[0001] Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zum Betreiben einer Einspritzvorrichtung
einer Brennkraftmaschine, nach der Gattung des unabhängigen Anspruchs. Die Erfindung
betrifft darüber hinaus eine Vorrichtung sowie ein Computerprogramm zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Stand der Technik
[0002] Aus der
DE 199 08 352 A1 ist Verfahren zur Überwachung einer Einspritzvorrichtung einer Brennkraftmaschine
bekannt, bei dem durch Auswerten von Signalen einer Aussetzererkennung eine mechanische
und eine elektrische Fehlfunktionen einer Einspritzvorrichtung erkannt werden, und
bei dem in Abhängigkeit der erkannten Fehlfunktion eine Fehlerreaktion eingeleitet
wird.
[0003] Im Stand der Technik sind Einspritzventile für eine Hochdruck- als auch Niederdruck-Kraftstoffdirekteinspritzung
grundsätzlich bekannt. Insbesondere sind auch Einspritzventil bekannt, bei denen die
Dosierung der in die Brennkammern der Brennkraftmaschine einzuspritzenden Kraftstoffmenge
nicht nur über die Öffnungsdauer des Ventils, sondern auch über durch Variation des
Hubs der Düsennadel des Einspritzventils möglich ist. Die Einspritzventile sind typischer
Weise als Magnetventile oder Piezoventile ausgeführt.
[0004] Einspritzventile messen die in den Zylinder einzuspritzende Kraftstoffmasse zu, die
für eine saubere und effiziente Verbrennung im Motor benötigt wird. Die Ansteuerung
der Einspritzventile erfolgt typischer Weise über eine Leistungsendstufe, wobei die
Einspritzung vorzugsweise über einen so genannten Low-Side-Schalter der Endstufe ausgelöst
wird.
[0005] Die Endstufe wird während des Betriebs überwacht, so dass Kurzschlüsse nach Batteriespannung
und nach Masse der Endstufe entdeckt werden und darauf reagiert werden kann.
[0006] Weiterhin ist es bekannt auch Software- und Hardware-Fehler beispielsweise in einem
Steuergerät zu überwachen.
[0007] Aus der
DE 103 05 178 A1 ist bereits ein Verfahren zum Betreiben eines Einspritzventils einer Brennkraftmaschine
bekannt, bei dem durch Überwachen einer ordnungsgemäßen Funktion der Brennkraftmaschine
verschmutze Einspritzventile erkannt und geeignete Reinigungsmaßnahmen eingeleitet
werden. Zur Überprüfung der ordnungsgemäßen Funktionsweise wird zum einen der Druck
in einem Kraftstoffspeicher und zum anderen die Zylinder auf Aussetzer hin überwacht.
Weiterhin wird das Drehmomentverhalten kontrolliert und durch gezieltes Anfetten und
gleichzeitigem Überwachen des Lambdawerts überprüft, ob die Einspritzventile einwandfrei
funktionieren. Bei einer erkannten Verschmutzung werden Maßnahmen zur Reinigung des
Einspritzventils eingeleitet.
Vorteile der Erfindung
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben einer Einspritzvorrichtung hat demgegenüber
den Vorteil, dass durch Auswerten von Signalen einer Aussetzererkennung mindestens
zwei Fehlfunktionen einer Einspritzvorrichtung erkannt werden, so dass in vorteilhafter
Weise in Abhängigkeit der erkannten Fehlfunktion geeignete Fehlerreaktionen eingeleitet
werden können. Dies hat den besonderen Vorteil, dass beispielsweise bei einem elektrischen
Fehler in der Einspritzvorrichtung Reinigungsversuche an einem Einspritzventil unterbleiben
können.
[0009] Weiterhin ist vorteilhaft eine Überwachungsvorrichtung einer Einspritzvorrichtung
(5) einer Brennkraftmaschine vorgesehen, bei der ein Erfassungsmittel Signale einer
Aussetzererkennung erfasst, wobei die Überwachungsvorrichtung durch Auswerten der
Signale der Aussetzererkennung mindestens zwei Fehlfunktionen der Einspritzvorrichtung
erkennt, und dass die Überwachungsvorrichtung eine Fehlerreaktion in Abhängigkeit
der erkannten Fehlfunktion einleitet.
[0010] Es ist vorgesehen, durch Auswerten eines Kraftstoffdrucks zu überprüfen, ob eine
Fehlfunktion der Einspritzvorrichtung vorliegt. So wird in vorteilhafter Weise sichergestellt,
dass nur dann Fehlerreaktionen eingeleitet werden, wenn eine zusätzliche von der Aussetzererkennung
unabhängige Auswertung auch eine Fehlfunktion der Einspritzvorrichtung erkennt. So
wird in vorteilhafter Weise die Sicherheit der Fehlererkennung erhöht.
[0011] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass bei einem erkannten Aussetzer eines Zylinders
und ein Absinken des Kraftstoffdrucks unter einen Schwellenwert eine mechanische Fehlfunktion
der Einspritzvorrichtung erkannt wird. So dass vorteilhaft nur Fehlerreaktionen eingeleitet
werden können, die geeignet sind mechanische Fehler zu beheben.
[0012] Bei Aussetzern von Zylindern, die einer Endstufenbank der Einspritzvorrichtung zugeordnet
sind und ein Absinken des Kraftstoffdrucks unter einen Schwellenwert eine elektrische
Fehlfunktion der Einspritzvorrichtung erkannt wird. Dies hat den Vorteil, dass gezielt
Maßnahmen eingeleitet werden können, die geeignet sind elektrische Fehler der Einspritzvorrichtung
zu beheben.
[0013] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im unabhängigen Anspruch angegebenen Verfahrens möglich.
[0014] Weiterhin ist es vorteilhaft, dass bei einem erkannten elektrischen Fehler zusätzlich
eine die Einspritzventile (40) ansteuernde Endstufe (45) auf elektrische Fehler überprüft
wird. Dies erlaubt es in vorteilhafter Weise die Ursache der elektrischen Fehlfunktion
weiter einzugrenzen und gezielte Fehlerreaktionen einzuleiten.
[0015] Insbesondere ist es vorteilhaft, dass in Abhängigkeit der Fehlfunktion als Fehlerreaktion
die Brennkraftmaschine in einer Notlauf-Betriebsart betrieben wird.
[0016] Weiterhin ist es von Vorteil dieses erfindungsgemäße Vorgehen in einem Verfahren
und einem Computerprogramm-Produkt abzubilden.
Zeichnungen
[0017] Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in
den Zeichnungen dargestellt sind.
[0018] Es zeigen:
Figur 1 schematisch eine Brennkraftmaschine mit einer Einspritzvorrichtung,
Figur 2 schematisch eine Endstufenschaltung für zwei Einspritzventile,
Figur 3 schematisch ein Ablaufschema eines erfmdungsgemäßen Verfahrens,
Figur 4 schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0019] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, eine Einspritzvorrichtung einer Brennkraftmaschine
sowohl im Hinblick auf mechanische als auch auf elektrische Funktion zu überprüfen
und bei Fehlfunktionen der Einspritzvorrichtung fehlerspezifische Fehlerreaktion bzw.
Hilfsmaßnahmen einzuleiten.
[0020] Die Erfindung ist unabhängig von den Ausführungen in den Ausführungsbeispielen sowohl
für Niederdruck- als auch Hochdruck-Kraftstoffeinspritzsysteme geeignet.
[0021] In Figur 1 ist schematisch eine mehrzylindrige Brennkraftmaschine 1 mit einer Einspritzvorrichtung
5 gezeigt, wobei beispielhaft vier Einspritzventile 40 und einer der Zylinder 110
dargestellt sind. Die Einspritzvorrichtung 5 umfasst eine erste und zweite Kraftstoffpumpe
10, 20, einen Druckspeicher 30, Einspritzventile 40, eine Endstufe 45, einen Kraftstofftank
50 und einen Drucksensor 60. Die erste Kraftstoffpumpe 10 pumpt Kraftstoff aus einem
Kraftstofftank 50 in Richtung einer zweiten Kraftstoffpumpe 20. Die erste Kraftstoffpumpe
10 ist dazu geeignet, einen Niederdruck zu erzeugen. Die zweite Kraftstoffpumpe 20
fördert den Kraftstoff in einen Druckspeicher 30 und erhöht den von der ersten Kraftstoffpumpe
10 zur Verfügung gestellten Niederdruck auf einen Hochdruck. Der Druckspeicher 30,
häufig auch als Kraftstoffspeicher, Rail oder Common Rail bezeichnet, ist wiederum
mit vier Einspritzventilen 40 verbunden. Über einen Drucksensor 60 wird zumindest
der Druck im Druckspeicher 30 überwacht.
[0022] Beispielhaft ist eins der vier Einspritzventile 40 in Verbindung mit einem Zylinder
110 der Brennkraftmaschine 1 gezeigt. Im Zylinder 110 ist ein Kolben 120 bewegbar
angeordnet. Der Zylinder weist einen Brennraum 100 auf, der unter anderem durch den
Kolben 120, einem Einlassventil 150, einem Auslassventil 160 begrenzt ist. Es können
auch mehrere Ein - und/oder Auslassventile 150, 160 vorgesehen sein. Im Bereich der
Ein - und
[0023] Auslassventile 150, 160 ragen ein Einspritzventil 40 und eine Zündkerze 200 in den
Brennraum 100 hinein. Die Einspritzventile 40 ermöglichen ein direktes Einbringen
von Kraftstoff in den Brennraum 100 und werden von der Endstufe 45 angesteuert. Über
die Zündkerze 200 kann der Kraftstoff im Brennraum 100 entzündet werden. Weiterhin
führt ein Saugrohr 155 vorzugsweise Luft an das Einlassventil 150 heran und durch
Öffnen des Einlassventils 150 gelangt die Luft in den Brennraum 110. Durch Öffnen
des Auslassventils 160 werden vorzugsweise Abgase in ein Abgasrohr 165 weiter geleitet.
[0024] Figur 2 zeigt schematisch als Teil einer Endstufe 45 eine Schaltung einer Endstufenbank
für zwei Einspritzventile EV1, 2 als Stellglieder, die im vorliegenden Beispiel symbolhaft
als Widerstände dargestellt sind. Selbstverständlich können auch kapazitive oder induktive
Stellglieder vorgesehen sein, die bspw. als Piezo- oder Magnetventil ausgeführt sind.
[0025] Beide Stellglieder EV1,2 sind mit jeweils einem Anschluss auf der so genannten Highside
über ein Highside-Schaltelement HSL mit einer Versorgungsleitung verbunden. Auf der
anderen Anschluss-Seite der Stellglieder EV1, 2, der so genannten Lowside ist der
Anschluss des ersten Stellglieds EV1 mit einem ersten Lowside-Schaltelement GLS1 und
der Anschluss des zweiten Stellglieds EV2 mit einem zweiten Lowside-Schaltelement
GLS2 verbunden, wobei die beiden Schaltelemente GLS1, GLS2 die beiden Stellglieder
EV1,2 auf eine gemeinsame Lowside-Zuleitung schalten.
[0026] Figur 3 zeigt schematisch ein Ablaufschema eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0027] In einem ersten Schritt 510 wird überprüft, ob Aussetzer erkannt wurden. Sind keine
Aussetzer zu beobachten wird, ist davon auszugehen, dass kein Einspritzventil dauerhaft
geöffnet ist und es wird die Überprüfung im Schritt "Kein Fehler" 700 beendet.
[0028] Wurden Aussetzer erkannt, wird in einem zweiten Schritt 520 überprüft, ob der Kraftstoffdruck
p einen Schwellenwert unterschritten hat. Liegt der Kraftstoffdruck oberhalb des Schwellewerts
ist davon auszugehen, dass trotz Aussetzer kein Einspritzventil dauerhaft geöffnet
ist und die weitere Überprüfung wird im Schritt "Kein Fehler" 700 beendet.
[0029] Ist der schwellenwert unterschritten, wird in einem dritten und vierten Schritt 530,540
überprüft, ob Aussetzer nur an einem Zylinder oder an allen Zylindern einer Endstufenbank
auftreten.
[0030] Treten Aussetzer nur an einem Zylinder auf, ist davon auszugehen, dass das Einspritzventil
des jeweiligen Zylinders aufgrund einer mechanischen Fehlfunktion dauerhaft geöffnet
ist. Es wird in den Schritt "mechanischer Fehler" 620 verzweigt.
[0031] Sind Aussetzer an allen Zylindern, die einer Endstufenbank zugeordnet sind zu beobachten,
ist davon auszugehen, dass die Einspritzventile dieser Zylinderbank aufgrund einer
elektrischen Fehlfunktion dauerhaft geöffnet sind. Es wird in den Schritt "elektrischer
Fehler" 610 verzweigt.
[0032] In weiteren nicht gezeigten Verfahrensschritten können nun ausgehend von den erkannten
Fehlfunktionen geeignete Fehlerreaktionen eingeleitet werden.
[0033] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass bei einem dauerhaft geöffneten Einspritzventil
40 eine sehr große Menge Kraftstoff aus dem Kraftstoffspeicher 30 in einen Brennraum
eines Zylinders der Brennkraftmaschine eingespritzt wird. Dies hat dann die folgenden
Auswirkungen:
[0034] Die durch ein dauerhaft geöffnetes Einspritzventil fließende Kraftstoffmasse führt
dazu, dass die Kraftstoffpumpe nicht mehr dazu in der Lage ist, den Druck im Druckspeicher
konstant zu halten. Der Kraftstoffdruck im Kraftstoffspeicher sinkt. Für ein gegebenes
System kann nun ein Schwellenwert für den Kraftstoffdruck festgelegt werden, den der
Kraftstoffdruck typischer Weise bei einem dauerhaft geöffneten Einspritzventil unterschreitet.
Ein Unterschreiten eines solchen Schwellenwerts ist somit als ein Fehlermerkmal für
ein dauerhaft geöffnetes Einspritzventil zu werten.
[0035] Weiterhin wird durch die zu große eingespritzte Kraftstoffmasse in dem betroffenen
Zylinder kein brennbares Gemisch mehr erzeugt, die Verbrennung setzt aus, es kommt
zu so genannten Aussetzern. Diese Aussetzer werden von einer Aussetzererkennung erkannt.
Aussetzer sind somit ein notwendiges Merkmal, bei Vorliegen eines dauerhaft geöffneten
Einspritzventils.
[0036] Sind sowohl Aussetzer als auch Druckabban zu beobachten, ist davon auszugehen, dass
das Einspritzventil dauerhaft geöffnet ist. Hierbei kann zusätzlich noch unterschieden
werden, ob ein mechanischer oder elektrischer Fehler der Einspritzvorrichtung vorliegt.
[0037] Bei einer mechanischen Fehlfunktion der Einspritzvorrichtung, d.h. wenn die Ventilnadel
beispielsweise aufgrund von Verschmutzungen klemmt, wird in diesem Zylinder dauerhaft
Kraftstoff eingespritzt, die restlichen Zylinder arbeiten normal. Aussetzer sind daher
nur für diesen Zylinder zu beobachten.
[0038] Liegt eine elektrische Fehlfunktion der Einspritzvorrichtung vor, beispielsweise
durch ein fehlerhaftes Ansteuerungssignal der Endstufe, führt dies zu Aussetzer an
allen Zylindern, die der fehlerbehafteten Endstufenbank zugeordnet sind. Also im Falle
einer vierzylindrigen Brennkraftmaschine setzen typischer Weise zwei Zylinder aus.
Weist beispielsweise das in Figur 2 gezeigte erste Stellelement bzw. Einspritzventil
Aktor 1 auf der Lowside ein Kurzschluss gegen Masse auf, so ist das erste Einspritzventil
Aktor 1 dauerhaft geöffnet. Da jedoch der gesamte Strom über das erste Einspritzventil
Aktor 1 fließt, steht für das zweite Einspritzventil Aktor 2 kein Strom zum Öffnen
des Ventils zur Verfügung, das zweite Einspritzventil bleibt geschlossen. Insofern
treten an dem einen Zylinder Aussetzer aufgrund zu großer Kraftstoffmenge auf und
an dem anderen Zylinder aufgrund eines Kraftstoffmangels.
[0039] So ist es bereits allein durch die Auswertung der Signale der Aussetzererkennung
möglich elektrische oder mechanische Fehlfunktionen der Einspritzvorrichtung zu erkennen.
Mit der Auswertung des Kraftstoffdrucks wird überprüft, ob die Aussetzer der Brennkraftmaschine
durch eine Fehlfunktion der Einspritzvorrichtung verursacht werden oder ggf. eine
andere Ursache haben.
[0040] Ausgehend von der erkannten Fehlfunktion können nun geeignete Fehlerreaktionen eingeleitet
werden. Liegt beispielsweise eine mechanische Fehlfunktion vor, kann versucht werden,
durch gezieltes Ansteuern des Einspritzventils das Einspritzventil mit Kraftstoff
durchzuspülen bzw. mechanisch zu lösen.
[0041] Bei einer erkannten elektrischen Fehlfunktion, kann es beispielsweise vorgesehen
sein, in weiteren Prüfschritten, den elektrischen Fehler weiter einzugrenzen, und
ggf. je nach elektrischem Fehler weitere Vorkehrungen zu treffen.
[0042] Insbesondere kann es vorgesehen sein, bei einem erkannten Fehler abgestimmte Notlaufmaßnahmen
einzuleiten, indem beispielsweise Betriebsarten der Brennkraftmaschine verändert oder
Einspritzparameter angepasst werden. Beispielsweise kann als eine Notfallmaßnahme
vorgesehen sein, bei einem erkannten elektrischen Fehler die fehlerhafte Endstufenbank
abzuschalten. Es sind jedoch auch weitere Notfallmaßnahmen denkbar.
[0043] Figur 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Überwachungsvorrichtung
400 einer Einspritzvorrichtung 5. Ein Erfassungsmittel 420 ist im dargestellten Beispiel
Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung 400. Schematisch ist ein Kraftstoffspeicher
30, der in Verbindung mit einem Einspritzventil 40 steht, dargestellt. Das Einspritzventil
40 ragt hierbei in einen Zylinder 110 der Brennkraftmaschine. Über eine Druckerfassung
320 wird mit Hilfe eines Drucksensors 60 ein Kraftstoffdruck p im Kraftstoffspeicher
30 erfasst. Weiterhin ist eine Aussetzererkennung 310 mit dem Zylinder 110 verbunden.
Signale der Druckerfassung 320 und der Aussetzererkennung 310 werden an das Erfassungsmittel
420 weitergeleitet. Die Überwachungsvorrichtung 400 werter die erfassten Signale aus
und leitet ggf. in Abhängigkeit der erfassten Fehlfunktion geeignete Fehlerreaktionen
ein.
[0044] In einer weiteren Ausgestaltung kann es auch vorgesehen sein, die erfindungsgemäße
Überwachungsvorrichtung 400 als Teil eines Motorsteuergeräts aufzubauen, insbesondere
können auch die Druckerfassung 320 und die Aussetzererkennung 310 Teil eines Motorsteuergeräts
sein. Selbstverständlich sind auch weitere Kombinationen denkbar.
1. Verfahren zur Überwachung einer Einspritzvorrichtung (5) einer Brennkraftmaschine,
wobei durch Auswerten von Signalen einer Aussetzererkennung eine mechanische und eine
elektrische Fehlfunktion einer Einspritzvorrichtung erkannt werden,
und dass in Abhängigkeit der erkannten Fehlfunktion eine Fehlerreaktion eingeleitet
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einem erkannten Aussetzer nur eines Zylinders und einem Absinken des Kraftstoffdrucks
unter einen Schwellenwert eine mechanische Fehlfunktion der Einspritzvorrichtung erkannt
wird, und
dass bei Aussetzern von allen Zylindern (110), die einer Endstufenbank der Einspritzvorrichtung
(5) zugeordnet sind, und einem Absinken des Kraftstoffdrucks unter einen Schwellenwert
(SW) eine elektrische Fehlfunktion der Einspritzvorrichtung (5) erkannt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch Auswerten eines Kraftstoffdrucks überprüft wird, ob eine Fehlfunktion der Einspritzvorrichtung
vorliegt.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem erkannten elektrischen Fehler zusätzlich eine die Einspritzventile (40)
ansteuernde Endstufe (45) auf elektrische Fehler überprüft wird.
4. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit der Fehlfunktion als Fehlerreaktion die Brennkraftmaschine in einer
Notlauf-Betriebsart betrieben wird.
5. Überwachungsvorrichtung einer Einspritzvorrichtung (5) einer Brennkraftmaschine, bei
der ein Erfassungsmittel Signale einer Aussetzererkennung erfasst, wobei die überwachungsvorrichtung
durch Auswerten von Signalen der Aussetzererkennung eine mechanische und eine elektrische
Fehlfunktion einer Einspritzvorrichtung erkennt, und die überwachungsvorrichtung in
Abhängigkeit der erkannten Fehlfunktion eine Fehlerreaktion einleitet,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Überwachungsvorrichtung bei einem erkannten Aussetzer nur eines Zylinders und
einem Absinken des Kraftstoffdrucks unter einen Schwellenwert eine mechanische Fehlfunktion
der Einspritzvorrichtung erkennt, und
dass die Überwachungsvorrichtung bei Aussetzern von allen Zylindern (110), die einer Endstufenbank
der Einspritzvorrichtung (5) zugeordnet sind, und einem Absinken des Kraftstoffdrucks
unter einen Schwellenwert (SW) eine elektrische Fehlfunktion der Einspritzvorrichtung
(5) erkennt.
6. Computerprogramm-Produkt mit Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren Träger
gespeichert ist, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wenn das-Programm auf einem Computer oder Steuergerät ausgeführt wird.
1. Method for monitoring an injection device (5) of an internal combustion engine,
wherein a mechanical and an electrical malfunction of an injection device are detected
by evaluating signals of a misfire detection means,
and a fault reaction is initiated in accordance with the detected malfunction,
characterized
in that, when a misfire is detected in just one cylinder and the fuel pressure drops below
a threshold value, a mechanical malfunction of the injection device is detected, and
in that, when there are misfires in all the cylinders (110) which are assigned to an output
stage bank of the injection device (5) and the fuel pressure drops below a threshold
value (SW), an electrical malfunction of the injection device (5) is detected.
2. Method according to Claim 1, characterized in that by evaluating a fuel pressure it is checked whether a malfunction of the injection
device is occurring.
3. Method according to Claim 1, characterized in that, when an electrical fault is detected, an output stage (45) which actuates the injection
valves (40) is additionally checked for electrical faults.
4. Method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the internal combustion engine is operated in an emergency operating mode as a fault
reaction in accordance with the malfunction.
5. Monitoring device of an injection device (5) of an internal combustion engine, in
which a sensing means senses signals of a misfire detection means, wherein the monitoring
device detects a mechanical and an electrical malfunction of an injection device by
evaluating signals of the misfire detection means,
and the monitoring device initiates a fault reaction in accordance with the detected
malfunction,
characterized
in that, when a misfire is detected in just one cylinder and the fuel pressure drops below
a threshold value, the monitoring device detects a mechanical malfunction of the injection
device, and
in that, when there are misfires in all the cylinders (110) which are assigned to an output
stage bank of the injection device (5) and the fuel pressure drops below a threshold
value (SW), the monitoring device detects an electrical malfunction of the injection
device (5).
6. Computer program product with program code which is stored on a machine-readable carrier,
for carrying out the method according to one of Claims 1 to 4 when the program is
run on a computer or control unit.
1. Procédé pour surveiller un dispositif d'injection (5) d'un moteur à combustion interne
dans lequel, en analysant des signaux de reconnaissance de ratés, on peut reconnaître
un mauvais fonctionnement mécanique et électrique d'un dispositif d'injection,
et une correction d'erreur peut être introduite en fonction du mauvais fonctionnement
reconnu,
caractérisé en ce que
dans le cas où l'on reconnait un raté dans seulement un cylindre et une réduction
de la pression de carburant en dessous d'une valeur seuil, on reconnait un mauvais
fonctionnement mécanique du dispositif d'injection, et
en ce que dans le cas de ratés dans tous les cylindres (110), qui sont associés à un banc d'étage
de sortie du dispositif d'injection (5), et dans le cas d'une réduction de la pression
de carburant en dessous d'une valeur seuil (SW), on reconnait un mauvais fonctionnement
électrique du dispositif d'injection (5).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que par analyse d'une pression de carburant, on vérifie si un mauvais fonctionnement
du dispositif d'injection a lieu.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans le cas d'une erreur électrique reconnue, on vérifie en outre la possibilité
d'erreurs électriques sur un étage de sortie (45) commandant les soupapes d'injection
(40).
4. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'en fonction du mauvais fonctionnement, le moteur à combustion interne est commuté
en tant que correction d'erreur dans un mode de fonctionnement de secours.
5. Dispositif pour surveiller un dispositif d'injection (5) d'un moteur à combustion
interne, dans lequel un moyen de détection détecte des signaux d'une reconnaissance
de ratés, le dispositif de surveillance reconnaissant, par analyse de signaux de la
reconnaissance de ratés, un mauvais fonctionnement mécanique et électrique d'un dispositif
d'injection,
et le dispositif de surveillance introduisant une correction d'erreur en fonction
du mauvais fonctionnement reconnu,
caractérisé en ce que
le dispositif de surveillance, en cas de reconnaissance de ratés dans seulement un
cylindre, et d'une réduction de la pression de carburant en dessous d'une valeur seuil,
reconnait un mauvais fonctionnement mécanique du dispositif d'injection et
en ce que le dispositif de surveillance, dans le cas de ratés dans tous les cylindres (110),
qui sont associés à un banc d'étage de sortie du dispositif d'injection (5), et d'une
réduction de la pression de carburant en dessous d'une valeur seuil (SW), reconnait
un mauvais fonctionnement électrique du dispositif d'injection (5).
6. Produit de programme informatique avec code programme, qui est stocké sur un support
lisible en machine, pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, lorsque le programme est exécuté sur un ordinateur ou un appareil de commande.