |
0,05 g |
| Remazol Gelb RR gran. |
0,18 g |
| |
| Orange |
Remazol Rot GWF gran. |
0,35 g |
| Remazol Orange RR gran. |
1,50 g |
| Remazol Br. Gelb RGB gran. |
1,50 g |
| |
| Grau |
Remazol Br. Rot F3B gran |
0,46 g |
| Remazol Marineblau GG gran. 133% |
0,64 g |
| Remazol Gelb RR gran |
0,50 g |
| |
| Rot |
Remazol Br. Gelb RGB gran |
4,50 g |
| Remazol Orange RR gran. |
1,40 g |
| Remazol Rot GWF gran. |
6,00 g |
[0025] Die vorgenannten Farbstoffe wurden dabei von der Firma Dystar Textilfarben GmbH &
Co. KG, Köln, bezogen. In einer Waschmaschine AEG Öko Lavamat 85739 wurde bei einer
Flottenmenge vom 12,5 Litern und einer Temperatur von 30°C unter Einsatz der vorgenannten
Farbmischungen jeweils Baumwollgewebestücke gefärbt, wobei die eingesetzte Stoffmenge
600 g betrug. Als Fixierer wurde für jede der durchgeführten Färbungen 50 g Natriummetasilikat
und 950 g Natriumchlorid eingesetzt.
[0026] Des Weiteren wurde die Entfärbungsleistung der erfindungsgemäßen wässrigen Mischung
überprüft an zwei unterschiedlichen Polyamidgeweben. Dabei wurde eingesetzt das Polyamidgewebe
Polyamid 6.6 WfK mit einem Gewicht von 65 g/m
2, hergestellt von der Firma wfk Testgewebe GmbH, Christenfeld 10, 41379 Brüggen-Bracht,
Deutschland, sowie ein Polyamidgewebe Polyamid 82% / Elastan 18% mit einem Gewicht
von 245 g/m
2, bezogen von der Firma Penn Elastic GmbH, An der Talle 20, 33102 Paderborn, Deutschland.
Die vorgenannten beiden Polyamidgewebe wurden mit den folgenden Farbmischungen gefärbt:
| schwarz |
Natriumchlorid |
14,28 g |
| Sirius Blau S-BRR |
0,07 g |
| Telon Marine AMF |
0,05 g |
| Sirius Schwarz OB-V |
0,30 g |
| Telon Schwarz AMF 01 |
0,14 g |
| Sirius Orange K-CF |
0,03 g |
| telon Gelb A3R 01 |
0,04 g |
| |
| grün |
Natriumchlorid |
14,39 g |
| Sirius Türkis S-FBL |
0,14 g |
| Telon Blau M-RLW |
0,03 g |
| Supranol Grün 6GW 01 |
0,06 g |
| Sirius Gelb S-2 G 100% |
0,21 g |
| Supranol Gelb 4 GL 01 |
0,07 g |
| |
| rot |
Natriumchlorid |
14,43 g |
| Supranol Orange GSN |
0,14 g |
| Sirius Rot F3B |
0,06 g |
| Sirius Scharlach K-CF |
0,21 g |
| Telon Rot M 3B |
0,06 g |
| |
| dunkelrot |
Natriumchlorid |
12,90 g |
| Sirius Orange K-CF |
0,05 g |
| Telon Rot AFG |
0,20 g |
| Sirius Rubin K-2BL |
0,64 g |
| Telon Rot M 3B |
0,02 g |
| Telon Gelb A3R 01 |
0,05 g |
[0027] Die Farbstoffe wurden dabei ebenfalls von der Firma Dystar GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland,
bezogen. Die Färbung wurde dabei vorgenommen in verschiedenen Waschmaschinen, wobei
die schwarze Färbung vorgenommen wurde in einer Waschmaschine AEG Öko Lavamat 85739,
die Grünfärbung in einer Waschmaschine Bauknecht WAK 7751, die Rotfärbung einer Waschmaschine
AEG Lavamat W1249 und die dunkelrote Färbung einer Waschmaschine Siemens Sivamat XLM
148S. Dabei wurde bei einer Flottenmenge von 12,5 Litern und einer Temperatur von
60°C mit einem Koch-/Buntwäsche-Waschprogramm 75 Gramm des erstgenannten Polyamidgewebes
Polyamid 6.6 WFK und 225 Gramm des von der Firma Perm Elastic GmbH bezogenen zweiten
Polyamidgewebes gefärbt.
[0028] Die solchermaßen gefärbten Baumwoll- und Polyamidversuchsgewebe wurden nachfolgend
mit unterschiedlichen erfindungsgemäßen wässrigen Mischungen entfärbt. Dabei wurde
ein Becherglas, zwecks Luftabschluss mit einem Wasser gefüllten Beutel abgedeckt,
mit 900 ml der wässrigen Mischung mit bestimmten pH-Werten und Konzentrationen des
Bleich- und Alkalimittels gefüllt, und anschließend Testgewebe hineingegeben. Die
Testgewebe wiesen dabei eine Größe von 10 x 10 cm auf.
Beispiel 1
[0029] Eine wässrige Lösung mit einer Konzentration von Natriumdithionit von 25 g/l, einer
Konzentration an Natriumcarbonat als erstes Alkalimittel von 20 g/l und Natriumhydrogencarbonat
als zweites Alkalimittel von 55 g/l mit einem pH-Wert von 9,00 wurde bei Raumtemperatur
über 16 Stunden auf die Baumwoll- und Polyamid-Testgewebe einwirken gelassen. Dabei
konnte eine sehr gute Entfärbungsleistung festgestellt werden, welche durch Zusatz
eines Polyvinylpyrrolidons (Sokalan HP 56 Granulat, BASF, Ludwigshafen, Deutschland,
welches ein 1-Vinyl-2-Pyrrolidon-1-Vinylimidazol-Copolymer ist) in einer Konzentration
von 3,5 g/l eine so gut wie vollständige Unterdrückung von blauen Sprenkeln aufwies.
[0030] Wurde die vorgenannte wässrige Mischung auf ein fünffaches verdünnt, so dass die
Konzentration an Natriumdithionit 5 g/l, an Natriumcarbonat 4 g/l und an Natriumhydrogencarbonat
11 g/l betrug, so wurde eine erheblich verschlechterte Entfärberleistung festgestellt.
Eine noch akzeptable Entfärberleistung wurde festgestellt mit einer wässrigen Mischung
aus mit einer Konzentration von 10 g/l Natriumdithionit, 8 g/l Natriumcarbonat und
22 g/l Natriumhydrogencarbonat.
[0031] Wurde eine nicht erfindungsgemäße Mischung mit einer Natriumdithionit-Konzentration
von 5 g/l und einer Konzentration von 75 g/l Ammoniumcarbonat als Alkalimittel eingesetzt,
so konnten im Vergleich zu dem Einsatz von Natriumcarbonat und/oder Natriumhydrogencarbonat
verbesserte Entfärbereigenschaften festgestellt werden, was darauf hin deutet, dass
das Ammoniumkation eine Verbesserung im Hinblick auf die erzielbare Entfärberleistung
und die Unterdrückung blauer Sprenkel spielt.
Beispiel 2
[0032] Der pH-Wert lag nach der Entfärbung in einem Bereich zwischen 8,79 und 8,90. Bevorzugt
im Sinne der vorliegenden Erfindung ist, wenn der pH-Wert der erfindungsgemäßen Mischung
nach der Entfärbung um nicht mehr als 3% unterhalb des pH-Wertes vor der Entfärbung
liegt. Wenn dies sichergestellt ist, kann eine gleichmäßige und vollflächige Entfärbung
erfolgen.
[0033] Es wurden wässrige Mischungen mit folgenden Konzentrationen und pH-Werten hergestellt:
Mischungen 1 - 9
| |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
| Na2S2O4[g/l] |
25 |
25 |
25 |
10 |
10 |
10 |
5 |
5 |
5 |
| NaHCO3[g/l] |
55 |
27,5 |
11 |
55 |
27,5 |
11 |
55 |
27,5 |
11 |
| Na2CO3[g/l] |
20 |
10 |
4 |
20 |
10 |
4 |
20 |
10 |
4 |
| pH(Anfang) |
9,05 |
9,04 |
8,95 |
9,09 |
9,07 |
8,98 |
9,17 |
9,07 |
9,34 |
| pH(Ende) |
8,9 |
8,76 |
7,58 |
9,0 |
8,82 |
8,59 |
8,73 |
8,94 |
8,74 |
[0034] Bei einer Entfärbung bei einer Temperatur von 20°C nach 16 Stunden wurden dabei mit
den Mischungen 1 bis 6 gute bis sehr gute Entfärberleistungen festgestellt, wohingegen
die Mischungen 7 bis 9, welche eine nur geringe Natriumdithionit-Konzentration aufwiesen,
schlechtere Entfärbungsleistungen festgestellt wurden, insbesondere die beiden Mischungen
8 und 9. Wässrige Mischungen mit 10 bis 25 g/l Natriumdithionit und 37,5 g/l bis 75
g/l Natriumcarbonat und Natriumhydrogencarbonat weisen demnach gute bis sehr gute
Entfärbungsleistungen auf unter fast vollständiger Vermeidung der Bildung blauer Sprenkel.
Beispiel 3
[0035] Es wurden wässrige Mischungen mit einer Konzentration von Natriumdithionit mit 25
g/l und einer Konzentration von Ammoniumhydrogencarbonat von 75 g/l, 50 g/l, 25 g/l,
10 g/l und 5 g/l hergestellt und mit diesen bei 20°C über 16 Stunden Testgewebe entfärbt.
Dabei wurde festgestellt, dass bei einer Ammoniumhydrogencarbonatkonzentration von
5 g/l und 10 g/l entweder schlechte oder gerade noch akzeptable Entfärbungseigenschaften
festgestellt werden konnten, wobei bei einer Konzentration von 50 g/l bzw. 75 g/l
sehr gute, und zwar bessere Entfärbungsleistungen festzustellen waren als bei Einsatz
von Natriumhydrogencarbonat allein oder in Mischungen mit Natriumcarbonat.
Beispiel 4
[0036] Es wurden die folgenden wässrigen Mischungen hergestellt:
Mischungen 10 - 15
| |
10 |
11 |
12 |
13 |
14 |
15 |
| Na2S2O4[g/l] |
25 |
25 |
25 |
25 |
25 |
25 |
| NaHCO3[g/l] |
75 |
70 |
65 |
55 |
35 |
15 |
| Na2CO3[g/l] |
|
5 |
10 |
20 |
40 |
60 |
| pH (Anfang) |
7,5 |
8,0 |
8,5 |
9,0 |
9,5 |
10,0 |
[0037] Die wässrigen Mischungen 10, 14 und 15 sind dabei nicht erfindungsgemäße Mischungen,
und wiesen bei der Entfärbung der Testgewebe bei 20°C über 16 Stunden nur sehr schlechte
Entfärbungseigenschaften auf. Insbesondere bildeten sich bei den Mischungen 14 und
15 eine relativ große Anzahl blauer Sprenkel. Die Mischungen 11 bis 13 hingegen wiesen
gute Entfärbungsleistungen auf, wobei besonders gute Entfärbungsleistungen die Mischung
12 aufwies, bei welcher der pH-Wert vor der Entfärbung bei exakt 8,5 lag. Wurde die
Hälfte des eingesetzten Natriumhydrogencarbonates ersetzt durch Ammoniumhydrogencarbonat,
so konnten die Entfärbungsleistungen der Mischungen 11 bis 13 noch weiter verbessert
werden. Besonders bevorzugt sind dabei Konzentrationen von Ammoniumhydrogencarbonat
in einem Bereich von etwa 10 g/l bis etwa 30 g/l.
Beispiel 5
[0038] Es wurden wässrige Mischungen mit 17 g/l Natriumdithionit, 37 g/l Natriumhydrogencarbonat
und 13 g/l Natriumcarbonat bzw. 17 g/l Natriumdithionit, 44 g/l Natriumhydrogencarbonat
und 5,6 g/l Natriumcarbonat hergestellt, und hiermit die Testgewebe über 16 Stunden
bei 20 °C und alternativ über 30 Minuten bei 60°C entfärbt. Der pH-Wert vor der Entfärbung
lag dabei bei 9,0 für die erste Mischung und 8,5 für die zweite Mischung mit der höheren
Natriumhydrogencarbonat-Konzentration. Hier konnte festgestellt werden, dass mit der
zweiten Mischung mit einem pH-Wert von exakt 8,5 eine bessere Entfärbungs- und Entgrauungsleistung
feststellbar war als bei der ersten Mischung mit einem pH-Wert von 9,0, wobei zudem
auch noch weniger blaue Sprenkel nach dem Entfärbungsvorgang festgestellt werden konnten.
[0039] Mit der vorliegenden Erfindung wird somit eine wässrige Mischung zum Entfärben und/oder
Entgrauen von Wäschestücken, insbesondere für Haushaltszwecke, welche sowohl bei Raumtemperaturen
als auch bei Temperaturen bis zu 95°C, insbesondere bis zu 60° C, einsetzbar sind,
zur Verfügung gestellt, wobei durch die genau definierten Mengen insbesondere des
Bleichmittels und der Vorsehung eines spezifischen pH-Wertes hervorragende Entfärbungs-
und/oder Entgrauungsleistungen feststellbar sind, wobei insbesondere das Auftreten
von blauen Sprenkeln erheblich unterdrückt wird. Dabei war eine weiter gesteigerte
Unterdrückung der Bildung von blauen Sprenkeln durch einen synergistischen Effekt
bei Vorsehung einer spezifischen Konzentration an einem Blaupunktsuppressor oder einer
Mischung von Blaupunktsuppressoren festzustellen.
1. Wässrige Mischung zum Entfärben und/oder Entgrauen von Wäschestücken umfassend 10
g/l bis 25 g/l mindestens eines dithionithaltigen Bleichmittels und 10 g/l bis 75
g/l mindestens eines carbonathaltigen Alkalimittels, wobei die Mischung einen pH-Wert
in einem Bereich von 7,8 bis 9,2 aufweist.
2. Mischung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert in einem Bereich von 8,3 bis 9 liegt.
3. Mischung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese 12 g/l bis 22 g/l des Bleichmittels aufweist.
4. Mischung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bleichmittel Natriumdithionit ist.
5. Mischung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese 30 g/l bis 75 g/l des Alkalimittels aufweist.
6. Mischung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkalimittel ausgewählt ist aus einer Gruppe umfassend Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat,
Ammoniumcarbonat und/oder Ammoniumhydrogencarbonat.
7. Mischung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese weiterhin umfasst Streckmittel, Duftmittel, Geruchsinhibitoren, Sulfitfänger
und/oder Blaupunktsuppressoren.
8. Mischung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckmittel ausgewählt ist aus einer Gruppe umfassend Natriumsulfat, Ammoniumchlorid,
Ammoniumsulfat, Ammoniumacetat und/oder Diammoniumhydrogenphosphat.
9. Mischung gemäß einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Blaupunktsuppressor ausgewählt ist aus einer Gruppe umfassend mindestens eine
quartäre Ammoniumverbindung und/oder mindestens ein Polyvinylpyrrolidon.
10. Mischung gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung 1,5 g/l bis 5 g/l mindestens eines Blaupunktsuppressors aufweist.
11. Mischung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese als Bleichmittel 10 g/l bis 20 g/l Natriumdithionit, und als erstes Alkalimittel
5 g/l bis 25 g/l Natriumcarbonat sowie als zweites Alkalimittel 30 g/l bis 70 g/l
Natriumhydrogencarbonat umfasst.
12. Mischung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration an Alkalimittel mindestens etwa doppelt so groß ist wie die Konzentration
an Bleichmittel.
1. An aqueous mixture for decolourising and/or bleaching laundry, comprising from 10
g/l to 25 g/l of at least one dithionite containing bleaching agent, and from 10 g/l
to 75 g/l of at least one carbonate containing alkali agent, wherein said mixture
has a pH in a range from 7.8 to 9.2.
2. The mixture of claim 1, characterized in that it has a pH in a range from 8.3 to 9.
3. The mixture according to any of the preceding claims, characterized in that it comprises from 12 g/l to 22 g/l of the bleaching agent.
4. The mixture according to any of the preceding claims, characterized in that the bleaching agent is sodium dithionite.
5. The mixture according to any of the preceding claims, characterized in that it comprises from 30 g/l to 75 g/l of the alkali agent.
6. The mixture according to any of the preceding claims, characterized in that the alkali agent is selected from a group comprising sodium carbonate, sodium hydrogen
carbonate, ammonium carbonate and/or ammonium hydrogen carbonate.
7. The mixture according to any of the preceding claims, characterized in that it further comprises diluents, flavouring agents, odour inhibitors, sulfite trapping
agents and/or blue stain suppressors.
8. The mixture of claim 7, characterized in that the diluent is selected from a group comprising sodium sulfate, ammonium chloride,
ammonium sulfate, ammonium acetate and/or diammonium hydrogen phosphate.
9. The mixture according to any of claims 7 or 8, characterized in that the blue stain suppressor is selected from a group comprising at least one quaternary
ammonium compound and/or at least one polyvinylpyrrolidone.
10. The mixture according to any of claims 7 to 9, characterized in that said mixture comprises from 1.5 g/l to 5 g/l of at least one blue stain suppressor.
11. The mixture according to any of the preceding claims, characterized in that it comprises from 10 g/l to 20 g/l of sodium dithionite as a bleaching agent, and
from 5 g/l to 25 g/l of sodium carbonate as a first alkali agent and from 30 g/l to
70 g/l of sodium hydrogen carbonate as a second alkali agent.
12. The mixture according to any of the preceding claims, characterized in that the concentration of alkali agent is at least about twice the concentration of bleaching
agent.
1. Mélange aqueux pour déteindre et/ou dégriser des pièces de linge, comprenant 10 g/l
à 25 g/l d'au moins un agent de blanchiment contenant des dithionites et 10 g/l à
75 g/l d'au moins un agent alcalin contenant des carbonates, le mélange présentant
un pH dans un intervalle de 7,8 à 9,2.
2. Mélange selon la revendication 1, caractérisé en ce que le pH se trouve dans un intervalle de 8,3 à 9.
3. Mélange selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que celui-ci comporte 12 g/l à 22 g/l de l'agent de blanchiment.
4. Mélange selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent de blanchiment est du dithionite de sodium.
5. Mélange selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que celui-ci comporte 30 g/l à 75 g/l de l'agent alcalin.
6. Mélange selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent alcalin est choisi parmi le groupe comprenant le carbonate de sodium, l'hydrogénocarbonate
de sodium, le carbonate d'ammonium et/ou l'hydrogénocarbonate d'ammonium.
7. Mélange selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que celui-ci comprend en outre des diluants, des parfums, des inhibiteurs d'odeurs, des
agents de capture des sulfites et/ ou des suppresseurs de points bleus.
8. Mélange selon la revendication 7, caractérisé en ce que le diluant est choisi parmi le groupe comprenant le sulfate de sodium, le chlorure
d'ammonium, le sulfate d'ammonium, l'acétate d'ammonium et/ou l'hydrogénophosphate
de diammonium.
9. Mélange selon l'une quelconque des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que le suppresseur de points bleus est choisi parmi le groupe comprenant au moins un
composé d'ammonium quaternaire et/ou au moins une polyvinylpyrrolidone.
10. Mélange selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que le mélange comporte 1,5 à 5 g/l d'au moins un suppresseur de points bleus.
11. Mélange selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que ce dernier comprend comme agent de blanchiment 10 g/l à 20 g/l de dithionite de sodium,
et comme premier agent alcalin 5 g/l à 25 g/l de carbonate de sodium, ainsi que comme
deuxième agent alcalin 30 g/l à 70 g/l d'hydrogénocarbonate de sodium.
12. Mélange selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la concentration en agent alcalin est au moins à peu près double de la concentration
en agent de blanchiment.