[0001] Es sind Bauweisen für die Errichtung von Häuser oder von Strukturelementen für Häuser
in Massivholz bekannt welche sich in der Anordnung der, das Bauelement bildenden,
Bohlen unterscheiden: - mit horizontal übereinandergeschichteten Bohlen, - mit vertikal
nacheinander angeordneten Bohlen, - mit angewinkelten sich überkreuzenden Bohlen.
Meistens bestimmt die Anordnung der Bohlen welche die verschiedenen Bauelemente des
Hauses bilden auch das Verfahren des Zusammenbaus der einzelnen Elemente und das Verbindungssystem
mit welchem diese vereint werden.
Aus der
DE 29614258 ist der Bau von Wandelementen oder Deckenelementen bekannt, wobei mit Längssteckverbindung
versehene Bohlen vertikal mittels Nägel oder Dübel verbunden werden. An der Stirnholzseite
dieser Bohlen ist die Anbringung einer horizontalen Bohle vorgesehen, die Verbindung
erfolgt durch eine Feder welche einerseits in eine Nut welche sich über alle Stirnholzseiten
der besagten Bohlen erstreckt und anderseits in eine an der horizontalen Verbindungsbohle
vorgesehenen Nut, eingesetzt ist.
Aus der
GB 2379464 ist die Herstellung von Elementen zur Erstellung von Wänden bekannt welche aus vertikal
angeordneten Bohlen bestehen welche unter sich durch Dübel, welche ca. die Länge er
Bohlenstärke aufweisen, verbunden werden, diese Dübel dringen zur Hälfte in eine Bohle
und zur anderen Hälfte in die anliegende Bohle ein, Die Bohlen sind zusätzlich an
den Stirnholzseiten quer durch eine horizontale Bohle verbunden.
Die obgenannten Bauelemente erfordern Montagesysteme und gegenseitige Befestigungssysteme
welche von metallischen Elementen und oft von einer tragenden Grundstruktur Gebrauch
machen.
Aus der
DE 2745681 ist die gegenseitige Verbindung zwischen den Holzteilen welche vorgefertigte Elemente
für den Bau von Massivholzhäuser bilden bekannt wobei die Holzteile einen größeren
Feuchtigkeitsgrad aufweisen als jener welcher unter normalen klimatischen Verhältnissen
aufscheint und die Dübel aus getrocknetem Holz sind.
In der
EP 0890681 ist ein Verfahren für die Erstellung eines Massivholzbaues beschrieben, bei welchen
vorgefertigte Paneele, auch großer Ausmaße, unter sich durch Einsetzen von Holzleisten
mit Doppelschwalbenschwanzquerschnitt in entsprechende Schwalbenschwanz-Nuten welche
in entsprechender Position an den zu verbindenden vorgefertigten Paneelen vorgesehen
sind, verbunden werden. Das Einsetzen der besagten Leisten ist mit Schwierigkeiten
verbunden weil die einzelnen Teile welche die vorgefertigten Paneele bilden unterschiedlich
schwinden oder quellen weswegen die Nuten nicht über die gesamte Längserstreckung
einen gleichmäßigen Querschnitt aufweisen, weiters brechen jene Teile an den Verbindungsleisten
welche die Hinterschneidungen bilden leicht ab weil die Fasern parallel zur Längserstreckung
verlaufen. Überdies muss das beschriebene Verfahren, insbesondere für Innen- und Außenwände,
notgedrungen unterschiedliche Verbindungsmittel einsetzen. Die bekannten Bauverfahren
sehen für die Erstellung der einzelnen Baueinheiten den Einsatz von Abstützungen vor,
bei Regen oder Schneefall ist weiters die Abdeckung zwingend notwendig, was den Aufbau
einer eigenen Struktur erfordert.
[0002] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe eine Bauweise für die Erstellung von Massivholzhäuser
welche, was die Wände betrifft, aus vertikal angeordneten durch Dübel ohne Einsatz
von Klebern und metallischen Verbindungselementen verbundenen Bohlen bestehen, zu
entwickeln wobei die Stabilität der einzelnen Strukturelemente ohne Einsatz von Abstützungen
gesichert wird und die Abdeckung dieser bedeutend erleichtert wird. Weiters schlägt
die Erfindung eine Struktur vor bei welcher die Belastungen der oberen Struktureinheiten
direkt auf die unteren Struktureinheiten wirken.
Zu diesem Zweck sind die Bohlen welche die tragenden Wände bilden außen im Verbindungsbereich
mit einer Verlängerung versehen welche den Verbindungsbereich mit den horizontalen
Bohlen welche die Decke bilden abdeckt. Erfindungsgemäß können die Stirnflächen dieser
Verlängerungen eben sein oder gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung mit einer
Nut und Feder Verbindung ausgestattet sein wobei die Querschnitte der Nut und der
Feder eine abgerundete Form aufweisen.
[0003] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Verbindung mit Hinterschneidungen
zwischen der Grund-Decke vor, welche als Fußboden oder als Grundstruktur für die Erstellung
eines, aus seitlich horizontal zusammengesetzten Brettern, dient; die selbe Art von
Verbindung mit einfacher oder doppelter Hinterschneidung wird für die folgenden oberen
Stockwerke verwendet während für die Dachstruktur eine Verbindung ohne Hinterschneidungen
oder auch mit Hinterschneidungen vorgeschlagen wird.
Um das Gewicht der oberen Strukturteile auf die unteren Strukturteile, bzw. auf das
Fundament zu übertragen sind die Bohlen welche die tragenden Wände bilden, außen im
Verbindungsbereich mit einem verlängerten Endteil versehen welches den Verbindungsbereich
mit den horizontalen Bohlen welche die Decke bilden abdeckt. Erfindungsgemäß können
die Stirnflächen dieser verlängerten Endteile eben sein oder gemäß einer Weiterentwicklung
der Erfindung mit einer Nut und Feder Verbindung ausgestattet sein wobei die Querschnitte
der Nut und der Feder eine abgerundete Form aufweisen.
Auch für interne Zwischenwände mit geringerer Wandstärke wird eine Verbindung ohne
Hinterschneidungen vorgeschlagen. Sämtliche vorgeschlagenen Verbindungen weisen das
Merkmal auf, dass sie ohne Kanten sind, die Abrundungen können alle den selben Rundungshalbmesser
aufweisen. Die Bohrung an den Bohlen erfolgt gemäß eines Moduls so dass immer das
Übereinstimmen zwischen einer Mindestanzahl von Bohrungen für den Einsatz der Dübel
gesichert ist. Erfindungsgemäß wirken die Bohrungen für die Dübel als Anhaltspunkte
für die Ausführung der Fräsung der Verbindungs- und der gesamten Außenkontur der Bohlen.
Die Verbindung mittels erfindungsgemäßer Steckverbindung mit Hinterschneidungen ist
von einer Schwalbenschwanzverbindung abgeleitet wobei, sei es die Vertiefung als auch
der Vorsprung, immer direkt aus den die Strukturelemente bildenden Bohlen geformt
sind. Die abgerundete Form des Querschnittes der Vertiefung und des Vorsprunges erleichtern
das Zusammenfügen der Teile und sichern jedenfalls eine optimale Verankerung und Stabilität
der Verbindung.
Erfindungsgemäß wird die Steckverbindung mit Hinterschneidungen wesentlich bei der
Verbindung zwischen den tragenden Wänden und den Decken verwendet während die Verbindung
ohne Hinterschneidungen eventuell für die Verbindung zwischen den Wänden und der Dachstruktur
sowie für die Trennwände und/oder die nicht tragenden Wände verwendet wird. Die rechten
(90°) Winkel zwischen zwei tragenden Wänden werden mittels Kanthölzer mit quadratischem
Querschnitt gebildet wobei die Seitenlänge des Quadrates gleich der doppelten Stärke
der Bohlen welche die Wände bilden ist, die besagten Kanthölzer sind, an den beiden
in montierter Position nicht sichtbaren Seiten, mit Blindbohrungen für Dübel versehen
welche nach dem selben Modul angeordnet sind wie die Bohrungen an den, die Wände bildenden,
Bohlen. Auf diese Weise ist eine Konstruktion ohne von außen sichtbare Bohrungen und
ohne den Einsatz metallischer Befestigungselemente möglich, eine Ausnahme bildet nur
das als letztes pro Stockwerk montierte Kantholz welches nur an einer Seite mit durchgehenden
Bohrungen für die Dübel versehen werden muss.
Die Dübel werden erfindungsgemäß in getrocknetem Zustand in ihre Sitze eingesetzt,
die Abmaße zwischen dem Durchmesser des Sitzes des Dübels und dem Durchmesser des
getrockneten Dübels sind so bemessen dass diese mit einem relativ niedrigem Druck
eingebracht werden können, durch anschließendes Aufnehmen von Feuchtigkeit aus den
Bohlen und/oder aus der Umgebung entsteht anschließend, durch Quellen der Dübel, eine
stabile Verbindung ohne Einsatz von Klebemitteln oder metallischer Befestigungsmittel.
[0004] Um einen effizienten Windverband für die Bohlen welche eine Wand oder ein horizontales
Strukturelement bilden zu erhalten, schlägt die Erfindung Windverbandelemente bzw.
Verbindungs-Formhölzer vor deren seitlichen Flanken parallel oder z.B. um eine halbe
Wellenlänge versetzt, wellenförmig ausgeformt sind; diese Windverbandelemente, bzw.
Verbindungs-Formhölzer, werden in entsprechende Nuten mit wellenförmigen Flanken eingesetzt
welche in Bezug auf die Anordnung der Bohlen des Strukturelementes geneigt oder quer
angeordnet sind. Die Anordnung der Windverbandelemente kann nur in eine Richtung geneigt,
in zwei Richtungen geneigt, über Kreuz und/oder quer in einem Winkel von 90° zur Anordnung
der Bohlen erfolgen. Dadurch dass die seitlichen Flanken der Windverbandelemente gewellt
sind und zwischen den entsprechenden gewellten Flanken der Nuten eingesetzt sind,
wird ein extrem wirkungsvoller Windverband und wirkungsvolle Verbindung zwischen den
die Wand bildenden Bohlen erreicht. Die Besonderheit der gewellten seitlichen Flanken
ist erfindungsgemäß außerdem an Verbindungsformhölzern anwendbar welche z.B. für die
Sicherung der Verbindung zwischen horizontal übereinander liegenden und vertikal aufliegenden
Bohlen oder zwischen nur horizontalen Bohlen eingesetzt werden.
[0005] Erfindungsgemäß können, insbesondere zwischen den Wänden und dem entsprechenden Auflageelement
oder dem Fundament, unter sich beabstandete, Verankerungselemente vorgesehen werden
welche am Fundament oder am Auflageelement verankert sind und in eine entsprechende
Nut mit Hinterschneidungen im unteren Bereich der vertikalen Bohlen eingesetzt sind.
[0006] Auch die Verbindung zwischen den geneigten Bohlen welche die Dachstruktur bilden
und den vertikalen Bohlen welche eine Wand bilden kann geschaffen werden indem an,
unter sich beabstandeten, vertikalen Bohlen "pilzförmig" ausgeformte Endbereiche vorgesehen
werden welche in entsprechend geformte, mit Hinterschneidungen ausgestattete, Nuten
an den geneigten Bohlen der Dachstruktur eingesetzt werden.
[0007] Die Erfindung wird anhand eines vorzuziehenden erfindungsgemäßen Ausführungsbeispieles
eines Hauses welches nach der erfindungsgemäßen Bauweise errichtet worden ist und
in den beigelegten Zeichnungen schematisch dargestellt ist, näher erklärt; dabei erfüllen
die Zeichnungen rein erklärenden, nicht begrenzenden Zweck.
Die Fig. 1 zeigt einen Teil einer Außenwand eines erfindungsgemäßen Hauses aus Massivholz
an der Stelle einer Fensteröffnung und mit einem Teil einer Wand oberhalb der oberen
Decke.
Die Fig. 2 ist eine Schnittdarstellung gemäß einer vertikalen, in Fig. 1 gezeigten,
Schnittebene II-II welche die Wand mit den Decken und die Fensteröffnung mit Fenstersturz
und Fensterbank durchschneidet.
Die Fig. 3 zeigt das Detail der Verbindung zwischen der tragenden Außenwand und der
Decke an der Stelle eines Außenbalkons.
Die Fig. 4 zeigt die Details der Verbindung zwischen einer tragenden Innenwand und
den Bodendecken, bzw. zwischen der selben Innenwand und den oberen Decken von denen
eine mit den Bohlen parallel zur Längserstreckung der Wand zusammengesetzt ist.
La Fig. 5 zeigt die Details der Verbindung zwischen zwei Decken und einer inneren
Trennwand.
La Fig. 6 Zeigt in vergrößertem Maßstab den Querschnitt durch die Eckstruktur zweier
Außenwände welche einen Winkel von 90° bilden.
Die Fig. 7 zeigt in Vorderansicht das Detail der Verbindung zwischen den Strukturelementen
am First eines Satteldaches mit zwei geneigten Dachflächen.
Die Fig. 8 zeigt im Schnitt das Detail der Verbindung zwischen einem Sparren eines
Satteldaches mit zwei geneigten Dachflächen und der Außenwand.
Die Fig. 9 zeigt in Schnittdarstellung das Detail der Verbindung zwischen dem geneigten
Sparren eines Pultdaches und der Außenwand.
Fig. 10 zeigt einen Teil einer erfindungsgemäß aus vertikalen Bohlen zusammengesetzten
Wand welche mittels profilierter eingesetzter Windverbandelemente stabilisiert ist.
Die Fig. 11 zeigt ein Stück eines erfindungsgemäßen Windverbandelementes mit parallel
gewellten Seitenflanken wodurch ein konstanter Querschnitt entstehen.
Die Fig. 12 zeigt ein Stück eines erfindungsgemäßen Windverbandelementes mit gewellten
Seitenflanken wobei die Wellung einer Flanke zur Gegenflanke um eine halbe Wellenlänge
versetzt ist wodurch in Längserstreckung unterschiedliche Querschnitte entstehen.
Die Fig. 13 zeigt in Seitenansicht das Detail der Verbindung zwischen mehreren übereinander
gestapelten horizontalen Bohlen und den vertikalen Bohlen einer Wand mittels eingesetzter
Formhölzer mit gewellten Längsflanken.
Die Fig. 14 zeigt in Seitenansicht das Detail der Verbindung zwischen einigen horizontal
übereinander gestapelten Bohlen welche mittels vertikaler eingesetzter Formhölzer
mit gewellten Seitenflanken verbunden sind.
Die Fig. 15 zeigt das Detail einer erfindungsgemäßen Verbindung zwischen dem oberen
Teil einer Außenwand und der Dachstruktur.
Die Fig. 16 zeigt in perspektivischer Darstellung das Detail einer erfindungsgemäßen
Verbindung zwischen einem Fundament und den Bohlen einer Wand und einer Decke.
[0008] Nach Zusammensetzung und Aufrichtung der ersten vertikalen Wand nach der traditionellen
Art auf dem Unterbau 11 werden, parallel zur Längserstreckung dieser Wand, die horizontalen
Bohlen 8 welche die Unterstruktur für den Fußboden bilden verlegt, die Bohlen 8 können
mittels Dübel 12 zu einem Paket zusammengefügt werden und die gesamte Fläche welche
für den Fußboden vorgesehen ist einnehmen. Die Enden der Bohlen 8 sind an der oberen
Seite mit einer konkaven Rille 8b und einem konvexen Vorsprung 8a versehen. Anschließend
können im Bereich der Enden mit Rillen 8b der Bohlen 8 die vertikalen Bohlen 1 verlegt
werden welche die Außenwände des unteren Stockwerkes bilden und an den unteren Enden
eine konkave Rille 1x und einen Vorsprung 1y aufweisen welche der Rille 8b und dem
Vorsprung 8a der horizontalen Bohlen 8 entsprechen, dabei liegt das Ende der vertikalen
Endteile 1g auf dem Fundament 11 auf und die Stirnflächen der Bohlen 8 werden dadurch
abgedeckt. Die vertikalen Bohlen 1werden anschließend hintereinander verlegt wobei
die Verbindung mittels getrockneter Holzdübel erfolgt. Die Erfindung ermöglicht es
dass bei fortlaufender Verlegung der Bohlen 8 auch die Bohlen 1, mit Versetzung von
mindestens einer Bohle erfolgt. Die Bohlen 1 weisen an Ihrem oberen Ende die selbe
konkave Rille 1x und den selben konvexen Vorsprung 1y auf um den Sitz für den Einsatz
der horizontalen Bohlen 5 welche die obere Decke bilden zu schaffen. Diese Bohlen
5 weisen an den Enden einen "abgerundete Schwalbenschwanz" auf welcher von den konkaven
Rillen 5b und den konvexen Vorsprüngen 5a gebildet wird. Die vertikalen Bohlen 1 welche
die Wand des oberen Stockwerkes bilden werden von oben auf die horizontalen Bohlen
5 eingesetzt wobei die Stirnfläche dieser zur Hälfte vom Endteil 1f der vertikalen
Bohlen 1 des unteren Stockwerkes und zur anderen Hälfte vom Endteil 1f der Bohlen
1 des oberen Stockwerkes abgedeckt werden. Die stirnseitige Auflage zwischen den Endteilen
1f, bzw. 1e der Bohlen 1 bewirkt dass die Last der oberen Baueinheiten direkt auf
die unteren Einheiten, bzw. auf das Fundament 11 wirkt. Die Stirnflächen der Endbereiche
1e, 1f der Bohlen 1 können ebene oder mit einer Nut und Feder Verbindung A (Fig. 4,
8) ausgestattete Flächen sein wobei die Nut und die Feder einen abgerundeten Querschnitt
aufweisen. Die Verbindung unter den Bohlen 8, 1, 5 und deren progressive Montage ermöglichen
es eine stabile Struktur zu erhalten welche keiner Abstützung bedarf und welche direkt
und fortschreitend oder in kürzester Zeit mittels Plane abdeckbar ist wodurch ein
effizienter Schutz gegen Niederschläge gegeben ist.
Erfindungsgemäß können auf dem Fundament 11 oder auf einer Auflagestruktur horizontale
Bohlen 16 (Fig. 16) verlegt werden welche eine Rille 16c aufweisen wobei diese so
ausgeformt ist dass sie den Fuß von, zueinander beabstandete Verankerungselemente
17 aufnehmen kann. Diese Verankerungselemente 17 weisen an der Unterseite einen Vorsprung
17a auf welcher so ausgeformt ist dass er dem Querschnitt der Rille 16c entspricht
während er oberhalb einen "pilzartigen" Teil aufweist welcher dem Querschnitt der
Rille 1 m am unteren Endbereich der Bohlen 1 welche die Wand bilden entspricht. Die
Verankerungselemente 17 werden von einem Befestigungselement 18, z.B. einer durch
die horizontale Bohle 16 gehenden Schraube durchdrungen welche z.B. mittels Dübel
am Fundament verankert ist.
[0009] An der Stelle einer Fensteröffnung F ist der Einsatz eines Sturzes 6 und eines Fensterbrettes
6b vorgesehen; Der Sturz und das Fensterbrett können den selben Querschnitt mit einer
Längsrille mit seitliche Abrundungen 6a aufweisen welcher den Endbereichen der Bohlen
1 entsprechen welche auf die betreffende Höhe zugeschnitten sind und zum Fensterbrett
6b, bzw. zum Sturz 6, hin Abrundungen 1 a und Vorsprünge 1 s aufweisen. Natürlich
wird im Falle von Türen ein Sturz welcher den selben Querschnitt aufweist und eine
Schwelle eingesetzt welche einen anderen Querschnitt, entsprechend des Bodenbelages,
aufweist.
Die Erfindung schließt nicht aus, dass auch die Elemente welche die Decke 5, bzw.
die Wände 1, des oberen Stockwerkes bilden anschließend nach den Elementen welche
das untere Stockwerk bilden montiert werden indem die Montage versetzt um mindestens
ein Element bezüglich der Elemente des unteren Stockwerkes stattfindet.
[0010] Im Falle äußerer Balkone haben mindestens Teil der Bohlen 5 eine derartige Längserstreckung,
dass diese mit den horizontalen Endbereichen 5x über die vertikale, aus Bohlen 1 zusammengesetzte,
Wand hinausragen, an den Endbereichen 5x weisen die Bohlen keine Endteile 1f auf.
Die Bohlen 5 welche eine Decke bilden können auch parallel zur Längserstreckung der
Innen- oder Außenwand angeordnet sein wobei die erste ausgeformte Bohle 5y in die
entsprechenden Sitze zwischen den Bohlen 1 des unteren und des oberen Stockwerkes
eingesetzt wird.
[0011] Im Falle innerer tragender Wände oder Wände mit einer gewissen Wandstärke, sind die
Bohlen 1 unterhalb mit dem Vorsprung 1 d zwischen den entsprechenden Endbereichen
der Bohlen 8 der Decke für den Bodenbelag eingesetzt und oberhalb mittels Vorsprünge
5a gehalten. Während die Endteilee 1f, 1g vorteilhafterweise ca. 2/3 der Breite der
Bohlen 1 messen, entsprechen die Endteile 1 d, 1e ca. 1/3 der Breite der Bohlen 1.
Im Falle von Zwischenwänden oder Riegelwänden welche keinerlei gegenseitige Verankerung
oder tragende Funktionen aufweisen, können diese mittels vertikaler Bohlen 9 aufgebaut
sein welche zueinander mittels Dübel 12 verbunden sind welche eine Länge gleich der
Stärke der Bohlen 9 aufweisen. Die Bohlen 9 weisen erfindungsgemäß am unteren Ende
Abrundungen 9b auf und sind am oberen Ende mit Rille 9a mit abgerundeten Kanten ausgestattet
welche dem Querschnitt einer Leiste 10 entspricht welche mittels Dübel unterhalb an
den, die obere Decke bildenden, Bohlen 5 befestigt ist. Nachdem an der unteren, aus
den Bohlen 8 zusammengesetzten, Decke eine Rille 8d mit Abrundungen 8c vorgesehen
ist welche, betreffend die Form und die Abmaße, den unteren Endbereichen der Bohlen
9 entspricht, können diese Bohlen nacheinander bei fortschreitender Montage der Decken
8 und 5 eingesetzt werden oder anschließend in leicht geneigter Position zwischen
den beiden Decken 8, 5 eingesetzt werden und zwar bis auf die letzten Bohlen 9 welche
die Position nahe der Gegenwand und anliegend an dieser einnehmen und welche daher
vor Aufbau dieser Gegenwand eingesetzt werden müssen. Dieses Montagesystem ist auch
für die nachträgliche Errichtung von ursprünglich nicht geplanten Trennwänden geeignet.
[0012] Für die Errichtung von Außenwänden welche einen Winkel von 90° bilden schlägt die
Erfindung vor, an den Bohlen 1b welche die letzten Bohlen am Scheitel des Winkels
sind, eine Längsabschrägung 1 c für die Verbindung in Gehrung vorzusehen während der
verbleibende Querschnitt, zwecks Ausformung der äußeren Kante, ein Kantholz 7 mit
quadratischem Querschnitt eingesetzt wird. Mit Ausnahme der letzten Kante eines jeden
auf diese Weise zusammengesetzten Stockwerkes, ist eine Befestigung des Kantholzes
7 mittels der in Blindbohrungen eingesetzten üblichen Dübel 12 möglich, nur am Kantholz
7 welches die letzte Kante bildet sind an einer Seite durchgehende Bohrungen für die
Dübel 12a welche länger als die Kantholzstärke sind vorgesehen. Erfindungsgemäß können
die Bohlen welche die Außenwände und oder die Innenwände bilden mit vertikalen Rillen
versehen sein welche eventuell Hinterschneidungen aufweisen um das Haften von Putzschichten
zu begünstigen und/oder die Installation von Rohren zu erleichtern (Fig. 6).
[0013] Vorteilhafterweise entspricht das Modul für die Bemessung der verschiedenen Elemente
aus Holz für die Errichtung des Baues der Stärke der Bohlen 1, 5, 8, 9. Die Stärke
der Kanthölzer 7 kann gleich der Bohlenstärke x 2 sein. Natürlich schließt die Erfindung
nicht andere Module und Maßverhältnisse aus.
[0014] Die Dachstruktur sieht das Vorhandensein einer horizontalen Fußpfette 3, 31 vor welche
aus drei mittels Dübel 12 verbundenen Bohlen 3a, 3b, 3c; 31a, 31b, 31 c gebildet ist
und welche am oberen Rand der aus Bohlen 1 zusammengesetzten Seitenwände des obersten
Stockwerkes aufliegt. Diese Bohlen 1 weisen zu diesem Zweck einen mittleren Vorsprung
1s und seitliche parallele Fräsungen mit Abrundungen 1a auf um die zusammengesetzte
Pfette 3, 31 welche an der unteren Seite eine, dem Vorsprung 1 s entsprechende Rille
aufweist, aufnehmen zu können, dabei ist diese Rille durch versetzte Anordnung der
mittleren Bohle 3a, 31 a in Bezug auf die seitlichen Bohlen 3b, 3c; 31 b, 31 c gebildet
welche an der inneren Kante abgerundet 3d, 31d sind. An der oberen Seite können die
Pfetten 3, 31, je nach Neigung der Dachflächen, bzw. der Bohlen 4, 4a welche die Grundstruktur
des Daches bilden, unterschiedliche Form und Abrundungen aufweisen dabei sind an diesen
Sitze mit Abrundungen 4c entsprechend den Abrundungen 3d, 31d vorgesehen; Die Steckverbindung
zwischen den Pfetten 3, 31 und den entsprechenden Bohlen 4, 4a der Dachstruktur kann
eventuell durch bekannte Verbindungselemente gesichert werden. Im Falle eines Satteldaches
mit zwei geneigten Dachflächen ist eine Firstpfette 2 vorgesehen welche z.B. aus vier
Bohlen zusammengesetzt ist, davon sind zwei in zentraler Position 2a und zwei in äußerer
Position 2b wobei jedes Paar einen spiegelbildlich identische Querschnitt aufweist.
Die Bohlen 2a, 2b sind mittels quer eingetriebener Dübel 12 verbunden und die oberen
äußeren Kanten der beiden seitlichen äußeren Bohlen 2b sind abgerundet 2c so dass
diese in die abgerundeten Rillen 4c an den Bohlen 4 der Dachstruktur eingreifen.
Im Falle von Dächern mit zwei geneigten Dachflächen (Fig. 7) weisen die Bohlen 4 einer
Dachfläche im Bereich des Firstes abwechselnd längere und kürzere Endbereiche 4b auf
um so eine vielfache ineinandergreifende Steckverbindung zwischen den beiden Dachflächen
im Bereich des Firstes zu erhalten.
[0015] Erfindungsgemäß können die geneigten Bohlen 4 einer Dachstruktur mit den vertikalen
Bohlen 1 der Wand verbunden sein (Fig. 15) indem zueinander distanzierte Bohlen 1
der Wand an den oberen Endbereichen eine vertikale Verlängerung 1z mit "pilzförmigem"
Endteil 1 h aufweisen welches dem Querschnitt einer entsprechenden, an der Unterseite
der Bohlen 5 vorgesehenen, mit Hinterschneidungen versehenen Nut, eingesetzt wird.
Zwischen den besagten Verlängerungen 1z können Bohlenstücke 32e eingesetzt werden,
diese sind seitlich durch eine horizontale äußere Bohle 32b und eine innere horizontale
Bohle 32c welche die Fußpfette 32 bilden abgedeckt.
[0016] Eventuell können alle Abrundungen 1a, 1x, 1y, 2c, 3d, 4c, 5a, 5b, 6a, 8a, 8b, 8c,
9a, 31d den selben Rundungsradius aufweisen, wobei der Mindestradius immerhin vom
Durchmesser des Fräskopfes bestimmt ist.
Um einen hohen Präzisionsgrad zu erreichen schlägt die Erfindung vor die Bohrungen
für die Dübel 12 in einer ersten Phase durchzuführen und in einer folgenden Phase
das Fräßen der Außenkontur der Bohlen 1, 5, 8 zusammen mit dem Fräsen der Vorsprünge
und Rillen für die Steckverbindung durchzuführen.
[0017] Die Art der progressiven Verbindung, mittels Dübel 12 welche eine Länge ca. entsprechend
der Bohlenstärke aufweisen, zwischen den Bohlen 1, 5, 8, 9 welche Wände und Decken
bilden, zwischen Bohlen 2a, 2b; 3a, 3b; 31 a, 31 b weiche zusammengesetzte Pfetten
2, 3, 31 bilden und zwischen Bohlen 4, 4a welche Strukturelemente für das Dach bilden,
zusammen mit den Steckverbindungen und mit der Ausbildung der Kantenbereiche zweier
zueinander im Winkel von 90° stehenden Wänden, ermöglichen die progressive Montage
verschiedener Strukturelemente des selben Hauses, gleichzeitig auch an mehreren Stockwerken,
einschließlich an der Dachstruktur, mit der einzigen Bedingung, dass die Elemente
welche die unteren Struktureinheiten bilden und als Auflage für die, die oberen Struktureinheiten
bildenden Elemente dienen, mit dem Vorrang von mindestens einem Element in Bezug auf
den progressiv oberen Elementen montiert werden, wobei minimale Abstützarbeiten auszuführen
sind und wobei sich die Struktur selbst für eine progressive effiziente Abdeckung
mittels Planen anbietet.
[0018] Um den Windverband an den Strukturelemente und die Verbindung zwischen unterschiedlichen
Strukturelementen oder zwischen Bohlen welche ein Bauelement bilden zu optimieren,
schlägt die Erfindung den Einsatz von Windverbandelementen 13 und von Formhölzern
14, 15 vor. Sei es die Windverbandelemente 13 als auch die Verbindungs-Formhölzer
14, 15 weisen gewellte Seitenflanken mit parallel verlaufender oder z.B. um eine Wellenhälfte
versetzte Wellung, auf. Die Windverbandelemente 13 werden erfindungsgemäß in entsprechende
Nuten eingesetzt welche mit der Längsachse 13a geneigt oder quer, 90° zur Längserstreckung
der Bohlen 1 (Fig. 10) verlaufen können. Die Windverbandelemente 13 können entsprechend
dem Verlauf der Wellung der Flanken einen konstanten Querschnitt 13b aufweisen (paralleler
Verlauf der Wellung) oder einen Mindestquerschnitt 13c und einen Höchstquerschnitt
13d (versetzte Wellung) aufweisen.
Die Verbindungs-Formhölzer 14 (Fig. 13) verbinden ein Strukturelement aus vertikalen
Bohlen 1 (Wand) mit einem Stukturelement aus mehreren horizontalen Bohlen 19 (Grundstruktur).
Die Verbindungs-Formhölzer 15 verbinden z.B. die Bohlen 32 eines zusammengesetzten
Balkens (Fig. 14).
1. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäuser wobei die einzelnen Bohlen welche
die unterschiedlichen Baustrukturen bilden mittels einer Reihe quer eingebrachter
Dübel zu einem Stoß verbunden sind und wobei die Holzbohlen welche die vertikalen
Wände bilden vertikal angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Montage der Bohlen (1, 8, 5) einzeln oder in Gruppen erfolgt indem in einer ersten
Bauphase mindestens teilweise die untere horizontale Struktur erstellt wird welche
aus Bohlen (8) zusammengesetzt ist und als Auflage für die nachfolgenden vertikalen,
aus Bohlen (1) bestehenden, Strukturen dient wobei diese an den unteren Strukturen
eingesetzt werden und ihrerseits durch folgende horizontale obere, aus Bohlen (5)
gebildeten, Strukturen und/oder schließlich im oberen Bereich durch die eventuell
geneigten Strukturen welche die, aus Bohlen (4, 4a) zusammengesetzte, Dachkonstruktion
bilden, verbunden sind, wobei die Montage der einzelnen Bohlen in progressiver Folge
durchgeführt wird indem unterschiedliche Strukturen gleichzeitig, mit einer Differenz
von mindestens einer Bohle, in Bezug auf die Anzahl der Bohlen welche die jeweils
untere, als Auflage, als Stecksitz oder als Verankerung dienende Struktur bilden,
wobei die Möglichkeit geboten wird, dass der progressive Zusammenbau der verschiedenen
Strukturen, welche auch mehr als ein Stockwerke und die Dachkonstruktion umfassen
können, ohne Einsatz metallischer Befestigungselemente erfolgt.
2. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäusern gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindung zwischen den vertikalen, aus Bohlen (1) zusammengesetzten, Bauelementen
und den horizontalen, aus Bohlen (5, 8) zusammengesetzten, Bauelementen dadurch gebildet wird, dass an den Endbereichen der horizontalen Bohlen (8) im oberen Eckbereich
eine abgerundete Querrille (8b) anschließend an einen in äußerster Position angeordneten
abgerundeten Quervorsprung (8a) vorgesehen ist, wobei ein Sitz gebildet wird in welchen
der untere Endbereich der vertikalen Bohlen (1) welche eine vertikale Baustruktur
bilden und mit entsprechendem, aus einem abgerundeten Vorsprung (1y) und einer abgerundeten
Rille (1x) bestehenden, Sitz ausgestattet ist, eingesetzt wird, wobei der vertikale
Endteil (1g) der selben Bohlen (1) vollständig die Stirnseite der Bohlen (8) welche
die horizontale Baustruktur bilden, abdeckt und auf dem Fundament (11) aufliegt und
dass im Falle einer horizontalen Baustruktur (5) welche zwischen einer unteren und
einer oberen vertikalen Baustruktur (1) eingesetzt ist, die einzelnen Bohlen (5) welche
diese Struktur bilden an den Endbereichen die selben Querrillen (5b) und Quervorsprünge
(5a) an beiden oberen und beiden unteren Seiten aufweisen wodurch ein abgerundeter
Schwalbenschwanz entsteht welcher dem Sitz entspricht der am oberen Endbereich der
Bohlen (1) welche die untere Struktur bilden vorgesehen ist und dem Sitz entspricht
welcher am unteren Endbereich der Bohlen (1) vorgesehen ist welche die obere Struktur
bilden, wobei jede der verbleibenden Endteile (1f) der Bohlen (1) die Stirnseite der
eingesetzten Bohlen (5) welche die horizontale Struktur bilden abdecken und die Endteile
(1f, 1e) gegenseitig direkt aufliegen.
3. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäuser gemäß die Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Endteile (1f, 1e) der vertikalen Bohlen (1) welche die tragenden Wände bilden,
als gegenseitige Auflageflächen, ebene Stirnholzflächen oder eine Feder und Nut Verbindung
(A) aufweisen, wobei die Feder und die entsprechende Nut abgerundeten Querschnitt
haben.
4. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäusern gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Stürze (6) und Brüstungen (6a) die Bohlen (1) welche die vertikalen
Strukturen bilden im Mittelbereich mit einem Vorsprung (1 s) enden welcher durch seitliche
Fräsungen mit Abrundungen (1a) entsteht und dass dem Querschnitt dieses Vorsprunges
der Querschnitt einer Längsrille (6s) entspricht welche am Sturz (6) bzw. an der Brüstung
(6b) vorgesehen ist.
5. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäusern gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbildung der Kanten welche von zwei zueinander in einem Winkel von 90° ausgerichteten
Wänden gebildet werden, durch den Einsatz zweier Bohlen (1 b) erfolgt welche den,
die Wände bildenden, vertikalen Bohlen (1) identisch sind aber längs einer der innen
liegenden Längsseiten in einem Winkel von 45° zugeschnitten sind, um an der jeweils
letzten Bohle (1) einer Wand befestigt zu werden und um anschließend außen an der
Bohle (1b) ein Kantholz (7) mit quadratischem Querschnitt anzubringen, dass anschließend
an der mit 90° angrenzenden Fläche des selben Kantholzes die zweite mit 45° zugeschnittene
Bohle (1 b) befestigt wird um eine Verbindung in Gehrung (1c) mit der ersten Bohle
(1 b) herzustellen um anschließend mit dem Aufbau der zweiten Wand durch Anbringen
vertikaler Bohlen (1) fortzufahren und dass nur für den Zusammenbau der letzten Außenkante,
als letztes Bauteil das Kantholz (7) angebracht wird welches nur in diesem Fall an
nur einer Außenseite durchgehende Bohrungen für die Einbringung von Dübel (12a) erfordert
welche länger als die Stärke des Kantholzes sind.
6. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäusern gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikalen Struktureinheiten welche Trennwände ohne Verankerungsfunktionen bilden
aus Bohlen (9) mit am unteren Ende abgerundeten Kanten (9b) bestehen welche Enden
in eine entsprechende, an der horizontalen unteren Struktur (8) vorgesehene, Rille
eingesetzt sind während das obere Ende stirnseitig eine Querrille mit abgerundeten
(9a) Innenkanten aufweist welche als Sitz für eine Leiste (10) mit entsprechendem
Querschnitt dient welche unterhalb an der oberen horizontalen Struktur (5) befestigt
ist.
7. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäusern gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohlen welche die Wände bilden an ihrer Innenseite vertikale mit eventuellen
Hinterschneidungen ausgestattete Rillen aufweisen.
8. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäuser gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohlen (4, 4a) der Dachstruktur, im Bereich der Fußpfette (3, 31), bzw. der Firstpfette
(2) Sitze mit abgerundeten Kanten (4c) aufweisen welche dem Querschnitt des oberen
Teiles der besagten Pfetten (2, 3, 31) entsprechen und dass diese Pfetten aus mindestens
drei anliegenden und durch Dübel (12) verbundenen Bohlen (2a, 2b; 3a, 3b, 3c; 31a,
31b, 31c) gebildet werden.
9. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäuser gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohlen (4) welche die Struktur eines Satteldaches bilden im Bereich des Firstes
abwechselnd mit längeren (4b) und kürzeren Endbereichen zugeschnitten sind um eine
Steckverbindung zwischen den aus Bohlen (4) zusammengesetzten Strukturen der beiden
Dachflächen zu schaffen.
10. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäuser gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen den vertikalen Bohlen (1) welche eine Wand bilden und den
geneigten Bohlen (4) welche eine Dachstruktur bilden durch vertikale Verlängerungen
(1z) der Bohlen (1) geschaffen wird wobei die Verlängerungen einen "pilzartigen" Endbereich
(1 h) aufweisen welcher in eine entsprechende an der Unterseite der Bohlen (4) vorgesehene
Nut eingreift und dass zwischen diese Verlängerungen (1z) Bohlenstücke (32e) eingesetzt
sind welche von einer äußeren horizontalen Bohle (32b) und einer inneren Bohle (32c)
welche die Fußpfette (32) bilden gehalten werden.
11. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäusern gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Bohlen (8, 1, 5) welche die tragenden vertikalen und horizontalen
Strukturen bilden in einer ersten Phase für die Aufnahme der Dübel (12) gebohrt werden
und in einer anschließenden Phase gefräst werden um die Bereiche der Steckverbindungen
zusammen mit der gesamten Außenkontur mittels der selben Fräsvorrichtung zu schaffen
wobei die vorher ausgeführten Bohrungen als Anhaltspunkte für die nachträglichen Fräsungen
dienen.
12. Bauweise für die Errichtung von Massivholzhäuser gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikalen Strukturelemente welche von den vertikalen Bohlen (1) gebildet werden
durch Verankerungselemente (17) gehalten werden welche durch bekannte Befestigungselemente
(18) am Fundament (11) oder an der entsprechenden Unterstruktur befestigt sind und
dass diese Verankerungselemente einen pilzförmigen Querschnitt aufweisen um in eine
entsprechende Nut (1 m) mit Hinterschneidungen einzugreifen welche am unteren Ende
der Bohlen (1) vorgesehen ist.
13. Bauweise für die Erstellung von Massivholzhäuser gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturelemente welche aus mehreren vertikalen Bohlen (1) zusammengesetzt sind
mittels Windverbandelemente (13) stabilisiert sind wobei die seitlichen Flanken dieser
parallel oder versetzt wellenförmig verlaufen und dass diese Windverbandelemente (13)
in entsprechende Nuten mit, zur Längserstreckung der Bohlen (1), geneigter oder 90°
quer verlaufender Längsachse (13a), eingesetzt sind.
14. Bauweise für die Erstellung von Massivhäuser gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen Strukturelementen welche aus Bohlen (33) mit gleicher Ausrichtung
bestehen oder zwischen Strukturelementen welche aus Bohlen (1, 19) mit unterschiedlicher
Ausrichtung bestehen, durch Formhölzer (14, 15) mit gewellten Seitenflanken gesichert
wird, wobei diese parallel gewellt oder um eine halbe Welle versetzt gewellt sein
können und in entsprechende Nuten eingesetzt sind welche sich über mehrere zu verbindende
Bohlen (1, 19, 33) erstrecken.