[0001] Die Erfindung betrifft einen Möbelantrieb der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Art zum Verstellen von Teilen eines Möbels relativ zueinander.
[0002] Derartige Möbelantriebe dienen beispielsweise zum Verstellen von Teilen von Sesseln
und sind beispielsweise durch
DE 101 48 270 C1,
DE 100 17 978 C1,
DE 100 17 979 C1,
DE 100 31 737 A1,
EP 1 294 255 A1,
DE 100 46 750 C1,
EP 1 318 737 A,
DE 100 46 752 C1,
EP 1 318 738 A1,
EP 1 276 406 A1,
EP 1 416 832 A1,
DE 101 57 650 C1,
WO 03/045195 A1,
EP 0 372 032 B1,
DE 38 42 078 C2,
EP 0 583 660 B1,
DE 296 07 493 U1,
DE 197 18 255 C1,
WO 99/27819,
DE 296 03 173 U1,
DE 296 12 493 U1,
DE 190 08 083 C1 DE 87 11 567 und
US-A-5 075 911 U1 bekannt. Die bekannten Möbelantriebe weisen beispielsweise ein linear bewegliches
Antriebselement zum Verschwenken einer in Montageposition des Möbelantriebs mit einem
zu verstellenden Teils des Möbels in Wirkungsverbindung stehenden Schwenkwelle auf.
Die Schwenkwelle kann hierbei Bestandteil eines Beschlags eines Möbels sein. Durch
DE 10 2004 01 648 A1 ist ein Möbelantrieb der betreffenden Art zum Verstellen von Teilen eines Möbels
relativ zueinander bekannt, der ein linear bewegliches Antriebselement in Form einer
Spindelmutter zum Verschwenken einer in Montageposition des Möbelantriebs mit einem
zu verstellenden Teils des Möbels in Wirkungsverbindung stehenden Schwenkwelle aufweist.
Bei dem bekannten Möbelantrieb ist die Schwenkwelle mit der Spindelmutter über eine
Verbindungslasche verbunden, die ein hakenartiges Ende aufweist, mit dem sie an einem
Zapfen der Spindelmutter eingehakt ist. Um das Verbindungselement mit der Spindelmutter
in Eingriff zu halten, ist ein Federmechanismus vorgesehen, der das Verbindungselement
gegen den Zapfen an der Spindelmutter vorspannt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Möbelantrieb der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 genannten Art anzugeben, der einfach im Aufbau und kompakt ist.
[0004] Diese Aufgabe wir durch die im Anspruch 1 angegebene Lehre gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß ist das Antriebselement, das beispielsweise und insbesondere durch
eine Spindelmutter eines Spindeltriebs gebildet sein kann, nach Art eines Kurbeltriebes
über ein stangenartiges Kraftübertragungselement mit der Schwenkwelle verbunden, wobei
ein Ende des Kraftübertragungselementes gelenkig, jedoch in Längsrichtung des Kraftübertragungselementes
verschiebefest mit dem Antriebselement und sein anderes Ende gelenkig mit einem Kurbelzapfen
der Schwenkwelle verbunden ist. Auf diese Weise ergibt sich ein besonders einfacher
sowie kostengünstiger und zugleich robuster Aufbau, wobei beispielsweise und insbesondere
das Kraftübertragungselement permanent mit der Schwenkwelle und dem Antriebselement
verbunden sein kann, so daß aufwendige Mechanismen entfallen, die dann erforderlich
sind, wenn das Antriebselement die Schwenkwelle nur lose beaufschlagt, um beispielsweise
ein Lösen des Möbelantriebs von einem Beschlag des Möbels zu erleichtern.
[0006] Erfindungsgemäß ist somit die Schwenkwelle als Kurbel ausgebildet und wird über das
Antriebselement und das Kraftübertragungselement nach Art eines Kurbeltriebes schwenkangetrieben.
Der erfindungsgemäße Möbelantrieb unterscheidet sich von einem echten Kurbeltrieb
dadurch, daß die Kurbel nicht umläuft, sondern bei einer linearen Hin- und Herbewegung
des Antriebselementes um einen vorgegebenen Schwenkwinkel hin- und herverschwenkt.
Entsprechend der Funktionsweise eines Kurbeltriebes führt das Kraftübertragungselement
beim Verschwenken der Schwenkwelle eine Winkelbewegung aus, wobei erfindungsgemäß
Lage und Abstand der Anlenkpunkte des Kraftübertragungselementes an dem Antriebselement
und der Schwenkwelle derart gewählt sind, daß das Kraftübertragungselement während
der Verstellbewegung seine Winkellage um mehr als 20°, vorzugsweise um mehr als 40°
ändert. Auf diese Weise ergibt sich eine besonders günstige Kinematik der Bewegung
des Kraftübertragungselementes, die mit einem relativ geringen Bewegungshub des Antriebselementes
einen großen Verschwenkhub der Schwenkwelle erreicht. Aufgrund des relativ geringen
linearen Bewegungshubes des Antriebselementes kann der erfindungsgemäße Möbelantrieb
in Richtung der linearen Bewegungsachse besonders kompakt aufgebaut sein.
[0007] Beispielsweise und insbesondere kann die Längsachse des Kraftübertragungselementes,
die durch die Gelenkachsen der Anlenkung an das Antriebselement bzw. die Schwenkwelle
verläuft, in einer ersten Endlage der Verstellbewegung mit der linearen Bewegungsachse
des Antriebselementes einen Winkel von mehr als 40°, beispielsweise etwa 60° einschließen,
während die Längsachse in einer Endlage der Verstellbewegung zu der linearen Bewegungsachse
im wesentlichen parallel verlaufen kann. Auf diese Weise ergibt sich eine besonders
günstige Kinematik.
[0008] Entsprechend der Funktionsweise eines Kurbeltriebes ist der Kurbelzapfen der Schwenkwelle
exzentrisch zu ihrer Schwenkachse angeordnet.
[0009] Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht vor, daß das Kraftübertragungselement
eine in seiner Längsrichtung verlaufende Führung aufweist, in oder an der der Kurbelzapfen
der Schwenkwelle geführt ist. Auf diese Weise ist ein Freilauf für den Fall geschaffen,
daß das mittels des Möbelantriebs zu verstellende Teil des Möbels von Hand aus der
Ausgangslage in Richtung auf die Endlage der Verstellbewegung verstellt wird. Auf
diese Weise ist eine Beschädigung des Möbelantriebs zuverlässig vermieden.
[0010] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, daß die
Führung durch einen Schlitz gebildet ist. Bei dieser Ausführungsform kann die Führung
besonders einfach und kostengünstig an dem Kraftübertragungselement gebildet werden.
[0011] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht vor, daß
das Antriebselement während der Verstellbewegung an dem Kurbelzapfen zieht. Auf diese
Weise ist das Kraftübertragungselement während der Verstellbewegung, d. h. unter Last,
auf Zug belastet. Auf diese Weise kann das Kraftübertragungselement schwächer dimensioniert
sein als bei einer Belastung auf Druck, bei der das Kraftübertragungselement so stark
dimensioniert werden müßte, daß ein Ausknicken vermieden ist.
[0012] Eine außerordentlich vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre sieht
vor, daß die Schwenkwelle eine axiale Ausnehmung mit unrundem Querschnitt aufweist
zur im wesentlichen drehfesten Aufnahme einer Welle eines Verstellbeschlages, die
einen zu dem Querschnitt der Ausnehmung im wesentlichen komplementären Querschnitt
aufweist. Bei dieser Ausführungsform kann die Welle des Verstellbeschlages beispielsweise
in die Ausnehmung einsteckbar sein, so daß ein Verbinden des Möbelantriebs mit der
Welle bzw. ein Lösen von der Welle erleichtert ist. Bei dieser Ausführungsform ist
also troz der vorzugsweise nicht lösbaren Verbindung zwischen dem Antriebselement,
dem Kraftübertragungselement und der Schwenkwelle die Montage bzw. Demontage des Möbelantriebs
an einem bzw. von einem Möbel erleichtert.
[0013] Um die Kinematik des erfindungsgemäßen Möbelantriebs besonders vorteilhaft zu gestalten,
sehen Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Lehre vor, daß die Längsachse des Kraftübertragungselementes
in einer ersten Endlage der Verstellbewegung mit der linearen Bewegungsachse des Antriebselementes
einen Winkel von mehr als 45° einschließt und/oder daß die Längsachse des Kraftübertragungselementes
in einer zweiten Endlage der Verstellbewegung zu der linearen Bewegungsachse des Antriebselementes
im wesentlichen parallel ist. Insbesondere durch Kombination beider Merkmale ergibt
sich eine besonders günstige Kinematik, die mit einem besonders geringen axialen Bewegungshub
des Antriebselementes einen besonders großen Verschwenkhub ermöglicht.
[0014] Um den Aufbau besonders einfach und damit kostengünstig zu gestalten, sieht eine
andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lehre vor, daß das linear bewegliche Antriebselement
eine Spindelmutter eines Spindeltriebs ist, die verdrehsicher und Axialrichtung beweglich
auf einer mittels eines Elektromotors drehantreibbaren Gewindespindel angeordnet ist.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten schematisierten Zeichnung näher
erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßem Möbelantriebs dargestellt
ist. Dabei bilden alle beschriebenen, in der Zeichnung dargestellten oder in den Patentansprüchen
beanspruchten Merkmale für sich genommen oder in beliebiger Kombination den Gegenstand
der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren
Rückbeziehung sowie unabhängig von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung
bzw. in der Zeichnung.
[0016] Es zeigt:
- Fig. 1 -
- eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäßen
Möbelantriebs in einer ersten Endlage der Verstellbewegung,
- Fig. 2 -
- in gleicher Darstellung wie Fig. 1, jedoch im verkleinertem Maßstab den Möbelantrieb
gemäß Fig. 1,
- Fig. 3 -
- in gleicher Darstellung wie Fig. 2 den Möbelantrieb gemäß Fig. 2 in einer Verstelllage
zwischen den Endlagen der Verstellbewegung und
- Fig. 4 -
- in gleicher Darstellung wie Fig. 2 den Möbelantrieb gemäß Fig. 2 in einer zweiten
Endlage der Verstellbewegung.
[0017] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Möbelantriebs 2 dargestellt,
der ein Gehäuse 4 aufweist, das aus miteinander verbindbaren Halbschalen besteht,
von denen in Fig. 1 aus Darstellungsgründen eine Halbschale weggelassen ist. Der Möbelantrieb
2 dient zum Verstellen von Teilen eines in der Zeichnung nicht dargestellten Möbels,
beispielsweise eines Sessels, relativ zueinander. Er weist ein entlang einer liearen
Bewegungsachse, die in Fig. 1 durch eine strichpunktierte Linie 6 symbolisiert ist,
linear bewegliches Antriebselement zum Verschwenken einer in Montageposition des Möbelantriebs
mit einem zu verstellendem Teil des Möbels in Wirkungsverbindung stehenden Schwenkwelle
8 auf. Das Antriebselement ist bei diesem Ausführungsbeispiel durch eine Spindelmutter
10 eines Spindeltriebs gebildet, die in dem Gehäuse 4 verdrehsicher geführt und in
Axialrichtung beweglich auf einer drehantreibbaren Gewindespindel 12 angeordnet ist.
Die Gewindespindel 12 ist über Kugellager 14, 16 im Inneren des Gehäuses 4 drehbar
gelagert und drehfest mit einem Schneckenrad 18 verbunden, das mit einer Schnecke
20 in Eingriff steht, die drehfest mit der Abtriebswelle eines nicht dargestellten
Elektromotors verbunden oder an diese angeformt ist. Auf diese Weise steht die Gewindespindel
12 mit dem nicht dargestellten Elektromotor in Drehantriebsverbindung, so daß sich
die Spindelmutter 10 entsprechend der Drehrichtung der Gewindespindel 12 in der Zeichnung
nach links oder rechts schraubt.
[0018] Erfindungsgemäß ist die Spindelmutter 10 nach Art eines Kurbeltriebes über ein stangenartiges
Kraftübertragungselement 22 mit der Schwenkwelle 8 verbunden, wobei ein Ende des Kraftübertragungselementes
22 gelenkig, jedoch in Längsrichtung des Kraftübertragungselementes 22 verschiebefest
mit der Spindelmutter 10 verbunden ist. Das andere Ende des Kraftübertragungselementes
22 ist gelenkig mit einem Kurbelzapfen 24 verbunden, der zu einer Schwenkachse 26
der Schwenkwelle 8 exzentrisch an einem mit der Schwenkwelle 8 drehfest verbundenen
Schwenkhebel 28 angeordnet ist. Der Schwenkhebel 28 bildet hierbei Kurbel des Kurbeltriebes.
[0019] Durch die gelenkige Verbindung des Kraftübertragungselementes 22 mit der Spindelmutter
10 einerseits und dem Schwenkhebel 28 und damit der Schwenkwelle 8 andererseits sind
Anlenkpunkte 30, 32 des Kraftübertragungselementes 22 an der Spindelmutter 10 bzw.
der Schwenkachse 26 definiert, deren Lage und Abstand zueinander erfindungsgemäß derart
gewählt sind, daß das Kraftübertragungselement während der Verstellbewegung seine
Winkellage um mehr als 20°, vorzugsweise um mehr als 40°, ändert, wie dies weiter
unten anhand der Fig. 2 bis 4 näher erläutert wird.
[0020] Grundsätzlich kann das Kraftübertragungselement 22 auch mit dem Kurbelzapfen 24 gelenkig,
jedoch in seiner Längsrichtung verschiebefest mit der Schwenkwelle 8 verbunden sein.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Kraftübertragungselement
22 jedoch eine in seiner Längsrichtung verlaufende Führung in Form eines Schlitzes
34 auf, in der der Kurbelzapfen 24 verschieblich geführt ist.
[0021] Die Schwenkwelle 8 weist bei diesem Ausführungsbeispiel eine axiale Ausnehmung 35
mit unrundem Querschnitt auf, in die eine nicht dargestellte Welle eines Beschlages
des zu verstellenden Möbels einsteckbar ist, wobei die Welle einen zu dem Querschnitt
der Ausnehmung 35 im wesentlichen komplementären Querschnitt aufweist, so daß auf
diese Weise die Welle des Beschlages im wesentlichen drehfest mit der Schwenkwelle
8 verbunden ist.
[0022] Fig. 2 zeigt den Möbelantrieb 2 in einer ersten Verstelllage, in der die in Fig.
2 durch eine gestrichelte Linie 36 symbolisierte Längsachse des Kraftübertragungselementes
22, die durch die Anlenkpunkte 30, 32 verläuft, mit der linearen Bewegungsachse 6
der Spindelmutter 10 einen Winkel α von mehr als 45°, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
nämlich etwa 70°, einschließt.
[0023] Zum Verstellen eines mittels des Möbelantriebs 2 zu verstellenden Teiles des Möbels
wird die Schwenkwelle 8 verschwenkt. Hierzu treibt der Elektromotor die Gewindespindel
12 derart an, daß sich die Spindelmutter 10 in Fig. 2 nach links bewegt.
[0024] Wie in Fig. 3 dargestellt, wird hierbei über das Kraftübertragungselement 22 die
Schwenkwelle 8 in Fig. 3 entgegen dem Uhrzeigersinn kurbeltriebartig verschwenkt,
wobei entsprechend der Funktion eines Kurbeltriebes das Kraftübertragungselement 22
seine Winkellage verändert, wie in Fig. 3 ersichtlich. Beim Verschwenken der Schwenkwelle
8 wird beispielsweise eine Welle eines Beschlages des zu verstellenden Möbels verschwenkt,
die mit einem zu verstellenden Teil des Möbels in Wirkungsverbindung steht. Wie aus
Fig. 2 ersichtlich ist, zieht das Kraftübertragungselement 22 während der Verstellbewegung,
also unter Last, an dem Kurbelzapfen 24, so daß es während der Verstellbewegung auf
Zug beansprucht ist.
[0025] Bei einer weiteren Bewegung der Spindelmutter 10 in Fig. 3 nach links wird die Schwenkwelle
8 weiter in Fig. 3 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, bis die in Fig. 4 dargestellte
zweite Endlage der Verstellbewegung erreicht ist.
[0026] Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, ist in dieser zweiten Endlage die Längsachse 36 des
Kraftübertragungselementes 22 zu der linearen Bewegungsachse der Spindelmutter 10
im wesentlichen parallel.
[0027] Wie aus einem Vergleich von Fig. 2 mit Fig. 4 ersichtlich ist, hat das Kraftübertragungselement
22 zwischen der in Fig. 2 dargestellten ersten Endlage und der in Fig. 4 dargestellten
zweiten Endlage der Verstellbewegung seine Winkellage um etwa 70° verändert. Wie ferner
aus einem Vergleich der Fig. 2 und mit der Fig. 4 ersichtlich ist, ermöglicht der
erfindungsgemäße Möbelantrieb 2 aufgrund der kurbeltriebartigen Verbindung der Spindelmutter
10 mit der Schwenkwelle 8 mit einem relativ kleinen linearen Verstellhub der Spindelmutter
10 einen großen Verschwenkhub der Schwenkwelle 8 um die Schwenkachse 26.
[0028] Wird ein zu verstellendes Teil des Möbels ausgehend von der in Fig. 2 dargestellten
ersten Endlage der Verstellbewegung von einem Benutzer per Hand in Verstellrichtung
verstellt, so wird hierbei die Schwenkwelle 8 um die Schwenkachse 26 verdreht. Hierbei
gleitet der Kurbelzapfen 24 in dem Schlitz 34 des Kraftübertragungselementes 22, wobei
das Kraftübertragungselement 22 um den Anlenkpunkt 30 verschwenkt und hierbei seine
Winkellage verändert. Auf diese Weise ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ein Freilauf geschaffen, der eine Verstellung des zu verstellenden Teils des Möbels
von Hand über einen gewissen Verstellbereich ermöglicht, wobei das Teil des Möbels
anders als bei einer motorischen Verstellung mittels des Möbelantriebs 2 dann in der
jeweiligen Verstellage nicht arretiert ist.
[0029] Aufgrund der permanenten Verbindung der Spindelmutter 10 mit der Schwenkwelle 8 über
das Kraftübertragungselement 22 ist der Möbelantrieb 2 besonders einfach im Aufbau
und damit kostengünstig erstellbar sowie besonders robust.
[0030] Der erfindungsgemäße Möbelantrieb 2 ist zur Verstellung von beliebigen Teilen von
Möbeln geeignet. Erfindungsgemäß können unter Beibehaltung des erfindungsgemäßen Grundprinzips
einer kurbeltriebartigen Verbindung des Antriebselementes mit der Schwenkwelle Lage
und Abstand der Anlenkpunkte des Kraftübertragungselementes an dem Antriebselement
bzw. der Schwenkwelle auch so gewählt werden, daß das Kraftübertragungselement während
der Verstellbewegung seine Winkellage um weniger als 20° ändert.
1. Möbelantrieb zum Verstellen von Teilen eines Möbels relativ zueinander,
mit einem entlang einer linearen Bewegungsachse (16) linear beweglichen Antriebselement
zum Verschwenken einer in Montageposition des Möbelantriebs (2) mit einem zu verstellenden
Teil des Möbels in Wirkungsverbindung stehenden Schwenkwelle (8),
dadurch gekennzeichnet,
daß das Antriebselement nach Art eines Kurbeltriebes über ein stangenartiges Kraftübertragungselement
(22) mit der Schwenkwelle (8) verbunden ist, dessen eines Ende gelenkig, jedoch in
Längsrichtung des Kraftübertragungselementes (22) verschiebefest mit dem Antriebselement
und dessen anderes Ende gelenkig mit einem Kurbelzapfen (24) der Schwenkwelle (8)
verbunden ist, wobei Lage und Abstand der Anlenkpunkte (30, 32) des Kraftübertragungselementes
(22) an dem Antriebselement und der Schwenkwelle (8) derart gewählt sind, daß das
Kraftübertragungselement (22) während der Verstellbewegung seine Winkellage um mehr
als 20°, vorzugsweise mehr als 40°, ändert.
2. Möbelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftübertragungselement (22) eine in seiner Längsrichtung verlaufende Führung
aufweist, in oder an der der Kurbelzapfen (24) der Schwenkwelle (8) geführt ist.
3. Möbelantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung durch einen Schlitz (34) gebildet ist.
4. Möbelantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement während der Verstellbewegung an dem Kurbelzapfen (24) zieht.
5. Möbelantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkwelle (8) eine axiale Ausnehmung mit unrundem Querschnitt aufweist zur
im wesentlichen drehfesten Aufnahme einer Welle eines Verstellbeschlages, die einen
zu dem Querschnitt der Ausnehmung im wesentlichen komplementären Querschnitt aufweist.
6. Möbelantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachse (36) des Kraftübertragungselementes (22) in einer ersten Endlage der
Verstellbewegung mit der linearen Bewegungsachse (6) des Antriebselementes einen Winkel
(α) von mehr als 45°, vorzugsweise von etwa 60°, einschließt.
7. Möbelantriebselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachse (36) des Kraftübertragungselementes (22) in einer zweiten Endlage
der Verstellbewegung zu der linearen Bewegungsachse (6) des Antriebselementes im wesentlichen
parallel ist.
8. Möbelantrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das linear bewegliche Antriebselement eine Spindelmutter (10) eines Spindeltriebs
ist, die verdrehsicher und in Axialrichtung beweglich auf einer mittels eines Elektromotors
drehantreibbaren Gewindespindel (12) angeordnet ist.
1. A furniture drive for adjusting parts of a piece of furniture relative to one another
with a drive element, which moves linearly along a linear axis of movement (16), for
pivoting a pivot shaft (8), which when the furniture drive (2) is in an assembled
position, is actively connected to the part of furniture to be adjusted, characterised in that the drive element is connected to the pivot shaft (8) in the manner of a crank transmission
via a rod-like power transmission element (22), one end of the pivot shaft being connected
in an articulated manner but in longitudinal direction of the power transmission element
(22) in a non-displaceable manner to the drive element and its other end being connected
in an articulated manner to a crankpin (24) of the pivot shaft (8), wherein the position
and spacing of the coupling points (30, 32) of the power transmission element (22)
on the drive element and the pivot shaft (8) are selected such that the power transmission
element (22) changes its angular position during the adjustment movement by more than
20°, preferably by more than 40°.
2. The furniture drive according to claim 1, characterised in that the power transmission element (22) comprises a guide running in its longitudinal
direction, in or on which the crankpin (24) of the pivot shaft (8) is guided.
3. The furniture drive according to claim 2, characterised in that the guide is formed by a slot (34).
4. The furniture drive according to one of the preceding claims, characterised in that the drive element during the adjustment movement pulls on the crankpin (24).
5. The furniture drive according to one of the preceding claims, characterised in that the pivot shaft (8) has an axial opening with a non-circular cross section for mounting
in a substantially rotation-fast manner a shaft of an adjustment fitting, which has
a cross section which is substantially complementary to the cross section of the opening.
6. The furniture drive according to one of the preceding claims, characterised in that the longitudinal axis (36) of the power transmission element (22) in a first end
position of the adjustment movement together with the linear movement axis (6) of
the drive element encloses an angle (a) of more than 45°, preferably about 60°.
7. The furniture drive according to one of the preceding claims, characterised in that the longitudinal axis (36) of the power transmission element (22) in a second end
position of the adjustment movement is substantially parallel to the linear movement
axis (6) of the drive element.
8. The furniture drive according to one of the preceding claims, characterised in that the linearly moveable drive element is a spindle nut (10) of a spindle drive, which
is arranged in a rotation-fast manner and so as to be moveable in axial direction
on a threaded spindle (12) which is rotary-driven by means of an electric motor.
1. Entraînement de meuble pour le déplacement de parties d'un meuble les unes par rapport
aux autres,
comprenant un élément d'entraînement linéairement mobile le long d'un axe de mouvement
(16) linéaire pour le basculement d'un arbre de pivotement (8) en liaison active avec
une partie à déplacer du meuble lorsque l'entraînement du meuble (2) est dans la position
de montage,
caractérisé en ce que,
l'élément d'entraînement est relié à la façon d'un mécanisme à bielle et manivelle
au moyen d'un élément de transmission de force (22) de type tige à l'arbre de pivotement
(8), élément dont une extrémité est reliée de façon articulée, mais fixe en déplacement
dans la direction longitudinale de l'élément de transmission de force (22) à l'élément
d'entraînement et dont l'autre extrémité est reliée de façon articulée à un maneton
de manivelle (24) de l'arbre de pivotement (8), la position et l'espacement des points
d'articulation (30, 32) de l'élément de transmission de force (22) sur l'élément d'entraînement
et l'arbre de pivotement (8) étant choisis de telle sorte que l'élément de transmission
de force (22) modifie pendant le mouvement de déplacement sa position angulaire de
plus de 20°, de préférence de plus de 40°.
2. Entraînement de meuble selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de transmission de force (22) présente un guide agencé dans sa direction
longitudinale, dans ou sur lequel le maneton de manivelle (24) de l'arbre de pivotement
(8) est guidé.
3. Entraînement de meuble selon la revendication 2, caractérisé en ce que le guide est formé par une fente (34).
4. Entraînement de meuble selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement tire sur le maneton de manivelle (24) pendant le mouvement
de déplacement.
5. Entraînement de meuble selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'arbre de pivotement (8) présente un évidement axial avec une section non circulaire
pour le logement sensiblement solidaire en rotation d'un arbre d'une ferrure de réglage
qui présente une section sensiblement complémentaire à la section de l'évidement.
6. Entraînement de meuble selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'axe longitudinal (36) de l'élément de transmission de force (22) forme dans une
première position extrême du mouvement de déplacement avec l'axe de mouvement (6)
linéaire de l'élément d'entraînement un angle (α) de plus de 45°, de préférence d'environ
60°.
7. Entraînement de meuble selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'axe longitudinal (36) de l'élément de transmission de force (22) est, dans une
seconde position extrême du mouvement de déplacement, sensiblement parallèle à l'axe
de mouvement (6) linéaire de l'élément d'entraînement.
8. Entraînement de meuble selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement linéairement mobile est un écrou de broche (10) d'un entraînement
à broche, qui est disposé de façon fixe en rotation et mobile dans la direction axiale
sur une broche filetée (12) pouvant être entraînée en rotation au moyen d'un moteur
électrique.