[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum pneumatischen Bremsen und/oder mechanischen
Stützen von bedrucktem Bogenmaterial im Kettenausleger von Druckmaschinen, insbesondere
Rotationsdruckmaschinen nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 oder 10.
[0002] Aus dem Dokument
DE 101 03 235 A1 ist ein Ausleger für eine Bogenmaterial verarbeitende Maschine, insbesondere eine
Rotationsdruckmaschine bekannt. Eine solche Rotationsdruckmaschine umfasst aus Modulen
aufgebaute pneumatisch wirkende Bogenbremsen und pneumatisch oder mechanisch wirkende
Bogenstützen, die ein jeweils gleiches Trägermodul und mit diesem wahlweise verbindbare
Bremsmodule mit betriebsmäßig umlaufenden Bremskörpern und Stützmodule besitzen.
Bogenausleger mit derart aufgebauten Einrichtungen zum pneumatischen Bremsen und mechanischen
oder pneumatischen Stützen des Bogenmaterials sind kostenaufwendig und erfordern insbesondere
bei jedem Auftragswechsel im Schön- und Widerdruck entweder ein Montieren, ein Demontieren
oder ein Neupositionieren der Stützelemente einzelner Module, was einen erheblichen
Aufwand an Rüstzeit erfordert.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für eine Druckmaschine, insbesondere
für eine Rotationsdruckmaschine eine im Vergleich zum Stand der Technik kostengünstigere
Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, in der darüber hinaus mechanische
Bogenstützen unter Vermeidung von aufwendigen Umrüstarbeiten in eine Arbeitsposition
oder in eine Parkposition und umgekehrt gebracht werden können.
[0004] Die Aufgabe wird wahlweise durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 oder 10 gelöst.
Nach den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und in Weiterbildung des Patentanspruches
2 umfasst die Einrichtung zum pneumatischen Bremsen und/oder mechanischen Stützen
von bedrucktem Bogenmaterial im Kettenausleger von Druckmaschinen wenigstens ein von
einer Antriebswelle durchgriffenes erstes Begrenzungselement in Art einer ersten Wange
und bevorzugt ein dazu axial beabstandet angeordnetes zweites Begrenzungselement in
Art einer zweiten Wange. Beide Begrenzungselemente besitzen bevorzugt jeweils eine
dem Bogenmaterial zugewandte Stützfläche. Diese Stützflächen verlaufen in Richtung
des Auslegerstapels der Druckmaschine in einer gemeinsamen geneigten Ebene. Beide
Begrenzungselemente bilden zusammen einen quer zur Transportrichtung des Bogenmaterials
und um die Antriebswelle verlaufenden Aufnahmeschacht aus, in den der Saugkanal einer
pneumatischen Unterdruckquelle mündet. In dem Aufnahmeschacht ist wahlweise
- a) wenigstens ein in an sich bekannter Weise mit der Antriebswelle wirkverbindbares,
rotationssymmetrisches Bremselement mit auf dessen Außenumfang vorhandener Öffnungen
aufgenommen, welche Öffnungen über radial im Bremselement verlaufenden Saugbohrungen
mit der Mündung des Saugkanals in Verbindung stehen, oder
- b) ein die Mündung des Saugkanals abdeckendes Verschlusselement aufgenommen und wobei
die Einrichtung ferner
- c) einen um die Mittelachse der Antriebswelle schwenkbeweglichen Tragarm besitz, an
dessen freiem Ende wenigstens ein drehend gelagertes Sporenrädchen angeordnet ist.
Der Tragarm ist dabei zusammen mit dem Sporenrädchen wahlweise aus einer Arbeitsposition
in eine Parkposition und umgekehrt bewegbar.
Der vorerwähnte Tragarm mit dem Sporenrädchen kann nach einer erfindungsgemäßen Weiterbildung
innerhalb des Aufnahmeschachtes oder außerhalb des Aufnahmeschachtes angeordnet sein.
[0005] Bei einer Anordnung innerhalb des Aufnahmeschachtes ist der Tragarm an der der Mündung
des Saugkanals gegenüber liegenden Innenfläche des ersten Be-grenzungselementes gelagert.
Ist der Tragarm außerhalb des Aufnahmeschachtes angeordnet, so kann dieser an der
Außenfläche des von der Antriebswelle durchgriffenen ersten oder zweiten Begrenzungselementes
gelagert sein.
Wenn das Bogenmaterial z. B zusätzlich zu dem pneumatischen Bremsen durch das wenigstens
eine Sporenrädchen mechanisch unterstützt werden soll, ist der Tragarm mit dem daran
angeordneten Sporenrädchen manuell aus der Parkposition in die Arbeitsposition, also
in die Position zum Stützen des Bogenmaterials zu schwenken. Dabei wird das Sporenrädchen
über der Ebene der in Richtung des Auslegerstapels geneigt verlaufenden Führungsflächen
der Begrenzungselemente positioniert.
Bei nicht notwendigem Stützen des Bogenmaterials durch das wenigstens eine Sporenrädchen
wird dieses zusammen mit dem Tragarm manuell in die Parkposition geschwenkt, wodurch
das Sporenrädchen unter der Ebene der in Richtung des Auslegerstapels geneigten Führungsflächen
positioniert ist.
[0006] In einfachster Ausbildung umfasst die Einrichtung wenigstens ein von einer Antriebswelle
durchgriffenes erstes Begrenzungselement, welches eine dem Bogenmaterial zugewandte
Fläche besitzt und wenigstens ein in an sich bekannter Weise mit der Antriebswelle
wirkverbindbares, rotationssymmetrisches Bremselement (Saugwalze) mit auf dessen Außenumfang
vorhandenen Öffnungen, welche mit radial im Bremselement verlaufenden, mit einer pneumatischen
Unterdruckquelle gekoppelten Saugbohrungen in Verbindung stehen. Weiterhin umfasst
die Einrichtung einen um die Mittenachse der Antriebswelle schwenkbeweglichen Tragarm,
der wenigstens ein drehbar gelagertes Sporenrädchen besitzt, welcher Tragarm zusammen
mit den Sporenrädchen wahlweise in eine Arbeitsposition oder in eine Parkposition
bewegbar ist.
[0007] Nach den Merkmalen des Patentanspruchs 10 besteht die Einrichtung aus einem Tragarm,
an dessen der Lagerung entfernt liegendem freien Ende wenigstens ein Sporenrädchen
angeordnet ist und welcher Tragarm an einem geeigneten Mittel schwenkbeweglich um
eine Achse oder in einer halbkreisförmig ausgebildeten Gleitführung gelagert und aus
einer Parkposition in eine Arbeitsposition sowie umgekehrt aus der Arbeitsposition
in die Parkposition bewegbar ist. Als geeignetes Mittel kann z. B. ein plattenartiges
Gebilde vorgesehen sein, dass keinen Aufnahmeschacht im Sinne von Patentanspruch 1
ausbildet, dass aber mit wenigstens einer sich über die Breite des Bogenmaterials
erstreckenden Querführung in Wirkverbindung steht und auf dieser Querführung axial
positionier- und arretierbar ist. Das Gebilde kann bevorzugt eine in Richtung des
Auslegerstapels geneigte Fläche aufweisen, die als Stützfläche für das Bogenmaterial
dienen kann, wenn sich der Tragarm zusammen mit dem Sporenrädchen in der Parkposition
befindet.
[0008] Mit der erfindungsgemäßen Lösung nach den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 10
wird eine kostengünstig gestaltete Einrichtung geschaffen, die zum einen ohne nennenswerten
Montageaufwand aus einer Bogenbremseinrichtung in eine Bogenführungseinrichtung umgerüstet
werden kann und bei der zum anderen im Zuge eines Auftragwechsels Rüstzeiten, betreffend
die Montage oder die Demontage von mechanischen Stützelementen in Art von Sporenrädchen,
vollständig entfallen.
Des Weiteren werden mit der erfindungsgemäßen Einrichtung die Positioniergenauigkeit
und der spielfreie Lauf der Sporenrädchen in Bezug auf druckfreie Korridore oder im
Falz entscheidend verbessert. Ferner sind Kollisionen mit feststehenden Stützelementen
bei einer motorischen Positionierung der erfindungsgemäßen Einrichtung axial zur Antriebswelle
ausgeschlossen.
[0009] Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht einer Einrichtung zum mechanischen Stützen von bedrucktem
Bogenmaterial mit Sporenrädchen in der Arbeitsposition,
Fig. 2 die Ansicht der Einrichtung nach Schnitt A-A gem. Fig.1.
Fig. 3 die Seitenansicht der Einrichtung mit Sporenrädchen in der Parkposition und
Fig. 4 die Ansicht der Einrichtung nach Schnitt B-B gem. Fig.3.
[0010] In Fig. 1 ist eine sich über die Formatbreite des Bogenmaterials 1 erstreckende Bogenführungseinrichtung
2 in Art eines Hohlkörpers dargestellt, in deren dem Bogenmaterial zugewandten Oberseite
2.1 Ausströmöffnungen 3 für ein pneumatisches Medium eingebracht sind. Der Bogenführungseinrichtung
2 ist eine erfindungsgemäß ausgebildete Einrichtung 4 in Richtung eines nicht dargestellten
Auslegerstapels nachgeordnet. Zwischen den Einrichtungen 2,4 kann ein zusätzliches
Bogenstützelement über die Formatbreite des Bogenmaterials 1 angeordnet sein.
[0011] Die Einrichtung 4 kann dabei erfindungsgemäß wahlweise als Bogenbremse mit wenigstens
einem hier nicht dargestellten Bremselement, als Bogenbremse mit einem hier nicht
dargestellten Bremselement in Kombination mit Stützelementen in Art eines Tragarms
7 mit wenigstens einem Sporenrädchen 7.1,7.2, als BogenFührungseinrichtung mit in
Richtung des Auslegerstapels geneigter Führungsfläche 8.1, 9.1, d.h. ohne Bremselement
und ohne Stützelement, und schließlich als Einrichtung zum wahlweise Stützen des Bogenmaterials
mittels an einem Tragarm 7 angeordneter Sporenrädchen 7.1,7.2 gem. der Fig.1 und 2
oder lediglich zum Führen des Bogenmaterials gem. der Fig.3 und 4 ausgebildet und
wirksam sein. Eine sich über die Arbeitsbreite der Druckmaschine erstreckende und
der Bogenführungseinrichtung 2 nachgeordnete Antriebswelle 6, die dem Drehantrieb
der hier nicht dargestellten Bremselemente einer Bogenbremseinrichtung dient, durchgreift
ein erstes Begrenzungselement 8 und ein zum ersten Begrenzungselement 8 axial beabstandet
angeordnetes zweites Begrenzungselement 9. Beide Begrenzungselemente 8,9 besitzen
eine in Richtung des Auslegerstapels geneigte Führungsfläche 8.1,9.1 und bilden dabei
zwischen den Begrenzungselementen 8,9 einen um die Antriebswelle 6 umlaufenden Aufnahmeschacht
10 aus, s. a. Fig.2.
[0012] In dem Aufnahmeschacht 10 können, in Abhängigkeit von dem zu bedruckenden Bogenmaterial
1, ein oder mehrere mit einer pneumatischen Unterdruckquelle in Verbindung stehende
Bremselemente und/oder wenigstens ein Bogen-Stützmittel in Gestalt des wenigstens
einen an dem Tragarm 7 angeordneten Sporenrädchens 7.1 aufgenommen sein. Das Begrenzungselement
9 ist mit einem Saugkanal 13 ausgestattet, der über eine Schlauchleitung 14 mit einer
nicht dargestellten Unterdruckquelle verbunden ist. Wenn wenigstens ein Bremselement
in dem Aufnahmeschacht integriert ist, steht die Mündung des Saugkanals 13 mit dem
Eingang eines im Bremselement enthaltenen Saugkanals in Wirkverbindung.
Wird für einen Druckauftrag das wenigstens eine Bremselement nicht benötigt, so kann
es ohne nennenswerten Montageaufwand, und zwar durch einfaches Ziehen der Antriebswelle
6, aus dem Aufnahmeschacht 10 entnommen werden. Die Mündung des Saugkanals 13 wird
dann von einem die Antriebswelle 6 innerhalb des Aufnahmeschachtes10 umgreifenden
Verschlusselementes 12 mit angeformten Bund 12.1 abgedeckt, am besten zu sehen in
Fig.2.
Nachdem also das erwähnte Bremselement aus dem Aufnahmeschacht 10 entfernt ist, wird
das Verschlusselement 12 in den Aufnahmeschacht eingesetzt und nachfolgend die Antriebswelle-6
wie ursprünglich positioniert. In einer Weiterbildung kann das Verschlusselement 13
in wenigstens einem der Begrenzungselemente 8,9 gelagert angeordnet sein und derart
ausgebildet sein, dass der Aufnahmeschacht verschlossen ist oder frei liegend ist.
Hierzu eignet sich beispielsweise ein bewegbarer Schieber oder eine Jalousie. Dabei
kann der Unterdruck am Saugkanal 13, beispielsweise mittels manuell betätigbarer oder
ansteuerbarer Ventileinrichtung, abgestellt sein.
[0013] Das Verschlusselement 12 ist gem. Fig.2 zwischen dem ersten Begrenzungselement 8
und dem zweiten Begrenzungselement 9 eingespannt. Die notwendige Spannkraft wird dabei
von wenigstens einem zwischen dem Begrenzungselement 8 und der dem Begrenzungselement
8 zugewandten Stirnseite des Verschlusselementes 12 eingeordneten Federelement 11
aufgebracht.
Zusätzlich zu der in Fig.1 vorhandenen einen Querführung 16 für die Einrichtung 4
kann achsparallel zur Querführung 16 eine weitere Querführung 17 vorhanden sein, die
zur stabilen Führung und Positionierung der Einrichtung 4 beiträgt. Eine auf die Querführung
16 wirkende Rändelschraube 18 sorgt dafür, dass die von den Querführungen 16,17 getragene
und quer zur Transportrichtung 15 des Bogenmaterials 1 positionierbare Einrichtung
4 in einer geeigneten Position arretierbar ist.
[0014] In Fig.2 befindet sich, entsprechend Fig.1, der Tragarm 7 mit den Sporenrädchen 7.1,7.2
in Arbeitsposition.
Der Tragarm 7 ist hier in einer um die Mittenachse 6.1 der Antriebswelle 6 vedaufenden,
jedoch nicht näher dargestellten Gleitführung aufgenommen. Vorteilhafterweise können
der Tragarm 7 und die an dessen einen Ende angeordneten Sporenrädchen 7.1,7.2 dabei
so strukturiert sein, dass dieser ohne zusätzliche Hilfsmittel sowohl in der Arbeitsposition
als auch in der Parkposition sicher verharren kann.
Die Lagerung des wenigstens einen Sporenrädchens 7.1,7.2 an dem Tragarm 7 bedarf an
dieser Stelle keiner näheren Ausführungen, weil diese dem Fachmann überlassen ist.
Entscheidend ist lediglich, dass das Sporenrädchen 7.1,7.2 frei drehend an dem Tragarm
7 aufgenommen ist und bei Kontakt mit dem in Richtung 15 und in Richtung des Auslegerstapels
bewegten Bogenmaterial 1 von dem Bogenmaterial in Drehung versetzt werden kann.
[0015] In den Fig.3 und 4 sind für gleiche Teile der in den Fig.1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiele
gleiche Bezugszeichen verwendet. Der Unterschied zwischen den Fig. 1,2 und den Fig.
3,4 besteht lediglich in der Positionierung des Tragarms 7 mit den Sporenrädchen 7.1,7.2.
In Fig. 3 und 4 befindet sich der Tragarm 7 mit den Sporenrädchen 7.1,7.2 in der Parkposition.
In diesem Falle fungieren die Führungsflächen 8.1,9.1 der Begrenzungselementen 8,9
als Bogenstützen der Einrichtung 4, d. h., vor dem Erreichen des Auslegerstapels wird
zumindest ein Endabschnitt des Bogenmaterials 1 durch die Führungsflächen 8.1,9.1
der Einrichtung 4 gestützt. Zur Vermeidung einer sich wiederholenden Beschreibung
soll auf die Beschreibung der Fig.1 und 2 verwiesen werden.
[0016] Die Erfindung ist nicht auf die beispielhaft beschriebene Ausbildung beschränkt.
Vielmehr kann jeder Tragarm 7, bevorzugt mit getriebetechnischen Mitteln gekoppelt,
zur Mittenachse 6.1 der Antriebswelle 6 auf einer Führungskurve mit einer vorgegebenen
Bahn bewegt werden. Als getriebetechnische Mittel eigenen sich vorzugsweise Koppel-
und/oder Kurvengetriebe. Je nach vorgegebener Bahn kann dabei die Führungskurve tangential
oder gekrümmt zur Antriebswelle 6 verlaufend ausgebildet sein, um den jeweiligen Tragarm
7 mit wenigstens einem Sporenrädchen 7.1; 7.2 wahlweise in die Arbeits- oder Parkposition
zu bewegen.
[0017] Jeder Tragarm 7 kann in einfachster Ausbildung manuell in die Arbeits- oder
Parkposition (und zurück) bewegt werden. In einer Weiterbildung kann jeder Tragarm 7 getriebetechnisch gekoppelt mit je einer Betätigungseinrichtung, beispielsweise
einem eigenmotorisch antreibbaren Einzelantrieb oder einem pneumatisch betreibbaren
Arbeitszylinder, verbunden sein. Bevorzugt sind die Betätigungseinrichtungen schaltungstechnisch
mit einer Maschinensteuerung und vorzugsweise einem Leitstand gekoppelt.
Bezugszeichenliste
[0018]
- 1
- Bogenmaterial
- 2
- Bogenführungseinrichtung
- 2.1
- Oberseite
- 3
- Öffnung
- 4
- Einrichtung
- 5
- 6
- Antriebswelle
- 6.1
- Mittenachse
- 7
- Tragarm
- 7.1
- Sporenrädchen
- 7.2
- Sporenrädchen
- 8
- Begrenzungselement
- 8.1
- Stützfläche
- 9
- Begrenzungselement
- 9.1
- Stützfläche
- 10
- Aufnahmeschacht
- 11
- Federelement
- 12
- Verschlusselement
- 12.1
- Bund
- 13
- Saugkanal
- 14
- Schlauchleitung
- 15
- Bewegungsrichtung
- 16
- Querführung
- 17
- Querführung
- 18
- Arretiermittel
1. Einrichtung zum Bremsen und/oder Stützen von bedrucktem Bogenmaterial
(1) im Kettenausleger von Druckmaschinen, insbesondere Rotationsdruckmaschinen, welche
Einrichtung (4) zwischen einer über die Formatbreite des Bogenmaterials (1) reichenden,
maschinenfesten Bogenführungseinrichtung (2) und dem Auslegerstapel der Druckmaschine
angeordnet ist und auf wenigstens einer sich über die Breite des Bogenmaterials erstreckenden
Querführung (16) axial positionier- und arretierbar ist,
gekennzeichnet durch
wenigstens ein von einer Antriebswelle (6) durchgriffenes erstes Begrenzungselement
(8), welches eine dem Bogenmaterial (1) zugewandte Fläche (8.1) besitzt und
wenigstens ein in an sich bekannter Weise mit der Antriebswelle(6) wirkverbindbares,
rotationssymmetrisches Bremselement mit auf dessen Außenumfang vorhandenen Öffnungen,
welche mit radial im Bremselement verlaufenden, mit einer pneumatischen Unterdruckquelle
gekoppelten Saugbohrungen in Verbindung stehen, und
einen zur Mittenachse (6.1) der Antriebswelle (6) beweglichen Tragarm (7), der wenigstens
ein drehbar gelagertes Sporenrädchen (7.1; 7.2) besitzt, welcher Tragarm (7) zusammen
mit den Sporenrädchen (7.1, 7.2) wahlweise in eine Arbeitsposition oder in eine Parkposition
bewegbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem von der Antriebswelle (6) durchgriffenen ersten Begrenzungselement (8) ein dazu
axial beabstandet angeordnetes zweites Begrenzungselement (9) zugeordnet ist und die
Begrenzungselemente (8,9) jeweils eine dem Bogenmaterial (1) zugewandte Fläche (8.1,9.1)
besitzen, welche Flächen (8.1,9.1) in Richtung des Auslegerstapels geneigt und in
einer gemeinsamen Ebene verlaufen, und wobei die Begrenzungselemente (8,9) einen um
die Antriebswelle (6) verlaufenden Aufnahmeschacht (10) ausbilden, in welchen Aufnahmeschacht'der
Saugkanal (13) einer pneumatischen Unterdruckquelle mündet und in welchem Aufnahmeschacht
(10) wahlweise a) wenigstens ein in an sich bekannter Weise mit der Antriebswelle(6)
wirkverbindbares, rotationssymmetrisches Bremselement mit auf dessen Außenumfang vorhandener
Öffnungen aufnehmbar ist und welche Öffnungen mit radial im Bremselement verlaufenden
Saugbohrungen in Verbindung stehen, oder b) ein die Mündung des Saukanals (13) abdeckendes
Verschlusselement (12) aufgenommen ist, und wobei c) die Einrichtung (4) ferner einen
um die Mittenachse (6.1) der Antriebswelle (6) schwenkbeweglichen Tragarm (7) mit
wenigstens einem drehbar gelagerten Sporenrädchen (7.1;7.2) besitzt, welcher Tragarm
zusammen mit dem Sporenrädchen wahlweise in eine Arbeitsposition oder in eine Parkposition
bewegbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tragarm (7) mit dem wenigstens einen Sporenrädchen (7.1; 7.2) innerhalb des Aufnahmeschachtes
(10) gelagert ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tragarm (7) mit dem wenigstens einen Sporenrädchen (7.1; 7.2) außerhalb am Aufnahmeschacht
(10) gelagert ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tragarm (7) an der der Mündung des Saugkanals (13) gegenüber liegenden Innenfläche
des Begrenzungselementes (8) gelagert ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tragarm (7) an der Außenfläche des von der Antriebswelle (6) durchgriffenen ersten
oder zweiten Begrenzungselementes (8,9) gelagert ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagerung des Tragarms (7) als Gleitführung ausgebildet ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arbeitsposition über den Stützflächen (8.1, 9.1) der Begrenzungselemente (8,9)
liegt.
9. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Parkposition unter den Stützflächen (8.1, 9.1) der Begrenzungselemente (8,9)
liegt.
10. Einrichtung zum mechanischen Stützen von bedrucktem Bogenmaterial im Kettenausleger
von Druckmaschinen, insbesondere Rotationsdruckmaschinen, welche Einrichtung (4) zwischen
einer über die Breite des Bogenmaterials reichenden, maschinenfesten Bogenführungseinrichtung
(2) und dem Auslegerstapel der Druckmaschine angeordnet und auf wenigstens einer sich
über die Breite des Bogenmaterials (1) erstreckenden Querführung (16) axial positionier-
und arretierbar ist,
gekennzeichnet durch
einen aus einer Parkposition in eine Arbeitsposition beweglichen Tragarm (7), der
an einem geeigneten Mittel (8) gelagert ist und an dessen der Lagerung entfernt liegendem
freien Ende wenigstens ein Sporenrädchen (7.1; 7.2) trägt, welches Sporenrädchen (7.1;
7.2) in der Arbeitsposition das Bogenmaterial (1) stützt.
11. Einrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das geeignete Mittel (8) ein in vertikaler Ebene verlaufendes, plattenartiges Gebilde
ist.
12. Einrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das plattenartige Gebilde wenigstens eine dem Bogenmaterial (1) zugewandte Fläche
besitzt, die in Richtung des Auslegerstapels in einer geneigten Ebene verläuft.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Tragarm (7) mit getriebetechnischen Mitteln gekoppelt zur Mittenachse (6.1)
der Antriebswelle (6) auf einer Führungskurve mit einer vorgegebenen Bahn bewegbar
ist.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 10 und 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Tragarm (7) mit je einer Betätigungseinrichtung verbunden ist.
15. Einrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede Betätigungseinrichtung schaltungstechnisch mit einer Maschinensteuerung gekoppelt
ist..
16. Druckmaschine, insbesondere Rotationsdruckmaschine,
gekennzeichnet durch
wenigstens eine Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15