Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung von Garvorgängen in einem Garraum.
[0002] Es ist beispielsweise aus der
EP 1 489 361 A1 bekannt, einen Garvorgang bei einem Gargerät berührungslos zu steuern. Dabei wird
ein Gargut entweder manuell ausgewählt oder automatisch erkannt. Ein Gassensor misst
die Gaskonzentration in einem Garraum, beispielsweise eines Backofens, woraus ein
Garquotient ermittelt wird in seinem zeitlichen Verlauf. Durch Vergleich des Garquotienten
mit einem Endwert der Gaskonzentration kann der Garvorgang gesteuert und insbesondere
beendet werden, wenn nach den theoretischen Vorgaben im Zusammenhang mit der gemessenen
Gaskonzentration das Gargut fertig ist.
[0003] Aus der
US 4,311,895 ist es bekannt, einen Gassensor im Oberteil einer Einrichtung anzuordnen, die ähnlich
wie ein Backofen ausgebildet ist. Dieser Gassensor weist eine eigene Heizspule auf
als aktive Beheizung. Damit kann eine Konzentration eines Gases erfasst werden.
Aufgabe und Lösung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein alternatives Verfahren zur Verfügung
zu stellen, um einen Garvorgang in einem Garraum bzw. Gargerät zu steuern und möglichst
weitgehend zu automatisieren, wobei vorteilhaft die Erkennung möglichst einfach, genau
und fehlerfrei läuft.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren
Ansprüche und werden im folgenden näher erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche wird
durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0006] Für das Verfahren wird das zu garende Gargut ermittelt, wobei dieses auf verschiedene
Arten erfolgen kann, wie nachfolgend noch genauer ausgeführt wird. Mit diesem Gargut
ist ein Vektor verknüpft, der aus einem Speicher einer Auswerteschaltung ausgelesen
wird. Dieser Vektor entstammt einer Vielzahl von in dem Speicher abgespeicherten Vektoren,
die vorab empirisch ermittelt worden sind für dieses Verfahren für eine Vielzahl unterschiedlicher
Gargüter und dann in dem Speicher, beispielsweise werksseitig, eingespeichert werden.
Der Vektor ist dabei mindestens zweidimensional und weist mindestens einen zeitlichen
Wert und mindestens einen skalaren Wert auf. Dann wird die Konzentration eines für
das ermittelte Gargut charakteristischen Gases durch einen Gassensor gemessen. Dieser
Gassensor ist vorteilhaft speziell für dieses charakteristische Gas ausgelegt bzw.
konfiguriert, beispielsweise in dem er unterschiedlich ansteuerbar ist zum besonders
guten Erfassen unterschiedlicher Gase. Dann wird der zeitliche Verlauf der Konzentration
des charakteristischen Gases gemessen. Ein erster Punkt wird erfasst, an dem die Konzentration
den betragsmäßig größten Gradienten aufweist. Dieser Extremwert des zeitlichen Verlaufs
der Konzentration kann sowohl als Maximum als auch als Minimum ausgeprägt sein. Sowohl
dieser Betrag des betragsmäßig größten Gradienten als auch der Zeitpunkt, zu dem er
erreicht wird, werden abgespeichert. Als nächstes wird ein zweiter Punkt erfasst,
an dem die Konzentration des Gases den Gradienten null aufweist. Hier wird lediglich
der Zeitpunkt des Erreichens dieses zweiten Punktes abgespeichert.
[0007] Anschließend wird rechnerisch eine Gerade durch den ersten und den zweiten Punkt
gelegt und deren Steigung ermittelt. Anhand dieser Steigung bzw. dieser Geraden kann
die weitere Berechnung der gesamten Gardauer erfolgen. Dies erfolgt dadurch, dass
die Steigung der Geraden mit dem skalaren Wert des ausgelesenen Vektors multipliziert
wird. Anschließend wird der zeitliche Wert des ausgelesenen Vektors dazu addiert und
so die gesamte Gardauer ermittelt. Im Vergleich zu der bereits durchlaufenen Gardauer
kann die Rest-Gardauer ermittelt werden. Nach deren Erreichen kann entweder eine Bedienperson
durch entsprechende Signale auf das Garende aufmerksam gemacht werden. Alternativ
kann der Garvorgang angehalten werden, insbesondere durch Abschalten einer Heizung
in dem Garraum.
[0008] Auf diese Art und Weise ist eine große Vielzahl von unterschiedlichen Gargütern für
das zumindest teilautomatisierte Verfahren verwendbar bzw. kann auf diese Art und
Weise gegart werden. Das empirische Ermitteln der unterschiedlichen Vektoren für unterschiedliche
Gargüter stellt zwar einen gewissen Aufwand dar. Es kann jedoch bereits werksseitig
ermittelt und in den Speicher eingespeichert werden, was bei einer Vielzahl von identischen
Gargeräten einen vertretbaren Aufwand darstellt. Das Erfassen des ersten und des zweiten
Punktes ist auch relativ einfach, da diese beiden Punkte sehr charakteristisch sind.
Der beispielhaft genannte zweidimensionale Vektor ermöglicht auch eine relativ einfache
Berechnung. Durch die Einbindung dieser beiden Punkte sowie ihrer korrespondierenden
Zeitpunkte ist es möglich, verschiedene Gargüter mit Variationen hinsichtlich Rezeptur
und Zubereitungsart weitgehend automatisiert zu garen. Dabei ist auch die Berücksichtigung
von Abweichungen von nominalen Vorgaben möglich.
[0009] Ein weiterer Vorteil der Verwendung der Gradienten der Gaskonzentration besteht darin,
dass auf diese Weise beispielsweise Alterungserscheinungen eines Gassensors sowie
ein Offset, der durch die Umgebungsbedingungen beim Betrieb des Gassensors bedingt
ist, weitgehend vermieden oder ausgeschaltet werden können. So ist eine relativ genaue
Erfassung der bestimmenden Punkte möglich.
[0010] Die Ermittlung des zu garenden Gargutes kann grundsätzlich auf zwei verschiedene
Arten erfolgen. Einerseits ist es möglich, dass eine Bedienperson das Gargut manuell
eingibt bzw. so der Auswerteschaltung bekannt macht. Dazu kann eine Menüführung mit
entsprechenden Eingabemitteln vorgesehen sein.
[0011] Andererseits ist es möglich, dass mit einem Gassensor von Anfang an entstehende Gargut-Gase
erfasst und ausgewertet werden. Dadurch kann eine Erkennung des in dem Garraum befindlichen
Gargutes erfolgen, wie es beispielsweise in der
DE 103 401 46 A1 beschrieben ist. Hier kann zuerst mit einer allgemein gültigen Beheizungsart gestartet
werden, beispielsweise auf eine Zieltemperatur von 180°C oder 200°C. Anhand einer
solchen allgemeingültigen bzw. normierten Beheizung kann durch einen Gassensor das
Gargut erfasst bzw. erkannt werden. Eine derartige weitgehend automatisierte Erkennung
des Gargutes weist natürlich den großen Vorteil auf, dass der Komfort für eine Bedienperson
größer ist. Allerdings ist unter Umständen der bauliche Aufwand bzw. der Aufwand im
Auswerteverfahren größer. Eine weitere Möglichkeit zur automatischen Ermittlung bzw.
Erkennung des in dem Garraum vorhandenen Gargutes ist in der deutschen Patentanmeldung
DE 102005011304.4 enthalten, auf die ausdrücklich Bezug genommen wird.
[0012] Vorteilhaft erfolgt das Erfassen der Punkte bzw. des ersten Punktes und des zweiten
Punktes algorithmisch durch Differenzenbildung zwischen Werten des Gradienten des
zeitlichen Verlaufs der Konzentration des charakteristischen Gases. Dies kann in diskreten
Zeitintervallen erfolgen mit festgelegter Dauer, beispielsweise einige Sekunden.
[0013] Des weiteren ist es vorteilhaft möglich, dass die Sensorsignale nicht von Anbeginn
ausgewertet werden, da hier in den meisten Fällen sowieso noch nicht mit einem sehr
bald kommenden Ende des Garvorganges zu rechnen ist und die Vorgänge sozusagen noch
nicht eingeschwungen sind. Insbesondere sollte gewartet werden, bis die Garraumtemperatur
sich in etwa der Endtemperatur angenähert hat, also beispielsweise mindestens 70%
erreicht hat. Vorteilhaft setzt eine Auswertung der Sensorsignale sogar erst dann
ein, wenn die Garraumtemperatur 90% der Endtemperatur bzw. der ausgewählten Gartemperatur
erreicht hat.
[0014] Die Gassensoren können auf unterschiedliche Art und Weise ausgebildet sein bzw. spezifiziert
sein. Andererseits können sie so ausgebildet sein, dass sie lediglich die Konzentration
von drei-atomigen oder noch höher-atomigen Gasen im Garraum erfassen. So ist eine
bestimmte Vorauswahl von zu erfassenden Gasen möglich, was den Aufwand reduziert und
die Erkennungssicherheit erhöhen kann. Des weiteren ist es möglich, dass die Gassensoren
gegenüber Sauerstoff, Stickstoff und/oder Kohlendioxid unempfindlich sind bzw. diese
Gase nicht erfassen. Dennoch ist es auch möglich, dass in Einzelfällen, unter Umständen
abhängig von dem Gargut, auch eines dieser drei Gase ermittelt wird, insbesondere
Kohlendioxid.
[0015] Zusätzlich kann die Feuchte im Garraum bzw. der Feuchtigkeitsgehalt der Abluft oder
der Luft im Garraum erfasst werden. Dazu kann ein speziell ausgelegter Feuchtesensor
verwendet werden. Der Wert dieser Feuchte kann sowohl für eine automatische Erkennung
des Gargutes an sich als auch für eine Bestimmung eines Endzeitpunktes des Garvorganges
vorteilhaft verwendet werden.
[0016] Dadurch, dass die Gaskonzentration erst nahe der Endtemperatur des Garraumes gemessen
wird, kann die Ansteuerung eines Gassensors vereinfacht sein. Eine Sensorheizung sowie
eine dafür notwendige Temperaturregelung ist nicht mehr unbedingt notwendig. Beides
kann jedoch in einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung realisiert sein.
[0017] Eine Anordnung des oder der Gassensoren in einem Abluftkanal des Garraumes, insbesondere
bei einem Backofen im Wrasenkanal, wird als besonders vorteilhaft angesehen. In der
Abluft können nämlich relativ konzentriert und gleichzeitig gleichmäßig verteilt die
Gase ermittelt werden, welche bei dem Garvorgang im Garraum entstehen.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und wird im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Backofens mit Gassensor und Steuerung und
- Fig. 2
- das Diagramm eines Verlaufs der Gaskonzentration sowie ihres Gradienten.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0019] In Fig. 1 ist schematisch ein Backofen 11 dargestellt. In dem Backofen 11 wird die
Muffel 13 von einer entsprechend isolierten Wandung 12 umgeben. Des weiteren ist in
der Muffel 13 eine Backofenheizung 15 mit Oberhitze und Unterhitze angeordnet und
mit einer Backofensteuerung 16 verbunden. Auf einem Abstellgitter 18 in der Muffel
13 befindet sich eine Backform 20 mit einer Teigmischung 22 als Gargut. Es ist zu
erkennen, wie durch die Beheizung mittels der Backofenheizung 15 Gas 24 bzw. ein Gasgemisch
aus der Teigmischung 22 ausströmt. Dieses Gas 24 enthält verschiedene Inhaltsstoffe.
Anhand dieser Inhaltsstoffe ist zum einen unter Umständen bereits zu Beginn des Garvorgangs
eine automatische Identifizierung des Gargutes bzw. der Teigmischung 22 möglich. Des
weiteren ist durch das Gas 24 eine Erkennung bzw. Berechnung der gesamten Gardauer
möglich, wie im folgenden näher erläutert wird.
[0020] Im oberen Bereich der Muffel 13 ist ein schematisch dargestellter Wrasenauslass 14a
dargestellt, der in einen Wrasenkanal 14b übergeht. Dieser Wrasenkanal 14b führt aus
der Muffel 13 bzw. dem Backofen 11 hinaus auf bekannte Art und Weise. In dem Wrasenkanal
14b ist ein Gassensor 26 angeordnet. Dieser ist mit einer Sensorelektronik 28 verbunden.
Selbstverständlich ist es möglich und bei gewissen Ausführungen der Erfindung sogar
von Vorteil, mehr als einen Gassensor 26 vorzusehen bzw. eine Vielzahl solcher Gassensoren.
[0021] Mit dem einen dargestellten Gassensor 26 oder mehreren Gassensoren kann ein charakteristisches
Gas erfasst werden, welches sich in dem Gasgemisch 24 befindet. Wie zuvor ausgeführt
worden ist, weiss vorteilhaft zu diesem Zeitpunkt der Backofen 11 bzw. die Steuerung
16 bereits, um was für ein Gargut es sich handelt bzw. dass es sich um die spezielle
Teigmischung 22 handelt.
[0022] Abhängig von dieser bekannten Teigmischung 22, deren zugehörige Daten oder Kennwerte
in einem Speicher der Steuerung 16 abgelegt sind, wird ein bestimmtes Gas bzw. dessen
Konzentration K im Abgas gemessen, welches durch den Wrasenkanal 14b aus dem Backofen
11 ausströmt. Diese Konzentration K ist schematisch in Fig. 2 über der Zeit t dargestellt.
Wie zu erkennen ist, steigt sie erst langsam an, erreicht dann einen Höhepunkt und
fällt danach relativ steil ab. Dieser Höhepunkt bildet den eingangs erwähnten Extremwert.
Er könnte auch ein Minimum sein, um als Extremwert für die Auswertung verwendet zu
werden.
[0023] Zu dieser Gaskonzentration K wird der Gradient bzw. die erste Ableitung K' ermittelt.
Diese ist gestrichelt dargestellt in ihrem zeitlichen Verlauf über der Zeit t.
[0024] Beispielsweise durch Differenzenbildung oder ähnliche mathematische Verfahren wird
der Zeitpunkt t1 ermittelt, an dem der Gradient K' seinen größten Wert K'1 aufweist.
Dies ist in das Diagramm in Fig. 2 eingezeichnet.
[0025] Des weiteren wird ermittelt, wann der Gradient K' zu Null wird. Dieser Zeitpunkt
t2 ist ebenfalls eingezeichnet. Dann wird eine Gerade g, welche strichpunktiert dargestellt
ist, durch die beiden zuvor ermittelten Punkte gelegt bzw. rein rechnerisch die Steigung
dieser Gerade ermittelt. Diese Steigung m ergibt sich durch die Gleichung

[0026] Nun wird zu dem bekannten Gargut bzw. der Teigmischung 22 ein entsprechender, abgespeicherter
Vektor aus einem Speicher der Steuerung 16 ausgelesen. Dieser Vektor ist zweidimensional
und beinhaltet einen zeitlichen Wert t0 und einen skalaren Wert S0. Er kann vorteilhaft
empirisch ermittelt sein und für diesen Typ von Backofen 11 sowie bestimmte Gargutgruppen,
u.a. auch die Teigmischung 22, werksseitig ermittelt werden und dann in die Steuerung
16 eingespeichert werden.
[0027] Nun ist die Berechnung der gesamten Gardauer tG möglich gemäß der Gleichung

[0028] Nach Ablauf dieser gesamten Gardauer tG wird entweder durch die Steuerung 16 die
Backofenheizung 15 abgeschaltet. Alternativ oder zusätzlich dazu kann ein Signal an
eine Bedienperson gegeben werden, vorzugsweise akustisch und/oder optisch.
[0029] Somit ist es für das hier beschriebene und erfindungsgemäße Verfahren notwendig,
dass die Art des Gargutes bekannt ist. Dies kann entweder über in Fig. 1 nicht dargestellte,
für den Fachmann jedoch leicht realisierbare Eingabemittel von einer Bedienperson
an den Backofen 11 bzw. die Steuerung 16 eingegeben werden. Alternativ kann beispielsweise
über den Gassensor 26 anhand des Gases 24 eine Erkennung des Gargutes bzw. der Teigmischung
22 erfolgen, wie es in der zuvor genannten deutschen Patentanmeldung
DE 102005011304.4 beschrieben ist. Ausgehend davon wird nicht mehr das gesamte Gasgemisch hinsichtlich
seiner einzelnen Gasbestandteile untersucht, sondern lediglich noch auf die Konzentration
K eines charakteristischen Gases 24 geachtet und diese über den Gassensor 26 erfasst.
[0030] Die zuvor beschriebenen, mathematischen Methoden, insbesondere die Berechnung des
Gradienten K' der Gaskonzentration K sowie auch die Ermittlung des größten Wertes
K'1 von K' samt zugehörigem Zeitpunkt t1 und der Nulldurchgang von K' zum Zeitpunkt
t2, sind bekannt und einfach durchzuführen. Auf diese Weise kann über Verknüpfung
mit entsprechend bekannten und in der Steuerung 16 abgespeicherten Vektoren, welche
jeweils zu einem bestimmten Gargut gehören, eine automatische Berechnung der gesamten
Gardauer tG für dieses Gargut 22 erfolgen. Daraufhin kann der Garvorgang beendet werden
bzw. eine Bedienperson darauf aufmerksam gemacht werden. Somit dient dieses Verfahren
also dazu, den Endzeitpunkt des Garvorganges für ein Gargut zu bestimmen. Die dazu
notwendige Bekanntheit des Gargutes kann entweder über direkte Eingabe von einer Bedienperson
oder über automatische Erkennung erreicht werden.
1. Verfahren zur Regelung von Garvorgängen in einem Garraum (13), vorzugsweise einem
Backofen (11), mit folgenden Schritten:
- Ermitteln des zu garenden Gargutes (22),
- Auslesen eines mit diesem zu garenden Gargut verknüpften Vektors (t0, S0) aus einem
Speicher einer Auswerteschaltung (16, 28), wobei der Vektor vorab empirisch ermittelt
worden ist für das Verfahren und mindestens zweidimensional ist mit einem zeitlichen
Wert (t0) und einem skalaren Wert (S0),
- Erfassen der Konzentration (K) eines für das Gargut (22) charakteristischen Gases
(24) über einen Gassensor (26), der für dieses Gas ausgelegt bzw. konfiguriert ist,
- Erfassen eines ersten Punktes (t1), an dem der zeitliche Verlauf der Konzentration
(K) des charakteristischen Gases (24) den betragsmäßig größten Gradienten (K'1) aufweist,
- Abspeichern des Betrages des betragsmäßig größten Gradienten (K'1) und des Zeitpunktes
(t1) des Erreichens des ersten Punktes,
- Erfassen eines zweiten Punktes (t2), an dem der zeitliche Verlauf der Konzentration
(K) des charakteristischen Gases den Gradienten (K') Null aufweist,
- Abspeichern des Zeitpunktes (t2) des Erreichens des zweiten Punktes,
- Ermitteln der Steigung (m) einer Geraden durch den ersten und den zweiten Punkt,
- Berechnen der gesamten Gardauer (tG) für das Gargut (22) durch Multiplizieren der
ermittelten Steigung der Geraden mit dem skalaren Wert des ausgelesenen Vektors und
Addition mit dem zeitlichen Wert des ausgelesenen Vektors.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gargut (22) durch eine Bedienperson manuell der Steuerung (16) vorgegeben wird,
insbesondere durch manuelle Eingabe aus einem Menü heraus.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch Auswerten der entstehenden Gargut-Gase (24) mit dem mindestens einem Gassensor
(26) eine Erkennung des vorhandenen Gargutes (22) erfolgt, wobei vorzugsweise hierzu
zuerst mit einer allgemeingültigen Beheizungsart geheizt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Punkt (t1) und der zweite Punkt (t2) algorithmisch durch Differenzenbildung
unter Verwendung von diskreten Zeitintervallen ermittelt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Sensorsignale erst dann ausgewertet werden, wenn die Garraumtemperatur ausgehend
von einem ungeheizten Garraum (13) mindestens 70% einer ausgewählten Gartemperatur
erreicht hat, vorzugsweise mindestens 90%.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Gassensoren (26) die Konzentration 3-atomiger oder höher-atomiger Gase
(24) des Gargutes (22) im Garraum (13) erfasst wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Erfassen des Gases (24) gegenüber Sauerstoff, Stickstoff und/oder Kohlendioxid
unempfindlich ist bzw. diese Gase nicht erfasst werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuchte im Garraum (13) erfasst wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bestimmte Gargut-Gruppen definiert sind, welche jeweils ein gemeinsames Leitgas als
hauptsächlich charakteristisches Gas (24) aufweisen, das bei dem Garvorgang entsteht.
1. Method for controlling cooking processes in a cooking chamber (13), preferably a baking
oven (11) with the following steps:
- determination of the food product (22) to be cooked,
- output of a vector (t0, S0) linked to this food product to be cooked from a memory
of an evaluation circuit (16, 28), where the vector has been empirically determined
beforehand for the method and is at least two-dimensional with a time value (t0) and
a scalar value (S0),
- detection of the concentration (K) of a gas (24) characteristic for the food product
(22) using a gas sensor (26) designed / configured for said gas,
- detection of a first point (t1) at which the time curve of the concentration (K)
of the characteristic gas (24) has the highest-amount gradient (K'1),
- saving of the amount of the highest-amount gradient (K'1) and of the time (t1) that
the first point is reached,
- detection of a second point (t2) at which the time curve of the concentration (K)
of the characteristic gas has the gradient (K') zero,
- storing of the second point (t2) of reaching the second point,
- determination of the pitch (m) of a straight line through the first and the second
points,
- calculation of the total cooking duration (tG) for the food product (22) by multiplication
of the pitch determined for the straight line with the scalar value of the output
vector and by addition with the time value of the output vector.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the food product (22) is manually preset by an operator at the control (16), in particular
by manual input from a menu.
3. Method according to Claim 1, characterized in that a recognition of the food product (22) in question is achieved by evaluating the
food product gases (24) generated with the at least one gas sensor (26), where to
do so a generally valid heating method is preferably first used for heating.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the first point (t1) and the second point (t2) are determined algorithmically by
forming the difference using discrete time intervals.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that sensor signals are not evaluated until the cooking chamber temperature has reached,
starting from an unheated cooking chamber (13), at least 70% of a selected cooking
temperature, preferably at least 90%.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the concentration of 3-atom or higher-atom gases of the food product (22) in the
cooking chamber (13) is detected by the gas sensors (26).
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the detection of the gas (24) is non-sensitive to oxygen, nitrogen and/or carbon
dioxide, or these gases are not detected.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the moisture in the cooking chamber (13) is detected.
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that certain food product groups are defined which each have a common guidance gas as
the mainly characteristic gas (24) generated during the cooking process.
1. Procédé de réglage de processus de cuisson dans une chambre de cuisson (13); de préférence
un four (11), comprenant les étapes suivantes :
- détermination du produit à cuire (22),
- extraction d'un vecteur (t0, S0) en lien avec le produit à cuire à partir d'une
mémoire d'un circuit d'évaluation (16, 28), sachant que le vecteur a été préalablement
déterminé de manière empirique pour le procédé et est au moins bidimensionnel avec
une valeur temporelle (t0) et une valeur scalaire (S0),
- détection de la concentration (K) d'un gaz (24) caractéristique du produit à cuire
(22) par l'intermédiaire d'un capteur de gaz (26) qui a été conçu ou configuré pour
ce gaz,
- détection d'un premier point (t1) au niveau duquel la courbe temporelle de la concentration
(K) du gaz caractéristique (24) présente le gradient (K'1) dont la valeur est la plus
élevée,
- mémorisation du gradient (K'1) dont la valeur est la plus élevée et du moment (t1)
où le premier point est atteint,
- détection d'un second point (t2) au niveau duquel la courbe temporelle de la concentration
(K) du gaz caractéristique présente le gradient (K') zéro,
- mémorisation du moment (t2) où le second point est atteint,
- détermination de la pente (m) d'une droite à travers le premier et le second point,
- calcul de la durée totale de cuisson (tG) pour le produit à cuire (22) en multipliant
la pente déterminée de la droite par la valeur scalaire du vecteur extrait puis en
ajoutant la valeur temporelle du vecteur extrait.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le produit à cuire (22) est manuellement prédéfini par un utilisateur à la commande
(16), en particulier par entrée manuelle à partir d'un menu.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le type de produit à cuire (22) en présence est déterminé par détection des gaz émanant
du produit à cuire (24) à l'aide de l'au moins un capteur de gaz (26), sachant que
pour ce faire la chambre de cuisson est préalablement chauffée en utilisant un type
de chauffage applicable de manière générale.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier point (t1) et le second point (t2) sont déterminés de manière algorithmique
en formant la différence à l'aide des intervalles de temps discrets.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des signaux de capteurs ne sont pas évalués tant que la température de la chambre
de cuisson, partant d'une chambre de cuisson (13) non chauffée, n'a pas atteint au
moins 70 % d'une température de cuisson sélectionnée, de préférence au moins 90 %.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la concentration en gaz à trois atomes ou plus (24) du produit à cuire (22) dans
la chambre de cuisson (13) est détectée par les capteurs de gaz (26).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la détection du gaz (24) n'est pas sensible à l'oxygène, l'azote et/ou le dioxyde
de carbone, ou que ces gaz ne sont pas détectés.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'humidité dans la chambre de cuisson (13) est détectée.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des groupes particuliers de produits à cuire sont définis, lesquels présentent respectivement
un gaz de guidage commun comme principal gaz caractéristique (24) généré lors du processus
de cuisson.