[0001] Die Erfindung betrifft Kunststoffformkörper mit im Inneren durch Laser-Innengravur
erzeugten zwei- oder dreidimensionalen Bildstrukturen, wobei die Kunststoffformkörper
aus Kunststoffmaterialien bestehen, die einen Gehalt an nanoskaligen Metalloxiden
mit Partikelgröße von 1 bis 500 nm aufweisen, und sowohl das Kunststoffmaterial als
auch das enthaltene Metalloxid für das zur Erzeugung der Bildstrukturen verwendete
Laserlicht transparent ist.
[0002] Das Einbringen optischer Informationen in Kunststoffmaterialien durch Laserstrahlung
ist an sich bekannt. Man unterscheidet hierbei die Lasermarkierung und die Laser-Innengravur.
[0003] Die Kennzeichnung von Kunststoffen durch Lasermarkierung wirkt an der Objektoberfläche
beziehungsweise im oberflächennahen Bereich. Entscheidend ist hierbei die Absorption
der Laserenergie im Kunststoffmaterial durch direkte Wechselwirkung mit dem Polymer
oder mit einem dem Kunststoffmaterial zugesetzten Additiv, wie etwa einem organischer
Farbstoff oder einem anorganischen Pigment, das die Laserstrahlung absobiert. In jedem
Fall wird durch Absorption der Laserenergie eine chemische Materialveränderung und
damit eine lokale sichtbare Verfärbung des Kunststoffes bewirkt.
[0004] Die Lasermarkierbarkeit ist abhängig von dem wellenlängenspezifischen Absorptionsverhalten
der Kunststoffmaterialien bzw. der diesen zugrunde liegenden Polymere, von dem wellenlängenspezifischen
Absorptionsverhalten an etwaigen lasersensitiven Zusätzen sowie von Wellenlänge und
Strahlungsleistung der einzusetzenden Laserstrahlung. Neben CO
2- und Excimer-Lasern kommen in dieser Technik vermehrt Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierte
Yttrium-Aluminium-Garnet-Laser) mit den charakteristischen Wellenlängen 1064 nm und
532 nm zum Einsatz.
[0005] Lasermarkierbare Kunststoffmaterialien, die lasersensitive Zusätze in Form von Farbstoffen
und/oder Pigmenten enthalten, weisen generell eine mehr oder weniger ausgeprägte Färbung
und/oder Intransparenz auf. Oft erfolgt die Ausrüstung der als laserabsorbierend einzustellenden
Formmassen durch das Einbringen von Ruß.
[0007] Zur Technologie der Innengravur von für Laserstrahlung transparenten Gläsern und
Kunststoffen durch Laserstrahlen seien beispielhaft die Schriften
DE 44 07 547 und
US 5,206,496 genannt.
[0008] Im Gegensatz zur Lasermarkierung hat die Laser-Innengravur in beliebiger Tiefe des
Materials zu wirken. Dies setzt voraus, daß das Material im wesentlichen transparent
für die eingestrahlte Laserstrahlung ist, da ansonsten diese bereits im Oberflächenbereich
absorbiert würde.
[0009] Bei der Fokussierung eines Laserstrahls genügend hoher Leistungsdichte in das Innere
des für das Laserlicht an sich transparenten Materials kommt es auf Grund optischer
Effekte zu einer begrenzten Entwicklung von Wärmeenergie im Laserfokus.
[0010] Diese Wärmeentwicklung hat eine lokal eng begrenzte Mikrorissbildung im Material
zur Folge. Derartige Mikrorisse weisen einen Punktdurchmesser von 25 - 40 µm auf.
Bei im sichtbaren Licht transparenten Gläsern und Kunststoffen erscheinen die Mikrorisse
wegen der Streuung des Tageslichtes an den Risskanten als helle Punkte.
[0011] Durch die Ablenkung der Laserstrahlung über Spiegel und die Bewegung des Werkstückes
sowie durch eine Synchronisation zwischen dem Bewegungsablauf und den Laserpulsen
lassen sich im Werkstück entsprechende Strukturen aus einzelnen Mikrorissen zusammensetzen.
[0012] Die Pulsfolgefrequenz der typischerweise hierbei eingesetzten Laser ermöglicht die
Erzeugung von Strukturen mit bis zu etwa 1000 Punkten in der Minute.
[0013] Ausgangspunkt ist eine 3D-Darstellung des späteren Motivs in einem CAD-Programm.
Die Oberfläche oder die gesamte Struktur des Modells wird rechnerisch als Punktwolke
aufgelöst, deren Einzelpunkte durch den Laserstrahl im Glas oder Kunststoff als Mikrorisse
umgesetzt werden. Je dichter die Punktwolke ist, durch die das Objekt dargestellt
wird, umso genauer und sauberer wird das Modell abgebildet.
[0014] Bei der Laser-Innengravur von Kunststoffen mit Laserlicht, für das der Kunststoff
eigentlich transparent ist, wird durch entsprechende Fokussierung des Laserstrahls
eine Markierung im Inneren des Materials in Form von Mikrorissen erzeugt. Dabei kann
es zur unkontrollierten Rissbildung und Rissausbreitung kommen. Dies stellt eine Schwächung
des Materials dar. Daher sollte versucht werden, diese Schwächung so gering wie möglich
zu halten.
[0015] In Glas kann diese Rissbildung sogar zu einer nachträglichen Zerstörung des Formkörpers
führen, die zum Teil erst Tage oder sogar Wochen nach der Laser-Innengravur auftritt.
[0016] In Kunststoffen kann neben der Rissbildung zusätzlich eine lokale Zerstörung des
Materials und Karbonisierung auftreten, welche bei der Innengravur von im sichtbaren
Licht transparenten Materialien wegen der dunklen Verfärbung unerwünscht ist.
[0017] Ein weiteres Problem der Laser-Innengravur mit Methoden und Materialien nach dem
Stand der Technik ist die ungenügende Abbildegenauigkeit bei detailreichen, filigranen
Mustern, sowohl in Glas als auch in Kunststoffen. Theoretisch kann man die Abbildegenauigkeit
durch Erhöhung der Punktwolkendichte verbessern. In der Praxis laufen die Punkte aber
ab einer gewissen Punktdichte durch die unkontrollierte Rissausbreitung ineinander
und werden nicht mehr aufgelöst, so dass die Abbildegenauigkeit sogar leidet.
[0018] In
US 5,761,111 wird ein Verfahren zur rissfreien Laser-Innengravur durch Laserpulse im Femtosekundenbereich
beschrieben. Allerdings sind hierfür geeignete Laser für den technischen Einsatz noch
nicht verfügbar und wären zudem noch sehr teuer.
[0019] In
US 6,537,479 wird das Problem der Rissbildung dadurch umgangen, daß die Lasermarkierung im plastifizierten
Zustand des Materials durchgeführt und das Objekt entweder in diesem Zustand belassen
(umhüllt von einer festen Schutzhülle) oder anschließend aushärtet wird. Diese Methode
ist sehr aufwändig und zudem im Falle der nachfolgenden Aushärtung auf Materialien
beschränkt, die beim Aushärten keinen Schrumpf zeigen, da sonst die filigrane Geometrie
der Lasergravur wieder zerstört würde. Auf die in der technischen Anwendung gebräuchlichen
Polymermaterialien ist dieses Verfahren nur bedingt und dann mit erheblichem Zusatzaufwand
anwendbar.
[0020] Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabenstellung zugrunde, Kunststoffmaterialien
aufzufinden und bereitzustellen, in denen mittels Laser-Innengravur unter Vermeidung
unkontrollierter Rissbildung und Rissausbreitung zwei- oder dreidimensionale Bildstrukturen
mit deutlich verbesserter Abbildegenauigkeit erzeugt werden können. Hierbei sollten
die typischerweise im technischen Einsatz befindlichen, kommerziell erhältlichen Laserquellen
eingesetzt werden können.
[0021] Überraschenderweise wurde gefunden, daß im Inneren von Kunststoffformkörpern, die
aus Kunststoffmaterialien bestehen, die einen Gehalt an nanoskaligen Metalloxiden
mit Partikelgröße von 1 bis 500 nm aufweisen, mittels Laser-Innengravur dreidimensionale
Bildstrukturen von höchster Feinheit und Detailtreue erzeugt werden können, wenn man
mit Laserlicht für das sowohl das Kunststoffmaterial als auch das enthaltene Metalloxid
transparent ist, bildgebend bestrahlt.
[0022] Gegenstand der Erfindung sind somit Kunststoffformkörper mit im Inneren durch Laser-Innengravur
erzeugten zwei- oder dreidimensionalen Bildstrukturen, die dadurch gekennzeichnet
sind, daß die Kunststoffformkörper aus Kunststoffmaterialien bestehen, die einen Gehalt
an nanoskaligen Metalloxiden mit Partikelgröße von 1 bis 500 nm aufweisen, wobei sowohl
das Kunststoffmaterial als auch das enthaltene Metalloxid für das zur Erzeugung der
Bildstrukturen verwendete Laserlicht transparent ist.
[0023] Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Verfahren zur Erzeugung von zwei- oder
dreidimensionalen Bildstrukturen im Inneren von Kunststoffformkörpern durch Laser-Innengravur,
bei dem man Formkörper, die aus Kunststoffmaterialien bestehen, die einen Gehalt an
nanoskaligen Metalloxiden mit Partikelgröße von 1 bis 500 nm aufweisen, mit Laserlicht
für das sowohl das Kunststoffmaterial als auch das enthaltene Metalloxid transparent
ist, bildgebend bestrahlt.
[0024] Unter transparenten Kunststoffmaterialien sollen solche verstanden werden, die in
einem Wellenlängenbereich von 300 bis 1300 nm im wesentlichen transparent sind. Bevorzugt
ist zum einen der sichtbare Wellenlängenbreich von 400 bis 800 nm. Entsprechende Materialien
eignen sich insbesondere für die Einbringung visuell wahrnehmbarer Strukturen durch
Laser-Innengravur, etwa in Form von Kunstobjekten. Bevorzugt sind zum anderen Kunststoffmaterialien
mit Lasertransparenz im Wellenlängenbereich von 800 bis 1300 nm. Entsprechende Materialien,
die auch in ihrer visuellen Erscheinung farbig und/oder opak bzw. gänzlich undurchsichtig
erscheinen können, eignen sich zur Einbringung von visuell nicht wahrnehmbaren Strukturen
durch Laser-Innengravur, etwa als Bar-Codes oder Data Matrix Codes für zum Beispiel
Sicherungszwecke.
[0025] Die Transmission des Kunststoffmaterials im ausgewählten Wellenlängenbereich von
typischerweise im technischen Einsatz befindlichen, kommerziell erhältlichen Laserquellen
sollte größer 80%, vorzugsweise größer 85% und besonders bevorzugt größer 90% sein.
Der Haze im Wellenlängenbereich von 400 bis 800 nm sollte kleiner 5, vorzugsweise
kleiner 2 und insbesondere kleiner 1% sein. Die Bestimmung von Transmission und Haze
erfolgen nach ASTM D 1003.
[0026] Unter nanoskaligen Metalloxiden sind alle anorganischmetallischen Oxide wie Metalloxide,
Metallmischoxide, komplexe Oxide und Gemische hiervon zu verstehen, die im charakteristischen
Wellenlängenbereich des einzusetzenden Lasers keine oder nur eine geringe Absorption
hervorrufen.
[0027] Insgesamt muss streng darauf geachtet werden, das sowohl der transparente Kunststofformkörper
als auch das nanoskalige Metalloxid für das einzusetzende Laserlicht transparent sind.
[0028] Unter nanoskalig ist zu verstehen, daß die größte Dimension der diskreten Partikel
dieser lasersensitiven Metalloxide kleiner als 1 pm, also im Nanometerbereich ist.
Dabei bezieht sich diese Größendefinition auf alle möglichen Partikelmorphologien
wie Primärpartikel sowie etwaige Aggregate und Agglomerate.
[0029] Bevorzugt beträgt die Partikelgröße der lasersensitiven Metalloxide 1 bis 500 nm
und insbesondere 5 bis 100 nm. Bei Wahl der Partikelgröße unter 100 nm sind die Metalloxidpartikel
per se nicht mehr sichtbar und beeinträchtigen die Transparenz der Kunststoffmatrix
nicht.
[0030] In dem Kunststoffmaterial beträgt der Gehalt an anorganischen Nanopartikeln zweckmäßigerweise
0,0001 bis 0,1 Gew.%, vorzugsweise 0,0005 bis 0,05 Gew.% und besonders bevorzugt 0,001
bis 0,01 Gew.%, bezogen auf das Kunststoffmaterial. In diesem Konzentrationsbereich
wird in aller Regel und für alle in Frage kommenden Kunststoffmaterialien eine kontrollierte
Rissausbildung und damit eine sichtbare Tiefenmarkierung mit hoher Abbildegenauigkeit
bewirkt.
[0031] Bei geeigneter Wahl von Partikelgröße und Konzentration in den angegebenen Bereichen
ist auch bei im sichtbaren Wellenlängenbereich hochtransparenten Matrixmaterialien
eine Beeinträchtigung der intrinsischen Transparenz ausgeschlossen. So ist es zweckmäßig
für Nanopartikel mit Partikelgößen über 100 nm den unteren Konzentrationsbereich zu
wählen, während bei Partikelgößen unter 100 nm auch höhere Konzentrationen gewählt
werden können.
[0032] Als anorganische Nanopartikel zur Herstellung von lasertiefenmarkierenbaren Kunststoffmaterialien
kommen vorzugsweise dotiertes Indiumoxid, dotiertes Zinnoxid, dotiertes Zinkoxid,
dotiertes Aluminiumoxid, dotiertes Antimonoxid und entsprechende Mischoxide in Betracht.
[0033] Auch bei opaken Kunststoffmaterialien, die im Wellenbereich zwischen 800 und 1300
nm bildgebend bestrahlt werden sollen, werden sinnvollerweise Nanopartikel mit Partikelgrössen
von kleiner 100 nm eingesetzt, da so eine homogene Verteilung der Metalloxide in der
Polymermatrix erreicht werden kann, die für eine kontrollierte Rissausbildung entscheidend
ist.
[0034] Besonders geeignete anorganische Nanopartikel sind Indium-Zinnoxid (ITO) oder Antimon-Zinnoxid
(ATO) sowie dotierte Indium- bzw. Antimon-Zinnoxide. Besonders bevorzugt ist Indium-Zinnoxid
und hiervon wiederum das durch einen partiellen Reduktionsprozess erhältliche "blaue"
Indium-Zinnoxid. Das nichtreduzierte "gelbe" Indium-Zinnoxid kann bei höheren Konzentrationen
und/oder Partikelgrößen im oberen Bereich einen visuell wahrnehmbaren leicht gelblichen
Farbton des Kunststoffmaterials bewirken, während das "blaue" Indium-Zinnoxid zu keiner
wahrnehmbaren Farbveränderung führt. Allenfalls wird eine schwache Bläuung beobachtet,
die vom Betrachter aber eher als hochwertig angesehen wird, als ein Gelbstich.
[0035] Die erfindungsgemäß einzusetzenden anorganischen Nanopartikel sind an sich bekannt
und auch in nanoskaliger Form, also mit Partikelgrößen unter 1µm, und insbesondere
im hier bevorzugten Größenbereich kommerziell verfügbar, häufig in Form von Dispersionen.
In ihrer Lieferform sind die anorganischen Nanopartikel in der Regel agglomeriert.
Die Agglomerate, deren Teilchengröße zwischen 1 µm bis zu mehreren mm beträgt, lassen
sich mittels starker Scherung zu nanoskaligen Partikeln zerlegen. Die Bestimmung des
Agglomerationagrades erfolgt im Sinne der DIN 53206 (von August 1972).
[0036] Nanoskalige Metalloxide können beispielsweise durch pyrolytische Verfahren hergestellt
werden. Solche Verfahren sind beispielsweise in
EP 1 142 830 A,
EP 1 270 511 A oder
DE 103 11 645 beschrieben. Weiterhin können anorganische Nanopartikel durch Fällungsverfahren hergestellt
werden, wie etwa in
DE 100 22 037 beschrieben.
[0037] Die nanoskaligen Metalloxide können in praktisch alle Kunststoffsysteme eingearbeitet
werden, um diesen Lasermarkierbarkeit zu verleihen. Typisch sind Kunststoffmaterialien
bei denen die Kunststoffmatrix auf Poly(meth)acrylat, Polyamid, Polyurethan, Polyolefinen,
Styrolpolymeren und Styrolcopolymeren, Polycarbonat, Silikonen, Polyimiden, Polysulfon,
Polyethersulfon, Polyketone, Polyetherketone, PEEK, Polyphenylensulfid, Polyester
(wie PET, PEN, PBT), Polymethylenoxid, Polyurethan, Polyolefinen oder fluorhaltigen
Polymeren (wie PVDF, EFEP, PTFE) basiert. Ebenfalls ist eine Einarbeitung in Blends
möglich, die als Komponenten oben genannte Kunststoffe beinhalten, oder in von diesen
Klassen abgeleitete Polymere, die durch nachträgliche Reaktionen verändert wurden.
Diese Materialien sind in großer Vielfalt bekannt und kommerziell erhältlich. Der
erfindungsgemäße Vorteil der anorganischen Nanopartikel kommt insbesondere bei hochtransparenten
Kunststoffsystemen wie Polycarbonaten, transparenten Polyamiden (beispielsweise Grilamid®
TR55, TR90, Trogamid® T5000, CX7323), Polyethylenterephthalat, Polysulfon, Polyethersulfon,
Cycloolefincopolymeren (Topas®, Zeonex®), Polymethylmethacrylat und deren Copolymeren
zum tragen, da sie die Transparenz des Materials nicht beeinflussen. Des weiteren
sind transparentes Polystyrol und Polypropylen zu nennen, weiterhin alle teilkristallinen
Kunststoffe, die durch den Einsatz von Nukleierungsmitteln oder speziellen Verarbeitungsbedingungen
zu transparenten Formkörpern verarbeitet werden können.
[0038] Die erfindungsgemäßen transparenten Polyamide werden allgemein hergestellt aus den
Bausteinen: verzweigte und unverzweigte aliphatische (6 C- bis 14 C-Atome), alkylsubstituierte
oder unsubstituierten cycloaliphatische (14 C- bis 22 C-Atome), araliphatische Diamine
(C14 - C22) und aliphatische und cycloaliphatische Dicarbonsäuren (C6 bis C44); letztere
können teilweise durch aromatische Dicarbonsäuren ersetzt werden. Insbesondere können
sich die transparenten Polyamide zusätzlich aus Monomerbausteinen mit 6 C-Atomen,
10 C-Atomen, 11 C-Atomen beziehungsweise 12 C-Atomen zusammensetzen, die sich von
Lactamen oder ω-Aminocarbonsäuren ableiten.
[0039] Bevorzugt, aber nicht ausschließlich, werden die erfindungsgemäßen transparenten
Polyamide aus den folgenden Bausteinen hergestellt: Laurinlactam oder ω-Aminododekansäure,
Azelainsäure, Sebacinsäure, Dodecandisäure, Fettsäuren (C18 - C36; z.B. unter dem
Handelsnamen Pripol®), Cyclohexandicarbonsäuren, partieller oder teilweiser Ersatz
dieser aliphatischen Säuren durch Isoterephthalsäure, Terephthalsäure, Naphthalindicarbonsäure,
Tributylisophthalsäure. Desweiteren finden Verwendung Dekandiamin, Dodecandiamin,
Nonandiamin, Hexamethylendiamine verzweigt, unverzweigt oder substituiert, sowie als
Vertreter aus der Klasse der alkylsubstituierten/unsubstituierten cycloaliphatischen
Diamine Bis-(4-aminocyclohexyl)-methan, Bis-(3-methyl-4-aminocyclohexyl)-methan, Bis-(4-aminocyclohexyl)-propan,
Bis-(aminocyclohexan), Bis-(aminomethyl)-cyclohexan, Isophorondiamin oder auch substituierte
Pentamethylendiamine.
[0041] Besonders bevorzugt sind hochtransparente Kunststoffsysteme auf Basis von Polymethylmethacrylat,
Bisphenol-A-Polycarbonat, Polyamid und sogenannter Cycloolefincopolymere aus Norbornen
und α-Olefinen die mit Hilfe der erfindungsgemäßen anorganischen Nanopartikel ohne
Beeinträchtigung der Transparenz des Materials lasertiefenmarkierbar gemacht werden
können.
[0042] Selbstverständlich können die nanoskaligen Metalloxide auch in eingefärbten hochtransparenten
Systemen verwendet werden. Hier ist insbesondere vorteilhaft, daß die neutrale Eigenfarbe
dieser Additive eine freie Farbwahl ermöglicht.
[0043] Die erfindungsgemäß durch Laser-Innengravur strukturierbaren transparenten Kunststoffmaterialien
können als Platten, Formkörper, Halbzeuge oder Formmassen vorliegen. Dabei kann auch
nur ein Teil der Platten, Formkörper, Halbzeuge und Formmassen laser-innengravierbar
eingestellt sein.
[0044] Die Herstellung der laser-innengravierbaren Kunststoffmaterialien erfolgt in an sich
bekannter Weise nach in der Kunststoffherstellung und Verarbeitung gängigen und üblichen
Techniken und Verfahren. Dabei ist es möglich, die nanopartikulären Additive vor oder
während der Polymerisation oder Polykondensation in einzelne Edukte oder Eduktgemische
einzutragen oder auch während der Reaktion zuzusetzen, wobei die dem Fachmann bekannten
spezifischen Herstellverfahren für die betreffenden Kunststoffe eingesetzt werden.
Im Falle von Polykondensaten wie Polyamiden kann beispielsweise eine Einarbeitung
des Additives in eine der Monomerkomponenten erfolgen. Diese Monomerkomponente kann
dann mit den übrigen Reaktionspartnern in üblicher Weise einer Polykondensationsreaktion
unterworfen werden. Weiter können nach Bildung von Makromolekülen die entstandenen
hochmolekularen Zwischen- oder Endprodukte mit den nanopartikulären Additiven versetzt
werden, wobei auch in diesem Falle alle dem Fachmann geläufigen Verfahren eingesetzt
werden können.
[0045] Je nach Rezeptur des Kunststoffmatrixmaterials werden flüssige, halbflüssige und
feste Rezepturbestandteile oder Monomere sowie gegebenenfalls erforderliche Additive
wie etwa Polymerisationsinitiatoren, Stabilisatoren, (wie UV-Absorber, Wärmestabilisatoren),
optische Aufheller, Anstistatika, Weichmacher, Entformungshilfsmittel, Schmiermittel,
Dispergierhilfsmittel, Antistatika aber auch Füll- und Verstärkungsstoffe oder Schlagzähmodifikatoren
etc. in dafür üblichen Vorrichtungen und Anlagen wie Reaktoren, Rührkesseln, Mischern,
Walzenstühlen, Extrudern etc. gemischt und homogenisiert, gegebenenfalls geformt und
danach zur Aushärtung gebracht. Die nanoskaligen Metalloxide werden hierbei zum geeigneten
Zeitpunkt in das Material eingebracht und homogen eingearbeitet. Besonders bevorzugt
ist die Einarbeitung der nanoskaligen Metalloxide in Form einer konzentrierten Vormischung
(Masterbatch) mit dem gleichen oder einem kompatiblen Kunststoffmaterial.
[0046] Es ist vorteilhaft, wenn die Einarbeitung der nanoskaligen Metalloxide in die Kunststoffmatrix
unter hoher Scherung in die Kunststoffmatrix erfolgt. Dies kann durch entsprechende
Einstellung der Mischer, Walzenstühle, Extruder vorgenommen werden. Hierdurch wird
eine etwaige Agglomeration oder Aggregation der nanoskaligen Metalloxidpartikel zu
größeren Einheiten wirksam verhindert; etwa vorhandene größere Partikel werden zerkleinert.
Dem Fachmann sind die entsprechenden Techniken und die jeweils zu wählenden Verfahrensparameter
geläufig.
[0047] Kunststoffformkörper und Halbzeuge sind durch Spritzgießen oder Extrudieren aus Formmassen
oder durch Gussverfahren aus den Monomeren und/oder Präpolymeren erhältlich.
[0048] Die Polymerisation erfolgt nach dem Fachmann bekannten Verfahren, beispielsweise
durch Zusatz eines oder mehrerer Polymerisationsinitiatoren und Induktion der Polymerisation
durch Erwärmen oder Bestrahlen. Zur vollständigen Umsetzung des oder der Monomere
kann sich ein Temperschritt an die Polymerisation anschließen.
[0049] Nach Herstellung von Kunststoffformteilen aus den nanoskalige Metalloxide enthaltenden
Kunststoffmaterialien lassen sich diese durch Bestrahlen mit Laserlicht markieren.
[0050] Das Laser-Innengravieren kann auf einem handelsüblichen Lasermarkierungsgerät, z.B.
der Firma Cerion (Cerion X2, compact, grün 532 nm) mit einer Schreibgeschwindigkeit
von 300 bis 1000 Punkten/s, einer Pulsfrequenz von 3 kHz und einer Pulsenergie von
1 bis 2 mJ durchgeführt werden. Man legt die zu gravierenden Formkörper in das Gerät
ein und erhält nach Bestrahlung mit fokussiertem Laserstrahl weiße bis dunkelgraue
Bildstrukturen mit scharfen Konturen und hohem Kontrast. Die erforderlichen Einstellungen
können im Einzelfall ohne weiteres ermittelt werden.
[0051] Als Laserkristalle können zum Beispiel auch folgende Materialien verwendet werden:
Ti:Al203 (Wellenlänge einstellbar von 680 bis 1100 nm)
Yb:YAG (Wellenlänge 1030 nm, 1. Oberschwingung: 515 nm, 2. Oberschwingung: 343 nm)
Nd: YAG und Nd:Ce:Tb:YAG (Wellenlänge 1064 nm, 1. Oberschwingung: 532 nm, 2. Oberschwingung:
355 nm)
Ho:Cr:Tm:YAG (Wellenlänge 2097 nm, 1. Oberschwingung: 1048,5 nm, 2. Oberschwingung:
699 nm)
Er:YAG (Wellenlänge 2940 nm, 1. Oberschwingung: 1470 nm, 2. Oberschwingung: 980 nm)
[0052] Es können natürlich auch Diodenlaser eingesetzt werden, die bei Wellenlängen von
808, 940 und 980 nm emittieren.
[0053] Die transparenten Kunststoffmaterialien können erfindungsgemäß sehr vorteilhaft zur
Herstellung von Kunststoffformkörper mit unter der Oberfläche durch Laser-Innengravur
erzeugten dreidimensionalen Bildstrukturen verwendet werden. Neben technischen Anwendungen
können insbesondere auch künstlerische Objekte realisiert werden.
[0054] Die transparenten Polymere können auch eingefärbt werden. Sinnvollerweise werden
Farben verwandt, die das Laserlicht nicht absorbieren. Die Einfärbung kann transparent,
transluzent aber auch gedeckt ausgeführt sein.
[0055] Besonders interessante Kunstobjekte werden erhalten, wenn fluoreszierende Farbstoffe
verwendet werden. Durch Beleuchtung der Kanten derartiger Kunstobjekte können besonders
wertvoll erscheinende Kunstobjekte hergestellt werden.
[0056] Im folgenden soll die Herstellung der Nanopartikel/Kunststoffmischungen und die Durchführung
der Innengravur durch Lasertiefenmarkierung beispielhaft an Polymethylmethacrylat-
und Polyamidsystemen erläutert werden.
Beispiel 1:
Herstellung eines gegossenen Polymethylmethacrylat-Blockes (PLEXIGLAS® GS) mit 100
ppm Indiumzinnoxid
1. Dispergierung von Indiumzinnoxid Nano®ITO IT-05 C5000 der Firma Nanogate in PMMA-Formmasse
PLEXIGLAS® 7N an einem Zweiwalzenstuhl Polymix 110 L der Fa Schwabenthan:
[0057] 90g PMMA-Formmasse PLEXIGLAS® 7N werden auf dem vorgeheizten Zweiwalzenstuhl aufgeschmolzen.
Die Walzentemperatur beträgt an der vorderen Walze 166°C und an der hinteren Walze
148°C. Weitere 90 g PMMA-Formmasse PLEXIGLAS® 7N werden mit 20g Nano®ITO IT-05 C5000
vorgemischt und mit ca. 5g Stearinsäure auf die Walzen aufgegeben. Die hintere Walze
lässt man etwas schneller rotieren und erzeugt dadurch eine Friktion. Innerhalb von
6 Minuten wird das Walzfell 10-mal von der Walze abgezogen, gefaltet und wieder auf
die Walze aufgegeben. Anschließend zieht man das Walzfell von der Walze ab, lässt
abkühlen und zerkleinert.
2. Herstellung einer Stammlösung mit dem Walzfell:
[0058] In eine 11 Weithalsflasche werden eingewogen:
| 50,0 g |
10% iges Walzfell (aus 1.) |
| 87,5 g |
Dispergiermittel (z. B. PLEX® 8684 F von AG /Röhm) DEGUSSA |
| 750,0 g |
MMA |
| 750,0 g |
MMA/PMMA Sirup mit 25% PMMA mit MG von 170000 |
[0059] Zum Lösen des Walzfells und des polymeren Dispergiermittels wird die Flasche verschlossen
und 50h auf einer Rollbank gerollt.
3. Herstellung des Polymerisationsansatzes:
[0060] Herstellung des Polymerisationsansatzes von 1000g mit 0,01% Nano®ITO IT-05 C5000.
| 34,50 g |
Stammlösung |
| 0,80 g |
Initiator (2,2'-Azobis-(2,4-dimethylvaleronitril) |
| 0,20 g |
bis 1,0 g Trennmittel (Lecithin) |
| 960,00 g |
MMA/PMMA Sirup mit 25% PMMA mit MG von 170000 |
[0061] Der Polymerisationsansatz wird 30 Min. gerührt, 10 Min. stehen gelassen, in die Polymerisationskammer
eingefüllt und danach sofort in ein Wasserbad eingelegt.
4. Polymerisation in einer Polymerisationskammer
[0062] Aus zwei 6mm dicken Floatglasscheiben, einer Distanzierschnur und einigen Metallklammern
wird eine Polymerisationskammergröße von 10 x 200 x 200 mm Größe gebaut. Die Polymerisationskammer
wird senkrecht aufgestellt, der Polymerisationsansatz langsam einlaufen gelassen und
die Kammer verschlossen. Die gefüllte Polymerisationskammer wird waagrecht in das
auf 45 bis 50°C aufgeheizte Wasserbad eingelegt und so lange liegen gelassen bis der
Polymerisationsansatz zu einer festen Masse polymerisiert ist. Nach Entfernen der
Klammern und der Distanzierschnur wird die Polymerisationskammer 4h in einem auf 115°C
vorgeheizten Temperschrank endpolymerisiert, anschließend im Temperschrank abkühlen
gelassen und aus der Form entnommen.
[0063] Die Lichttransmission im sichtbaren Bereich beträgt 90 % und der Haze 1 %.
[0064] Das Material wurde mit einem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser (Emissionswellenlänge
532 nm Leistungstufe 3, Dauer 4 min) laserinnenmarkiert.
Vergleichsbeispiel 2:
Herstellung eines undotierten gegossenen Polymethylmethacrylat-Blockes (PLEXIGLAS®
GS)
[0065] Es wird analog der Vorschrift des Beispiels 1 verfahren. Dabei werden nur die Verfahrenschritte
3. und 4. durchgeführt. Auf die Herstellung eines Walzfelles kann verzichtet werden.
Die entsprechende Menge Stammlösung aus Schritt 3. kann durch eine entsprechende Menge
MMA/PMMA Sirup ersetzt werden.
[0066] Die Lichttransmission im sichtbaren Bereich beträgt 90 % und der Haze 1 %.
[0067] Das Material wurde mit einem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser (Emissionswellenlänge
532 nm, Leistungstufe 3, Dauer 4 min) laserinnenmarkiert.
Beispiel 3:
Herstellung eines Polyamid/ITO Compounds
[0068] Trogamid® CX 7323, ein Handelsprodukt der Degussa AG, Geschäftsbereich High Performance
Polymers, Marl, wird mit nanoskaligem Indiumzinnoxid Nano®ITO IT-05 C5000 der Firma
Nanogate in einer Konzentration von 0,01 Gew.% auf einem Extruder Berstorff ZE 2533
D bei 300°C compoundiert und granuliert. Aus dem Granulat wurden im Spritzgußverfahren
Platten mit den Maßen 10 x 100 x 100 mm hergestellt.
[0069] Die Lichttransmission im sichtbaren Bereich beträgt 90 % und der Haze 1,5 %.
[0070] Das Material wurde mit einem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser (Emissionswellenlänge
532 nm, Leistungstufe 4, Dauer 1 min) laserinnenmarkiert.
Vergleichsbeispiel 4:
Herstellung von undotierten Polyamid-Platten
[0071] Aus Trogamid® CX 7323, einem Handelsprodukt der Degussa AG, Geschäftsbereich High
Performance Polymers, Marl, wurden im Spritzgußverfahren Platten mit den Maßen 10
x 100 x 100 mm hergestellt.
[0072] Die Lichttransmission im sichtbaren Bereich beträgt 90 % und der Haze 1,5 %.
[0073] Das Material wurde mit einem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser (Emissionswellenlänge
532 nm, Leistungstufe 4, Dauer 1 min) laserinnenmarkiert.
Beispiel 5:
Ergebnisse der Lasertiefenmarkierung an PMMA Compounds
[0074] Die folgenden Abbildungen wurden von mit einem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser
(Emissionswellenlänge 532 nm) innengravierten Formkörpern hergestellt.
[0075] Abbildung 1 zeigt das Ergebnis mit dem Material aus Beispiel 1. Im mit ITO dotierten Polymermaterial
wurde ein klares Linienmuster erzeugt.
[0076] Abbildung 2 zeigt das Ergebnis mit dem undotiertem Polymermaterial aus Beispiel 2. Eine Linienstruktur
ist nur schwer zu erkennen. Die Unterschiede in der Abbildungsgenauigkeit sind deutlich
zu erkennen.
[0077] Auch beim Schreiben von Buchstaben ist eine deutlich bessere Abbildegenauigkeit der
dotierten PMMA Proben zu erkennen.
[0078] Abbildung 3 zeigt das Ergebnis mit dem Material aus Beispiel 1. Bei dem dotierten Material ist
jeder einzelne Punkt im Buchstaben deutlich zu erkennen. Sämtliche Punkte sind voneinander
getrennt. Ein Ineinanderfließen der Punkte durch unkontrollierte Rissbildung wird
nicht beobachtet.
[0079] Abbildung 4 zeigt das Ergebnis mit dem undotiertem Polymermaterial aus Beispiel 2. Hier ist der
Buchstabe "a" von Rissen durchzogen und der Rand erscheint sehr unscharf.
[0080] Auch im Vergleich zu Bleikristallglas, welches üblicherweise für die Herstellung
von Kunstobjekten durch Laserinnengravur verwendet wird ist die Überlegenheit der
Abbildegenauigkeit von dotiertem PMMA bei der Laserinnengravur deutlich sichtbar.
[0081] Während bei
Abbildung 5 (Material aus Beispiel 1) das Punktwolkenmuster mit hoher Abbildegenauigkeit zu erkennen
ist, wird im Bleikristallglas ein sehr unscharfes Linienmuster erhalten. Abbildung
6 zeigt das Ergebnis der Innengravur in Bleikristallglas (gleiche Punktwolkendatei
wie bei Abbildung 5).
[0082] Die herausragende Abbildegenauigkeit des dotierten PMMA wird auch in der 3. Dimension
beobachtet.
[0083] Abbildung 7 zeigt die Seitenansicht des Buchstaben "S" aus Abbildung 5 (Material aus Beispiel
1). Ein Linienmuster aus ca. 10 Linien, die voneinander vollständig getrennt sind
kann beobachtet werden.
[0084] Abbildung 8 zeigt die gleiche Bildstruktur in dem Bleikristallblock. Die ca. 10 Linien sind deutlich
breiter und stärker versetzt, als die Linien in Abbildung 7.
1. Kunststoffformkörper mit im Inneren durch Laser-Innengravur erzeugten zwei- oder dreidimensionalen
Bildstrukturen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffformkörper aus Kunststoffmaterialien bestehen, die einen Gehalt an
nanoskaligen Metalloxiden mit Partikelgröße von 1 bis 500 nm aufweisen, wobei sowohl
das Kunststoffmaterial als auch das enthaltene Metalloxid für das zur Erzeugung der
Bildstrukturen verwendete Laserlicht transparent ist.
2. Kunststoffformkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikelgröße der in dem Kunststoffmaterial enthaltenen Metalloxide 5 bis 100
nm beträgt.
3. Kunststoffformkörper nach den Anspruchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an Metalloxiden 0,0001 bis 0,1 Gew.-%, vorzugsweise 0,001 bis 0,01 Gew.-%,
bezogen auf das Kunststoffmaterial, beträgt.
4. Kunststoffformkörper nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kunststoffmaterial als nanoskaliges Metalloxid dotiertes Indiumoxid, dotiertes
Zinnoxid, dotiertes Zinkoxid, dotiertes Aluminiumoxid oder dotiertes Antimonoxid enthalten
ist.
5. Kunststoffformkörper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kunststoffmaterial als nanoskaliges Metalloxid Indium-Zinnoxid, Antimon-Zinnoxid
oder dotierte Indium- oder Antimon-Zinnoxide enthalten sind.
6. Kunststoffformkörper nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kunststoffmaterial als nanoskaliges Metalloxid blaues Indium-Zinnoxid enthalten
ist.
7. Kunststoffformkörper nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffmatrix auf Poly(meth)acrylat, Polyamid, Polyurethan, Polyolefinen,
Styrolpolymeren und Styrolcopolymeren, Polycarbonat, Silikonen, Polyimiden, Polysulfon,
Polyethersulfon, Polyketone, Polyetherketone, Polyphenylensulfid, Polyester, Polyethylenoxid,
Polyurethan, Polyolefinen und chlor- oder fluorhaltigen Polymeren basiert.
8. Kunststoffformkörper nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffmatrix auf Polymethylmethacrylat basiert.
9. Kunststoffformkörper nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffmatrix auf Bisphenol-A-Polycarbonat basiert.
10. Kunststoffformkörper nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffmatrix auf Polyamid basiert.
11. Kunststoffformkörper nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffmatrix auf Cycloolefincopolymeren aus Norbornen und α-Olefinen basiert.
12. Kunststofformkörper nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, das der Kunststofformkörper für Laserlicht der Wellenlänge von 300 bis 1300 nm transparent
ist.
13. Kunststofformkörper nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, das der Kunststofformkörper für Laserlicht der Wellenlänge von 400 bis 800 nm transparent
ist.
14. Kunststofformkörper nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, das der Kunststofformkörper für Laserlicht der Wellenlänge von 800 bis 1300 nm transparent
ist.
15. Verfahren zur Erzeugung von zwei- oder dreidimensionalen Bildstrukturen im Inneren
von Kunststoffformkörpern durch Laser-Innengravur, dadurch gekennzeichnet, daß man Formkörper, die aus Kunststoffmaterialien bestehen, die einen Gehalt an nanoskaligen
Metalloxiden mit Partikelgröße von 1 bis 500 nm aufweisen, mit Laserlicht für das
sowohl das Kunststoffmaterial als auch das enthaltene Metalloxid transparent ist,
bildgebend bestrahlt.
1. Plastic moulded bodies having two- or three-dimensional image structures produced
in the interior through laser subsurface engraving, characterized in that the plastic moulded bodies consist of plastic materials including a content of nanoscale
metal oxides having a particle size from 1 to 500 nm, wherein not only the plastic
material but also the included metal oxide is transparent to the laser light used
for producing the image structures.
2. Plastic moulded bodies according to Claim 1, characterized in that the particle size of the metal oxides included in the plastic material is 5 to 100
nm.
3. Plastic moulded bodies according to Claims 1 or 2, characterized in that the content of metal oxides is 0.0001% to 0.1% by weight, preferably 0.001% to 0.01%
by weight, relative to the plastic material.
4. Plastic moulded bodies according to Claims 1 to 3, characterized in that doped indium oxide, doped tin oxide, doped zinc oxide, doped aluminium oxide or doped
antimony oxide is included in the plastic material as nanoscale metal oxide.
5. Plastic moulded bodies according to Claim 4, characterized in that indium-tin oxide, antimony-tin oxide or doped indium- or antimony-tin oxides are
included in the plastic material as nanoscale metal oxide.
6. Plastic moulded bodies according to Claim 5, characterized in that blue indium-tin oxide is included in the plastic material as nanoscale metal oxide.
7. Plastic moulded bodies according to Claims 1 to 6, characterized in that the plastic matrix is based on poly(meth)acrylate, polyamide, polyurethane, polyolefins,
styrene polymers and styrene copolymers, polycarbonate, silicones, polyimides, polysulphone,
polyether sulphone, polyketones, polyether ketones, polyphenylene sulphide, polyesters,
polyethylene oxide, polyurethane, polyolefins and chlorinated or fluorinated polymers.
8. Plastic moulded bodies according to Claims 1 to 7, characterized in that the plastic matrix is based on polymethyl methacrylate.
9. Plastic moulded bodies according to Claims 1 to 7, characterized in that the plastic matrix is based on bisphenol A polycarbonate.
10. Plastic moulded bodies according to Claims 1 to 7, characterized in that the plastic matrix is based on polyamide.
11. Plastic moulded bodies according to Claims 1 to 7, characterized in that the plastic matrix is based on cyclo-olefinic copolymers made of norbornene and α-olefins.
12. Plastic moulded body according to Claims 1 to 11, characterized in that the plastic moulded body is transparent to laser light with a wavelength of 300 to
1300 nm.
13. Plastic moulded body according to Claim 12, characterized in that the plastic moulded body is transparent to laser light with a wavelength of 400 to
800 nm.
14. Plastic moulded body according to Claim 12, characterized in that the plastic moulded body is transparent to laser light with a wavelength of 800 to
1300 nm.
15. Process for producing two- or three-dimensional image structures in the interior of
plastic moulded bodies through laser subsurface engraving, characterized in that moulded bodies consisting of plastic materials having a content of nanoscale metal
oxides with particle size from 1 to 500 nm are imagingly irradiated with laser light
to which not only the plastic material but also the included metal oxide is transparent.
1. Corps moulé en matière synthétique dans lequel des images structurées en deux ou trois
dimensions sont formées par gravure intérieure au laser, caractérisé en ce que les corps moulés en matière synthétique sont constitués de matières synthétiques
qui présentent une teneur en oxydes métalliques nanométriques en particules de 1 à
500 nm, tant la matière synthétique que l'oxyde métallique qu'elle contient étant
transparents vis-à-vis de la lumière laser utilisée pour former les images structurées.
2. Corps moulé en matière synthétique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la taille des particules d'oxydes métalliques que contient la matière synthétique
est comprise entre 5 et 100 nm.
3. Corps moulé en matière synthétique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la teneur en oxydes métalliques est de 0,0001 à 0,1 % en poids et de préférence de
0,001 à 0,01 % en poids par rapport à la matière synthétique.
4. Corps moulé en matière synthétique selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la matière synthétique contient comme oxyde métallique nanométrique de l'oxyde d'indium
dopé, de l'oxyde d'étain dopé, de l'oxyde de zinc dopé, de l'oxyde d'aluminium dopé
ou de l'oxyde d'antimoine dopé.
5. Corps moulé en matière synthétique selon la revendication 4, caractérisé en ce que la matière synthétique contient comme oxyde métallique nanométrique de l'oxyde d'étain
et d'indium, de l'oxyde d'étain et d'antimoine ou de l'oxyde d'étain et d'indium ou
d'antimoine dopé.
6. Corps moulé en matière synthétique selon la revendication 5, caractérisé en ce que la matière synthétique contient comme oxyde métallique nanométrique de l'oxyde bleu
d'étain et d'indium.
7. Corps moulé en matière synthétique selon les revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la matrice de matière synthétique est à base de poly(méth)acrylate, de polyamide,
de polyuréthane, de polyoléfines, de polymères de styrène ou de copolymères de styrène,
de polycarbonate, de silicones, de polyimides, de polysulfone, de polyéthersulfone,
de polycétones, de polyéthercétones, de poly(sulfure de phénylène), de polyester,
de poly(oxyde d'éthylène), de polyuréthane, de polyoléfines et de polymères chlorés
ou fluorés.
8. Corps moulé en matière synthétique selon les revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la matrice de matière synthétique est à base de poly(méthacrylate de méthyle).
9. Corps moulé en matière synthétique selon les revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la matrice de matière synthétique est à base de bisphénol A-polycarbonate.
10. Corps moulé en matière synthétique selon les revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la matrice de matière synthétique est à base de polyamide.
11. Corps moulé en matière synthétique selon les revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la matrice de matière synthétique est à base de copolymères de cyclooléfines constitués
de norbornène et d'α-oléfines.
12. Corps moulé en matière synthétique selon les revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le corps moulé en matière synthétique est transparent à la lumière laser d'une longueur
d'onde de 300 à 1 300 nm.
13. Corps moulé en matière synthétique selon la revendication 12, caractérisé en ce que le corps moulé en matière synthétique est transparent à la lumière laser d'une longueur
d'onde de 400 à 800 nm.
14. Corps moulé en matière synthétique selon la revendication 12, caractérisé en ce que le corps moulé en matière synthétique est transparent à la lumière laser d'une longueur
d'onde de 800 à 1 300 nm.
15. Procédé de formation d'images structurées en deux ou en trois dimensions à l'intérieur
de corps moulés en matière synthétique, par gravure intérieure au laser, caractérisé en ce que l'on irradie en fonction d'un motif des corps moulés constitués de matières synthétiques
qui contiennent des oxydes métalliques nanométriques en particules d'une taille de
1 à 500 nm avec de la lumière laser pour laquelle tant la matière synthétique que
l'oxyde métallique qu'elle contient sont transparents.