[0001] Die Erfindung betrifft eine Schwenkschiebetür, insbesondere Schienenfahrzeuge, mit
einem im Bereich der Nebenschließkante angeordneten Rollenhebel, der mit einer Rolle
in eine am Türblatt angeordnete Führungsschiene eingreift.
[0002] Die derzeit zur Türführung an der Türunterkante eingesetzten Schwenkhebelsysteme
haben die Aufgabe den Türflügel an dessen Unterseite entlang einer vorgegebenen Bahn
zu führen, sodass dieser nicht mit dem Portal kollidiert und im geöffneten Zustand
in einer definierten Position mit Abstand zur Fahrzeugaußenkontur gehalten wird. Diese
Schwenkhebelsysteme sind jedoch mit dem Nachteil behaftet, dass sie zwar eine Leitfunktion
ausüben, aber keine Verriegelungsfunktion aufweisen. Kräfte, welche quer zur Türblattebene
wirken, müssen daher im Wesentlichen vom Türblatt selbst abgefangen werden, wobei
durch Verwindung desselben es zu einem Abheben der Türdichtungen von der Dichtebene
und einer Öffnungsspaltbildung an der Nebenschließkante kommen kann. Ein derartiger
Spalt verursacht einen Zug im Inneren des Fahrzeugs, Lärm, Vibrationen des Türblatts
und beunruhigt die Fahrgäste. Vibrationen des Türblatts führen zu einer Ausleierung
seiner Lagerung und es kommt zu Stößen mit den Portalkanten.
[0003] Die
EP 0 936 119 B1 offenbart eine Schwenkschiebetür gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0004] Die
DE 26 57 285 A1 offenbart eine Türsteuervorrichtung, die an einer Schwenkspindel 9 einen bezüglich
des Wagenkastens verschwenkbaren Schwingseitenarm 8 aufweist. Dieser greift in eine
mit dem Türblatt verbundene Tragführung in Form eines Schlitzes 17, wobei die Führung
samt Türblatt in ausgeschwenkter Position des Schwingseitenarms 8 in die Offenposition
geschoben werden kann. Die einzige Bewegung, die der Schwingseitenarm vollführen kann,
ist eine Drehung um eine wagenkastenfeste vertikale Achse.
[0005] Eine mit dem Schwingseitenarm um eine Achse drehbar verbundener Bogen ragt nach hinten
(ins Wageninnere) ab, wobei eines seiner Enden in einer bogenförmigen Führung (Schlitz)
geführt wird und unmittelbar mit dem Türöffnungsmechanismus gekoppelt ist. In der
bogenförmigen Führung nimmt am Ende des Türschließvorgangs das Ende des Bogens eine
Art fixierte Position ein. Um aus dieser fixierten Position zu gelangen, muss beim
Türöffnungsvorgang zunächst der Bogen durch einen komplizierten Verbindungsmechanismus
mit dem Türantrieb (Bügel, Verbindungsstange, ein weiterer Bügel und Reaktionsarm)
gelöst werden.
[0006] Die
EP 0 259 568 A beschreibt eine Schwenkschiebetür für Fahrzeuge. Auch bei dieser Schwenkschiebetür
ist der Schwenkhebel für das Türblatt lediglich um eine vertikale Achse verdrehbar.
Vom Prinzip her ist er daher jenem der beiden vorangegangenen Druckschriften gleich.
[0007] Ziel der Erfindung ist es, im Bereich der Nebenschließkante auf das Türblatt wirkende
Querkräfte durch eine geeignete Ausbildung eines Schwenkhebelsystems von diesem selbst
abzufangen und in das Portal einzuleiten, wobei die hiefür erforderliche Verriegeiungseigenschaft
aus der vom Türantrieb zur Verfügung stehenden Schließkraft, also ohne weitere Energiezufuhr
von außen, abgeleitet wird.
[0008] Erfindungsgemäß wird dieses Ziel mit einer Schwenkschiebetür der eingangs erwähnten
Art dadurch erreicht, dass der Rollenhebel entlang einer vorgegebenen, bogenförmigen
Bahn bis zu einer durch einen Anschlag bestimmten Position herschiebbar ist und in
Anschlagsposition in eine verriegelte Position verschwenkbar ist, in der ein am türblattfernen
Hebelarm des Rollenhebels angeordnetes Führungselement des Rollenhebels in eine portalfeste
Arretierung greift.
[0009] Dabei wird ein Teil der Längsbewegung des Türblatts am Ende des Schließvorgangs dazu
benutzt, um über ein geeignetes Hebel- oder Führungssystem, eine Arretierung bzw.
Vernegelung der Tür quer zur Türblattebene zu erzielen. Die Verriegelt-Stellung entspricht
mehr oder weniger einer Totpunktlage bzw. Übertotpunktlage, die verhindert, dass die
Tür von innen aufgedrückt werden kann.
[0010] Neben der Verriegelung des Rollenhebels soll zu Beginn der Ausstellbewegung eine
sehr flache und erst in einer späteren Phase der Ausstellbewegung eine steile Ausstellkurve
erreicht werden. Beim Einschwenken der Türe wird der Weg also in zwei funktionell
unterschiedliche Teilbereiche aufgetrennt, wobei Ersterem reine Leitfunktion (steile
Ausstellkurve), dem zweiten Leit- und Verriegelungsfunktion (flache Ausstellkurve)
zukommt.
[0011] Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass mit dem Beginn der Türschließbewegung
der Rollenhebel zunächst entlang einer vorgegebenen Bahn bis zu einer durch einen
Anschlag vorgegebenen Position verschoben wird. Der Anschlagspunkt verhindert zwar
eine weitere Verschiebung des Rollenhebels, ermöglicht aber sein Verschwenken, das
im folgenden dem Rollenhebel durch die Türschließbewegung aufgezwungen wird. Der Rollenhebel
selbst besitzt keinen eigenen Antrieb, alle seine Bewegungen rühren von der Bewegung
des Türblatts, das wiederum vom Türantrieb in Richtung längs der Türblattebene bewegt
wird.
[0012] Nach dem Verschwenken, also im geschlossenen Zustand der Tür befindet sich der Rollenhebel
durch eine Arretierung, z.B. eines hinter eine Kante eingreifenden Zapfens des Rollenhebels
in einer verriegelten Position bzw. Totpunktlage bezüglich einer von Innen normal
auf das Türblatt wirkenden Kraft. Beim Einschwenken folgt die in die Führungsschiene
eingreifende Rolle des Rollenhebel zunächst dem steilen Teil des Ausstellwegs und,
sobald sein weiteres Verschieben durch den Anschlag begrenzt ist, dem flachen Teil
des Ausstellwegs, der in die Geschlossenposition der Türe führt. Zeitgleich mit der
Zurücklegung des flachen Teils des Ausstellwegs erfolgt die Verriegelung des Rollenhebels.
[0013] ) Es ist selbstverständlich denkbar, dass der flache Teil des Ausstellwegs parallel
zur Türblattebene verläuft. Allerdings besteht in diesem Falle, die Gefahr einer Kollision
zwischen der Türkante und dem Portalsteher. Aber auch dann, wenn der flache Teil des
Ausstellwegs nicht völlig parallel zur Türblattebene verläuft, wird mit der vorliegenden
Erfindung das oben beschriebene Problem des Aufdrückens des Türblatts von innen effizient
beseitigt. In diesem Fall wirkt die Verriegelung des Türblatts, also seine Schließkraft,
die bei geschlossener Türe ein Verschieben des Türblatts in Richtung parallel zur
Türblattebene verhindert, mit dem erfindungsgemäßen Hebelsystem zusammen. Derartige
Verriegelungen sind meistens im Türantrieb selbst verwirklicht und sind z.B. in Form
einer Spindel-Verriegelung für den an einer Spindelmutter befestigten Tragarm des
Türblatts ausgebildet. Somit werden jene Komponenten der Querkraft, die ein Verschwenken
des Rollenhebels aus seiner Arretierung und damit eine Ausstellbewegung des Türblatts
bewirken würden, von der Verriegelung des Türblatts aufgefangen, während Komponenten
normal dazu von der portalfesten Arretierung aufgenommen werden. Je flacher der Ausstellweg,
desto kleiner ist die Kraftkomponente, die von der Türblattverriegelung aufgenommen
werden muss. Eine Luftspaltbildung bei geschlossener Türe mit all den oben beschriebenen
Nachteilen kann durch eine erfindungsgemäße Schwenkschiebetür effizient verhindert
werden.
[0014] In bevorzugter Ausgestaltung ist die Schwenkschiebetür
dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Bahn durch einen mit dem Rollenhebel gelenkig um eine Achse verbundenen
Hebel, der mit dem Wagenkasten gelenkig um eine Achse verbunden ist, und eine portalfeste
Führung bestimmt ist, entlang der ein am türblattfemen Hebelarm des Rollenhebels angeordnetes
Führungselement, z.B. ein Zapfen, eine Rolle od. dgl., verschiebbar ist. Durch diese
Maßnahme kann eine bogen- bzw. kreisförmig verlaufende Verschiebung des Rollenhebels
auf sehr elegante Weise verwirklicht werden.
[0015] In einer Variante ist die Schwenkschiebetür
dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Bahn durch eine wagenkastenfeste Führung bestimmt ist, in der der
Rollenhebel mittels Führungselementen, z.B. Zapfen, Rollen od. dgl., verschiebbar
ist. Die Form der Führung bestimmt den Beginn Ausstellbewegung und die Anzahl der
beweglichen Teile wird durch diese Maßnahme verringert.
[0016] Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 die zur Gänze geöffnete erfindungsgemäße Schwenkschiebetür,
Fig. 2 die Schwenkschiebetür von Fig. 1 vor dem Beginn der Türschließendbewegung,
Fig. 3 die Schwenkschiebetür von Fig. 1 kurz vor Beginn des Verriegelungsvorgangs,
und
Fig. 4 die zur Gänze geschlossene und verriegelte erfindungsgemäße Schwenkschiebetür.
[0017] Die in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Schwenkschiebetür umfasst ein Türblatt
3 mit einer Führungsschiene 4, in die ein Rollenhebel 1 mit seiner Rolle 2 eingreift.
Außen an der Führungsschiene 4 liegt eine ebenfalls am Rollenhebel 1 gelagerte Rolle
8 an, die zusammen mit der Rolle 2 einen Teil der Wand der Führungsschiene umklammert.
Der Rollenhebel 1 ist an einem Schwenkhebel 5 drehbar um die vertikale Achse M1 gelagert.
Der Hebel 5 ist wiederum im Bereich der Nebenschließkante bezüglich des Portals um
eine vertikale Achse M2 drehbar gelagert. Das Verschwenken der beiden Hebel 1 und
5 gegeneinander wird durch einen Anschlag A1 am Hebel 5 begrenzt. Am dem Türblatt
3 abgewandten Hebelarm des Rollenhebels 1 ist eine Rolle 7 drehbar gelagert, die entlang
einer portalfesten Kulissenführung geführt wird. Das Ende der bogenförmigen Kulissenführung
ist durch einen Knick K gekennzeichnet und stellt gleichzeitig eine Arretierung des
Rollenhebels 1 dar, in den die Rolle 7 bei geschlossener Tür eingreift.
[0018] Im folgenden soll der Schließprozess näher erläutert werden: Fig. 1 zeigt die zur
Gänze geöffnete Schwenkschiebetür. Das Türblatt 3 ist entlang des Weges "S" in der
Führungsschiene 4 geführt und frei verschiebbar. Fig. 2 zeigt die Position des Türblatts
3 nach dessen Verschiebung um den Weg "S", jedoch in noch voll ausgeschwenkter Position.
Bei weiterem Fortsetzen des Schließvorgangs wird die am Rollenhebel 1 befestigte Rolle
2 durch das Ende der Führungsschiene 4 mitbewegt. Der Rollenhebel 1 ist mit dem Schwenkhebel
5 gelenkig um die vertikale Achse M1 verbunden und der Schwenkhebel 5 wiederum ist
mit einer portalfesten Konsole 6 gelenkig um die vertikale Achse M2 verbunden. Eine
am Rollenhebel 1 angebrachte Stützrolle 7 liegt am kulissenförmig ausgeformten Teil
der Portalfesten konsole 6 an, verhindert somit ein Drehung des Rollenhebels 1 um
die vertikale Achse M1 und bewirkt die gemeinsame Rotation des Rollenhebels 1 und
des Hebels 5 um die vertikale Achse M2. Diese reine Drehbewegung setzt sich so lange
fort, bis der Knickpunkt K der Kulisse erreicht ist.
[0019] Fig. 3 zeigt den Beginn des Verriegelungsvorgangs. Hierbei wird die am Rollenhebel
1 befestigte Stützrolle 7 um die vertikale Achse M1 über den Knickpunkt K der Kulisse
geführt und in eine verriegelte Position gebracht, die - wie in Fig. 4 ersichtlich
- ein Rückdrehen des Hebelsystems in Richtung der Öffnungsbewegung durch eine vom
Inneren des Fahrzeuges normal auf das Türblatt 3 wirkende Kraft - in Fig. 4 mit einem
Pfeil F angedeutet - verhindert, sodass am Ende des Türwegs das Türblatt 3 an der
Hinterkante durch das Anliegen der Stützrolle 7 an der Knickkontur der portalfesten
Konsole 6 verriegelt ist. Mit dem Ende der Drehbewegung des Schwenkhebels 5 beginnt
also die Verschwenkung des Rollenhebels 1.
[0020] Beim Türöffnungsvorgang wird, wie in Fig. 4 dargestellt, das Türblatt 3 und damit
die Führungsschiene 4 in Richtung des Pfeils L bewegt, wodurch über eine weitere am
Rollenhebel 1 befestigte Rolle 8 der Rollenhebel 1 um die vertikale Achse M1 gedreht
und somit die Stützrolle 7 aus der Verriegelungsposition herausbewegt wird. Diese
Drehbewegung wird durch einen am Schwenkhebel 5 angebrachten Anschlag A1 begrenzt,
wodurch bei fortgesetzter Öffnungsbewegung des Türblatts 3 der Rollenhebel 1 und der
Schwenkhebel 5 um die vertikale Achse M2 rotieren, bis ein weiterer am Schwenkhebel
5 angebrachter Anschlag A2 diese Drehbewegung begrenzt, wobei die Rollen 2 und 8 eine
solche Position relativ zur Führungsschiene 4 einnehmen, dass diese zwischen den Rollen
2 und 8 längsverschiebbar wird und das Türblatt 3 wieder in die voll ausgeschwenkte
Position, wie in Fig. 1 dargestellt, gebracht ist. Die bei geschlossener Türe außen
auf der Stirnseite der Führungsschiene anliegende Rolle 8 dient dazu, dass beim Antrieb
des Türblatts 3 der Rollenhebel 1 verschwenkt wird.
[0021] Die Anordnung der Rollen 2 und 8 am Rollenhebel 1 ist zudem so getroffen, dass bis
zu Beginn des Verriegelungsvorgangs eine Kraft in Richtung des Pfeils -F auf das Türblatt
3 keine Drehung des Hebelsystems um M2 zulässt. Auch Kräfte in Richtung des Pfeils
F werden zuverlässig durch die Hebelanordnung am Anschlag A2 abgefangen, sodass das
Türblatt 3 auch in offenem Zustand der Tür stabil gehalten wird. Zu diesem Zweck ist
die außen an der Führungsschiene 4 anliegende Rolle 8 bezüglich der in die Führungsschiene
4 eingreifenden Rolle 2 seitlich in Richtung Nebenschließkante versetzt. Sie dient
daher als Abstützung des Türblatts 3.
[0022] Wie aus den Figuren ersichtlich bewirkt das Verschwenken des Rollenhebels 1 aus der
Arretierung eine flache Ausstellbewegung, deren Beginn beinahe parallel zur Türblattebene
verläuft. Im Gegensatz dazu bewirkt das anschließende Verschwenken des Hebels 5 eine
wesentlich steilere Ausstellbewegung. Der Verlauf des flachen Teils 10 und des steilen
Teils 11 des Ausstellwegs ist aus den Fig. 1 und Fig. 4 ersichtlich. Die Komponente
der quer zur Türblattebene wirkenden Kraft F, die ein Verschwenken des Rollenhebels
1 verursacht, wird aufgrund der Flachheit der Ausstellkurve direkt von der Verriegelung
des Türblatts 3 aufgefangen. Die Komponente senkrecht dazu wird über die portalfeste
Arretierung des Rollenhebels 1 direkt in das Portal eingeleitet. Das Hebelsystem selbst
weist keinen eigenen Antrieb auf und ist nur durch die Bewegung des Türblatts 3 verschwenkbar.
[0023] Durch die steile Ausfahrkurve können gleichzeitig unter dem Gesichtspunkt der Kollisionsvermeidung
des Türblatts 3 mit dem Dichtwinkel 9 geringe Längsabmessungen der Einrichtung verwirklicht
werden.
[0024] Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird die vorgegebene Bahn, entlang der der Rollenhebel
1 bei der Türschließ- bzw. Öffnungsbewegung verschiebbar ist, durch einen zusätzlichen
Schwenkhebel 5 im Zusammenspiel mit einer Kulissenführung bestimmt. Das Gelenk M1
bewegt sich auf einer Kreisbahn, und die Rolle 7 auf einer kreis- bzw. bogenförmigen
Kontur einer portalfesten Führung. Es wäre jedoch ohne weiteres denkbar, den Rollenhebel
1 in einer Führung, z.B. einer bogenförmigen, vorzugsweise kreisförmigen Kulissenführung
oder einer Führungsschiene, z.B. über zwei in die Führung eingreifende Zapfen, Rollen
etc. verschieblich anzuordnen. Eine Anschlagsposition dient zur Begrenzung der Rollenhebelverschiebung
beim Türschließvorgang, ermöglich aber gleichzeitig ein Verschwenken des Rollenhebels
1. Dies kann z.B. dadurch realisiert werden, dass einer der beiden Führungszapfen
am Anschlag anliegt, währende der andere, vorzugsweise am Ende des Rollenhebels 1
angeordnete Zapfen über eine Ausnehmung in der Führungsschiene aus der Führungsschiene
in Richtung Portalwand ausweichen kann und durch Verschwenkung des Rollenhebels 1,
ähnlich wie in Fig. 3 dargestellt, hinter einer Kante eine verriegelte Position bzw.
eine Totpunktlage einnehmen kann.
[0025] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann
beim Verschwenken des Rollenhebels 1 anstelle der Rolle 7 ein eigens dafür vorgesehenes
Verriegelungselement in die wagekastenfeste Arretierung eingreifen, z.B. ein Zapfen,
ein Steg oder dgl.
1. Schwenkschiebetür, insbesondere für Schienenfahrzeuge, mit einem im Bereich der Nebenschließkante
angeordneten Rollenhebel (1), der mit einer Rolle (2) in eine am Türblatt (3) angeordnete
Führungsschiene (4) eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenhebel (1) entlang einer vorgegebenen, bogenförmigen Bahn bis zu einer durch
einen Anschlag (A1) bestimmten Position verschiebbar ist und in Anschlagsposition
in eine verriegelte Position verschwenkbar ist, in der ein am türblattfemen Hebelarm
des Rollenhebels (1) angeordnetes Führungselement (7) in eine portalfeste Arretierung
greift.
2. Schwenkschiebetür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Bahn durch einen mit dem Rollenhebel (1) gelenkig um eine Achse (M1)
verbundenen Hebel (5), der mit dem Wagenkasten gelenkig um eine Achse (M2) verbunden
ist, und eine portalfeste Führung (6) bestimmt ist, entlang der das am türblattfernen
Hebelarm des Rollenhebels (1) angeordnete Führungselement (7) verschiebbar ist.
3. Schwenkschiebetür nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierung in Form einer Ausnehmung oder eines Knicks (K) in der portalfesten
Führung (6) ausgebildet ist.
4. Schwenkschiebetür nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass Führungselement (7) gleichzeitig Verriegelungselement ist.
5. Schwenkschiebetür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Bahn durch eine wagenkastenfeste Führung bestimmt ist, in der der
Rollenhebel (1) mittels Führungselementen (7), verschiebbar ist.
6. Schwenkschiebetür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenhebel (1) im Bereich der Rolle (2) eine zweite Rolle (8) aufweist, die
zusammen mit der Rolle (2) die Wand der Führungsschiene (4) umklammert, und die Rolle
(8) in Offenposition der Türe bezüglich der Rolle (2) seitlich in Richtung Nebenschließkante
versetzt ist.
1. A pivotable sliding door, in particular for rail vehicles, with a roller lever (1)
which is arranged in the region of the lateral closing edge and engages by means of
a roller (2) in a guide rail (4) arranged on the door leaf (3), characterized in that the roller lever (1) can be displaced along a predetermined, curved track as far
as a position defined by a stop (A1) and, in the stop position, can be pivoted into
a locked position in which a guide element (7) arranged on that lever arm of the roller
lever (1) which is remote from the door leaf engages in retaining means fixed on the
doorway.
2. The pivotable sliding door as claimed in claim 1, characterized in that the predetermined track is defined by means of a lever (5), which is connected to
the roller lever (1) in an articulated manner about an axis (M1) and is connected
to the rail car body in an articulated manner about an axis (M2), and a guide (6),
which is fixed on the doorway and along which a guide element (7) which is arranged
on that lever arm of the roller lever (1) which is remote from the door leaf, can
be displaced.
3. The pivotable sliding door as claimed in claim 2, characterized in that the retaining means is designed in the form of a recess or a bend (K) in the guide
mechanism (6) fixed on the doorway.
4. The pivotable sliding door as claimed in either of claims 2 and 3, characterized in that the guide element (7) is at the same time the locking element.
5. The pivotable sliding door as claimed in claim 1, characterized in that the predetermined track is defined by a guide which is fixed on the rail car body
and in which the roller lever (1) can be displaced by means of guide elements (7).
6. The pivotable sliding door as claimed in claim 1, characterized in that the roller lever (1) has, in the region of the roller (2), a second roller (8) which,
together with the roller (2), embraces the wall of the guide rail (4), and, in the
open position of the door, the roller (8) is offset laterally with respect to the
roller (2) in the direction of the lateral closing edge.
1. Porte louvoyante-coulissante, notamment pour des véhicules ferroviaires, comprenant
un levier (1) à galet, qui pénètre par un galet (2) dans un rail (4) de guidage monté
sur le ventail de porte, caractérisée en ce que le levier (1) à galet peut coulisser le long d'une trajectoire arquée prescrite jusqu'à
une position déterminée par une butée (A1) et, dans la position en butée, peut pivoter
pour venir dans une position verrouillée dans laquelle un élément (7) de guidage monté
sur le bras du levier (1) à galet, qui est éloigné du ventail de porte, se prend dans
un dispositif d'arrêt fixe par rapport au portique.
2. Porte louvoyante-coulissante suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la trajectoire prescrite est déterminée par un levier (5) articulée au levier (1)
à galet autour d'un axe (M1) et articulé à la caisse autour d'un axe (M2), et par
un guidage (6), qui est fixe par rapport au portique et le long duquel l'élément (7)
de guidage monté sur le bras du levier (1) à galet, qui est éloigné du ventail de
porte, peut coulisser.
3. Porte louvoyante-coulissante suivant la revendication 2, caractérisée en ce que le dispositif d'arrêt est constitué sous la forme d'un évidement ou d'un coude (k)
dans le guidage (6) fixe par rapport au portique.
4. Porte louvoyante-coulissante suivant l'une des revendications 2 ou 3, caractérisée en ce que l'élément (7) de guidage est en même temps un élément de verrouillage.
5. Porte louvoyante-coulissante suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la trajectoire prescrite est déterminée par un guidage fixe par rapport à la caisse,
dans lequel le levier (1) à galet peut coulisser au moyen d'éléments (7) de guidage.
6. Porte louvoyante-coulissante suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le levier (1) à galet a, dans la zone du galet (2), un deuxième galet (8) qui ensemble
avec le galet (2) enserre la paroi du rail (4) de guidage et le galet (8) est déplacé,
lorsque la porte est en position ouverte, par rapport au galet (2) latéralement en
direction du bord de fermeture à côté.