| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 853 757 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.10.2010 Patentblatt 2010/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.02.2006 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2006/001803 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2006/092260 (08.09.2006 Gazette 2006/36) |
|
| (54) |
ROLLENZUG-ELEMENT FÜR JACQUARDMASCHINE
PULLEY ELEMENT FOR A JACQUARD MACHINE
ELEMENT A POULIES pour machine JACQUARD
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
28.02.2005 DE 102005008998
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
14.11.2007 Patentblatt 2007/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Hongsheng (HISUN) Group Co., Ltd. |
|
Zhejiang (CN) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- KEIM, Walter,
Grosse Jac Webereimaschinen GmbH
89233 Neu-Ulm (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Schweiger, Martin et al |
|
Schweiger & Partner
Anwaltskanzlei
Karlstrasse 35 80333 München 80333 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 214 074 EP-A- 0 526 820 EP-A- 1 396 561 DE-B- 1 119 188
|
EP-A- 0 488 913 EP-A- 0 807 702 DE-A1- 19 500 642 US-A- 5 353 846
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rollenzug-Element gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1, welches zur Verwendung in einer Jacquardmaschine vorgesehen ist.
[0002] Zur Erzeugung der so genannten Doppelhub-Offenfach-Arbeitsweise einer Jacquardmaschine,
wie sie beispielsweise aus der
EP 0 287 921 A1 der Anmelderin bekannt ist, wird vorzugsweise ein so genanntes Rollenzug-System eingesetzt.
Bei diesem bekannten System arbeiten zwei Halbplatinen über eine flexible Litze -
die so genannte Strupfe - auf eine erste Rolle eines Rollenzug-Elements, um eine von
zwei möglichen Offenfachstellungen zu erzeugen. Der Hub der Rolle reduziert sich bei
dieser Anordnung auf die Hälfte des Platinenhubes. Mit einer zweiten Rolle, die im
Rollenzuggehäuse in einer festen Relation zur ersten Rolle angeordnet ist, sowie einer
zweiten Strupfe mit einem festen und einem losen Ende wird der ursprüngliche Platinenhub
am losen Strupfenende wieder erzeugt. Das auf diese Weise hinsichtlich seiner Position
gesteuerte Strupfenende ist dann mit mindestens einer Harnischschnur zum Anheben eines
Kettfadens verbunden.
[0003] In der heutigen Praxis werden Jacquardmaschinen mit bis zu 20.000 Musterstellen eingesetzt,
wobei ebenso viele Rollenzüge bei einer derartigen Maschine erforderlich sind. Diese
hohe Anzahl sowie die technischen Anforderungen an die Rollenzüge im Hinblick auf
die Dimension, das Gewicht, die Wartungsfreiheit und die geforderten hohen Standzeiten
führen dazu, dass der Gestaltung der Rollenzüge bei der Entwicklung einer Jacquardmaschine
eine hohe Bedeutung zukommt. Die Bemühungen, hierbei immer weitere Fortschritte zu
erzielen, wirken sich auf den Herstellungspreis aus.
[0004] Bisherige Versuche, die oben genannten Kriterien zu erfüllen, beruhten im Wesentlichen
darauf, die Rollenzüge durch Kunststoffteile zu bilden. Im Hinblick auf die damit
erreichbaren Standzeiten waren diese Versuche allerdings nicht besonders erfolgreich.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt dementsprechend die Aufgabe zu Grunde, ein Rollenzug-Element
zur Verwendung in einer Jacquardmaschine anzugeben, welches kostengünstig herzustellen
ist und die oben genannten Anforderungen erfüllt.
[0006] Die Aufgabe wird durch ein Rollenzug-Element mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Die vorliegende Erfindung basiert auf der Idee, ein Rollenzug-Element einzusetzen,
welche lediglich ein einziges Lager aufweist. Aus Kostengründen sollte hierfür insbesondere
auch die Verwendung eines preisgünstigen Qualitäts-Kugellagers aus dem Katalog möglich
sein. Bei bislang bekannten Rollenzug-Elementen aus dem Stand der Technik werden grundsätzlich
zwei Lager eingesetzt, wobei auf dem Außenring des jeweiligen Lagers jeweils eine
Seilrolle frei beweglich ist. Der Innenring der beiden Lager hingegen ist jeweils
festgesetzt und wird für die Drehung nicht weiter genützt.
[0008] Beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung sitzt auf dem Außenring ebenfalls eine
Seilrolle, gleichzeitig wird allerdings auch der Innenring des Lagers zur Halterung
einer zweiten Seilrolle genutzt. Durch diese Maßnahme ist die Verwendung eines einzigen
Lagers ausreichend, um die Aufgaben eines klassischen Rollenzug-Elements zu erfüllen.
Dementsprechend kann somit sowohl das Volumen als auch das Gewicht des Rollenzug-Elements
im Vergleich zu klassischen Lösungen deutlich reduziert werden.
[0009] Erfindungsgemäß wird also ein Rollenzug-Element zur Verwendung in einer Jacquardmaschine
vorgeschlagen, welches mindestens eine erste Seilrolle zur Führung einer ersten Strupfe
sowie mindestens eine zweite Seilrolle zur Führung einer zweiten Strupfe aufweist,
wobei eine der beiden Strupfen mit mindestens einer Platine und die andere Strupfe
mit mindestens einer Harnischschnur zum Anheben eines Kettfadens verbunden ist und
wobei die erste und die zweite Seilrolle unabhängig voneinander drehbar gelagert sind.
Erfindungsgemäß weist das Rollenzug-Element ein aus einem Innenring und einem Außenring
bestehendes Lager auf, wobei der Innenring und der Außenring des Lagers unabhängig
voneinander drehbar sind und wobei eine der beiden Seilrollen mit dem Innenring und
die andere Seilrolle mit dem Außenring des Lagers verbunden ist.
[0010] Aus Gründen der Symmetrie ist vorzugsweise eine der beiden Strupfen als Doppelstrupfe
ausgebildet, wobei dann der Innenring des Lagers mit zwei zweiten Seilrollen verbunden
ist, welche zu beiden Seiten der ersten Seilrolle angeordnet sind. Durch diese Maßnahme
wird erzielt, dass der Zug auf beide Strupfenenden gleichmäßig verteilt wird und dementsprechend
kein Schiefzug auftritt. Die Doppelstrupfe kann in diesem Fall etwas schwächer ausgeführt
sein, da sich die Belastung auf beide parallel verlaufenden Bereiche der Strupfe verteilt.
[0011] Die beiden zweiten Seilrollen sind im Querschnitt vorzugsweise etwa winkelförmig
ausgestaltet und weisen an der zur Außenseite des Lagers weisenden Stirnfläche jeweils
eine Führungs- bzw. Seilrille für die Strupfe auf. Vorzugsweise sind die der ersten
Seilrolle zugewandten Innenflächen der beiden zweiten Seilrollen in etwa komplementär
zu den Außenflächen der ersten Seilrolle ausgebildet. Hierdurch ist sichergestellt,
dass geringe Spaltbreiten zwischen den verschiedenen Komponenten des erfindungsgemäßen
Rollenzug-Elements auftreten und diese somit gleichzeitig auch als Labyrinth für das
Kugellager genutzt werden können. Eine zusätzliche Abdichtung des Lagers ist dementsprechend
nicht weiter erforderlich.
[0012] Zum sicheren Führen der Strupfen in den Seilrillen sowie zum Schutz gegen Verschmutzung
und zur sicheren Abweisung des Rollenzug-Elements beim Passieren der Fachgleichstellung
der Jacquardmaschine sind die Seilrollen vorzugsweise innerhalb eines Gehäuses angeordnet
bzw. gedeckelt. Die Anordnung der Seilrollen innerhalb des Gehäuses erfolgt dabei
insbesondere schwimmend, wobei das Gehäuse in diesem Fall vorzugsweise zweiteilig
ausgestaltet ist.
[0013] Als Lager wird vorzugsweise ein Kugellager eingesetzt, es wäre allerdings auch denkbar,
ein Gleitlager zu verwenden.
[0014] Der besondere Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, dass durch die
Reduzierung der erforderlichen Bauteile auf ein einziges Lager sowohl die Herstellungskosten
als auch das Gewicht des Rollenzug-Elements im Wesentlichen halbiert werden können.
Die hierdurch erzielte geringere Einbaumasse hat zur Folge, dass die gesamte Jacquardmaschine
einerseits weniger Gewicht in Anspruch nimmt und andererseits längere Standzeiten
erzielt werden können.
[0015] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch und stark vereinfacht einer Jacquard-Webanlage, bei der der Einsatz erfindungsgemäßer
Rollenzug-Elemente vorgesehen ist;
- Fig. 2
- ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rollenzug- Elements in
perspektivischer Ansicht und
- Fig. 3
- das Rollenzug-Element nach Fig. 2 in Schnittdarstellung.
[0016] Der grundsätzliche Aufbau eines Jacquard-Webstuhls ist hinlänglich bekannt und soll
deshalb im Folgenden lediglich kurz zusammengefaßt werden. Die in Figur 1 dargestellte
Webanlage besteht im Wesentlichen aus den an sich bekannten Komponenten Jacquardmaschine
1, Harnisch 2 und Webmaschine 3, die in Figur 1 lediglich schematisch dargestellt
sind. Insbesondere sind bei der mit dem Bezugszeichen 1 versehenen Jacquardmaschine
die zugehörigen Platinen 4 und 5, die über eine erste Strupfe 6 miteinander verbunden
sind, lediglich angedeutet. Diese Strupfe 6 verläuft - wie in Fig. 1 lediglich schematisch
angedeutet - über das erfindungsgemäße Rollenzug-Element 20. Die Steuereinrichtung
der Jacquardmaschine 1 hingegen, mit deren Hilfe das Anheben und Absenken der Platinen
4 und 5 bewirkt und ferner deren gesteuertes Halten in einer oberen Stellung oder
einer unteren Stellung sichergestellt wird, ist in Fig. 1 nicht dargestellt. Einrichtungen,
mit denen dies realisiert werden kann, sind aus dem Stand der Technik ebenfalls bereits
hinlänglich bekannt. Hierbei wird insbesondere auf die eingangs genannte
EP 0 287 921 A1 der Anmelderin verwiesen.
[0017] Im Harnisch 2 der Webanlage ist eine zweite Strupfe 8 an einem Ende 8a fest an einer
ortsfesten Strupfen- und Harnischführung, oftmals auch Strupfenboden 9 genannt, befestigt.
Diese zweite Strupfe 8 läuft wiederum über das erfindungsgemäße Rollenzug-Element
20 und ist mit ihrem anderen, losen Ende 8b mit einer Harnischschnur 10 verbunden,
die durch den Strupfenboden 9 geführt ist und ferner über ein ortsfestes so genanntes
Chorbrett 11 verläuft. Unterhalb des Chorbretts 11 ist die Harnischschnur 10 mit einer
Litze 12 verbunden, welche eine Öse 12a enthält, durch die ein Kettfaden 14 läuft.
Der Kettfaden 14 wird gemäß der Ansteuerung der Platinen 4 und 5 also entsprechend
dem vorgegebenen Jacquardmuster in eine Hoch- oder Tieffachstellung gebracht und dort
gehalten. Ein Harnischniederzug 13 ist mit der Litze 12 an der unteren Seite der Öse
12a verbunden und bringt die notwendige Rückstellkraft für das gesamte System auf,
also diejenige Kraft, die sicherstellt, dass der Kettfaden 14 bei entsprechender Ansteuerung
der Platinen 4 und 5 wieder von der Hochfachstellung in die Tieffachstellung zurückkehren
kann.
[0018] Bislang verwendete Rollenzug-Elemente bestehen üblicherweise aus zwei Seilrollen,
die jeweils auf einem eigenen Lager angeordnet sind. Üblicherweise sind die Seilrollen
in vertikaler Verlängerung zueinander angeordnet, um asymmetrische Kräfte bei der
Zugübertragung zu vermeiden. Die Verwendung von zwei Lagern hat allerdings zu Folge,
dass bekannte Rollenzug-Elemente eine relativ große Bauhöhe aufweisen und darüber
hinaus auch verhältnismäßig schwer sind.
[0019] Zur Vermeidung dieser Nachteile wird nunmehr erfindungsgemäß ein neuartiges Rollenzug-Element
vorgeschlagen, welches in den Figuren 2 und 3 dargestellt ist. Figur 2 zeigt dabei
eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Rollenzug-Elements, während hingegen
Figur 3 das Rollenzug-Element im Schnitt zeigt.
[0020] Das besondere Merkmal das erfindungsgemäßen, allgemein mit dem Bezugszeichen 20 versehenen
Rollenzug-Elements ist, dass dieses lediglich ein einziges Lager 21 aufweist. Bei
diesem Lager 21 handelt es sich vorzugsweise um ein Kugellager, es wäre allerdings
ebenso auch die Verwendung eines Gleitlagers denkbar. Während bei bislang bekannten
Rollenzug-Elementen lediglich die Außenringe der verwendeten Lager drehbar waren,
sind bei dem erfindungsgemäßen Rollenzug-Element 20 sowohl der Innenring 22 als auch
der Außenring 23 des Lagers 21 drehbar angeordnet.
[0021] Entsprechend der Schnittdarstellung in Figur 3 ist der Außenring 23 des Lagers 21
zunächst mit einer ersten Seilrolle 25 verbunden, welche an der Umfangsfläche des
Außenrings 23 angeordnet ist und sich somit mit diesem dreht. An ihrer zur Außenseite
hin weisenden Stirnfläche weist diese Seilrolle eine umlaufende Nut oder Seilrille
26 auf, welche zur Führung der mit den Platinen verbundenen ersten Strupfe 6 vorgesehen
ist.
[0022] Der Innenring 22 des Lagers 21 ist - wie bereits erwähnt - ebenfalls drehbar gelagert,
und mit einer zweiten Seilrolle 30 verbunden. Genau genommen ist der Innenring 22
mit zwei zweiten Seilrollen 30
1 und 30
2 verbunden, was Vorteile im Hinblick auf eine gleichmäßige Lastverteilung mit sich
bringt. Insbesondere kann aufgrund der symmetrischen Anordnung das Auftreten eines
Schiefzugs vermieden werden.
[0023] Die beiden zweiten Seilrollen 30
1 und 30
2 sind also - im Querschnitt gesehen - winkelartig ausgestaltet und weisen zur Außenseite
des Lagers 21 hin weisende Stirnflächen auf, die wiederum jeweils mit einer Nut bzw.
Seilrille 31
1 bzw. 31
2 versehen sind. Wie der perspektivischen Darstellung in Figur 2 entnommen werden kann,
ist die untere Strupfe 8 als Doppelstrupfe mit parallel zueinander verlaufenden Litzen
8
1 bzw. 8
2 ausgebildet, was den bereits zuvor genannten Vorteil mit sich bringt, dass aufgrund
einer symmetrischen Zugverteilung kein Schiefzug auftritt. Die Doppelstrupfe 8 muss
in diesem Fall auf einer Seite des erfindungsgemäßen Rollenzug-Elements 20 eingeschlauft
werden und wird dann mit ihrem Schlingenende 8a mit einem Halteteil 50 verhakt, welches
zur Befestigung an dem Strupfenboden 9 dient. Das andere Ende 8b der Strupfe 8 hingegen
ist mit einem Befestigungshaken 51 verbunden, der zum Einhängen einer Harnischschnur
vorgesehen ist. Vorzugsweise ist die Doppelstrupfe 8 als Endlosschnur ausgestaltet,
was im Hinblick auf die Lagerung bzw. die Führung der Strupfe 8 sowie beim Einhängen
und Verbinden derselben mit dem Halteteil 50 und dem Befestigungshaken 51 Vorteile
mit sich bringt.
[0024] Wesentliches Merkmal der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist, dass beide Ringe 22
bzw. 23 des Lagers 21 unabhängig voneinander drehbar sind, was demzufolge auch für
die Seilrollen 25 bzw. 30 gilt. Wie bei einem klassischen Rollenzug-Element können
somit die beiden Strupfen 6 und 8 unabhängig voneinander über das Rollenzug-Element
20 geführt werden.
[0025] Wie ferner der Schnittdarstellung in Figur 3 entnommen werden kann, sind die der
ersten Seilrolle 25 zugewandten Innenflächen der beiden Seilrollen 30
1, 30
2 in etwa komplementär zu den Außenflächen der ersten Seilrolle 25 ausgebildet. Hierdurch
ergibt sich also ein sehr schmaler Spalt 28 zwischen den Seilrollen 25 und 30, der
gleichzeitig auch ein Labyrinth für das Kugellager 21 bildet. Weitere Dichtungsmaßnahmen
für das Lager 21 sind dementsprechend nicht unbedingt erforderlich.
[0026] Um die Führung der Strupfen 6, 8 in den Seilrillen 26, 31
1 und 31
2 zu verbessern, ist vorgesehen, dass das Lager 21 mit den Seilrollen 25, 30 in einem
Gehäuse 35 gelagert bzw. gedeckelt ist. Die Lagerung erfolgt insbesondere schwimmend,
um die freie Drehbarkeit beider Lagerringe 22, 23 zu gewährleisten. Hierzu ist das
Gehäuse 35 zweiteilig ausgestaltet, wobei die beiden Gehäuseteile 36 und 37 in einfacher
Weise miteinander verrastet werden können. Eine angeschrägte Teilfuge des Gehäuses
35 dient hierbei als Einführhilfe.
[0027] Eine weitere Aufgabe des Gehäuses 35 besteht ferner auch darin, einen Schutz gegen
Verschmutzungen zu bieten und eine sichere Abweisung der nebeneinander angeordneten
Rollenzug-Elemente beim Passieren der Fachgleichstellung der Jacquardmaschine zu gewährleisten.
Zweckmäßigerweise wird zuerst die mittlere oder Einzelstrupfe 6 eingehängt, anschließend
kann die Doppelstrupfe 8 ungehindert in ihre eigenen Seilrollen 30
1, 30
2 gleiten.
[0028] Eine besondere Weiterbildung des vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Gehäuses
35 könnte auch darin bestehen, dieses entsprechend der zugehörigen Musterstelle des
Webstuhls optisch zu markieren. Beispielsweise könnte durch eine besondere farbliche
Gestaltung des Gehäuses 35 der funktionale Zusammenhang der verschiedenen Rollenzug-Elemente
im Hinblick auf das Webmuster gekennzeichnet werden. Bei erforderlichen Wartungsarbeiten
wird hierdurch das Auffinden des gesuchten Rollenzug-Elements 20 deutlich erleichtert,
was insbesondere unter Berücksichtigung der hohen Anzahl der in einem Webstuhl zum
Einsatz kommenden Rollenzug-Elemente von besonderer Bedeutung ist.
[0029] Anzumerken ist, dass es selbstverständlich auch möglich wäre, die obere, also die
mit den Platinen verbundene Strupfe 6 als Doppelstrupfe auszugestalten. Welche der
beiden Strupfen 6, 8 als Doppelstrupfe ausgebildet ist, kann letztendlich frei nach
den Präferenzen des Konstrukteurs bzw. unter Berücksichtigung der weiteren Komponenten
des Webstuhls entschieden werden.
[0030] Insgesamt wird somit ein Rollenzug-Element geschaffen, welches im Hinblick auf die
Anzahl der verwendeten Bauteile, sein Gewicht, sowie die Herstellungs- und Materialkosten
deutliche Vorteile im Vergleich zu bekannten Rollenzug-Elementen mit sich bringt.
Die einfache Bauweise führt ferner auch dazu, dass technische Probleme weiter reduziert
und dementsprechend die erzielbaren Standzeiten deutlich erhöht werden können.
1. Rollenzug-Element (20) zur Verwendung in einer Jacquardmaschine (1), aufweisend
mindestens eine erste Seilrolle (25) zur Führung einer ersten Strupfe (6) sowie mindestens
eine zweite Seilrolle (30) zur Führung einer zweiten Strupfe (8),
wobei eine der beiden Strupfen (6, 8) mit mindestens einer Platine (4, 5) einer Jacquardmaschine
(1) und die andere Strupfe (8) mit mindestens einer Harnischschnur (10) zum Anheben
eines Kettfadens (14) verbunden ist und
wobei die erste und die zweite Seilrolle (25, 30) unabhängig voneinander drehbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rollenzug-Element (20) ein aus einem Innenring (22) und einem Außenring (23)
bestehendes Lager (21) aufweist,
wobei der Innenring (22) und der Außenring (23) des Lagers (21) unabhängig voneinander
drehbar sind und
wobei eine der beiden Seilrollen (25, 30) mit dem Innenring (22) und die andere Seilrolle
(25, 30) mit dem Außenring (23) des Lagers (21) verbunden ist.
2. Rollenzug-Element nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der beiden Strupfen (6, 8) als Doppelstrupfe (81, 82) ausgebildet ist, wobei der Innenring (22) des Lagers (21) mit zwei zweiten Seilrollen
(301, 302) verbunden ist, welche zu beiden Seiten der ersten Seilrolle (25) angeordnet sind.
3. Rollenzug-Element nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden zweiten Seilrollen (301, 302) im Querschnitt etwa winkelförmig ausgebildet sind und an der zur Außenseite des
Lagers (21) weisenden Stirnfläche jeweils eine Seilrille (311, 312) zur Führung der Strupfe (8) aufweisen.
4. Rollenzug-Element nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die der ersten Seilrolle (25) zugewandten Innenflächen der beiden zweiten Seilrollen
(301, 302) in etwa komplementär zu den Außenflächen der ersten Seilrolle (25) ausgebildet sind.
5. Rollenzug-Element nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Doppelstrupfe (81, 82) als Endlosschnur ausgebildet ist.
6. Rollenzug-Element nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lager (21) mit den Seilrollen (25, 30) in einem Gehäuse (35) angeordnet ist.
7. Rollenzug-Element nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lager (21) mit den Seilrollen (25, 30) schwimmend innerhalb des Gehäuses (35)
angeordnet ist.
8. Rollenzug-Element nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (35) zweiteilig ausgestaltet ist.
9. Rollenzug-Element nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Gehäuseteile (36, 37) miteinander verrastbar sind.
10. Rollenzug-Element nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (35) optisch bzw. farblich gestaltet ist.
11. Rollenzug-Element nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die optische Gestaltung eine dem Rollenzug-Element (20) zugeordnete Musterstelle
kennzeichnet.
12. Rollenzug-Element nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (35) aus Kunststoff besteht.
13. Rollenzug-Element nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich bei dem Lager (21) um ein Kugellager handelt.
14. Rollenzug-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lager (21) durch ein Gleitlager gebildet ist.
1. Fulley block element (20) for the use in a Jacquard machine (1), having
at least one first pulley (25) for guiding a first slip-knot (6) and
at least one second pulley (30) for guiding a second slip-knot (8),
wherein one of the two slip-knots (6, 8) is connected with at least one hook (4, 5)
of a Jacquard machine (1) and the other slip-knot (8) is connected with at least one
harness cord (10) for lifting a warp thread (14) and
wherein the first and the second pulleys (25, 30) are rotatable independently of one
another,
characterised in that,
the pulley block element (20) has a bearing (21) comprised of an inner ring (22) and
an outer ring (23), wherein the inner ring (22) and the outer ring (23) of the bearing
(21) are rotatable independently of one another and
wherein one of the two pulleys (25, 30) is connected with the inner ring (22) and
the other pulley (25, 30) is connected with the outer ring (23) of the bearing (21).
2. Pulley block element according to claim 1, characterised in that, one of the two slip-knots (6, 8) in constituted as a double slip-knot (81, 82), wherein the inner ring (22) of the bearing (21) is connected with two second pulleys
(301, 302) which are arranged to the two sides of the first pulley (25).
3. Pulley block element according to claim 2, characterised in that, the two second pulleys (301, 302) are in cross-section formed approximately angled and at the face towards the outside
of the bearing (21) have in each case a cord groove (311, 312) for guiding the slip-knot (8).
4. Pulley block element according to claim 2 or 3, characterised in that, the inner surfaces of the two second pulleys (301, 302) towards the first pulley (25) are constituted approximately complementarity to the
outer surfaces of the first pulley (25).
5. Pulley block element according to any of claims 2 to 4, characterised in that, the double slip-knot (81, 82) is constituted as an endless cord.
6. Pulley block element according to any preceding claim, characterised in that, the bearing (21) is arranged with the pulleys (25, 30) in a housing (35).
7. Pulley block element according to claim 6, characterised in that, the bearing (21) is arranged with the pulleys (25, 30) in a floating manner within
the housing (35).
8. Pullet block element according to claim 6 or 7, characterised in that, the housing (35) is constituted in two parts.
9. Pulley block element according to claim 8, characterised in that, the two housing parts (36, 37) are latchable with one another.
10. Pulley block element according to any of claims 6 to 9, characterised in that, the housing (35) has a visual or colour design.
11. Pulley block element according to claim 10, characterised in that, the visual design of the pulley block element (20) designates the associated pattern
disposition.
12. Pulley block element according to any of claims 6 to 11, characterised in that, the housing (35) is of plastic.
13. Pulley block element according to any preceding claim, characterised in that, the bearing (21) is a ball bearing.
14. Pulley block element according to any of claims 1 to 12, characterised in that, the bearing (21) is formed by a sliding bearing.
1. Élément à poulies multiples (20) pour utilisation dans un métier Jacquard (1), comportant
au moins une première poulie (25) pour le guidage d'une première lisse (6) ainsi qu'au
moins une deuxième poulie (30) pour le guidage d'une deuxième lisse (8),
l'une des deux lisses (6, 8) étant reliée avec au moins une platine (4, 5) d'un métier
Jacquard (1) et l'autre lisse (8), avec au moins un fil d'arcade (10) pour la levée
d'un fil de chaîne (14) et la première et la deuxième poulie (25, 30) étant rotatives
indépendamment l'une de l'autre,
caractérisé en ce que
l'élément à poulies multiples (20) comporte un palier (21) se composant d'une bague
intérieure (22) et d'une bague extérieure (23),
la bague intérieure (22) et la bague extérieure (23) du palier (21) étant rotatives
indépendamment l'une de l'autre et
l'une des deux poulies (25, 30) étant reliée avec la bague intérieure (22) et l'autre
poulie (25, 30), avec la bague extérieure (23) du palier (21).
2. Élément à poulies multiples selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'une des deux lisses (6, 8) se présente sous la forme d'une double lisse (81, 82), la bague intérieure (22) du palier (21) étant reliée avec deux deuxièmes poulies
(301, 302), lesquelles sont placées aux deux extrémités de la première poulie (25).
3. Élément à poulies multiples selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
les deux deuxièmes poulies (301, 302) se présentent, en section transversale, à peu près angulairement et comportent sur
la face frontale dirigée vers le côté extérieur du palier (21) chacune une rainure
(311, 312) pour le guidage de la lisse (8).
4. Élément à poulies multiples selon la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que
les faces intérieures dirigées vers la première poulie (25) des deux deuxièmes poulies
(301, 302) sont à peu près complémentaires aux faces extérieures de la première poulie (25).
5. Élément à poulies multiples selon l'une des revendications 2 à 4,
caractérisé en ce que
la double lisse (81, 82) se présente sous la forme d'un cordon sans fin.
6. Élément à poulies multiples selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le palier (21) avec les poulies (25, 30) est placé dans un boîtier (35).
7. Élément à poulies multiples selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le palier (21) avec les poulies (25, 30) est monté flottant à l'intérieur du boîtier
(35).
8. Élément à poulies multiples selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que
le boîtier (35) est conçu en deux parties.
9. Élément à poulies multiples selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
les deux parties du boîtier (36, 37) sont enclenchables l'une dans l'autre.
10. Élément à poulies multiples selon l'une des revendications 6 à 9,
caractérisé en ce que
le boîtier (35) comporte un marquage visuel ou de couleur.
11. Élément à poulies multiples selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
le marquage visuel caractérise un échantillon affecté à l'élément à poulies multiples
(20).
12. Élément à poulies multiples selon l'une des revendications 6 à 11,
caractérisé en ce que
le boîtier (35) est en plastique.
13. Élément à poulies multiples selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le palier (21) est un roulement à billes.
14. Élément à poulies multiples selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que
le palier (21) est formé d'un palier lisse.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente