Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Reflektorlampe mit einem Reflektor, einem separaten Sockel
und einer elektrischen Lampe, welche in dem Reflektor und/oder dem Sockel mittels
einer Halteeinrichtung gehalten ist.
Stand der Technik
[0002] Es sind Reflektorlampen, insbesondere Hochvolt-Reflektorlampen bekannt, bei welchen
der Reflektor und der Sockel einstückig ausgebildet sind und beispielsweise als Ganzglasreflektor
realisiert sind. Beispielsweise ist eine derartige Reflektorlampe von der Anmelderin
unter dem Namen HALOPAR
® bekannt. Ein Vorteil dieser Ganzglasreflektoren ist darin zu sehen, dass ein relativ
geringer Montageaufwand erforderlich ist. Allerdings sind derartige Reflektorlampen
relativ schwierig und aufwendig zu fertigen.
[0003] Darüber hinaus sind Bauformen bekannt, bei dem ein Glasreflektor mit einem separaten
Sockel, welcher als Keramikstein ausgebildet ist, durch eine unlösbare Verbindung
zusammengesetzt. Der Glasreflektor und der Keramikstein werden dabei durch eine Klebeverbindung
verbunden, insbesondere miteinander verkittet. Bei einer Ausbildung, bei der der Reflektor
und der Sockel separat hergestellt werden, kann eine kostengünstigere Fertigung ermöglicht
werden. Allerdings ist durch die Verkittung dieser beiden Komponenten ein höherer
Montageaufwand erforderlich. Durch diese Mehrzahl an Fertigungsschritten, und insbesondere
durch den zusätzlichen Prozess der Kittung dieser beiden Elemente, resultiert in Summe
eine relativ teure Reflektorlampe.
Darstellung der Erfindung
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße
Reflektorlampe derart weiterzubilden, dass diese kostengünstig gefertigt werden kann
und einen niedrigen Montageaufwand ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Reflektorlampe, welche die Merkmale nach Patentanspruch
1 aufweist, gelöst.
[0006] Eine erfindungsgemäße Reflektorlampe umfasst einen Reflektor und einen Sockel, wobei
der Reflektor und der Sockel als separate Elemente ausgebildet sind. Darüber hinaus
weist die Reflektorlampe zumindest eine elektrische Lampe auf, welche in dem Reflektor
und/oder dem Sockel mittels einer Halteeinrichtung gehalten ist. Der Reflektor und
der Sockel sind im zusammengesetzten Zustand der Reflektorlampe derart angeordnet,
dass sie einen gemeinsamen Verbindungsbereich ausbilden, in welchem diese beiden Komponenten
zumindest bereichsweise ineinandergreifend angeordnet und klebstofffrei zusammengesetzt
beziehungsweise zusammengefügt sind.
[0007] Dadurch kann eine Reflektorlampe geschaffen werden, welche kostengünstig gefertigt
werden kann und relativ einfach und aufwandsarm montiert werden kann. Insbesondere
die Einzelkomponenten der Reflektorlampe können aufwandsarm und mit relativ wenigen
Montageschritten zusammengefügt werden.
[0008] Der Reflektor weist in vorteilhafter Weise einen Reflektorhals auf, wobei der Verbindungsbereich
zwischen dem Reflektorhals und dem Sockel ausgebildet ist. Vorzugsweise sind der Reflektor
und der Sockel mit jeweils zugewandten Endbereichen zusammengefügt, so dass der Verbindungsbereich
an diesen einander zugewandten Endbereichen ausgebildet ist.
[0009] Vorzugsweise ist der Verbindungsbereich derart ausgebildet, dass der Reflektor und
der Sockel zumindest in Rotationsrichtung um eine Längsachse zueinander fixiert sind.
Bevorzugt ist der Verbindungsbereich derart ausgebildet, dass der Reflektor und der
Sockel auch in Längsachsenrichtung zueinander fixiert sind.
[0010] Die Reflektorlampe kann somit insbesondere im Bereich, in dem der Reflektor und der
Sockel aneinander angrenzen und bevorzugt unmittelbar miteinander kontaktiert sind,
ohne das Aufbringen von Klebstoff zusammengesetzt werden. Unter einer klebstofffreien
Zusammenfügung werden alle Arten und Vorgehensweisen verstanden, bei denen keine Klebstoffe
oder klebstoffähnliche Materialien zur Befestigung und/oder Fixierung und somit auch
zur mechanischen Verbindung dieser Komponenten miteinander verwendet werden. Unter
einem Klebstoff werden somit auch Kitte und dergleichen sowie ähnliche Verbindungsstoffe
verstanden.
[0011] Kontaktbereiche beziehungsweise Kontaktflächen zwischen dem Reflektor und dem Sockel
werden bevorzugt derart strukturiert, dass sie bei der Installation der zusammengesetzten
Reflektorlampe in eine Fassung oder Halterung der Reflektorlampe auftretende Torsionskräfte
aufnehmen. Der Verbindungsbereich ist dabei derart konzipiert, dass zumindest Drehbewegungen,
welche beispielsweise beim Einsetzen der Reflektorlampe in eine Fassung auftreten,
aufgenommen werden können und somit die Reflektorlampe auch kompakt und mechanisch
stabil bei derartigen Krafteinwirkungen bleibt. Die Ausgestaltung kann auch zur Aufnahme
von Zugbelastungen in Längsachsenrichtung optimiert sein.
[0012] Der Verbindungsbereich weist vorzugsweise Eingriffselemente und dazu komplementäre
Eingriffsbereiche auf. Es kann vorgesehen sein, dass die Eingriffselemente an einer
der Komponenten, beispielsweise am Reflektor und insbesondere am Reflektorhals ausgebildet
sind, wohingegen die komplementären Eingriffsbereiche an dem Sockel und insbesondere
an einem dem Reflektor zugewandten Endbereich des Sockels ausgebildet sind. Insbesondere
dann, wenn der Bereich, an dem der Reflektor und der Sockel zusammengefügt sind, im
Schnitt eine runde oder annährend runde Formgebung aufweisen, ist es bevorzugt wenn
eine Mehrzahl an Eingriffselementen und dazu komplementäre Eingriffsbereiche ausgebildet
sind. Selbstverständlich kann auch vorgesehen sein, dass an dem Reflektor zumindest
ein Eingriffselement und zumindest ein komplementärer Eingriffsbereich beispielsweise
benachbart dazu, ausgebildet ist. In entsprechender Weise kann dann auch in dem Sockel
zumindest ein Eingriffselement und zumindest ein dazu komplementärer Eingriffsbereich
ausgebildet sein. Der Reflektor und der Sockel werden dann derart zusammengesetzt,
dass ein Eingriffselement des Reflektors in einen komplementären Eingriffsbereich
im Sockel und ein Eingriffselement des Reflektors in einen dazu komplementären Eingriffsbereich
des Reflektors eingereift. Die Eingriffselemente und die Eingriffsbereiche können
in alternierender Weise angeordnet sein.
[0013] Vorzugsweise sind zumindest zwei Eingriffselemente ausgebildet, welche an dem Reflektor
und/oder an dem Sockel radial umlaufend und bevorzugt beabstandet zueinander ausgebildet
sind. Durch eine derartige Ausgestaltung kann erreicht werden, dass der Verbindungsbereich
im zusammengesetzten Zustand der Reflektorlampe und insbesondere im zusammengefügten
Zustand des Reflektors mit dem separaten Sockel auch eine Zentrierung dieser Komponenten
zueinander zuverlässig ermöglicht. Insbesondere in der Ebene, welche senkrecht zur
Längsachse der Reflektorlampe orientiert ist, kann dadurch ein relatives Bewegen des
Reflektors zum Sockel im Wesentlichen verhindert werden. Es kann auch vorgesehen sein,
dass die Eingriffselemente ohne Abstand zueinander angeordnet sind und gemäß einer
so genannten Hirthverzahnung ausgebildet sind.
[0014] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Eingriffselemente in radialer Richtung nach
innen versetzt ausgebildet sind. Die Eingriffselemente und auch die Eingriffsbereiche
sind somit nicht mehr an der Mantelfläche des Reflektors und des Sockels ausgebildet.
Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Eingriffsbereiche in einem zumindest teilweise
umlaufenden Steg ausgebildet sind. Dieser Steg ist bevorzugt in radialer Richtung
im Vergleich zum äußeren Rand und somit zur Mantelfläche des Reflektors und/oder des
Sockels nach innen versetzt angeordnet. Es kann dabei vorgesehen sein, dass der Steg
von einem ebenen Auflagebereich umlaufend umgeben ist. Der Auflagebereich ist dabei
insbesondere in einer Ebene, welche vertikal zur Längsachse der Reflektorlampe angeordnet
ist, als ebener Auflagebereich konzipiert. Bei dieser Ausgestaltung kann dadurch auch
eine Schutzmaßnahme dahingehend geschaffen werden, dass dem Verbindungsbereich keine
Zugänglichkeit zum Inneren der Reflektorlampe und somit auch zur darin enthaltenen
elektrischen Lampe möglich ist. Es kann dadurch ein Berühr- und Sichtschutz gewährleistet
werden.
[0015] Der Verbindungsbereich kann auch als Steckverbindung ausgebildet sein. Beispielsweise
können die Eingriffselemente als Stifte oder stiftartige Elemente ausgebildet sein,
welche in Aussparungen oder Bohrungen, welche die Eingriffsbereiche darstellen, eingreifen
oder eingesteckt werden.
[0016] In vorteilhafter Weise sind die Eingriffselemente und die Eingriffsbereiche vollständig
umlaufend und vorzugsweise äquidistant zueinander angeordnet.
[0017] Der Sockel und der Reflektor sind zumindest in Richtung der Längsachse der Reflektorlampe
durch die in dem Reflektor und/oder dem Sockel befestigte elektrische Lampe zusammengehalten.
Durch die Befestigung dieser elektrischen Lampe kann dadurch auch eine Befestigung
des Reflektors und des Sockels zueinander in Längsrichtung ermöglicht werden. Die
Positionierung der Komponenten kann dadurch aufwandsarm und im Wesentlichen ohne zusätzliche
Teile oder Hilfsmittel ermöglicht werden.
[0018] Es kann auch vorgesehen sein, dass der Sockel und der Reflektor zumindest in Richtung
der Längsachse der Reflektorlampe durch befestigte Stromzuführungen der elektrischen
Lampe zusammengehalten sind. Bevorzugt weist dabei der Sockel Kontaktpins auf, in
welche die Stromzuführungen der elektrischen Lampe geführt sind. Diese Stromzuführungen,
welche auch als Anschlussstroze bezeichnet werden, werden in die Kontaktpins gesteckt
und dann in diesen Kontaktpins festgecrimpt. Insbesondere dann, wenn die Lampe mittels
der Halteeinrichtung im Reflektor befestigt ist und Stromzuführungen in den Kontaktpins
des Sockels befestigt sind, kann der Sockel und der Reflektor in Längsrichtung der
Reflektorlampe zuverlässig und stabil zusammengehalten werden. Auch Zug- und Torsionskräfte
können dabei aufgenommen werden, ohne dass die Reflektorlampe mechanisch instabil
werden würde.
[0019] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Halteeinrichtung, mit welcher die elektrische
Lampe in dem Reflektor und/oder dem Sockel gehalten ist, den Sockel und den Reflektor
mechanisch stabil zusammenfügt. Die Halteeinrichtung kann dabei entsprechend ausgestaltet
sein, und entsprechende Teile aufweisen, welche durch einen Montagevorgang beispielsweise
umgeformt werden können und dadurch die mechanische Verbindung zwischen dem Sockel
und dem Reflektor zur stabilen Halterung zumindest in Längsrichtung, ermöglichen.
[0020] Die Halteeinrichtung kann durch eine Trägerscheibe ausgebildet sein. In diese Trägerscheibe
kann die elektrische Lampe eingesteckt werden und dadurch stabil gehalten werden.
Es kann auch vorgesehen sein, dass der Reflektor einen Bodenbereich aufweist, in welchem
zwei durchgängige Löcher ausgebildet sind, durch die die Stromzuführungen der elektrischen
Lampe in die Kontaktpins, welche im Sockel ausgebildet sind, gesteckt werden und dann
in den Kontaktpins festgecrimpt werden.
[0021] Es kann auch vorgesehen sein, dass in dem Verbindungsbereich zwischen dem Reflektor
und dem Sockel ein weiteres Element eingebracht ist, so dass der Reflektor und der
Sockel nicht unmittelbar aneinander anliegend angeordnet sind. Insbesondere kann dies
dann vorgesehen sein, wenn der Reflektor und der Sockel aus Glas ausgebildet sind.
[0022] Die Stromzuführungen können zumindest bereichsweise elastisch ausgebildet sein, derart,
dass zumindest bereichsweise ein Federelement ausgebildet ist.
[0023] Der Reflektor und der Sockel können zumindest im Verbindungsbereich lösbar miteinander
verbunden sein. Bei einer Demontage kann dann der Reflektor und der Sockel zerstörungsfrei
voneinander getrennt werden.
[0024] Der Sockel kann als Bajonettsockel oder aber auch als Schraubsockel ausgebildet sein.
Des Weiteren kann der Sockel neben der bereits erwähnten Materialausgestaltung aus
Glas, auch aus Keramik oder Kunststoff ausgebildet sein. Bei einer Ausgestaltung aus
Glas kann je nach Temperaturbelastung gegebenenfalls ein Hartglas vorgesehen sein.
Auch ein anderes elektrisch isolierendes Material kann für den Sockel vorgesehen sein.
[0025] Die elektrische Lampe kann als Brenner ausgebildet sein und insbesondere eine Entladungslampe
oder eine Glühlampe sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die elektrische
Lampe als Leuchtdiode ausgebildet ist. Durch die Verwendung eines Brenners, der keine
externe Sicherung und somit keine Sicherungsdrähte zur Lichtbogenausschaltung benötigt,
ist es bevorzugt möglich, die beiden Komponenten Reflektor und Sockel durch den Brenner
beziehungsweise dessen Stromzuführungen zusammenzuhalten.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0026] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Reflektorlampe;
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung, in der Elemente einer erfindungsgemäßen Reflektorlampe
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel gezeigt sind; und
- Fig. 3
- eine Explosionsdarstellung von Teilelementen einer erfindungsgemäßen Reflektorlampe
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0027] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0028] In Fig. 1 ist in perspektivischer Explosionsdarstellung eine Reflektorlampe I gezeigt,
bei der ein Reflektor 1 und ein Sockel 2 darüber hinaus in Schnittdarstellung gezeigt
sind. Der Reflektor 1 und der Sockel 2 sind separate Komponenten der Reflektorlampe
I und im zusammengesetzten Zustand der Reflektorlampe I zumindest bereichsweise ineinandergreifend
angeordnet.
[0029] In der Reflektorlampe I ist eine elektrische Lampe 3 angeordnet, welche im Ausführungsbeispiel
als Brenner ausgebildet ist und eine Entladungslampe darstellt.
[0030] Der Reflektor 1 ist mit einem lichtdurchlässigen Abdeckelement 4 abgedeckt. Dieses
Abdeckelement 4 kann aus Glas oder Kunststoff ausgebildet sein und eine ebene Scheibe
darstellen. Ebenso kann auch vorgesehen sein, dass dieses Abdeckelement 4 zumindest
bereichsweise gewölbt ausgebildet ist und anstatt oder zusätzlich als optisches Element,
beispielsweise als Linse, konzipiert ist. Die Reflektorlampe I kann jedoch auch ohne
dieses Abdeckelement 4 ausgebildet sein.
[0031] Die elektrische Lampe 3 ist durch eine Halteeinrichtung 5, welche im Ausführungsbeispiel
als Lampenträgerscheibe ausgebildet ist, in dem Reflektor 1 und dem Sockel 2 gehalten.
Die Halteeinrichtung 5 weist dazu eine durchgängige Aussparung 51 auf, durch welche
ein unterer Bereich der elektrischen Lampe 3 hindurch gesteckt wird, wobei die Aussparung
51 zum passgenauen Einsetzen der elektrischen Lampe 3 ausgebildet ist. Dadurch kann
eine stabile Halterung und Fixierung der elektrischen Lampe 3 ermöglicht werden.
[0032] In zusammengesetztem Zustand der Reflektorlampe I sind der Reflektor 1 und der Sockel
2 im Ausführungsbeispiel unmittelbar aneinander anliegend angeordnet und bilden einen
Verbindungsbereich 6 aus an welchem diese beiden Komponenten aneinander anliegen.
Wie aus der Darstellung in Fig. 1 zu erkennen ist, weist der Reflektor 1 einen Reflektorhals
11 auf, welcher wiederum einen Endbereich 111 aufweist, der in Formgebung und Ausmaßen
dem Sockel 2 entspricht. Insbesondere sind die Ausmaße dieses Endbereichs 111 derart
ausgebildet, dass sie den Ausmaßen des dem Reflektorhals 11 zugewandten Endbereichs
21 des Sockels 2 entsprechen. Im zusammengesetzten Zustand ist somit der Reflektor
1 und der Sockel 2 im Wesentlichen passgenau und bündig aufeinandergefügt.
[0033] Der Verbindungsbereich 6 weist im Ausführungsbeispiel eine Mehrzahl an Eingriffselementen
61 sowie komplementär dazu ausgebildete Eingriffsbereiche 62 aus. Die Eingriffselemente
61 sind dabei an dem Endbereich 111 des Reflektorhalses 11 ausgebildet und im Ausführungsbeispiel
als bogenförmige Elemente, welche nach unten in Richtung des Sockels 2 orientiert
sind, ausgebildet. Die komplementär dazu ausgebildeten Eingriffsbereiche 61 sind in
dem Sockel 2 ausgebildet. Im Ausführungsbeispiel sind die Mehrzahl an Eingriffselementen
61 und die Eingriffsbereiche 62 radial umlaufend angeordnet und im Wesentlichen äquidistant
zueinander ausgebildet. Wie in der zusammengesetzten Darstellung des Reflektors 1
und des Sockels 2 gemäß Fig. 1 zu erkennen ist, sind diese beiden Elemente an den
Endbereichen 21 des Sockels 2 und dem Endbereich 111 des Reflektorhalses 11 über eine
entsprechende Kontaktfläche, welche in dem Verbindungsbereich 6 gebildet wird flächig
aufeinander aufliegend, wobei die Zusammenfügung dieser beiden Teile 1 und 2 in diesem
Verbindungsbereich klebstofffrei ausgebildet ist.
[0034] Durch die gezeigte Ausführung des Verbindungsbereichs 6 und insbesondere der Eingriffselemente
61 und der Eingriffsbereiche 62 kann erreicht werden, dass im zusammengesetzten Zustand
des Reflektors 1 und des Sockels 2 diese beiden Teile in einer Ebene (x-y-Ebene) senkrecht
zur Längsachse (z-Richtung) der Reflektorlampe I positionsstabil angeordnet sind.
Durch diese Ausgestaltung des Verbindungsbereichs 6 kann ein Verrutschen dieser beiden
Teile relativ zueinander in dieser x-y-Ebene verhindert werden. Der Verbindungsbereich
6 wirkt dadurch auch zugleich als Fixierungs- und Zentrierungsbereich. Darüber hinaus
gewährleistet diese Ausbildung des Verbindungsbereichs 6 auch ein passgenaues Ineinandergreifen
des Reflektors 1 und des Sockels 2.
[0035] Durch die verzahnte klebstofffreie Verbindung zwischen dem Reflektor 1 und dem Sockel
2 kann darüber hinaus auch gewährleistet werden, dass Torsionskräfte, welche beim
Einsetzen der Reflektorlampe I in eine Halterung oder Fassung auftreten, aufgenommen
werden können, ohne dass die Reflektorlampe I mechanisch instabil werden würde und
der Reflektor 1 und der Sockel 2 relativ zueinander verrutschen würden. Die Reflektorlampe
I kann dadurch problemlos um ihre Längsachse gedreht werden und zuverlässig in eine
Fassung eingesetzt werden.
[0036] Im Ausführungsbeispiel ist der Sockel 2 als Bajonettsockel ausgebildet und weist
an einem unteren Ende zwei Kontaktpins 8a und 8b auf, welche in eine Fassung einsetzbar
sind.
[0037] In diese Kontaktpins 8a und 8b sind Stromzuführungen 32 beziehungsweise 31 der elektrischen
Lampe 3 einführbar. Im zusammengesetzten Zustand der Lampe I liegt dann die Halteeinrichtung
5 auf einem Steg 7 auf. Um ein Verdrehen dieser Halteeinrichtung 5 verhindern zu können
ist auch hier ein Positionierbereich 71 ausgebildet, in den eine komplementäre Aussparung
52 der Halteeinrichtung 5 eingreift.
[0038] Die Halterung des Brenners beziehungsweise der elektrischen Lampe 3 kann jedoch auch
derart erfolgen, dass im Reflektor 1 ein Bodenbereich mit zwei Aussparungen beziehungsweise
Löchern ausgebildet ist, durch die die Anschlussstroze beziehungsweise Stromzuführungen
31 und 32 in die Kontaktpins 8a und 8b gesteckt werden und dann in diesen Kontaktpins
8a und 8b festgecrimpt werden.
[0039] Im Ausführungsbeispiel wird der Reflektor 1 und der Sockel 2 in Richtung der Längsachse
der Reflektorlampe I durch die befestigende Anordnung der elektrischen Lampe 3 sowie
den befestigten Stromzuführungen 31 und 32 zusammengehalten. Diese Halterung in Längsachsenrichtung
ist dabei derart ausgebildet, dass Zugkräfte in dieser Längsachsenrichtung problemlos
aufgenommen werden können. Die feste Fixierung und stabile Zusammenhaltung des Reflektors
1 und des Sockels 2 ist damit auch in dieser Längsachsenrichtung gewährleistet.
[0040] Die Ausgestaltung des Verbindungsbereichs 6 und insbesondere die Ausführung der Eingriffselemente
61 und der Eingriffsbereiche 62 ist lediglich beispielhaft und kann in vielfältiger
Weise ausgestaltet sein. Die Eingriffselemente 61 können auch sägezahnartig oder zinnenartig
ausgeführt sein. Wesentlich ist, dass dabei ein Ineinandergreifen des Reflektors 1
und des Sockels 2 ausgebildet ist und eine klebstofffreie Zusammensetzung dieser beiden
Teile gewährleistet ist.
[0041] Es kann auch vorgesehen sein, dass lediglich zwei dieser Eingriffselemente 61 und
der komplementären Eingriffsbereiche 62 ausgebildet sind. Bei einer derartigen niedrigen
Zahl an Eingriffselementen 61 und Eingriffsbereichen 62 ist es dann vorteilhaft, dass
diese auf der radialen Auflagefläche ebenfalls beabstandet zueinander ausgebildet
sind. Weiterhin ist es bei einer derartigen Ausgestaltung vorteilhaft, wenn die Eingriffselemente
61 und die Eingriffsbereiche 62 über die Dicke d des Endbereichs 111, welche im Endbereich
21 auch eine Dicke d des Sockels 2 darstellt, in radialer Richtung nach außen oder
in radialer Richtung nach innen verjüngt ausgebildet ist. Dies bedeutet, dass beispielsweise
die Eingriffsbereiche 62 in radialer Richtung zur Längsachse der Reflektorlampe I
hin beispielsweise schmäler werden können. Beispielsweise kann dabei eine trichterförmige
Formgebung in der x-y-Ebene vorgesehen sein. Dadurch kann bereits durch zwei Eingriffselemente
eine sichere Fixierung und Zentrierung des Reflektors 1 zum Sockel 2 in der x-y-Ebene
erreicht werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass sich die Eingriffsbereiche 62
und die Eingriffselemente 61 in radialer Richtung zur teilweise über die Dicke d erstrecken
und der restliche Materialbereich bis zur gesamten Dicke d als Anschlagsbereich ausgebildet
ist. Dadurch kann einerseits ein verdrehen um die Längsachse verhindert werden und
ein verrutschen in radialer Richtung vermieden werden. Die Eingriffselemente 61 und
die Eingriffsbereiche 62 können auch stufenartig ausgebildet sein.
[0042] Ebenso kann auch vorgesehen sein, dass an dem Reflektor 1 und insbesondere an dem
Reflektorhals 11 zumindest zwei Stifte angeordnet sind, welche in entsprechende Löcher
oder Bohrungen im Endbereich 21 des Sockels 2 einsteckbar sind. Auch dadurch kann
eine klebstofffreie und ineinandergreifende Verbindung zwischen diesen beiden Teilen
geschaffen werden. Auch diese hier genannten Ausführungen des Verbindungsbereichs
6 sind lediglich beispielhaft und nicht als abschließend anzusehen.
[0043] Besonders geeignet ist diese Konzeption dann, wenn der Brenner beziehungsweise die
elektrische Lampe 3 ohne externe Sicherungsdrähte, welche insbesondere zur Lichtbogenausschaltung
erforderlich sind, ausgebildet ist.
[0044] In Fig. 2 ist eine perspektivische Darstellung des Reflektors 1 und des Sockels 2
gezeigt, welche einen Verbindungsbereich 6 darstellen, wie er in der Ausführung gemäß
Fig. 1 ausgebildet ist. Es sind die Mehrzahl an Eingriffselementen 61, welche bogenförmig
und abgerundet ausgebildet sind, gezeigt. Darüber hinaus sind auch die Eingriffsbereiche
62, welche nutartig in dem Sockel 2 ausgebildet sind erkannt werden. Darüber hinaus
sind ebene Kontaktflächen und Auflagebereiche 63 geschaffen, an welchen der Reflektorhals
11 und der Sockel 2 ebenfalls unmittelbar aneinander anliegen. Auch auf diesen Auflagebereichen
63 ist eine klebstofffreie Kontaktierung realisiert. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Trennung des Reflektors 1 von dem Sockel 2 derart gestaltet, dass der Reflektorhals
11 mit seiner im Wesentlichen analogen Formgebung zum Endbereich 21 auf diesem Sockel
2 aufsitzt.
[0045] Es kann auch vorgesehen sein, dass der Verbindungsbereich 6 unmittelbar angrenzend
an den kegelförmigen Teil 12 des Reflektors 1 angrenzt und der Reflektor 1 somit keinen
Reflektorhals 11 aufweist. Ebenfalls kann auch vorgesehen sein, dass der Verbindungsbereich
6 noch näher am unteren Ende 22 und somit näher an den Kontaktpins 8a und 8b (Fig.
1) ausgebildet ist. Abhängig von der entsprechenden Ausgestaltung der Reflektorlampe
I kann somit der Verbindungsbereich 6 an unterschiedlichen Positionen ausgestaltet
werden.
[0046] Eine weitere Ausführungsform eines Verbindungsbereichs 6 ist in der perspektivischen
Explosionsdarstellung in Fig. 3 gezeigt. Auch hier ist lediglich der Reflektor 1 und
der Sockel 2 dargestellt, wobei bei dieser Ausführung der Verbindungsbereich 6 wiederum
eine Mehrzahl an Eingriffselementen 61 und Eingriffsbereiche 62 aufweist. Die Eingriffsbereiche
62 sind bei dieser Ausführung in radialer Richtung nach innen versetzt und in einem
erhabenen, vollständig umlaufenden Steg 64 ausgebildet. Dieser Steg 64 ist von einer
planen Auflagefläche beziehungsweise Auflagebereich 65 umlaufend umgeben. Neben den
planen Auflageflächen 63 liegt der Reflektorhals 11 bei dieser Ausgestaltung auch
zusätzlich auf dem Auflagebereich 65 auf. Bei dieser Ausgestaltung kann somit auch
ein zuverlässiger Berührschutz und Sichtschutz ins Innere der Reflektorlampe I gewährleistet
werden. Auch bei gegebenenfalls auftretenden Fertigungstoleranzen kann somit durch
die Eingriffsbereiche 62 nichts ins Innere der Reflektorlampe I eingeführt werden,
wodurch erhöhte Sicherheit betreffend Stromschläge gewährleistet werden kann.
[0047] Neben den in den Fig. 1 bis Fig. 3 gezeigten Ausführungen des Verbindungsbereichs
6 und somit der klebstofffreien ineinandergreifenden Zusammenfügung des Reflektors
1 und des Sockels 2 kann auch vorgesehen sein, dass diese durch eine Rastvorrichtung
verbunden werden. Durch eine derartige Rastvorrichtung kann dann auch zusätzlich erreicht
werden, dass der Reflektor 1 und der Sockel 2 ohne zusätzliche Hilfsmittel, beispielsweise
eine Halteeinrichtung 5, auch in Längsrichtung (z-Richtung) kraft- und formschlüssig
zusammengehalten werden. Beispielsweise kann also eine derartige Rastvorrichtung ein
Bajonettverschluss vorgesehen sein. Eine derartige Rastvorrichtung kann auch derart
konzipiert sein, dass im verrasteten Zustand eine Drehbewegung des Reflektors 1 relativ
zum Sockel 2 in der x-y-Ebene nicht mehr möglich ist.
1. Reflektorlampe mit einem Reflektor (1), einem separaten Sockel (2) und einer elektrischen
Lampe (3), welche in dem Reflektor (1) und/oder dem Sockel (2) mittels einer Halteeinrichtung
(5) gehalten ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Reflektor (1) und der Sockel (2) im zusammengesetzten Zustand der Reflektorlampe
(I) einen Verbindungsbereich (6) ausbilden, in welchem sie zumindest bereichsweise
ineinander greifend angeordnet und klebstofffrei zusammengesetzt sind.
2. Reflektorlampe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Reflektor (1) einen Reflektorhals (11) aufweist und der Verbindungsbereich (6)
zwischen dem Reflektorhals (11) und dem Sockel (2) ausgebildet ist.
3. Reflektorlampe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Verbindungsbereich (6) an einander zugewandten Endbereichen (111, 21) des Sockels
(2) und des Reflektors (1) ausgebildet ist.
4. Reflektorlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Verbindungsbereich (6) derart ausgebildet ist, dass der Reflektor (1) und der
Sockel (2) zumindest in Rotationsrichtung um eine Längsachse der Reflektorlampe (I)
zueinander fixiert sind.
5. Reflektorlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Verbindungsbereich (6) Eingriffselemente (61) und dazu komplementäre Eingriffsbereiche
(62) aufweist.
6. Reflektorlampe nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest zwei Eingriffselemente (61) ausgebildet sind, welche an dem Reflektor (1)
und/oder an dem Sockel (2) radial umlaufend und beabstandet zueinander ausgebildet
sind.
7. Reflektorlampe nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingriffselemente (61) in radialer Richtung nach innen versetzt ausgebildet sind.
8. Reflektorlampe nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein Eingriffsbereich (61) in einem zumindest teilweise umlaufenden Steg
(64) ausgebildet ist.
9. Reflektorlampe nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Steg (64) von einem ebenen Auflagebereich (65) umlaufend umgeben ist.
10. Reflektorlampe nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingriffselemente (61) und die Eingriffsbereiche (62) vollständig umlaufend äquidistant
angeordnet sind.
11. Reflektorlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sockel (2) und der Reflektor (1) zumindest in Richtung der Längsachse der Reflektorlampe
(I) durch die in dem Reflektor (1) und/oder dem Sockel (2) befestigte Lampe zusammengehalten
sind.
12. Reflektorlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sockel (2) und der Reflektor (1) zumindest in Richtung der Längsachse der Reflektorlampe
(I) durch befestigte Stromzuführungen (31, 32) der elektrischen Lampe (3) zusammengehalten
sind.
13. Reflektorlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Halteeinrichtung eine Trägerscheibe (5) ist.
14. Reflektorlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sockel (2) als Schraubsockel oder als Bajonettsockel ausgebildet ist.
15. Reflektorlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sockel (2) zumindest teilweise aus Glas oder Keramik oder Kunststoff ausgebildet
ist.
16. Reflektorlampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die elektrische Lampe (3) als Brenner, insbesondere als Entladungslampe oder Glühlampe,
oder als Leuchtdiode ausgebildet ist.