[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kombinierten Siebung und Nichteisenmetallscheidung
von Schüttgütern, wobei die Siebung mit einem Spannwellensieb in eine Grobfraktion
und eine Feinfraktion und die Nichteisenmetallscheidung mit als Gurtförderer ausgebildeten
Induktionsscheidern erfolgt, sowie eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] In Schüttgütern, insbesondere Bauschutt, Schlacken (beispielsweise aus der Hausmüllverbrennung)
und dergleichen sind Nichteisenmetalle in Form von Partikeln unterschiedlicher Größe
enthalten. Da einerseits diese Nichteisenmetallteilchen einen nicht unbeträchtlichen
Wert haben und aus wirtschaftlichen wie auch aus ökologischen Gründen einer Wiederverwertung
zugeführt werden sollten, ist eine Abscheidung dieser Fraktion aus den Schüttgütern
wünschenswert. Ferner stören die Nichteisenmetallteilchen in der übrigen meist mineralischen
Fraktion des Schüttgutes, da bei der Verwertung von beispielsweise Bauschutt und Schlacken-Schüttgütern,
z. B. im Straßenbau, unerwünschte Nebenwirkungen aufgrund der Nichteisenmetallteilchen
hervorgerufen werden. Beispielsweise können im Straßenbau Quellungen bei der Bildung
von Aluminiumhydroxid entstehen, die zur vorzeitigen Schädigung des Straßenbelags
führen.
[0003] Es ist daher im Stand der Technik bekannt und wünschenswert neben der magnetischen
Eisenfraktion auch die Nichteisenmetalle aus den Schüttgütern, beispielsweise Bauschutt,
Schlacken abzuscheiden. Das Abscheiden von ferromagnetischen Eisenbestandteilen ist
im Stand der Technik hinlänglich bekannt und ist nicht Bestandteil der vorliegenden
Patentanmeldung. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass in dem zu behandelnden Schüttgut
die ferromagnetischen Bestandteile weitestgehend entfernt sind.
[0004] Bei Schüttgütern ohne ferromagnetische Bestandteile ist es im Stand der Technik bekannt,
einen Nichteisenmetallscheider einzusetzen, der nach dem Induktionsprinzip arbeitet.
Beispielhaft wird auf die
DE 38 23 944 C1 verwiesen, in der ein Permanentmagnetscheider beschrieben ist, bei dem über eine
Gurttrommel aus nicht elektrisch leitendem Material ein Förderband für den Transport
der zu sortierenden Fraktion aus mehr oder wenig gut elektrisch leitenden Teilchen
geführt ist. In der Gurttrommel ist ein mit höherer Drehgeschwindigkeit als die Gurttrommel
drehangetriebenes Magnetsystem mit Permanentmagneten vorgesehen. Das drehangetriebene
Magnetsystem ist exzentrisch in der Gurttrommel angeordnet, um im erwünschten Trennungsbereich
der zu sortierenden Fraktionen eine möglichst intensive Einwirkung des schneller als
das Förderband rotierenden Magnetfeldes zur Ablenkung der elektrisch leitfähigeren
Teilchen zu erreichen. Demgegenüber wirkt das rotierende Magnetfeld im übrigen Bereich
der Gurttrommel kaum.
[0005] Bei der Abstimmung derartiger Induktionsscheider hat sich herausgestellt, dass die
Wurfweiten für elektrisch leitfähige Teilchen sehr stark von der Partikelgröße abhängen,
womit eine gezielte Trennung von Nichteisenmetallteilchen ohne vorherige Größensortierung
des Schüttgutes nicht zuverlässig möglich ist.
[0006] Daher ist es bekannt, eine mechanische Siebung der zu sortierenden Fraktion des Schüttgutes
vor dem Zuführen zum Nichteisenmetallscheider durchzuführen. Für die mechanische Siebung
hat sich dabei insbesondere die Siebung durch Spannwellensiebe als geeignet herausgestellt.
Eine derartige Siebmaschine ist beispielsweise in der
DE 198 34 894 A1 beschrieben. Ein Spannwellensieb weist mehrere parallel nebeneinander und in Abständen
angeordnete Querträger auf, zwischen denen flexible Siebbeläge befestigt sind und
von denen jeder zweite Querträger (erste Querträger) relativ zu den dazwischen liegenden
Querträgern (zweite Querträger) um die Längsachse hin- und herkippbar sind, wobei
die dazwischenliegenden zweiten Querträger entgegengesetzt zu den ersten Querträgern
um die Längsachse hin- und herkippbar sind, um die Siebbeläge abwechselnd zu strecken
und zu stauchen. Damit wird eine verstopfungsfreie Abtrennung einer Feinfraktion,
beispielsweise 0 bis 4 mm, des zu behandelnden Schüttgutes erreicht. Die Feinfraktion
fällt durch das Sieb, wohingegen die Grobfraktion über die schräg gestellte Ebene
des Siebs am unteren Ende ausgegeben wird.
[0007] Bei der Behandlung von Schüttgütern ist es auch bekannt, zunächst eine mechanische
Trennung des Schüttgutes in eine Feinfraktion und in eine Grobfraktion mittels eines
Spannwellensiebs vorzunehmen und nachfolgend die beiden gewonnenen, in ihrer Größenordnung
getrennten Fraktionen, nämlich Feinfraktion und Grobfraktion getrennt weiter zu bearbeiten.
Dabei ist es auch bekannt, nachfolgend eine Nichteisenmetallscheidung der Feinfraktion
und eine Nichteisenmetallscheidung der Grobfraktion getrennt voneinander durchzuführen.
Um eine gute Vereinzelung der dem jeweiligen Nichteisenmetallscheider zugeführten
Fraktion sicherzustellen, wird dem Nichteisenmetallscheider üblicherweise eine Vibrationsrinne
vorgeschaltet.
[0008] Nachteilig ist sowohl ein erheblicher apparativer Aufwand und ein erheblicher Platzbedarf,
um eine derartige Schüttgutbehandlung durchführen zu können.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, das an sich bekannte Verfahren zur Schüttgutbehandlung,
nämlich Absiebung und Nichteisenmetallscheidung in kompakter Weise durchzuführen und
eine kompakte und ggf. auch mobile Anlage zur Durchführung des Verfahrens anzugeben.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Verfahren gemäß Anspruch 1 und einer Anlage gemäß
Anspruch 3.
[0011] Dadurch, dass die Ausgabe der Feinfraktion aus dem Spannwellensieb unmittelbar auf
ein erstes Förderband eines ersten Induktionsscheiders für die Feinfraktion fällt,
konnte überraschenderweise auf eine gesonderte Vereinzelungsvorrichtung, insbesondere
Vibrationsrinne, für den Zulauf des Induktionsscheiders verzichtet werden. Ebenso
konnte auf eine gesonderte Vereinzelungsvorrichtung vor der Zuführung zum zweiten
Induktionsscheider verzichtet werden, da die Ausgabe der Grobfraktion unmittelbar
auf das Förderband des zweiten Induktionsscheiders geführt wird und dort ausreichend
verteilt auftrifft.
[0012] Vorrichtungsgemäß wird dieses Verfahren in einer Anlage zur kombinierten Siebung
und Nichteisenmetallscheidung verwirklicht, bei der die Ausgabe der Feinfraktion aus
dem Spannwellensieb unmittelbar auf ein erstes Förderband eines ersten Induktionsscheiders
für die Feinfraktion fällt und die Ausgabe der Grobfraktion unmittelbar einem zweiten
Förderband eines zweiten Induktionsscheiders zugeführt wird.
[0013] Dadurch, dass Vereinzelungsvorrichtungen, beispielsweise in Form einer Vibrationsrinne,
für das Zuführen der Schüttgutfraktion zu den Induktionsscheidern überraschenderweise
nicht mehr erforderlich sind, kann die gesamte Anlage sehr kompakt und damit platzsparend
aufgebaut werden. Zudem verringern sich die Anlagenkosten, da aufwändige technische
Geräte, wie die Vereinzelungsvorrichtungen und teilweise auch Transportbänder eingespart
werden können. Neben den Investitionskosten verringern sich auch die Betriebskosten,
da sowohl der Energiebedarf wie auch der Reparaturaufwand der Anlage gegenüber herkömmlichen
Anlagen zur Siebung und Nichteisenmetallscheidung verringert werden.
[0014] Wenn an der Ausgabe der Grobfraktion am Spannwellensieb ein Prallblech vorgesehen
ist, so dass die Grobfraktion über das Prallblech auf das zweite Förderband rutscht,
wird die Grobfraktion sehr schonend auf das zweite Förderband abgelegt. Damit wird
vermieden, dass teilweise schwere und scharfkantige Teile der Grobfraktion beim Aufprall
auf das zweite Förderband dieses beschädigen oder durchschlagen könnten. Das zweite
Förderband ist relativ dünnwandig und daher empfindlich, da es über das Magnetsystem
des Induktionsscheiders geführt wird und folglich möglichst dünn und das Magnetfeld
nicht oder kaum beeinflussend ausgebildet sein muss. Durch Vorsehen des Prallblechs
kann die Standzeit des zweiten Förderbandes deutlich erhöht und damit Ausfallzeiten
und Reparaturkosten für die Gesamtanlage verringert werden.
[0015] In weiterer Ausgestaltung weist das Prallblech eine ebene Rutschfläche auf, die zur
Horizontalen eine Neigung von 15° bis 45° aufweist. Für Schlacken und ähnliche Schüttgüter
konnte ein Neigungswinkel von etwa 30° als bevorzugt festgestellt werden.
[0016] Um die Anlage individuell an verschiedene Schüttgüter anpassen zu können, ist die
Neigung der Rutschfläche zur Horizontalen einstellbar ausgebildet.
[0017] Wenn der erste und/oder der zweite Induktionsscheider Permanentmagnetscheider sind,
aufweisend eine Gurttrommel aus nicht elektrisch leitendem Material, über die das
erste und/oder zweite Förderband geführt ist, und eine in der Gurttrommel exzentrisch
drehangetrieben gelagerte Poltrommel mit Permanentmagneten, wird eine besonders zuverlässige
Trennung von Nichteisenmetallen von der übrigen, elektrisch weniger leitenden Fraktion
erreicht. Die exzentrisch gelagerte Poltrommel erlaubt eine feine Positionierung der
elektromagnetischen Wirkung. Zusammen mit den weiteren Parametern, nämlich Geschwindigkeit
des Laufbandes, üblicherweise 1,0 bis 2,5 m/s, Drehzahl der in der Gurttrommel exzentrisch
gelagerten Poltrommel, bis zu 2.500 U/min, bevorzugt 400 bis 1.200 U/min und der Positionierung
eines Trennscheitels wird somit eine möglichst optimale Nichteisenmetallscheidung
erreicht.
[0018] Wenn unterhalb der beiden Induktionsscheider ein drittes Förderband vorgesehen ist,
auf das die von Nichtmetallen befreite Grobfraktion fällt, wobei unterhalb der Ausgabe
der von Nichtmetallen befreiten Feinfraktion und oberhalb des dritten Förderbandes
ein Reversierband angeordnet ist, um wahlweise die beiden Fraktionen wieder zu vereinen,
werden die von Nichteisenmetallen befreite Feinfraktion und die von Nichteisenmetallen
befreite Grobfraktion wahlweise zusammengeführt oder getrennt abgeführt. Mit dieser
Austattung ist es somit möglich, sowohl eine getrennte Weiterverarbeitung der Restfraktionen
ohne Nichteisenmetalle, nämlich in Fein- und Grobkörnung, wie auch eine Wiederzusammenführung
zu einer Restfraktion ohne Nichteisenmetalle vorzusehen. Diese Einstellungsveränderung
kann über das Reversierband kurzfristig, nötigenfalls auch im laufenden Betrieb durchgeführt
werden.
[0019] Dadurch, dass das Spannwellensieb in einer ersten Einheit mit dem ersten Induktionsscheider
aufgebaut ist, wobei die Arbeitsrichtungen beider Komponenten einander entgegengesetzt
ausgebildet sind, wird sowohl ein kompakter Aufbau wie auch eine gute Zugänglichkeit
der zur Feinjustierung erforderlichen Einstellmittel erreicht.
[0020] Wenn am stromabwärtigen Ende des am Spannwellensieb angeordneten Prallblechs der
zweite Induktionsscheider mit zum ersten Induktionsscheider entgegengesetzter Arbeitsrichtung
in einer zweiten Einheit lösbar zur ersten Einheit angeordnet ist, wird ein langgestreckter
Aufbau der Anlage mit guter Zugänglichkeit aller Komponenten bereitgestellt.
[0021] Bevorzugt sind die erste Einheit und die zweite Einheit LKW-verladbar ausgebildet.
Damit kann die Anlage sehr schnell umgesetzt werden. Die beiden Einheiten lassen sich
mit relativ geringem Aufwand teilen und dank ihrer Außenabmessungen problemlos auf
die Ladefläche normaler LKW verladen.
[0022] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung
detailliert beschrieben.
[0023] Darin zeigt:
- Fig. 1
- in einer schematischen Seitenansicht eine erfindungsgemäße Anlage.
[0024] In Fig. 1 ist eine Anlage zur kombinierten Siebung und Nichteisenmetallscheidung
von Schüttgütern in einer schematischen Seitenansicht dargestellt. Die Anlage weist
ein Spannwellensieb 1 auf, das an der mit Pfeil X gekennzeichneten Stelle von einem
Strom zu behandelndes Schüttgut beaufschlagbar ist. Das Spannwellensieb 1 ist geneigt
zur Horizontalen auf einem Keilbock 11 aufgebaut. Die Ausgabe der Grobfraktion Y,
also dem Schüttgutstromanteil, der nicht durch das Sieb passt, erfolgt am unteren
Ende des auf den Keilbock 11 geneigt angeordneten Spannwellensiebs 1 an einer Ausgabeöffnung
12. An dieser Ausgabeöffnung 12 ist ein Prallblech 13 mit einer ebenen Rutschfläche
14 angesetzt. Die an der Ausgabeöffnung 12 ausgeworfene Grobfraktion prallt auf das
Prallblech 13 und rutscht entlang der ebenen Rutschfläche 14. Die Rutschfläche 14
weist dabei gegenüber der Horizontalen bevorzugt eine Neigung von ca. 30° auf. In
bevorzugter Ausgestaltung ist die Neigung der Rutschfläche 14 des Prallblechs 13 verstellbar
ausgebildet, um eine Anpassung an das jeweilig zu behandelnde Schüttgut vornehmen
zu können.
[0025] Das in Fig. 1 nicht näher dargestellte Spannwellensieb weist in an sich bekannter
Art mehrere parallel nebeneinander und in Abständen angeordnete Querträger auf, zwischen
denen flexible Siebbeläge befestigt sind und von denen jeder zweite Querträger relativ
zu den dazwischen liegenden Querträgern um die Längsachse hin- und herkippbar sind,
um die Siebbeläge abwechselnd zu strecken und zu stauchen. Diese sehr zuverlässige
Siebtechnik erlaubt eine verstopfungsfreie Abtrennung einer Feinfraktion aus dem zu
behandelnden Schüttgutstrom X, beispielsweise in einer Fraktion 0 bis 4 mm. Die Feinfraktion
fällt dabei Schwerkraft bedingt entsprechend den gestrichelten Pfeilen Z nach unten.
[0026] Unterhalb des Spannwellensiebs 1 ist ein erster Induktionsscheider 2 angeordnet.
Der erste Induktionsscheider 2 ist als Gurtförderer ausgebildet und weist ein erstes
Förderband 21 auf, das am in Fig. 1 rechts dargestellten Ende um eine Gurttrommel
22 aus nicht leitendem Material geführt ist. Die Gurttrommel 22 weist eine exzentrisch
drehangetrieben gelagerte Poltrommel 23 mit Permanentmagneten auf. Dabei wird über
die mit höherer Drehgeschwindigkeit als die Gurttrommel 21 drehende Poltrommel 23
mit den Permanentmagneten ein wechselndes Magnetfeld in diesem Bereich erzeugt, das
in elektrisch leitenden Teilchen eine elektromagnetische Abstoßung erzeugt. Entsprechend
werden aus der Feinfraktion Nichteisenmetalle abgeschieden. Wie in Fig. 1 schematisch
dargestellt, wird ein Teilstrom Z
NE über einen Trennscheitel 24 ausgeworfen, wohingegen die von Nichteisenmetallen befreite
Feinfraktion hinter der Gurttrommel 22 und vor dem Trennscheitel 24 herunterfällt.
[0027] Unterhalb des stromabwärtigen Endes des Prallblechs 13 ist ein zweiter Induktionsscheider
3 angeordnet. Der zweite Induktionsscheider 3 ist in Fig. 1 nur schematisch angedeutet.
Es handelt sich jedoch ebenfalls um einen als Gurtförderer ausgebildeten Induktionsscheider,
wie der erste Induktionsscheider 2. Die Förderrichtung ist jedoch dem ersten Induktionsscheider
2 genau entgegengesetzt gewählt, so dass die vom Prallblech 13 herabrutschende Grobfraktion
Y auf ein zweites Förderband 31 fällt und dort in gleicher Richtung zum in der Zeichenebene
in Fig. 1 linken Ende der Anlage befördert wird. Die mit Poltrommel ausgestattete
Gurttrommel 32 ist in Fig. 1 angedeutet. Von der auf das zweite Förderband 31 aufgegebenen
Grobfraktion werden wiederum die Nichteisenmetallteilchen als Ausgabe der NE-Metalle
aus der Grobfraktion Y
NE abgeschieden. Diese aus der Grobfraktion gewonnenen NE-Metalle Y
NE gelangen auf ein weiteres Förderband 35, zur Abförderung der gewonnenen NE-Metalle.
[0028] Die Ausgabe der von NE-Metallen befreiten Grobfraktion Y
R erfolgt auf ein unterhalb des zweiten Induktionsscheiders 3 angeordneten dritten
Förderband 4, das im dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 die von NE-Metallen
befreiten Grobfraktionen in Pfeilrichtung R abfördert.
[0029] Das dritte Förderband 4 ist so ausgebildet, dass es bis unterhalb des ersten Induktionsscheiders
2 angeordnet ist. Zwischen der Ausgabe der von den NE-Metallen befreiten Feinfraktion
Z
R und dem stromaufwändigen Ende 41 des dritten Förderbandes 4 ist ein Reversierband
42 angeordnet, um je nach Drehrichtung des Reversierbandes 42 entweder die von NE-Metallen
befreite Feinfraktion Z
R auf das dritte Förderband 4 zur Zusammenführung mit der von NE-Metallen befreiten
Grobfraktion Y
R als Ausgabe R oder als gesonderte Feinfraktion über ein weiteres Förderband 43 getrennt
auszugeben.
[0030] Das Spannwellensieb 1 und der erste Induktionsscheider 2 sind auf einer gemeinsamen
Rahmenkonstruktion 101 aufgebaut und bilden eine erste Einheit I. An der ersten Rahmenkonstruktion
101 ist am stromabwärtigen Ende für die Grobfraktionausgabe des Spannwellensiebs 1
eine zweite Rahmenkonstruktion 102 angesetzt, in der der zweite Induktionsscheider
3 angeordnet ist. Die zweite Rahmenkonstruktion 102 bildet zusammen mit den darin
befindlichen Aggregaten eine zweite Einheit II. Zum Transport der erfindungsgemäßen
Anlage kann die Anlage in die erste Einheit I und zweite Einheit II getrennt werden
und getrennt auf herkömmliche LKW-Ladeflächen verladen werden. Die Breite der beiden
Einheiten I und II beträgt dabei maximal 2,5 m, bevorzugt maximal 2,2 m. Bevorzugt
weisen die Einheiten I und II Kranösen auf, um eine Kranverladung zu erleichtern.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Spannwellensieb
- 11
- Keilbock
- 12
- Ausgabeöffnung
- 13
- Prallblech
- 14
- Rutschfläche
- 2
- erster Induktionsscheider
- 21
- erstes Förderband
- 22
- Gurttrommel
- 23
- Poltrommel
- 24
- Trennscheitel
- 25
- Förderband
- 3
- zweiter Induktionsscheider
- 31
- zweites Förderband
- 32
- zweite Gurttrommel
- 35
- Förderband
- 4
- drittes Förderband
- 41
- stromaufwärtiges Ende
- 42
- Reversierband
- 43
- Förderband
- 101
- erste Rahmenkonstruktion
- 102
- zweite Rahmenkonstruktion
- I
- erste Einheit
- II
- zweite Einheit
- X
- Zuführung zu behandelndes Schüttgut
- Y
- Ausgabe Grobfraktion
- YNE
- Ausgabe NE-Metalle aus Grobfraktion
- YR
- Ausgabe von NE-Metallen befreite Grobfraktion
- Z
- Ausgabe Feinfraktion
- ZNE
- Ausgabe NE-Metalle aus Feinfraktion
- ZR
- Ausgabe von NE-Metallen befreite Feinfraktion
1. Verfahren zur kombinierten Siebung und Nichteisenmetallscheidung von Schüttgütern,
wobei die Siebung mit einem Spannwellensieb in eine Grobfraktion und eine Feinfraktion
und die Nichteisenmetallscheidung mit als Gurtförderer ausgebildeten Induktionsscheidern
erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabe der Feinfraktion aus dem Spannwellensieb unmittelbar auf ein erstes Förderband
eines ersten Induktionsscheiders für die Feinfraktion fällt und dass die Ausgabe der
Grobfraktion unmittelbar einem zweiten Förderband eines zweiten Induktionsscheiders
zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von Nichteisenmetallen befreite Feinfraktion und die von Nichteisenmetallen befreite
Grobfraktion wahlweise zusammengeführt oder getrennt abgeführt werden.
3. Anlage zur kombinierten Siebung und Nichteisenmetallscheidung von Schüttgütern mit
einem Spannwellensieb (1) zur Siebung des Schüttgutes in eine Grobfraktion (Y) und
eine Feinfraktion (Z) und mit als Gurtförderer ausgebildeten Induktionsscheidern (2,
3) zum Trennen von Nichteisenmetallteilchen von der übrigen Schüttgutfraktion,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Spannwellensieb (1) oberhalb eines ersten Förderbandes (21) eines ersten Induktionsscheiders
(2) angeordnet ist, so dass die Feinfraktion unmittelbar auf das erste Förderband
(21) fällt,
und
- dass unterhalb der Ausgabe der Grobfraktion am Spannwellensieb (1) ein zweites Förderband
(31) eines zweiten Induktionsscheiders (3) angeordnet ist, so dass die Grobfrakion
(Y) auf das zweite Förderband (31) ausgegeben wird.
4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ausgabe der Grobfraktion (Y) am Spannwellensieb (1) ein Prallblech (13) vorgesehen
ist, so dass die Grobfraktion über das Prallblech (13) auf das zweite Förderband (31)
rutscht.
5. Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) eine ebene Rutschfläche (14) aufweist, die zur Horizontalen eine
Neigung von 15° bis 45°, bevorzugt etwa 30° aufweist.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung der Rutschfläche (14) zur Horizontalen einstellbar ausgebildet ist.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und/oder der zweite Induktionsscheider (2, 3) Permanentmagnetscheider sind,
aufweisend eine Gurttrommel (22, 32) aus nicht elektrisch leitendem Material, über
die das erste und/oder zweite Förderband (21, 31) geführt ist, und eine in der Gurttrommel
(22, 32) exzentrisch drehangetrieben gelagerte Poltrommel (23) mit Permanentmagneten.
8. Anlage nach einem der Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der beiden Induktionsscheider (2, 3) ein drittes Förderband (4) vorgesehen
ist, auf das die von Nichtmetallen befreite Grobfraktion (YR) fällt, wobei unterhalb der Ausgabe der von Nichtmetallen befreiten Feinfraktion
(ZR) und oberhalb des dritten Förderbandes (4) ein Reversierband (42) angeordnet ist,
um wahlweise die beiden Fraktionen wieder zu vereinen.
9. Anlage nach einem der Anspruch 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannwellensieb (1) in einer ersten Einheit (I) mit dem ersten Induktionsscheider
(2) aufgebaut ist, wobei die Arbeitsrichtungen beider Komponenten einander entgegengesetzt
ausgebildet sind.
10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass am stromabwärtigen Ende des am Spannwellensieb (1) angeordneten Prallblechs (13)
der zweite Induktionsscheider (3) mit zum ersten Induktionsscheider (2) entgegengesetzter
Arbeitsrichtung in einer zweiten Einheit (II) lösbar zur ersten Einheit (I) angeordnet
ist.
11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einheit (I) und die zweite Einheit (II) LKW-verladbar ausgebildet sind.